Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Enchained

Enchained

von Lizza
GeschichteDrama, Romanze / P18
01.05.2019
11.07.2019
29
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Dieses Kapitel
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Guten Abend allerseits!

Vielen Dank für die neuen Sternchen und natürlich eure Meinungen, die ihr dagelassen habt.

Und viel Spaß mit dem neuen Kapitel!

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~*11*~




Ich schwebte auf einer Wolke puren Glücks, als Allie und ich uns für eine Feier zurechtmachten. Endlich hatte ich meinen Bachelor in der Tasche. Das Warten und Bangen war vorbei. Ich war nicht länger nur eine einfache Studentin, sondern eine erfolgreiche Uni-Absolventin, und das wollten wir an diesem Abend gebührend feiern. Von Allie hatte ich ein Kleid geschenkt bekommen und es gleich angezogen. Es lag oben eng an und ging in einen verspielten Rock mit mehreren Schichten über. Ich fühlte mich sehr wohl darin, und das pushte mein Selbstvertrauen noch ein wenig in die Höhe. Es fühlte sich schön an, an diesem Abend der Leere und Traurigkeit, die mich in letzter Zeit stets begleitet hatte, entkommen zu können. Wenigstens für ein paar Stunden. Ich nahm mir fest vor, an nichts anderes zu denken als meine Freude über das Ende der Lernerei. Nun lag ein neuer Lebensabschnitt vor mir, und ich blickte ihm voller Zuversicht entgegen.

»Das steht dir so gut, Kat!« Allie klopfte sich grinsend auf die Schulter. »Gut gemacht, Alison«, lobte sie sich selbst und brachte mich damit zum Lachen.

»Ja, sehr gut gemacht, Alison. Du bekommst einen großen Keks.« Ich umarmte sie, bevor ich wieder in den Spiegel schaute und den runden Ausschnitt zurechtzupfte.

Eine Weile später kamen Lisha, Trish und sogar Jamie in einer Stretchlimousine vorgefahren.

»Wow, ihr habe ja ordentlich auf die Kacke gehauen!«, sagte ich und rutschte neben Allie auf einen gepolsterten Sitz ins Innere des gigantischen Fahrzeugs. Neugierig sah ich mich um und staunte nicht schlecht über den ganzen vorhandenen Schnickschnack.

»Unsere Streberin feiert ja auch nicht jeden Tag ihren Abschluss«, gab Lisha zurück und zwinkerte mir mit einem Auge zu.

»Wie fühlst du dich?«, wollte Trish wissen.

»Großartig!« Ich bekam das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Und ich log nicht wie sonst, wenn man mich nach meinem Befinden fragte. In diesem Augenblick fühlte ich mich wirklich gut. »Nächste Woche habe ich mein erstes Vorstellungsgespräch, und mit viel Glück bald schon eine Anstellung in dem Unternehmen, in dem ich unbedingt arbeiten möchte.«

»Also haben wir heute gleich mehrere Gründe, um einen zu heben«, bemerkte Jamie und hob das Glas in seiner Hand hoch. Dann wandte er sich an Trish. »Was war das nochmal für 'ne Party, wo wir jetzt hinfahren?«

»Mein Dad hat ein weiteres Fitnessstudio eröffnet, und dort steigt heute eine ordentliche Sause. Es gibt eine große Tanzfläche, drei Bars, Karaoke und sogar eine Live-Band, wer es lieber ruhiger angehen lassen möchte.«

»Und Mike legt auf«, fügte Allie hinzu. Sie hatte es immer noch nicht aufgegeben, dem Bruder unserer Freundin schöne Augen zu machen. Mit seinem Kumpel auszugehen hatte nichts bewirkt, also suchte Allie nach neuen Möglichkeiten, um ihren Schwarm endlich zu bekommen. Sie tat mir furchtbar leid, aber ich wusste auch nicht, wie ich ihr hätte helfen können. Zu Mike zu gehen und ihm zu sagen, er solle gefälligst seine Augen aufmachen und bemerken, welch tolles Mädchen er da vor sich hatte, war keine Option. Das würde mich glatt den Kopf kosten.

Als wir das Fitnessstudio erreichten, war die Party bereits in vollem Gange. Von überallher erklangen Musik, laute Stimmen und Gelächter. Trish führte uns an den Türstehern vorbei und weiter zu einem riesigen Typen im schicken Anzug, der uns zu einem reservierten Tisch geleitete. Es zahlte sich definitiv aus, die Tochter des Ketten-Besitzers zu sein - oder eben eine ihrer Freundinnen.

»Kevin!« Lisha hatte ihren Freund entdeckt und winkte ihm zu, woraufhin er breit grinste und seine blendend weißen Zähne entblößte. Zusammen mit zwei nicht minder großen und muskelbepackten Typen kam er zu uns rüber und küsste Lisha, bevor er uns alle begrüßte und seine Freunde vorstellte.

»Ihr könnt euch zu uns setzen«, bot Trish auch schon an. »Hier ist genug Platz für uns alle, und die Getränke sind umsonst.«

Schon bald war unsere Sitzecke mit allerhand Leuten gefüllt. Ich trank einen fruchtigen Cocktail und genoss die heiteren Gespräche um mich herum. Jetzt, wo ich mich nicht länger um Punkte und Prüfungen sorgen musste, konnte ich mich endlich entspannen und die schönen Seiten des Lebens genießen. Dank des Alkohols fühlte ich mich gut und sogar ausgelassen, konnte endlich den Stress und Kummer der letzten Zeit vollständig verdrängen. Und als einer von Kevins Freunden mich fragte, ob ich tanzen wolle, nickte ich und folgte ihm auf die Tanzfläche. Lächelnd winkte ich Mike am DJ-Pult zu, passte mich den Bewegungen meines Gegenübers an und ließ es zu, dass ich Spaß hatte, ohne über etwas anderes nachzudenken. Das war schon eine Ewigkeit nicht mehr vorgekommen, umso mehr kostete ich es aus.

»Du hast es echt drauf!«, machte Omar mir ein Kompliment und nickte anerkennend. Seine beinahe schwarzen Augen glitten über meinen Körper.

»Hat mir alles Lisha beigebracht«, erwiderte ich mit einem zögernden Lächeln und hoffte, dass er nicht mit mir flirten wollte.

Vergeblich. Als er seine Hände auf meine Hüften legte und den Abstand zwischen uns etwas verringerte, verkrampfte ich mich sofort. Ich wollte Spaß haben und mich amüsieren, das ja, aber ich war nicht darauf aus, mit einem Typen herumzumachen. Und deshalb brachte ich wieder Abstand zwischen uns, löste mich nach dem Tanz von Omar und gab vor, auf Toilette zu müssen.

Plötzlich verspürte ich ein seltsames Kribbeln im Nacken und sah mich um, konnte aber nichts entdecken. Konnte ihn nirgendwo ausmachen. Es war nicht das erste Mal, dass ich mir einbildete, seine Anwesenheit körperlich wahrzunehmen. Obwohl ich immer seltener an Damian dachte, ihn mit aller Macht aus meinem Kopf verbannte, passierte hin und wieder so etwas wie das eben - und sofort war er wieder präsent. Ich fragte mich zum hundertsten Mal, wann das aufhören würde. Wann würde mein Körper endlich vergessen, wie sehr er nach ihm verlangte, und mich nicht länger in die Irre führen? Wann würde diese selbstzerstörerische Sehnsucht endlich verschwinden? Sie war mittlerweile zu einem Teil von mir geworden wie eine zusätzliche Gliedmaße, die mit dem Rest von mir verwachsen war. Sie ließ sich nicht einfach abschütteln.

Zurück an unserem Tisch fragte ich Jamie, ob er mit mir an die Bar wollte, um noch etwas zu trinken zu holen. Wir quetschten uns durch die immer dichter werdenden Massen, bis wir den langen, beleuchteten Tresen erreicht hatten.

»Stehst du auf den Typen?«, fragte mich Jamie plötzlich unvermittelt.

»Auf welchen Typen?« Verwirrt sah ich mich um, ob ein infrage kommender Kandidat womöglich neben mir stand. Doch da war niemand Bestimmtes, nur zwei junge Frauen, die lachten.

»Mit dem du eben getanzt hast«, fügte Jamie im nächsten Moment hinzu. »Er hat an dir rumgetatscht. Und als du auf Toilette warst, hat er uns über dich ausgefragt. Er wollte wissen, ob du einen Freund hast.«

»Wirklich? Oh verdammt! Ich wollte doch nur ein bisschen tanzen, keine falschen Signale aussenden.« Ich seufzte frustriert. Ich hatte genug Probleme, meinen Kopf und Körper davon zu überzeugen, einen gewissen Mann zu vergessen, und wollte mich nicht auch noch mit Omars Interesse an mir auseinandersetzen. »Ich werde nicht noch einmal mit ihm tanzen. Hoffentlich versteht er, dass ich nicht interessiert bin, ohne dass ich deutlicher werden muss.«

Ich wandte mich wieder der Bar zu und bestellte bei einer jungen Servicekraft ein Bier mit Zitronen-Geschmack. Während ich anschließend darauf wartete, dass es mir gereicht wurde, überlegte ich, wie ich Omar freundlich vermitteln könnte, dass er sich eine andere Frau suchen musste. Damit kam ich jedoch nicht weit, denn jemand stellte sich neben mich, und mein Kopf war plötzlich wie leer gefegt. Mein Körper hatte mich dieses Mal nicht an der Nase herumgeführt, und die Erkenntnis durchzuckte mich wie ein heißer Blitz.

»Kat.«

Ich starrte Damian an, als wäre mir ein Geist erschienen. Hatte meine Sehnsucht ihn womöglich herbeigezaubert? Wieso war er hier? Er sah so gut aus. Die Haare waren etwas kürzer als in meiner Erinnerung, dafür hatte er einen deutlichen Bartschatten, der sein unteres Gesicht bedeckte. Sexy sah er aus, verwegen und zum Anbeißen in der dunklen Jeans und dem weißen T-Shirt, das seinen Oberkörper so verlockend zur Geltung brachte. Und diesen Duft hätte ich überall wiedererkannt, selbst mit verbundenen Augen. Sehnsucht und Verlangen überrollten mich und hielten mich fest in ihrem stahlharten Griff.

»Hi.« Meine Stimme ging in den lauten Gesprächen um uns herum unter, weshalb Damian sich etwas vorbeugte, um mich zu verstehen. Damit war er mir so nah, dass sein Oberarm mich leicht streifte. Ich starrte auf seine Lippen und dann wieder hoch in seine einzigartigen Augen. Mir war schwindelig von dem Gefühlschaos, das nun in mir herrschte.

»Ich verfolge dich nicht, falls du das gedacht haben solltest«, sagte er und sah mich eindringlich an. »Ich bin mit meinem Kumpel hier. Er ist Mitglied in dem anderen Studio dieser Kette, ich habe dir von ihm erzählt. Da hinten steht er. Luke.« Er deutete mit einem Finger durch die Menge auf einen Mann, den ich gleich wiedererkannte. Es war derjenige, der mich einst an der Getränkebar angesprochen und gefragt hatte, ob ich für Deanne arbeiten würde. Seitdem grüßte er mich, wenn wir uns im Fitnessstudio begegneten. Luke hieß er also, und er war ein Freund von Damian, was auch erklärte, wieso er von meinem Job bei Deanne gewusst hatte. Wahrscheinlich hatte er mich auf Damians Geburtstagsfeier gesehen.

Ich blickte wieder zu Damian auf, riss mich innerlich zusammen. »Du musst dich nicht für das, was du tust, rechtfertigen«, entgegnete ich schließlich und bemühte mich um einen neutralen Ton.

»Ich weiß, aber ich hatte einen Hintergedanken, als ich herkam.«

Bevor er mir diesen verraten konnte, wurde ich am Arm gepackt und zur Seite gezogen. Verwirrt blinzelte ich Jamie an. Ich hatte völlig vergessen, dass er neben mir stand, so abgelenkt war ich gewesen.

»Wer ist das? Baggert der Typ dich an?«, fragte er nun und runzelte die Stirn.

Ich schüttelte den Kopf und schaute wieder zu Damian, konnte meinen Blick einfach nicht von ihm abwenden. Zwischen uns drängte sich nun ein anderer Mann, der mit seinem wedelnden Arm nach einem der Barkeeper rief. Ich schob mich an dem ungeduldigen Kerl vorbei, auch wenn meine Stimme der Vernunft mich aufforderte, es gut sein zu lassen und nicht weiter auf Damian einzugehen. Ich wollte ihn überwinden, mich von ihm befreien, und bis vor wenigen Minuten hatte ich noch gedacht, dass es mir gelingen würde. Doch dann war er neben mir aufgetaucht und hatte mich eines Besseren belehrt. Obwohl ich ihn seit Wochen nicht mehr gesehen hatte, waren meine Gefühle nicht weniger geworden. Ich hatte es mir bloß eingeredet und mir etwas vorgemacht.

»Wieso bist du hergekommen?«, wollte ich von Damian wissen.

»Weil ich gehofft habe, dass du auch hier sein würdest«, gab er ohne Umschweife zu.

Ich runzelte die Stirn und schüttelte wieder den Kopf, während mein Herz gegen meine Rippen hämmerte. »Ich verstehe dich nicht, Damian«, sagte ich dann. »Wenn du mich sehen wolltest, wieso hast du nie angerufen? Du weißt auch, wo ich wohne. Wieso tauchst du hier auf?«

»Ich wollte dich nicht bedrängen. Außerdem ...«

Jemand stieß mich von hinten an, sodass ich an seine Seite gedrückt wurde. Er legte einen Arm um meine Taille und sah die Person hinter mir mahnend an. Seine Berührung, die plötzliche Nähe und Wärme, sein Geruch ... Ich starrte auf die Bartstoppeln auf seinem kantigen Kinn und genoss auf absurde Weise das Durcheinander in meinem Inneren. Es war, als wäre mein Körper aus einem wochenlangen Schlaf erwacht und würde alles auf einmal nachholen wollen. Mein Puls schoß in besorgniserregende Höhen, ich bekam Gänsehaut auf den Armen, überall kribbelte es und meine Atmung beschleunigte sich, geriet außer Kontrolle.

»Kat.« Damians Hand schob sich über meinen Arm nach oben, bis sie mein Kinn erreichte und seine Finger darüber strichen. Diese Berührung war so vertraut, und sie tat so weh, weil sie die mühsam verdrängten Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit zum Leben erweckte. »Ich möchte mit dir reden. Irgendwo, wo es ruhiger ist.«

Ich konnte mich nicht rühren, obwohl ich es hätte tun sollen. Mich rühren und gehen, weil das vernünftiger gewesen wäre. Aber ich verzehrte mich so sehr nach ihm und wollte hören, ob es ihm ähnlich ergangen war. Ich wollte wissen, ob er mich auch so schmerzlich vermisst hatte. Er war hergekommen, um mich zu sehen, und das hatte etwas zu bedeuten.

»Vielleicht ist auf der Terrasse weniger los«, sagte ich und schaute mich nach Jamie um, der uns beide argwöhnisch beobachtete. Ich bedeutete ihm mit einem Finger, dass ich bald zurück wäre, dann ging ich voran zu den Türen, die raus auf die Terrasse führten.

Dort standen natürlich auch jede Menge Leute herum, aber bei Weitem nicht so viele wie im Inneren des Gebäudes. Wir steuerten eine ruhige Ecke an, und ich lehnte mich gegen den brusthohen Zaun, der die Terrasse umgab. Dann sah ich Damian wieder an, während mir das Herz bis zum Halse schlug. Die Aufregung, die durch meinen Körper tobte, machte mich unruhig und ungeduldig, also bat ich ihn, gleich mit dem herauszurücken, was er mir sagen wollte.

»Du musst wissen ...«, begann Damian und hielt wieder inne, als würde er sich seine Worte noch einmal anders zurechtlegen. »Ich wollte dich anrufen, Kat. Ich wollte dich anrufen, ich wollte zu dir fahren oder am Mittwochabend im Fitnesstudio auftauchen, um dir zufällig zu begegnen. Es hat mich viel Kraft gekostet, es nicht zu tun. Weil ...« Er sah mich an und eine kleine Falte erschien zwischen seinen Augenbrauen. »Ich möchte dich nicht in etwas reinziehen, in das du nicht hereingezogen werden solltest. Du verdienst etwas Besseres als das, was ich zu geben habe.«

»Damian, du sprichst in Rätseln.« Ich wollte ihn berühren, hielt meine Hände aber an meinen Körper gepresst, um mich davon abzubringen, während ich versuchte, aus seinen Worten schlau zu werden.

»Tut mir leid. Es ist kompliziert. Als du das zwischen uns beendet hast, hielt ich es zunächst für das Richtige«, setzte er neu an und stützte eine Hand neben mir an der Mauer ab. »Es hat mir nicht gefallen, absolut nicht, aber wichtiger war, dass du ehrlich zu mir gewesen bist und die Handbremse angezogen hast, bevor es für dich zu spät geworden ist. Das habe ich von dir gefordert, weil ich nicht auf etwas Festes aus gewesen bin.«

Gewesen bin? Ich spannte mich noch mehr an.

»Du warst weg, aber ... du bist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen«, fuhr er fort, seine Augenbrauen zogen sich noch weiter zusammen. Er wirkte fast schon grimmig. »Du hast mir mehr gefehlt, als ich je erwartet hätte. Die ganze Zeit habe ich gedacht, uns verbindet eine immense körperliche Anziehungskraft, aber scheinbar bist du mir auch bereits ans Herz gewachsen.«

Seine Worte flossen durch mich und linderten ein wenig den Schmerz, den die wochenlange Trennung und Sehnsucht überall hinterlassen hatten. Ich war ihm ans Herz gewachsen, und er hatte sich in mich gebrannt. Es war nicht nur körperliche Anziehung, die uns verbunden hatte. Ich mochte Damian ... zu sehr. Und er mochte mich scheinbar auch auf ähnliche Weise, wenn ich seine Worte richtig deutete.

»Die Zeit mit dir war wundervoll, Kat.« Er sah mir tief in die Augen und berührte mit einem Daumen meine Wange. »Ich wünsche mir so sehr, dass es nicht zu Ende ist. Ich möchte dich sehen und um mich rum haben, aber das ist dir gegenüber nicht fair.«

»Warum nicht?«, fragte ich leise. Meine Stimme klang belegt, also räusperte ich mich.

»Weil wir beide Gefühle entwickeln würden, wenn wir uns weiter treffen sollten. Mehr Gefühle. Und irgendwann wären wir aneinander gebunden. Noch stärker als jetzt schon.«

Diese Vorstellung machte mir Angst, aber nicht so sehr, dass ich sie sofort abgelehnt hätte. Das einzige, das mich zurückhielt, war Damians Sträuben dagegen. Ich wollte mich nicht in etwas Festes stürzen, wenn er es so vehement zu verhindern versuchte.

»Ist es dir so zuwider, an eine Frau gebunden zu sein?«, hakte ich vorsichtig nach, um ihn besser zu verstehen.

»Nein.« Er schüttelte den Kopf und strich meinen Kiefer entlang, was ein süßes Prickeln an vereinzelten Stellen hinterließ. »Doch früher oder später wirst du nicht bei mir bleiben wollen.«

»Das kannst du doch gar nicht wissen«, wandte ich irritiert ein.

»Ich weiß es. Und ich würde es dir nicht einmal übelnehmen. Zumindest nicht bewusst.«

»Damian ...«

»Kat«, unterbrach er mich und blickte von meinen Lippen auf in meine Augen. »Wenn du mich noch willst, zu deinen Bedingungen oder ohne irgendwelche Bedingungen ... Ich bin einverstanden. Mit allem, was du mir anbietest.«

»Ohne irgendwelche Bedingungen ...« Ich verstummte. Er wollte mit mir zusammen sein, aber er wusste gleichzeitig, dass ich ihn früher oder später verlassen würde? Ich war völlig verwirrt. Verwirrt und aufgeregt, weil er mich so sehr wollte, dass er seine eigenen Bedingungen verwarf. »Ich weiß nicht, was ich sagen soll«, gab ich schließlich ehrlich zu. »Du möchtest dich auf mich einlassen, obwohl du der Meinung bist, ich würde dich früher oder später verlassen?«

Damian nickte langsam. »Es ist kompliziert.«

»Du möchtest mir nicht sagen, wieso du überzeugt davon bist, dass ich dich früher oder später verlassen werde.«

»So ist es«, bestätigte er und ließ von mir ab.

»Ein Geheimnis.« Auch ich hatte meine Geheimnisse, über die ich nicht sprechen wollte. Aber wie sollte das zwischen uns funktionieren, wenn wir uns das Wichtigste verschwiegen? Konnte es überhaupt funktionieren? »Geheimnisse sind nicht gut.«

»Nein, sind sie nicht.« Er lächelte traurig. »Aber es gibt Dinge, über die man nur schwer sprechen kann. Vielleicht brauchen wir einfach noch ein wenig Zeit.«

Das verstand ich wohl besser als die meisten anderen. »Ich würde gerne darüber nachdenken, bevor ich dir eine Antwort gebe.« Die Versuchung war gigantisch, aber ich war nun mal ein Kopfmensch - meistens zumindest - und musste so etwas Großes von allen Seiten beleuchten.

»Natürlich.«

»Und, ähm ... vielleicht solltest du mir noch einmal deine Nummer geben, damit ich dir meine Antwort auch mitteilen kann. Ich hab sie nämlich gelöscht.«

Damian hob einen Mundwinkel und zog sein Handy aus der Hosentasche. Ohne Kommentar schickte er mir eine Nachricht, in der »Okay« stand. Das las ich, nachdem ich ihn auf der Terrasse stehengelassen hatte und zurück zu meinen Freunden gegangen war. Doch einige Meter von unserem reservierten Tisch entfernt bog ich ab und steuerte den Raum an, in dem eine Band spielte. Ich brauchte jetzt etwas Zeit für mich.

An der kleinen Bar bestellte ich mir ein Wasser und sah zur Bühne, während meine Gedanken um das Gespräch auf der Terrasse kreisten. Ich war durcheinander, aber ich fühlte mich auch wieder so lebendig wie seit fast zwei Monaten nicht mehr. Das machte er mit mir. Er ließ mich wieder so fühlen, als hätte ich etwas zurückgewonnen. Den Glauben daran, dass ich tiefere Gefühle empfinden konnte und sie nicht unweigerlich zu Verrat und Schmerz führen mussten.

Oder würde Damian mir am Ende doch wehtun? Würde sein Geheimnis meine Hoffnungen im Keim ersticken, mir das Herz brechen? Wieso war er so überzeugt davon, dass ich ihn verlassen würde? Was verbarg er vor mir?

Und wenn sein Geheimnis das zwischen uns nicht zerstören würde, dann definitv meins, sollte er davon erfahren. Ich konnte mir absolut nicht vorstellen, dass er bei mir bleiben würde, wenn er wüsste, was vor fast fünf Jahren geschehen war.

Ich ging zurück zur Tanzfläche und sah dort Jamie mit einer Frau tanzen und hemmungslos knutschen. Der Anblick tat mir weh, weil ich wusste, dass er sich nur so verhielt, um seine wahren Gefühle zu verstecken. Er verstellte sich und war kreuzunglücklich, während er nach außen hin den fröhlichen Draufgänger mimte. »Pray for me« dröhnte aus den Lautsprechern und untermauerte das Bild der Verzweiflung. Ich hätte meinem Freund so gerne geholfen, seine Seele zu retten, aber ich wusste nicht wie.

Mein Blick schweifte weiter und entdeckte meine Schwester, die viel zu eng und aufreizend mit einem Typen tanzte, den ich nicht kannte. Dass sie es in der Nähe des DJ-Pults tat, wunderte mich nicht im Geringsten. Immer wieder sah sie zu Mike, bewegte die Hüften noch lasziver, flehte ihn stumm an: Schau her! Bemerke mich!

Noch ein Mensch, der mir wichtig war und dem ich nicht helfen konnte. Aber es gab eine Person, für die ich etwas tun konnte: mich. Ich hatte es in der Hand, ob ich weiterhin vor dem Mann, der mir Leben einhauchte, davonlaufen wollte oder uns eine Chance gab. Es lag an mir, ihm entweder aus dem Weg zu gehen und mich darum zu bemühen, ihn zu vergessen, oder den Sprung ins Ungewisse zu wagen und zu riskieren, dass ich auf der Nase landete. Mit einem gebrochenen Herzen. Schon wieder.

Ich suchte den Raum nach Damian ab, konnte jedoch nur seinen Kumpel in der Menge ausmachen. Er selbst war verschwunden. Kurzerhand holte ich mein Handy hervor und schrieb ihm, fragte ihn, ob er bereits gegangen war. Dann wartete ich auf seine Antwort und versuchte dabei möglichst abweisend auszusehen, um von keinem Typen angesprochen zu werden. Leider beeindruckte meine Miene Omar nicht, denn er gesellte sich zu mir und wollte mich überreden, wieder tanzen zu gehen. Ich verneinte mehrmals, bis ich sogar recht unfreundlich wurde, weil er so aufdringlich war. Letztendlich tauchte Lisha neben mir auf und scheuchte ihn davon.

»Was ist los, Süße?«, fragte sie und strich über mein Haar, um abstehende Strähnen zu glätten. »Ich hab vorhin gesehen, wie du mit einem Kerl weggegangen bist. Ich konnte ihn nicht einordnen. Wer war das?«

Ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr bisher noch kein Wort über Damian erzählt hatte. »Er ... Wir hatten was miteinander, und jetzt möchte er, dass mehr daraus wird.« Zumindest nahm ich an, dass Damian mir das vorhin auf umständliche Weise mitgeteilt hatte.

»Wow, echt? Davon weiß ich ja gar nichts.« Sie machte einen Schmollmund.

»Tut mir leid. Es war bloß ... nichts Ernstes.« Ich zog schuldbewusst die Schultern hoch. »Und irgendwie doch, denn ich mochte ihn sehr. Ich mag ihn immer noch sehr.«

»Ist er nett? Also, sexy ist er auf jeden Fall, das konnte ich erkennen«, fügte sie grinsend hinzu.

Ich erwiderte ihr Lächeln. Es tat gut, mit ihr über Damian zu reden, und insgeheim hoffte ich, dass sie mir einen Schubs in seine Richtung geben würde. »Ja, er ist sehr nett und zuvorkommend und süß.« Und hat ein großes Geheimnis.

»Dann solltest du ihn dir schnappen, bevor es eine andere tut. Solche Typen wachsen schließlich nicht auf Bäumen. Oder kannst du dir nicht vorstellen, mehr mit ihm anzufangen?«

»Doch. Ich hab bloß Angst, weißt du?«

Lisha nickte verständnisvoll. Sie kannte meine Vergangenheit nicht, aber ich hatte ihr erzählt, dass Allie und ich umgezogen waren, weil mir etwas Schlimmes passiert war. »Du musst entscheiden, was dir mehr Angst macht«, sagte sie einen Moment später. »Die Vorstellung, dich auf ihn einzulassen und vielleicht verletzt zu werden, oder es nicht zu tun und es womöglich zu bereuen, weil du etwas Gutes verpasst hast.«

»Letzteres würde mich früher oder später verrücktmachen«, erwiderte ich.

»Das denke ich auch.« Sie zwinkerte mir mit einem Auge zu. »Meine Grandma hat immer ein Zitat rausgekramt, wenn es um Liebesangelegenheiten ging. Moment, ich hab's gleich ...« Sie dachte kurz nach und strahlte dann. »Alles, worauf die Liebe wartet, ist die Gelegenheit. So ging es. Du bekommst eine Gelegenheit, also kneif die Backen zusammen und nutze sie.«

»Und von wem ist dieser Spruch?«, hakte ich schmunzelnd nach, während ein aufregendes Kribbeln durch meinen Körper strömte.

»Keine Ahnung, aber er passt, findest du nicht?«

Ich spürte, dass mein Handy vibrierte, und sah auf dem Display, dass Damian mich anrief. »Entschuldige mich.« Nachdem sie genickt hatte, eilte ich davon in eine ruhigere Ecke und hielt mir das Handy ans Ohr, während ich mir mit einem Finger das andere zuhielt.

»Kat. Ich bin schon losgefahren und habe deine Nachricht erst jetzt gesehen«, erklang seine tiefe Stimme am anderen Ende.

»Oh ... Okay.« Ich erreichte eine ruhige Ecke neben den Toiletten und blieb stehen.

»Soll ich dich abholen?«, bot er plötzlich an.

»Du würdest noch einmal herkommen?«

»Ja, sicher. Wenn du das möchtest.«

Ich atmete einmal tief durch. »Vielleicht könnten wir etwas spazieren gehen und uns unterhalten.«

»Das klingt gut. Ich bin in einer halben Stunde da.«

Ich nutzte diese Zeit, um mich von meinen Freundinnen zu verabschieden und Allie zu erzählen, was geschehen war und was ich nun vorhatte. Sie war sehr betrunken, weshalb ich ihr vorschlug, dass Damian und ich sie nach Hause bringen könnten, aber sie lehnte ab und meinte, sie käme schon zurecht. Weil ich mir dennoch Sorgen machte, bat ich Lisha, die noch nüchtern war, Allie später zu begleiten und mir Bescheid zu geben, falls etwas sein sollte.

»Ich passe auf deine kleine Schwester auf«, versicherte sie mir daraufhin und stupste mich sanft mit dem Ellbogen an. »Nutz die Gelegenheit, Kat.«

Eine weitere Nachricht von Damian verkündete, dass er draußen auf mich wartete. Ich nahm meine kleine Handtasche und eilte zum Ausgang. Ob meine Schritte oder mein Herz schneller waren, konnte ich nicht sagen. Aufregung und Vorfreude durchströmten meinen gesamten Körper und ließen mich fast schon fliegen.

Der schwarze Mercedes parkte nur wenige Meter vom Eingang entfernt, und ich stieg schnell ein. Hinter mir ertönte ein Jaulen, und als ich zur Rückbank sah, entdeckte ich dort den angeschnallten Rocky.

»Hier in der Nähe ist ein Park«, sagte Damian. »Ich dachte, ich lasse ihn dort etwas raus, wenn du nichts dagegen hast, dass er uns Gesellschaft leistet.«

»Überhaupt nichts«, erwiderte ich lächelnd und ließ den großen Hund meine Hand abschlecken. Dabei wedelte seine Rute so heftig, dass beinahe der Wagen bebte.

»Du hast wohl nicht nur mir gefehlt, Kat.«

Ich blickte zu Damian und genoss die Wärme in meiner Brust. Ich hatte das Bedürfnis, ihm durch das ordentlich frisierte Haar zu strubbeln, damit es so aussah, wie ich es am liebsten an ihm mochte - als wäre er eben erst aufgestanden. Wild und zerzaust, weil ich die halbe Nacht meine Finger darin vergraben hatte. Wieder in seiner Nähe zu sein, machte mir noch einmal bewusst, wie sehr ich ihn vermisst hatte.

»Dass du hier bist, bedeutet, dass du dich entschieden hast. Richtig?«, fragte er, nachdem wir losgefahren waren, und warf mir einen kurzen Blick zu.

»Ich habe mich entschieden«, bestätigte ich und fummelte nervös an dem kleinen Reißverschluss meiner Handtasche herum. »Es wäre schön, wenn wir wieder Zeit zusammen verbringen, ohne an die Bedingung zu knüpfen, dass es unverbindlich bleibt.«

»Das möchte ich auch, Kat.«

»Eine einzige Bedingung habe ich noch«, wandte ich ein und sah zu ihm. »Ich würde es gerne langsamer angehen, dich besser kennenlernen.«

»Möchtest du umworben werden?« Seine Augen trafen meine, bevor er wieder auf die Straße blickte.

»Nein, das meinte ich nicht ...«

»Kat, du verdienst es, dass ein Mann dich anständig umwirbt. Ich möchte dich umwerben.«

Ich biss mir auf die Unterlippe, weil es in meinem Magen vor Erwartung wild flatterte. »Wie? Mir zu sagen, dass du eine Nacht mit mir verbringen möchtest, und mich in deinem Whirlpool zu massieren, war etwa kein anständiges Umwerben?«, scherzte ich.

Damian lachte leise. Ich hatte diesen Laut wirklich schrecklich vermisst. »Ich kann das sogar noch besser«, gab er zurück.

Ich lächelte, während die Spannung meinen Körper verließ und die quälende Sehnsucht mit sich nahm. Ich würde es tatsächlich wagen und mich auf einen Mann wie Damian einlassen. Und obwohl ich große Angst davor hatte, diesen Schritt zu gehen, gab es kein Zurück mehr. Ich wollte keine Reue, kein Was-wäre-wenn. Ich musste herausfinden, ob wir beide eine Chance hatten, jetzt, wo er bereit war, sich auch emotional auf mich einzulassen.

Wir erreichten den Park, und nachdem Damian den Wagen abgestellt hatte, drehten wir eine Runde. Dabei erkundigte er sich nach dem Kerl, mit dem ich an der Bar gestanden hatte, als er mich angesprochen hatte.

»Das war Jamie, ein sehr guter Freund von mir«, erzählte ich ihm.

»Und der andere, der dich auf der Tanzfläche befummelt hat?«

Ich sah ihn überrascht an. »Wie lange hast du mich beobachtet?«

»Seit du aufgetaucht bist«, gab er zu. »Ich habe den richtigen Augenblick abgewartet, um dich anzusprechen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich etwas Schiss, dass du mir einen Korb gibst.«

Lächelnd ging ich weiter. »Um auf deine Frage zurückzukommen - der Typ, der mich befummelt hat, war Omar. Ich war auch nicht begeistert darüber, weil ich eigentlich nur tanzen wollte.«

»Dann bist du mit keinem Mann mehr ausgegangen?«

»Nein, nicht wirklich. Daran war ich nicht interessiert. Ich hab mich auf die letzten Prüfungen konzentriert.« Und darauf, dich zu vergessen.

»Richtig. Dein Abschluss.« Damian blieb stehen und drehte sich mir zu. »Herzlichen Glückwunsch, Kat. Du bist sicher mächtig stolz auf dich.«

»Schon ...« Ich zuckte verlegen mit einer Schulter, und er grinste, bevor er mich mit einem Arm umschloss und an sich drückte. Rocky an seiner anderen Hand nahm das wohl zum Anlass, daraus ein Gruppenkuscheln zu machen, und sprang an mir hoch, sodass ich fast umfiel.

»Dein Hund ist ja noch stürmischer als du«, bemerkte ich lachend und bemühte mich, das durch seine Umarmung entfachte Verlangen unter Kontrolle zu bekommen.

»Er hat einen ziemlich schlechten Einfluss auf mich, du hast recht.« Damian ließ mich wieder los und zog auch Rocky zurück.

Ich war etwas enttäuscht, dass die Runde so schnell zu Ende war und Damian mich anschließend nach Hause fuhr, wo er sich mit einem Kuss auf meine Wange von mir verabschiedete. Aber es war richtig, das Ganze langsam anzugehen. Ich wollte den Mann, der mein Herz berührte, besser kennenlernen und herausfinden, wieso er glaubte, dass ich ihn früher oder später verlassen würde.

Gerade als ich dabei war, einzuschlafen, hörte ich Allie zurückkehren. Sie fluchte leise, während sie sich im Flur auszog, und kurz darauf ging meine Zimmertür auf.

»Kat? Bist du da?«

Ich richtete mich ein wenig auf. »Mmh, komm rein.«

Sie stolperte zu meinem Bett und ließ sich neben mich fallen. Dann kuschelte sie sich an meine Seite, und ich roch sofort den Alkohol. »Er sieht mich einfach nicht«, murmelte sie mit tränenerstickter Stimme. »Er wird mich nie sehen.«

»Ach, Süße ...« Ich umarmte sie fest. »Es tut mir so leid.«

Nach einer Weile sah sie mich an, und die erste Träne rollte über ihre Wange. »In solchen Momenten fehlt mir Mom so sehr. Ich wünschte, sie wäre noch hier und könnte mir sagen, was ich tun soll.«

Ich schluckte hart und unterdrückte das heftige Bedürfnis, sofort das Thema zu wechseln. Wir sprachen so gut wie nie über unsere Mutter oder ihren Tod, hauptsächlich, weil ich dann immer abblockte. Es tat einfach zu sehr weh und ich ertrug es nicht. Aber ich spürte, dass Allie das gerade brauchte, also biss ich die Zähne fest zusammen und ließ mich darauf ein.

»Mom ist immer bei uns«, flüsterte ich und drückte sie noch ein wenig fester. »In unseren Herzen ist sie immer bei uns. Weißt du noch, was sie getan hat, als du meinen Liebesbrief an Wren McAdams gefunden und ihn ihm ohne meine Zustimmung überreicht hast? Das werde ich nie vergessen!«

Wir erinnerten uns an die lustigsten und schönsten Momente, von denen es zahlreiche gegeben hatte, als die Welt noch in Ordnung gewesen war. Ich atmete erleichtert auf, weil der Schmerz sich dabei im Zaum hielt. Das war ein großer Fortschritt für mich.

Irgendwann schlief Allie ein, und bevor auch mir die Augen zufielen, vibrierte mein Handy und ich las eine letzte Nachricht, die Damian mir geschrieben hatte. Auf meinen Lippen erschien ein glückliches Lächeln, dann schloss ich die Augen.

Ich habe vergessen, dir zu sagen, wie wunderschön du heute ausgesehen hast, Kat. Das hole ich hiermit nach.