Für immer Caskett

von Ahadi
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Kate Beckett Richard Castle
28.04.2019
01.07.2019
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Moin, moin ihr Lieben.

Ich will euch auch heute gar nicht lange aufhalten, sondern mich lediglich, wie zu Beginn eines Kapitels mittlerweile üblich, noch einmal vielmals bei meinen drei Lesern Caskett2009, JohannaJames und Chilli-Vanilli, für deren klasse Reviews bedanken.

Also macht es euch bequem und schnuppert einfach mal in die nagelneue Materie ein, dabei wünsche ich euch, so wie ihr es inzwischen schon nicht mehr anders von mir gewohnt seid, das absolute Größtmaß an Spaß!

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Castle hatte es sich mit einem Glas seines besten Whiskeys auf der großen, schwarzen Ledercouch seines luxuriösen Lofts gemütlich gemacht und genoss die vollkommene Stille, die daher rührte, dass seine Mutter und seine Tochter beide außer Haus waren und er wollte die Ruhe gleichzeitig dazu nutzen, um die Ereignisse des heutigen Tages in Gedanken noch mal Review passieren zu lassen.

Doch dazu sollte er gar nicht kommen, da es im nächsten Augenblick urplötzlich an seiner Wohnungstür klopfte, Martha und Alexis konnten es unmöglich sein, weil die zwei jeweils einen Schlüssel zum Loft hatten und er erwartete auch keinen Besuch, also blieb ihm wohl oder übel nichts anderes übrig, als auf zu stehen und nach zu sehen, um wen es sich bei seinem Überraschungsbesucher handelte.

Und als er die Lofttür öffnete staunte er nicht schlecht, als er niemand anderen als seine Muse, Partnerin und gute Freundin Detektiv Kate Beckett vor sich stehen sah, wunderschön und umwerfend wie eh und je, binnen Millisekunden stahl sich ein seliges Lächeln auf sein Gesicht, sein Herzschlag beschleunigte sich ebenso rasant und eine Flut an Glückshormonen durchflutete seinen gesamten Körper.

„Hey Beckett, was für eine Überraschung“, begrüßte er sie, noch immer von einem Ohr zum anderen lächelnd, als er jedoch ihren Gesichtsausdruck genauer betrachtete, der keinem anderen ähnelte, den er in all der Zeit ihrer Zusammenarbeit jemals bei ihr gesehen hatte, was dazu führte, dass sein Lächeln genau so schnell wieder verschwand, wie es entstanden war und stattdessen einer besorgten Miene wich.

Das letzte Mal hatte er sie so gesehen, als sie vor einigen Wochen ebenfalls urplötzlich vor seiner Tür stand, unmittelbar nachdem sie von John Raglan, dem ehemals leitenden Detektiv im Mordfall ihrer Mutter angerufen und zu einem persönlichen Gespräch in einen Coffeeshop bestellt wurde, kurz bevor der pensionierte Cop, vor ihren Augen, von dem professionellen Auftragskiller Hal Lockwood erschossen wurde.

„Hey“, erwiderte sie ebenso knapp, wie zu dem eben erwähnten Zeitpunkt, als sie unangemeldet bei ihm aufgetaucht war, um ihn über den mysteriösen Telefonanruf von Raglan und dessen Aufforderung zu informieren, allein und ohne jedwede polizeiliche Eskorte zu einem konspirativen Treffen in einem Coffeeshop zu kommen, in dessen Verlauf ihr „Gastgeber“ von einer Kugel ins Jenseits befördert wurde.

„Bitte, kommen Sie doch rein“, trat er beiseite und machte zeitgleich mit seinem rechten Arm eine einladende Geste, er bat sie herein zu kommen, weil er ahnte oder viel mehr wusste, dass sie, was auch immer sie auf dem Herzen hatte, dieses garantiert nicht im Flur mit ihm besprechen wollte, sie zögerte nicht, sondern kam seiner Einladung stattdessen sofort nach und trat in die großzügige Großraumwohnung ein.

„Möchten Sie vielleicht etwas trinken?“, fragte er sie, sobald er die Tür seines Lofts hinter ihnen geschlossen und sich zu ihr ins Wohnzimmer gesellt hatte, zwar war er aufgrund ihres unlesbaren Gesichtsausdruck etwas beunruhigt, aber er konnte es dennoch einfach nicht lassen der zuvorkommende Gastgeber zu sein, der er nun einmal war, vor allem in Bezug auf sie, die Frau, in die er sein geraumer Zeit heimlich verliebt war.

„Nein danke“, verneinte sie kurz und knapp, aber trotzdem freundlich, was ihn ein kleines bisschen beruhigte, es nahm ihm zwar nicht die ganze Last der Sorge um sie, die er momentan auf seinen Schultern trug, vermochte ihm aber zumindest einen winzigen Teil davon zu nehmen und im Stillen hoffte er, dass ihr untypisches und merkwürdiges Verhalten lediglich von den heutigen Ereignissen herrührte.

„Okay. Aber bitte, nehmen Sie doch Platz“, akzeptierte er ihre Ablehnung eines Getränkes und bot ihr anschließend direkt, mit einer Geste seines linken Armes einen Sitzplatz auf seiner bequemen Ledercouch an, auf der er wenige Minuten zuvor noch gesessen hatte, mutterseelenallein mit einem Glas Whiskey, welches nun auf dem gläsernen Couchtisch stand und seinen Gedanken, die nach wie vor in seinem Kopf wüteten.

„Ich will nicht Platz nehmen, Castle. Ich will mit Ihnen darüber reden, was heute passiert ist“, entgegnete sie und gab damit zum ersten Mal, seit sie vor seiner Tür aufgetaucht war, mehr als nur ein paar wenige zusammenhängende Worte von sich, ihn unmissverständlich wissen lassend, dass sie nicht hier war, um bei einem Kaffeekränzchen einfach nett mit ihm zu plaudern, sondern das sie aus einem ganz bestimmten Grund her gekommen war.

„In Ordnung. Und über was explizit, wenn ich fragen darf?“, wusste er zwar ganz genau, über was sie mit ihm sprechen wollte, aber aus irgendeinem Grund, der ihm selbst nicht wirklich klar war, stellte er sich dennoch dumm und tat so, als hätte er nicht die geringste Ahnung wovon sie redete, vielleicht war es der kleine Kasper in seinem Inneren, der einfach nicht den Mund halten konnte und das Bedürfnis hatte sie zu provozieren.

„Jetzt stellen Sie sich doch nicht dümmer, als Sie sind, Castle. Sie wissen doch ganz genau, wovon ich spreche. Ich rede von der Festnahme vorhin, genauer gesagt von dem, was Sie bei dieser getan haben“, machte sie ihm klar, dass sie momentan nicht in der Stimmung für Gaukeleien war und das er seiner Gesundheit zuliebe, besser auf der Stelle damit aufhören sollte, hier den Ahnungslosen zu spielen und sie verschaukeln zu wollen.

Ihr Ärger rührte, wie sie bereits erwähnte, von einer Festnahme her, die sie Stunden zuvor vorgenommen hatten, ein gewisser Jeff Waylen hatte seinen Chef ermordet, in dessen eigenem Büro brutal erschlagen und das aus gleich zwei Gründen, zum einen, weil das Opfer ihn fristlos entlassen und zum anderen, zur Krönung des Ganzen so zu sagen, obendrein auch noch eine Affäre mit seiner Ehefrau hatte.

Zwei extrem starke Motive, die Jeff Waylen für die Mordermittler von Anfang an zum Hauptverdächtigen machte und es sollte auch nicht lange dauern, bis sie genügend stichhaltige Beweise hatten, um ihm die Tat zweifelsfrei nach weisen und ihn festnehmen zu können, jedoch ließ der Mörder sich, wie die meisten anderen auch, nicht einfach so verhaften, sondern leistete stattdessen heftige Gegenwehr.

Und zwar nahm Besagter, als Beckett und Castle ihn in seinem Haus aufsuchten, zunächst seine Frau mithilfe einer Pistole, die er plötzlich wie aus dem Nichts hervor zog, als Geisel, schubste diese ihnen dann in die Arme und nutzte die günstige Gelegenheit, um in den Garten zu flüchten, wo Kate ihn glücklicherweise aber mit gezogener Waffe stellen konnte, eine Pattsituation entstand.

„Nehmen Sie die Waffe runter und geben Sie auf, Waylen“, folgte die Brünette dem Prozedere, welches sie bei ihrer Ausbildung gelernt hatte und versuchte ihr Gegenüber durch ruhiges, gutes Zureden dazu zu bringen, seine Waffe weg zu legen, sich zu ergeben und sich ohne weiteren Widerstand verhaften zu lassen, denn auch wenn er sie mit einer Pistole bedrohte, würde sie ihn trotzdem nur sehr ungerne verletzen oder gar töten wollen.

„Nein, das werde ich nicht tun, Detektiv“, dachte der Angesprochene, wie sie es insgeheim auch nicht anders erwartet hatte, jedoch überhaupt gar nicht daran sich zu ergeben, schließlich hatte er ja bereits einen Mord auf dem Kerbholz und ein weiterer würde, seiner Ansicht nach, den Kohl nun auch nicht mehr fett machen, noch nicht einmal der Mord an einer Polizeibeamtin, so oder so, einfach aufgeben würde er jedenfalls nicht.

„Ich werde Ihnen sagen, wie das laufen wird: Sie werden jetzt ganz ruhig Ihre Waffe runter nehmen und mich gehen lassen, ansonsten erschieß ich Sie“, sagte Jeff daraufhin und hörte sich für sie genau so an wie Dick Coonan, der Mörder ihrer Mutter, den sie vorheriges Jahr auf dem Revier in Notwehr erschießen musste, um ihren Partner Castle, den der Auftragsmörder als Geisel genommen hatte, zu retten.

„Daraus wird nichts. Sie sind ein Mörder und ich werde Sie garantiert nicht einfach so laufen lassen“, gab der weibliche Detektiv dem Bewaffneten vor ihr klipp und klar zu verstehen, dass sie lieber sterben würde, als ihn auf freiem Fuß zu lassen, ihr war von Anfang an vollkommen bewusst gewesen, das es für sie irgendwann so enden und sie früher oder später durch die Hände eines Kriminellen sterben könnte.

„Na schön, Detektiv, Sie haben es nicht anders gewollt“, sagte Waylen mit entschlossener, emotionsloser Stimme und bereitete sich darauf vor zu schießen, er hatte gewusst, dass an diesem Tag jemand sterben musste, als diese beiden, in seinen Augen, Drecksbullen sein Haus betreten hatten, er hatte zwar eigentlich gedacht oder viel mehr gehofft, das er dieser Jemand sein würde, damit er nicht ins Gefängnis musste, aber wenn das Schicksal es so wollte…

Doch noch bevor er seine Drohung wahr machen und den Abzug drücken konnte, da tauchte plötzlich, wie aus heiterem Himmel Castle auf, der sich, ohne zu zögern, direkt zwischen ihn und Beckett stellte, wie er es überhaupt geschafft hatte sich ihnen unbemerkt zu nähern, das wusste keiner, aber jetzt stand er sprichwörtlich zwischen den Fronten und hinderte die beiden daran aufeinander zu schießen.

„Wenn Sie sie töten wollen, dann müssen Sie zuerst mich erschießen!“, machte der Schriftsteller dem Mann, in dessen Pistolenlauf er blickte, mit fester Stimme und steinerner Miene unmissverständlich klar, dass, wenn er Beckett erledigen wollte, er dann wohl oder übel zu aller erst ihn aus dem Weg räumen musste, von Angst war weder in seiner Stimme, noch in seinem Gesicht auch nur die geringste Spur.

„Castle! Gehen Sie zur Seite!“, befahl seine Muse ihm in ihrem typisch strengem Ton, auf der Stelle beiseite zu treten und sie die Sache gefälligst alleine zu Ende bringen zu lassen, sie hatte ihm, bevor sie Waylen hinter her gerannt  war, zwar strikt befohlen im Haus zu bleiben und sich um die geschockte Ehefrau zu kümmern, aber eigentlich hätte sie von vorne rein wissen sollen, dass er sich ihren Anweisungen widersetzen und ihr folgen würde.

„Nein, Kate, ich werde nicht zur Seite gehen und zulassen, dass dieser Wahnsinnige Dich erschießt“, weigerte ihr Berater sich, zum wiederholten Mal, jedoch vehement ihrem ausdrücklichen Befehl Folge zu leisten, er würde sich lieber hier und jetzt von einer Kugel ins Jenseits befördern lassen, als ohne sie weiter leben zu müssen, er liebte sie und würde alles, aber auch wirklich alles für sie tun, sogar in den Tod gehen.

„Ich sag es Ihnen zum letzten Mal, Castle: Gehen Sie jetzt sofort zur Seite!“, versuchte Beckett es noch einmal mit ordentlich Nachdruck, in der Hoffnung, ihn dadurch endlich dazu bewegen zu können, zur Seite zu treten und sich nicht weiter unnötig in Gefahr zu begeben, in Momenten wie diesen fragte sie sich, ob dieser Mann mutig war, lebensmüde oder einfach nur dumm oder vielleicht auch von allem etwas.

„Niemals! Ich liebe Dich, Kate, ich liebe Dich mehr als mein eigenes Leben! Und ich würde lieber sterben, als zu zulassen, dass Dir etwas passiert!“, hatte sie mit ihrer erneuten Aufforderung allerdings auch dieses Mal keinen Erfolg, denn er blieb, während er das sagte, an Ort und Stelle stehen, ohne sich auch nur ein einzigen Millimeter vom Fleck zu bewegen, bereit sein eigenes Leben zu opfern, um sie, seine Liebe, zu retten.

„Wie süß. Mir kommen gleich die Tränen. Und wenn es wirklich Ihr Wunsch ist, für sie in den Tod zu gehen, dann werde ich Ihnen diesen liebend gerne erfüllen“, meinte Waylen, der den Austausch des Duos bisher stumm mitverfolgt hatte, in der darauffolgenden Sekunde zu Castle und richtete den Lauf seiner Waffe direkt auf dessen Herz, ihm war völlig egal, ob er nun einen oder gleich zwei weitere Morde auf dem Kieker hätte.

„Nein Jeff, bitte, tu das nicht!“, ertönte plötzlich die weinerliche, verzweifelte Stimme der Ehefrau, die hinter Beckett stand, durch ihren Ruf die Aufmerksamkeit ihres Mannes auf sich lenkte und dem Autor die Chance gab, dem abgelenkten Mörder die Waffe aus der Hand zu treten, woraufhin Kate sich auf den völlig verdutzten Waylen stürzte, ihn zu Boden brachte, auf den Rücken drehte und ihm endlich die Handschellen anlegte.

Sie ließen den Festgenommenen von einer Streife aufs Revier bringen, während Beckett und Castle sich noch ein wenig, um die noch immer leicht unter Schock stehende Ehefrau kümmerten, die sich die Schuld an der ganzen Tragödie gab, im Sinne von, wenn sie keine Affäre mit dem Chef ihres Mannes angefangen hätte, dieser Ersteren dann nicht ermordet hätte.

Doch die Polizistin, einfühlsam und überzeugend wie sie nun mal war, konnte Mrs. Waylen schlussendlich davon überzeugen, dass sie an der ganzen Misere keine Schuld trug und das ihr Mann seinen Chef vielleicht auch dann getötet hätte, wenn sie keine Affäre mit ihm gehabt hätte, die Affäre war lediglich der bekannte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und ihren Gatten zum Mörder werden ließ.

Sobald sie sicher waren, dass die Frau den Umständen entsprechend in Ordnung war, fuhren sie schließlich zum Revier, wobei während der gesamten Fahrt eine gespenstische Stille zwischen ihnen herrschte, keiner von ihnen, weder er, noch sie fand den nötigen Mut, um das an zu sprechen, was im Garten geschehen war, insbesondere das, was er während der Pattsituation zu ihr gesagt hatte, sein Liebesgeständnis an sie.

Im Revier angekommen hatten die Jungs inzwischen schon Waylens Geständnis bekommen und zu Protokoll gegeben, sodass es an ihnen lag dem Captain Bericht über die problematische Festnahme zu erstatten, anschließend machte Kate sich direkt an den anstehenden Papierkram, Rick verabschiedete sich daraufhin von ihr und machte sich auf den Weg nach Hause.

Und obwohl sie alles in ihrer Macht stehende tat, um sich auf die zu schreibenden Berichte zu konzentrieren, so wollte ihr dies dennoch nicht wirklich gelingen, denn die Worte ihres Beraters schwirrten unaufhörlich in ihrem Kopf herum und ließen ihr einfach keine Ruhe, sie fragte sich immer, ob er das, was er zu ihr sagte, auch wirklich so meinte oder ob er es vielleicht gesagt hatte, weil er davon überzeugt war, dass er sterben würde.

Aber sie würde keine zufrieden stellende Antwort auf ihre Frage erhalten, solange sie nicht mit ihm sprach und ihn direkt damit konfrontierte, also fasste sie innerhalb eines Wimpernschlags den Entschluss, nach Dienstschluss zu ihm ins Loft zu fahren und gerade heraus zu fragen, ob sein Liebesgeständnis aufrichtig war oder nur eine Kurzschlussreaktion und sie würde nicht gehen, bevor sie nicht die Wahrheit wusste.

Tja und hier war sie nun, im Zuhause des Mannes, den sie bis zum heutigen Tag stolz ihren Berater, Partner und aller besten Freund nennen durfte, mit dem festen und unbeirrbaren Vorhaben ihn zu fragen, ob seine Worte vorhin nur heiße Luft waren oder ob er sie doch liebte und sie hoffte inständig, betete fast schon, dass Letzteres zutreffend war, aus dem einfachen Grund, das sie ihn auf jeden Fall liebte.

Und wenn ihre Hoffnung nicht umsonst war und er sie tatsächlich liebte, dann wäre sie unglaublich glücklich darüber, wenn dem jedoch nicht so sein sollte, würde sie dagegen unfassbar traurig sein und sie wusste beim besten Willen nicht, ob sie dann noch dazu in der Lage wäre weiter mit ihm zusammen zu arbeiten, geschweige denn weiterhin mit ihm befreundet zu sein.

Doch sie wusste ganz genau, dass sie heute Nacht nicht ruhig schlafen können würde, solange sie keine hundertprozentige Gewissheit über seine Gefühle für sie hatte, von daher blieb ihr wohl oder übel nichts anderes übrig, als ihrem zuvor gefassten Entschluss nach zu kommen und ihn zu fragen, selbst auf die große Gefahr hin, von ihm zurück gewiesen, enttäuscht und zutiefst verletzt zu werden.

„Hast Du das, was Du vorhin in Waylens Garten zu mir gesagt hast, ernst gemeint? Liebst Du mich wirklich?“, tat sie schließlich das, weswegen sie hier her zu ihm ins Loft gekommen war und fragte ihn, ohne Umschweife, ob sein Liebesgeständnis tatsächlich der Wahrheit entsprach und duzte ihn dabei, genau so wie er sie auch geduzt hatte, als er ihr sagte, dass er sie liebte.

„Ja Kate, ich habe jedes Wort ernst gemeint, jedes einzelne. Ich liebe Dich, ich liebe Dich so sehr, wie ich noch nie zuvor in meinem Leben eine Frau geliebt habe und auch nie wieder eine Frau lieben werde“, antwortete er mit stabiler Stimme, einem festen Blick in ihre Augen und bis zum Anschlag klopfendem Herzen, sich absolut nichts sehnlicher wünschend, als das sie genau so empfinden mag wie er.

Und kaum hatte er seinen letzten Satz beendet, da spürte er, bevor er sich überhaupt versah, in der nächsten Sekunde plötzlich ihre Hände an seinen Wangen und ihre Lippen auf seinen, fest und leidenschaftlich, aber gleichzeitig auch sanft und liebevoll, er war im ersten Augenblick zu überrascht und perplex, um auf den Kuss zu reagieren, dann aber erwiderte er den Kuss mit derselben Inbrunst und glaubte schier im Himmel zu sein.

Sie hatte zwar nicht wirklich vorgehabt ihn mit einem Kuss so dermaßen zu überfallen, aber als er sein Liebesgeständnis wiederholte, da gab es für sie einfach kein Halten mehr und sie war einfach nur froh, nein, überglücklich darüber, dass die Wahrheit jetzt endlich raus war, sie waren lange Zeit umeinander herum getänzelt, zu feige sich gegenseitig ihre Gefühle zu gestehen, doch das war nun endgültig vorbei, ein für alle Mal.

„Bedeutet das, wovon ich glaube, was es bedeutet?“, fragte er sie über siebenundsiebzig Ecken, ob der Kuss eine Bestätigung seiner Annahme oder viel mehr seiner Hoffnung war und bedeutete, dass sie genau so für ihn fühlte, wie er für sie fühlte, das sie ihn liebte, genau so wie er sie liebte und eben so sehr mit ihm zusammen sein wollte, wie er mit ihr zusammen sein wollte, so konfus sich das in seinen Gedanken auch anhören mag.

„Ja Rick, genau das bedeutet es. Ich liebe Dich. Und ich hatte furchtbare Angst um Dich, als Waylen die Waffe auf Dich gerichtet hatte“, bejahte sie, bestätigte seine Vermutung und ließ seine Hoffnung sich auszahlen, in diesem Moment das von ihr so eben gerade erwähnte, zu Tode erschreckende Bild vor Augen, umso erleichterter darüber, dass alles noch mal glimpflich ausgegangen und keiner von ihnen zu Schaden gekommen war.

„Ich weiß, Honey, ich weiß“, sicherte er ihr seine Empathie zu und hauchte ihr einen zärtlichen Kuss auf die linke Schläfe. „Ich hatte auch riesige Angst um Dich, als dieser Drecksack damit drohte, Dich zu erschießen. Genau aus diesem Grund habe ich mich auch zwischen Dich und ihn gestellt, weil ich den Gedanken nicht ertragen konnte, Dich zu verlieren“, erklärte er ihr den Grund seines Handelns.

„Versprich mir bitte, dass Du so etwas nie wieder machen wirst. Denn ich könnte es genau so wenig ertragen, Dich zu verlieren, Babe“, war sie diesmal diejenige, die ihm ihre Empathie zusicherte, nicht mit ihm streiten wollend, weil sie ganz genau wusste, dass sie für ihn genau dasselbe tun und sich jederzeit zwischen ihn und einen Bewaffneten stellen würde, was sie aber nicht davon abhielt, ihm ein Versprechen abnehmen zu wollen.

„Wenn Du mir dafür versprichst, dass Du mir das nächste Mal deine Zweitwaffe gibst und mich mit Dir mitkommen lässt, dann ja“, war er zwar durchaus gewillt ihr dieses Versprechen zu geben, aber nicht ohne einen kleinen Haken, eine damit verbundene Bedingung, ein Gegenversprechen so zu sagen, schließlich hätte er sich nicht zwischen sie und Waylen stellen müssen, wenn sie ihm, wie einige Mal zuvor auch schon, ihre Ersatzwaffe gegeben hätte.

„Ich denke, darüber lässt sich reden. Aber später, denn momentan wüsste ich etwas besseres mit unserer Zeit an zu fangen, etwas sehr viel besseres“, lächelte sie ihn verführerisch an und schlang ihre Arme um seinen Hals, woraufhin er seine Hände an ihre Taille legte und sie ganz behutsam an sich zog, so dicht, bis kein noch so dünnes Blatt Papier mehr zwischen die gepasst hätte und sich ihre Körperwärme auf den jeweils anderen übertrug.

Und bereits im nächsten Augenblick, da waren ihre Lippen auch schon wieder miteinander verschmolzen, in einem Kuss, dessen Intensität den voran gegangenen um Längen übertraf und die beiden ausführenden Personen völlig mit sich riss, diese nahezu gefangen nahm und ihre Hände liebkosten derweil den Leib des anderen, wodurch das Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen ihnen noch mehr verstärkt wurde.

Er liebte sie, sie liebte ihn und mit dieser Gewissheit, die nun tief in ihren Herzen verankert war, hätte die Welt für sie in diesem Moment nicht schöner, geschweige denn perfekter sein können, von jetzt an würden sie den Weg des Lebens, der nicht selten einer wahren Achterbahnfahrt glich, gemeinsam bestreiten, sich, genau so wie bislang auch, stets gegenseitig unterstützen und sich vor allem stets lieben.

Sowohl heute, als auch morgen und ganz gewiss für immer

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Puh, das wäre nunmehr auch geschafft.

Entschuldigt bitte vielmals die winzigen Gemeinsamkeiten zum vorherigen Kapitel, ich werde mein Möglichstes tun, um das beim nächsten Mal zu vermeiden und hoffe umso mehr, dass es euch trotzdem gefallen hat und freue mich schon sehr auf eure Feedbacks.

Wann es den nächsten Teil gibt, das brauche ich euch mit Sicherheit nicht mehr extra mit zu teilen, weil ihr meinen Post-Rhythmus ja mittlerweile schon in- und auswendig kennen dürftet, diesen vielleicht sogar bereits im Schlaf aufsagen könnt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich entsende an euch alle nur die aller besten Grüße und wünsche euch, bis zur baldigen Veröffentlichung des vierten Parts, ein paar schöne Tage, soweit das bei dem wechselhaften, wenig maihaften Wetter möglich ist.

Ade, bleibt schee, euer Ahadi.




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