Lost Memories: A marvelous Journey

von Kaiza
MitmachgeschichteAbenteuer, Humor / P18
OC (Own Character)
03.05.2019
21.01.2020
13
54918
20
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プロローグ

Prolog





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Aus der Sicht von E.:

Wer ich bin?
Nun, einige von euch kennen mich bereits. Für all die anderen hier: Ich bin der Erzähler, Freunde dürfen mich aber einfach E. nennen.
Ich sitze hier auf einer kleinen, unbekannten Insel, irgendwo auf der Grandline. Vor meinen Füßen liegt Rudolphus, mein kleines Hündchen, und genießt – so wie ich gerade – das warme knisternde Feuer des Kamins, welches dem kargen Raum ein wenig Atmosphäre verleiht.
Meine alten Knochen bekomme ich kaum noch hoch aus meinem Schaukelstuhl, weswegen ich mir ein Hobby gesucht habe, das nur sehr wenig Bewegung benötigt und dennoch Spaß macht. Und es hat sich herausgestellt, dass ich wohl ein Talent dafür entwickelt habe, Geschichten zu erzählen. Außerdem habe ich auch vor langer Zeit einen meiner Arme eingebüßt, weshalb körperliche Aktivitäten im Alter nur noch wenig in Frage kommen.
So…
Warum seid ihr eigentlich noch hier und hört einem Greis zu, wie er sein tristes Leben beschreibt?
Spaß beiseite! Ich weiß doch ganz genau, was ihr hier macht und worauf ihr es abgesehen habt. Bestimmt wollt ihr, dass ich euch meinen Alltag mit Rudolphus beschreibe! (Haha!)
Nein, jetzt aber wirklich. Ich kürze mein Gerede einfach ab und erzähle euch direkt was euch bei mir erwartet.
Ich habe eine Geschichte für euch, und zwar eine ganz Besondere. Ihr seid neugierig geworden? Gut so. Es ist nämlich die Geschichte von Cloud T. Vermillion.
Warum ich das mache? Nun, ich finde, seine Geschichte ist erzählenswert.  
Eigentlich bin ich ein Mann der vielen und vor allem großen Worte, doch die letzten Ereignisse, ließen auch mich ein wenig sprachlos werden. Naja, ich und sprachlos… selbst in so einem schrecklichen Fall stimmt das nicht so ganz.
Daher wäre ich ja auch ein schlechter Erzähler, würde ich mich nicht zusammenreißen und nun endlich mit dem Anfang der Geschichte beginnen…
Also noch einmal zurückspulen und von vorne:

Cloud Theodor Vermillion, ein aufstrebender Pirat, hat wohl alles verloren, das ihm lieb und teuer war.
In nur einem kurzen Moment wurde er von einem Geist aus seiner Vergangenheit heimgesucht und dieser entriss ihm alles. Seine Hoffnung, seinen Willen und seine Familie. Ob er noch die Kraft aufbringen kann sie zu retten?
Nun, ich weiß, wie diese Geschichte ausgeht, doch euch muss ich natürlich alles erst genau schildern.
Wir brauchen eigentlich gar nicht so weit zurück zu gehen, damit ihr wisst worum es geht...

Cloud hat alle seine Erinnerungen verloren, nachdem er auf wundersame Weise aus Impel Down „gerettet“ wurde. Ich werde das nicht weiter ausführen, lest es einfach in einem meiner Bücher nach, wenn ihr alle Details erfahren wollt…
Nun weiter im Text… Cloud machte sich natürlich bald auf die Suche nach Anhaltspunkten zu seiner Vergangenheit. Unterwegs fand er jedoch nicht nur Antworten, sondern auch Kameraden, welche er ins Herz schloss und in nur kurzer Zeit zu seiner Familie zählte.
Alles endete jedoch auf Frilor, einer Insel der ersten Hälfte der Grandline… dort endete Clouds bisheriges Leben und mit einem Mal änderte sich alles. Wenn ich darüber nachdenke, kommen mir immer noch ein paar Tränen.
Eliano und Akina… zwei treue Gefährten, nein... zwei Familienmitglieder, wurden vor seinen Augen brutal ermordet. Und die restlichen Mitglieder seiner einst sechsköpfigen Crew wurden entführt.
Wer ist der Entführer? Und was sind seine Beweggründe, Cloud all das anzutun? Wohin sind sie verschwunden? Fragen über Fragen, doch keine Antworten.
Die Lage war verzwickt und zu allem Überfluss wurde Cloud auch noch angedroht, dass alle sechs Monate einer der verbliebenen Kameraden ebenfalls getötet wird!

Ich muss euch sagen, mich wundert es, dass unser junger Kapitän überhaupt noch den Antrieb fand, morgens aufzustehen. Doch ihm blieb keine andere Wahl, als all seine verbliebene Kraft und seinen unbändigen Willen zu nutzen, um sich auf die Suche zu machen.
Er hatte es Eliano und Akina immerhin versprochen. Ihr Tod würde nicht ungesühnt bleiben! Und Cloud wollte nie wieder einen Freund auf diese Art und Weise verlieren müssen.

Das klingt doch erstmal wirklich schrecklich, findet ihr nicht?
Aber keine Angst: Ich kann euch jetzt schon sagen, dass Cloud es schaffen wird, weitere Crewmitglieder zu finden, um so seine entführten Kameraden zu suchen und hoffentlich auch unversehrt zu befreien!

Ich würde euch noch gerne ein wenig mehr erzählen, doch meine alten Knochen sind bereits müde und dieser Schaukelstuhl ist einfach zu gemütlich! Ich werde mich erstmal ein wenig ausruhen und ein Weilchen schlafen…
zZz...
…zZz…


…zZz…

Gääääähn!
Ach, ich sag‘s doch, so ein kleines Nickerchen kann wirklich Wunder bewirken… Hmm?
Ihr seid immer noch da? Beobachtet einen alten Knacker beim Schlafen?
Na, dann will ich einmal nicht so sein und eure Geduld auch entsprechend belohnen. Ich denke am besten ist es, wenn ich einfach die Geschichte weitererzähle, wo sie geendet hat… Wobei, naja, auf all die Trauer und Niedergeschlagenheit könnte man vielleicht verzichten. Springen wir an einen etwas interessanteren Zeitpunkt weiter nach vorne.

Nun, etwa einen Monat nach der Schlacht am Frilor Peak... oh. Hier sind ja ein paar neue Gesichter, das hatte ich ganz vergessen.
Eine kurze Erklärung: Das Frilor Peak ist ein Hochplateau inmitten der Insel Frilor und bildet die Grenze der zwei verfeindeten Reiche Ventisca und Estilia, welche je eine Hälfte der Insel für sich beansprucht haben.
Cloud und seine Kameraden hatten sich auf die Seite von Ventisca gestellt, während Estilia von der Marine unterstützt wurde.
Und so kam schließlich es zu der Schlacht am Frilor Peak, wo unsere Piraten gegen den Konteradmiral Caine eine unglaubliche Niederlage erfuhren. Dabei wurde Eliano, der ehemalige Koch der Piratenbande, von Caine kaltblütig und mit seinem eigenen Schwert Morrigan hingerichtet.
Diese missliche Lage nutzte ein unbekannter Teufelsfruchtnutzer, um den Körper von Kenzo, dem ehemaligen Vizekapitän der Piratenbande und Nutzer der Erd-Logia in Besitz zu nehmen. Es stellte sich allerdings heraus, dass dieser unbekannte Teufelsfruchtnutzer zwar dabei half, die Mitglieder der Marine in die Flucht zu schlagen, doch was darauf folgte, war das reinste Grauen.
In Gestalt des Vizen, tötete das unbekannte Wesen Akina, die ehemalige Navigatorin der Bande, auf furchtbare Art und Weise. Noch dazu wurden die verbleibenden Crew-Mitglieder von ihm entführt…

So.
Ich denke, damit seid ihr nun wirklich auf dem aktuellsten Stand…
Ich habe das Gefühl, dass ich mich wiederhole. Ach, vergebt mir, aber das Alter lässt mich immer vergesslicher werden.
Also, dann zu dem, weshalb ihr überhaupt solange gewartet habt. Wie geht es weiter mit Cloud… Moment mal, genau! Beinahe hätte ich es vergessen. Ihr wisst doch gar nicht wie der Käpt´n der Geschichte aussieht. Nun, Cloud hat strubbelige, schwarze Haare, die meist in alle Richtungen abstehen. Sein eher schmales Gesicht wird von einem zurechtgestutzten dünnen Bart umrandet, wobei das auffälligste an seiner Erscheinung wohl die stechend gelben Augen sind. Sein restlicher Körperbau ist recht athletisch, mit leichten Andeutungen von vorhandenen Muskeln.
Was er gerade an hat fragt ihr euch? Nun, er ist in einen Krankenhauskittel gehüllt. (Das ist mein Stichwort!) - Nun geht es los mit der Geschichte…



Königreich Ventisca, Königspalast:

Das Auftreten der Prinzessin konnte man wirklich nur als königlich beschreiben.
Während Cloud auf dem Krankenbett vor sich hinvegetierte und weder die Kraft, noch den Sinn fand, sich überhaupt zu bewegen, verbrachte Valesca so ziemlich jeden Tag in diesem Zimmer.
Sie wanderte im Raum auf und ab und strafte ihn des Öfteren mit finsteren Blicken, die dank ihrer kühlen, eisblauen Augen nicht nur bedrohlicher, sondern dazu auch noch unnötig missbilligend wirkten.
Allerdings verlor sie nie ein Wort. Letztendlich wusste sie wohl nicht, was sie mit diesem jungen, abgehalfterten Piraten anfangen sollte.
Er war ein gebrochener Mann.
Wochen hatte Cloud damit verbracht, sich Vorwürfe zu machen und nachzudenken, was er hätte anders machen können...
Doch er kam zu keinem Ergebnis… nur eines war ihm klar: „Ich bin einfach zu schwach!“
Nur wie sollte er so schnell stärker werden, um Kenzo – oder was auch immer in den Vizekapitän der Piratenbande gefahren war, zu bekämpfen. Zwar hatte er seine beiden Armschienen, die durch ein Experiment mit Teufelskräften versehen worden waren, trotzdem hatte Caine ihn damals so schnell außer Gefecht gesetzt, dass sie sich zumindest in diesem Kampf als nutzlos erwiesen hatten.
Immer wieder wurde sein Blick von Valescas pechschwarzen hüftlangen Haaren angezogen, die durch das zügige Auf- und Abgehen förmlich durch die Gegend flogen.
Angesicht ihres Ungestüms schien es unmöglich, dass der Scheitel und die Strähnen, welche ihr Gesicht umrahmten nicht komplett zerzaust waren. So wild waren ihre Drehungen, bevor sie von einer Seite des Raumes zu der anderen stolzierte. In jedem einzelnen Schritt hörte man förmlich die Wut, welche in ihr aufflammte.
Aber worauf war sie wütend? Etwa auf Cloud, weil er einfach keinen Lebensmut mehr finden konnte und sich weigerte, auch nur irgendetwas zu tun? Oder war sie etwa wütend, weil ihr Widersacher, Hauptmann Calidus von Estilia, von Caine gerettet wurde und mit der Marine fliehen konnte?
Cloud konnte ihr Verhalten nicht einschätzen, aber die Tatsache, dass sie ihm noch nichts angetan hatte, zeigte, dass er sicher war, solange er den Mund hielt.
Doch der Piratenkapitän ohne Crew wusste auch beim besten Willen nicht, was er sagen sollte. Er wusste absolut gar nichts mehr.
„Du sollst leiden!“, waren die Worte des unbekannten Monsters, welches er zuvor seinen Vizen genannt hatte…
Gelitten hatte er, doch irgendwie fühlte es sich nicht mehr an wie „Leiden“. Mehr wie Gleichgültigkeit oder... Machtlosigkeit. Cloud konnte das Gefühl nicht beschreiben, welches sich in ihm breit gemacht hatte, doch konnte er eines genau sagen – mit dem Tod seiner entführten Kameraden hatte der Pirat sich bereits abgefunden.
Nie im Leben könnte er auch nur einen von ihnen retten! Auch wenn er sie finden würde. Was für einen Unterschied zum Kampf gegen Caine würde das ausmachen? Wenn sogar er die Flucht ergriffen hatte, im Angesicht der Macht, welche von Kenzo in dieser besessenen  Form – ausging.
Und dann war da noch dieses Gestöckel, welches wie ein durchgehender Takt in Clouds Ohr drang und ihn mit der Zeit auch noch verrückt machte!
Tok… Tok… Tok…
Zum Verrückt-werden! Als ob Valesca ihn provozieren wollte.
Cloud‘s Blick schweifte durch den Raum. Ein gewöhnliches Krankenzimmer… ein Fenster, durch welches er sehen konnte, wie draußen der Schnee herabfiel. Alle Wände, der Boden und auch die Tür waren metallisch. Eine Sicherheitsmaßnahme gegen Hauptmann Calidus’ Kräfte, sollte er jemals den Königspalast angreifen wollen. Schien nun auch umsonst zu sein, Gerüchten zufolge sollte er Frilor bereits mit Caine gemeinsam verlassen haben.
Estilias König hatte kapituliert und Valescas Vater, der König von Ventisca, hatte Frilor geeint. So hatte es ihm zumindest Tori mitgeteilt.
Tori - ohne sie wäre die Piratenbande wohl schon ein wenig früher gestorben. Immerhin war sie es, die einen Teil von ihnen aus dem Wasser gefischt und gerettet hatte, nachdem das ehemalige Schiff der Bande vor der Küste in einen Strudel geriet und untergegangen war.
Tatsächlich war auch ihr sonniges Gemüt durch die Ereignisse für eine kurze Zeit stark getrübt worden. Doch auch ihr setzte Clouds derzeitiger verzweifelter und zugleich gleichgültiger Zustand am meisten zu.
Einen Vorteil hatte es. Da Tori und Valesca sich abgrundtief hassten… naja, wohl eher da Valesca Tori abgrundtief hasste, verließ sie immer den Raum, wenn die rothaarige Schönheit zu Besuch kam. Doch auch ihr gegenüber brachte Cloud kein Wort heraus. Sie war einfach da und in dieser Zeit spendete sie ihm ein wenig Trost.

„Ach ja…“, sprach Cloud ungewollt laut aus, worauf das durchgehende Gestöckel für einen Moment aufhörte.
Sein Blick wanderte zu Valesca, welche ihn abschätzend anstarrte. Sie stand direkt am Ende des Krankenbettes und durchbohrte Cloud förmlich mit ihrem Blick, gespannt darauf, ob wohl noch etwas aus seinem Mund kommen würde.
Er musste schlucken, während sein Herzschlag merklich immer weiter beschleunigte und das Pochen in seiner Brust immer stärker wurde, schon beinahe schmerzhaft. Cloud war überrascht, wie es diese Frau schaffte, ihn in diesen Zustand der Angst zu befördern, in dem sie ihn einfach nur anstarrte?!
Natürlich war die Kriegerrüstung der Prinzessin, sowie die Tatsache, dass sie über die Kräfte einer mythischen Zoan-Teufelskraft verfügte, schon sehr einschüchternd.
Valesca trug so ziemlich jeden Tag ihre Militäruniform. Unter dem schwarzen Brustharnisch mit goldenen Verzierungen bedeckte ein blaues Kleid, welches ab der Hüfte, auf beiden Seiten aufgeschnitten war, ihren restlichen Körper. Ihre Beine wurden von schwarz-goldenen Eisenstiefel geschützt, welche ihr bis zum Oberschenkel reichten. Ihre Arme wurden durch Stoffschläuche bedeckt, welche hauptsächlich Schutz vor der Kälte bieten sollten. Schließlich schneite es auf Ventisca so gut wie immer…
Doch es war auch diese Ausstrahlung, welche von ihr ausging. Cloud konnte sich gut vorstellen, dass sie an seiner Stelle bestimmt schon seit Wochen auf den Meeren unterwegs wäre, um die entführten Kameraden zu finden.
„Jämmerlich…“, kam es herablassend aus ihrem Mund, bevor sie wieder in ihre alte Gewohnheit zurückfiel und erneut grüblerisch auf und ab schritt.
Tok… Tok… Tok… Tok…
„Kannst du bitte einfach stehen bleiben, damit dieses Gestöckel endlich aufhört?!“
Der Piratenkapitän konnte nicht glauben, was er gerade gesagt hatte! In diesem Moment blieb sein Herz stehen und innerlich zog sich alles zusammen, als das Geräusch der Absätze auf dem metallischen Boden verstummte.
„Hmm.“ Valesca blickte ihn mit ihren schmalen Augen abschätzend an.
„Da hat ja jemand seinen Mut wiedergefunden.“
Cloud schluckte, bevor die Prinzessin mit wenigen Schritten an seine Seite trat.
„Tagelang wandere ich hier nun auf und ab, wartend darauf, dass irgendeine Reaktion von dir kommt… und hier haben wir sie. Von all den Dingen, die du hättest sagen können, verschwendest du deine Worte wirklich dafür, dich über das Geräusch meiner Schritte zu beschweren?“
Valesca schien beinahe belustigt.
„Wenn du hier nicht im Krankenbett liegen würdest…“
Sie sah ihn angriffslustig an.

„Sag mir, was wirst du als Nächstes tun? Wie gedenkst du deine Zeit und deine Worte weiter zu verschwenden?“
„Keine Ahnung…“, gab Cloud nur knapp zurück. Was sollte er denn auch noch groß sagen? Er könnte Valesca bitten, seinem tristen Leben ein Ende zu setzen. Das würde ihr vermutlich auch noch große Freude bereiten. Der Gedanke daran ließ ihn seltsamerweise schmunzeln.
„Was gibt es da zu grinsen?“
Mit einem Schlag war sein Gesicht erneut ausdruckslos, während er versuchte, Valesca’s eiskaltem Blick, der auf ihn fixiert war, auszuweichen.
„Bloß nicht in die Augen sehen“, schoss es ihm durch den Kopf.
„Ich bin nicht der einfühlsame Typ von Mensch, der dir in irgendeiner Art und Weise erklären kann, wie du mit deiner Gefühlswelt umgehen sollst…“
Ohne Vorwarnung packte sie Clouds Hand, woraufhin der sie anstarrte. Sie sah nur zurück und ihre eisblauen Augen schienen direkt in sein leeres Inneres schauen zu können. Versuchten zu erblicken, was ihn antrieb. Oder besser gesagt, nicht antrieb.
„Was war plötzlich mit der Prinzessin los? So einfühlsam zeigte sie sich doch sonst nie?“
Doch dieser Moment sollte nur von kurzer Dauer sein. Nur einen Augenblick später riss sie an seiner Hand und warf ihn ohne Probleme quer durch den Raum!
„… aber eines kann ich dir sagen! Ich habe gute Soldaten in diesem Krieg verloren! Ja sogar meinen Vizehauptmann Kenneth, den ich seit Kindertagen kannte! Ich musste seinen Leichnam vom Schlachtfeld tragen! Und ich stelle mich nicht an wie ein jämmerliches Würmchen und verkriech mich wochenlang in einem Krankenzimmer! Dein Verhalten widert mich an! Kein Wunder, dass du deine Kameraden nicht retten konntest! Wenn du nicht über deine Grenzen gehst, wirst du niemals wieder irgendjemanden retten, beschützen oder sonst was können! Deine Grundeinstellung scheint mir schon eine Schwachstelle zu sein. Hast du jemals ernsthaft gekämpft?! Oder war für dich alles bloß ein spaßiges Abenteuer?! Wie ich dich dafür hasse, so ein feiger, schwacher Wurm zu sein!“
Nachdem Cloud sich nach seiner harten Landung unter dem Fenster des Raumes wiederaufgerichtet hatte und diese Hasspredigt über sich ergehen ließ, spürte auch er, wie Wut in ihm hinaufstieg.
Nicht deswegen, weil ihm die Prinzessin solche Sachen an den Kopf warf, sondern weil sie absolut recht damit hatte! Er hatte den Kampf gegen Caine nicht so ernst genommen, wie er es hätte tun sollen. Cloud war geblendet von der Einbildung, dass er mit seinen Kameraden alles schaffen könnte. War fixiert darauf möglichst gut auszusehen bei dem was er tat, ohne über die Ernsthaftigkeit nachzudenken.
Während alle Soldaten mit dem Tod im Rücken auf das Schlachtfeld zogen, war Cloud und seine Crew überzeugt davon, dass alles leicht wird und gut ausgehen würde. Er war hochmütig und das war nun seine Strafe dafür.

„Was ist los? Nichts zu deiner Verteidigung zu sagen?“
„N-Nicht wirklich… außer, dass du recht hast.“
„Unglaublich! Das sind die ersten vernünftigen Worte, die ich jemals aus deinem Mund gehört habe! Natürlich habe ich recht, allerdings hast du ganz schön viel Zeit für diese Erkenntnis vertrödelt. Meine Mutter – die Königin von Ventisca – hat mir geraten, oder mich schon beinahe gebeten, dass ich dir helfe. Aus keinem anderen Grund bin ich hier. Deine Kameraden oder auch du, seid mir vollkommen egal. Doch ihr habt euer Leben für das Wohl von Ventisca riskiert und geopfert und als Prinzessin dieses Landes spreche ich für das Volk und die Königsfamilie, wenn ich sage, dass wir in eurer Schuld stehen. Daher biete ich dir – und das ist ein einmaliges Angebot! – an, dass ich dir helfe, deine Kameraden wieder zu finden!“
„Ähm…“, mehr brachte Cloud nicht heraus, bevor die Prinzessin fortfuhr.
„Dieses Angebot gilt nur, wenn du dich zusammenreißt! Ich werde dich trainieren, damit wir gewappnet sind, für die Gefahren, welche noch auf uns zukommen werden. Außerdem will ich kein Gejammer mehr von dir hören. Du hattest einen Monat Zeit, dir Vorwürfe zu machen, dich selbst zu bemitleiden und was auch sonst noch. Wenn wir hier aufbrechen, dann will ich, dass du deine jämmerlichen, angsterfüllten Gefühle hier in diesem Raum lässt. Ansonsten werde ich dein armseliges Dasein mit eigenen Händen beenden - verstanden?!“
Sie sah den Piraten mit ihren kalten, blauen Augen abwartend an.
Cloud musste erstmal schlucken. Schließlich konnte er seine Gefühle nicht einfach ausblenden und auch wenn die Prinzessin eine starke Kämpferin war, so würde auch sie gegen den besessenen Kenzo wohl kaum eine Chance haben.
Was der Pirat schließlich über die Lippen brachte war mehr ein Krächzen als sprechen. „Ich weiß nicht …“
„Falsche Antwort!“
Mit weiten, schnellen Schritten stand Valesca auf einmal vor ihm und holte mit ihrer Faust aus. Doch anstatt sein Gesicht zu treffen, zerbrach ihre Hand die Fensterscheibe hinter ihm.
Eiskalte Luft strömte in den Raum und Cloud konnte Schneeflocken auf seiner Haut spüren, welche sofort schmolzen und Wassertropfen bildeten.
Nur einen Augenblick später spürte er bereits den festen Griff der Prinzessin an seinem Hals. Seine Hände versuchten instinktiv ihre Umklammerung zu lösen.

Scheinbar mühelos hob sie Cloud einige Zentimeter in die Luft und drückte ihn einfach aus dem Fenster.
Sein Herzschlag beschleunigte und er spürte wie immer mehr Adrenalin durch seine Adern schoss. Clouds Blick wanderte zu Valescas Gesicht, deren Augen ihm boshaft entgegenblickten.
Immer weiter drückte sie den Piraten nach draußen, bis sich nur noch seine Unterschenkel im Raum befanden und der restliche Körper bereits im Freien hing. Nur noch gehalten von Valescas eisernen Griff.
Unter ihm der tiefe Abgrund. Angesichts dieser Höhe fiel ihm wieder ein, dass sich das Krankenzimmer im Nordturm befand.
Cloud konnte nicht abschätzen, wie hoch es war, doch eines wusste er genau: „Wenn sie mich loslassen würde, dann wäre es vorbei.“
Und so oft er sich das auch ausgemalt hatte, dass er es beenden wollte, so sehr wurde ihm in diesem Augenblick bewusst, dass er einfach nicht sterben wollte. Es gab Dinge zu erledigen, Versprechen einzulösen und seine Kameraden zu retten! Er wusste, dass er es sich ewig vorwerfen würde, wenn er es nicht versuchte.
Abgesehen davon, standen seine Chancen derzeit so oder so schlecht. Ob Cloud später von Caine, dem besessenen Kenzo oder hier und jetzt von der Prinzessin getötet werden würde, änderte kaum etwas an seinem möglichen Schicksal. Nur mit dem Unterschied, dass er es in diesem Augenblick nie probiert hätte, die anderen zu retten.
Schien so, als führte ihm Valesca mit ihrer direkten und doch sehr brutalen Art vor Augen, was er wirklich wollte.
„Ich will leben! Lass mich bitte nicht fallen! Ich muss meine Kameraden retten!“, stieß Cloud so laut heraus, wie es seine zugeschnürte Kehle erlaubte.
Mit einem kräftigen Ruck zog ihn die Prinzessin wieder ins Zimmer zurück.
„Scheint so, als hättest du es verstanden… Morgen brechen wir auf, sei also bereit!“
„Aber wir haben kein Schiff... und auch keine Crew!“

Valesca blinzelte ihn mit einem seltsam vorfreudigen Ausdruck an.
„Da hast du Recht, wir haben kein Schiff - wir haben eine Flotte und wir haben auch keine Crew, sondern eine Armee!“






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P L O T


Einhundert Jahre nachdem der letzte Piratenkönig nach Gol D. Roger gekrönt wurde, sieht die Welt ganz anders aus. Sie ist trostloser geworden, wird beherrscht von der Marine und bietet Piraten kaum noch Platz für Freiheit. Doch die Zeit sich mit solchen Dingen zu beschäftigen hat Cloud T. Vermillion, ein junger aufstrebender Pirat, gerade nicht zur Verfügung. Zwei Jahre stehen ihm zur Verfügung seine entführten Kameraden zu finden. Alle sechs Monate wird einer von ihnen getötet. Zu allem Überfluss scheint wohl er selbst für diese missliche Lage verantwortlich zu sein. Wird er es schaffen, sie alle oder zumindest einen von ihnen zu retten? Oder wird er bei dem Versuch sie zu befreien und seine düstere Vergangenheit aufzudecken, zu Grunde gehen?




V O R W O R T


Hallo meine lieben Leserinnen und Leser, Damen und Herren, Freundinnen und Freunde von One Piece und dem geschriebenen Wort!

Es freut mich unheimlich, dass ihr es bis hier her geschafft habt!
Ich darf euch mit diesem Prolog den Beginn einer neuen Geschichte vorstellen, welche die Fortsetzung von Lost Memories: A new Beginning darstellt.
Aber keine Angst, es handelt sich hier um eine neue MMFF, welche von mir so aufbereitet wird, dass absolut keine Vorkenntnisse notwendig sind, um mitzumachen.
Alle relevanten Informationen, oder Referenzen werden hier erneut angeführt, um euch ein hoffentlich angenehmes und zugleich spannendes Lese-Vergnügen zu ermöglichen.
Natürlich könnt ihr den ersten Teil dennoch gerne lesen ;)
Ich freue mich besonders, dass PineappleWorld und beleth die Kapitel auf ihre Korrektheit hin überprüfen, damit lästige Rechtschreibfehler den Lesefluss nicht weiter beeinträchtigen.
Zu guter Letzt kann ich mich nur noch einmal für euer Interesse bedanken und freue mich schon auf euer Mitwirken!

Ganz liebe Grüße und viel Spaß,

euer Kaiza ♛




R U L E S


1. Bitte einen ausführlichen Steckbrief senden! Ihr habt genug Zeit also, habt Spaß beim Schreiben, denn denkt immer daran, je ausführlicher der Steckbrief, desto überzeugender kann ich euren Charakter zum Leben erwecken. Steckbriefe findet ihr auf der Homepage unter dem Reiter "Steckbriefe" oder einfach hier

2. Mir ist Kommunikation besonders wichtig! Da es sich um eine MMFF handelt freue ich mich immer über Ideen, mitwirken in jeglicher Hinsicht und auch Kritik, wenn etwas nicht so umgesetzt wird, wie ihr es euch gewünscht hättet!

3. Bei Fragen einfach eine Mail an mich!



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CHARAKTERE


Crew:


Kapitän: Cloud T. Vermillion / Thea ♂ / ♀ (23) von Kaiza

Vize-Kapitän: Valesca Venti ♀ (22) von slothx

Schütze:  Cinder Mohawk ♂ (22) von Manganime

Alchemist: Shira Ascardia de Fenris ♀ (24) von Ice-Hime

Navigator: ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Koch: ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Zimmermann:  ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Forscher: ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Schiffsarzt: ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Kämpfer:  ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

Musiker:  ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

???:  ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???

???:  ??? ??? ♂ / ♀  (??) - von ???



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Samurai der Meere:

Kartago D. Kor  ♂  (31) - Clarke-Setter

Ruth Blighty  ♀  (22) - beleth

Ryder May Hudson ♂  (31) - Manganime

Valeriana Orivia  ♀  (27) - Lalami

Norinaga Kuruso ♂  (25) - Blutfuerst

??? ??? ♂ / ♀  (??) - 0 angemeldet

??? ??? ♂ / ♀  (??) - 0 angemeldet




Piratenkaiser:

Zeyla Roberts  ♀  (30) - slothx

Ewyn Talon ♂  (39) - Clarke-Setter

Nathan Ferres ♂  (34) - Lalami

??? ??? ♂ / ♀  (??) - 0 angemeldet





Marine-Admirale:

Garett French ♂  (39) - Manganime

Yamosuko Azur ♂  (22) - Aleviana

??? ??? ♂ / ♀  (??) - 0 angemeldet






Was wird noch gesucht?

Arc-Ideen

Nebencharaktere aller Art:
- Revolutionäre
- Marinesoldaten/Offiziere/andere Gruppierungen
- zukünftige Supernovae
- Organisationen
- Wichtige Nebencharaktere
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