Der finnische Wingman

von Serenty21
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
OC (Own Character) Sami Osala Samu Haber
04.05.2019
05.10.2019
40
100531
58
Alle Kapitel
260 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Moi!

Hach, ich sehe ihr habt das letzte Kapitel doch alle unbeschadet überstanden!  Manchmal frage ich mich, wie weit ich gehen kann, ehe ihr mich steinigt. Ich finde, das könnte man nun noch ein bisschen provozieren, ihr seid belastbar! Das freut mich sehr!

Aber im Ernst, muss ich jetzt erwähnen, dass es für den Wingman zum Zeitpunkt der NIPPELKLEMMEN zwei neue Sternchen gab! Was sagt das nun über euch aus? hmmm? Dass ich euch geil finde :P (Mir ist wohlbewusst, dass das nicht mit den Nippelrädchen zusammenhängen muss, aber mir gefällt die Vorstellung. Also lasst mich)  
Habt vielen Dank für euren Humor und eure Kommentare!

Sery




35.  Alles ist okay

Als Milla nach ihrem Lachanfall wieder fähig war, regelmäßig Sauerstoff in ihre malträtierten Lungen zu pumpen, richtete sie sich auf. Sie fühlte sich erschöpft, aber erleichtert. Der Glückshormonrausch hatte sie komplett umnebelt. Samu saß wartend vor ihr und rieb sich weiterhin die Nippel. Sie musste nochmal grinsen. „Das war kein Date. Du hast dich umsonst gequält“, sagte sie lächelnd. Bevor er etwas erwidern konnte, und sie sah ihm deutlich an, dass er Luft dazu holte, stand sie auf und umrundete den Tisch. Sie setzte sich seitlich auf seinen Schoß, wobei er sofort zurückrutschte, um ihr Platz zu machen. Ihre Arme schlangen sich um seinen Hals und er hielt sie an der Hüfte fest. Milde lächelnd blinzelte sie und sah ihm in die hellen, blauen Augen. „Danke“, flüsterte sie, weil ihr eng um die Brust wurde. Die Tatsache, dass er sie derart aus dem Selbstmitleidmodus herausreißen konnte, rührte sie. Heute hätte sie den ganzen Abend über ihren Vater gegrübelt, stattdessen hatte sie gelernt, was Sploshing ist und dass Samu keine Domina besuchen wird. Niemals.

Ihre Finger strichen über seinen warmen Nacken, was sein Schmunzeln verbreiterte. „Wieso tust du dir das an?“, grinste sie und fuhr ihm dann verspielt durch die Haare. Er seufzte ihr ins Gesicht. „Weil wir reden müssen und ich nicht weiß wie“, antwortete er auf einmal ernst. Das schiefe Grinsen blieb, doch es fiel ihm tatsächlich schwer es aufrecht zu erhalten. „Geht es um den Sex?“, wollte sie wissen und prompt nickte er. Diesmal war sie es, die tief seufzte. „Wir müssen über gar nichts reden. Wir sind immer noch wir“, sagte sie sanft und legte ihm ihre Hände an die Wangen. Samu wischte ihr mit den Fingern die verbliebenen Lachtränen fort. Eine Gänsehaut überrollte sie, die sie erstmal wegatmen musste.
Es war Wahnsinn, was er manchmal in ihr auslöste. Nichtsdestotrotz ahnte sie, weshalb er sich Sorgen machte. „Ich bin ein großes Mädchen. Ich weiß worum es geht. Ich habe dir schon gesagt, dass es in Ordnung ist. Ich kann damit umgehen. Wir sind uns nichts schuldig. Mir hat das Ganze gutgetan“, erklärte sie beruhigend. Seine Stirn zog sich verärgert in Falten und am liebsten hätte sie darüber gewischt. Er presste die Lippen grimmig aneinander. „Das ist nicht, was ich sagen will. Du musst wissen, dass ich...“, ihr Finger drückte mahnend gegen seinen Mund. Überrumpelt verstummte er. „Ehrlich. Sex ist genau das, was ich derzeit brauche. Ich bin mit allem anderen sowieso überfordert“, versuchte sie es erneut.

Seine Augen verengten sich und sie nahm ihren Finger weg, weil sie Angst hatte, dass er reinbiss. „Milla, das ist nicht, was ich versuche dir zu sagen. Wieso zum Teufel unterbrichst du mich immer?“, knurrte er. Sie musterte seine grimmige Miene, musste aber dennoch lächeln.
„Ich will, dass du weißt, was du mir bedeutest und dass keine Missverständnisse zwischen uns sind. Ich möchte nicht...“, wiederholte er und diesmal landete Millas ganze Hand auf seinem Gesicht. Er brummte sichtlich verärgert zwischen ihre Finger. „Samu hör auf. Lass es gut sein. Ich möchte jetzt nicht darüber reden. So viel beschäftigt mich und die Sache hier ist das Einzige, was mich über Wasser hält. Du musst überhaupt nichts erklären. Es ist alles okay“, murmelte sie ihm genauso verstimmt entgegen. Sie wollte wirklich nicht debattieren. Gerade eben hatte sie gefühlt, wie gut ihr diese Sache mit Samu tat. Sie konnte das jetzt nicht aufgeben, nur weil er dachte, sie wäre dem nicht gewachsen.

Bestimmt beugte sie sich nach unten und ehe er nochmal von vorne anfangen konnte, küsste sie ihn. Zuerst schien er überrascht, aber es dauerte keine zwei Herzschläge, bis er sie fester griff und an sich zog. Ihre Lippen fuhren über seine, die immer noch ein bisschen nach Cola schmeckten. Sie genoss es, wie er gegen ihre Zunge drängte und gleichzeitig mit den Fingern über ihre Taille höher kroch. Leidenschaftlich klammerte sie sich um seinen Hals und drückte sich an ihn. Umständlich hob sie ihr Bein über ihn hinweg, wobei sie den Kuss kurz unterbrechen musste. Als sie rittlings auf ihm saß, packte er sie und presste sie an sich. Sie konnte sich an diese stürmische Art gewöhnen, denn es ließ sämtliche anderen Gedanken in ihrem Kopf verpuffen. Da war nur Samu, der sich unglaublich gut unter ihr anfühlte und auf sie reagierte.

„Also doch versaute Sekretärinnen Fantasien und Sex im Büro?“, raunte sie ihm ins Ohr. Ein kleines Bisschen seltsam fühlte sie sich trotzdem. Diesmal lag keine laute Konzertnacht in einer Bar hinter ihr, und sie war vollkommen nüchtern. Seltsam, aber schön.
„Du hast überhaupt keine Ahnung“, nuschelte er zwischen zwei Küssen und sah sie flüchtig an. Wäre seine Hand nicht gerade wieder an ihren Hintern gewandert, hätte sie gedacht er klang verbittert.
Mit einem tiefen Laut, stand er ruckartig auf. Der Stuhl rollte dabei zurück und stieß gegen den nächsten Tisch. Samu setzte Milla vor sich zwischen dem Essen ab und nahm ihr Gesicht in seine Hände. Seine Nase rieb sanft über ihre und sein Blick ließ sie innehalten. Dunkel, lustverhangen und unsicher. Was genau in ihm alles vorging, wusste sie nicht, doch sie konzentrierte sich auf das Offensichtlichste und zog ihn am Hosenbund näher zu sich zwischen ihre Beine. Seine nächsten Küsse waren diesmal langsam und zärtlich. Er ließ sich Zeit, sie um den Verstand zu bringen und sie kostete seine Nähe aus. Er griff an ihre Taille und zerrte die Bluse aus der Hose. Gleichzeitig öffnete sie den Knopf des Blazers. Während er sich den fettverschmierten Sweater über den Kopf zog und mit zerzauster Frisur vor ihr stand, warf sie ihre Jacke fort.

Er war sofort wieder bei ihr und umfasste ihre Brüste. Das Gefühl ließ ihren Kopf zurücksinken und leise aufseufzen. Er küsste sich darauf ihren Hals entlang, löste dieses besondere Kribbeln aus, das mehr versprach. Die hohen Schuhe streifte sie hinter seinem Rücken ab, weshalb sie klappernd zu Boden fielen. Sex im Büro war nicht wirklich eine Option für sie gewesen, erwies sich aber als überaus reizvoll. Sie konnte nur so gelassen bleiben, weil sie wusste, dass niemand um die Uhrzeit herkommen würde.
Seine Lippen, die stetig über ihre erhitzte Haut strichen, jagten ihren Puls nach oben. Eine Hand lag auf ihrem Oberschenkel und drückte fest zu, was einen erneuten Schauer in ihr auslöste. Vergessen war der Stress des Tages und die Angst vor dem Termin mit dem Anwalt. Sie wünschte sich einzig und allein, dass er höher fuhr und sie anfasste. Am besten überall.  
Ein jähes, nasses Gefühl ließ sie aber plötzlich innehalten. Samu öffnete den Knopf ihrer Bluse, schob seine Hand hinein, zielgenau in ihren BH. Seine Berührung war erregend, aber die Wärme an ihrem Po nicht. „Samu“, sagte sie zögerlich, aber er machte weiter. Seine Hand schob den BH komplett nach oben und sie schnappte nach Luft. Es half aber nichts, sie hatte ein Problem. „Samu bitte...“, wiederholte sie. „Ich liebe es, wenn du meinen Namen stöhnst“, murmelte er gegen ihren Hals.
Milla rollte genervt mit den Augen. Sein Verstand hatte sich offensichtlich schon komplett verabschiedet. Energischer drückte sie ihn an den Schultern weg und sah ihn an. Seine Lippen waren geschwollen und seine Wangen gerötet. Er sah unglaublich scharf aus. „Samu, du hast mich auf die restlichen Käsestangen gesetzt“, erklärte sie todernst.

Er starrte sie an, als hätte sie etwas unglaublich Versautes gesagt. Hatte sie auch in gewisserweise. Sie spürte, wie sich das Fett und der geschmolzene Käse in den Stoff ihrer guten Hose sogen und ihre rechte Pobacke wärmte. Sie rutschte vom Tisch und schob Samu zurück. „Es ist mein Ernst. Ich habe gleich geschmolzenen Käse in der Poritze“, setzte sie nach und Samu lachte auf. Er ging um sie herum und betrachtete das Problem. Tatsächlich klebte ein gelb-brauner Fleck, das Gemisch aus Käse, Fett und Panade, an ihrem Hintern. „Ich wollte Sploshing ausprobieren. Sorry“, murmelte er mit ernster Miene. So ernst, dass Milla wiederum lachen musste und ihm gegen die Brust schlug. „Aua, meine Nippel tun doch weh“, beschwerte er sich.
Grinsend richtete sie ihren BH und griff dann nach einer Serviette, um den Matsch wegzuwischen. „Meinst du, eine Reinigung bekommt das wieder raus?“, fragte sie stirnrunzelnd, während sie an ihrem Hintern rubbelte. Samu stand mit verschränkten Armen neben ihr und beobachtete sie. Sein Blick auf ihre Kehrseite geworfen und mit noch immer deutlich sichtbarer Beule in der Hose. Milla konnte nicht anders als wieder loszuprusten.
„Kein Sploshing für dich. Lass uns nach Hause fahren und ich lege dir Watte in Kamillentee getränkt auf die Nippel. Das wird sicher helfen“, sagte sie und schlüpfte wieder in ihre Schuhe. Er brummelte frustriert und fuhr sich durchs Haar. Sie fand die Nummer gerade eben schon heiß, aber mit der fettigen Hose, die sie ein Vermögen kosten würde, kam ihr rationaler Verstand wieder zum Einsatz. „Von so einem Fetisch mit Kamillentee habe ich noch nicht gehört“, antwortete er trocken und zeigte dann sein charmantes Grinsen.

Milla war die Lust nach einem Abenteuer im Büro jedenfalls vergangen. Sie hob ihren Blazer auf und begann das restliche Essen in die Tüte zu werfen. „In meiner Wohnung muss ich den Fleck erstmal einweichen lassen“, sinnierte sie bereits besorgt.
„Ich besorg dir einen neuen Anzug“, sagte er schuldbewusst, während er sich den Sweater überzog. Sie blickte ihn kurz an und schüttelte entschieden den Kopf. „Schon in Ordnung. Ich habe damit angefangen.“

Als sie eine halbe Stunde später alle Spuren ihres Unfalls beseitigt und sogar den Tisch gewischt hatten, waren sie Abmarsch bereit. Milla holte sich ihren Mantel und wollte hinausgehen. In ihren Fingern klimperte der Schlüsselbund fürs Büro. „Ähm, aber du kannst dich nicht mit dem fettigen Hintern in mein Auto setzen. Du wirst die Hose ausziehen müssen“, sagte er und zeigte mit dem Finger auf ihren Po. Sie sah nach unten auf den Fleck, der ziemlich groß geworden war. „Bist du verrückt? Es ist kalt draußen. Wie soll ich in Unterwäsche zum Auto laufen?“
„Dein Mantel reicht dir bis zu den Oberschenkeln. Das schaffst du“.
Sie schüttelte energischer mit dem Kopf. Wahrscheinlich wollte er sie einfach nur doch nackt zu sehen bekommen. Niemals würde sie in Slip draußen über die Straße laufen. „Ich setze mich auf den Mantel. Der ist zwar dann auch schmutzig, aber was solls.“
Trotzig zerrte sie Samu endgültig aus dem Büro ins Treppenhaus und zog polternd die Tür zu. Sie stapfte nach unten, während er ihr fröhlich pfeifend folgte. „Das Leben mit dir ist wirklich irre“, murmelte sie vor sich hin. Durch das Echo konnte er ihre Worte aber laut und deutlich hören. „Deshalb magst du mich so“, antwortete er selbstzufrieden.

Sowie sie nach draußen traten, bekam Milla eine Gänsehaut, wenn sie daran dachte, hier halbnackt zu stehen. In nur einer Sekunde hätte sie eine Blasenentzündung bekommen. Samu parkte nicht weit weg, trotzdem fröstelte sie sogar mit Mantel. Er entsperrte den Wagen und öffnete ihr sogar die Tür. So schnell sie konnte, schlüpfte sie aus der Winterbekleidung, drapierte den Stoff auf dem Sitz und sprang dann hinein. Samu ging hinten um das Auto herum und warf die Tüte mit dem Müll in den Kofferraum. Es schneite nicht mehr und auf dem Boden bildeten sich matschige Pfützen. Bald würde die Schneeschmelze langsam aber sicher einsetzen und das Meer auch wieder auftauen.
Selbst im Innenraum seines BMWs war es eisig. Milla begann augenblicklich zu zittern, während ihr Atem vor ihrem Gesicht kondensierte. Als Samu neben ihr in den Sitz fiel, rieb sie ihre Finger fröstelnd aneinander. „Magst du meine Jacke haben?“, fragte er mit sorgenvoller Miene und deutete auf den Rücksitz. Sie schüttelte den Kopf. „Wir sind ja gleich da. Dreh einfach die Sitzheizung auf“, schlug sie vor. Er vergeudete keine weitere Zeit, sondern startete den Motor. Die Luft, die aus der Konsole hereingeblasen wurde, war alles andere als warm. Ihr Sitz wurde dafür umso schneller heiß. „Jetzt riecht es bestimmt bald nach Pommes“, erklärte er grinsend, als er sich aus der Parklücke auf die Straße manövrierte. Milla schnaubte. „Es waren Käsestangen. Mecker nicht, du hast mich drauf gesetzt“, sagte sie und rutschte genüsslich hin und her, als die Wärme ihre Wirbelsäule hinaufkroch. Es kribbelte überall und Milla entspannte sich.

„Ich kaufe dir auch einen neuen Mantel, wenn du ihn nicht mehr sauber bekommst“, sagte er irgendwann, ohne sie anzusehen. Es war wenig Verkehr auf den Straßen, aber man musste wegen des Wetters trotzdem langsam und vorsichtig fahren. Die Laternen schimmerten auf dem feuchten Asphalt und kleine Wassertropfen aus der Luft legten sich auf die Scheiben. Das leise Quietschen des Scheibenwischers war das einzige was zu hören war, weil Milla nicht antwortete. Sie wollte nicht mit ihm darüber streiten, dass er sie neu einkleidete.

„Du weißt, dass ich gut abgesichert bin?“, fragte er plötzlich an einer roten Ampel. Sie sah zu ihm rüber und setzte sich verlegen auf ihre eisigen Finger, um sie zu wärmen. Skeptisch betrachtete sie sein Profil, weil sie nicht genau wusste, auf was er nun schon wieder hinauswollte.
„Wir haben Erfolg mit der Band, aber ich habe genügend Pläne für den Tag, an dem ich, warum auch immer, nicht mehr auf der Bühne stehen kann. Ein Studio und Verträge. Ich werde andere Künstler unterstützen und managen und unsere Musik wird noch lange Geld abwerfen. Ich denke an die Zukunft und habe das ernst genommen“, erläuterte er weiter. Samu sah ernst aus, obwohl Milla keine Ahnung hatte, weshalb er auf einmal damit anfing. Als Nächstes wollte er ihr womöglich seine Aktienpapiere vorlegen.
„Die Musik ist kein leichtes Genre, aber das, was ich immer machen wollte. Ich werde nicht unter der Brücke landen“, setzte er nach und lächelte schief.  
Plötzlich ahnte sie, worauf er hinauswollte. Sie zog ihre Hände unter ihr hervor und rieb sie auf den Oberschenkeln. „Ich habs verstanden. Du bist reich. Du darfst mir einen neuen Hosenanzug kaufen. Und einen Mantel wenn du möchtest“, sagte sie grummelnd.

Statt zufrieden dreinzuschauen, verzerrte er das Gesicht. Seine Finger klammerten sich verkrampft um das Lenkrad.
„Tun deine Nippel wieder weh?“, fragte sie nach und er machte ein Geräusch, das wie ein Knurren, gepaart mit einem Seufzen klang. „Du siehst echt den Wald vor lauter Bäumen nicht Milla. Manchmal raubst du mir den Verstand und das meine ich gerade nicht auf die angenehme Weise. Wie kann man nur so begriffsstutzig sein?“, blaffte er sie an, ohne sie anzusehen. Er maulte die Straße vor sich an, als er durch die Einfahrt ihres Hauses in den Hof fuhren. Sie holte Luft, um etwas zu erwidern, aber er hob die Hand. Diesmal war er es, der sie unterbrach. „Halt die Klappe. Du willst nicht drüber reden, also tun wir das nicht. Lass uns rauf gehen, wo ich dich endlich ausziehen kann“, beendete er das Gespräch, zog den Schlüssel aus der Zündung und stieg aus.
Review schreiben