Wie Kitten und Tiger zusammenkamen

von Tiger
GeschichteRomanze / P12 Slash
James "Jim" Moriarty Sebastian Moran
02.05.2019
11.07.2019
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Ein paar Wochen später lief alles wieder in gewohnten Bahnen, zumindest schien es für jeden, der mit Jim und/oder Sebastian zu tun hatte so. Aber dieses etwas war noch immer zwischen ihnen und vor allem, wenn die beiden allein waren bemerkte Sebastian es. Jim war ungewohnt schweigsam und schien fast zu ignorieren, dass Sebastian mit im Raum war. Gleichzeig schien er ungewohnt unkonzentriert und es tat Sebastian weh, dass er Jim nicht helfen konnte, weil er nicht wusste was los war. Auch hatte Jim seine überraschenden Besuche und zu unchristlicher Stunde verschickten Nachrichten eingestellt, was Sebastian nur noch mehr verwirrte. Was jedoch am auffälligsten war, war der Spitzname, der seit Wochen nicht mehr gefallen war. Der Spitzname war bekannt und auch das Jim ihn normalerweise eigentlich durchgehend benutzte, aber seit Sebastian seinen Job wieder hatte war er nicht mehr gefallen und Sebastian wusste beim besten Willen nicht, was er getan hatte, dass Jim sich so von ihm distanzierte. Sebastian saß auf einem Stuhl in Jims Büro und spielte mit seiner Waffe, während Jim an seinem Schreibtisch saß und sich weder vom Sichern und Entsichern der Waffe noch von Sebastians anderen Spielereien aus der Ruhe bringen ließ. Hin und wieder ließ Sebastian seinen Blick zu den Überwachungsmonitor schweifen, aber eher aus Langeweile, als aus Sicherheitsgründen, denn wenn jemand soweit kam, dass die Kameras ihn erfassten, musste er entweder schon ein halbes Dutzend Leute ausgeschaltet haben, oder zum Netzwerk gehören. Grade glitt sein Blick erneut über die Monitore, doch dann stockte er. Sebastian war sich ziemlich sicher, dass sich da was bewegt hatte. Er hörte mit den Spielereien auf und beobachtet die Bildschirme jetzt durchgängig. Kurz passierte nichts, dann sah er eine Gestalt, die den Gang hinuntereilte und dann von dem Bildschirm verschwand, nur um bei dem nächsten wiederaufzutauchen. Wie kam die Person hier rein? Sebastian betrachtete das Video der Überwachungskamera eingehend und kam zu dem Schluss, dass es sich um einen von ihren Leuten handeln musste. Allerdings könnte Sebastian sich nicht daran erinnern, dass Jim irgendwen hier herbestellt hatte. An der nächsten Ecke schien die Person vergessen zu haben, wo die Kamera hing, denn sie sah genau hinein und Sebastian erkannte Roger. Der konnte nur zwei Ziele haben: Entweder wollte er sich an Jim rächen, weil er Sebastian wieder als Bodyguard eingestellt hatte, oder er wollt sich an Sebastian rächen, weil dieser seinen Job wiederhatte. Da Vermutung zwei wahrscheinlicher war und Sebastian kein Risiko für Jims Leben eingehen wollte, stand Sebastian auf, schob die Waffe in seinen Hosenbund und verließ das Büro. Jim schien das gar nicht richtig wahrzunehmen. Sebastian kannte das Gebäude wie seine Westentasche und wusste, dass Roger gar keine andere Wahl hatte, als auf direktem Weg zum Büro zu kommen, wenn er nicht irgendwo anders hinwollte, wovon auszugehen war. Obwohl Sebastian wusste, dass Roger noch ein Stück vom Büro entfernt war, drückte er sich an die Wand und sah um die Ecke, ehe er den nächsten Gang hinuntereilte. Er wusste zwar nicht, wie Roger sich rächen wollte, aber wenn er eine Waffe dabeihatte, wollte Sebastian nicht die perfekte Zielscheibe abgeben. So sah er auch bei den nächsten beiden Ecken erst nach, ob Roger zu sehen war, bevor er weiter eilte, gut dass das Gebäude so verwinkelt war. Plötzlich war ein Fluchen zu hören, so wusste Sebastian, dass Roger da war, bevor er ihn sah. Viel Zeit, um sich darauf einzustellen hatte er aber nicht, denn schon einen Wimpernschlag später, bog Roger um die Ecke und entdeckte Sebastian, der mitten im Gang stand. „Na, wenn haben wir denn da?“, fragte er, während der Ex-Soldat Rogers Klamotten auf Anzeichen einer versteckten Waffe scannte. So spontan fand er keine, was ihn jedoch keines Wegs beruhigte, sondern eher den gegenteiligen Effekt hatte. Denn wenn man ohne Waffen jemanden Angriff, der Waffen hatte, gehörte da entweder jede Menge Mut oder Dummheit, wahrscheinlich durch Wut gespeist, dazu. „Was willst du?“, fragte Sebastian, was aber eher nach einem Knurren klang und seine Hand lag schon am Griff der Waffe, bereit sie jeden Moment zu ziehen. „Meinen Job wieder“, knurrte Roger, was Sebastian tatsächlich kurz aus dem Gleichgewicht brachte. Hatte Jim ihm nicht nur den Job als Bodyguard, sondern auch den Job als Sniper gekündigt? „Aber dafür muss ich wohl dich loswerden.“ „Das wird schwierig“, sagte Sebastian und zog jetzt seine Waffe. „Uh, jetzt habe ich aber Angst“, meinte Roger. „Jeder sieht, dass du und der Boss, seit du wieder da bist, aus dem Rhythmus geraten seid. Was sollte es für einen anderen Grund geben, als dass du deine Jobs nicht mehr richtig ausführst oder ausführen kannst. Daher habe ich wenig Sorgen, dass du auf mich schießt.“ „Ich werde nicht auf dich schießen, sondern dich erschießen“, erwiderte Sebastian. „Ich bezweifle das“, erklärte Roger und zog ein Klappmesser aus seiner Hosentasche. Wie hatte Sebastian das übersehen könne? Egal, gute Mine zum bösen Spiel. „Damit willst du was?“, fragte Sebastian. „Mich davon abhalten zu schießen, oder gleich töten?“ „Töten werde ich dich vor den Augen des Bosses, damit er sieht, wie unfähig du bist“, knurrte Roger und langsam nervte der Typ nicht nur, sondern verletzte auch Sebastians Stolz. „Vielleicht sollte ich ihn ebenfalls umbringen, denn er scheint sentimental zu werden.“ „Nur über meine Leiche“, knurrte Sebastian, der es ganz sicher nicht zulassen würde, dass Roger Jim umbringt. „Das lässt sich einrichten“, grinste Roger hämisch. „Aber dafür muss ich dich zu ihm schaffen, damit er mitansehen kann, wie das Licht in deinen Augen erlischt.“ Sebastian knurrt.  Der Ex-Soldat scannte kurz die Decke, ehe er die Überwachungskamera entdeckte. Jim sah bereits zu und die Zeit lief für Sebastian. Der hatte bei seiner Suche nach der Überwachungskamera gar nicht gemerkt, wie Roger nähergekommen war. Als dieser sich jetzt aber mit gezücktem Messer auf Sebastian stürzen wollte, reagierte dieser instinktiv. Da Sebastian keinen Fehlschuss riskieren wollte, wich er dem Messer aus und wollte dann die Waffe neu auf Rogers Kopf ausrichten. Doch dieser war schneller. Erneut griff er Sebastian an. Sebastian erwischte ihn mit seinem Ellbogen, doch das Brennen in seinem Arm, machte ihm klar, dass Roger ihn trotzdem erwischt hatte. Sebastian trat nach Roger und traf. Der Schmerzschrei und das zurück taumeln machten auch klar, wo Sebastian getroffen hatte. Roger taumelt ein oder zwei Schritte zurück und hielt die Hände schützend vor seine Weichteile. Während Roger wegen der Schmerzen etwas unkonzentriert war, ergriff Sebastian die Gelegenheit. Er brachte ihn zu Fall, sodass Roger mit einem Stöhnen mit dem Rücken auf dem Boden aufschlug. Sebastian war sofort über ihm mit einem Fuß auf Rogers Handgelenk, bis dieser das Messer fallen ließ, das Sebastian auch sofort wegkickte. „Irgendwelche letzten Worte?“, fragte Sebastian die Waffe bereits auf Rogers Kopf richtend. „Gewährst du das allen deinen Opfern?“, fragte Roger, der wohl einsah, dass er verloren hatte. „Nein, nur den, bei den es persönlich ist“, knurrte Sebastian. „Aber du hast deine Chance grade verspielt.“ Mit diesen Worten betätige Sebastian den Abzug und der Schuss hallte durch den Gang, dann verteilte sich das Blut unter Rogers Leiche.
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