Kit und Brooklyn

von Maatiboy
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Kit OC (Own Character)
02.05.2019
16.11.2019
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Brooklyns Sicht

Ich erwache tastend nach Kit. Als ich jedoch nur kalte Lacken vorfinde, schlage ich schlaftrunken die Augen auf. Ich vermisse ihn schon jetzt...Merkwürdig.
Mein Umfeld ist noch verschwommen und erst nach ein paar Mal Blinzeln sehe ich scharf. Mein Verstand will mir etwas sagen, was ein mulmiges Gefühl in mir hervorruft, doch ich schiebe es auf meinem leichten Schlafmangel und den Albtraum der letzten Nacht und schüttle den Kopf, als wäre er nur eine nervende Fliege vor meinem Blickfeld, um dieses Gefühl loszuwerden.
Jetzt kommen ein Stechen im Kopf und ein deutlich bedrückenderes Gefühl dazu, das mir sagt, dass etwas schief läuft und ich brummle verärgert. Unter der Dusche stelle ich das Wasser eiskalt und lasse meine Gedanken schweifen, während mir das Eiswasser Gänsehaut beschert und — was viel wichtiger ist — das komische Gefühl vertreibt.
Sobald ich nur noch mit den Zähnen klappern kann, trocken ich mich fröstelnd ab, ziehe mir Unterwäsche an und streife mir ein schlichtes graues Shirt über den Kopf, zuletzt schlüpfe ich noch in eine abgetragene hellblaue Jeans mit mehreren Löchern an Ober- und Unterschenkeln. Danach putze ich mir die Zähne und kämme mir noch schnell das Haar.
Nun schlendere ich die Treppe hinunter und im Flur schmeißt mich unerwartet meine kleine Schwester um. Ächzend falle ich, achte jedoch noch instinktiv darauf, dass der Körper in meinen Armen auf mir landet. Sie lacht und ich küsse ihr noch kindliches Gesicht überall, wo ich es erwische. Syd versucht zu fliehen, doch ich halte sie fest.
>Du bleibst schön hier, du kleiner Frechdachs.< Nach diesen Worten kitzle ich sie und Sydney bekommt prompt einen Lachanfall.
>Gnade! Lieber Gott, erbame mich.<:stößt sie die Worte ruckartig hervor, ehe sie wieder losprustet.
Ich höre auf. >Wie bitte?...Ich habe dich nicht richtig verstanden.<
Eine knurrende Antwort kommt aus dem Mund meiner Schwester, die ich abgöttisch liebe und vor allem beschützen würde. >Du hast mich schon richtig verstanden.<
>Also hast du mich gerade Gott genannt?<:ziehe ich sie noch ein bisschen weiter auf.
>Ha. Ha.< Diesen Laut bringt sie ziemlich gehässig über die Lippen und ich schaue in ihr Gesicht, um erleichtert festzustellen, dass sie nicht wirklich sauer auf mich ist.
Ich erblicke nämlich ein großes und breites Grinsen. >Hattest du Angst, dass ich sauer bin?< Sacht kneife ich die Augen zusammen und das Grinsen verstärkt sich — wenn überhaupt möglich — um noch eine Spur.
>Und? Genug herumgealbert?<
Erschrocken blicke ich hinauf und sehe in flüssige Bronze. Kurz verschlägt es mir die Sprache, weil er diese wilde Stärke ausstrahlt, die mich schon etwas beunruhigt, obwohl ich weiß, dass sie in jedem Wächter und auch in so manch anderen DarkRiver-Leoparden steckt und dass mein Gegenüber mir nie etwas tun würde. >Vaughn.<:grüße ich schließlich.
Meine Schwester scheint bis jetzt auch fasziniert gewesen zu sein, denn erst jetzt schüttelt sie den Kopf und klettert von mir herunter.
Ich komme auf die Beine und sehe wie sich das Lachen in den Augen des großen Mannes spiegelt. >Brooklyn. Warum so förmlich heute?<
Ich mache einen nahezu perfekten Knicks und meine lächelnd und lässig mit den Schultern zuckend:>Mir war danach.<
Der Wächter geht vor Sydney in die Knie, stupst sanft ihr mit dem Zeigefinger an die Nase. >Keenan und Noor warten draußen auf dich. Sie haben mir gesagt, dass sie mit dir spielen wollen. Oh...und später gibt es Brownies, hat Tammy gesagt.<
Sie kichert kurz und dennoch völlig unbeschwert. >Wirklich?<-er nickt->Das ist ja wunderbar!<:jubelt sie, ehe sie sich von mir verabschiedet und dann in Richtung Hintertür verschwindet. Ich grinse und gucke ihr nach.
Plötzlich nimmt mich Vaughn fest in den Arm und ich werde steif wie ein Brett, mein Atem stockt. >Ich beiße nicht, Brooklyn.<:flüstert er und streicht sanft meinen Rücken auf und ab und das mit so beharrlichen Druck, dass ich nach einiger Zeit tief durchatme und mich nicht nur an seiner Brust entspanne, sondern, so weit es geht, ebenso die Arme um ihn lege. Auf diese Weise stehen wir noch vier weitere Minuten da.
Dann löse ich mich langsam von dem Jaguar. >Danke...< Ich brauchte die Umarmung anscheinend sehr, denn jetzt ist die Last auf meinen Schultern leichter.
>Immer wieder gern. Du gehörst zum Rudel.<-leicht fährt er über meine Wange und zaubert ein Lächeln auf seine Lippen->Du hast dir die Körperprivilegien verdient.<
Ich muss lachen, fühle mich gleichzeitig jedoch geehrt, denn Körperprivilegien sind eine sehr persönliche Sache. Ob, wann und wie viel von diesen Körperprivilegien man jemandem zugesteht, muss jeder Gestaltwandler selbst entscheiden und deshalb darf man nie ohne Erlaubnis einen Gestaltwandler berühren. Berührungen sind für sie zwar enorm wichtig, aber dennoch müssen sie erlaubt werden, Berührungen sind etwas Persönliches und nicht jeder möchte sie von jedem sofort oder auch nach einer gewissen Zeit noch nicht.
Mir stockt kurz der Atem. Bei Kit habe ich diese bis jetzt immer als selbstverständlich hingenommen, da wir ja Gefährten sind und dieses Band mir so ziemlich alle Privilegien zugesteht, aber auch vor unserem Band habe ich anscheinend schon ganz instinktiv gewusst, dass ich ihn berühren darf.
>Gut zu wissen.<:flüstere ich nun an Vaughn gewandt, lehne mich nochmal an seine Brust und atme tief durch. Er riecht nach einer feinen Mischung aus Himmbeeren und Malz, was mich zwangsläufig gefangen hält, weil die himmbeerige Note dem Malz das Herbe nimmt und so löse ich mich auch erst als Schritte zu hören sind.
Der Wächter grinst und küsst meine Stirn, woraufhin ich ein leises Knurren höre. >Lass' das, Vaughn.<:brummt eine mir wohlbekannte Stimme.
Angesprochener schaut auf. >Mach' dich mal locker...du weißt, dass ich sie dir nicht wegschnappen werde, ich habe immerhin eine perfekte Frau zu Hause...aber ich darf doch wohl noch ein wenig lieb sein, oder etwa nicht?< Er zwinkert mir zu und ich kichere.
Kit kommt mit den Worten 'Ich mag es dennoch nicht.' auf uns zu, woraufhin Vaughn ein Raubtierlächeln aufsetzt und in die Küche geht, aus der ein verführerischer Geruch nach Brötchen und Kaffee weht. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und als mein Gefährte sich vor mich stellt, würde ein Teil von mir gerne an ihn vorbei in die Küche rennen, um sich den Bauch vollhauen zu können, aber der andere größere Teil will bei ihm bleiben.
Er beugt sich zu mir hinab, streift meine Wange federleicht mit den Lippen, was mir eine Gänsehaut beschert und raunt:>Hey Dornröschen.<, und das sowie die Zugehörigkeit, die diesem einen Wort innewohnt, lässt den Wunsch nach leckeren Brötchen und aromatischen Kaffee verpuffen, denn mir wird ganz warm ums Herz und ich fühle mich zu dem Tag zurückversetzt, an dem er dieses Kosewort zum ersten Mal aussprach.
Kurz bin ich sprachlos und gucke ihn einfach verträumt an, ehe ich meine Hände ganz leicht an seine Wangen lege, mich auf die Zehen stelle und ihn küsse. In diesen Kuss lege ich all meine Liebe und das Vertrauen zu ihm und er beginnt leise zu schnurren, während er meinen Kuss erwidert. Meine Lippen verziehen sich zu einem leichten Grinsen, ohne das ich etwas dagegen tun kann geschweige denn tun will und somit schmiege ich mich stärker an ihn. Sofort schließt Kit mich in seine Arme, indem er einen Arm um meine Taille legt und die Hand des anderen auf meinen Hinterkopf ruhen lässt.
Genau jetzt, in dieser Sekunde möchte ich am liebsten einfach die Zeit anhalten und ihn nie mehr loslassen, denn dieser Moment ist so friedlich und sorglos. Jedoch ist dies unmöglich und deshalb reiße ich mich nach einer gewissen Zeit mit einem wehmütigen Lächeln auf dem Mund los.
Kit sieht mir tief in die Augen. >Granatapfel und Zedernholz. Paradiesisch.<
Ich lache kurz aber herzhaft und gebe ihm noch schnell einen Kuss aufs Kinn, woraufhin er sich mit dem Leopardenfunkeln im Blick einen längeren echten Kuss holen will. Allerdings ist das nicht mein Plan...ich möchte nun wirklich gerne einen Kaffee und dazu ein süßes Brot, deshalb murmle ich liebevoll:>Wir sehen uns später.<, schlängle mich aus seinen Armen und marschiere dorthin, wo es so wunderbar riecht.
Es sind drei andere Leoparden, Tammy und Noor im Raum.
Freudestrahlend hüpfe ich zu dem süßen Mädchen mit den braunen Augen, hocke mich vor sie und hebe sie blitzschnell hoch. Sie gibt einen überraschten Laut von sich, legt dann jedoch die Arme um meine Hals und presst ihren Kopf in die Mulde zwischen Hals und Schulter und ich streichle ihr über den Rücken. >Wollen wir heute eine Runde Verstecken spielen?<:frage ich nebenbei.
Ihr Lächeln nicht mal sehen müssend, um zu wissen, dass sie von einem Ohr zum anderen grinst, grinse ich ebenso. >Jippi! Gerne...mit meinen Freunden?<
>Na klar. Aber erst nach dem Essen, okay?<
Ein aussagekräftiges Nicken und sie fragt:>Lässt du mich wieder runter?<
Ich setze sie ab und der kleine Sonnenschein läuft zum Tisch, um sich hinzusetzen.
Ein starker Katzenkörper lehnt sich an mein linkes Bein und ich taste mit den Fingern nach den Ohren, damit ich sie ein wenig kraulen kann...meine Aufmerksamkeit gilt trotzdem der schmächtigen Raubkatze, die gerade von der Leopardenmutter liebevoll umarmt wird. Der hölzerne Duft der Patcholiblüte steigt mir in die Nase und ich kann meine Gefühle nicht richtig zuordnen. Cory ist Kits bester Freund, weshalb ich ihn doch auch wenigstens tolerieren müsste...aber nein, er läuft bei mir gegen eine Wand und somit will er mir erst recht nicht ans Herz wachsen. Und ja, ich kenne ihn erst seit einigen Tagen und das nicht gut genug, um mir ein Urteil auch nur ansatzweise zu erlauben, aber es ist nunmal so, dass ich ihn im gewissen Grad nicht leiden kann und sich das voraussichtlich auch nicht ändern wird.
In diesem Moment guckt der Besagte zu mir und zeigt seine Zähne. Ich tue es auch und ein tiefes Grollen klettert meine Kehle hinauf.
Jetzt macht der Leopard neben mir eine Bewegung und fordert meine Konzentration, sodass das leicht verstimmte Knurren nicht an die Oberfläche kommt. Ich blicke zu ihm, grüne Augen schauen mir entgegen und ich schnappe nach Luft. Ist das...-ich atme tief ein-...doch, das ist Dorian, wie ich es mir gedacht hatte. Aber...krass, wie- >Wie ist das möglich?<:frage ich laut.
>Das Dorian grüne Augen hat?<
Zu ihr guckend, nicke ich. Tammy verabschiedet sich mit einem sanften Klaps auf die Schulter von Cory und von der Tür her höre ich Kit. >Komm' schon, Kumpel.<-er guckt mich an->Bis später, Liebste. Übrigens sahst du heute früh im Bett zuckersüß aus, mit deinem verwuschelten Haar und den leicht geöffnetem Mund.<
Ich werde prompt rot, muss aber gleichzeitig voller Zuneigung breit grinsen, denn auch wenn es mir doch auch sehr peinlich ist, dass er das hier sagt, wo es noch ein paar Andere hören können, fühle ich mich doch geschmeichelt und ein warmes Gefühl breitet sich in mir aus. *Du bist unvergleichlich, Kit Monaghan.*
>Ich liebe dich.<:lässt er mich noch schmunzelnd wissen, ehe er mit der schmächtigen Raubkatzen davongeht.
Tammy guckt mich schmunzelnd an und kommt zurück zum Thema:>Wir haben nicht alle die gleiche Augenfarbe, wenn wir uns verwandeln.<
>Aber Hawke, Lucas und Kit...< Vor Staunen versagt mir die Stimme und ich mache große Augen.
Die Heilerin lacht leise. >Wir wissen nicht genau, warum. Aber wir wissen dass sie ihren Tieren näher sind, noch näher als wir anderen.
Hawke ist seinem Wolf sehr verbunden, weil er schon sehr früh Alphatier werden musste und dieser oft die Führung übernehmen musste, um ihm die Bürde etwas abzunehmen. Lucas wurde schon in frühen Jahren gefoltert und schwer verletzt und hat seine Eltern sterben sehen...um mit diesen Schmerz klarzukommen, hat er seinen Panther gebraucht, was die gleiche Augenfarbe erklären könnte. Und bei Kit kannst du dir den möglichen Grund bestimmt selbst denken.<
Ich nicke und sofort zieht sich alles in mir zusammen, denn ich weiß zwar nicht wie es ist, seine Eltern zu verlieren, aber ich weiß, wie sich diese Liebe anfühlt und deshalb kann ich mir nur zu gut vorstellen, wie sehr es doch schmerzen muss, wenn sie nicht mehr da sind. Ich weiß, dass ich danach nicht mehr so wäre wie zuvor und es tut mir immer noch leid, dass Kit sowas erleben musste.
Dorian schmiegt sich fester an meine Seite. Ich gucke ihn dankend an.
>Und bei uns anderen ist es völlig unterschiedlich.<, erklärt Tamsyn mit sanfter Stimme weiter, >So habe ich als Leopardin gold-grüne Augen, die von Vaughn sind noch einen Tick satter, goldener, Mercys werden goldfarben und Dorians sind grün. Verstanden?<
Wieder nicke ich und speichere diese Informationen sorgfältig ab.
Der Wächterleopard an meiner Seite schnurrt laut, als ich seinen Nacken berühre und ich mache fleißig mit dem Kneten dieser Muskelpartie weiter.
Ein kleines Lachen erschallt. >Du scheinst seine Lieblingsstelle gefunden zu haben.<
Verschmitzt grinsend kauere ich mich vor diese Raubkatze, gucke ihr direkt in die Augen und Dorian erwidert den Blick genauso intensiv. Er kommt so nah zu mir, bis er seinen schweren Kopf auf meine rechte Schulter legen kann und schmiegt diesen ganz fest an meinen Hals.
Ich lege die Arme nach kurzer Zeit vorsichtig um seinen Hals und flüstere so leise, dass nur er es es hören kann:>Heute also eine Schmusekatze, ja?<
Mit einer knappen Kopfbewegung, stimmt er zu und ich grinse leicht.
>Warum?...Weil ich es brauche?< Kurz schmiege ich mich leicht an ihn, dann nickt er wieder und es kribbelt in meiner Nase und ich muss gegen die Tränen anblinzeln.
>Danke. Ich bin dir und deinem Rudel so dankbar...< Ich streiche durch sein Nackenfell. Dorian schnurrt leise.
>Willst du einen Kaffee, Liebes?<:dringt Tammys Frage an mein Ohr.
Ich gucke über seinen Rücken hinweg zu ihr. >Ja. Mit Milch und Zucker, bitte.<
Musik hallt gedämpft durch den Raum und ich muss unwillkürlich mitsummen. Die fürsorgliche Heilerin und Mutter dreht sich kurze Zeit später zu mir um, mit zwei Kaffeetassen in den Händen. >Du kennst 'Secret Love Song' von Little Mix?<
Ich singe heiter mit:>But we know this, we got a love that is hopeless...<
>Why can't you hold me in the street?
Why can't I kiss you on the dancefloor?...<:stimmt sie mit ein.
Und nun rufen wir einstimmig:>I wish that it could be like that
Why can't we be like that?
Cause I'm yours...<
Wir lachen leise, anschließend stellt sie die Tassen auf den Tisch und macht eine warme Honigmilch für Noor. Ich löse mich mit einem letzten Drücken und einem sanften Kuss auf die Nase vom Wächter, der mich in einem breiten Grinsen seine gefährlichen Zähne sehen lässt, ehe er aus der Küche geht.
Noch schnell das Körbchen mit dem süßen Brot holend, laufe ich mit Dorian bis zur Tür mit und setze ich mich dann zwischen dem kleinen Mädchen und Tamsyn.
>Wo sind denn eigentlich die Anderen?<:frage ich, während ich schon nach einem dieser leckeren Brötchen greife.
>Die großen Jungs, sprich Kit, Dorian, Cory und Nate<-sie schmunzelt leicht, sobald sie den Namen ihres Mannes ausspricht->und die Kleinen wollen jetzt noch nichts essen. Die Großen streifen wahrscheinlich draußen durch die Wälder oder gehen anderen Pflichten nach und die anderen Kinder wollten noch weiterspielen. Außer die kleine Noor hier.< Sie lächelt das Mädchen liebevoll an.
Ich nicke und an dem Kaffee nippend, vergesse ich das süße Brot und ich komme auch nicht mehr vom Kaffee los, um es doch noch zu probieren. Hmm. Wie lange hatte ich nun schon keinen Kaffee mehr?...Eine Woche?...Ja, das könnte hinkommen, weil ich vor diesem ganzen Trubel auf die super gute Idee kam, Keinen mehr trinken zu wollen. Na ja...oder eher gesagt: Ich musste damit aufhören, weil ich eine Wette verlor. Ich dummes Ding., trotz allem muss ich nun darüber lächeln.
Meine beste Freundin Jana und ich sind praktisch unzertrennlich. Im Charakter haben wir zwar viele Gemeinsamkeiten...aber im Aussehen? Da sind wir so unterschiedlich, dass es unterschiedlicher wohl kaum geht.
Sie hat tiefschwarze, aalglatte Haare, einen blassen Teint, ist fast einen Kopf größer als ich und ist eine reine Gestaltwandlerin, die sich in ein weißes Pferd verwandeln kann.

~In der Kita trafen wir uns zum ersten Mal und als ich sechs war, erzählte mir meine Mom:>Du hast mich nach dem zweiten Tag im Kindergarten gefragt, ob du nicht dableiben könntest.<
Ich kicherte darüber nur und stritt es ab:>Nein, ganz bestimmt nicht.<, obwohl ich mich noch zu gut daran erinnern konnte.
>Doch und eine Woche später hat mir Janas Mutter gesagt, dass sie das Gleiche gefragt und daraufhin gemotzt habe, dass ihr euch ja nur so selten seht. Dabei habt ihr doch schon den ganzen Tag zusammen in der Kita verbracht.< Ein Lächeln schlich sich auf das Gesicht meiner Mutter und ich musste nun auch grinsen.~

~Wir planten so ziemlich alles. Wir wollten zusammen in die Grundschule gehen, danach auf dieselbe Oberschule und zusammen Abitur machen. Zusammen wollten wir allerlei Blödsinn machen.
Als wir dann sechseinhalb waren, hatten wir schon ganz viel Mist in der Kita angestellt und freuten uns auf die Grundschule. Dort kamen wir zuerst nicht in dieselbe Klasse und so bettelten wir darum, in eine gemeinsame Klasse zu dürfen. Und mit unseren sturen Köpfen schafften das wir schlussendlich auch.~

~In der dritten Klasse zogen Jana und ihre Eltern näher zu uns. So konnten wir nun auch unter der Woche beieinander übernachten, wenn wir denn auch früh genug schlafen gingen. Dies waren tolle Tage und am Montag kurz vor den Osterferien fragte sie mich wiedermal, ob ich bei ihr übernachten wolle.
Ich war sofort dabei. >Ja, natürlich. Was machen wir?<
Da wir Zwei sehr viel Quatsch im Kopf haben und sehr missachtend gegenüber jeglichen Regeln waren — und es zwischendurch immer noch sind —, entgegnete sie grinsend:>Meine Eltern sind sich ja, was das Wachbleiben angeht, mit Deinen einig und ich schlage vor, dass wir bis zwei Uhr nachts aufbleiben.<
Lachend nicke ich. >Abgemacht.<:bejahe ich. In Gedanken malte ich mir schon aus, wie unsere Eltern gucken würden, wenn wir am nächsten Tag die Bombe platzen ließen.~

~Da wir es irgendwie geschafft hatten, die Grundschule hinter uns zu bringen, gingen wir mit dreizehneinhalb auf die Oberschule.
Das war die Zeit in meinem Leben, die mit am schönsten war, wären da nicht auch die Arbeiten und Präsentationen gewesen. Na ja...zumindest was Englisch und Mathematik anging, da musste mir Jana immer helfen, dafür konnte ich ihr in Biologie und Chemie unter die Arme greifen. Also schafften wir es ganz gut durch die Mittelstufe.
In der Elften und somit im Abitur wurde es jedoch richtig mies und so kämpften wir uns durch das erste Semester.~

Und nun? Jetzt haben wir schon zwei Wochen Sommerferien und ich wollte diese eigentlich mit meiner Freundin und Familie genießen. Stattdessen sitze ich hier...Ja ja, ich sollte mich nicht beschweren, aber...ach, ich wollte nicht, dass mein Leben so entgleist. Denn jetzt ist alles unwiderruflich verändert und auch wenn das durchaus gute Seiten hat, ist es doch auch komisch.
>Brooklyn, Brooklyn, Brooklyn!<
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~3134 Wörter

Wer das wohl ist? Habt ihr eine Ahnung?
Schreibt mir eure Vermutungen in einem Review. :)) Ich bin gespannt.
Oh...und über eure Meinungen freue ich mich auch immer.

Eure Maatiboy :)
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