Kit und Brooklyn

von Maatiboy
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Kit OC (Own Character)
02.05.2019
08.12.2019
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Brooklyns Sicht

Im Zimmer eile ich ins Bad und putze mir mechanisch die Zähne. Ich spritze mir kaltes frisches Wasser ins Gesicht und fahre mir durchs Haar, meine Augen sind nur noch halb geöffnet, so bleiben vor Müdigkeit fühlen sie sich an. Jedoch nehme ich mir vor, noch wach zu bleiben, wenn ich im Bett liege, ich will auf Kit warten. Auf dem Weg dahin entledige ich mich der Leggings und sowie ich mich dann aber ins Bett lege und mich zu einer Kugel zusammenrolle, bin ich auch schon weg.

[Schwarze Augen schauen mich an. >Da bist du ja endlich, Brooklyn. So ein anständiges Mädchen.<
Ich blinzle verwirrt und frage:>Wo bin ich?<, dabei will ein doch immerhin recht großer Teil von mir das gar nicht erfahren.
>Im Labor natürlich. Wo solltest du denn sonst sein?< Ein grausames Lachen ertönt, das mir durch Mark und Bein dringt und mich zitternd zurücklässt. Er, dieser grausame Mann, der mir vorher nicht ganz so barbarisch vorkam, zieht grinsend an einer Strippe, die am Bett befestigt ist. Nach Luft keuchend, sowie sie mir den Brustkorb zusammen zieht, schaltet sich mein Instinkt ein und ich versuche mich zu wehren, doch Beine und Arme sind auch schon gefesselt. Mein Atem stockt und ich bekomme Angst.
Ein Band um meine Stirn und ein Klacken, so als wäre etwas eingerastet. Etwas zerreißt in mir und ich beginne zu schreien.
>Brooklyn, es ist alles gut. Ganz ruhig.< Das ist Carolas Stimme und mir bleibt der Schrei in der Kehle stecken, als ich aus den Augenwinkel sehe, was sie in den Händen hält.
Eine elektronische Säge.
>Was habt ihr vor? Was wollt ihr von mir?<:krächze ich. Ich habe einen bitteren Geschmack im Mund und meine Angst wächst ins Unermessliche. /Oh Gott, dass kann nicht wahr sein...oh bitte, lass das nicht wahr sein./
Ein Lächeln. >Wir wollen dein Gehirn.<
Das Instrument, mit dem sie mir die Schädeldecke öffnen will, fängt krachend an zu summen. Ich schrecke zusammen und als das Gerät näher kommt, schreie ich von Neuem und versuche mit allen Kräften, mich zu befreien.
Um mich schlagend und treten, so gut eben es geht, schreie ich mir die Seele aus dem Leib, doch die Säge kommt immer näher und näher...]-

>Brooklyn Sommer, wach' auf!<:wettert jemand. Eine Sekunde darauf dröhnt mir der Kopf, weil auch in diesem jemand donnert:*Komm' da raus, Brooklyn!*
Schreiend schrecke ich aus dem Schlaf, mein ganzer Körper ist klitschnass vom kalten Angstschweiß und randvoll mit Panik, die mir einflüsterte, ich würde da nicht mehr wegkommen, sondern qualvoll sterben. Noch immer bekämpfe ich etwas, was gar nicht da ist, mit Händen und Füßen. Mein Herz rast in meiner Prust, mein Atem geht nur noch stoßweise.
Zwei muskulöse Arme nehmen mich gefangen und ich dresche mit all meiner Kraft auf die Brust ein. Tränen laufen, meine Kehle ist trocken und rau und die Muskeln beschweren sich lautstark. Dessen ungeachtet, mache ich weiter. Schlage immer wieder zu. Winde mich in den Armen hin und her. Weine ungehemmt, schreie mit heiserer Stimme vor Angst und Hilflosigkeit.
Jählings schließen sich Hände um meine Handgelenke, hindern mich am Weitermachen. >Mach' die Augen auf.<:flüstert eine Stimme sanft und liebevoll, die mir weit entfernt bekannt vorkommt.
Ich reagiere jedoch gleich null und setze mich abermals zur Wehr, diesmal nur noch umso heftiger. Ich weiß einfach, dass sie mich schonmal getäuscht haben und das lasse ich nicht nochmal mit mir machen.
Dieses Mal verhält sich derjenige anders. Schneller. Geschickter. Kaum sind meine Hände frei, umklammern mich die Arme erneut und bin ihm ausgeliefert.
Somit verlege ich mich prompt aufs Flehen...mehr bleibt mir nicht übrig. >Bitte, tue mir nichts. Bitte. Ich werde auch alles machen, was du verlangst...wirklich alles. Bloß bitte...<-ich schluchze und kneife meine Augen fester zusammen->...tue mir nichts.<:flüstere ich gebrochen mit kratziger Stimme.
Ich glaube, zu spüren, wie der Körper, an den ich gepresst bin, zusammenzuckt, dann streicht mir eine Hand aber mit sanften Druck über den Rücken und ich verspanne mich und wimmere:>Bitte...<
>Ich...ich würde dir nie etwas tun, Brooklyn. Ich bin es...Kit.< Der Geruch nach Tannennadeln, Wildblumen, Gras, feuchter Erde und etwas Fruchtigem erfüllt meine Nase und ich wage mich nicht zu bewegen oder es auch nur eine Sekunde zu glauben, aus Angst, das könnte wieder eine Täuschung sein.
Ganz vorsichtig drückt er — wer auch immer er wirklich ist — mich von sich und umfasst dann mein Gesicht. Ich zittere und kralle mich in die Laken neben mir und seine Daumen streichen sanft über meine Wangenknochen. >Brooklyn...bitte. Ich bin wirklich hier. Öffne deine Augen, meine süße Maus. Tu' es für mich, vertrau' mir. Ich bin echt und...Gott, ich hasse es, dich so zu sehen und nichts tun zu können.<:knurrt er am Ende, küsst mich kurz, aber voller Liebe.
Keuchend reiße ich die Augen auf und sehe direkt in strahlendes Blau. >K...kit?<:frage ich unsicher und er nickt. Ich hadere mit mir selbst.
Er legt seine Stirn an meine, lässt seine Augen zu die des Leopardens werden und als ich dann plötzlich durch die Fensterfront des Wohnzimmers der Ryders mich sehe, wie ich gerade lachend vor James stehe, fällt alle Anspannung von mir, denn jetzt weiß ich, dass er wirklich der richtige Kit ist. Das er mich mit James gesehen hat, wusste ich zuvor nämlich nicht und somit können die Medialen das nicht aus meinem Gedanken gezogen und für ihre Zwecke missbraucht haben.
>Bist du wieder bei mir?< Er zwinkert mir um Leichtigkeit bemüht zu und lächelt leicht, noch etwas angespannt
Ich atme durch. >Ja. Ich<-ein Glas wird an meine Lippen gehalten und ich schlucke gierig. >Es tut mir leid...ich wollte dich nicht schlagen...ich wollte nur da raus, Gott, ich wollte nur von dort weg...weg aus dieser Hölle mit meinen nur allzu persönlichen Dämonen.<:hauche ich, als ich das Glas hinunter gestürzt habe und lehne mich erschöpft und erschauernd an ihn.
>Du hast von Viktor und Carola geträumt?< Eine Hand berührt meine Schulter, ich schreie auf und fahre zusammen, mein Puls fährt in die Höhe und Kit legt sofort die Arme um mich, ein warnendes Knurren kommt über seine Lippen.
Ein Blick nach links und ich schaue in treibendes Mokka. Ich beiße mir von Innen auf die Wange um nicht zu grinsen. Oh, Kit...sogar ihm drohst du, um mich zu beschützen.
Tief und erleichtert durchatmend, konzentriere ich mich wieder auf das Gesicht des rotbraunhaarigen jungen Mannes. >Genau...<
James guckt mitfühlend. >Wir reden Morgen?<
Zittrig stimme ich zu und er geht. Meine Augen wandern zurück zu meinen Gefährten und ich sehe nach wie vor in die wilden Augen des Leopardens.
>Erzählst du es mir?<
Wortlos schicke ich ihm diesen grausamen Traum über unsere Verbindung und er zieht mich noch etwas fester an sich. Ein leises Knurren vibriert in seiner Brust. >Das haben und werden sie nicht machen. Ich bin bei dir und diese Medialen bekommen dich nie wieder in ihre dreckigen Finger.<
Ich bibbere:>Das...das weiß ich doch...<, und lasse mich in die Kissen zurücksinken.
Kit legt sich neben mich, ich kuschle mich mit dem Gesicht unmittelbar an seine warme, blanke Brust und drücke die zu Fäusten geballten Hände ebenfalls an sie, entspanne mich fast sofort, als seine Wärme meine Kälte vertreibt.
Ein Fluch kommt aus seinem Mund und ich will die Hände schon wieder zurückziehen, da...
>Nein, nein. Lass' sie da. Sie sind bloß so kalt und das hat mich kurz entsetzt.<:beharrt er und ich gucke ihn unschlüssig an.
Sein einer Arm schiebt sich unter meinen klitschnassen Körper und den anderen legt er schließlich über meine Taille, nachdem er über uns beide die Decke ausgebreitet hat. Dann zieht er mich leicht etwas näher an sich und ich atme tief ein, während ich mich bereitwillig fester an ihn schmiege. Kurz darauf spüre ich einen Kuss auf meinem Haar und seufze, als daraufhin jegliche Anspannung aus meinem Körper weicht.
>Gute Nacht, mein Dornröschen. Schlaf' jetzt...ich passe auf, süße Maus.< Ein weiterer Kuss. Er legte die Arme noch ein wenig fester um mich und wiederholt:>Schlaf'...ich werde aufpassen.<
Lächelnd falle ich mit der Gewissheit, dass er sein Wort hält, in einen traumlosen Schlaf.
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~1361 Wörter

Neues Kapitel, ich hoffe, es gefällt euch.
Lasst Reviews da. ;)

Eure Maatiboy ;)
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