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Der wahre König der Nacht

von Courgus
GeschichteKrimi, Fantasy / P16 / Gen
Bonnie Hopps Bürgermeister Lionheart Chief Bogo Judy Hopps Nick Wilde OC (Own Character)
05.05.2019
20.10.2020
31
77.325
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05.05.2019 33.359
 
Zoomania – Kapitel: I - Prolog: Nachbeben


Kapitel 1



>>... Bäh! Bäh! BÄH! Was willst du jetzt tun? Heulen?<<
>>Ich habe weder geworben noch betrogen...<<
>>Hey! Hörst du schlecht? Lass das!<<
>>Sie haben 48 Stunden Zeit den Fall zu lösen...<<
>>Hübsches Kostüm du Loser! In was für ner irren Welt lebst du, wenn du denkst das ein Karnickel wie du ein echter Cop werden könnte?<<
>>Hey nich cool Karnickel....<<
>>Gib meinen Freunden die Karten zurück.<<
>>Hol Sie dir doch! Aber Vorsicht ich bin ein Fuchs...<<
>>Judy! Pass auf!<< rief Nick und zerrte Sie von einem herannahenden Bus weg.


Ein Blitz zuckte durch den Nachthimmel von Zoomania. Die Stadt lag still und friedlich in der Bucht des Meeres. Doch das aufziehende Gewitter sollte einiges daran ändern. Kurz nach dem der Blitz durch die Wolken gefahren war schlug der Donner auf. Judy wurde aus Ihrem wirren Traum gerissen und saß in Ihrem Bett.

Sie blickte nach unten auf Ihre Decke. Ihre Pfoten krallten sich in die Bettdecke und wollten diese nicht mehr hergeben. Erneut zuckte ein Blitz und wieder folgte mit einem heftigen Knall der Donner. Und wieder schrak Judy aus Ihren Gedanken hoch. Ihr Blick wanderte aus dem Fenster hinein in die Dunkelheit der Stadt. Draußen begann es allmählich mit Regnen. Die ersten Tropfen prasselten gegen die Fenster der Häuser und auf die Fensterbretter.

Was für ein irrer Traum...

Judy schossen immer noch die Bilder durch den Kopf. Alles war durcheinander und irgendwie miteinander verbunden. Es war jetzt zwei Wochen her das Judy und Nick den Fall um die wild gewordenen Raubtiere gelöst hatten. Doch für Judy war es, als wenn es gestern gewesen wäre. Als ein weiterer Blitz durch die Wolkendecke schoss, fiel Ihr Blick auf Ihr Handy, welches auf dem Nachttisch lag. Instinktiv griff Sie danach und schaltete das Display ein. Der Sperrbildschirm zeigte ein Bild von Ihr und Nick, welches Sie als Selfie von Ihrem ersten gemeinsam Tag als Partner aufgenommen hatten. Sie musste grinsen, als Sie das Bild ansah. Und just in diesem Augenblick war es Ihr peinlich. Irgendwie. Irgendwie aber auch nicht. Diese Gefühle waren diffus und verwirrend. Sie wurde aber jäh aus Ihrem kleinen Traum gerissen, als ein lautes Donnergrollen durch die Nacht zog.

Seufzend schlug Judy Ihre Bettdecke beiseite und stand auf. Langsam tapste Sie ins Bad und schaltete das Licht ein. Sie drehte den Dimmer etwas höher, damit das Licht nicht blendete. Judy stand vor Ihrem Badezimmerspiegel und blickte hinein. Es war gerade mal kurz nach halb zwei gewesen als Sie aus Ihrem Traum gerissen worden war. Sie drehte das Wasser auf und lies etwas von dem lauwarmen Wasser in Ihre Pfoten laufen. Dann spritzte sie sich das Wasser ins Gesicht.

Ich hoffe ich träume nicht gleich wieder so einen Mist... Es wäre schon schön, wenn Nick jetzt hier wäre. Er schläft bestimmt gerade total süß...
>>Oh...<< entfuhr es Judy kurz darauf.
>>Habe ich das jetzt wirklich gedacht?<< fragte sie sich leise.

Judy schüttelte Ihren Kopf und verließ das Bad wieder. Als Sie aus dem Bad hinaus trat, blickte Sie auf eine kleine Regalzeile auf der einige Bilder von Ihr als Cop standen. Auch Bilder von Ihr mit Nick.
Bei jedem einzelnen Bild mit Ihr und Nick musste sie lächeln.
Ihr wurde es erst so richtig klar als Ihre Gedanken, beim Anblick der Bilder, so richtig konfus wurden.

Ich wünschte du wärst nun hier... Nick.

>>Oh...<< entfuhr es Ihr erneut.
Sie seufzte wieder leicht und ging in Richtung des Schlafzimmers. Auf dem Weg dorthin wurde die Stille der Nacht mehrfach von den, auf den Blitzen folgenden Donner unterbrochen.
Sie hatte Ihr Schlafzimmer erreicht und wurde vom Licht Ihres Handys abgelenkt. Es hatte sich gerade mit einem leisen surren eingeschaltet. Judy setzte sich auf Ihr Bett und blickte auf das Display.

Eine neue Nachricht? Um diese Uhrzeit?

Sie entsperrte mit einem Wisch das Handy und öffnete die Nachrichten Box.

Von Nick...?

Judy öffnete die Nachricht und begann zu lesen.

    Hey, Möhrchen. Ich wollte nur wissen, ob dich
    das Gewitter auch so schlecht schlafen lässt.
    Ich hoffe du kannst gut schlafen.
    Freu mich auf morgen, wieder mit dir zusammen
    zu arbeiten.
    Nick.


Nach dem Judy die Nachricht gelesen hatte, musste sie seufzen und gleichsam lächeln.
Sie blickte wieder auf Ihr Display und schrieb ihm eine Nachricht zurück.

    Hey Nick. Mir geht es soweit gut. Aber das
    Gewitter hatte mich aus meinem, etwas wirren,
    Traum gerissen. Ich hoffe du kannst etwas schlafen.
    Judy.


Nick saß, derweil, mit angewinkelten Beinen auf seinem Bett. Das Gewitter machte ihm schwer zu schaffen. Egal wie sehr er versuchte nicht verletzlich zu sein. Ein Gewitter schaffte es immer wieder dafür zu sorgen, das er verletzlich war. Allerdings wurde er jäh aus seinen Gedanken gerissen als die Nachricht von Judy einging.
Nick las die Nachricht und musste lächeln.
Der Regen über der Stadt wurde heftiger und die Abstände zwischen den einzelnen Donnern und Blitzen kürzer.
Mit jedem Blitz der ein Donnergrollen nach sich zog, zuckte Nick zusammen.

Ich hasse Gewitter...

Doch noch bevor sich Nick erneut beschweren konnte kam eine weitere Nachricht von Judy an.

    Das Gewitter ist ganz schön blöd.
    Ich liege hier im Bett und kann nicht schlafen.
    Na ja vielleicht kannst du ja wenigstens schlafen.
    Gute Nacht und träum schön...

Erneut musste Nick grinsen doch im darauf folgenden Moment krachte es erneut heftig als mehrere Blitz vom Donner verfolgt wurden.

Gnah... ich hasse Gewitter...

Nick erschrak so sehr das ihm das Handy durch seine Pfoten glitt und auf die Bettdecke fiel.
Er nahm sein Handy wieder in die Pfoten und tippte eine Nachricht an Judy. Immer wieder änderte er den Wortlaut, weil er befürchtet das es zu forsch wäre. Doch Nick wünschte sich gerade nichts sehnlicher als bei seiner Partnerin zu sein. Auch seine Gefühle waren sehr diffus und ungeordnet.
Schlussendlich hatte er die Nachricht fertig und sendete sie an Judy.


Indes wartete Judy schon, mehr als gedacht, sehnsüchtig auf die Nachricht von Nick.
Dann vibrierte ihr Handy und sie blickte auf das Display.

    Kann auch nicht schlafen. Das Gewitter ist einfach zu laut.
    Finde nur den Ausschalter nicht *g*
    Werd mir wohl gleich, erstmal, einen Tee machen.

Judys Gedanken waren in diesem Augenblick noch viel diffuser als ohnehin schon. Ihr schossen gerade tausende Gedanken durch den Kopf.

Soll ich ihn zu mir einladen? Wirkt das komisch, um dreiviertel zwei früh zusammen Tee zu trinken? Was ist...

Wieder schoss der Donner, auf den Fersen der Blitze, durch den Nachthimmel.

Ach was. Ich mache es einfach.

Judy blickte erneut auf Ihr Handy und tippte Ihre Nachricht ein. Ihr wurde etwas mulmig zu mute, weil sie etwas vor der Antwort Angst hatte.

    Ich werde mir auch einen Tee machen.
    Wollen wir den zusammen trinken?

Immer noch schossen Ihr tausende Gedanken durch den Kopf.

Wird er ja sagen? War das zu forsch? Und was ist wenn...

Noch bevor sie diese letzten Gedanken beenden konnte kam eine Nachricht von Ihm zurück. Schließlich war Judy von sich selbst überrascht wie schnell Sie die Nachricht geöffnet hatte in der freudigen Erwartung seiner Antwort.




    Ich würde gern mit dir einen Tee trinken.

Judy starrte auf das Display und es fühlte sich so an als würden tausende Steinbrocken von Ihrem Herzen fallen. Schnell sprang Sie aus Ihrem Bett und schaute in den großen Spiegel der an Ihrem Kleiderschrank angebracht war. Sie überlegte kurz doch dann nickte sie knapp.

Das sollte gehen...

Judy trug ein Sporthemd und eine Leggings. Auch wenn sie sich nicht hundertprozentig sicher war ob diese Kombination um diese Uhrzeit zum Tee trinken geeignet war.
Sie starrte immer noch in Ihren Spiegel und winkte dann ab. Kurz darauf klopfte es an der Tür.

Judy ging mit schnellen Schritten ins Wohnzimmer und öffnete die Tür.
Nick stand vor Ihr mit einer Jogging-Hose und einem schwarzen T-Shirt.

>>Hallo.<< sagte Nick leicht verschmitzt.
>>Hallo... komm doch rein.<< sagte Judy lächelnd.

Nick trat ein und beide gingen in die Küche von Judy. Sie war sehr geräumig und hatte ein Fenster.
Judy griff in den Schrank und holte zwei Tassen heraus. Währenddessen schaute sich Nick die verschiedenen Teesorten an die Judy auf einem Regal neben der Tür stehen hatte.

>>Und. Ist etwas dabei was dir gefällt?<< fragte Judy, während Sie den Wasserkocher anschaltete.
>>Ja. Das gefällt mir ganz gut.<< sagte Nick und griff in das Regal.

Er zog eine Kräuterteemischung mit frischen Wildbeeren aus dem Regal.

>>Eine gute Wahl.<< sagte Judy.

Und noch bevor einer der beiden noch etwas sagen konnte knackte der Wasserkocher und schaltete sich ab. Nick blickte auf Judy und musste grinsen. Auch wenn es Ihm nicht bewusst war doch er grinste weil er bei Judy war. Es war ihm auch nicht möglich dies abzustellen. Immer in ihrer Nähe ging es ihm so.
Die Tassen waren vorbereitet und Judy goss das Wasser vorsichtig hinein.

>>Hier. Dein Tee.<< sagte sie sanft und lächelnd.

Nick griff nach der Tasse und lächelte weiterhin. Die beiden gingen ins Wohnzimmer und setzten sich auf die Couch. Zwischen den zwei Wohnzimmerfenstern stand der Fernseher von Judy. Allerdings konnte man gut beobachten wie es draußen immer noch blitzte und donnerte. Jedoch spielte das für die beiden keine große Rolle mehr. Allein das Sie bei einander waren nahm dem Gewitter allen schrecken, welche es auffahren konnte.

Nick hatte seine Tasse noch in seiner Pfote und blies langsam. Dann nahm er einen kleinen Schluck und lächelte. Das Aroma des Tee's hatte sich schon wunderbar entfalten. Außerdem schmeckte er die Wildbeeren sehr intensiv.

>>Hmmm. Lecker.<< sagte er.

Judy blickte Nick an wie er sich an seiner Tasse heißen Tee's gütlich tat. Es zauberte Ihr ein lächeln auf Ihren Mund, zu sehen das es Ihm gut ging.
Dann griff auch Judy nach Ihrer Tasse und nahm, sehr vorsichtig, Ihren ersten Schluck.

>>Ja. Wirklich sehr gut.<< sagte sie, ebenfalls, leise.

Die beiden schauten sich an und grinsten.

>>Ich dachte erst das es komisch sein könnte... um diese Uhrzeit... und...<< stammelte Judy, etwas unsicherer mit jedem Wort das sie von sich gab.

>>Ich weis was du meinst.<< sagte Nick, knapper als geplant.

Auch wenn sich die beiden soviel sagen wollten, so war jetzt nicht der Augenblick dafür gewesen.

>>Aber ich finde es gut. Ich trinke gern mit dir Tee.<< ergänzte Nick seinen Satz um die Stimmung zu lockern.

Judy nickte und lächelte nach wie vor. Es verging eine halbe Stunde und die Tassen waren leer. Nick und Judy saßen beiden auf der Couch und wurden schlagartig von Ihrer Müdigkeit übermannt. Und ehe sich's die beiden versahen waren Sie weggedöst.
Es dauerte nicht lang und Judy rutschte hinüber zu Nick. Dieser lag halb auf der Couch und halb auf der Armlehne. Kaum das Judy mit Ihrem Kopf auf seinem Bauch lag, legte Nick unbewusst seinen Arm um Sie.

Die Nacht verging und am nächsten Morgen wurde Judy durch das leise piepsen Ihres Weckers, welcher im Schlafzimmer stand, geweckt.
In der Nacht hatten die beiden Ihre Schlafpositionen angepasst. Nick lag auf dem Rücken und Judy hatte sich auf seinem Bauch zusammengerollt. Und genau in dieser Position machte Sie ihre Augen auf.

Judy blickte nach draußen. Vor Ihr lag die Stadt und am Horizont erhob sich langsam die Sonne über allem. Sie realisierte es erst nicht wo sie sich genau befand. Doch dann fing Nick zu murmeln an. Sie schrak leicht hoch und blickte nach oben.

ÄHM....! Liege ich etwa... ?! Ja tue ich!

Mit einem Satz, vorsichtig aber eilig, sprang Judy von Nick auf den Boden vor der Couch.

Oh herrje! Was ist gestern Nacht passiert... haben wir etwa... sollten wir etwa... ?

Judy blickte an sich nach unten. Doch Ihre Klamotten war noch da wo sie hin gehörten.
Und in diesem Moment viel Ihr wieder ein Stein vom Herzen. Auch wenn Sie froh darüber war das nichts weiter gewesen ist so überkam sie doch das Gefühl das es auch nicht falsch gewesen wäre wenn es passiert wäre.
Dann fiel Ihr Blick auf den Couchtisch und es wurde ihr alles wieder klar.

Die Teetassen. Natürlich. Das Gewitter. Wir haben hier Tee zusammen getrunken... und dann müssen wir eingeschlafen sein.

Ein, einerseits, erleichtertes Gefühl machte sich in Ihr breit. Auf der anderen Seite fand Sie es sehr schön das sie die Nacht über nicht allein gewesen ist. Judy grinste. Ihr gefiel die Vorstellung das Nick bei Ihr genächtigt hatte.

Dann wandte sie sich ab und ging in Richtung Bad davon.

Kaum das Judy im Bad verschwunden war begann Nicks Uhr zu piepsen. Sein eingestellter Wecker riss ihn aus seinen Träumen.
Es dauerte einen Moment doch dann machte Nick die Augen auf. Schwer und etwas neben sich erhob er sich von der Couch. Als er so auf den Couchtisch starrte dauerte es nicht lang bis Nick hellwach und von der Couch aufgesprungen war.

Ach du meine....! Bin ich etwa immer noch bei Judy?!?!

Nick fühlte sich seltsam. Er war bei seiner Partnerin gewesen. Über Nacht. Sie hatten Tee getrunken und waren auf der Couch gelandet.

Haben wir etwa?!

Und Nick lies seinen Blick nach unten fallen. Doch seine Klamotten war da wo Sie hingehörten.

Wie jetzt?

Nick war total durcheinander. Er hatte nicht den Hauch einer Ahnung was gestern Nacht passiert war. Alles was er noch wusste ist das er zu Judy gegangen und Sie Tee getrunken hatten. Doch danach hatte er einen totalen Filmriss.
Er stand wie angewurzelt vor dem Couchtisch und starrte diesen an. Hin und wieder drehte er sich zur Couch um und versuchte krampfhaft die vergangene Nacht wieder zu rekonstruieren. Allerdings mit eher magerem Erfolg.

Es dauerte nicht lang und Judy kam von hinten her auf Ihn zu.

>>Nick? Ist alles in Ordnung?<< fragte sie leise und sachte.

Nick drehte sich schlagartig um und blickte auf Judy.

>>Ich äh...<<

Du versuchst dich zu erinnern was gestern Nacht gewesen ist?
Judy schaute Nick an und dieser erwiderte ihren Blick. Man konnte ihm ansehen das er total durcheinander war.
Schließlich ging Judy auf Nick und nahm seine Pfote.

>>Also wenn du wissen willst ob wir beiden...<<

Nick schaute Judy an und wusste nicht was er sagen sollte.

Oh meine liebe Güte! Dann ist es also wirklich... ?!!!

>>... nein haben wir nicht.<< sagte Judy leise und lächelte Ihn an.

>>Oh...<< entfuhr es Nick mehr betrübt als er es wollte.
Einen Augenblick später wurde Nick klar was er gerade getan hatte und versuchte die Sache zu kitten.
>>OH! Gut. Alles okay.<<

Judy legte Ihren Kopf schief und schaute Nick an.

War er jetzt wirklich enttäuscht darüber das wir nicht... ? Ach er ist so süß...

>>Komm her, Nick.<< sagte Judy lächelnd und drückte sich an Ihn während sie ihre Arme um Ihn legte.




Kapitel 2



Judy und Nick standen so einige Zeit. Die Sonne drückte sich langsam hinter den Bergen hervor und fiel zaghaft durch die beiden Fenster in Judy's Wohnzimmer. Sie blickte nach oben in Nicks wunderschönes Gesicht. Seine Gesichtszüge wurden durch die einfallende Sonne umspielt. Gleichsam sorgte das doch fahle aber auch schon recht kräftige Licht dafür das sein Fell sanft zu schimmern begann. Für Judy war dieser Anblick etwas einzigartiges und wunderschönes.

Es war fast so als würde Nick von einer seltsamen aber gleichsam wohltuenden Aura aus Licht umgeben werden. Als Ihr Blick den von Nick traf sah sie sein bezauberndes lächeln was sie so sehr an ihm mochte. Er Blickte geradewegs zu Ihr nach unten. Für Judy war es als würde Nick ständig über Sie wachen. Damit Ihr niemand auch nur den geringsten Schaden zufügen könnte.
Sie genoss den Augenblick ebenso intensiv wie Nick selbst. Und dann sagte Judy leise:

>>Es war schön das wir das heute teilen konnten. Finde ich.<<

Nick blickte noch immer auf Judy und nickte sanft zu Ihren Worten. Im Eigentlichen hatte es Nick auch sehr gefallen. Obgleich er als Fuchs zu den Raubtieren gehörte hatte er nicht sonderlich viel für die Naturgewalt Gewitter übrig. Im Gegenteil. Er war jedes mal heilfroh wenn der Spuk wieder vorbei war. Für Nick war ein Gewitter das schlimmste was es geben konnte.

>>Danke das ich die Nacht bei dir sein konnte. Ich habe nicht sonderlich viel für Gewitter übrig, weist du.<<

Judy nickte bei diesen Worten von Nick.

>>Das macht nichts. Wenn du mich brauchst bin ich für dich da.<<

Und wieder lächelte Nick bei den Worten von Judy.

>>Allerdings sollte ich langsam in meine Wohnung gehen. Wir müssen auch bald zum Revier.<< sagte er sanft.
>>Ja da hast du recht. Ich sollte mich auch fertig machen.<<

Sie verharrten, beide, eine Weile. Auch wenn es Nick so sehr auf der Seele lag konnte er es dennoch nicht in Worte fassen. Er wusste genau was er sagen wollte. Doch es kam einfach nicht über seine Lippen. Allerdings war er nicht der einzige dem es so ging. Auch Judy hatte einige Worte die sie sagen wollte. Jedoch war es ihr, ebenfalls, unmöglich diese Worte auszusprechen.

Schließlich war es Nick der dann wenigstens etwas hervor brachte:

>>Gut.... wir sehen uns... dann... gleich. Ich hol dich ab. Wie immer...<< sagte er, etwas, von sich selbst enttäuscht.
>>Gut. Bis dann gleich.<< sagte Judy mit einem lächeln.



So verließ Nick die Wohnung von Judy und zog die Tür von außen zu. Just in diesem Moment wollte sich Nick schon fast selbst durchschütteln dafür das er diese Chance hatte verstreichen lassen.

Sonst hast du auch ein loseres Mundwerk... und jetzt da fehlt es dir an Mut...

Nick starrte auf den Boden. Er stand geradewegs auf der Fußmatte von Judy. In einem Halbkreis waren Möhren darauf. Und darunter stand Willkommen. Aber wieder musste Nick lächeln als er dies gesehen hatte. Es erinnerte Ihn daran wie herzlich Judy doch war. Dann wandte Nick seinen Blick nach vorn und ging zum Treppenhaus.


Mut war ein großes Wort für Nick. Es hatte ihm noch nie an Mut gemangelt. Doch jetzt, da er mit Judy zusammen arbeitete, wurden Ihm die Knie bei ihr weich.
Noch vor einiger Zeit hatte Nick nicht das Bedürfnis verspürt jemanden so nahe zu sein. Oder hatte er dieses Bedürfnis schon immer unterdrückt?
Für ihn spielte es keine gesonderte Rolle. Seine Vergangenheit war so oder so als schwierig anzusehen. So viele Krumme Dinger hatte er gedreht. Es war für Ihn wie ein Wunder das Judy ihn nicht daran maß.

Nicht mehr allein sein... Ein komischer Gedanke.

Mit den Gedanken bei Judy schritt Nick durch das Haus. Zwei Etagen tiefer erreichte er, schließlich, seine Wohnung. Er schloss auf und betrat sein kleines Reich. Gestern Nacht hatte er dies verlassen als das Gewitter draußen getobt hatte. Er trat ein und ließ die Tür, hinter sich, ins Schloss fallen.
Alles war wie er es verlassen hatte. Und dennoch sehnte er sich, selbst jetzt noch, nach der Nähe zu Judy. Seine Wohnung war nicht sehr groß. Man würde diese Wohnung eher einem Junggesellen zu schreiben als einem Paar. Aber waren die beiden schon so etwas wie ein Paar? Oder war es der schlichte Wunsch eines einsamen Jägers.
Nick gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Während er sich darüber den Kopf zerbrach verschwand er schnell im Bad, kam wieder heraus und zog sich an.
Noch bevor er seine Krawatte binden konnte klopfte es an der Tür.

Hm? Wer könnte das sein?

Nick ging zur Wohnungstür und öffnete sie vorsichtig. Sein Blick fiel nach draußen und er erblickte Judy vor seiner Wohnungstür. Schon komplett fertig und Einsatzbereit.
Sie schaute ihn an und lächelte Ihn an.

>>Hey? Ich habe auf dich gewartet aber du kamst nicht?<<
>>Ah ja... ich hatte... also weist du.<<
>>Probleme mit der Krawatte?<<

Judy deutete auf die nicht gebundene Krawatte um seinen Hals.
Verschmitzt entgegnete Ihr Nick schließlich:

>>Ja. Ich weis nicht irgendwie will es heute nicht so.<<
>>Komm mal her. Ich mach dir das.<<

Nick ging vor Judy auf die Knie und sie legte Hand an seine Krawatte. Es dauerte keine Minute und Judy hatte die Krawatte fachgerecht gebunden.
>>So, hier. Fertig.<<
>>Danke, Möhrchen.<< sagte Nick mit einem lächeln auf seiner Schnauze.

Dann erhob er sich wieder vom Boden, griff sich seinen Schlüssel und zog die Tür hinter sich zu.

>>Dann sind wir bereit uns auf den Weg zu machen?<< fragte Judy aufgeregt.
>>Ja. Lass uns gehen.<< entgegnete er ihr.

Nick setzte ging in Richtung des Treppenhauses und Judy lief neben ihm her.

>>Weist du...<< fing Nick etwas unsicher an.
>>Ich glaube das... also...<< versuchte er seinen Satz fortzusetzen.
>>Nun ahm...<<
Judy blickte auf Nick während sie nebeneinander her liefen und lächelte. Dann nahm sie seine Pfote und sagte:

>>Sag es gerade heraus.<<

>Nun gut. Die gestrige Nacht war schön.<< Diese wenigen Worte fielen Nick so unglaublich schwer. Es war noch nie ein Problem für ihn gewesen zu sagen was er dachte. Doch diese Worte drangen nur mit großen Widerwillen über seine Schnauze. Judy lächelte als Sie die Worte von Nick gehört hatte. Sie hatte die Tür erreicht und Nick legte seine linke Pfote an den Griff und drückte die Tür auf. Er hielt sie für Judy offen. Sie lies seine Pofte los und ging durch die Tür. Währenddessen sagte sie:

>>Danke. Und ja. Du hast recht. Die Nacht war so viel angenehmer.<<

Sie gingen weiter nebeneinander die Treppen nach unten. Judy rang etwas mit sich. Doch dann sagte sie ihm was ihr wichtig war:

>>Du hattest einmal gesagt das man niemals zeigen soll das man verletzlich ist.<<

Nick nahm die Worte auf und bestätigte Ihre Worte mit einem nicken.

>>Gestern Nacht war ich verletzlich...<<

Nick blickte auf Judy und wollte eigentlich fragen ob es ihr gut ginge, doch das hatte sich schon im gleichen Augenblick wieder erledigt als Judy weiter sprach:

>>Der Traum war sehr konfus und durcheinander.  Aber am Ende warst du da und hast mich da heraus gerissen.<<

Dann wendete Judy ihren Blick auf Nick. Dieser grinste und erwiderte:

>>Du weist doch. Ich bin immer für dich da wenn du mich brauchen solltest.<<
>>Ich weis. Und das finde ich so gut. Genau wie wir damals unseren ersten gemeinsamen Fall hatten.<<
>>Ja. Es war schon seltsam. Du hast meine ganze Welt auf den Kopf gestellt, mit deinem auftauchen. Aber... ich habe keinen Augenblick bereut.<<



In der zwischen Zeit hatten die beiden die Tiefgarage des Hauses erreicht. Nick drückte sich gegen die Tür zur Tiefgarage und hielt sie erneut für Judy offen.
Sie schenkte Nick ein herrliches lächeln und ging nach ihr hinein.
Nick ging zielstrebig auf sein Auto zu doch Judy warf ein:

>>Wir fahren heute mit meinem Wagen. Ich bin doch die Woche dran mit fahren.<< sagte sie grinsend.
>>Ach ja. Stimmt. Das hatte ich fast vergessen.<<

Judy kicherte als Nick das sagte. Dann drückte sie die Fernbedienung um das Auto zu öffnen.
Sie zog die Tür der Fahrerseite auf und Nick erreichte die Beifahrerseite des Wagens.
Er zog die Tür auf und stieg ein. Judy saß bereits auf dem Fahrersitz und zog die Tür zu.
Ihr Blick wanderte wieder zu Nick während sie den Schlüssel ins Zündschloss steckte.

>>Bereit zur Abfahrt?<< fragte sie mit einem lächeln auf dem Mund.
>>Ja. Kann los gehen.<< entgegnete er ihr während er den Gurt anlegte.

Mit einem heulen erwachte der Motor von Judy's Auto zum leben. Die Armaturen sprangen an und erloschen wieder. Dann fuhr sie aus der Parklücke und hinaus aus der Tiefgarage. Kurz darauf erreichten Sie die Hauptstraße vor dem Apartment-Gebäude in dem beide wohnten.

Von der Hauptstraße aus konnte man den Zoomania-D.-Richmound-Drive, oder kurz ZDR-Drive, sehen. Er war die Verbindung in alle Richtungen. Mit Ihm konnten man überall hin und auch in alle Richtungen die Stadt verlassen. Für Nick war der ZDR-Drive das Größte überhaupt. Judy hingegen fuhr lieber durch die Straßen der Innenstadt. Doch heute sollte es nicht so sein.
Wenige hundert Meter vom Haus entfernt war die Zufahrt vom ZDR-Drive. Nur die Spur, welche geradeaus führte, führte in die Innenstadt.
Doch Judy reihte sich auf der Linksabbieger Spur ein.

>>Wo willst du heute lang?<< fragte Nick aufgeregt.
Sie schenkte Nick wieder ein lächeln und sagte dann:
>>Ich weis doch wie sehr du den ZDR-Drive magst. Also fahr ich heute, nur für dich, über diesen zum Revier 1.<< sagte Judy mit einem grinsen in ihrem Gesicht. Wohl wissend in der Erwartung das Nick ebenfalls grinsen würde.

>>Wirklich?<< sagte Nick mit einem breiten grinsen in seinem Gesicht.
>>Wirklich.<< sagte Judy.
Just in diesem Moment schaltete die Ampel auf Grün und Judy fuhr los. Sie bog ab und fuhr gleich die nächste Auffahrt auf. In Richtung Zoomania's Verwaltungsdistrikts.
Nick mochte die Fahrt über den ZDR-Drive deswegen so sehr weil er die Aussicht auf die Stadt so genoss. Es war für Ihn immer ein Höhepunkt wenn er diese atemberaubende Aussicht genießen konnte. Nun sollte es nur noch dreißig Minuten dauern bis sie am Revier 1 ankommen sollten.


Kapitel 3



In der zwischen Zeit ging es auf dem Revier eher ruhig zu. Die Nachtschicht war noch am Drücker. Kyle Fangmeyer und sein Partner Nicohlas Del Gato waren gerade auf dem Revier angekommen. Die beiden kamen gerade von einem Einsatz wieder. Ein besorgter Nachbar rief die Polizei weil aus der Wohnung neben ihm Geschrei kam. Schlussendlich stellte sich heraus das der Nachbar über dem Fernsehen eingeschlafen war und auf die Fernbedienung gekommen ist. Da der Nachbar ein älterer Herr ist hörte er auch nicht mehr so gut.

>>Das war ein Erlebnis...<< sagte Fangmeyer.
>>Da hast du recht. Sowas hatten wir schon lang nicht mehr. Und wie der alte dort im Sessel gelegen hat. Einfach zum brüllen!<< sprach Del Gato.

Die beiden gingen zu Clawhauser an den Empfang. Dort standen auch schon die Kollegen Greg Mc Horn und David Wolfheart. Die beiden hatten einen Wolf dabei erwischt wie er sein Territorium bei seiner angebeteten markierte.

>>Allerdings war er so angeheitert das er nicht begreifen konnte das er sich eben nicht auf einer Toilette befand. Zu allem Überfluss sah das die vermeintliche Freundin und rief die Polizei. Sie hatte ihn für einen anderen gehalten.<< sagte Mc Horn lachend.
>>Schaden entstand zwar keiner außer das die Blumen nun kostenlosen Dünger haben...<< sagte sein Partner Wolfheart, gleichermaßen, lachend.
>>Ja da hast du recht.<< grinste Mc Horn.

>>Hey Kollegen!<< rief Del Gato.
>>Hey, Kyle, Nicohlas!<< rief Wolfheart euphorisch.
>>Und wie lief es bei eurem Einsatz?<< fragte Mc Horn neugierig.
>>Ha! Du würdest es sowie so nicht glauben.<< sagte Fangmeyer lachend.
>>Na los raus mit der Sprache!<< entfuhr es Del Gato.

>>Also gut. Wir kommen also dort an. Und ja aus der Nachbarwohnung kam ein Geschrei das war nicht zu glauben. Wir dachten das sich zwei junge Personen anschreien würden. Also haben wir versucht zu Klingeln und zu klopfen. Aber natürlich nichts.<< sagte Fangmeyer.

>>Als das also nichts brachte schauten wir ob die Tür offen war. Und siehe da. Wir gingen also hinein. Niemand zu sehen. Doch das Geschrei war immer noch da. Als wir im Wohnzimmer angekommen waren lag ein alter Herr im Sessel und schnarchte laut hals. Der zweite der schrie war der Fernseher.<< führte Del Gato aus.

>>haha! Sehr gut!<< entfuhr es Wolfheart und Mc Horn lachte.

>>Das ist noch nicht alles. Als wir versuchten den alten zu wecken stellten wir fest das er schwer hörig war. Als er wieder bei sich war fragte er uns warum wir erst jetzt kommen würden. Er meinte das die Nachbar schon wieder so schrecklich laut reden würden.<<

Mc Horn und Wolfheart lachten laut hals bei diesen Ausführungen.

>>Unglaublich gut!<< sagte Mc Horn.

Chief Bogo kam gerade aus dem Archiv die Treppen nach oben. Als er die Tür zur Haupthalle öffnete hörte er das Gelächter seiner Leute. Er ging zum Empfang und musste wissen warum so gelacht wurde.

Alle lachten und kringelt sich förmlich vor lachen. Dann war es Clawhauser der auf den Chief aufmerksam machte.

>>Achtung! Chief Bogo!<< sagte er und salutierte seinem Chef.

>>Was gibt es denn zu lachen? Waren Ihre letzten Einsätze so gut?<< fragte der Chief mit einem schiefen grinsen.

Die beiden Teams erzählten Ihm von dem was passiert war und der Chief musst selbst auch lachen.

>>Das wirklich gut. Aber man muss auch mal was zu lachen haben.<< sagte Chief Bogo und ging wieder seines Weges. Sein Weg führte ihn zu den Schreibtischen seiner Leute. Als er den Schreibtisch von Hopps und Wilde erreicht hatte legte er eine kleine Notiz darauf ab. Dann ging er weiter zu seinem Büro.



Kapitel 4



Judy war auf der Spur für die Abfahrt. Sie waren im Begriff den ZDR-Drive verlassen. Vor Ihnen lag das Zentrum von Zoomania. Das Herz des Verwaltungsdistrikt`s.

>>So dann sind wir gleich da.<< sagte Judy.
>>Hey. Danke für den Ausflug über den ZDR-Drive, Möhrchen.<< sagte Nick mit einem lächeln.
>>Gern doch. Ich mach dir gern eine Freude wenn ich kann.<< sagte Sie.

Nick wurde etwas verlegen als er mit seinen Gedanken zu der vergangenen Nacht kam. Schließlich hatten beide zusammen genächtigt. Wiederum war es sogar so gewesen das Judy auf seinem Bauch, eingerollt, geschlafen hatte.
Allerdings hatte sie das Nick noch nicht gesagt. Aber dieser Gedanke schoss wieder in Ihr hoch.

Ob ich Nick es sagen sollte das ich auf seinem Bauch... genächtigt habe...?

Nick wurde leicht rot auf dem Beifahrersitz. Auch wenn es kaum noch ging, bedingt durch sein Fell. Judy musste an der nächsten Ampel halten und sie nahm alles zusammen was sie konnte.

>>Nick ich...<< fing Sie an.
>>Hm?<< entfuhr es ihm als er aus seinem Tagtraum gerissen wurde.
>>Ich... ich sollte dir sagen das ich... heute Nacht...<<

?! Was kommt denn jetzt? Haben wir also doch... was ich... ?!

>>Ich habe heute Nacht auf deinem Bauch geschlafen...<< entfuhr es Judy schlagartig.

Es schien eine Ewigkeit zu sein das im Auto Stille herrschte. Jedoch waren es nur Augenblicke die wie eine Ewigkeit wirkten. Zu mindestens für Judy.

>>Wirklich?<< fragte Nick leise.

Judy entgegnete ihm nur mit einem knappen nicken. Es war ihr wesentlich peinlicher als Nick.

>>Das ist doch schön. Oder gibt es etwas was du bereust?<< fragte er leise.
>>Nein. Da ist nichts. Es ist nur... seltsam. Sind wir schon soweit das so etwas passiert?<< fragte Judy ihn sanft aber auch unsicher.

>>Nun ich denke das liegt an uns. Aber ich finde den Gedanken schön. Im übrigen will ich dir sagen das... das ich es auch schön fand. Ich mag keine Gewitter... Und so war ich nicht allein damit...<< sagte er zaghaft.

Judy nickte immer noch spürbar unsicher aber langsam verflog das Gefühl und sie konnte lächeln. Währenddessen schaltete die Ampel auf Grün und sie fuhr los. Kurz darauf bog Judy auf den Parkplatz ein. Dieser mündete am Ende in ein Parkhaus. Das Parkhaus stand nur den Angestellten offen und war direkt mit dem Revier verbunden. Sie erreichten auf der Ebene P4 auch Ihren Parkplatz.

>>So. Da wären wir...<< sagte Judy. Sie stellte den Motor ab und schaute zu Nick rüber.

>>Danke das du heute Nacht da warst... Judy.<< sagte er und griff kurz nach Ihrer Pfote. Er schaute ihr in die Augen. Jedesmal wenn er das tat war er wie verzaubert von Ihnen. Dann bewegten sich die beiden auf einander zu. Die Gesichter der beiden waren schon fast beieinander. Nick schloss seine Augen und plötzlich heulte die Hupe des Autos auf. Nick erschrak so heftig das er ein Stück nach oben schoss und sich den Kopf am Himmel des PKW's einschlug.

Er hielt sich den Kopf und murmelte nur.

>>Autsch... so ein … Mist... blöder...... kann auch.... mir passieren....<<
>>Oh tut mir leid. Hast du dir sehr weh getan?<< fragte Judy erschrocken.
>>Nein. Danke. Es geht schon. So lang es keine Beule wird. Ich bin ja kein Einhorn...<<
Judy musste, bei dem Gedanken, anfangen zu lachen.

>>Aber die Vorstellung ist gut...<<
>>Unter steh dich.<< sagte Nick grinsend.

Dann stiegen beide aus dem Auto aus und Judy betätigte die Fernbedienung.
Inzwischen war es bereits 06:30 Uhr. Die Nachtschicht würde in einer knappen halben Stunde Ihre Schicht beenden. Und die Kollegen der Frühschicht würden übernehmen.

Judy und Nick liefen durch die Ebene P4. Immer wieder kamen PKW's angefahren. Die Leute der Frühschicht trudelten nach und nach ein. Am Ende der Schicht gab es ein Debriefing und ein Briefing für die folgende Schicht.
Alle versammelten sich zum Checkin. Es war immer die gleiche Vorgehensweise.
So betraten Judy und Nick die Haupthalle. Die Traube hatte sich inzwischen aufgelöst und aus allen Türen strömten die Kollegen herein. Alle mit einem einzigen Ziel. Der Checkin.

Die beiden schauten sich an und grinsten. Dann machten sie sich, mit diesem Grinsen, auf dem Weg. Sie liefen auf den Empfang zu. Das Reich von Benjamin Clawhauser. Der charismatische Leopard des ZPD-Revier 1. Es gab keinen zweiten wie Benjamin. Er war in jeder Hinsicht einzigartig.

>>Guten Morgen, Benjamin!<< sagte Judy.
>>Lass es dir schmecken, Benjamin!<< rief Nick.

>>Oh!... gut...guten Morgen!<< entfuhr es Clawhauser der den Mund voll mit einem Donut hatte.

Judy und Nick schritten an Clawhauser und dem Empfang vorbei in Richtung des Checkin's.
Dort hatten sich schon die meisten versammelt.
Wie immer drang einiger Lärm aus dem Raum. Dann betraten die beiden den Versammlungsraum. Ihr Stammplatz, wie immer ganz vorn, war frei und wartete nur auf die beiden.
Chief Bogo war schon im Anmarsch und als er durch die Tür trat wurde er, wie es immer schon war, mit lautem Gegröle erwartet.

Als er das Podium erreicht hatte und die Menge immer noch grölte holte er aus.
>>Okay. In Ordnung. Ruhe jetzt.<< doch dies fruchtete wie immer nicht.

>>RUHE!<< schrie er und dann war die Meute ruhig.

>>In Ordnung. Willkommen beim Debriefing der Nachtschicht und Briefing der Frühschicht. So nun zu den Ereignissen der Nacht.<< führte Bogo aus.
>>Die vergangene Nacht war sehr ruhig. Wir hatten keine nennenswerten Vorfälle zu bearbeiten. Allerdings gibt es doch eine Sache die ich noch besprechen muss. Und zwar häufen sich die Anzeigen wegen...<<

Nick starrte gerade aus auf das Podium auf dem sich Chief Bogo befand. Allerdings driftete er heute mit seinen Gedanken ganz weit ab. Er war wieder bei der Vergangenen Nacht angekommen. Zur Zeit, auch wenn es nur wenige Stunden her war, war es bereits seine liebste Erinnerung der letzten Tage und Wochen. In dieser einen Nacht schien es so als wenn viele seiner Träume auf einen Schlag wahr geworden wären. So als hätte das Gewitter nur versucht das voranzutreiben was er nicht allein konnte. Erneut kreisten seine Gedanken um das was gewesen ist. Aber er ging auch tiefer in sich. Seine Gedanken kreisten auch, immer heftiger, um das was sein könnte.
Er war immer wieder dabei sich vorzustellen wie das Leben verlaufen könnte wenn er und Judy zusammen kämen.

Was würde dann werden? Würden Sie zusammen ziehen? Erste gemeinsame Wohnung oder ein eigenes Haus am Stadtrand? Würden sie vielleicht sogar Nachwuchs haben?

Allein bei diesem einen letzten Gedanken wurde es ihm peinlich auch nur daran zu denken. Nachwuchs... Nick und Kinder... passte das überhaupt zusammen? Und wenn würde es überhaupt funktionieren. Auf der einen Seite war es für ihn fast schon gespenstisch. Auf der anderen Seite war es ein Abenteuer auf das er sich nur zu gern einlassen würde. Doch all diese Phantasien und das hin und her gedenke würde nichts bringen wenn er und Judy nicht zusammen kämen. Und so kam er ins jetzt zurück.

>>... was uns zu der Frage bringt wie wir diese Sache unter Kontrolle behalten. Da es zur Zeit noch keinerlei Hinweise auf die Täter gibt bitte ich Sie alle die Augen offen zu halten und noch viel mehr aufzupassen.<< beendete Chief Bogo seinen Satz. In diesem Moment wurde Nick klar das er eine ganze Zeit abwesend gewesen sein musste.
Er blickte sich unauffällig um aber alle schauten gerade aus, auf Bogo.
Dann lies er seinen Blick auf Judy fallen. Sie bemerkte dies recht fix und schaute ihn an. Sie lächelte und es war, wie immer, dieses lächeln was ihn wie Butter in Ihren Pfoten machte.
Dann nahm er alles zusammen was er noch in sich finden konnte, lächelte Judy ebenfalls an und schaute nach vorn.

>>Nun gut. Hier die Einsatzpläne für den heutigen Tag...<<

Als Bogo anfing die Einsatzpläne auszugeben driftete Nick erneut weg. Doch diesmal sollte er nicht allzu weit kommen.

>>Officers Hopps und Wilde. Sonder-Besprechung in meinem Büro in Fünfzehn Minuten. Aber zuerst gehen Sie zu Ihrem Platz.<<

Nick wurde aus seiner „geistigen Umnachtung“ gerissen als er seinen Namen gehört hatte. Beide standen auf und salutierten Ihrem Chief.

Judy sprang von Ihrem Stuhl und Nick trottete ihr hinter her.

Zum Glück können wir hier raus... Ich war noch nie so leicht abzulenken wie jetzt. Man... ich muss mich echt zusammenreißen. Ich kann nicht ständig Tagträumen hinter her hängen. Auch wenn sie schön sind... dachte Nick und schlenderte Judy nach.

Sie hielt die Tür für Nick offen und er ging hindurch. Der Weg durch die Haupthalle führte sie schließlich zu dem Großraumbüro wo die beiden Ihren Schreibtisch hatten.
Als Judy und Nick dort angekommen waren sah Nick recht schnell die kleine Notiz, welche Chief Bogo dort platziert hatte.

Er schaute sie sich an und griff schließlich nach ihr.
Es war nicht viel was darauf stand aber es war aussagekräftig genug um in Nick so etwas wie Unbehagen auszulösen.

    In fünfzehn Minuten in meinem Büro.
    Bringen Sie alle Unterlagen über den Fall der
    wild gewordenen Raubtiere mit die sich haben.
    Bogo

>>Judy...<< entfuhr es Nick mit teils stockendem Atem.
>>Was ist?<< fragte Sie besorgt.

Als Sie Nick ansah konnte sie sehen wie etwas in ihm eine tiefsitzende Furcht auszulösen schien.

>>Ist alles in Ordnung? Nick?<< fragte Sie erneut und er hielt ihr die Notiz hin.

Judy nahm den Zettel in die Pfoten und begann zu lesen.

… Bringen Sie alle Unterlage über den Fall der wild gewordenen Raubtiere mit die sie haben...

Was zum... ?! Judy schossen tausende Gedanken durch den Kopf. Was sollte das bedeuten? Wie konnte es sein das Chief Bogo diese Anfrage an die beiden stellte. Was sie aber am meisten beunruhigte war die Tatsache das Chief Bogo die Anfrage so diskret und inoffiziell wie nur irgend möglich gestellt hatte. Er hatte es ganz klar vermieden beim Briefing auch nur das geringste Wort darüber zu verlieren. Wieso hatte Chief Bogo nur versucht die Sache unter Verschluss zu halten so lang es möglich war?

>>Nick...?<< sagte Judy leise. Mehr fragend als sagend. Sie wusste selbst nicht was sie sagen oder hätte denken sollen.

>>Ich... ich hoffe es ist nichts weiter. Aber...<< rang Nick sich diese kargen Worte ab.





Kapitel 5



Die große Uhr, welche über dem Eingangsbereich zum Großraumbüro hing und gut für jeden sichtbar war, zeigte nun 7:12 Uhr an. Vor etwa zwölf Minuten hatten Judy und Nick den kleinen Notizzettel von Chief Bogo gefunden. Er hatte die beiden gebeten in fünfzehn Minuten, also um 7:15 Uhr in seinem Büro zu erscheinen. Mit allen Unterlagen und Dokumenten die sie noch über den Fall mit den wild gewordenen Raubtieren hatten. Die beiden fühlten sich bei dem Gedanken unsicher. Warum sollte Chief Bogo nur eine derartige Anfrage an die beiden stellen.
Sie standen bei Ihrem Schreibtisch und rätselten über diese Sache als Fangmeyer und Del Gato noch einmal ins Büro kamen.

>>Hey, Kyle. Hast du gesehen wen Jake dort über die Nebentreppe zum Büro des Chief gebracht hat?<<

>>Nein nicht wirklich, Nico. Das einzige was ich sehen konnte war eine Mähne. Vielleicht war es ein Löwe?<<

Del Gato überlegte einen Moment lang und legte dann seinen Kopf schief.

>>Willst du mich schon wieder verarschen, Kyle?<<

Kyle Fangmeyer duckte sich und lachte.

>>Würde ich dich jemals verarschen?<< sagte er lachend und ging weiter.

>>Jaja! Schon klar!<<

Judy und Nick hatten dieses Gespräch gut mit verfolgen können. Jemand wurde, gerade eben, zum Chief in sein Büro gebracht? Die beiden schauten sich fragend an. Dann blickten Sie auf die Uhr.
7:14 Uhr.

>>Wird Zeit das wir ein paar Antworten bekommen, oder Nick?<<

Nick schaute auf Judy und nickte sehr bestimmt. Es lag beiden auf der Seele zu erfahren was los war. Und scheinbar wusste der Chief und sein Besuch was genau vor sich ging.
Die beiden packten alles was sie hatten und verließen ihren Schreibtisch. Kaum das sie die Haupthalle erreicht hatten stand auch schon Chief Bogo vor seinem Büro auf der Obersternen Ebene. Er blickte nach unten und winkte die beiden zu sich nach oben.

>>Gut. Sie kommen. Dann können wir hoffentlich bald dieser Farce ein Ende setzen.<<

Bogo schlenderte in sein Büro hinein und Judy ging mit Nick zusammen den Weg zum Büro des Chief nach oben. Für die beiden war es als wären es hunderte Meter die sie zurücklegen mussten. Beiden kreisten hunderte von Gedanken durch den Kopf was das alles bedeuten könnte.

Leise flüsterte dann Nick zu Judy: >>Was denkst du hat es damit auf sich?<<

>>Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, Nick. Aber mein Gefühl sagt mir das es nichts gutes sein kann...<<

Nick ging in sich und dachte nach. Für Ihn konnte es nur eines bedeuten. Die Kriese die durch die Könige der Nacht ausgelöst wurden war, war noch lang nicht vorbei. Doch wenn dem so wäre würde es bedeuten das wieder viele in Gefahr wären.

Endlich war es soweit. Die beiden standen vor dem Büro des Chief. Als sie näher kamen hörten Sie schon die Stimmen die aus dem Büro nach außen drangen. Ohne jeden Zweifel befand sich eine weitere Person darin. Allerdings waren die Stimmen viel zu gedämpft als das man etwas hätte hören können. Nur eines war klar. Es musste sich um einen männlichen Gast handeln.

Nick legte schließlich seine Pfote an die Tür und Judy nickte. Es war fast so als würden Sie einen Raum voller krimineller Stürmen wollen. Jeder der diese Situation hätte beobachten können hätte sicherlich gedacht das die beiden grad vollständig abwesend sein würden. Allein die Art und Weise wie Sie vor der Tür standen sprach schon Bände.
Dann drückte Nick die Türklinke nach unten und öffnete die Tür. Langsam schwang diese auf und man konnte einen der Officers, Jake Gatos, im Raum stehen sehen. Als die Tür mit einem Knarren aufging richteten sich die Blicke von Gatos und Bogo auf die Tür.

>>Ah! Hopps und Wilde. Kommen Sie herein, bitte.<<

Judy machte den ersten Schritt in die Ungewissheit hinein. Nun würden die beiden sehen wer der mysteriöse Gast von Chief Bogo war.
Gatos blickte auf die beiden. Er war von Ihrer Arbeit immer wieder beeindruckt und inspiriert wurden. Doch jetzt wirkten die beiden auf Ihn etwas unsicher. Unsicherer als er es sich hätte vorstellen können.

>>Meine beiden Top-Officers kennen Sie sicherlich noch?<< fragte Bogo seinen Gegenüber.

Der Unbekannte saß immer noch mit dem Rücken zu den beiden. Dann bestätigte er die Frage von Chief Bogo und entgegnete Ihm:

>>Aber sicher doch, Chief Bogo.<< führt die Person aus und drehte sich auf dem Stuhl leicht nach hinten.

>>Die beiden Officers die überhaupt erst die Stadt gerettet hatten. Judy Hopps und Nick Wilde!<< sagte er.

Kaum das er dies gesagt und sich weit genug herum gedreht hatte entfuhr es den beiden schlagartig:

>>Der ehemalige Bürgermeister Lionheart?!<<

Als Sie gesehen hatten wer der mysteriöse Besucher war blieben beiden die Mäuler offen stehen. Keiner von beiden konnte begreifen wieso und warum Leodor Lionheart hier war. Schließlich war es Lionheart der damals versuchte die ganze Gefährdung durch die Könige der Nacht herunter zu spielen weil er alles unter verschluss hielt. Nur durch seine Weigerung mit dem Chief zu sprechen kam es erst überhaupt soweit. Was für den ehemaligen Bürgermeister schlecht war, war für Judy und Nick der Durchbruch gewesen. Nur durch diesen Fall kamen die beiden erst zusammen, als Partner.

>>Chief! Ich verstehe nicht was der ehemalige Bürgermeister hier wollen könnte. Und warum die Unterlagen über den alten Fall?<< entfuhr es Judy viel mehr in Rage als beabsichtigt.
Nick legte derweil seine Hand auf Ihre Schulter und ging hinter hier auf die Knie. Dann sagte er leise in Ihr rechtes Ohr:

>>Ganz ruhig, Möhrchen. Wir werden unsere Antworten schon bekommen, denke ich.<<

Es war gut für Judy das Nick da war und sie zu beruhigen versuchte. Und tatsächlich lies sie sich durch diese Worte beruhigen. Dann legte Sie ihre linke Pfote auf die von Nick. Sie wollte einfach nur die Nähe von Nick bei sich spüren. Seine Pforte unter Ihrer zu spüren gab Judy die Zuversicht und Sicherheit die sie nun brauchte.

>>Ich denke Mr. Lionheart kann die Sache und sein Anliegen hier besser darstellen als wenn ich alles erzählen würde. Würden Sie Leodor?<< fragte Ihn Bogo.

>>Aber sicher doch, Chief. Mr. Wilde, Mrs. Hopps ich bin heute hier weil ich die Hilfe des ZPD und allen voran die Hilfe von Ihnen beiden brauche. Es geht um das verschwinden einer Assistentin meiner damaligen Ärztin. Dr Badger. Sie hatte eine Assistentin eine Mrs Lucille Steamwater. Ich hatte sie angeheuert um die Forschung voran treiben zu können. Dr. Badger konnte die zusätzliche Kraft gut gebrauchen. Doch nach dem Niedergang der Anlage und dem verschwinden von Mrs. Steamwater kamen nun einige Fragen auf.<<

Leodor hielt einen Augenblick lang inne um das gesagte sacken zu lassen. Es war eine Menge an Informationen die es aufzunehmen galt. Schließlich führte Leodor Lionheart seine Ausführungen weiter:

>>Ihr verschwinden hat sicherlich mit Ihrer Forschung zu tun. Mrs Steamwater hatte sich mit der Heilung der, wie damals angenommen, genetischen Krankheit beschäftigt. Aber dadurch das die „Krankheit“ unbekannt war gab es auch kaum Ansätze für eine Heilung. Was Sie allerdings recht schnell herausgefunden hatte war wie man die Krankheit beeinflussen konnte. Doch als dann klar wurde was der eigentlich Auslöser dafür war...<<

Lionheart konnte seinen Satz nicht zu ende führen da Nick einwarf:

>>... kam Sie recht schnell darauf wie man die Wirkung und oder Dauer bzw Intensität des ganzen erhöhen kann, nicht wahr?<<

Nick's Gesichtsausdruck war hart und starr. Er wusste ganz genau das er recht haben würde. Alles andere machte für Ihnen keinen Sinn. Was Ungerechtigkeit anging so hatte er immer schon einen sechsten Sinn dafür. Ironisch war lediglich das er diesen Sinn eine Zeit lang eben dafür eingesetzt hatte.

>>... Ja, Officer Wilde... Ich gehe davon aus das sie Erfolg hatte. Und wenn dem so ist dann...<<
>>... dann steht uns eine schlimmere Zeit ins Haus als es damals der Fall war...<< beendete Judy den Satz von Lionheart.

>>Ich sehe das sie beide die Dringlichkeit der Angelegenheit verstehen. Wir haben keine Zeit zu verlieren! Wir müssen Sie finden!<< beschwor Lionheart die beiden Officers.

>>Doch warum gerade jetzt, Mr. Lionheart? Warum haben Sie uns damals nicht geholfen als Sie es noch konnten. All das hätte jetzt nicht sein müssen!<< entfuhr es Judy.

Sie war aufgeregt und aufgewühlt. Sehr viel war damals passiert. Im eigentlichen war sie froh als es damals alles vorbei war. Als alles wieder seinen „geregelten“ Gang ging.

>>Nun wenn ich geahnt hätte auf was Lucille gestoßen war hätte ich es gesagt...<<

>>Und wie kommen Sie gerade jetzt darauf. Gab es neue Hinweise?<< fragte Nick überrascht.

>>Ja. So kann man das sagen. Lucille hatte mich vor kurzem aufgesucht und mich um meine Hilfe gebeten. Allerdings konnte ich ihr nicht helfen. Sie sagte mir das jemand hinter ihr her wäre. Allerdings konnte sie nicht sicher beschreiben wer es war. Sie sagte nur das er groß sei. Ein Panther oder ein Gepard. Sie hatte ihren Verfolger nie richtig zugesicht bekommen. Ich bitte Sie. Helfen Sie einem alten Narren!<<

Judy wendete ihren Blick auf Nick. Er wiederum schaute auf den ehemaligen Bürgermeister und fletschte schon fast die Zähne. Er war wütend. Wütend und aufgebracht über die Art und Weise wie Lionheart es wieder geschafft hatte alles unter den Teppich zu kehren. Er konnte es, nach wie vor, nicht verstehen wie es sein konnte das er diese Information einfach unter den Tisch fallen gelassen hatte.

>>Das hätten sie sich auch etwas eher überlegen können, Mr. Lionheart. Und jetzt sollen wir Ihren Murks wieder gerade biegen?<< entfuhr es Nick.

>>Officer Wilde. Ich kann verstehen das sie aufgebracht sind. Ich würde sie beiden bitten den Fall zu übernehmen. Da ich keine andere Option habe und sie die besten für den Fall sind. Deswegen bitte ich Sie den Fall für die Sicherheit unserer Bürger zu übernehmen. Dafür stelle ich Ihnen Officer Jake Gatos zur Seite. Er ist so oder so ein Fan von Ihnen beiden.<< sagte Bogo um die Lage etwas zu lockern.

>>Mr. Wilde, Mrs. Hopps. Es wäre mir eine Ehre mit Ihnen zusammenarbeiten zu dürfen.<< sagte Gatos der neben dem Tisch von Chief Bogo stand.
Judy schaute Jake an und lächelte, wenn auch etwas schwerlich.

>>Schön Sie kennen zulernen, Jake.<< sagte Judy schließlich.

Nick winkte ab und sagte dann zu Chief Bogo:

>>Sicher können Sie mit unserer Hilfe rechnen, Chief. Ich und Judy würden Sie nie hängen lassen.<<

>>Danke, Wilde. Ich weis ihre Integrität zu schätzen.<< sagte Bogo.

>>Ich möchte mich entschuldigen was passiert ist. Seien sie bitte versichert das ich Ihnen alles erzählen werde was sie wissen möchten.<< führte Lionheart aus.

>>Das stimmt. Und aus diesem Grund habe ich, neben meinem Büro, ein weiteres für Sie und diesen Fall einrichten lassen. Dort können sie ungestört arbeiten. Dieser Fall entbindet sie von allen Routinearbeiten und Pflichten denen Sie nach kommen müssten. Sie drei bilden jetzt eine Sonderkommission. Leodor Lionheart wird als Berater tätig sein.<< führt Chief Bogo aus.

>>Sind alle damit einverstanden?<< fragte er kurz um.

>>Ja, Sir!<< sagte Jake Gatos.
>>Ich bin auch einverstanden.<< sagte Lionheart.
Judy und Nick schauten sich erneut an. Dann nickte Judy und Nick bestätigte ebenfalls durch ein kurzes nicken.

Nun war es klar. Alle waren mit den Bedingungen einverstanden.

>>Gut. Dann bringe ich sie in Ihr neues Büro.<< sagte Chief Bogo.

Chief Bogo erhob sich von seinem Stuhl und trat neben den Schreibtisch. Er blickte Hopps und Wilde an. Er konnte die Bedenken von beiden durchaus nachvollziehen. Wenn Leodor Lionheart nicht so gehandelt hätte wie er es getan hatte wären einige Dinge anders gelaufen. So hatte er aber dafür gesorgt das die eigentlichen Drahtzieher davon kamen und sich länger mit ihren Machenschaften aufhalten konnten. Dadurch brachte er seine heutigen Top-Officers in große Gefahr. Und um ein Haar, wären Hopps und Wilde nicht so erfinderisch gewesen, wäre es um die beiden geschehen gewesen.

Dann drehte er sich leicht zu Leodor Lionheart und sagte:

>>Kommen Sie. Wir gehen nach neben an. Dann sprechen wir über Ihre Unterbringung und Mitarbeit an dem ganzen Fall.<<

>>Ist gut, Chief.<< sagte Lionheart. Dann erhob er sich und folgte der versammelten Mannschaft.



Kapitel 6




Es war 07:00 Uhr gewesen als die Armbanduhr des stattlichen Geparden zu klingeln begann. Er öffnete seine Augen und blickte auf sie.

07:00 Uhr... Nun wird es langsam Zeit...

Er drückte auf einen Knopf und die Armbanduhr stellte Ihr penetrantes Piepsen ein.
Dann wischte sich der Gepard mit beiden Pfoten über seine Augen. Die Nacht war kurz gewesen. Kaum das die Ihm gegebene Ruhe reichen würde um für den nächsten Tag richtig fit zu sein. Doch er war es schon gewöhnt. In seiner Position zu sein bedeutete kurz Nächte und lange Tage. Es war nichts neues. Als er sich die übrige Müdigkeit aus seinen Augen gewischt hatte erhob er sich von der Couch auf der er lag.

Er lies seinen Blick schweifen. Durch das Zimmer und auch aus dem Fenster. Draußen ging langsam die Sonne auf. Die ersten Sonnenstrahlen erreichten fast den Boden. Es würde nicht mehr lang dauern dann stünde die Sonne schon voll am Himmel.

Zeit sich zu erheben. Ich habe heute viel vor...

Er stand auf und ging aus dem Zimmer in Richtung des Bades. Ein kurzer Blick auf den Boden reichte aus um zu wissen ob jemand drin war oder nicht. Aber es brannte kein Licht im Bad.
So schritt er in das Bad hinein und schloss hinter sich die Tür ab.

Ein Blick in den, vor ihm hängenden, Spiegel verriet vieles über seine aktuelle Kondition. Sein Gesicht sprach eine deutliche Sprache. Die ersten Augenringe machten sich langsam, aber merklich, breit. Außerdem fiel es ihm jeden Morgen schwerer sich von seiner Schlafgelegenheit zu erheben.
Er war in Gedanken versunken und nahm seine Umgebung nicht mehr wirklich wahr.
Der Gepard drehte das Wasser auf und hielt seine Pfoten unter das laufende Wasser. Er lies etwas in seine Pfoten laufen und spritzte es sich ins Gesicht.
Egal wie oft er es tun würde. Es wurde recht schnell klar das dies kaum etwas bringen würde. Ihm stand die Erschöpfung schon jetzt ins Gesicht geschrieben.
Als er sich so im Spiegel betrachtete klopfte es an der Tür. Schlagartig wurde er aus seinem Tagtraum gerissen.

>>David? Bist du da drin?<< rief eine weibliche Stimme von außerhalb des Bades.
>>Nein. Ich bin es Mira.<<

Mit diesen Worten trat er an die Tür und öffnete diese. Dann drückte er sie auf und ging aus dem Bad.

>>Guten Morgen, Ellian. Konntest du etwas schlafen?<<
>>Nicht sonderlich lang, wie du weist, Mira. Aber ich habe schon schlechter geschlafen.<<

Mira lächelte Ellian an und fragte dann:

>>Kann ich dir etwas zum Frühstück anbieten?<<

Ellian überlegte einen Augenblick lang. Ein ordentliches Frühstück ist schon einige Zeit her. Und sicher könnte er es gut gebrauchen. Er wägte ab ob es in seine Tagesplanung passen würde jetzt noch zu frühstücken und dafür noch etwas einzukaufen. Aber schlussendlich war der grummelnde Bauch überzeugender als die stete Arbeit.

Das Grummeln des Magens war für Mira auch nicht gerade zu überhören.

>>Ich würde denken das dein Magen dafür ist...<< sagte Mira etwas verkniffen grinsend.
>>Irgendwie... ja. Ich werde uns etwas für das Frühstück besorgen. Du und David habt sicher auch schon lang nicht mehr ordentlich gegessen, oder?<<

Es dauerte eine Weile doch Mira schüttelte Zaghaft ihren Kopf. Ellian wusste um die Situation der beiden. Das Geld reichte kaum für das allernötigste. Immer wieder musste Mira sich nach Nebentätigkeiten um sehen um irgendwie über die Runden kommen zu können.

Ellian sah das Mira den Kopf leicht hängen lies. Gleich würde Sie ihn mit einem lächeln erheben um nicht verletzlich zu wirken. Nur damit man ihr nicht anmerken konnte wie sehr sie Hilfe brauchen könnte.

Dann legte Ellian seine rechte Pfote, welche Schnee weiß war, unter das Kinn von Mira.
Er drückte es sanft nach oben und sagte dann:

>>Mach dir keine Sorgen, Mira. Ich geh und hole etwas zu essen für euch.<<

Dann lächelte er sie an und sie erwiderte sein lächeln.

>>Ich bin bald wieder zurück.<<

Mit diesen Worten ging Ellian zur Wohnungstür und schloss auf. Dann zog er den Schlüssel aus der Wohnungstür und verließ das Apartment. Auf dem Flur entfuhr ihm ein tiefer seuftzer. Die Lage von Mira und ihrem jungen war schwer. Er versuchte ihr so gut er konnte zu helfen doch durfte er Mira nicht in Gefahr bringen. Auch wenn dies, in der aktuellen Lage, sich als weitaus schwerer erweisen sollte.

Dann nahm Ellian sich zusammen und ging den Flur in Richtung Treppenhaus entlang. Er ging fünf Stockwerke nach unten und stand nun vor dem Apartment-Gebäude. Die Wohnung von Mira lag an der Straße West und 32. Es war ein Apartment-Gebäude am Stadtrand von Zoomania's Verwaltungsdistrikt. Allerdings stand das Gebäude günstig mit einem leichten Zugang zum Fluss.
Als er draußen an kam wehte ihm ein frischer Wind um die Nase. Er nahm einen tiefen Luftzug und genoss die wie frisch gewaschene Luft dieses Morgens.

Ein Stück die Straße nach unten begannen die ersten Läden ihre Pforten zu öffnen. Dann wurden die ersten Stände nach draußen verlagert und die ersten Waren fanden Ihren Weg in die Ablage der Stände und Läden.
Es war noch ein kleines Stück weiter und Ellian erreichte eine Bäckerei. Diese verließ er wieder mit einigen frischen Brötchen. Dann folgte der Weg zum Obst und Gemüse. Schlussendlich erreichte er eine kleine Fleischerei. Dort gab es allerhand an Leckereien. Als er alles hatte was er brauchte betrat er wieder die Straße. Die Sonne hatte bereits den Grund erreicht und die Straße wurde von den ersten Sonnenstrahlen durchdrungen. Ein Blick auf die Armbanduhr verriet Ellian das es nun 07:25 Uhr geworden war.
>>Zeit zum zurück gehen... Aber vorher muss ich noch an dem ZTM Automaten halt machen.<<

Mit einem kleinen Umweg durch eine Marktpassage kam Ellian an den gewünschten Automaten heran. Er griff in seine Brusttasche und zog eine silberne Karte heraus. Er schaute sie sich kurz an und steckte Sie in den Automaten. Es dauert einen Moment und der Automat verlangte nach einer Eingabe.
Nach dem Ellian die Eingaben getätigt hatte begann der Automat zu surren und gab kurz darauf die Karte aus. Dann öffnete sich das Fach und in ihm befand sich ein riesiges Bündel an Dollarnoten.

Er griff danach und das Fach des Automaten schloss sich wieder. Nun führte ihn sein Weg wieder in Richtung der Hauptstraße. Es war die 32. Straße die ein gutes Stück weiter vorn mit der Weststraße kreuzte. Und genau an diesem Nadelöhr stand das Apartment-Gebäude in dem Mira ihre Wohnung hatte.
Als Ellian wieder an der 32. Straße angekommen war fing auch langsam der Berufsverkehr an. Es war nun etwa halb acht. So langsam machten sich die meisten auf den Weg zu Ihrer Arbeit. Andere kamen von der Nachtschicht. Und wieder andere, welche das Nachtleben genossen hatten kamen, sichtlich angeheitert, nach Hause getorkelt. Es war wie immer ein Erlebnis so früh auf der Straße zu sein. Doch der richtige Berufsverkehr hatte noch nicht angefangen. In einer knappen Stunde sollte es erst richtig los gehen.

Aber Ellian berührte das, zur Zeit, noch gar nicht. Er wendete sich in Richtung des Apartment-Gebäudes und lief los. Da er immer einen schnellen Schritt drauf hatte erreichte er das Haus in knappen sieben Minuten. Als er auf die Hauseingangstür zu ging kam von drinnen eine junge Dachsfrau angelaufen. Sie sah das Ellian voll bepackt mit dem Einkauf war. Sie griff nach dem Türgriff und öffnete die Tür.

>>Darf ich Ihnen die Tür aufhalten?<< sagte die Dachsfrau freundlich.
>>Oh danke. Schöne Frau eigentlich müsste ich Ihnen die Tür aufhalten.<< sagte Ellian.

Die Dachsfrau begann zu kichern und winkte ab. Mit einem lächeln auf den Gesichtern gingen beide ihres Weges.
So schritt Ellian schnell die Treppen nach oben und er erreichte den 5. Stock.

Gar nicht so schlecht für jemanden der erschöpft und außer Puste ist...dachte sich Ellian.

Er ging gerade in den Flur hinein als Mira die Tür öffnete und nach draußen trat. Sie sah wie Ellian, bepackt wie ein Lastentier, durch den Flur schritt. Man müsste vermuten das er durch die vielen Tüten langsamer wäre. Aber er war, trotz allem, in einer guten Verfassung.

>>Hey. Da bist du ja wieder, Ellian.<< sagte Mira lächelnd.
>>Ja. Ich bin voll bepackt aber das war es wert.<< sagte er gleichsam lächelnd.
>>Na komm. Lass uns rein gehen.<<

Ganz Gentlemen like nahm sich Ellian der schweren Tüten an und wehrte die Avancen von Mira ab ihm einige Tüten abnehmen zu wollen.

>>Ich mach das, Mira. Die Tüten sind zu schwer für dich.<<

Sie lächelte weil ihr es klar war das Ellian so reagieren würde. Wiederum war sie es, von ihm, auch nicht anders gewohnt. Also ging Ellian in Richtung der Küche. Dort stellte er den Einkauf ab. Kaum das er das getan hatte kam David von hinten angerannt und schrie:

>>Onkel Ellian!<<
Ellian musste grinsen. David hatte in ihm so etwas wie eine Ersatzvater Figur gefunden. Nach dem Tot seines Vaters war Ellian für ihn eine der wichtigsten Bezugspersonen geworden. Er drehte sich um und nahm David in seine Arme. Dann packte er ihn und nahm ihn hoch auf seine Schultern.

>>So Kumpel! Und wie ist die Aussicht da oben?<< fragte Ellian lachend.

David begann zu lachen und hielt sich an Ellian's Armen fest.
So herzlich hatte David schon lang nicht mehr gelacht. Es war Ellian auch nicht immer möglich bei Mira aufzutauchen. Er musste stets auf Nummer sicher gehen das es für die beiden sicher war. Da konnte Ellian kein Risiko eingehen.

Dann setzten sich die drei an den gemacht Frühstückstisch und speisten herzhaft.

Es war nun 08:28 Uhr geworden als das Telefon von Ellian klingelte.
Er nahm es aus der Brusttasche seines Jacketts, welches über dem Stuhl hing.
Sein Blick auf das Display machte ihm klar das die schöne Zeit nun vorbei sein würde.

Das Display das Telefons gab einen Namen wieder. „Vlad“

Es war für Ellian eindeutig was nun kommen würde. Er stand auf und ging aus dem Wohnzimmer.
Mira hatte den besorgten Blick von Ellian gesehen als er auf das Display geschaut hatte.

>>Wo will Onkel Ellian hin?<<
>>Ist schon okay, David. Er kommt gleich wieder.<<

Als Ellian den Flur erreicht hatte nahm er das Gespräch an.

>>Hallo?<< sprach er ins Telefon.
>>Ich bin es. Es gibt Neuigkeiten. Du musst sofort zu unserem Treffpunkt kommen, E.<< sagte der Anrufer knapp, mit einem gebrochenem Akzent.

>>Okay. Ich mache mich auf den Weg.<<

Mit diesen Worten legte Ellian auf und steckte sein Telefon in die Tasche seiner Hose.
Er ging wieder hinein zu Mira. Sie und David saßen noch am Esstisch und erfreuten sich noch an den reichen Gaben die Ellian für die beiden besorgt hatte.

>>Hey Mira. Hast du eine Minute?<<
Wieder hatte Ellian diesen besorgten Blick in seinen Augen. Ihr wurde ohne großes Fragen schnell klar das etwas nicht stimmen konnte. Sie nickte und ging mit ihm in den Flur.

>>Mira ich... Ich muss weg. Sie brauchen mich wieder.<<
>>Ist gut, Ellian. Aber pass bitte auf dich auf. Und komm uns heil wieder, ja?<<
>>Ich geb mir mühe, wie immer. Aber ich habe noch etwas für dich.<< sagte er und griff in seine Tasche.

Dort zog er das Bündel mit Dollarnoten heraus und drückte es Mira in die Hand.
Sie starrte auf das Geld und schüttelte den Kopf.

>>Ellian das kann ich unmöglich annehmen...<<
>>Doch. Nimm das Geld, bitte. Du brauchst es. Und ich bin versorgt. Damit kommt ihr wieder über den Monat. Ich weis das dass Geld wieder knapp ist. Tim würde es auch wollen.<< sagte Ellian bestimmt aber mit einem lächeln auf der Schnauze.
Mira kämpfte mit den Tränen aber sie nahm das Bündel an sich.
Alles in allem hatte Ellian ihr zweitausend Dollar in die Hand gedrückt.


>>Danke Ellian! Für alles was du für uns tust!<<

Dann übermannten die Tränen Mira und sie drückte sich an Ellian.
Er legte seine Arme um Sie und drückte Mira fest an sich.




Kapitel 7




Die Uhr schlug 08:30 Uhr als Judy und Nick in ihrem neuen Büro endgültig angekommen waren. Sie hatten ihre letzten Sachen aus dem Großraumbüro geholt und waren nun umgezogen. An der Glastür war bereits ein Mitarbeiter dabei einen Schriftzug anzubringen.

„Sonderkommission – Nick Wilde und Judy Hopps“

Es war für die beiden eine sonderbare Situation in der sie sich befanden. Von Chief Bogo beauftragt mit der Untersuchung dieses Falles und von allen anderen Kameraden beneidet. Doch eigentlich wollten Hopps und Wilde das alles gar nicht. Sie waren froh gewesen als das damals vorbei war. Allein die ständige Bedrohung durch die Hintermänner im Nachtkönige-Zwischenfall war schon damals eine recht große Belastung gewesen. Das schlimme war das es nun kaum Hinweise gab. Kaum Anhaltspunkte. Von Zeugen war hier ganz zu schweigen.

Leodor Lionheart war ebenfalls mit im Büro gewesen. Für Ihn war die Situation auch nicht gerade vorteilhaft. Er hatte damals dafür gesorgt das nichts über den Nachtkönige-Zwischenfall an die Öffentlichkeit geriet. Auch wenn es nicht gerade seine beste Entscheidung in seiner politischen Laufbahn gewesen war. Judy war damals sehr enttäuscht über diese Entwicklung gewesen.
Doch das hatte Sie, so dachte sie, hinter sich gelassen. Doch Ihre vormalige Reaktion im Büro von Chief Bogo sprach dafür das dem nicht so war. Immer noch trug sie es mit sich herum.

>>Okay Mr. Lionheart. Nun sagen Sie uns bitte was sie wissen. Und dieses mal bitte wirklich.<< sagte Judy eindringlich.

>>Nun Officer Hopps. Ich bin gern bereit Ihnen alles zu sagen was ich weiß. Aber bitte entschuldigen Sie mich wenn ich nicht alles korrekt wieder geben können sollte.<<

Judy legte Ihren Kopf schief und schaute den ehemaligen Bürgermeister an.

>>Wie meinen Sie das?<< frage Judy verwirrt.
>>Nun wo soll ich anfangen…?<<
>>Am Anfang am besten!<< warf Nick ein.
>>Ja. Nun gut. Lucille Steamwater war eine der besten auf Ihrem Gebiet. Sie hatte viele Artikel und Bücher über die soziologischen Aspekte unserer Veränderung verfasst. Wie dem auch sei, Sie war der festen Überzeugung das die Nachtkönige… Droge… nur ein Katalysator sei. Der eigentliche Prozess der diesem zu Grunde liegt sei in unseren Instinkten verankert. Aber viele hätten dies auch schon hinter sich gelassen. Der notwendige Wandel hat also schon begonnen.<< führte Lionheart aus.

Judy und Nick blickten sich an. Ihnen war klar worauf Lionheart hinaus wollte. Aber für die beiden war es so unglaublich. Allein die Möglichkeiten könnten schier endlos sein.

>>Sie wollen also sagen das man versuchen könnte die Nachtkönige so zu verändern das sie bestimmte Personen besonders beeinflussen…?<< fragte Judy ungläubig.

Lionheart ging in sich und nickte dann leicht.

>>So ist es.<< sagte er leise.

Diese Neuigkeiten machten alles nur noch schlimmer. Wenn auch nur ein Funken von dem wahr sein sollte was die beiden nun gehört hatten dann änderte sich die Situation grundlegend. Wenn jemand Steamwater entführt hätte nur um die Arbeiten an den Nachtkönigen zu betreiben dann würde dies, auf lange Sicht, bedeuten das ein erneutes Aufkommen der Nachtkönige fatale Folgen haben würde. Folgen die sich jetzt noch nicht abschätzen lassen würden.

In Nick kochten viele Emotionen hoch. Die Schrecken der Vergangenheit kamen wieder über ihn. Aber auch die Angst vor einer ungewissen Zukunft, unter dem Terror der Nachtkönige. Noch nie hatte sich Nick derart unsicher gefühlt. Er griff, unbewusst, zu seiner Dienstmarke. Sein Blick war starr und wirkte als wenn er in einem Tunnel war.


Kapitel 8




Immer wieder schossen Nick die Bilder in den Kopf. Die wild gewordenen Tiere. Der Irrsinn der seine Kreise zog und die Stadt, Zoomania und alles das was mit Ihr zusammenhing, an den Rande des Chaos brachte. Diese Zeit war es die in Nick eine Urangst wieder zum Vorschein brachte. Auch wenn er zur Gattung der Raubtiere gehören mochte so wollte er niemals mit diesem Verhalten in Berührung kommen. Allein der bloße Gedanke für ihn war der blanke Horror.

Nick blickte, nach wie vor, starr auf seine Dienstmarke. Die schönen Gedanken des Morgens wurden nun von den Bildern der wild gewordenen Raubtiere und all das was er dazu jemals gesehen hatte verdrängt. Sie drängten mehr und mehr in den Vordergrund und versuchten all das Gute, was ihm in der letzten Zeit widerfahren war, weg zu wischen. Davon gewaschen wie eine blasse Erinnerung an vergangene Tage die es nie gegeben hätte.

Leodor Lionheart saß auf der Couch und unterhielt sich Judy, weiter.

>>Also Mr. Lionheart...<< Judy stockte immer noch der Atem. Die Worte wollte gar nicht erst in Ihren Gedanken kommen. Es war wie eine Blockade. Nichts wollte so richtig funktionieren.

>>Officer Hopps... Ich kann ihr Entsetzen gut verstehen. Ich hatte Mrs. Steamwater angewiesen alles über diese Entdeckung zu dokumentieren damit wir, sollte jemand anders diese Entdeckung machen, gewappnet sind.<<

>>Ich verstehe. Und können wir anhand dieser Unterlagen verhindern das alles total aus dem Ruder läuft?!<< fragte Judy den ehemaligen Bürgermeister Lionheart harsch.
Judy drückte ihre linke Pfote gegen ihre Seite und blickte fragend auf Lionheart.

Leodor konnte sich dieses Blickes nicht erwehren. Er war sich im klaren darüber das er, damals, einen unwiederbringlichen Fehler gemacht hatte. Allein durch seine Entscheidungen, in diesem Fall, trug er dazu bei das es soweit kommen konnte. Für ihn war Judy eine der aufrichtigsten Personen die er kannte. Ihr Blick war gleichsam scharf wie abschätzend als er auf das Gesicht von Leodor Lionheart traf.

>>Judy ich...<< wollte Lionheart ausholen als Nick an den beiden vorbei stürmte und das Büro verließ.

Nick... was ist mit dir...?

Judy blickte ihrem Partner hinter her, der ohne ein Wort zu sagen aus dem Büro gegangen war. Sie hatte keine Vorstellung was Nick dazu bewogen hatte so zu reagieren.

Als die Tür, hinter Nick, ins Schloss fiel wurden seine Gedanken immer diffuser.

Ich kann nicht zulassen das ich für Judy eine Gefahr sein könnte...

Mit diesen Gedanken stürmte Nick davon. Er verlies die oberste Ebene des Revier 1 in Richtung Parkhaus. Auf seinem Weg zum Parkhaus begegnete er vielen Kollegen. Alle wunderten sich über den Blick und den Gang von Wilde. Noch nie war er so unterwegs gewesen. Vor allem nicht ohne Judy. Schließlich begegnete er Fangmeyer und Del Gato, welche gerade im Parkhaus standen.

>>Weist du noch wie wir damals...<<

Nick schlug die Tür so fest auf das Fangmeyer ganz aus dem Konzept gebracht wurde.
Del Gato und Fangmeyer richteten beide Ihren Blick auf die Tür und sahen wie Wilde das Parkhaus betrat.

>>Nick...?<< entfuhr es Del Gato, schreckhaft.

Nick nahm keinerlei Notiz von Del Gato und Fangmeyer. Er ging weiter, schnurstracks, auf den geparkten Dienstwagen zu.

Fangmeyer und Del Gato schauten sich an. Dann nickte Fangmeyer und beide schossen Nick hinter her.

>>Hey Nick!<< rief Fangmeyer erneut. Doch Nick machte keinerlei Anstalten auf ihn zu hören.
>>Nick!<< rief Del Gato, dann, eindringlicher. Doch wieder blieb die erhoffte Reaktion aus.
Gerade als Nick, knapp, vor dem Wagen war betätigte er die Fernbedienung und öffnete so den Wagen.

Das gute an der Situation war das Del Gato und Fangmeyer die einzigsten waren die, derzeit, im Parkhaus waren. Die Situation wurde, allerdings, immer bizarrer. Gesteuert durch seine Angst öffnete er die Tür der Fahrerseite und stieg ein.
Fangmeyer und Del Gato waren knapp hinter Nick doch noch bevor einer der beiden ihn am Wagen erreichen konnte schlug er die Tür zu. So schnell wie Nick im Wagen gesessen hatte so schnell hatte er auch den Motor gestartet. Dieser heulte auf und erwachte brüllend zum Leben.

Dann legte Nick den ersten Gang ein und fuhr aus der Parklücke. Er hielt auf die Abfahrt zu doch dann passierte es. Plötzlich schritt Judy aus der Tür zum Parkhaus und sah sich kurz um dem Wagen gegenüber.
Ihr Blick fiel auf die ihr zurasenden Scheinwerfer. Sie kniff die Augen zusammen und Ihr letzter Gedanke war eindeutig.

Nick... ich brauche dich...!

Und wie in Trance, geritten von Verzweiflung und Wahnsinn raste der Dienstwagen auf Judy zu. Nick war sich nicht bewusst was wirklich ablief doch dann spielte es keine Rolle mehr. Just in dem Augenblick, kurz bevor der Wagen Judy erfasste, trat Nick die Bremse durch und war wieder bei sich.
Judy vernahm das Quietschen der Reifen wodurch der Dienstwagen zum stehen gekommen war.
Sie öffnete Ihre Augen und blickte nach vorn. Die Scheinwerfer standen nur einen Fingerbreit von Ihr entfernt. Nick saß immer noch im Dienstwagen. Geschockt durch den Anblick und das er absolut keine Kontrolle mehr gehabt hatte lies er seinen Kopf, schwer, auf das Lenkrad fallen.

Fangmeyer und Del Gato, welche währenddessen dem Wagen nach gelaufen waren, standen nun neben dem Wagen auf der Fahrerseite.

>>Ich kümmere mich um Nick.<< sagte Fangmeyer und öffnete die Tür der Fahrerseite.
>>Hey Nick! Kannst du mich hören?<< fragte Fangmeyer sichtlich aufgelöst.
Doch nein. Das konnte er nicht.
Del Gato war derweil nach vorn zu Judy gegangen und schaute auf sie. Dann kniete sich der stattliche junge Löwe neben sie und fragte:

>>Ist alles in Ordnung?<<
Judy schaute immer noch verängstigt auf die Scheinwerfer des Dienstwagens.
Dann, es dauerte einen Augenblick, antwortete Sie:

>>Ja... ich... ich denke schon.<<

Judy trat einige Schritte zurück. Weg von dem grellen Scheinwerferlicht.

Sie blickte nach oben, in die scheinbar, leeren Augen von Nick. Er war wie weggedriftet.
Dann setzte sie sich auf die kleine Bordsteinkante und legte ihren Kopf in ihre Pfoten.
Sie hatte ihre Augen geschlossen und atmete tief ein. Ein langer und tiefer seuftzer entfuhr ihr schließlich. Del Gato, welcher immer noch vor Judy kniete blickte auf Sie.
Er war beunruhigt durch diesen Vorfall. Doch warum passierte das? Er versuchte sich einen Reim darauf zu machen aber es wollte nicht. Es ergab, schlicht, keinen Sinn.
Dann blickte er nach hinten auf seinen Partner Fangmeyer. Dieser stand noch immer an der Fahrertür und rüttelte an Nick. Doch dieser gab, immer noch, keine Reaktion von sich.
Schließlich schaute Fangmeyer auf Del Gato. Doch auch er wirkte absolut ratlos. Und dann stand Judy unvermittelt auf. Sie ging langsam nach vorn zu Fahrertür. Sie sagte kein Wort und Fangmeyer ging zur Seite.
Sie streckte Ihre Pfote aus und griff nach der von Nick. Sie drückte seine Pofte sanft aber bestimmt. Und dann, wie ein Hoffnungsschimmer der am Horizont aufblitzte, kam Nick zu sich und schaute auf Judy. Sein Blick war schwer und trüb. Es dauerte eine Weile doch dann sagte er leise zu Judy:

>>Möhrchen … Ich könnte dir nie etwas zu leide tun … Doch ich habe furchtbare Angst vor dieser ungewissen Zukunft. Tust du mir den Gefallen und … bleibst an meiner Seite … ? Komme was wolle … ?<<

Judy schaute auf Nick als er dies gesagt hatte. Und es wirkte für Fangmeyer und Del Gato so als würden die beiden für sich allein sein.  Als wären sie nur Zuschauer in einer Szenerie gebaut für den Augenblick. Aber nicht den ihren.

Und so kam es das Judy erneut die Pfote von Nick drückte, ihn tief in die Augen blickte und antwortete:

>>Ich werde dich nie im Stich lassen!<<


Kapitel 9




Es heißt das die Zeit alle Wunden zu heilen vermag. Doch Zeit würde es benötigen bis gewisse Wunden geschlossen wären. Ellian war sich, stets, im klaren gewesen das seine Wunden tief liegen. Noch immer saß der Schmerz über den Verlust seines Partners tief. Es verging kaum eine Nacht in der er nicht von Albträumen geplagt auf wachte. Er hatte schon eine gewisse Kontrolle darüber. Aber die erstreckte sich nur darauf nicht schreiend auf zu wachen. Kurz nach dem Tot seines Partners war es für Ellian eine Tortur überhaupt noch weiter zu machen. Egal wie groß sein verlangen nach Rache auch gewesen war. Immer wieder sah er das Gesicht des Häschers seines Partners vor sich. Nie konnte er sich sein Versagen verzeihen.

Ellian war in Gedanken als der Lautsprecher ertönte und die nächste Haltestelle angekündigt wurde.

    Nächster Halt: Stadthalle und Regierungsbezirk.

Für einen Augenblick hätte Ellian schwören können das er wieder in der Vergangenheit, bei jenem Schicksalhaften Ereignis gewesen sei. Allerdings offenbarte sich schnell die Wahrheit in Ellian's Augen. Er saß noch immer auf dem selben Platz wie vorher.

Zeit aufzustehen … dachte er.

Ellian erhob sich und die Bahn kam mit einem leichten rucken zum stehen. Dann öffneten sich die Türen mit einem piepsen. Ellian schritt nach draußen und stand auf dem Vorplatz der Stadthalle. Viele Bürger tummelten sich bereits, um diese Uhrzeit, auf dem Platz. Es war ein ganz gewöhnlicher Tag für die Bewohner von Zoomania. Doch für Ellian hatte der Tag schon mit einem schlechten Omen begonnen.

Vlad hatte ihn vor einer knappen halben Stunde angerufen und ihn zum üblichen Treffpunkt zitiert.
Die große Uhr der Stadthalle zeigte 8:58 Uhr an. Wie immer war Ellian auf alles gefasst was nun kommen würde. Langsam führte ihn sein Schritt in Richtung Stadthalle. Dann bog er, wie immer wenn er sich mit Vlad traf, nach rechts in die kleine Seitengasse ab. Er ging an den Müllcontainern vorbei auf eine kleine Seitentür zu. Er stellte sich davor und zog seine Krawatte zurecht. Dann hob er seine rechte, schneeweiße, Pfote und klopfte an die Tür. Die Metalltür schepperte unter den wuchtigen Schlägen des Panthers. Es dauerte einen Moment doch dann hörte man Schritte auf der anderen Seite der Tür. Dann ertönte eine Stimme von innen.

>>Wie lautet die Parole?<<

Dumpf klang die Stimme hinter der massiven Metalltür.

>>Wir stehen in den Schatten … <<

Ellian hatte dies gesagt doch es kam keine Reaktion. Erst nach einem, für ihn, schier endlosen Augenblick hörte er wie ein Schlüssel in das Schloss geschoben und gedreht wurde.
Unter knarren und kratzen öffnete sich die Metalltür.

Im Halbdunkel des Ganges, welcher nun vor Ellian lag, stand ein stattlicher junger Gepard. Er blickte auf Ellian und er nickte.

Ellian ging an dem Gepard vorbei in den Gang hinein. Obgleich dieser Gang recht dunkel war wusste er genau wo er hin musste. Noch während Whitepaw die Tür hinter sich gelassen hatte verschloss der Gepard diese erneut. Dann nahm er auf einem Stuhl in einem kleinen Nebenraum wieder Platz. Ellian ging weiter den Gang entlang. Schließlich kam er an zwei weitere Türen. Zu seiner linken führte eine Tür weiter und ebenso zu seiner rechten. Er wusste allerdings ganz genau welche Tür er nehmen musste. Er wandte sich nach links und ging durch Tür. Dahinter führten einige Treppen nach oben. Als er die Treppen erklommen hatte stand er auf einem kleinem Korridor. Von hier aus führten die Türen in Arbeitszimmer der Stadthalle. Er befand sich, nun, auf der dritten Etage des Gebäudes. Eines unter der Etage der Bürgermeister.

Er ging den Gang entlang und erreichte, direkt vor sich, eine weitere Tür. Auf ihr Stand der Name Mikhael Deepfur geschrieben. Whitepaw griff in seine Tasche und holte einen Schlüssel hervor. Er steckte ihn in das Schloss der Tür und schloss diese auf. So betrat Whitepaw das Zimmer und ging an den großen Schreibtisch. Dann nahm er den Hörer und drückte die 340121. Am anderen Ende der Leitung klingelte es kurz. Dann knackte es und eine raue Stimme war zu hören.

>>Bist du also anwesend?<<
>>Ja. Ich bin da.<<
>>Gut. Zimmer 409.<<

Dann legte die Person auf und es ertönte das Besetztzeichen. Ellian schaute nach draußen. Dort, vor ihm, lag die Stadt in der einiges, ohne das es wahrgenommen wurde, im argen lag.
Er hielt den Hörer immer noch fest in der Pfote. Sein Blick war abwesend und weit schweifend. So blickte er also auf eine Stadt mit vielen Problemen. Aber auch mit vielen Möglichkeiten und Hoffnungen. Konnte es wirklich so einfach sein?


Kapitel 10




Judy hielt noch immer die Pfote von Nick. Auch wenn sein Blick, nun, etwas weniger trüb wirkte so war Judy bewusst das er immer noch schwer zu kämpfen hatte. Sie hatte das allerdings nicht kommen sehen das Nick so reagieren könnte. Sie vermutete das alles mit seiner Vergangenheit zusammenhängen könnte. Allerdings war sie sich da auch nicht wirklich sicher. Egal wie viel Zeit sie schon mit Nick verbracht hatte so gab es, jeden Tag auf's neue immer wieder etwas zu entdecken.

>>Komm. Steig aus dem Wagen aus.<< sagte Judy leise und sachte zu Nick.

Es dauerte einen Moment doch dann löste Nick den Gurt und stieg langsam aus dem Wagen aus.
Er tapste mit seinen Füßen auf dem Boden und Judy ging mit ihm langsam in Richtung des kleinen Bordsteins.

>>Ich werde das Auto wieder in die Parklücke bugsieren.<< sagte Kyle und Del Gato nickte.

Er lies seinen Blick auf seinem Partner ruhen und dann ging er in sich. Es war schon komisch. Aber jeder hatte einen auf den er oder sie sich verlassen konnte. Für Del Gato war es sein Partner Kyle. Und für Kyle war es Del Gato. Dann blickte er auf Judy und Nick.

Bei den beiden war alles noch frisch. Nachdem Nick, erst vor kurzem, seine Ausbildung an der Akademie abgeschlossen hatte war er auch gleich zum Partner von Judy gemacht wurden. Und klar es war nach vollziehbar. Die beiden hatten schließlich den Fall um die wildgewordenen Raubtieren lösen können.

Ein leichter Seufzer entfuhr Del Gato als er die ganz Situation Revue passieren lies. Er hatte es nicht gemerkt aber sein Partner Fangmeyer stand bereits wieder neben Ihm.
Er schaute also auf seinen Partner und sah seine Reaktion.

Komisch … So habe ich Nicholas noch nie gesehen … dachte sich Fangmeyer.

Weiterhin schaute Del Gato auf Judy und Nick. Für ihn war es als wenn er dort, mit Kyle, sitzen würde. Und wieder entfuhr ihm ein seufzer.

>>Ist alles in Ordnung?<< fragte Kyle leise.

Del Gato, welcher nun aus seinem Tagtraum gerissen wurde schaute schlagartig auf seinen Partner. Kyle hatte bereits seine rechte Pfote auf Del Gato's Schulter gelegt. Als Del Gato das sah musste er leicht lächeln und nickte dann. Schlussendlich sagte er was er dachte:

>>Kyle … Wenn ich das so sehe dann bin ich froh das du mein Partner bist. Allein wenn ich bedenke was wir schon alles gemeinsam erlebt haben … <<

Fangmeyer brauchte einen Augenblick doch dann nickte er.

>>Ja du hast recht. Es ist gut zu wissen das ich jeden Tag mit einem Partner wie dir unterwegs bin.<<

Dann wandten beide Ihren Blick auf Judy und Nick.

>>Hey ihr beiden. Kommt wir geben euch einen aus. Gehen wir in die Cafeteria.<< sagte Kyle schließlich.

Judy und Nick richteten Ihren Blick nach oben und dann schauten sie sich beide an. Das Angebot von Del Gato und Fangmeyer war gut. Und sie konnten etwas Gesellschaft gut gebrauchen.



Kapitel 11




Es war 04:31 Uhr morgens in einem Apartment-Gebäude am Rande der Tundra Town. Der Panther schaute aus dem Fenster in die Dunkelheit der Stadt, die vor ihm lag. Er wusste genau das heute der Tag sein würde. Dann zuckte ein Blitz durch den Nachthimmel. Dieser wurde von einem massiven Donnergrollen gejagt.

Ein Spektakel das meiner würdig ist... dachte sich der Panther.

Seine Gedanken waren frei von allem. Er war stets auf sein Ziel fokussiert. Aber sein nächster Einsatz war noch nicht vorbereitet. So wartete er noch immer auf den erlösenden Anruf.
Dann ging er langsam vom Fenster weg hin zu einer kleinen Couch. Dort setzte er sich und blickte weiter auf das Naturschauspiel, vor seinem Fenster.

Der Regen prasselte immer heftiger gegen die Fensterscheiben und der Wind tat sein übriges. Alles in allem peitschte der Sturm heftig über die Stadt.

Am nächsten Morgen werden sicherlich noch einige Spuren dieses Sturm zu sehen sein. Doch mir wäre es lieber wenn sich der Meister endlich melden würde. Ich kann es kaum noch erwarten...

Und dann eine geschlagene viertel Stunde später ging eine Textnachricht ein. Er griff direkt in seine Brusttasche und zog sein Smartphone hervor. Mit einem flinken wisch über die Oberfläche entriegelte er das Telefon. Das Symbol für die Textnachrichten zeigte eine unmissverständliche Nummer an. Eine neue Nachricht ist eingangen. Das Modifizierte Betriebssystem auf dem Telefon sorgte dafür das sein Telefon unentdeckt bleiben würde. Er konnte sich frei bewegen und sicher sein das ihn niemand orten können würde. Dann öffnete er die Nachricht, voller Erwartung blickte er auf das Display.

    Geh zum Pier an der 55. Straße.

Die Nachricht war kurz und knapp. Mehr brauchte es auch nicht. So steckte der Panther das Smartphone weg und ging in Richtung der Tür des Apartments. Dann öffnete er die Tür ging hinaus und zog Sie von außen heran.

Sein Weg war ihm klar. Zum Pier ist eine kleine, eher etwas schmuddelig, wirkende Bar am Rande der Tundra Town. Er kannte Sie gut. Nur all zu oft traf er sich dort mit Informanten oder anderen die von seinem Meister beauftragt wurden. Auch heute sollte dies wieder der Treffpunkt sein um die nächste Aufgabe anzunehmen. Er ging aus dem Apartment-Gebäude heraus und vor ihm lag die, im Wasser und Blitzen erstickende Stadt. Der Regen prasselte nun auf seinen Kopf nieder und die Blitze erhellten, immer wieder, die Stadt zu seinen Füßen.

Jeder Schritt den er tat wurde von einem Donnergrollen begleitet. Es war als würde der Donner jeden seiner Schritte kommentieren wollen. Als wolle dieser ein drohendes Unheil ankündigen. Doch niemand hörte den Ruf.


Nach einem kleinen Fußmarsch erreichte er die Bar. Das Schild, über der Tür, war eindeutig. Zum Pier stand groß darauf geschrieben. Die Reklame leuchtete in einem, fast schon, obszön wirkendem Rot. Die Tür sah alt und ranzig aus. Doch er wusste das es notwendig war. Auch wenn er nie auch nur eine Minute länger in diesem verseuchten Loch zu bringen würde, als wirklich nötig.

Er legte seine Pfote an den Türgriff und zog die Tür auf. Dann verschwand er in der Bar. Kaum das die Tür ins Schloss gefallen war zuckten gleich mehrere Blitze durch den Nachthimmel und immer bedrohlicher klang der ihnen folgende Donner.

In dieser Nacht sollte es beginnen. Und niemand sollte sich wirklich im klaren darüber sein was kommen würde. Ein unaufhaltbarer Sturm würde ausgelöst werden und am Ende würden die Beschützer der Stadt den kürzeren ziehen.




Kapitel 12






Ellian hatte noch immer den Telefonhörer in seiner Pfote. Sein Blick war noch immer starr nach draußen gerichtet. Die Nachricht, welche er von der Person am anderen Ende erhalten hatte war mehr als eindeutig. Ellian wurde in das Zimmer 409 beordert. Er wusste ganz genau was nun kommen würde. Und genau aus diesem Grunde zögerte er.

Kann es wirklich so einfach sein … ?

Seine Gedanken kreisten um viele Dinge gleichzeitig. Es war so als würde er in einer riesiegen Röhre fallen und alles rauschte an ihm vorbei. Wie in Zeitlupe sah er die schrecklichsten Momente seines Lebens erneut vor sich ablaufen.

>>Du bist einfach zu früh von uns gegangen … Tim.<< sagte Whitepaw leise.

Dann schaute er auf seine Pfote und drückte den Hörer auf das Telefon. So ließ er sich dann auf dem Chefsessel nieder und öffnete eine Schublade. In ihr befand sich eine kleine Box. Den Schlüssel hatte er immer in seiner Brusttasche bei sich. Er öffnete die Box und holte eine Handfeuerwaffe heraus. Unter der Waffe lag ein Bild. Es zeigt Ellian und seinen Freund Tim. Seinen Partner. Ellian drehte das Bild und blickte auf einen kleinen Text der auf der Rückseite stand.

    Gib nie auf!

Diese Worte hatte ihm sein Partner noch hinterlassen. Ellian hatte von Tim alles gelernt was er wusste und was er brauchte. Er hatte ihn stets wie seinen Sohn behandelt und sich um ihn gesorgt.
Nun war es für Ellian an der Zeit sich zu revanchieren. Er musste diese Geste einfach erwidern. Und so würde er sich den Schuldigen vorknöpfen. Mit Bestimmtheit steckte er die Waffe in einen Holster den er unter seinem Jacket trug.
Dann schloss er die Box und die Schublade des Schreibtisches wieder.
Sein Blick wirkte nun entschlossen wie nie. Die Müdigkeit, die ihm heute morgen noch in den Knochen saß, war nun verschwunden. Er war bereit. Bereiter konnte er nicht sein.

So ging er aus dem Raum heraus und verschloss diesen. Dann ging er zum Fahrstuhl, stieg ein und fuhr eine Etage nach oben. Die Tür öffnete sich als ein kurzes aber markantes „bing“ zu hören war.
Er trat auf den Flur der 4. Etage in der er sich nun befand. Der Gang war leer. Normalerweise hielten sich hier oben nur die Entscheider der Stadt auf. All diejenigen die wichtig genug waren über vielerlei Dinge, Tag ein Tag aus, zu entscheiden.

Ellian schaute sich kurz um und sein Blick wirkte scharf. Wie ein Adler der seine Beute bereits im Visier hatte. Und mit diesem Blick wandte er sich nach rechts und ging den Gang entlang. Es dauerte auch nicht lang und er hatte das Zimmer 409 erreicht.

Nun würde es soweit sein. Ellian's Herz klopfte und pochte. Er war schon lange nicht mehr so aufgeregt gewesen wir in diesem Augenblick. Es war überwältigend. Langsam legte er seine rechte Pfote an den Türgriff und drückte diesen nach unten. Die Tür ging auf und er blickte in einen schwach erleuchteten Raum hinein.

Über einem Konferenztisch hing eine einzige Lampe. Der Blick von Ellian fiel auf diesen Punkt. Um den Tisch herum saßen eine Menge Personen. Jeder Stuhl war besetzt, bis auf einen. Ein Stuhl an der Stirnseite, direkt vor ihm, war noch frei gewesen.
Ellian schloss die Tür hinter sich und kurz darauf ertönte es von der gegenüberliegenden Seite.

>>Setz dich doch, E.<<

Ellian nickte und er nahm auf dem freien Stuhl platz.

Es dauerte einen Augenblick doch dann sagte ein anderer in der Runde was wirklich wichtig war.

>>Wir sind heute hier zusammengekommen um über die Bedrohung durch den Meister und seinen Schützling Mike Darkclaw zu sprechen. Wir müssen ein Urteil fällen.<< sagte die Person eindringlich.

>>Ich bin dafür das wir E. Auf die beiden ansetzen. Es ist unsere beste Option.<< sagte die Person an der anderen Stirnseite.

>>Ja. Wir haben diesen Vorschlag schon mehr als einmal gehört. Aber nun stellt sich die eine Frage. Ist E. Auch bereit dafür?<<

Für einen Moment lang kehrte totale Stille in den Raum ein. Keiner wollte auch nur ein Sterbenswörtchen sagen. Keiner wollte sich die Blöse geben und die Stille mit seinen Worten zu brechen.
Doch dann war es die Person an der anderen Stirnseite die sich erhob.

>>Ich denke E. Ist bereit dafür. Er hat von T. alles gelernt was er braucht. Er kann auf sich allein aufpassen und vor allem dieses Problem lösen.<<

Mit diesen Worten stand die Person da. Man konnte hören wie sich einige der anderen zu dieser Person herum drehten. Wie sie auf ihn blickten und anstarrten.
Die Stille hielt wieder an. Niemand sagte etwas und die Person stand immer noch am Tisch.  Die Gedanken von Ellian rasten und rasten. Er war sich unsicher ob er wirklich beauftragt werden würde.

Er traute sich kaum zu blinzeln in der Vorstellung das er den entscheidenden Moment verpassen könnte.

>>Ich stimme V. zu.<< sagte eine andere Stimme.

>>Ja. Wir sollten E. das Vertrauen entgegen bringen was auch T. zu ihm hatte.<<

Immer mehr Stimmen waren sich einig darüber. Schlussendlich stimmten alle dafür das Ellian den Auftrag erhalten sollte.

>>Nun gut. Meine Herren. Dann sei es beschlossen. E. Wir beauftragen dich hiermit den Meister und Mike Darkclaw aus dem Verkehr zu ziehen. Wie du das anstellst ist egal. Sorg nur dafür das es passiert. Allein schon wegen T.<< sagte die Stimme am anderen Ende des Tisches.

Ellian erhob sich von seinem Stuhl nickte und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Dann ging er aus dem Raum und schloss die Tür von außen. Sein Herz schlug immer noch unaufhörlich und seine Gedanken rasten weiter.

Ich habe es geschafft …

Er konnte es noch nicht mal selbst glauben das er es geschafft hatte.

Dann wird es Zeit sich an die Fersen der beiden zu heften... dachte er.


Kapitel 13





Judy, Nick, Del Gato und Fangmeyer kamen in der Cafeteria an. Noch immer saß Judy der Schock in den Knochen. Und Nick kämpfte noch immer damit was er getan hatte oder dabei war zu tun. Die beiden saßen am Tisch während Fangmeyer und Del Gato die Kaffee's besorgten. Der Blick von Judy fiel ab und an auf Nick. Sie versuchte immer noch zu verstehen was ihn dazu gebracht hatte. Allerdings war sie froh darüber das Sie ihn wenigstens erreichen konnte. Er war wieder zu sich gekommen weil Judy bei ihm war. Sie hatte ihn aus seinem Albtraum gerissen. Und dennoch fiel des Nick schwer sie an zu sehen. Immer  wieder kroch ihm der bloße Gedanke durch den Kopf das er sie verletzen könnte.
Judy streckte langsam ihre Hand nach Ihrem Partner aus dessen Arme auf dem Tisch lagen. Sie hatte seine Arme fast erreicht da trat Fangmeyer an den Tisch heran und stellte die Kaffeetassen ab.

>>Hier. Del Gato kommt gleich.<<

Judy`s Hand zuckte zurück und Nick schaute nach oben. Wenigstens lies er jetzt den Kopf nicht mehr hängen. Das war für Judy schon ein riesen Gewinn.
Sie versuchte noch immer dahinter zu kommen was Nick zu dieser Reaktion bewegt hatte. Auch wenn sie immer noch vermutete das es mit seiner Vergangenheit zusammenhängen könnte, war sie dennoch ratlos.

Ich weis selbst noch nicht mal was ich tun oder ihm raten soll. Will er vielleicht allein sein? Oder braucht er Nähe? Am liebsten würde ich ihn jetzt an mich drücken... dachte Judy und stierte gedankenverloren auf die Tasse.

Dann gesellte sich Del Gato zu den anderen drei. Er blickte in die Runde und dieser Anblick sprach für sich. Es war, eigentlich, nicht notwendig nach zu fragen was los ist.
Judy starrte ihre Tasse an. Nick hatte seinen Kopf in seine Arme gelegt und Fangmeyer saß ratlos daneben. Zwar hatte sich Nicholas seinen verdienten Feierabend anders vorgestellt doch es waren seine Kollegen. Judy und Nick zählten schon zu seinen Lieblingskollegen unter allen. Es war nicht weil sie den Fall gelöst hatten sondern das sie nicht aufgegeben haben. Ein solcher Cop wollte Del Gato immer schon sein. Nie aufgeben und bis an die Grenze des möglichen gehen. In der Nähe von Judy und Nick kam es ihm so vor als wäre dies normal und alles ohne Probleme machbar. Doch nun sprachen die beiden eine ganz andere Sprache.

So schaute Del Gato kurz in seine Tasse und dann wieder auf die anderen.

>>Judy...<< erhob Del Gato schließlich seine Stimme.

Aus ihren Gedanken gerissen schaute Judy zu Del Gato auf und wartete das es weiter ging.

>>Ich weis das ich mir eigentlich kein Urteil erlauben kann. Daher möchte ich dir etwas sagen. Kein Rat sondern mehr ein Gedanke den ich für wichtig halte.<<

Judy schaute bei diesen Worten auf Del Gato. Einen Rat hätte sie zwar auch gebrauchen können aber manchmal ist auch ein Gedanke mehr Wert als jeder Ratschlag. Und dann holte Del Gato aus.

>>Ich vermute mal das du dir den Kopf über Nick zerbrichst. Daher denke ich das es das beste ist wenn du so weiter machst wie bisher. Da ich nicht davon ausgehe das er etwas anderes wollen würde.<<

Judy schaute Del Gato an und war verblüfft. Dieser Gedanke war mehr Wert als alle Ratschläge die er jetzt hätte geben können.
Ermutigt durch die Worte von ihm nahm sie all ihren Mut zusammen und griff nach dem Arm von Nick. Darauf hin wandte Nicholas Del Gato sein Wort an Nick.

>>Nick... Ich weis das es schwer ist. Vor allem wenn man eine beschissene Kindheit hatte. Auch dir möchte ich nur einen Gedanken mit geben. Vielleicht hilft der dir weiter.<<

Von diesen Worten und der Berührung von Judy wachgerüttelt kehrte Nick in die Wirklichkeit zurück.
Er hob seinen Kopf aus seinen Armen und blickte auf Nicholas. Dieser nahm einen kleinen Schluck des Kaffee's aus seiner Tasse und fuhr dann fort:

>>Nick... egal wie schlimm es aussieht du kannst dir sicher sein das deine Partnerin dich nie im Stich lassen wird. Auch wenn es um deine Vergangenheit geht...<<

Nick war erst nicht ganz klar was Del Gato damit sagen wollte. Doch dann meldete sich Kyle Fangmeyer zu Wort.

>>Was Nico sagen will ist das er mir alles über seine Vergangenheit erzählt so gut es geht. Es fällt ihm nicht immer leicht aber es erleichtert ihn ungemein wenn er mir davon berichtet. Auch wenn es lang dauert bis er weiter machen kann. Aber so kann ich ihm das gute Gefühl geben das er braucht.<<

Kyle blickte auf Del Gato und lächelte. Del Gato erwiderte dieses lächeln und blickte dann auf Judy und Nick. Die beiden begannen sich langsam an zu sehen. Nick wusste das Kyle und Nico recht hatten. Natürlich war es eine gute Option mit Judy über alles zu reden.

>>Wir reden auch immer wieder über unsere aktuellen Gefühle und Gedanken... Falls euch das weiter hilft. Außerdem müsst ihr weiter machen. Ihr seid ein absolutes Dreamteam. Und nicht zuletzt seid ihr ein schickes Paar.<<

Judy wurde leicht rot bei diesem Gedanken und Del Gato fiel es recht schnell auf. Schließlich hatte er Judy dazu gebracht so zu reagieren. Fangmeyer grinste weil er gesehen hatte das Judy rot geworden war. Ihm war sofort klar das die beiden noch nicht offiziell darüber gesprochen hatten.
Aber er lies Nico machen. Nicht selten hatte er Erfolg damit.

>>Ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will, oder?<<

Es dauerte einen Moment doch dann schauten Judy und Nick auf Del Gato und nickten beide sehr sicher. Ihnen hatte, allein, diese Worte zu hören unglaublich gut getan. Judy fühlte sich nun sicherer denn je. Und Nick gewann wieder an Mut.
Die beiden blickten sich noch immer an und dann war es Nick der sein Schweigen brach:

>>Judy... ich... ich habe unglaubliche Angst das ich dich verletzen könnte. Das kann und darf nicht passieren. Doch Nico hat recht. Wenn ich nicht dafür kämpfe dann verliere ich den Kampf noch bevor er begonnen hat. Und... und wenn ich ehrlich bin...<<

Nick stockte, bei diesem Teil, etwas der Atem. Im Grunde wollte er gerade Judy gestehen was er wirklich empfand. Doch es fehlten ihm die Worte.
Doch dann stupste Fangmeyer von der Seite.

>>Soll ich dir helfen, Kollege?<<

Nick blickte auf Fangmeyer. Auch wenn er einen Augenblick verwirrt war so war ihm recht schnell klar geworden das es eine gute Option war. Und so nickte er und Fangmeyer sprang ein.

>>Judy ich kann mir gut vorstellen das du weist was Nick sagen wollte oder? Ihr seid unser Dreamteam und ein, wie Nico so schön ausgeführt hatte, ein schickes Paar. Und so wie ich Nick beobachtet habe denkt er so. Und ich denke du tust das ebenso...<<

Fangmeyer brauchte nicht weiter zu sprechen. Die letzten Worte von ihm hallten durch die Gedanken von Judy.

Natürlich hat er recht... Fangmeyer weis gut bescheid. Und Nick empfindet genauso... ? Warum ist mir das nie richtig aufgefallen. Ich dachte ich wäre die jenige von uns beiden die diesen Gedanken hegt...?

Judy schwieg und für Nick war es wie eine Ewigkeit. Als Nick gerade etwas sagen wollte sprach Judy aus was sie dachte:

>>Natürlich hast du recht, Kyle...<<

Dann blickte sie wieder auf Nick und stand auf. Sie machte die beiden notwendigen Schritte auf ihn zu und drückte ihn ansich. In Nick brach nun ein innerer Damm und auf einmal waren all diese Gefühle noch überwältigender als sonst. Er fühlte es nun so intensiv. Jeden Tag wollte er bei Judy sein. So nah wie es nur irgend gehen mag.

Und dann sagte Judy, gerade laut genug damit alle vier Anwesenden es hören konnten, zu Nick:

>>Nicholas Wilde... Ich liebe dich.<<






Kapitel 14





Mit einem Schlag zerbarst die Tür und nur Fetzen blieben übrig. Dann bahnte sich Mike Darkclaw seinen Weg in das Apartment hinein. Dort lag sein Ziel. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden was gleich passieren könnte drang Darkclaw weiter in die Wohnung vor.

Der Lokalpolitiker Adrian Whitefur hatte sich in der hintersten Ecke seines Apartments verkrochen. Er hatte Darkclaw kommen sehen und war direkt in seiner Wohnung verschwunden. Doch die Hoffnung, welche er hegte, war vergebens. Darkclaw hatte ihn auch gesehen und war ihm prompt gefolgt. Nun lag die Wohnungstür in Trümmern und Whitefur hing vergeblich am Telefon. Darkclaw hatte bereits die Telefonleitung gekappt und war nun auf dem Weg zu seinem Opfer.

>>Hallo Mr. Whitefur... Ich freu mich sie kennen zu lernen... Mein Meister, allerdings, möchte das sie verschwinden... und genau das werden sie nun tun...<<

Mit diesen Worten und seinen wirren Augen griff Darkclaw in sein Jacket. Er zog eine Beretta aus seinem Holster und zielte auf ihn. Dann grinste Darkclaw und er feuerte drei Kugeln ab.
Der Lokalpolitiker Whitefur war noch an Ort und Stelle seinen Verletzung erlegen.

Nach der Tat nahm Darkclaw die Waffe und wischte sie mit einem Tuch ab. Dann drückte der dem Politiker die Waffe in die Hand und drückte erneut ab. Einmal, Zweimal, Dreimal.
Die Schüssen hallten durch die Wohnung doch niemand wollte Notiz davon nehmen.
Nach dem Darkclaw den Tatort entsprechend präpariert hatte ging er zur Tür und verließ die Wohnung. Auf dem Weg, aus dem Gebäude lief er einer Tigern über den Weg. Er grüßte sie gelassen und ruhig. Dann verschwand er im Treppenhaus.

Mit eher gelassenem Schritt, angesichts dessen was er gerade getan hatte ging er die Treppen nach unten.  Unten angekommen hielt er noch einer jungen Familie die Tür auf und drückte sogar den Kindern noch jedem einen Lutscher in die Hand. Dann ging er zur Straßenbahnhaltestelle und stellte sich, wie jeder andere auch an und wartete. Es dauerte nicht lange und die Bahn der Linie 14 in Richtung Downtown nach Tundra Town kam an der Haltestelle an.
Darkclaw verschwendete keine Zeit und stieg ein. Das Piepsen mit denen sich die Türen der Bahn schlossen ertönte und so fuhr die Bahn in Richtung Downtown davon. An Bord befand sich ein Mörder und Feind einer ganzen Stadt. Doch Mike sah dies eher anders. Wenn man ihn gefragt hätte so wäre seine Antwort gewesen das er der Stadt in einer schweren Zeit helfen würde.

Darkclaw ging in sich und überlegte wie nun der nächste logische Schritt sein könnte. Er schweifte immer wieder ab und ging alles nach einander durch. Die Zeit verging und die Haltestellenansage erklang:

    Nächster Halt: Downtown – Stadthalle - 67. Straße.

Darkclaw schreckte aus seinen gedanken hoch und erhob sich von seinem Sitzplatz.
Langsam ging er auf die Tür zu.
Als die Bahn zum stehen gekommen war öffneten sich die Türen mit dem gewohnten piepsen.
Er trat hinaus und stand auf dem Vorplatz der Westseite der Stadthalle und blickte auf die Stadthalle.

Es wird Zeit das wir voran kommen. Wie besprochen … dachte er.

So näherte er sich der Stadthalle von der Westseite aus und ging durch eine Seitengasse an ihr vorbei.
Die große Uhr auf der Ostseite des Gebäudes zeigte die Uhrzeit an. Es war genau 12:41 Uhr.
Dann blickte Darkclaw auf den Haupteingang und ging darauf zu.
Jeder seiner Schritte wirkte so als würde das Schicksal selbst unaufhörlich voran schreiten.




Kapitel 15





Die Uhr in der Cafeteria zeigte 09:05 Uhr an. Del Gato und Fangmeyer saßen daneben als Judy zu Nick sagte:

>>Nicholas Wilde. Ich liebe dich!<<

Für einen Moment stand die Zeit, scheinbar, für alle umstehenden oder in diesem Fall sitzenden, still. Niemand wollte etwas sagen. Schon gleich gar nicht Fangmeyer und Del Gato. Sie beobachteten die Szenerie und schauten sich dann an. Fangmeyer nickte und Del Gato verstand. Langsam erhoben sie sich von ihren Stühlen und gingen von dem Tisch weg.

Als sie die Tür zur Cafeteria erreicht hatten konnten sie wieder reden.
Leise sprachen dann die beiden:

>>Hast du das gehört?<< sagte Del Gato.
>>Ja. Klar. Das ist schon was. Vielleicht hat es in den beiden schon lang geschlummert.<< sagte Fangmeyer.

>>Könnte gut sein, Kyle. Ich denke wir sollten sie erstmal allein lassen. Ich glaube das brauchen die beiden jetzt.<<

>>Ja. Und außerdem haben wir Feierabend, Partner.<< sagte Kyle Fangmeyer mit einem grinsen auf seiner Schnauze.

Del Gato erwiderte sein grinsen und so gingen die beiden zu den Umkleiden.


Judy hielt noch immer den Arm von Nick. Er schaute sie an wusste allerdings nicht wie er nun reagieren sollte. Judy hatte ihm gerade gestanden was sie wirklich für ihn empfindet. Doch nun war er verwirrt weil er es ihr gern sagen wollte. Aber auch nicht zu forsch sein wollte.
Sie blickte Nick immer noch an. Und sie konnte spüren das er etwas durch den Wind war. Doch dann kam ihm die rettende Idee.

Er beugte sich langsam zu Judy rüber und sagte dann:

>>Ich würde gern mit dir auf das Dach gehen...<<

Judy schaute Nick an und war für einen Moment lang durcheinander. Sie konnte sich nicht vorstellen wieso er mit ihr dort hoch gehen sollen wollte. Es erschloss sich ihr in keinster weise. Doch sie willigte dennoch ein.
Mit einem nicken standen beide auf und verließen die Cafeteria in Richtung der Haupthalle. Ihr Weg führte sie ins Parkhaus und über die Treppen auf das Dach.
Ein Wenig später standen die beiden also auf dem Dach des Polizeireviers.
Es dauerte einen Moment doch Nick war recht schnell dabei zu erklären wieso er hier hinauf wollte.

>>Das habe ich dir noch nie gesagt aber... ich bin gern hier oben. Ich genieße oftmals die Ruhe und Abgeschiedenheit von allem. Hier oben kann ich frei sein...<<

Judy schaute auf Nick der vor ihr am Rand des Daches stand.
Sie legte ihre linke Pfote auf ihre Brust und die rechte streckte sie nach ihm aus. Geradewegs so als würde sie befürchten das er springen oder fallen könnte.

>>Nick...<< entfuhr es ihr leise und bedächtig.

Dann drehte sich Nick zu ihr um und schaute seiner Partnerin in die Augen. Sie strahlten für ihn so viel Hoffnung und Glück aus. Jedesmal wenn er in die Augen seiner Partnerin blickte war es als würde für ihn die Sonne aufgehen. Mit jeder Sekunde verging alles was schlecht war. Sein Leben wirkte um sovieles besser wenn er nur in diese Augen schauen konnte.

Deswegen war es für Nick das größte das er die Nacht mit ihr verbringen durfte. Er war nicht allein gewesen mit einer Naturgewalt über die er, nach seinem denken, keine Kontrolle hatte.
Es gab ihm die nötige Sicherheit die es brauchte um sich wohlfühlen zu können.
Und dann sagte Nick zu Judy:

>>Möhrchen... Diese Nacht... Die vergangene Nacht... Für mich war es das größte überhaupt nicht allein sein zu müssen. Wir sind schon seid einiger Zeit Partner. Doch... ich hege schon lange das Gefühl das du mehr bist. Für mich... Und ich will gern mehr von dir haben... Aber...<<

>>Aber... ?<< fragte dann Judy leise.

Sie hatte ihre rechte Pfote wieder nach unten fallen lassen. Doch in diesem Moment legte sie auch diese auf ihre Brust, über die andere drüber.
Sie blickte weiter auf Nick. Ihr Herz pochte. Und in ihr keimte die Angst auf das Sie zu forsch gewesen sein könnte. Das sie Nick zu schnell gestanden hatte was sie empfand. Doch nun konnte Sie es nicht mehr zurücknehmen. Nun war es gesagt. Und am Rande Ihre Wahrnehmung hoffte sie nur noch inständig das sie nichts kaputt gemacht haben könnte.
Nick ging schließlich einige Schritte auf Judy zu und schaute ihr immer noch in die Augen.
Er nahm seine beiden Pfoten hoch und legte sie auf Ihre Wangen.
Verzaubert von ihren Augen schaute er weiter auf ihr Gesicht. Für Nick war es so das er sich in ihren Augen fast verlor. Sie waren für ihn wie ein tiefes Meer. Aber nicht aus Sorgen oder Verzweiflung. Für ihn war es der schönste Ort oder Gedanke den er sich vorstellen konnte.

Judy's Gedanken, allerdings, rasten immer noch hin und her. Soviel gab es was sie ihm sagen wollte. So viele Dinge wollte sie mit ihm erleben. Allein wenn sie daran dachte. An die letzte Nacht. Auch für Judy war es eine magische Nacht gewesen. Sie war endlich so nahe bei Nick gewesen.
So nahe und doch fühlte sie sich absolut fern, für diesen einen Augenblick als Nick seine Pfoten an ihre Wangen gelegt hatte.



Kapitel 16





Ellian stand auf dem Gang, vor dem Zimmer 409. Die Uhr an seinem Handgelenk zeigte 09:15 Uhr an. Gerade eben, vor wenigen Minuten, wurde er von einem gewissen Personen- und Interessenkreis beauftragt Mike Darkclaw und seinen Meister aus dem Verkehr zu ziehen.
Es war aber nicht das erste mal das Ellian mit dem Namen Mike Darkclaw in Berührung kam. Schon vor einigen Jahren als sein Partner Tim noch lebte und mit ihm unterwegs war stießen sie auf die beiden.

Doch Ellian vermied es nun in Gedanken abzuschweifen. Er verbot es sich selbst. Nun war nicht der Zeitpunkt um in die Vergangenheit zu gehen. Es gab nun ein klares und konkretes Ziel das er zu verfolgen hatte. Mit bestimmten Blick schaute Ellian nun in Richtung des Fahrstuhles aus dem er vorhin gekommen war. Und ebenso bestimmt lief er nun auf diesen zu. Kaum das er ihn erreicht hatte öffneten sich die Türen. Eine große Gestalt trat aus dem Fahrstuhl und ging an Ellian vorbei. Er drehte sich zu dieser Person um und dachte einen Moment lang diese Person zu kennen. Jedoch konnte er sich nicht entsinne woher er ihn hätte kennen sollen.

Gerade als die Tür zu gehen wollte hielt er seine Pfote dazwischen. Er drückte die Tür langsam wieder auf und ging hinein. Dann betätigte er den Knopf für die dritte Etage. Die Türen schlossen sich und mit einem Bingen des Aufzuges fuhr dieser los.
Nicht viel Zeit blieb Ellian während dieser Fahrt eine Etage tiefer. Es war noch nicht mal genug um in Gedanken abzuschweifen. Und dies war auch gut für ihn. Denn es gab keinen Zweifel daran das er Erfolg haben müsse.

Wir haben schon soviel Zeit damit verbrachte die beiden aufzuhalten. Immer wieder hatte Tim sich dafür ausgesprochen die beiden... Darkclaw und seinen ominösen Meister aus dem Verkehr ziehen zu dürfen. Und am Ende... Am Ende dann...

Noch bevor Ellian den Gedanken beenden konnte ertönte wieder das typische Signal des Fahrstuhles als sich die Türen in der dritten Etage öffneten.

Nun ist nicht die Zeit dafür... Ellian... dachte er sich erneut.

Und wieder ging er zum Büro von Mikahel Deepfur. Dies war sein kleines Reiche gewesen. Der Name Mikahel Deepfur war ein Deckname gewesen. Er hatte diesen bekommen damit er sich, als Diplomat, frei bewegen konnte. So musste Ellian keinerlei besondere Papiere mit sich herum tragen. Lediglich einen kleinen Ausweis hatte er bei sich, welchen ihn als ranghochen Diplomaten mit allerlei denkbaren Immunitäten versah.

So war es ihm möglich gewesen sich absolut unbehelligt auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Und, dies war ihm schon klar gewesen, würde sehr schwer werden.
Darkclaw und seinen Meister zu stellen würde wohl die schwierigste Aufgabe sein die man sich hätte denken können. Doch Ellian war froh darüber das er nun diese Chance bekommen hatte.

So ging er in das Büro hinein und ging nochmal zu seinem Schreibtisch. Dort öffnete er die mittlere Schublade des Tisches und nahm einen Zwischenboden heraus. Unter diesem Zwischenboden lagen allerlei kleinerer Handfeuerwaffen und halbautomatische Maschinenpistolen. Es wurde ihm ausdrücklich gesagt das er die beiden, egal wie, aus dem Verkehr ziehen sollte.

Hauptsache die Arbeit würde getan sein. So nahm sich Ellian noch eine halbautomatische Handfeuerwaffe aus der Schublade, einige Magazine und verschloss diese wieder. Dann schob er die Schublade wieder zu und verschloss sie.

Nun sollte ich gewappnet sein. Zumindest fürs erste... dachte sich Ellian.

Doch sein Blick schweifte nochmals ab als er aus dem Fenster sah. Die Bürger sammelten sich langsam auf dem Platz vor der Stadthalle. Auch Touristen waren darunter.
Ellian`s Gedanken waren, in diesem Augenblick, sehr geradlinig aber auch besonnen.

Wir müssen diesen Irren und seinen Meister aufhalten. Die beiden sind zu allem fähig... Wir dürfen nicht zu lassen das sie diese Stadt an den Rand des Chaos bringen... Dies darf nie wieder passieren!

Mit diesen Gedanken blickte er auf seine Armbanduhr.

09:25 Uhr … Ich sollte meine Informanten aufsuchen und sehen was sie so gesehen oder gehört haben … dachte er sich.

So ging Ellian auf die Tür zu und öffnete diese. Er trat hinaus und zog die Tür hinter sich zu. Gerade als er abgeschlossen hatte viel sein Blick nach oben auf die Tür selbst. Dort an der Tür klebte ein Brief.

Auf dem Couvert selbst stand nichts geschrieben. Er griff nach dem Brief und riss diesen ab. Vorsichtig öffnete er den Brief und schaute hinein. In dem Umschlag befand sich lediglich ein kleiner Zettel.
Ellian nahm den Zettel heraus und schaute ihn sich an. Auf der einen Seite stand, lediglich:

    Komm zur Bar an der Ecke 67 und 81. Straße.
    Wir haben etwas zu bereden.
    V.

Ellian wusste gleich was gemeint war. Die Bar an der beschriebenen Straßenkreuzung war eher ein Cafe. Doch sein Informant bezeichnete dieses gern als eine Bar. Dies tat er aus mehreren Gründen. Zum einen damit niemand nachvollziehen kann was gemeint war. Zum anderen genoss er die dort feilgebotenen Spirituosen. Doch Ellian wusste bescheid.

Er zerknüllte den Brief und ging mit diesem an dem Fahrstuhl vorbei. Wieder stand er vor der Treppe die er genommen hatte um hier hoch zu kommen. Er klopfte an die Tür und kurz darauf begann der Türöffner zu surren. Ellian drückte gegen die Tür und öffnete diese. So ging er den selben Weg nachunten über den er gekommen war.

Als er an der Tür für den Hinterausgang angekommen war stand bereits dieser eine Wachmann dort bereit und öffnete ihm die Tür. Mit einem nicken ging Ellian hinaus. Als er draußen angekommen war hörte er wie die massive Stahltür wieder geschlossen und kurz darauf auch verschlossen wurde.

Nun gibt es nur noch eines... Ich muss diesen Brief verbrennen...

Ellian griff in seine Jacketttasche und zog ein Sturmfeuerzeug heraus.
Er zündete es an und hielt es an den Brief. Nachdem dieser Feuer gefangen hatte lies er ihn auf den Boden fallen und ging weg. Sein Ziel lag nun klarer als je zu vor vor ihm. Mike Darkclaw und seinen Meister aus dem Verkehr zu ziehen.

Dies war er nicht nur sich selbst schuldig.





Kapitel 17






Es war 08:31 als Ellian die Wohnung verlassen und Mira wieder allein zurückgelassen hatte. Es war keine zwei Tage her da war Ellian vor ihrer Wohnungstür aufgetaucht. Ihr damaliger Freund und Vater ihres gemeinsamen Kindes hatte Ellian als Partner bekommen. Die beiden waren immer und gern zusammen. So war es nichts ungewöhnliches das die beiden sich oft bei Ihnen zu Hause aufhielten. Und so lernte auch Mira Ellian kennen und schätzen. Er hatte viele gleiche Ansichten wie sie Tim hatte. Daher war es nicht seltsam das die beiden soviel Zeit mit einander verbrachten. Im Gegenteil war es so gewesen das Mira Ellian auch gern um sich hatte. Sie sah wie gut es Tim tat das er jemanden hatte der seine Meinungen teilte und schätzte. Doch dann kam es zu jenem Vorfall der alles veränderte. Tim war tot. Sie stand allein mit Ihrem Sohn da.

Durch seine Position erhielt aber Mira, wiederum, keinerlei Zuwendungen. Weder eine Witwenrente noch sonstige Leistungen. Als es eines Tages richtig mies aussah kam Ellian und half ihr wieder auf die Beine. So kam sie wenigstens eine Zeit lang über die Runden. Doch Mira wollte nicht das daraus eine gewisse Regelmäßigkeit werden sollte. Allerdings sah Ellian dies anders. Er hatte seinem Partner versprochen das er über seine kleine Familie wachen würde. Das er sich um sie kümmern würde. So gut wie es Tim stets getan hatte. Also war es nicht verwerflich für ihn gewesen das er Mira vor wenigen Minuten Zweitausend Dollar in die Pfote gedrückt hatte. Ellian bekam mehr als er brauchte für seine Dienste. Deswegen gab er es gern an Mira weiter. Nur leider konnten sich die beiden nicht regelmäßig sehen. So kam es schon mal vor das Mira Schulden machen musste oder gar kaum über die Runden kam.

Es schien so als würde sich sonst keiner für das Leid dieser jungen und angeschlagenen Familie interessieren. Niemand bis auf Ellian Whitepaw. Für Mira und Ihren Sohn war er wie ein Engel der in der Stunde der Not kam um sie zu retten. Doch oft kam die Not ohne das er ihr helfen konnte.

Just in diesem Augenblick klopfte es an der Tür und Mira wurde aus ihrem Tagtraum gerissen.

Wer könnte das sein?! Überlegte sie angestrengt.

Neugierig darüber wer um diese Uhrzeit an der Tür klopfen könnte ging Mira an den Türspion und schaute hinaus. Es dauerte einen Moment doch dann erblickte Mira den unerwarteten Gast. Es war der Vermieter des Apartment-Gebäudes gewesen. Mr. Donvan Darx.

Mira schluckte als sie ihn erblickte. Doch noch bevor sie reagieren konnte sagte er von draußen:

>>Mrs. Wilde... Ich bin hier wegen ihrer Mietzahlungen. Ich weis das sie da sind...<<

Nun gab es kein entrinnen mehr. Aber eigentlich wollte sie das auch nicht. Tim war nie davon gelaufen. Und sie fühlte das sie es ihm schuldig wäre.


So öffnete Mira die Tür und blickte Mr. Darx an.

>>Mr. Darx … es tut mir leid das...<<

Doch er winkte bereits bei diesen wenigen Worten ab.

>>Sie sind, aktuell, mit 1534,00 Dollar im Rückstand. Wie gedenken sie dieses Problem zu beseitigen?<<

Mira ging in sich und überlegte. Sie hatte zwar eine riesige Summe von Ellian erhalten doch dieses Geld sollte etwas länger reichen als nur heute.

>>Mr Darx ich weis das es viel Geld was sie zu erhalten haben. Ich würde dies aber gern in Raten bezahlen.<<

Erneut winkte der Bieber ab. Durch das in den Korridor fallende Licht glänzte das Fell des Biebers sehr intensiv. Auch wenn die Sonne gerade erst aufgegangen war so verlieh sie ihm doch eine bedrohlich wirkende Aura.

>>Entweder sie können die Ausstände sofort begleichen oder sie erhalten von mir die fristlose Kündigung. Also Mrs Wilde. Wie sieht es damit aus?<<

In Mira keimten die ständigen Ängste auf, welche sie hatte. Sie könnte die Miete begleichen doch dann wäre kaum noch Geld da um über die nächsten Wochen zu kommen. Mit ihrer linken Pfoten knetete Sie ihre rechte durch. Sie war absolut ratlos. Doch im Endeffekt hatte sie keine andere Wahl mehr.

Mr Darx schaute regungslos auf Mira und fragte erneut:

>>Mrs Wilde. Was soll nun werden?<<

Die Anspannung in Mira wurde immer größer. Sie war hin und her gerissen. Das schlimmste was ihr passieren könnte wäre ohne Wohnung zu sein. Aber ihr kleiner Sohn, David, brauchte ein Dach über dem Kopf. Er hatte es auch so schon schwer genug gehabt. Und so platze es aus ihr heraus:

>>Okay, Mr. Darx. Warten sie einen Augenblick.<<

Mira ging nach hinten zu der kleinen Kommode die im Vorsaal stand. Dort hatte Sie das Geld von Ellian abgelegt. Sie öffnete die Schublade und zählte das Geld ab.

Nach einer knappen Minute kam sie wieder nach vorn und drückte Mr Darx den Bündel Scheine in die Hand.

>>So das ist es.<< sagte Mira.

Mr Darx schaute sich das Geld an und zählte es nochmals durch.
Alles stimmte. Es war exakt die Summe, welche aussstand.

>>Ich würde mir wünschen das sie ihre Miete immer gleich bezahlen. Das würde uns einigen Ärger ersparen, Mrs. Wilde … <<

Mit diesen Worten ging der Bieber seines Weges. Mira blieb an der Tür zurück und fühlte sich schrecklich. Sie wünschte sich mit aller Kraft ihren Tim zurück. Doch leider wurde er ihr für immer genommen. Sie fühlte sich allein gelassen und verletzlich. Und während sie dem Bieber hinter her sah rollten ihre einige Tränen über die Wange.

Der Schmerz über den Verlust ihres geliebten und Vater ihres Kindes saß noch immer tief in ihr. Jede Nach die verging war für Mira eine Tortur. Immer wieder sah sie das Gesicht ihres Geliebten und wie er ihr entschwand. Es gab kaum eine Nacht in der Sie nicht schweißgebadet auf wachte. Und sobald sie aufgewacht war weinte sie meist.

So lief es jede Nacht auf's neue.

Und zurück blieb eine gebrochene, junge und Alleinerziehende Mutter, welche die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte.



Kapitel 18






Nick blickte auf Judy, welche direkt vor ihm stand. Er hatte seine Pfoten an ihren Wangen gelegt. Er blickte ihr tief in die Augen aber Judy hatte ein wenig Angst davor was er nun sagen könnte. Noch vor wenigen Minuten hatte Judy ihm seine aufrichtige Liebe gestanden als sie in der Cafeteria saßen. Doch nun standen sie, auf Wunsch von Nick, auf dem Dach des Polizeireviers. Nick hatte vorher angedeutet das es ihm ähnlich gehen würde doch er sagte „aber“.

Judy wusste nicht was sie nun sagen sollte. Dieses kleine Wörtchen hatte sie total verunsichert. Hatte sie sich zuweit vorgewagt? Fühlte Nick doch anders? Reichte es aufs einer Seite nicht für die Liebe zu ihr?

Sie fühlte sich so als würde sie jeden Augenblick anfangen zu weinen. Sie wusste selbst noch nicht mal wieso. Nick begann sanft mit seiner linken Pfote über ihre Wange zu streicheln. Sie wollte es zwar genießen doch für Judy war es so als würde jeden Augenblick eine Welt in sich zusammenbrechen. Hin und her rasten ihre Gedanken. Immer wirrer wurden ihre Gedanken als sie darüber grübelte was er haben könnte. Schlussendlich konnte sie es nicht länger aushalten. Getrieben von Trauer und Kummer über die möglichen Antworten von Nick sagte sie leise und fast den Tränen nahe:

>>Sag schon was du denkst, Nick. Wenn du anders fühlst als ich dann ist das okay. Doch bitte sag mir woran ich bin.<<

Noch immer streichelte Nick ihre Wange sanft. Aber auch er war hin und her gerissen und wusste nicht wie er das kommende formulieren sollte. Judy verweilte noch eine knappe Minute. Dann schaute Sie Nick in die Augen und sagte:

>>Also ist schweigen deine Antwort … ?<<

Judy drehte ihren Kopf weg und ging in Richtung der Tür zum Dach. Enttäuscht und traurig wollte sie nur noch hinunter ins Büro und diesen Tag einfach hinter sich bringen.

Die letzte Nacht war das schönste was die beiden erlebt hatten. Nick hatte dies auch zu ihr gesagt doch nun war es so als wäre er ein vollkommen anderer. Es war so als hätte Nick das Büro verlassen und als er dann aus dem PKW ausstieg kam ein anderer heraus. Das war nicht ihr Nick den sie kannte. Sicher war sie sich bewusst das er einige Probleme hatte. Und das es Zeit brauchen würde bis er soweit wäre. Doch Judy konnte, in diesem Moment, nicht länger verweilen. Sie wünschte sich nun das sie diese drei ach so magischen Worte nie gesagt hätte.

Doch leider konnte sie die Zeit nicht zurück drehen.

Während er Judy hinterher sah legte Nick immer wieder Worte zurecht. Doch nichts wollte so richtig passen. Er wusste genau was er ihr sagen wollte. Doch die Worte klangen alle hohl und dumpf in seinem Kopf. Er musste zu sehen wie das wichtigste in seinem Leben dabei war zu entschwinden. So sehr er auch da gegen an kämpfte so wollte es ihm nicht gelingen das richtig sagen zu können.

Und dann hatte Judy die Tür erreicht. Sie drehte sich ein letztes mal um und blickte Nick an.
Sie war sich sicher das, sobald sie durch die Tür gegangen war, es vorbei sein würde.
Beide müssten dann zur Tagesordnung übergehen und so tun als wäre die letzte vergangene Stunde nie passiert. Allerdings waren schon die Gedanken die sie daran vergab schwer. Ihr Herz fühlte sich schwer an, angesichts, dieser scheinbar reellen Zukunft. Auch wenn sie möglicherweise nicht von Dauer wäre. Doch am meisten bedauerte Judy das Nick wohl nicht mehr der war den sie kennengelernt hatte.

Ihre Augen waren schwer und sie musste immer wieder dagegen ankämpfen nicht zu weinen. Und dann drehte sie sich herum und öffnete die Tür.

Just in diesem Augenblick schossen Nick tausende Gedanken durch den Kopf. Für ihn war es so das sich Judy, scheinbar, nur in Zeitlupe bewegen würde. Vor seinem geistigen Auge sah Nick die verschiedensten Szenarien kommen, sich entwickeln und wieder gehen. Tausende von Möglichkeiten lagen vor ihm. Er brauchte nur zu zu greifen. Doch er war wie gelähmt.
Sein Herz wollte schreien doch sein Mund blieb still.

Und während Judy die Tür langsam öffnete sah er eine Zukunft vor sich.
Er sah sich und Judy. Sie waren zusammen. Ein glückliches Paar. Er sah auch einige Höhen und Tiefen. Doch Judy blieb ihm stets treu. Dann sah er das die beiden nicht nur ein Paar sein könnten sondern auch verheiratet. Und auf dem Zenit ihrer Liebe sah er auch das sie nicht lang allein sein würden. Sondern das es auch möglich sein könnte das sie Nachwuchs bekämen.

Judy hielt die Tür nun vollständig offen. Und dann, war es so das die Zeit wieder normal lief. Zumindest so wie es Nick meinte wahrzunehmen.
Der letzte Augenblick bevor die ihm liebste Person durch eine Tür ging und tausende von möglichen zukünftigen Ereignissen sterben würden.

Nick sah wie Judy den nächsten Schritt tat. Mit einem Bein stand sie bereits auf der Türschwelle und sie war gerade dabei mit dem nächsten Fuß nach zu ziehen. Sollte sie diesen Schritt machen so würde es kein zurück mehr geben. Dann könnte dies das Ende bedeuten.

>>JUDY!<< entfuhr es ihm schlagartig ohne das Nick es steuern konnte. Und dann, eben so ferngesteuert, rannte er los und drückte sie an sich. Er nahm sie von der Tür weg und sprach dann zu ihr:

>>Judy. Ich liebe dich wirklich. Du bist mir die liebste Person die ich kenne und habe. Und ich will dich auch nicht gehen lassen.<<

Judy blickte wieder auf Nick und sagte dann leise und fast schon gebrochen:

>>Aber … ?<<

>>Aber ich habe Angst davor dich zu verletzen. Ich will dir keinen Schaden zufügen. Ich … habe Angst davor das ich dich verlieren könnte … ich ich …<<

Nick rang mit seinen Worten doch es war für Judy nicht wichtig das er überhaupt noch mehr sagen musste. Im Gegenteil. Sie wusste was nun wichtig war.
Sie blickte ihm in die Augen. Allerdings konnte sie selbst nicht genau sagen welches Gefühl nun überwog. Und so deutete sie ihm das er mit seinem Kopf nach unten kommen sollte. Sie legte ihre Pfoten an seine Wangen und sagte dann leise zu ihm:

>>Ich habe keine Angst davor das du mir eventuell weh tun könntest. Jeder Tag den ich von dir getrennt bin tut mir mehr weh als alles andere. Mehr als du es je könntest. Lieber verbringe ich meine Zeit mit dir … <<

Und noch bevor Nick etwas sagen konnte küsste Judy ihn sanft und zärtlich. In diesem Moment und mit diesen Worten von Judy brach in Nick ein letzter innerer Damm. Er hätte schwören können das ihm nun einige Felsbrocken von seinem Herz gefallen waren. Er war unglaublich froh das Judy das gesagt hatte und so erwiderte er ihren Kuss auf die gleich Art und Weise.



Kapitel 19






Judy und Nick standen einige Zeit, innig und sich küssend auf dem Dach des Polizeireviers. Die Zeit lief, so hätte man es denken können, nur für die beiden sehr langsam. Dann schließlich schaute Nick ihr erneut in die Augen und lächelte wieder.
Immer noch dachte er daran was gewesen war. An die Angst Judy Schaden zu fügen zu können. Nicht weil er ein Raubtier war. Sondern weil er so viel schlechtes gesehen und erfahren hatte. So war er, auf eine gewisse Weise, abgestumpft. Und er hasste es.
Auch wenn er sich nicht sicher sein konnte das er diesen Zustand überwinden könnte so wollte er dennoch alles daran setzen dies zu packen.

>>Judy ich … ich habe dir gesagt das ich kaputt bin. Es gibt viele Dinge die ich gesehen und selber erfahren habe. Und als du in mein Leben getreten warst ging für mich die Sonne wieder auf. Sie war eine ganze Weile verschwunden gewesen.<<

>>Ich bin dennoch bereit alles mit dir durchzustehen. Du musst das nicht allein machen.<<

Nick musste lächeln als Judy das gesagt hatte. Er wusste genau das er so oder so nicht anders gekonnt hätte. Die Worte von Judy verhallten und Nick stand immer noch, sie anlächelnd, da. Sie hob ihren Kopf und blickte Nick an.
Sie war mit ihm einen Schritt weiter gegangen. Nun waren sie nicht mehr nur Partner. Sie waren nun mehr als diese Verbindung hätte sein können.
Und während die beiden so auf dem Dach standen kam ein Funkspruch herein.
Doch die beiden waren zu beschäftigt um darauf jemals reagieren zu können.
Die beiden standen noch immer eng umschlungen da und schauten einander an.

Es war eine herrliche Kulisse. Die Aussicht vom Dach das ZPD war grandios. Und so ließen beide ihren Blick schweifen. Überall um die beiden herum sah es so aus als würde es keine Probleme oder andere Ungereimtheiten geben können. Die Leute gingen ihrem Tagwerk nach. Es wurde gehandelt, gelacht und gelebt.

>>Die Stadt sieht so herrlich aus. Schwer vorzustellen das jemand diesen Frieden zerstören möchte …<< sagte Nick leise.

>>Ja … ich weis was du meinst.<< sagte Judy nachdenklich aber auch sehr froh über diesen kleinen Moment der Ruhe und Abgeschiedenheit von allem was diese Stadt bedrohen könnte.

>>Allerdings sollten wir wohl zurück zum Büro gehen. Wenn wir nicht anfangen was zu tun dann ist diese Stadt in Gefahr.<< sagte Judy weiter.

Es dauert nicht den Hauch einer Sekunde da hatte Nick Judy's Kopf zu sich gedreht. Er schaute ihr wieder tief in die Augen und sagte dann:

>>Mit dir an meiner Seite mache ich mir keine Gedanken um die Stadt. Wenn wir alle zusammenstehen schaffen wir es.<< sagte Nick sehr sicher und überzeugt zu Judy.

Judy wurde, direkt, durch den Mut von Nick mitgerissen.

>>Okay. Wir packen das.<< sagte Judy mit einem lächeln auf ihrem Mund.

Dann nahm sie die Pfote von Nick und sie gingen vom Dach zurück in ihr neues Büro.


Kaum unten angekommen wurden sie auch schon von Jake und Leodor empfangen.

>>Ah! Da sind sie beiden ja wieder. Wollen wir beginnen?<< fragte Lionheart aufgeregt.

>>Ja. Wir sind bereit anzufangen. Und wir werden es packen.<< sagte Judy hart, bestimmt aber mit einem sanften lächeln auf ihrem Mund.

Durch dieses Auftreten von Judy wurde auch Jake mitgerissen. Er ging auf Judy zu und sagte dann zu ihr und Nick:

>>Ich habe schon alle relevanten Akten hier her gebracht. Wenn wir sie durchgehen wollen sind sie da.<<

>>Gute Arbeit, Jake.<< sagte Nick.

Jake nickte und ging wieder zurück an seinen Platz neben Lionheart.

>>Okay. Wir wissen also das Mrs. Steamwater auf der Flucht war. Vor einem unbekannten der sie jagte. Wir wissen nicht wo sie sein könnte. Ebenso wenig wissen wir, mit Sicherheit, wer sie gejagt hat. Wissen wir denn, also, wo sie wohnt?<< fragte Nick.

>>Ja das tun wir. Sie wohnt an der 81. Straße nahe dem Saharabezirk.<< sagte Lionheart schnell.

>>Gut. Dann haben wir schon eine Richtung. Was wissen wir über Mrs. Steamwater, noch?<< fragte Judy.

>>Nun wir wissen das folgende: Sie ist eine Medizinstudentin. Sie hat eine Gabe für Gen und Abstammungsforschung. Sie hat einige Artikel über die soziologischen Auswirkungen unserer Veränderung geschrieben … Und das dürfte es gewesen sein.<< sagte Lionheart

Nick schaute nachdenklich auf Lionheart und griff sich unter sein Kinn. Sanft fuhr er durch sein Fell und ging einem Gedanken nach.

Was wäre wenn sie noch Verwandschaft hier hätte … ? ging Nick fragend in sich.

>>Gibt es einen Ort den sie aufgesucht haben könnte?<< fragte Judy.

Ledor dachte einen Moment lang nach.

>>Ich wüsste keinen. Tut mir leid.<<

Ich sollte ins Archiv gehen. Ich habe einen Verdacht … dachte Nick.

>>Hey Judy. Ich werde mal in Archiv gehen. Möglicherweise habe ich einen Verdacht.<<

>>Ist gut. Mr. Lionheart, Jake und ich werden einige Orte durchgehen. Vielleicht fällt uns etwas auf oder ein.<<

Nick verließ das Zimmer und zog die Tür von außen zu. Für einen Moment war er sich sicher das er den Namen schon mehr als einmal gehört hatte. Steamwater. Irgendetwas verband Nick mit diesem Namen. Aber so sehr er auch nachdachte er kam auf keine Antwort.
Dies war der Grund warum Nick unbedingt ins Archiv musste. Vielleicht stand dort etwas was ihm weiter helfen konnte.

Nick ging nach unten in die Haupthalle hinein. Benjamin war, wie sollte es anders sein, mit einem Donut beschäftigt.  Er ging am zentralen Empfang vorbei in Richtung des Check-ins. Bevor er die große Flügeltür erreicht hatte wandte er sich zu einer Tür zu seiner rechten. Er öffnete die Tür und ging in das Treppenhaus. Dieses führte nach unten in den Kellerbereich.

Als Nick unten angekommen war kamen einige Kollegen aus dem Bereich für Umkleide heraus.

>>Hey Nick!<< entfuhr es einem jungen Wolf.

Nick grüßte und ging weiter in Richtung Archiv. Und dann stand er davor. Auf der Tür prangte die Aufschrift „Archiv“. Nun war Nick nur noch einen Schritt davon entfernt seine möglichen Antworten zubekommen. Nick legte seine Pfote an den Türgriff und drückte ihn nach unten.
Während er dies tat kam es ihm so vor als würde er die Tür in Schicksal öffnen. Auch wenn ihm mulmig zu mute war so war es, für ihn, doch notwendig.

So schwang die Tür auf und Nick trat ein. Er stand nun in diesem riesigen Raum voller Akten und Dokumente. Kaum das er zum stehen gekommen war und die Tür hinter sich geschlossen hatte stand auch schon der Herr dieses Reiches vor ihm.

Vor Nick stand nun der Archivar oder auch, mit seinem richtigen Namen: Alex Mc Dougle. Er starrte Nick an und fragte dann:

>>Was brauchen sie, Officer?<<

Wie aus seiner Trance gerissen fuhr Nick herum und blickte auf den Archivar.

>>Was ich brauche … äh ja. Ich brauche alle Unterlagen  von Lucille Steamwater, bitte.<<

Als der Archviar diese Anfrage von Nick gehört hatte legte er seinen Kopf schief und starrte ihn fragend an.



Kapitel 20






Ellian hatte sich, nun, vorbereitet. Er war bereit sich an die beiden gesuchten zu machen. Mike Darkclaw und sein ominöser Meister. Obgleich Ellian noch nicht wusste wer dies war, war er dennoch motiviert und bereit die beiden aus dem Verkehr zu ziehen.
Ellian verließ somit sein Zimmer und zog die Tür zu. Dann nahm er den Schlüssel aus seinem Jacket und schloss ab.

Er drehte sich um und ging in Richtung des Fahrstuhles. Dort angekommen drückte er auf den Knopf. Es dauerte einen Moment doch dann kam er auch auf der dritten Etage an. Als sich die Türen unter dem üblichen Ton öffneten erblickte er den Bürgermeister. Ellian blickte nach innen in den Fahrstuhl und Nicohlas Braveheart nach außen auf Ellian.

Die Szenerie war obskur. Der Bürgermeister wusste noch nichts von der Existenz der Gruppe. Deshalb trug Ellian einen Decknamen. Für alle in der Stadthalle war er Mikhael Deepfur. Nur die Gruppe wusste um den richtigen Namen.
So stand er also seinem Boss gegenüber und musste bereits das erste mal lügen.
Als die Tür dabei war zu zu gehen drückte Braveheart seine Pranke auf die Tür. Sie hielt schlagartig an und fuhr wieder zurück.

>>Möchten sie nicht einsteigen Mr. … ?<<

>>Deepfur. Mikhael Deepfur, Sir.<<

Ellian war unwohl zu mute. Nach dem Tot seines Partners war er nun derjenige der die Aufgaben der Gruppe weiterführte. Braveheart nickte und Ellian stieg in den Fahrstuhl.

>>Welches Stockwerk möchten Sie, Mr. Deepfur?<< fragte Braveheart freundlich.

>>Erdgeschoss, bitte.<<

Immer wenn Ellian den Diplomaten mimte sprach er in einem gebrochenen Akzent. Wie es für ihn vorgesehen war. Anpassungsfähigkeit war bei der Gruppe das höchste und wichtigste Gut.
So betätigte Braveheart der Knopf für das Erdgeschoss. Zu allem Unheil war er, wie Ellian, auf dem Weg in das Erdgeschoss gewesen. Für Ellian war es als würde die Fahrt Stunden dauern. Kaum das der Fahrstuhl angefahren war begann Braveheart sich nach allem was ihn anging zu erkundigen.

>>Also Mr. Deepfur. Ich weis gern möglichst viel über meine Mitarbeiter. Sie kommen also aus?<<

Oh na herrlich... dachte Ellian.

>>Oh. Ich komme aus der Tundra Town. Meine Familie ist vor einiger Zeit nach Zoomania gekommen um hier ein neues Leben zu beginnen. Ursprünglich stammen wir aus den Marschlanden.<<

>>Ah! Ein Marschländer! Gefällt mir!<< entfuhr es Braveheart sofort.

Etwas verwundert über die Reaktion von Braveheart schaute er auf ihn.

>>Sie fragen sich nun sicher warum mir das so gefällt?<<

>>Nun … ja.<<

>>Ganz einfach, Mr. Deepfur. Ich habe gern möglichst viele Interessengruppen unter einem Hut. So kann ich mit vielen zusammenarbeiten und bin offen für alle.<<

>>Ah! Verstehe.<< sagte er.

>>Gut. Und sie sind also ein Diplomat für die Marschlande?<<

>>Ja. So ist es. Ich bin derzeit mit der Verbindung zu den Marschlanden beschäftigt.<<

>>Ah der Ausbau des ZDR-Drive in Richtung Marschlande. Ja verstehe. Wie stehen sie dazu, Mr Deepfur?<<

>>Ich also …<<

>>Nur keine falsche Scheu! Sagen sie mir was sie denken.<<

Oh das kann ich dir unmöglich sagen … dachte sich Ellian und schluckte mehr gedanklich als wirklich.

>>Nun … Ich denke wir sollten … <<

Ellian schossen tausende Antworten durch den Kopf. Es war das erste mal gewesen das er in eine solche Situation gekommen war. Sonst war es immer sein Partner, Tim, der solche Situationen löste und mit den Leuten sprach.

Gerade als Ellian etwas sagen wollte klingelte sein Telefon.

>>Entschuldigen sie mich … <<

Braveheart winkte ab und Ellian zog sein Handy heraus.
Auf dem Display stand, zu seiner Verwunderung, Tim.

Aber wie konnte das sein ?

Ellian starrte sein Display an. Er konnte es nicht fassen.

Tim ruft an? Wie jetzt? Aber ich habe ihn doch …

>>Möchten sie nicht ans Telefon gehen, Mr. Deepfur?<< fragte Braveheart.

>>Was ich äh … ?!<<

Als Ellian erneut auf das Display schaute stand nun Vlad darauf. Mit einem kurzen zögern nahm er den Anruf entgegen.
>>Ja. Hier Deepfur.<<

>>Ah … Pass auf E. Einer unserer Männer hat Darkclaw am Rande des Saharabezirk's gesehen. Vor etwas einer halben Stunde.<<

>>Ich verstehe. Danke.<<

Ellian legte auf und steckte sein Telefon wieder in die Tasche. Zu seiner Erleichterung erreichte der Fahrstuhl gerade das Erdgeschoss.

>>Nun es war schön sie kennen zulernen Mr Deepfur.<< sagte Braveheart und hielt Ellian die Hand hin.

Ellian schüttelte die Hand des neuen Bürgermeister's und nickte.

>>Die Ehre ist ganz auf meiner Seite.<< sagte Ellian und ging, gemeinsam, mit dem Bürgermeister aus dem Fahrstuhl.
Schnellen Schrittes ging Ellian auf die Tür der Stadthalle zu und verließ diese. Er stand nun auf dem Vorplatz an der 67. Straße.

Am Rande des Saharabezirk's also. Wo willst du hin, Darkclaw? Fragte sich Ellian.

Ellian ging es im Gedanken durch. Am Rande des Saharabezirk`s befand sich nichts was für Darkclaw von Interesse gewesen wäre. Ellian konnte sich absolut keinen Reim darauf machen was er dort wollen sollte. Dennoch war es wichtig das er jeden Schritt von Darkclaw kannte. Und noch besser ihn kannte bevor er ihn kannte. Er musste aufgehalten werden bevor alles aus dem Ruder laufen würde. Er musste erfolgreich sein.

So ging er um die Ecke in eine Tiefgarage hinein. Dort auf der Park-ebene P5 stand ein Wagen. Er wurde von Vlad dort abgestellt damit Ellian schneller durch die Stadt käme. Ellian ging an den Wagen und griff, auf der Fahrerseite in den Radkasten. Er tastete kurz und fand den Schlüssel. Er war mit Klebeband fixiert gewesen und riss dieses ab. Als Ellian den Schlüssel in den Händen gehalten hatte drückte er schnell auf die Fernbedienung und öffnete den Wagen. Er stieg ein und steckte den Schlüssel ins Zündschloss. Er drehte ihn und startete den Motor der sich mit lautem Geheule zu Wort meldete.

Er blickte nach außen und dachte:

Ich muss Darkclaw aufhalten! Er muss gestoppt werden. Ich bin es ihnen allen schuldig. Dachte er sich.









Kapitel 21






Ich sollte den ZDR-Drive nehmen. Vielleicht habe ich noch die Möglichkeit Darkclaw aufzuhalten … dachte Ellian.

Dann legte Ellian den ersten Gang ein, löste die Handbremse und fuhr aus der Parklücke.
Er fuhr die die vier weiteren Ebenen nach oben und kam an den Ausgang der Tiefgarage.
Dort waren Schranken angebracht. Für die Ein- und Ausfahrt. Ellian fuhr an die Schranke für die Ausfahrt heran. Er betätigte den Schalter für den automatischen Fensterheber und lies diese herunter. Dann griff er in sein Jacket und zog die Silberne Karte wieder heraus. Er Steckte sie in den Kartenschlitz. Es dauerte wieder einen Augenblick und dann kam sie wieder heraus. Ellian nahm sie an sich und die Schranken gingen auf.

Wieder legte er den ersten Gang ein und fuhr aus der Tiefgarage. Als er die Rampe nach oben gefahren war blendete ihn, für einen kurzen Augenblick, das Licht der Sonne die auf Zoomania nieder ging.
Schließlich stand er auf der Fahrspur um nach rechts abbiegen zu können. Als er freie Fahrt hatte fuhr er hinaus und näherte sich der Ampel vor der Stadthalle. Von hier aus hatte er zwei Möglichkeiten an Darkclaw heran zu kommen. Ellian konnte durch die Stadt fahren und so zum Sahara Square kommen oder er würde den ZDR-Drive nutzen um dahin zu kommen.

Schlussendlich ging es nur darum wie lang es dauern würde bis er da ankäme.

Darkclaw wurde am Sahara Square bzw Bezirk gesehen … Was könnte er nur dort wollen? Fragte er sich wieder insgeheim. Ellian nahm dennoch die Route, welche durch die Stadt führte.
Nach dem er schon einige Meter zurückgelegt hatte wurde er das Gefühl nicht los das er verfolgt wurde. Jedoch konnte er nichts ausmachen. Er blickte immer wieder in die Spiegel doch kein Auto fuhr verdächtig hinter ihm her.

Dann passierte er die große Kreuzung an der Ecke 65 Straße und East.
Hier kreuzten sich die Ausläufer der der großen Allee die in vier Richtungen ging. Die 65. Straße war die Verbindung zwischen Ost und Westteil der Stadt.
Die East war die Verbindung zu Nord und Südteil der Stadt.

Als Ellian an die Kreuzung kam musste er an der Ampel halten. Wieder blickte er in den Rückspiegel und seine beiden Außenspiegel. Doch wieder konnte er nichts verdächtiges ausmachen.

Bilde ich mir das nur ein … ? fragte sich Ellian unsicher.

Während er an der Kreuzung stand und die anderen auf der Querstraße grün hatten schaute er immer wieder beunruhigt in die Spiegel.

Was habe ich da vorhin gesehen? War das nur Einbildung? Fragte er sich erneut.

Und wieder lies er seinen Blick schweifen. Die Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn bekamen grün. Doch die Seite von Ellian stand noch. Dann schaute er, aus dem Augenwinkel wieder in den Rückspiegel. Dort sah er es. Ein Motorrad drängelte sich zwischen den haltenden Fahrzeugen vorbei. Auf diesem Bike saß eine Gestalt komplett in schwarzer Lederkluft. Sie kam dem Fahrzeug von Ellian immer näher. Er schien wie auf den PKW von ihm fixiert zu sein. Dann war er nur noch ein Fahrzeug von ihm entfernt. Ellian ging mit seiner Hand unter sein Jacket und griff seine Automatik, welche in seinem zweiten Holster stack.

Der Biker kam ihm immer näher. Er hatte schon den letzten PKW zur hälfte hinter sich gelassen.
Ellian wurde immer mulmiger zumute als die Ampel auf grün schoss. Sofort legte Ellian den ersten Gang ein und drückte auf das Gaspedal. Die Reifen quietschten und qualmten. So zischte Ellian davon. Doch der Motorradfahrer tat es ihm gleich. Er stieg voll auf das Gas und fuhr los. Er raste zwischen den fahrenden PKW's hin und her. Immer wieder wechselte er die Spur. Whitepaw war seinem Häscher schon ein Stück voraus doch dann zog der Motorradfahrer nochmals durch. Wieder beschleunigte er um ein vielfaches und holte den Vorsprung wieder auf. Kaum etwas später war er knapp an Ellian dran.

Der Fahrer griff in seine Tasche und zog eine Glock Handfeuerwaffe heraus. Er zielte auf Ellian`s Wagen und feuerte. Doch er konnte noch gerade so ausweichen.

Um ein Haar hätte er mir den Reifen zerschossen. Ich muss ihn los werden!

Die beiden rasten über die 65. Straße, auf der Allee entlang. Der Fahrer kam näher und Ellian zog das Lenkrad nach links. Doch noch bevor er den Fahrer tranchieren konnte bremste dieser. Ellian zog das Lenkrad wieder herum und gab weiter Gas. Dann zog er seine halbautomatische Waffe aus seinem Holster und lies das Fenster herunter.

Mit 184 km/h raste er vor seinem Häscher her. Allerdings blieb die Verfolgungsjagd der beiden nicht ganz unbemerkt. Recht schnell kam auch schon ein Streifenwagen von hinten angejagt.

    Zentrale hier Wage 11. Wir sehen die beiden Fahrzeuge. Sie nähern
    sich gerade der Kreuzung an der 61. Straße. Wir empfehlen alle
    Spuren auf Rot zu schalten damit niemand zu Schaden kommt, Over.

    Verstanden Wagen 11. Wir informieren die Verkehrsleitzentrale. Over.

Es war noch gute zwei Kilometer bis zu der genannten Kreuzung. Dort wurden gerade alle Spuren auf Rot geschalten.
Ellian, sein Verfolger und Wagen 11 des Revier 1 rasten auf die Kreuzung mit der 61. Straße zu. Wieder setzte der Motorradfahrer zum Schuss an. Ellian steckte seine Hand aus der Scheibe und Schoss, aus dem Augenwinkel heraus auf den Fahrer. Dieser duckte sich aber Ellian traf den linken Scheinwerfer. Unter lauten Klirren ging dieser in die Brüche. Der Wagen 11, welcher hinter beiden her war sah eine Fontäne aus Glasscherben durch die Luft fliegen.

>>Hey die Schissen!<<

>>Gib es im Funk durch!<<

    Hier Wagen 11. Die beiden gesuchten haben Schusswaffen bei sich.
    Gerade ging etwas zu Bruch aber wir wissen nicht was das war!
    Extreme Vorsicht ist geboten! Over!

    Verstanden Wagen 11. Over.

Und weiter ging die Verfolgungsjagd auf der 65. Straße in Richtung des Sahara Squares.
Das Polizeifahrzeug gewann langsam an Boden zu den beiden. Der Motorradfahrer unternahm erneut einen Versuch neben Ellian zu kommen. Diesmal lies Ellian weiter nach vorn kommen. Als er fast neben ihm war zog Ellian nach links rüber. Der Motorradfahrer wurde gegen die Leitplanke gedrängt fuhr aber weiter. Er steuerte etwas gegen und zielte wieder auf Ellian. Noch bevor er schießen konnte zog Ellian das Lenkrad wieder nach rechts rüber.

Wieder gab der Motorradfahrer Gas und war nun neben Ellian. Unvermittelt griff Ellian nach einer Flasche mit Wasser und warf diese aus dem Fenster. Er hatte dabei auf die Speichen des Motorrads gezielt. Die Flasche war aus Hartplastik und während sie flog starrte der Fahrer ungläubig.
Die Flasche schlug auf dem Boden auf und das Hinterrad des Motorrades blieb an dieser hängen. Er verriss das Lenkrad und stürzte zu Boden. Das Motorrad schlitterte noch einige Meter weiter und krachte in eine Lärmschutzwand.

Ellian gab weiter Gas und flüchtete aus der Hot-Zone.



Kapitel 22








Der Motorradfahrer ging vor den Augen der beiden Cops im Wagen 11 zu Boden. Noch während die Maschine weiter schlitterte gab der Beifahrer im Funk durch:

    Der Motorradfahrer ist gestürzt. Wir brauchen hier einen
    RTW samt Notarzt. Over.

    Verstanden Wagen 11. Wir schicken einen RTW samt Notarzt. Over,

Ellian blickte noch kurz in den Rückspiegel und sah das die Verfolger verschwunden waren. Weiterhin gab er Gas und näherte sich der Kreuzung an der 61. Straße. Doch dort erwartete ihn eine Böse Überraschung. An der Kreuzung standen Polizeiwagen und Nagelbänder lagen auf den Fahrspuren. Als er das erblickte hatte fiel ihm sofort eine Lücke in diesem Plan auf.
Es wurden nur die Fahrspuren gesperrt auf denen er fuhr. Nicht aber die Gegenfahrbahn. Ellian zog links rüber, noch bevor er die ersten Nagelbänder erreicht hatte. Er krachte mit voller Wucht durch die Leitplanke und war auf der Gegenfahrbahn angekommen. Dort raste er weiter. Die Polizisten standen sprachlos daneben als Ellian an Ihnen vorbei raste.

    Hier ist die Straßensperre an der Kreuzung 65. und 61. Straße.
    Der Verdächtige hat die Sperre umgangen und ist auf die Gegenfahrbahn
    gewechselt. Over.

    Verstanden. Over.

Ellian raste weiter auf der 65. Straße. Doch ihm wurde klar das er von dieser Straße verschwinden musste.
Einige hunderte Meter weiter bremste er und fuhr in eine dort kreuzende Querstraße ein. Er stellte seinen Wagen in eine Parklücke, zwischen anderen Fahrzeugen. Er schaute sich kurz um doch konnte er keine Verfolger ausmachen.
Dann stellte er den Motor ab und stieg aus. Er verschloss den Wagen und ging auf einen kleinen Zaun zu. Er streckte sich und blickte darüber. Niemand zu sehen. Ellian zog sich hoch und kletterte über den Zaun. Er befand sich nun auf dem Gelände eines Metallwerkes.
Langsam schlich er voran und versteckte sich immer wieder hinter Kisten und Containern. Schließlich hatte er den Zugang zur Fabrik erreicht. Und als der Wachmann abgelenkt war schlüpfte er durch.

Er war noch einige Kilometer vom Rand des Sahara Squares entfernt. Nach dem Ellian wieder auf der Straße war blickte er sich weiter um. Niemand verfolgt ihn.

Ich muss weiter voran kommen. Ellian überlegte.
Von dort aus könnte er auch auf die Bahn zurückgreifen. Diese müsste hier durchkommen. Jedoch wäre er verletzlich so in der Öffentlichkeit. Wieder überlegte er. Schließlich blickte er auf seine Uhr. Es war nun 10:49 Uhr geworden.

Wow … habe ich solange gebraucht bis hier her? Fragte er sich entsetzt.

Durch die Verfolgungsjagd musste er sich verstecken und so gingen die Minuten ins Land.

Entweder ich komme an ein Fahrzeug oder ich muss die Bahn nehmen. Dachte er erneut.

Doch war hier kaum eine Möglichkeit um an ein Fahrzeug heran zu kommen. Er könnte zwar Vlad anrufen und ihm sagen das er einen neuen PKW braucht doch das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht drin. Er musste sich noch etwas zurückhalten.

So ging Ellian weiter und bewegte sich auf die Hauptstraße zu. Dies war die 41. Straße. Ellian war ein gutes Stück Querfeldein gelaufen um die anderen Straßenzüge hinter sich zu lassen.

Unweit von ihm war auch eine Haltestelle für die Straßenbahn gewesen.
Ellian lief zu dieser Haltestelle und setzte sich ins Wartehäuschen. Er blickte auf das Schild und las:

41. Straße Downtown und Ecke Pessadilan. Hier war ich noch nie. Dachte er sich.

So saß er im Wartehäuschen und lies seine Gedanken schweifen.

Das Schild der Haltestelle hatte keine Anzeigetafel für die nächste ankommende Bahn. Und mit jeder Minute die verging wurde Ellian etwas unruhiger. Er wusste wie das Standardprotokoll der Polizeikräfte aussehen würde. Ihm war klar wie diese nun vorgehen würden. Sicher hatte er schon einen Vorsprung vor den Kräften von Recht und Ordnung. Doch das machte es nicht weniger gefährlich für ihn.

Ellian blickte sich wieder um.

Diese Haltestelle scheint so abgelegen zu sein das es hier kaum einen hin verschlägt... dachte er sich.
Wieder schaute er zur anderen Seite und dann kam die Bahn, welche in Richtung Verwaltungsdistrikt fährt.

Eine Bahn aber die falsche Richtung...

Doch kaum das er Zeit hatte sich zu beschweren kreuzte die Bahn in Richtung Sahara Square die Kreuzung, weiter vorn. Von der Haltestelle aus hatte er einen guten Blick in diese Richtung gehabt. Kaum das er die Bahn erspäht hatte erhob er sich und trat an den Rand des Wartehäuschen.

Gut... Dann ist die Bahn auch gleich da. Wird Zeit das ich voran komme...

Die Bahn fuhr los und bog um die Kurve in Richtung Ellian ein.

Mit einen quietschen kam die, schon etwas betagtere Bahn, zum stehen. Dann öffneten sich die Türen ebenfalls mit einem quietschen.

Hoffentlich fährt die Bahn nicht schneller rückwärts als vorwärts... dachte er sich als er in die Bahn einstieg.
Die Türen schlossen sich mit eben diesem quietschen und mit einem ruck fuhr die Bahn an. Ellian wendete seinen Blick nach draußen und lies die Gedanken fahren.



Kapitel 23








Nick blickte verdutzt auf den Archivar.

Äh … Was wird das ? Eine Scharade... oder ist er ein Pantomime …. ? fragte er sich.

Immer noch starrte ihn der Archivar an. Er gab keine Regung von sich noch irgendeine Reaktion.
Nick's Gesicht wurde immer Fragender in dieser bizarren Situation.

>>Nun … also … Ich hätte gern alle Unterlagen über Lucille Steamwater … bitte.<< sagte Nick erneut eindringlich.

>>Jaja … das habe ich schon verstanden … <<
>> Äh und … könnte ich diese bekommen, bitte?<< fragte Nick verdutzt.
>>Ja klar.<<

Ähm was wie jetzt?! Warum hat er das nicht gleich gemacht?

Noch bevor dem Mitarbeiter das verwirrte Gesicht von Nick aufgefallen war verschwand der Archivar nach hinten durch eine kleiner Tür. Als er verschwunden war kam Del Gato, erneut, kurz in das Archiv hinein. Nick war gerade dabei seine Gedanken wieder zu ordnen da wurde er erneut unterbrochen.

>>Hey Nick. Na … Braucht der alte Mc Dougle wieder ewig?<<

>>Was wie?<< entfuhr es Nick und er drehte sich schlagartig zu seinem Namensvetter um.
>>Ah … Du. Nein. Ich hatte nur vergessen wie ungern ich bei dem alten Kauz bin.<<
Del Gato legte seinen Kopf schief und fragte dann grinsend:

>>Warum ?<<
>>Weil er mich jedes mal anstarrt als wäre ich aus Luft … oder keine Ahnung was ihn dann reitet.<< sagte er während er sich mit seinen Pfoten durchs Gesicht wischte.

>>Ach das …<< sagte Del Gato noch mehr grinsend als vorher.

>>Was grinst du da so ?<<

>>Ach das macht er bei jedem … Wenn man es nicht weis …<<

>>Was weis?<<

Und wieder grinste Del Gato. Sein grinsen ging, so hätte Nick schwören können, einmal um seinen Kopf herum.

>>Nun ganz einfach gesagt … Er ist fast Taub …<<

Nick's Augen wurde bei dieser Aussage immer größer.

>>Was?!<< entfuhr es ihm fast schreiend.

>>Er liest von den Lippen ab … Aber manchmal dauert es etwas bis er es hat. Deswegen starrt er immer so. Weil er schaut ob du noch etwas sagst.<<

>>Ja isses denn die Möglichkeit … ?!<<

>>Am besten machst du folgendes …<<

Doch noch bevor Del Gato etwas sagen konnte kam der alte Mc Dougle wieder aus dem Archiv.

Nicholas hob seine Pfote vor Nick und deutete ihm zu warten.
Dann schaute er auf Mc Dougle und reichte ihm einen Zettel. Er las ihn kurz und nickte. Als Mc Dougle dann antwortete konnte es Nick fast nicht glauben.

Er schrie Del Gato förmlich an und er grinste weiter.

Das war nicht womit Nick gerechnet hatte.

Ha! Der alte Zausel ist taub! Oh man glaubt es kaum!

Nick konnte es immer noch nicht fassen. Doch im nächsten Moment kam er mit all den Unterlage über Steamwater herein.

Nick blickte auf Ihn und schrie:

>>Danke!<<

>>Jaja! Schon gut.<<

Del Gato grinste immer noch wie ein Honigkuchenpferd während Nick das Archiv verlies.

Kaum das er die Tür hinter sich zu gezogen hatte entfuhr es ihm während er den Kopf schüttelte.

>>Unfassbar!<<

Nick schritt voran in Richtung des neuen Büros.



Kapitel 24








Während Ellian nach draußen Blickte schossen Ihm tausende Gedanken durch den Kopf. Vieles war bisher passiert. Und noch mehr würde sicher kommen. Die Frage war nun nur noch wen es zu erst erwischen würde. Ellian seufzte und richtete seinen Blick in die Mitte der Bahn. Keiner der Anwesenden, egal ob Raubtier oder Beutetier wusste was vor sich ging.
Ein jeder könnte ein weiteres potenzielles Opfer sein. Jeder könnte in einer größeren Gefahr schweben als sie alle denken.

Darkclaw und sein Meister sind mehr als nur Gefährlich. Sie sind eine extreme Bedrohung für alles was die freie Welt von Zoomania anbelangt. Doch wer sollte sie aufhalten wenn nicht Ellian. Tim hatte schon sein Leben gegeben um Darkclaw zu stoppen. Doch er entwischte den beiden. Damals war er der Partner. Ein Jüngling auf dem Weg nach oben. Ellian konnte nie vergessen wie er an Tim geraten war.

Doch bevor er den Gedanken beenden konnte stoppte die Bahn schlagartig. Mit einem Rucken, wie bei einer Vollbremsung kam sie zum stehen. Viele der Fahrgäste wurden durch einander geschubst und geworfen.

Geschwind lies Ellian seinen Blick aus dem Fenster schweifen um einen Hinweis auf den Grund für das Bremsmanöver zu erhalten. Und so gleich erblickte er den Grund dafür. Eine Polizeikontrolle. PKW`s als auch öffentliche Verkehrsmittel wurden kontrolliert.

Ellian überlegt was er tun könne. So gesehen saß er in der Falle.

Als der Fahrer die Tür öffnete damit, von vorn, die Polizisten einsteigen konnten gingen alle nach vorn. Außer Ellian. Er drückte sich langsam nach hinten und stellte sich als letzter in der Reihe an. Die ersten Polizisten betraten die Bahn und der erste sprach:

>>ZPD! Wir entschuldigen den Stopp der Bahn aber wir suchen nach einem flüchtigen, welcher heute Morgen eine Verfolgungsjagd angezettelt hatte. Deshalb bitten wir sie langsam nach vorn zu treten. Wir müssen eine ID-Kontrolle durchführen.<<

Die ersten traten an die Gesetzeshüter heran und zeigten Ihre ID-Karten vor.
Langsam wurde die Schlange vor Ellian kürzer. Es waren noch etwa fünfzehn Personen vor ihm dran.

>>Der nächste Bitte.<< sagte der erste Polizist.

Immer näher rückte er der Kontrolle.

>>Und der nächste bitte...<<

Plötzlich schrie einer der Beamten und ein Alarm ging los.

>>Alles aus der Bahn raus! Sofort!<<

Alles und jeder verließ die Bahn schlagartig. Kaum das sie heraus waren gab es einen Knall und die ganze Bahn stand in Flammen.
Und so schnell wie alle die Bahn verlassen hatten so schnell war auch Ellian in der Menge und dem Wirrwar verschwunden.



Kapitel 25








Nick schlenderte den Gang entlang und war nun wieder in der Haupthalle angekommen. In seinem Pfoten hielt er eine übersichtliche Anzahl an Akten und kurzen Notizen zum Subjekt Steamwater. Die Verbindungen waren immer noch unklar doch Nick kam nach und nach ein Gedanke den er nicht los wurde.

Ich bin mir verdammt sicher das ich diesen Namen schon mehr als nur einmal gehört habe. Aber ich weis wirklich nicht mehr wo...

Nick ging es wieder und wieder durch, während er sich auf den Weg zum Büro befand.


Leodor, Judy und Jake waren dabei die Unterlagen durch zu gehen.

>>Gut. Und was ist mit dieser Ärztin... äh Dr. Badger?<< fragte Judy

Leodor schlug die Akte von ihr auf und deutete auf eine Publikation von ihr.
Judy nahm die Akte in die Pfoten und begann zu lesen

Die Auswirkungen auf die Soziologie in unserer Entwicklung.

Die Auswirkungen auf die Soziologie unserer Entwicklung, durch diesen Sprung in der Entwicklung wird dafür sorgen das sich andere Formen von sozialer Missgunst und Neid entwickeln wird. Wir werden zu einem Tier getrieben von Gier und Macht...

Allein bei diesen Zeilen stockte Judy schon der Atem.

Sie blickte von der Akte auf und sah auf Jake und Leodor.

>>Das würde bedeuten das sie in der Lage wäre...<<

>>Ja so ist es.<< sagte Leodor knapp.

Der Blick von Judy war ungläubig. Das konnte einfach nicht sein. Dr Badger wäre in der Lage aus dem Destillat etwas zu schaffen was noch gefährlicher wäre als die ursprüngliche Variante.

>>Damit wäre noch mehr in Gefahr als vorher.<< sagte Jake.
Dann ging er um den Tisch herum an den Rechner. Dort griff er auf die Software zu und auf den Bereich für Personen und Einträge.

Seine Suchanfrage, allerdings, blieb unbeantwortet.

>>Es gibt auch keine passende Adresse von Dr. Badger in den letzten zwei Jahren... Aber das kann nicht sein...<< griff sich Jake nachdenklich an sein Kinn.

>>Doch das kann durchaus sein, Officer Gatos.<<

Jake blickte auf und schaute Leodor fragend an.

>>Nun... wenn sie der Suche zugrunde legen das nur Meldungen beim Einwohnermeldeamt erfasst werden wenn es sich um eine Eigentumswohnung, Apartment oder ein Objekt zur Miete handelt dann ja. Dann werden sie nicht unbedingt etwas finden. Sie müssen bedenken das es Wohnraum gibt der nicht offiziell gemeldet und erfasst wird.<<

Jake blickte verdutzt auf Leodor konnte sich aber keinen Reim darauf machen. Doch Judy verstand was er meinte.

>>Ich weis was er meint, Jake.<< sagte Judy und ging um den Schreibtisch herum an den PC.

>>Wenn wir also davon ausgehen das die gesuchte Person weder in einem Apartment, noch in einer Eigentumswohnung oder Objekt zur Miete wohnt bleiben noch folgende Optionen...<<

Judy klickte auf die Optionen für erweiterte Suche und führt die Anfrage online durch. Dort stellte sie auch die Anfrage an alle Wohnheime und Universitäten.

Kaum das die Suche begann gab es schon einen Treffer.

>>Na bitte. Das Wohnheim der Uni im Zentrum. Verwaltungsdistrikt.<<

>>Sehr brillant Miss Hopps. Sie sind nicht ohne Grund die Jahrgangs Beste gewesen!<< führte Leodor aus.

>>Danke Mister Lionheart. Allerdings wirft sich mir eine Frage auf...<<

>>Dann fragen sie doch, Judy.<<

Jake legte seinen Kopf schief und schaute auf die beiden.

>>Das war keine Ahnung oder? Sie wussten das Dr Badger nicht in einer üblichen Wohnung wohnt oder?<<

Leodor blickte aus dem Fenster und nickte dann.

>>Ja...<< entgegnete er leise.

>>Warum dann das Versteckspiel?<<

>>Ganz einfach, Judy. Ich befürchte es gibt nur eine Person der hinter Dr. Badger als auch hinter Lucille Steamwater hinterher sein kann...

Judy legte ihren Kopf schief und stemmte die Pfoten in Ihre Seiten.

Nick traf es wie ein Schlag in die Nieren.
Kaum das es ihm wirklich bewusst geworden war drehte er schlagartig um und sprintete ins Archiv zurück.

Er rannte so schnell er konnte.

>>Nun Leodor... Wer ist hinter den beiden her?<< fragte Judy eindringlicher.

Nick rannte und erreichte das Archiv. Er riss die Tür auf und rannte hinein. Del Gato stand noch da und schaute in seine Akten. Erschrocken durch Nick`s auftauchen und sein schnelles betreten des Raumes fuhr er herum.

>>Nick?!<<

>>Geben sie mir... Alle Akten in denen der Name...<<

>>Ich bin mir sicher das es sich um...<<



Mike Darkclaw!



Kapitel 26








Der Regen prasselte auf die die Marschlande hernieder. Unerbittlich ging dies schon seid drei Tagen. Es war nicht selten das ein Regenguss solang anhielt. Und obgleich die Marschländer daran gewöhnt sein müssten so stellte dieser lang anhaltende Regen doch gewisse Probleme dar.

Der junge Panther saß am Fenster und starrte nach draußen. Für ihn war es magisches Spiel der Natur was da geschah.

„Komm doch rüber, mein Engel.“ sagte eine sanfte und freundliche Frauen stimme zu dem Jungen.
Er drehte sich um und schaute auf die Frau. Dann nickte er und löste sich von dem Fenster und dem magischen Anblick der Natur. Er ging hinüber zu der Frau und richtete seinen Blick nach oben auf Ihr Gesicht. Ihre sanften Züge wurden von Ihrem lächeln um spielt. Ihr in orange getauchtes Fell mit den schwarzen Streifen rundeten den Anblick der jungen Tiegerin ab.
Sie lächelte sanft und gleichsam stark. Für Ihn war Sie der Ruhepol den er so dringend brauchte.

„Darf ich nachher noch etwas nach draußen?“ fragte der Junge.
Die Frau überlegte einen Moment lang doch dann nickte sie. Sie bestätigte Ihre Entscheidung mit den Worten: „Ja das darfst du. Aber du bist bitte zum Abendessen wieder da. Ich habe eine Überraschung für dich.“ Und wieder lächelte die Frau sanft. Ihr freundliches Wesen und Ihre Ausstrahlung ließen jeden Zweifel und auch jedes Gefühl von Einsamkeit sofort verschwinden.

Der Junge nickte eifrig und begann sanft zu lächeln. Eine Sache die er mit ihr teilen wollte.

„Und nun komm. Deine Suppe wird sonst kalt!“ sagte die Frau.

So setzte sich der Junge an den Esstisch und aß die Suppe. Auch wenn sie nicht viel hatten so teilten sie alles mit einander. Kaum das der Junge zu essen begann wurde die Wohnungstür von außen geöffnet.

„Hallo, gute Frau.“ sagte der stattliche Tiger und ging auf Sie zu. Er legte einen Arm um sie küsste Sie zärtlich.
Erneut lächelte sie und erwiderte seine Zuneigung. Dann wendete er seinen Blick auf den Jungen. Immer noch war er damit beschäftigt die Suppe zu essen.
„Hallo mein großer!“ sagte der Tiger.
„Hallo Papa.“ erwiderte er.
Auch wenn es dem Jungen bewusst war das es nicht seine richtige Familie sein konnte, spielte es dennoch keine Rolle für ihn.
Der Vater und Ehemann setzte sich also mit an den Tisch.

„Und wie lief es heute?“
„Nun recht gut. Wir haben einen guten Fang machen können. Daher habe ich auch etwas von der Tages-beute mit gebracht.“

So deutete er auf den Korb. Der Geruch von Fang frischem Fisch drang aus dem Korb und umspielte langsam aber merklich die Nasen der Anwesenden.
„Hmmmm.“ entfuhr es der Mutter und ihrem Ziehsohn.
„Das riecht richtig gut! Da werde ich uns etwas feines machen.“

Die Mutter erhob sich und nahm den Korb mit an den Tisch. Dann begann sie diesen zu verarbeiten.

„So. Danke für das Essen! Ich geh noch etwas raus!“
„Sei aber pünktlich zum Essen da!“
„Mach ich! Bis später!“

Und mit diesen Worten stürmte er nach draußen. Noch immer regnete es. Aber die Tropfen fühlten sich angenehm auf seinem Fell an. Sie waren leicht warm und die Sonne drang durch einige Teile der Wolkendecke und gleichsam durch das gelichtete Baldachin des Waldes.

Er streckte seinen Kopf soweit er konnte der Sonne entgegen. Wohlig warm trafen die Strahlen auf seinen Kopf und ein leichtes knurren entfuhr seiner Kehle.

„Und nun auf zu Tommy!“ mit diesen Worten stürmte er zum Haus der Darkfurs. Er und Tommy waren schon gute Freunde geworden. So gesehen ist Tommy auch der einzige Freund von Ihm. Doch das hat ihn nie viel gestört. Dafür wusste er das er sich auf ihn verlassen konnte. Die beiden waren nahezu jeden Tag gemeinsam unterwegs gewesen. Es war so das nichts sie trennen konnte.

Der Junge lief so schnell Ihn seinen Beine tragen konnten. Schließlich bog er in eine Gasse ein und stand vor dem Haus der Darkfurs.
Es war nicht das erstmal das er vor Ihrer Tür stand.
Die beiden Familien waren auch so schon gute Freunde. Tommys Mutter arbeitete mit seinem Vater zusammen in der selben Firma.

So trat er an die Tür heran und Klopfte.

Kurz darauf öffnete die Mutter von Tommy, Lisa, die Tür.



Kapitel 27








„Mike Darkclaw?“ fragte Judy Leodor.
„Diesen Namen habe ich noch nie in irgendeinem Zusammenhang gehört. Was wissen wir über ihn?“

Leodor ging in sich und überlegte einen kurzen Augenblick lang.

„Was wir über Darkclaw wissen ist sehr begrenzt. Man kann sagen das er ein Phantom ist.“
Judy blickte auf Lionheart und wollte zu einer Frage ausholen.

Nachdem Nick alle Akten bekommen hatte stürmte er aus dem Archiv und rannte so schnell er konnte nach oben zum neuen Büro.
Dort angekommen stieß er die Tür auf und blieb im Türrahmen stehen. Alle Anwesenden waren schier überrascht über das Auftreten von Nick.

„Ich habe es! Es kann nur Mike Darkclaw sein. Das berüchtigste Phantom der Polizeiakten in den letzten sieben Jahren!“ Nick musste bei einigen Worten nach Luft schnappen damit er nicht in Ohnmacht fiel.

„Und wie kommst du darauf?“ frage Judy aufgeregt. Denn es schien tatsächlich die Behauptung von Leodor Lionheart zu bestätigen.
Könnte sie diese Entdeckung auf die richtige Fährte führen?

„Also gut. Ich wurde das Gefühl nicht los das ich den Namen Steamwater schon einmal im Zusammenhang mit etwas ähnlichem gehört hatte. Und ich hatte Recht damit! Und dann traf es mich wie einen Schlag.“ sagte Nick. Dann zog er eine Akte aus dem Stapel und zeigte Sie hoch. Es war die Akte von Dr. Badger.

„Aber ich verstehe nicht ganz, Nick. Wieso die Akte von Dr. Badger.“

Nick grinste und schlug die Akte auf. „Hier lies!“

Judy nahm die Akte entgegen und begann zu lesen.

„Fallakte vom 21.09.2011. Um 19:39 Uhr wurde die Notrufzentrale alarmiert. Der Anruf kam von einem Forscher an der Universität im Verwaltungsdistrikt. Der Anrufer meldete das es einen Unfall im Labor gegeben habe. Als die Rettungskräfte und Polizei vor Ort ankamen konnten Sie sehen wie die Flammen aus den Scheiben schlugen. Das Feuer war schnell unter Kontrolle. Es wurden noch zwei weitere Personen aus dem Flammenmeer gerettet.“

Judy's Gesichtszüge erstarrten fast als Sie die Namen las.

„ … Dr. Badger und Mike Darkclaw...“

Für einen überwältigenden Augenblick herrschte totale Stille im Raum. Die gesagten Worte mussten erst Sacken. Es war unglaublich gewesen was dieses Akte aussagte. Damit hatte Nick den Beweis gefunden das Mike Darkclaw und Dr. Badger sich näher kennen mussten. Es gab kaum einen Zweifel daran.

„Aber das ist noch nicht alles.“ sagte Nick.

„Lies die nächste Seite.“

Judy blätterte die Seite der Akte um und las erneut.

„Auszug aus dem Personenregister der Universität im Verwaltungsdistrikt. Angestellte Dr. Badger Forscherin, derzeitiges Projekt: Genetische Veränderungen durch Sozialisierung der Gesellschaft. Angestellter Mike Darkclaw... Forschungsassistent von Dr. Badger....“

„Und nun schau dir diese Akte an.“ Nick reichte Judy die Akte. Diese war schon mit einem externen Band gesichert da sich die Dokumente darin schon stapelten.

„Subjekt: Mike Darkclaw. Fallakte vom 01.02.2012 – Fahndung wegen Körperverletzung. Fallakte vom 02.02.2012 Fahndung und Haftbefehl für Mike Darkclaw wegen Bankraubs und versuchten Mord. Fallakte vom 10.02.2012 Gesucht: Mike Darkclaw wegen Mord an einem Wissenschaftler...“

Judy musste erneut die Akte beiseite legen. Für alle Beteiligten war klar das diese Entdeckung noch viel größere Kreise ziehen würde. Das ganze Ausmaß von Darkclaws Fähigkeiten lag vollkommen im Dunkeln. Keiner konnte auch nur im Ansatz erahnen was für Tricks er noch in Petto haben würde. Nur eines war mit Bestimmtheit klar. Sollte Darkclaw in die Sache verwickelt sein dann hätten sie es mit einem Übermächtigen Feind zu tun – einem Feind der zu allem Fähig wäre.

„Und das geht munter so weiter. Die Akte von Darkclaw ist, wie ihr seht, nicht gerade zurückhaltend. Im Gegenteil – Darkclaw ist einer mit dem will man nicht mal auf dem selben Stück Land sein.“

Judy nickt bei den Worten Ihres Partners.

„Jedoch wissen wir nicht wo er sich aktuell aufhält. Leider haben wir keine heiße Spur zu ihm.“ sagte Judy.

„Ich denke das wir ihn finden werden wenn wir der Spur von Dr. Badger folgen. Es ist zwar nur eine Vermutung doch ich denke es ist, zumindest jetzt, unsere beste Spur.“

„Das kann gut sein. Jedoch haben wir, bei ihr, auch keinen guten Ansatz.“ warf Gatos ein.

„Doch den haben wir.“ erwiderte Nick.

„Du weist wo man Dr. Badger finden kann?“

„Nun nicht Dr. Badger – aber Miss Steamwater ihre zweite Forschungsassistentin.“

„Wie konntest du sie finden?“ fragte Judy.

„Ganz einfach. Ich kenne Sie von früher. Wir waren mal befreundet.“ sagte Nick trocken.

„Ihr wart befreundet?“ fuhr Judy herum.

„Ja. Wir wohnten eine Zeit lang gegenüber von einander. Eines Abends kam Sie zu mir. Sie war vollkommen fertig. Ihr Exfreund soll hinter ihr her gewesen sein. Ich glaubte Ihr da sie ziemlich übel aussah. Und da ich gewisse Beziehung hatte brachte ich sie weg von dort. Ich versorgte ihr also eine neue Bleibe.“

„Dann kennst du also die Adresse noch?“

„Ja. In den Canyonlands. 174. Straße und Main. In einem kleinen Apartment in einem Haus hinter der Hauptstraße. Ein guter und vertrauenswürdiger Ort wenn man unterkommen muss aber nicht gefunden werden soll oder will.“ mit diesen Worten senkte Nick seinen Kopf.

Judy ging einige Schritte nach vorn und legte Ihre Pfote auf seinen linken Arm.

„Du bist nicht mehr allein.“ sagte sie leise und sanft.

Schlagartig schaute er auf und lächelte dann sanft.


Zeig Ihnen nie das du verletzlich bist...





Kapitel 28








Ellian hetzte über die Straße und hinein in eine Seitengasse. Erneut hatte er es aus dem Blickfeld der Gesetzeshüter geschafft. Als Ellian auf die Szene zurück blickte fragte er sich wie eine Bombe an die Bahn kommen konnte. Oder war es gar keine Bombe? Hat jemand auf mich geschossen?

Ihm gingen hunderte Gedanken immer wieder im Kopf herum. Es war schieres Glück das es keine Nennenswert verletzten gab.

Könnte Miky in der nähe sein?

Ellian ging in sich. So vieles hatte er von Tim gelernt. Nicht zuletzt bei diesem Einsatz. Auch wenn er nun schon seid Jahren andauert. Es war nicht so als wenn es groß eine Wahl gegeben hätte. Nachdem er und Tim so hineingezogen wurden konnten Sie nur weiter machen. Auch wenn einer von beiden jäh abtreten musste. Und in diesem Falle war Ellian der Verbliebene von beiden.

Dann erblickte er endlich den Übeltäter. Auf einem Dach eines Industriegebäudes stand eine vermummte Person. In seiner Hand hielt er einen Zünder. Damit hatte er die Bahn dem Erdboden gleich gemacht.
Erneut kochten die Gedanken hoch. Doch er hatte nicht viel Zeit zu überlegen und so rannte Ellian los. Hin zu dem Gebäude auf dem der Unbekannte stand.

Das Gebäude lag gerade eine Querstraßen entfernt von dem Standpunkt der Bahn. Als Ellian das Grundstück erreicht hatte sah er ein Loch im Maschendrahtzaun und stieg hindurch. Am Rolltor des Hauptgebäudes war ein Schild angebracht:

Zu Verkaufen

Ellian setzte seinen Weg hin zur Tür des Rolltores fort. Er drehte den Griff der Tür und öffnete diese. Er griff in sein Jacket und holte seine 9mm heraus. Er zielte und ging langsam in den Raum hinein. Es war dunkel darin und nur das fahle Licht was es durch die verdreckten Oberlichter schaffte fiel hinein.

Er war über die Schwelle des Tores getreten und stand mit dem Rücken zum Rolltor in diesem Gebäude. Er schaute sich um. An sich war der Raum leer. Es standen hier und da einige Kisten und Fässer herum. Langsam bewegte er sich weiter nach vorn. In der Mitte der Halle gab es eine Treppe die nach oben führte. Zu einem kleineren Büro und auch zu einem Zugang zum Dach.

Die 9mm im Schlag griff er in seine Tasche und zog seine kleine Taschenlampe heraus. Er schaltete sie an und legte seine Waffen auf seinem Pfoten-rücken ab. Gleichsam leuchtete er stets in die Richtung in die er zielte. Ellian ging weiter an einige Fässern vorbei.
Als er einen weiteren Schritt nach vorn tat fiel eines der Fässer von einem anderen herunter. Der Lärm in der Halle war Ohrenbetäubend. Ellian schaute flink in die Richtung aus der der Lärm kam und war bereit abzudrücken. Aber lediglich war das Fass nach unten gefallen weil es schief auf den anderen Stand. So wie die übrigen Fässer an dieser Stelle.

Dann blickte Ellian nach oben und leuchtete auf das kleine Büro. Dort trafen sich die Blicke der beiden. Die vermummte Gestalt stand oben hatte auch Ihre Waffe im Anschlag. Als sich die Blicke trafen drückten beide instinktiv ab. Der Schuss der Gestalt lies das Fenster direkt vor ihm in sich zusammen fallen. Dann schoss die Kugel nach unten in Richtung Ellian. Die Kugel von Ellian wiederum Befand sich parallel zu der Flugbahn der andere.

Beide Schützen waren gut genug um sich nach dem sie den Schuss abgegeben hatten sich aus der Bahn warfen. Die Kugel der Gestalt prallte unten auf einige Fässer und durchsiebte zwei von Ihnen. Die Kugel von Ellian wiederum traf einen Bildschirm der an der Wand hing. Das Display des Bildschirmes sprang und flogen einige Funken.
Der vermummte Schütze stieß die Tür auf und rannte aus dem kleinen Büro die Treppe hinunter. Als er unten angekommen war, war Ellian allerdings nirgends zu sehen. Er blickte sich um und suchte den ganzen Raum ab. Langsam machte er einen Schritt nach vorn. Nichts zu sehen.

Und wieder tat er einen Schritt. Stets darauf bedacht Ellian zu erst zu sehen. Aber wieder nichts. Er machte einen weiteren Schritt und gerade als er nach links blickte drückte Ellian der Gestalt seine Waffe an den Kopf.

>>Schön ruhig bleiben...<< sagte Ellian bestimmt.

Die Gestalt verharrte und wartete was nun passieren würde.

>>So. Und nun gib mir deine Waffe.<< sagte Ellian ruhig und bestimmt.
Die Gestalt zögerte nahm dann aber seine Arme nach unten. Sie drehte sich langsam zu Ellian um doch dann schlug Sie gegen die Waffe von ihm.

Als der Schlag die Waffe von Ellian traf lies er sich sofort nach hinten fallen.
Der Angreifer sprang etwas zurück und landete mit dem Rücken zu einigen Kisten.
Er riss seine Arme hoch und legte an. Er hatte Ellian im Visier und drückte ab.
Die Kugel wurde aus dem Lauf katapuliterte und schoss auf ihn zu.
Ellian landete auf dem Boden und im gleichen Augenblick lies der Angreifer die Waffe fallen.

Der Schütze blickte an sich nach unten. Ein Butterflymesser steckte in seinem Bauch und er konnte spüren wie Blut aus der Wunde lief.

Der Wurf von Ellian mit dem Messer war meisterlich und er wusste das er keinerlei Antworten von diesem Subjekt mehr erwarten kann. Tatsächlich hatte das Messer von Ellian seinem Angreifer eine tödliche Wunde beigebracht. Sekunden nach dem der Angreifer dies gemerkt hatte erlag er schon seiner Verletzung.

Ellian erhob sich langsam und griff nach seiner Beretta die neben ihm auf dem Boden lag.
Er sicherte den Raum und ging dann auf den Angreifer zu. Er durchsuchte seine Taschen und nahm ihm schließlich die Maske ab. Lediglich ein Smartphone konnte er finden.
Darauf war eine Nachricht. Sonst war das Telefon leer.



   
    Begib dich heute zum Verwaltungsdistrikt. Dort an der 41. Straße Downtown
     und Ecke Pessadilan fährt die Linie 14. Die Bombe wurde schon angebracht.
    Warte bis die Bahn steht und lass sie hoch gehen.
    Der Lokalpolitiker Steven Donnowalt wird in der Bahn sein. Töte Ihn.

Diese Nachricht war alles war er finden konnte. Leider war die Nummer unterdrückt worden. Aber Ellian gab nicht auf. Er steckte das Telefon in einen Beutel und verschloss diesen.

Ellian ging auf den Angreifer zu und kniete sich von ihm hin. Dann entfernte er sein Messer aus diesem und wischte es sauber. Er steckte es wieder in seine Tasche und erhob sich. Leider konnte er hier nichts weiter in Erfahrung bringen. Aber er hatte immer noch ein Ziel vor Augen.

Darkclaw war am Rande des Saharabezirk's gesehen wurden.

Es musste etwas wichtiges sein und so verließ er das Gebäude in Richtung der Straße. Die Bahn brannte immer noch aber von weitem konnte er schon die Feuerwehr und andere Rettungskräfte herannahen hören.

Zeit mich abzusetzen... dachte Ellian.

Schnellen Schrittes verließ er die Szenerie und machte sich auf den Weg in Richtung seines Zieles.




Kapitel 29







Darkclaw hatte den Auftrag an diese Person ausgegeben. Da war sich Ellian sicher. Er ging in sich und überlegte.

Ein weiterer Lokalpolitiker... Steven Donnowalt...
Aber Donnowalt war doch gar nicht in der Bahn...
Doch wenn er nicht dort war... Wo könnte er dann sein?

Ellian griff in seine Tasche und zog sein Smartphone hervor.
Er entriegelte es und tippte auf seinen Kontakt. Vlad.
Es klingelte und dann meldete er sich mit seiner kratzigen Stimme.

>>Vlad... Wo befindet sich der Lokalpolitiker Steven Donnowalt?<<
>>Ich höre mich um. Bis gleich.<<

Vlad wusste um die Dringlichkeit von Ellians Anruf.
Er legte sein Smartphone auf den Tisch und sprach zu den anderen.

>>Wir suchen den Lokalpolitiker Steven Donnowalt. Er dürfte das Ziel von Darkclaw sein.<<

Nachdem er diese Anfrage gestellt hatte meldete sich eine Frauenstimme durch eine Sprechanlage.

>>Wir sind auf der Suche nach Steven Donnowalt. Einen Moment!<<

Die Augenblicke vergingen. Jedem in diesem Raum war klar das Donnowalt in großer Gefahr war und umgehend gefunden werden musste.



Währenddessen ging beim ZPD Revier 2 Sahara Square ein Notruf ein. Eine sehr aufgewühlte Frauenstimme sprach mit dem Beamten am Telefon und berichtete von dem Toten Adrian Whitefur der in seiner Wohnung lag.

Das Revier 2 schickte daraufhin eine Streife zum Tatort.
Der Notruf ging um 11:34 Uhr auf dem Revier 2 ein.


Ellian wartete nach wie vor auf den Anruf von Vlad der die Position oder exakten Aufenthaltsort von Donnowalt heraus finden sollte.

Vlad hingegen war aufgeregt. Die Anfrage dauerte länger als üblich und die Zeit war nicht sein Verbündeter gewesen.

>>Warum dauert das so lange?<< fragte er mit seinem gebrochenem Akzent.
>>Einen Augenblick, bitte. Wir haben es gleich. Wir müssen uns in die persönlichen Kalender und Informationen von Herrn Donnowalt hacken.<<

>>Dann macht schneller kann doch nicht sein das es so lange dauert!<<

Vlad begann damit an seinem Stuhl auf und abzugehen. Gleichsam beobachteten die anderen Vlad sehr aufmerksam. Jeder wusste was auf dem Spiel Stand. Auch wenn die Motive und Hintergründe noch unklar waren. Aber jeder Mord der verhindert werden konnte war es wert alles zu geben.

Und dann meldete sich die Frauenstimme wieder zu Wort.

>>Wir haben es Sir.<<
>>Gut dann raus mit der Sprache!<<
>>Steven Donnowalt hat jetzt gerade einen Termin mit dem Bürgermeister.<<
>>Wo verdammt?<< entfuhr es Vlad harsch.
>>Im Zoopalace. Ecke 32. und North.<<

Vlad griff sofort zu seinem Telefon und wählte Ellian an.

Ellian hatte sich derweil auf den Bordstein gesetzt und wartete ab bis er eine Rückmeldung von Vlad erhalten würde. Auch für Ihn war es wie eine Ewigkeit. Doch diese schiere Ewigkeit wurde jäh von dem Surren seines Smartphones unterbrochen.

>>E. , hier ist Vlad. Die Zielperson ist im Zoopalace mit dem  Bürgermeister.<<
>>Alles klar. Danke Vlad!<<
>>Beeil dich, E.<<

Dann legte Ellian auf und steckte sein Smartphone weg.

Wenn es schon hier einen Attentäter gab dann wird Darkclaw sicher noch einen haben...
Ich muss verdammt schnell zum Zoopalace...

Ellian blickte sich um. Nirgends gab es etwas was ihm nun helfen konnte. Nichts. Es gab zwar eine Unmenge an Autos aber alle verschlossen. Doch dann kam ein Motorradfahrer vorbei. Er rannte auf die Straße und stoppte so den Fahrer.

>>Hey so pass doch auf!<< schrie der Fahrer durch seinen Helm.
>>Keine Zeit für Erklärungen!<< Ellian griff in seine Tasche und zog eine kleine Tasche heraus.
Er klappte sie auf und zeigte dem Fahrer seinen Ausweis und Marke.

>>Woah! Was geht'n hier ab?!<<
>>Steigen Sie von der Maschine sie ist beschlagnahmt!<<
>>Ruhig bleiben Alter!<< entgegnete der Fahrer.


In diesem Augenblick näherte sich von hinten ein Streifenwagen des Revier 2. Sie sahen den Vorgang und hielten neben Ellian an.

>>Gibt es Probleme?<< fragte der Officer am Steuer, Ellian und den Biker.
>>Ja... dieser Irre will meine Maschine beschlagnahmen!<<
>>Warum wollen Sie die Maschine beschlagnahmen?<<
>>Ich habe keine Zeit für diese Spielchen...<<

Dann griff sich Ellian den Fahrer der Maschine und zerrte ihn herunter. Das Bike lief noch und mit einem Satz war er am Steuer. Dann zog er das Gas durch und brauste los. Die beiden Polizisten und der eigentliche Inhaber der Maschine konnte gar nicht so schnell reagieren wie Ellian davon gefahren war.

Dann gab der Officer am Steuer Gas und sein Beifahrer machte das Blaulicht an. Erneut war also Ellian auf der Flucht vor dem was er beschützen wollte. Doch gab es für Ihn in diesem Moment einfach keine andere Option. Seine Gedanken waren dabei was passiere konnte. Vor allem wenn der Bürgermeister noch dabei war. Er durfte unter keinen Umständen verletzt werden. Vlad hatte sich da immer schon sehr präzise ausgedrückt.

Mit 210 km/h Spitze jagte Ellian über die Alleen. Der ZDR wäre zwar schneller gewesen doch er konnte von dort aus den Zoopalace nicht erreichen. Also blieb ihm nur die Fahrt durch die ganze Stadt und seinen Verkehr um so schnell wie es geht dort hin zu kommen und das schlimmste vielleicht noch zu verhindern.
Die Uhr an seinem Arm zeigte nun 12:52 Uhr an.

Ellian überfuhr so einige rote Ampeln und ging so einigen Unfällen nur knapp aus dem Weg. An einer weiteren Kreuzung, allerdings, machte er eine weitere Streife auf sich Aufmerksam. Der Funkspruch aus dem Revier 1 ging gerade durch als Ellian mit dem Bike an den beiden vorbei fetzte.

>>Hey... Mc Horn... Das war doch der auf dem Bike der gerade in dem Funkspruch erwähnt wurde... <<
>>Dann nichts wie hinter her.<<
>>Hier Wagen 4. Officer Wolfheart. Wir haben den Verdächtigen gesehen und nehmen die Verfolgung auf. Wir befinden uns auf der 67. Straße in Richtung Norden.<<
>>Verstanden, Wagen 4.<<

Mc Horn jagte Ellian hinter her und dieser wiederum konnte die Sirenen hinter sich hören. Doch davon konnte er sich nicht aufhalten lassen. Es war viel wichtiger das er schlimmeres verhinderte.
Und dann näherten sie sich wieder eine großen Kreuzung. Diesmal mit der 66. Straße. Die Zufahrtsstraße zum ZDR-Drive.

>>Greg... wir sollten dringend durchgeben das die Ampeln rot geschalten werden.<<
>>Richtig. Mach das.<<
>>Hier Officer Wolfheart. Bitte alle Ampeln auf der 67. Straße in Richtung Norden auf Rot schalten. Die Verfolgungsjagd wird heftiger.<<
>>Verstanden Officer Wolfheart. Weitere Verstärkung wird bereitgestellt.<<
>>Verstanden!<<




So hing Wolfheart das Funkgerät wieder ein.

>>Gut. Wir bekommen weitere Verstärkung um dem hier ein Ende zu machen.<<
>>Klingt gut. Das Bike hat verdammt viel PS.<<

Und dann passierten Ellian und seine Häscher die Große Kreuzung an der 66. & 67. Straße, im Herzen von Zoomaina. Alles Stand und auf einmal fetzte ein Motorad über die Kreuzung dicht gefolgt von zwei Streifenwagen. Die Passanten und anderen Verkehrsteilnehmer waren sichtlich geschockt.

Weiter ging die Verfolgungsjagd durch das Herz von Zoomaina. Bei diesem Tempo würde Ellian zwar innerhalb von zehn Minuten dort sein aber er musste noch seine Verfolger los werden.


Währenddessen saß der Bürgermeister mit einigen Beamten aus dem Rathaus zusammen zu Tisch. Unter Ihnen war auch der Lokalpolitiker Steven Donnowalt.

Darkclaw hingegen befand sich abseits der Show. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte er sich in ein Hotelzimmer geschlichen und von dort aus wollte er zusehen. Er machte sich diesmal nicht selbst die Hände dreckig.
Mike lachte als er daran denken musste das Ellian sich abmühte ihn auf halten zu wollen. Er war auf der einen Seite so nah. Aber auf der andere so unglaublich weit von ihm entfernt. Es würde alles andere als einfach für ihn sein. Nein mehr noch genoss er dieses kleine Spiel mit Whitepaw.

Er setzte sich in den Sessel den er zum Fenster gedreht hatte und lehnte sich zurück.

Die Show sollte bald beginnen.

Währenddessen war der Mann von Darkclaw schon in Position gegangen. Er hielt geradewegs auf den Tisch das Bürgermeisters zu.

>>Darf ich den Herren und Damen noch etwas bringen?<< fragte er freundlich.
>>Danke, ich würde noch ein Wasser nehmen.<< sagte Donnowalt.
>>Ich würde mich dem anschließen.<< sagte der Bürgermeister Braveheart.

Der Kellner nickte und ging wieder vom Tisch weg als die anderen nichts weiter benötigten.
Er ging schnurstracks in die Küche und holte eine Flasche Wasser und zwei große Gläser heraus.
Er schenkte beiden ordentlich ein. Als dies getan war und die Flasche mit Wasser wieder verstaut war griff der Kellner in seine Tasche und holte ein kleines Fläschchen heraus. Dann träufelte er den gesamten Inhalt in das zweite Glas von links.

Die Gläser stellte er danach schön säuberlich auf das Tablett und ging damit nach draußen in den Gastraum.

Ellian raste mit über 230 km/h auf der 67. Straße in Richtung Norden. Die Streifenwagen des ZPD waren direkt hinter ihm. Doch auch weitere Verstärkung war angekündigt wurden. Und so kam es auch. An der Kreuzung mit der 55. Straße stand eine Straßensperre. Ellian sah dies und hatte nur wenige Optionen aus der Sache heraus zu kommen. Aber eine war waghalsiger als die andere. Doch dann kam ihm die entsprechende Idee. Vor der Kreuzung mit der 55. Straße gab es noch eine kleine Seitengasse. Diese war auch an die 55. Straße angebunden.
Ellian hatte noch knappe 200 Meter bis er die entsprechende Kreuzung erreichen würde.

Er zog nochmals hart durch und beschleunigte weiter.

>>Was macht der jetzt?!<< fragte Wolfheart so derartig entsetzt das ihm fast die Mütze herunter geflogen wäre.

>>Beim besten Willen, David. Ich habe keine Ahnung.<<

Ellian raste auf die Kreuzung und die Straßensperre zu. Alle Beamten an der Sperre wurde mulmig zu mute. Sollte er versuchen durch die Sperre zu Breschen?
War das seine Entscheidung?

Und als die Beamten dabei waren die Stellung zu Räumen bremste er abrupt und verschwand in der Seitengasse.
Wolfheart hatte es fast vom Sitz gedroschen als er diese Aktion gesehen hatte. Mc Horn hatte alle Pfoten voll zu tun den Wagen zu bremsen um noch die Kurve zu bekommen.

>>Hey... Greg! Das wird eng!<<
>>Ich weis...<< sties er aus während er das Pedal der Bremse schon fast durch den Boden das Wagens zu drücken schien.

Kurz vor der Sperre konnte Mc Horn den Wagen allerdings zum stehen bringen.
Jedoch war Ellian durch die Sperre geschlüpft und über einige Seitenstraßen weiter vorn wieder auf die 67. Straße gebogen. Dort fetzte er weiter in Richtung Norden zum Zoopalace. Von weiten konnte er das große Bauwerk schon erblicken. Bei der Geschwindigkeit und wenn nichts weiter dazwischen käme sollte er in weniger als zwei Minuten vor Ort sein.

Angestachelt von dieser Möglichkeit zog er das Gas weiter durch und der Drehzahlmesser schoss auf 8.000 Umdrehungen nach oben. Der Tacho gab nochmal etwas nach und nun war bei 245 km/h angekommen.

Er bretterte die 67. Straße hinauf und lies eine Kreuzung nach der anderen hinter sich. Mit jedem Augenblick der verging kam er seinem Ziel immer näher.

Zur gleichen Zeit im Zoopalace näherte sich der Kellner dem Tisch des Bürgermeisters. Die beiden bestellten Gläser befanden sich noch auf dem Tablet und gleich sollte der Auftrag von Darkclaw erledigt sein.

Der Kellner erreichte den Tisch und stellte die beiden Gläser entsprechend dessen was er vorbereitet hatte den beiden Gästen hin. Das Vergiftete stellte er bei Donnowalt ab. Darkclaw hatte dafür gesorgt das es ein Gift war das nicht nach zu weisen sein würde. Alles würde so aussehen als wäre der Lokalpolitiker an einem plötzlichen einsetzenden Herzanfall gestorben.

Der Kellner nahm noch andere Bestellungen entgegen, drehte sich um und blickte direkt in den Lauf einer Beretta, 9mm.

Ellian stand vor dem Kellner und dieser fuhr erschrocken zusammen.
Die Gäste am Tisch hatten dies gleich bemerkt nach dem der Kellner ein erschrockenes quietschen von sich gegeben hatte.




>>Gut... Und nun reden wir.<<
>>Was ist hier los?!<< fragte Bürgermeister Braveheart entsetzt.
>>Es ist alles gut, Bürgermeister.<< Bitte gehen sie doch mit Ihren Gästen nach draußen.

Der Kellner starrte immer noch in den Lauf der Beretta von Ellian. Es gab sicherlich nichts was ihm an dieser Stelle noch unbehaglicher sein konnte.
Nach dem die Gäste raus waren fuhr er fort.

>>Wie solltest du Donnowalt aus dem Weg räumen?<< fragte Ellian kühl und berechnend.

Doch zu seinem Leidwesen schwieg der Kellner.

>>Gift im Wasser, hab ich recht?<<

Der Kellner schluckte und da war es klar.

>>Also hab ich recht gehabt...<<
>>Wo ist Darkclaw?<<

Doch wieder schwieg er.

>>Ich frage nicht nochmal!<< entfuhr es Ellian.

Der stattliche Tiger wurde so massiv eingeschüchtert das er auf das Nachbar-Hotel deutete.

>>Gut. Danke.<<

Ellian griff in seine Tasche und holte einen Kabelbinder heraus. Damit fesselte er den Kellner und rannte aus dem Gastraum. Draußen hatten sich die Beamten schon von einander verabschiedet. Bürgermeister Braveheart stand noch am Eingang aber Donnowalt war schon verschwunden.

Als Ellian die Straße betrat wurde er vom Bürgermeister aufgehalten.

>>Was war da drinnen los?!<<
>>Mr. Braveheart, Sir. Sie waren in Gefahr. Aber ich muss den Lokalpolitiker Steven Donnowalt finden. Wo ist er hin?<<

>>Nun er ist gerade in sein Auto gestiegen. Er wollte schon zur Stadthalle zurück.<<

Ellian konnte noch den Kopf des Ziegenbocks sehen wie er gerade im Wagen verschwand.

>>Verdammt!<< entfuhr Ellian und rannte sofort auf den PKW zu.

Donnowalt hatte gerade den Schlüssel in das Zündschloss und drehte diesen herum. Ellian hatte den Wagen fast erreicht als Darkclaws Rückversicherung eingriff.
Mit einem Schlag ging die Autobombe hoch und drückte Ellian zurück. Die Explosion war so heftig das er gegen ein anderes, parkendes Auto geschleudert worden war. Die Hintertür gab unter der auf Ihr einwirkenden Wucht nach und Ellian landte, zu seinem Glück, im Innenraum des Autos.

In seinem Kopf drehte sich alles und seine Ohren klingelten. Die Explosion war so heftig das viele Scheiben zu Bruch gingen. Viele Passanten schrien und rannten wild durcheinander. Von weiten konnte man schon die herannahenden Rettungskräfte hören.
ZPD, RTW und Feuerwehr waren schon auf den Weg zum Ort des Geschehens. Ellian hatte aller größte Mühe und Not wieder hoch zu kommen. Für Ihn waren die Sekunden nach der Explosion wie Minuten.

Bürgermeister Braveheart war entsetzt über diesen Wahnsinn und den Verlust seines Kollegen, Steven Donnowalt. Er war so schockiert das er sich die Pfoten vor das Gesicht hielt.

Darkclaw hingegen klopfte sich fast schon selbst auf die Schulter bei diesem Spektakel.
Als er sicher sein konnte das er sein Ziel erreicht hatte packte er sein Jacket wurf es über und verließ das Zimmer und das Hotel durch den Hinterausgang.

Ellian versuchte sich aufzusetzen doch das war nicht so einfach. Zu diesem Zeitpunkt näherten sich die Kräfte von Recht und Gerechtigkeit. Und zum gleichen Zeitpunkt traf ein schwarzer Van ein. Sie sahen Ellian und packten Ihn, zerrten ihn ins Auto und der Van schoss mit quietschenden Reifen davon.
Ellian der immer noch Probleme hatte überhaupt klar denken zu können realisierte das Darkclaw ihm erneut einen Schritt voraus gewesen war. Sein Ziel den Lokalpolitiker Donnowalt zu retten war ein Fehlschlag gewesen.

>>Liegen Sie ruhig, Ellian. Wir bekommen das hin.<< sagte eine sanfte und ruhige Stimme zu ihm.
Doch das war nicht mehr wichtig. Ellian driftete davon während die Ärztin an Board des Van versuchte ihn wieder zurück zu holen.

Darkclaw zog sein Smartphone und rief den Meister an.

>>Der Auftrag ist erledigt?<< fragte eine sehr kratzige Stimme.
>>Ja, Mein Meister.<< sagte Darkclaw kurz.
>>Das hast du gut gemacht...<<

Mit diesen Worten beendete er das Gespräch und Darkclaw steckte sein Telefon weg. Hinter ihm stand eine Straße in Flammen und die Hüter von Recht und Ordnung waren machtlos gewesen. Sie konnten lediglich noch die Trümmer beseitigen und versuchen so schnell es ging wieder Ordnung einkehren zu lassen. Doch zurück bleiben die schrecklichen Bilder seiner Taten an denen er sich so gern berauschte und maß.

Ein leichtes aber unübersehbares lächeln zieerte das Gesicht von Darkclaw als er sich vom Ort der Zerstörung entfernte.
Sein Meister war zufrieden mit seiner heutigen Arbeit. Aber Sie war nur der Anfang vom Ende der Stadt Zoomania.
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