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von Anonym7
KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Carly Shay Freddie Benson Gibby Sam Puckett
02.05.2019
02.05.2019
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"Ich möchte da aber verdammt noch mal nicht hin!", antwortete ich Carly genervt. Sie drehte seit Stunden komplett am Rad, weil wir nachher auf eine Party gehen würden.

Seit 3 Uhr, ja genau 3 Uhr, waren wir daran uns "hübsch" zu machen.

Sie meinte allen Ernstes man bräuchte für sowas 5 Stunden.
Aber wie durch ein Wunder waren die 5 Stunden fast vorbei.

V.a. die letzten 2 Stunden kamen mir wie eine Ewigkeit vor, denn Carly hatte mir verboten zu essen, sobald ich mein Kleid anhatte. Das würde mich zwar nicht stören, aber jedes mal wenn ich etwas zu Essen in die Hand nahm, schlug sie es mir weg.

Wenn sie nicht meine beste Freundin wäre, hätte ich sie längst umgebracht.

Ich verstand sowieso nicht, warum wir uns so aufbrezeln mussten, schließlich war es nur Freddie's Geburtstag. Klar es war sein 18., aber trotzdem war es nur Freddie.
Man wie ich ihn hasste, das war seit ein, zwei Wochen noch schlimmer geworden und das hatte nur einen Grund.

Und diesen Grund würden wir nachher kennenlernen. Kotz.

"Warum hast du denn keine Lust? Das wird einfach nur Spitze!", fragte sie ohne mich anzusehen, mich wunderte sowieso, dass sie mir überhaupt zugehört hatte, sie war nämlich schon seit Tagen aufgeregt wegen irgend so einem "süßen" Nerd aus Freddwards Nerd-Computer-Kurs.

"Das weißt du ganz genau!", muckte ich sie dumm an, aber es war eh zu spät sie war völlig in ihrem Spiegelbild versunken und betupfte schon seit einer Stunde ihr linkes Augenlied. Ohne dass es irgendwie anders ausgesehen hätte als vorher.

Ich verstand eh nicht den Sinn daran sich zu schminken, deshalb machte ich es auch nicht.

Carly war da anders, v.a. wenn sie es, wie jetzt, auf einen Typen abgesehen hatte.
Dann war sie bei meinen Jungsproblemen auch keine große Hilfe.

Ihr war es von Anfang an relativ egal gewesen, dass ich nicht auf diese Party wollte, selbst wenn Freddensteins Mutter nicht im Lande war.

Ich musste es Carly leider schon relativ früh gestehen, dass ich irgendwie auf Freddie stand, denn sie hatte mir das sofort angemerkt.

Ein Jahr läuft das schon so und langsam nervt es mich. Ich hasse ihn immer mehr, aber mag ihn auch immer mehr, aber bisher konnte ich ganz gut damit leben, denn bisher war der Idiot ja stets allein, da er ja immernoch damit beschäftigt war, meine beste Freundin anzuhimmeln.

Aber seit ich erfuhr, dass er eine Freundin aus der 11. Klasse hat, eine gewisse Amy, wurde es einfach unerträglich.

Und trotzdem muss ich nachher zu seiner Party. Oder besser gesagt in 10 Minuten.

Ich beobachtete noch amüsiert Carly, wie sie auf die Uhr sah und noch schnell panisch an sich herumhantierte und dann aufsprang.

"Fertig, wie seh ich aus?", fragte sie mich, während sie geistesabwesend in den Spiegel sah.

"Absolut ekelerregend!", gab ich nur genervt zurück, da sie mir eh nicht zuhörte.

"Danke, da hat sich die Mühe doch gelohnt! Auf komm jetzt, wir wollen nicht zu spät kommen!", sagte sie überdreht und riss mich an meinem Arm von ihrem Bett.

Sie zog mich gewaltsam zur Tür, doch nach wenigen Metern hielt sie an und sah mir in die Augen.

"Sam hör mir zu, es tut mir leid wie es mit dir und Freddie gelaufen ist, aber du musst das jetzt akzeptieren, es ist immerhin sein Geburtstag. Also geh hin, lächle etwas und versuch Spaß zu haben oke?", sagte sie mir so zugewandt, wie am ganzen Abend vorher zusammen nicht.

"Okeeee.", gab ich augenrollend nach, während sich auf ihrem Gesicht ein Lächeln abbildete.

Sie öffnete die Tür und trat auf das Appartment der Bensons zu.
Davor blieb sie nochmal kurz stehen, richtete sich das Kleid nochmal zurecht und klopfte an die Tür.

Quälend lange Sekunden standen wir da und warteten, bis und der Idiot lächelnd die Tür aufmachte.

"Hey Laddies, kommt rein, ihr seht toll aus, sogar du Sam.", begrüßte er uns, den Schmerz über die Aussage schluckte ich einfach schnell runter.

"Und du kacke wie immer, wo ist die Torte?", fragte ich ihn, denn langsam starb ich wirklich vor Hunger.

Völlig verdutzt sah mich Freddie an, mit so einer Begrüßung hatte er nicht gerechnet, war ich zu hart gewesen? Ach wen kümmerts, er war grade auch verdammt hart zu mir.

"De-den bringt Amy nachher erst mit", stotterte er raus, "aber da ich dich kenne, ist Schinken im Kühlschrank."

Ohne ein weiteres Wort stiefelte ich Richtung Küche, ohne einen von beiden auch nur anzusehen.

"Was ist denn mit der los?", fragte Freddie Carly im Hintergrund.

"Sie hat seit 2 Stunden nichts gegessen.", gab sie ihm nur zurück, doch das war nur die halbe Wahrheit.

Dieses Verliebtheitsgefühl machte mich einfach wahnsinnig wütend.

Wenn ich sein Gesicht sehe könnte ich ihm aktuell sofort eine reinhauen, oder meine Lippen auf seine drücken, aber auf eine aggressive Art.

Endlich erreichte ich den Kühlschrank und riss wütend die Tür auf. Doch als ich hinein sah, war da nicht der verpackte Schinken in Scheiben, den ich erwartet hatte.

Nein da lag ein ganzer Schinken drin, sofort hellte sich meine Miene auf.

Ich zog ihn heraus und sah, dass auf ihm ein gelbes Posted befestigt war.

'Für meine blonde Dämonin;)', mehr stand nicht drauf.

Als ich den Zettel laß, musste ich grinsen, Freddie war schon süß, aber auch ein verdammter Idiot.

Ich riss den Zettel also weg, steckte ihn mir in die Tasche und begann das Fleisch vom großen Knochen zu nagen. Keine Ahnung wie lange ich daran saß, ich weiß nur, dass immer wenn jemand reinkam und etwas zu mir sagte, ich ihn einfach nur anknurrte.

Als der Knochen wirklich komplett abgenagt war, stand ich auf und verließ die Küche.

Irgendwie verspürte ich den Drang mich bei ihm zu bedanken. Ja genau, ich wollte mich bedanken! Mich musste wirklich einer vergiftet haben.

Doch das einzige was ich sah waren überraschend viele Leute und außerdem eine sogar garnicht mal so schlechte Party.
Und natürlich Carly die mit dem Technik-Nerd rumknutscht. War klar.

Nur von Freddie keine Spur, langsam verließ ich die Hauptpartymeile im Wohnzimmer und ging Richtung sein Zimmer, doch dort war er auch nicht.

Doch zur Party wollte ich eigentlich auch nicht zurück, also beschloss ich zur Feuerleiter zu gehen, um den Abend wenigstens etwas genießen zu können.

Ich stieg also durch das Fenster und setzte mich auf den Klappstuhl, den der Nerd da dauerhaft stehen hatte und schaute in die Sterne.

Eigentlich war es ja eine schöne Nacht, wenn nicht Fredward wäre.
Eine Ewigkeit lang saß ich da und betrachtete die Sterne, bis ich plötzlich stimmen hörte.

"Alles gute Schatz! Ich freu mich so für dich!", sagte eine Stimme, doch ich konnte mir schon denken wer das war.

"Ah hi Amy! Dankeschön!", sagte eine andere Stimme, die mir leider nur allzu bekannt war.

Ich hatte keine Lust hier zu bleiben, ich musste hier weg, ich stand auf und stieg durch das Fenster in die Wohnung zurück. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass die beiden grade in dem Gang standen.

Er küsste sie, direkt vor meinen Augen, das war wie die Kirsche auf der Torte, der letzte Tropfen, der das Fass zu überlaufen brachte.

Ich lief mit Tränen in den Augen an den beiden vorbei, sie bemerkten mich nicht mal.

Im Wohnzimmer blieb ich stehen, ich wollte den Schmerz nicht mehr ertragen.

Ich wischte eine Träne weg und steuerte genau auf den Tisch mit den Alkoholika zu.

Ich machte mir erst garnicht die Mühe, nach Mischgetränken zu suchen, ich schenkte mir den Wodka pur ein.

Innerhalb von 5 Minuten war der Becher leer, dann folgte der nächste.

Mit Freude nahm ich das Brennen im Rachen von diesem russischen Teufelszeug zur Kenntnis.

Nach dem 6. Becher merkte ich dann plötzlich, wie der Alkohol zu wirken begann und wie parallel dazu der Schmerz nachließ.

Es fühlte sich so gut an, nichts mehr zu fühlen, man sollte den Russen danken.

Ich hatte keine Ahnung wie spät es war, ich merkte nur, dass ich irgendwann mit nur noch 3 anderen übrig war.

Die drei anderen waren offensichtlich Carly, ihre Eroberung und Fredwurst.

"Okay wir beide gehen dann mal heim, gute Nacht Freddie, gute Nacht Sam!", rief eine Mädchenstimme mir zu, doch ich konnte sie grade nicht zuordnen. Ich hörte nur noch das zuschlagen der Tür.

"Na Sam, willst du auch mal heim?", fragte mich Freddie.

"Wiewo wenn, ich bin noch woll vit!", gab ich ihm zurück, doch das hörte sich betrunkener an,  als ich wollte.

Doch Freddie lachte nur.

"Na, zu viel Wodka erwischt? Komm ich trag dich zu Carly rüber.", sagte er grinsend und kam auf mich zu um mich hochzuheben.

Doch ich schlug seine Hände weg und erhob mich von selbst. Allerdings viel zu schnell, plötzlich drehte sich alles und ich begann wohl beträchtlich zu schwanken.

Doch plötzlich wurde ich gepackt und stand wieder sicher, als ich meinen Kopf hob, blickte ich ihm direkt in seine braunen Augen. Und er grinste mich an.

"Sam du bist sternhagelvoll!", sagte er lachend.

Doch ich antwortete ihm nicht, sondern tat etwas sehr unüberlegtes.

Ich umfasste einfach seinen Nacken mit meinem Händen und küsste ihn.

Doch was mich verwunderte war, dass er den Kuss erwiederte. Wie lange wir so dastanden weiß ich nicht, aber wäre ich nicht komplett betrunken gewesen, hätten sich die Schmetterlinge in meinem Bauch sicher komplett überschlagen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit brach ich den Kuss ab, denn mir ging die Luft aus, und sah ihn an.

"Freddie ich bin müde.", sagte ich ehrlich und umarmte ihn.

Er drückte mich an sich und sagte erst mal garnichts.

"Okay, ich trag dich rüber.", antwortete er und hob mich an, wie ein Bräutigam seine Braut über die Schwelle trägt, und brachte ich in Carly's Appartment.

"Ich liebe dich!", flüsterte ich ihm noch ins Ohr, bevor er mich aufs Sofa legte und mit einer Decke zudeckte.

Drei Sekunden später war ich eingeschlafen.

"Ich liebe dich auch, hoffentlich tust du das nüchtern auch noch!", sagte er noch, aber das hörte ich natürlich nicht mehr.
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