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iFindOut 2

von Anonym7
KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Carly Shay Freddie Benson Gibby Sam Puckett
02.05.2019
02.05.2019
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Freddie's POV

Lustlos klopfte ich an die Tür, an ihre gottverdammte Tür.
Ich hatte eigentlich überhaupt keine Lust, aber ich hatte es Carly versprochen, 'es ginge hier ja immerhin um meine beste Freundin.'
Oder besser gesagt ehemalige beste Freundin.

In letzter Zeit hatte sich so einiges verändert. Also eigentlich nicht an Sams Verhalten oder auch nicht an meinem, eigentlich war alles wie immer.

Sie machte mich immer noch runter, schlug mich, klaute mein Geld und und und, und ich versuchte erfolglos dagegen zuhalten.
Zusammengefasst könnte man sagen, sie verhielt sich wie immer. Und das war das, was mir wehtat.

Klar einerseits genoss ich es, komischerweise, ihre Aufmerksamkeit zu haben, wenn auch nur auf diese komische Weise.

Aber andererseits wollte ich, dass sie ganz andere Sachen machte, meine Hand nahm, mich umarmte oder mich küsste. So wie damals auf der Feuertreppe.

Doch das würde niemals passieren, warum genau ich das eigentlich wollte, weiß ich auch nicht.

Schließlich ging es hier um Sam, die böse, gemeine, alles fressende und absolut anstandslose Sam, die ich immer so gehasst hatte.

Wie war sie zu dieser mutigen, witzigen und wunderschönen jungen Frau geworden? Diese Frau, die ich so sehr mochte und die ich unbedingt haben wollte, die ich aber nie kriegen würde.

Und diese junge Frau würde heute 18 Jahre alt werden, also quasi wirklich zu einer richtigen Erwachsenen.

Bei dem Gedanken, dass Sam ihre Stromrechnung und Steuererklärung machen müsste, musste ich sofort grinsen, doch auch das würde sie irgendwie schaffen, wie bisher alles im Leben.

Sie war die letzten Jahre so ein wichtiger Teil meines Lebens geworden und trotzdem wollte ich heute nicht mit ihr feiern. Warum nicht?

Nun der Grund ist einfach, weil sie seit 2 Wochen mit so einem BWL Studenten anbandelt. Ein völlig hirnloser Typ, meint sogar Carly, und die kann die Sache ja einigermaßen objektiv betrachten.
Aber Gespräche schienen sie mit ihm eh nicht zu interessieren.

Das einzige was die beiden machten war knutschen und ständig schwärmte sie uns von seinem tollen Körper vor und jedes Mal tat es weh, denn jedes Mal wurde mir wieder klar, warum ich sie nie kriegen würde.

Ich war ein Nerd, ich war klein und schwach und wenig muskelbepackt, klar inzwischen war ich größer und stärker als sie, aber das reicht ihr offenbar nicht, ich reiche ihr offenbar nicht.

Natürlich würde er auch da sein und deshalb hielt sich meine Laune in Grenzen. Ich war schon extra 2 Stunden zu spät, damit ich den beiden ja nicht alleine über den Weg laufen würde.

Ein Blick auf mein Pearphone verriet mir, dass es schon 10 Uhr war, drinnen war laut und deutlich die Party im Gange, durch die Fenster schienen sich immer wieder abwechselnde Farben.

Nur die Tür öffnete sich nicht. Ich klopfte nun schon zum 10. Mal, doch es tat sich einfach nichts.

Ich beschloss, dass die Musik wohl zu laut sein musste, um mein Klopfen zu hören und stieg langsam die Stufen von der Tür zurück hinab.

Wäre eigentlich die perfekte Ausrede, um wieder heim zu gehen, aber ich hatte eh schon 10 SMS von Carly, wo ich bleibe, also beschloss ich für 1-2 Stunden zu bleiben.

Trotzdem stellte sich die Frage, wie komme ich in das Haus?

1. Möglichkeit, wie Santa Claus durch den Kamin, doch das erschien mir arg umständlich und außerdem gefährlich.

Ich ging also einfach langsam um die Ecke und suchte nach offenen Fenstern oder Hintereingängen.
Erst jetzt fiel mir auf, wie selten ich doch bei Sam war.

Direkt als ich um die Ecke kam, erblickte ich Brian, den Mädchenschwarm unserer Klasse, wie er gerade ausgiebig in Sam's Hecke kotzte, während Clara im besorgt über den Rücken streichelte.

Schnell ließ ich die beiden und die Bilder im Kopf hinter mir und folgte der immer lauter werdenden Musik.

Tatsächlich hatten die Pucketts eine Terasse, auf der einige unserer Mitschüler feierten uns tanzten, darunter auch Carly, die sich endlich getraut hatte, Erik anzusprechen.

Deshalb machte ich erst garnicht den Fehler, sie anzusprechen, sondern stiefelte gleich die Stufen nach oben und betrat das Haus.

Viel erkennen konnte man in der beinahe Dunkelheit nicht, nur einige Kugeln, die sehr diskoähnlich waren, beleuchteten die Räume spärlich.

Ich lief also durch den schmalen Gang und tastete mit beiden Händen an der Wand entlang, bis ich rechts plötzlich etwas spürte.

Es war ein Türgriff, endlich.

Schnell drückte ich die Klinke herunter und öffnete die Tür, doch sofort kniff ich die Augen zusammen.

Der Raum war hell beleuchtet, ich brauchte einige Sekunden, doch langsam erkannte ich, was sich vor mir abspielte, da standen Sam und dieser Muskelprotz. Er hatte immernoch seine Hand um ihre Taille gelegt. Und beide starrten mein schlitzäugiges Ich an.

"Freddie, was machst du denn hier?", fragte sie mich, und klang dabei fast etwas ertappt. Sofort löste sie sich aus seiner Umarmung und sah mich einfach nur verlegen an.

"Ich-ich...", doch mehr bekam ich nicht heraus, zu tief schmerzte der Stich den mir dieses Bild schon wieder verursacht hatte. Warum tat sie mir nur so weh?

"Sorry, wollte nicht stören!", sagte ich sarkastisch, wobei ich meine Eifersucht nicht ganz verstecken konnte.

"Freddie warte!", rief sie mir noch nach, aber da hatte ich die Tür schon wieder zugeschlagen.

Kaum war der letzte Lichtstrahl blockiert, stand ich wieder in der völligen Dunkelheit. Mit beiden Händen ertastete ich langsam wieder die Wände und als ich sie wieder auf beiden Seiten spürte, schritt ich langsam weiter.

Blind ging ich vorwärts, nur der lauter werdenden Musik folgend.
Langsam war es mir auch wieder möglich etwas zu sehen.

Sam war mir ganz offensichtlich auch nicht gefolgt, mal wieder war ich ihr es wohl nicht wert genug, bestimmt presste sie sich schon wieder an diesen Vollidioten.

Langsam wurde ich stocksauer, so würde ich den heutigen Abend nicht beenden.

Immer weiter schritt ich den Gang entlang, bis ich das Wohnzimmer erreichte, den größten Raum im Haus, er ging direkt in die Küche über.

Viele Gesichter kannte ich, doch ich suchte nach einem bestimmten, doch es dauerte bis ich es gefunden hatte.

Es wunderte mich eigentlich sogar, dass sie ihn eingeladen hatte, auch wenn er genauso ein Teil von iCarly war, wie ich und Carly.
Doch da saß er, in der Ecke des Wohnzimmers und bürstete der dreibeinigen Katze von Sam den Schwanz, mit einer Zahnbürste.

Ich freute mich dass er da war, denn er war der einzige der mir jetzt helfen konnte.

"Hey Gibby, kannst du mal mitkommen?", fragte ich ihn direkt.

"Klar aber nur wenn Sir Catselott mitdarf.", gab er kurz zurück.

Dass das nicht ihr richtiger Name war war mir jetzt ziemlich egal, ich nickte ihm nur zu und wir Schritten zusammen in die Küche.

Mit jedem Schritt weg vom Wohnzimmer wurde die Musik leiser,  langsam war sie schon fast erträglich.

Auf jeden Fall musste man sich jetzt nicht mehr anschreien.

"Pass mal auf, du bist mein bester Freund und wir betrinken uns jetzt komplett, und ich möchte dass du ohne zu fragen mitmachst, alles klar?", gab ich ihm nur zu verstehen, während ich aus der Wodka Flasche den Korken zog.

"Geht es etwa schon wieder um Sam und ...", fragte er, doch er brach die Frage ab, denn ich belegte ihn mit einem bösen Blick.

"Oke gut, darf Catselott auch mittrinken?", fragte er dann, etwas überraschend in die Stille hinein.

"Nein!", gab ich etwas lauter zurück, doch innerlich musste ich lachen.

Gibby war wirklich verrückt, doch er war ein unglaublich guter Freund.
Trotzdem verstand ich seine Gedankengänge nicht immer.

Ich befüllte uns beiden das erste Glas, doch das war schneller weg, als man 'Giiiibbyyyy' sagen konnte, also befüllte ich unsere Gläser, doch erst als das 10. Glas bei ihm immernoch kaum Wirkung zeigte, wurde mir klar, dass das wohl ein Fehler war...

Sam's POV

Seit Stunden lief ich jetzt durch diese Menschenmenge und suchte ihn. Wo war er nur auf einmal hin?
Ich musste einfach mit ihm sprechen!

Warum hatte ich nur so viele Menschen eingeladen? Die Hälfte konnte ich eh nicht leiden, eigentlich ja alle außer 3 Leute.

Und den einen davon konnte ich einfach nicht finden.

Alle oberen Stockwerke habe ich schon abgesucht, doch ihn fand ich dort nicht.
Ich erwischte 3 Paare beim Rummachen, aber Freddie war nicht dabei.

Nur aus Sicherheit hatte ich von oben alle vertrieben und den oberen Bereich abgeschlossen.

Hoffnungslos sah ich durch die sich langsam lichtende Menschenmenge, es war ja schließlich schon 5 Uhr morgens. Doch wieder sah ich sein Gesicht nicht.
Nur Gibby der meiner Katze die Zähne putzte, das ließ ich einfach mal so stehen.

Langsam schritt ich auf das Musikpult zu und zog den Stecker zur Steckdose.

Sofort wurde es schlagartig ruhig, für eine Sekunde zumindest, dann protestierten auf einmal alle.

Doch ich ließ sie schreien, ich kletterte stettdessen auf die Box.

"Seid alle mal ruhiiiiig!", schrie ich in den Raum und alle waren still.

"Die Party ist vorbei, geht nach Hause! Wer in 5 Minuten nicht weg ist schmeckt die Buttersocke!", rief ich bedrohlich in die Runde und sofort rannten alle zum Ausgang.

Mein Ruf hatte auch seine Vorteile.

Nur Gibby war seelenruhig sitzen geblieben.

Sofort sprang ich von der Box und stellte mich vor ihn. Auf einmal zuckte er zusammen und schützte seinen Körper.

"Bitte nicht die Buttersocke!", schrie er ängstlich.

"Keine Sorge, ich will nur wissen wo Freddie ist.", gab ich ruhig zurück.

Langsam entspannte er sich und setzte sich wieder normal hin. Er hob die Zahnbürste auf und deutete damit auf die Terassentür.

Sofort drehte ich mich um und lief Richtung Terasse ohne noch etwas zu ihm zu sagen, ich hörte ihn von hinten nur noch leise sagen:

"Nachher wirst du noch schön gebadet!"

Schnurstracks erreichte ich die Terasse und sah mich um. Keine Menschenseele mehr zu sehen, meine Ansage war wohl bis hier draußen durchgedrungen.

Ich drehte mich fast einmal um die eigene Achse bis ich ihn plötzlich sah.

Ganz allein saß er in der Dunkelheit, an den Baum gelehnt, auf dem ich immer so gerne ein Baumhaus haben wollte. Er schien wach zu sein, doch er starrte merkwürdig gefesselt in den Himmel.

"Fredward?", fragte ich vorsichtig in seine Richtung. Doch er blieb still.

Ich blieb erstmal stehen und sah ihn einfach nur an.

"Ist dir schonmal aufgefallen wie schön die Sterne sind? Ich kann dir alles über Entstehung und Zusammensetzung sagen, aber noch nie habe ich bemerkt, wie schön sie sind.", sagte er plötzlich in die Stille hinein, mir war schon fast langweilig geworden.

"Bist du betrunken?", fragte ich ihn, während ich noch über seine Aussage schmunzeln musste.

"Nein!", gab er hörbar lallend zurück.

"Gut dann steh auf!", konterte ich ihm. Und sah ihn einfach nur an, genauso wie er mich.

Wir blickten uns einfach nur in die Augen, zwar mit einem bösen Blick, aber trotzdem verschaffte mir das wieder dieses warme Gefühl im Bauch.

"Du bluffst!", zischte er mich an.

"Warum sollte ich jetzt bluffen?", fragte ich ihn verwirrt, doch dann müsste ich lachen.

"Ok bin ich! Ich habe mit Gibby getrunken.", gab er zu. Direkt dannach entglitt ihm ein ziemlich lauter Rülpser.

"Sorry!"

"Schon gut, aber warum hast du das getan?", fragte ich ihn mit aufgerissenen Augen.

"Das kommt wohl von der ganzen Kohlensäure in der Cola.", hob er entschuldigend die Schultern.

"Nicht das du Idiot, warum du mit Gibby trinkst, der wiegt doppelt so viel wie du und außerdem hat er Trinkerfahrung!", schrie ich ihn nun schon fast an.

Etwas überrascht setzte er zurück, dann sah er auf den Boden.

"Naja... wegen dir", nuschelte er ins Gras.

"Wie wegen mir??", fragte ich während sich meine Augen geweitet hatten.

"Es tat mir weh dich mit diesem Typ zu sehen oke, weil ich mich irgendwie in dich verliebt habe. Und das wollte ich halt erträglich machen.

Das haute mich aus den Socken, mein Herz schlug mir bis zum Hals.

"Woooow... Ich weiß jetzt nicht was ich sagen soll.", sagte ich und verschränkte meine Arme hinter meinem Kopf.

Immer wieder gingen mir seine Worte durch den Kopf und jedes mal wenn ich "verliebt" hörte musste ich mehr grinsen.

"Damit hatte ich echt nicht gerechnet.", gab ich überrascht zu.

Doch er hatte aufgehört mich anzusehen und schaute wieder in die Sterne.

"Ganz schön romantisch hier nicht war?", sagte er leise.

"Ja.", antwortete ich ihm und legte mich neben ihn ins Gras, denn inzwischen hatte er es sich auf dem Boden bequem gemacht.

"Aber warum kümmert es dich so wie es mir geht?", fragte er mich, nachdem ich zum liegen gekommen war. Ich wollte ihm darauf antworten, doch ich bekam einfach nichts heraus.

Beide schauten wir nun durch die Äste und Blätter des Baumes in den Sternenhimmel und schwiegen einfach nur. Unsere Schultern berührten sich leicht.

Langsam streckte ich meine Finger aus und griff mit meiner Hand in seine Hand und als sich unsere Finger endlich umschlossen fühlte sich das einfach so schön, so richtig an.

Lange lagen wir so nebeneinander und genossen einfach nur die Nähe des anderen. Am Horizont ging schon langsam wieder die Sonne auf.

"Freddie, es tut mir leid, dass ich dir so weh getan habe. Das war das letzte was ich wollte.", fing ich an zu erzählen, doch er regte sich nicht, sondern starrte einfach wieder in die Sterne.

"Diese ganze Geschichte darfst du nicht falsch verstehen. Ich habe nichts mit ihm angefangen, weil er mir so unglaublich gut gefiel. Ich fand ihn sogar unglaublich nervig, ich glaube ich habe nur mit ihm herumgehangen, aus demselben Grund, aus dem du dich heute betrunken hast.", flüsterte ich leise in seine Richtung. Ich hatte meinen Kopf in seine Richtung gedreht und wartete auf eine Reaktion.

Es war mir wahnsinnig schwer gefallen, das zu sagen.

Langsam drehte auch er seinen Kopf in meine Richtung.

"Wirklich?", fragte er mich.

Doch ich antwortete ihm nicht, sondern drückte ihm einen leichten Kuss auf die Lippen. Er war nur kurz, aber es war wie eine Explosion in mir. Als bekam man als Kind endlich das Geschenk, auf das man so lange gewartet hatte.

Ich lächelte ihn an und stand auf.

"Wollen wir das fortsetzen, wenn wir beide ausgeschlafen sind? Z.B. wenn du morgen mein Haus aufräumst?", fragte ich ihn lächelnd und hielt ihm meine Hand hin.

Und als er sie grinsend annahm, war ich das glücklichste Mädchen der Welt.
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