Für immer Caskett

von Ahadi
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Kate Beckett Richard Castle
28.04.2019
01.07.2019
18
67.450
3
Alle Kapitel
60 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
02.05.2019 3.161
 
Einen schönen, guten Tag wünsche ich euch allen miteinander.

So wie bisher immer, so selbstverständlich auch heute noch einmal ein ganz großes und sehr herzliches Dankeschön an JohannaJames und Caskett2009, für die zwei bislang einzigen Feedbacks zu Kapitel Numero eins.

Ja und nun, ohne weitere überflüssige Verzögerungen, kommt hier dann auch schon der druckfrische, zweite Teil meiner nagelneuen Oneshot-Reihe.

Ich wünsche euch, wie sollte es auch anders sein, viel Freude beim Schmökern!

***************************************************************************

Es war ein Tag wie jeder andere in Big Apple, zwar hielt schon seit einigen Wochen der Frühling mit ganzer Kraft Einzug in der weltberühmten, bekanntlich nimmer müden Millionenmetropole, aber ansonsten war alles so wie immer.

Auf den Straßen bahnten sich die unzähligen Autos dicht an dicht ihren Weg, ebenso wie die Menschen auf den Bürgersteigen, während die warme Mai-Sonne unablässig vom völlig wolkenfreien, azurblauen Himmel herab schien.

Det. Katherine Beckett, ihres Zeichens NYPD-Detektiv, Leiterin des Teams mit der höchsten Aufklärungsrate in Sachen Mord und Inspiration des erfolgreichen Krimiautors Richard Castle, hatte gerade zusammen mit ihren Kollegen einen weiteren Fall zum Abschluss gebracht.

Der Besitzer einer Tanzschule war ermordet worden und während den Ermittlungen hatte einer der Angestellten des Toten, ein Latino namens Rafael Jáblenca, großes Interesse an ihr gezeigt und jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um heftig mit ihr zu flirten oder sie viel mehr penetrant an zu baggern.

Ihrem Berater Castle hatte dies, aus einem ihr völlig unbekannten Grund, ganz und gar nicht gefallen, was er ihr in Form von bissigen und vor Eifersucht nur so triefenden Kommentaren über ihren hartnäckigen Verehrer, auch offen und unmissverständlich zu verstehen gab.

Schleimbeutel, Lackaffe, Casanova für Arme…und ach, wie er den Tanzlehrer des Opfers ihr gegenüber sonst noch betitelt hatte und obwohl sie den genauen Grund für sein eifersüchtiges Verhalten nicht kannte, konnte sie trotzdem nicht leugnen, dass sie es irgendwie süß fand.

Und eine kleine Stimme in ihrem Inneren, die sich sehr verdächtig nach der ihrer besten Freundin Lanie anhörte, sagte ihr, dass sein Eifersuchtsgehabe daher rührte, das er weitaus mehr für sie empfand als bloße Freundschaft, ein Gedanke, der ihr zwar bereits in den Sinn gekommen, was sie aber nie wirklich ernsthaft in Betracht gezogen hatte.

Doch wenn sie genau darüber nachdachte, die vorhandenen Fakten betrachtete und zu einem Bild zusammen fügte, dann sagte ihr detektivischer Verstand ihr genau dasselbe, wie die Lanie-Stimme, dass Castle sehr viel mehr wollte, als nur mit ihr befreundet sein, was bei ihr wiederum die Frage aufwarf, was sie nun tun sollte.

Sollte sie ihn direkt auf ihren „Verdacht“ ansprechen oder es vielleicht doch besser sein lassen, um ihrer Partnerschaft, aber vor allem um ihrer kostbaren Freundschaft Willen? Denn wenn ihre Vermutung falsch war, was würde dann aus ihrer Beziehung werden?

Fragen über Fragen und wenn sie zumindest auf eine einzige dieser Fragen eine Antwort hätte, dann wäre sie wenigstens schon mal einen winzigen Schritt weiter, als jetzt, wo sie keinerlei Gewissheit hatte und nichts weiter tun konnte, als irgendwelche Mutmaßungen an zu stellen.

Aber da sie sich weder als professioneller Detektiv der New Yorker Mordkommission, noch als Privatperson mit irgendwelchen halbherzigen Vermutungen zufrieden geben wollte, beschloss sie kurzerhand ihren Partner direkt auf ihren Verdacht an zu sprechen und sich somit hundertprozentige Gewissheit über seine Gefühle für sie zu verschaffen.

Allerdings beschloss sie klugerweise damit bis nach Feierabend zu warten, denn wenn sie irgend worauf getrost verzichten konnte, dann darauf, dass ihr die gesamte Belegschaft dabei zusah und womöglich sogar dabei zuhörte, wenn sie Castle darüber ausfragte, ob er mehr als bloß Freundschaft für sie empfand oder nicht.

Sie schreckte aus ihren Gedanken, in denen sie tief versunken war, auf, als ihr im nächsten Moment jemand ihre blaue Tasse mit frischem, dampfend heißen Kaffee darin vor ihr auf den Schreibtisch stellte, sie sah auf und blickte direkt in das Gesicht ihres Beraters, der sie in seiner typisch freundlich-charmanten Art anlächelte.

Und just in dieser Sekunde wurde ihr wieder einmal bewusst, wie viel ihr dieser Mann bedeutete, wie sehr sie ihn mochte, aber vor allem wie schwer sie in ihn verliebt war, jawohl, sie konnte nicht länger leugnen und musste es sich wohl oder übel endlich eingestehen, dass sie, Kate Beckett, in ihn, Rick Castle, verknallt war.

Wenn jemand ihr zu Anfang ihrer Zusammenarbeit mit dem Autor gesagt hätte, dass sie einmal schwer in ihn verschossen sein würde, dann hätte sie diese Person, ohne zu zögern, auf der Stelle in die Klapsmühle einweisen lassen und die zuständigen Ärzte dazu angewiesen, ihren frisch gebackenen Patienten Zeit seines Lebens nicht mehr heraus zu lassen.

Aber heute sah der Sachverhalt anders aus, vollkommen anders, sie war nunmehr schon seit geraumer Zeit in ihn verliebt und würde es, obwohl sie sich diese Tatsache eigentlich selbst nicht eingestehen wollte oder zumindest nur sehr ungern, trotzdem auch überhaupt gar nicht mehr anders haben wollen.

Schließlich war sie ja nicht in irgendeinen Schwerkriminellen oder psychopathischen Mörder verliebt, sondern in einen gutherzigen, fürsorglichen, humorvollen und mutigen Mann, der Vater, Sohn, Partner und Freund in einer Person war und der für die Menschen in seinem Leben, die ihm wichtig waren, alles erdenkliche tun würde.

Mit Rick Castle hatte sie, so zu sagen, einen Sechser im Lotto gezogen, alles, was sie jetzt nur noch zu tun brauchte, war ihren Jackpottgewinn an zu nehmen, indem sie ihrem Berater endlich ihre wahren Gefühle für ihn gestand, der einzige Haken an der Sache war, dass sie wahnsinnige Angst hatte.

Angst davor, dass er nicht so empfand wie sie und das sie mit einem Liebesgeständnis ihre gesamte Beziehung, mit einem einzigen Schlag, für immer zerstören würde, sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er in diesem Fall dann noch weiterhin mit ihr zusammen arbeiten oder mit ihr befreundet sein wollen würde.

Doch Angst hin oder her, später nach Feierabend, wenn alle ungewollten Mithörer und Zuschauer gegangen waren, würde sie all ihren Mut zusammen nehmen, über ihren eigenen Schatten springen, ihm endlich reinen Wein einschenken und ihm sagen, dass sie in ihn verliebt war, mit allen damit verbundenen Risiken und Folgen.

„Danke Castle“, bedankte sie sich bei ihm für den Kaffee und schenkte ihm, so wie es zwischen ihnen in solchen Fällen inzwischen üblich war, zusätzlich noch ein strahlendes Lächeln, welches sein Herz immer wieder wie wild zum Klopfen brachte, so auch dieses Mal.

„Gern geschehen, Beckett“, entgegnete er, wie schon so oft in der Vergangenheit sehr froh, gar glücklich darüber, dass er ihr mit so etwas banalem wie eine einfache Tasse Kaffee, eine so kleine, große Freude machen konnte.

Aber wie hieß es im Volksmund bekanntlich so schön: „Kleine Dinge erhalten die Freundschaft!“ oder wie er es schon mal irgendwo aufgeschnappt hatte: „Kleine Dinge haben manchmal die größte Wirkung!“

Doch ganz egal, wie auch immer man es ausdrücken mag, er würde auf jeden Fall alles tun, sprichwörtlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, nur um ihr, seiner Partnerin, besten Freundin und Muse eine Freude zu bereiten, sie zum Lächeln und Lachen zu bringen.

Denn das Funkeln ihrer Augen, wenn sie lächelte oder lachte, vermochte selbst seine dunkelsten Tage zu erhellen und er hoffte sehr, dass er ebenso dazu in der Lage war ihr, nicht zuletzt auch aufgrund ihres Jobs, schweres und hartes Leben ein wenig zu erleichtern.

Der Grund seines Bestrebens, ihr jeden Tag aufs Neue mindestens ein Lächeln bzw. Lachen zu entlocken, bestand darin, dass er nur dann wirklich glücklich war, wenn er wusste, das es ihr gut ging, was wiederum daher rührte, das er in sie verliebt war.

Yepp, er, Richard Alexander Edgar Rodgers Castle, war in sie, Katherine Houghton Beckett, verliebt und das nicht erst seit gestern, geschweige denn zu knapp, er war vom ersten Augenblick an von ihr fasziniert gewesen, seit sie ihn vor ungefähr drei Jahren zum Verhör von seiner Buchparty zu „Storm Fall“ geholt hatte.

Aus der Faszination für sie, war binnen kürzester Zeit Verehrung geworden, aus besagter Verehrung genau so schnell Zuneigung und bevor er sich überhaupt versah, da hatte er sich auch schon in sie verliebt, tief, schwer und absolut unwiderruflich, aber selbst wenn er seine Verliebtheit in sie wieder rückgängig machen könnte, würde er es dennoch nicht tun, niemals.

Warum sollte er auch? Schließlich war Beckett alles, was sich ein Mann bei einer Frau nur wünschen konnte. Sie war wunderschön, attraktiv, klug, humorvoll, einfühlsam, verständnisvoll und fürsorglich. Mit anderen Worten: Sie war der Traum eines jeden Mannes und er würde alles, aber auch wirklich einfach alles dafür geben, nur um sich als ihr fester Freund bezeichnen zu dürfen.

Aber vor allem war sie die Liebe seines Lebens, diesbezüglich war er sich zu einhundert Prozent sicher und er würde alles, wirklich einfach alles in seiner Macht stehende tun, um sie glücklich zu machen und ihr zu zeigen, was für eine außergewöhnliche Frau sie war.

Zwar hatte er seine tiefgründigen Gefühle für sie bislang stets zurück gehalten, zumindest so gut es eben ging, aber die ständige Baggerei von diesem Möchtegern-Casanova Rafael Jáblenca hatte ihm einmal mehr vor Augen geführt, dass er nicht der Einzige war, der an Kate Interesse hatte und das er Gefahr laufen könnte, sie irgendwann an einen anderen Mann zu verlieren.

Vielleicht nicht unbedingt an so einen widerlichen Schleimer wie den Tanzlehrer, aber eines Tages könnte ein Kerl auftauchen, der alles war, was seine Muse sich bei einem Mann wünschte und sie ihm vor der Nase weg schnappen, ein Szenario, welches er bislang schon zweimal hatte mit ansehen müssen und er nie wieder in seinem Leben durchmachen wollte.

Aus diesem Grund beschloss er nicht länger zu zögern und ihr noch heute zu sagen, was er für sie empfand, dass er sie liebte und mit ihr zusammen sein wollte, zur Hölle mit den möglichen Risiken und Folgen, er ruinierte lieber mit drei kleinen Wörtern ihre gesamte Beziehung, als irgendwann im hohen Alter auf sein Leben zurück zu blicken und sich immer wieder „Hätte ich doch nur…“ zu sagen.

Stunden später, abends nach Feierabend…

Beckett und Castle saßen nebeneinander am Tisch im Pausenraum und genossen die Pizzen, die sie sich bestellt und ins Revier hatten kommen lassen, in Verbindung mit einem erfrischend kühlen Bier, welches sie aus dem hiesigen Kühlschrank gefischt hatten.

Die anderen waren schon gegangen, darunter auch Ryan und Esposito, die bekanntlich die Neugierigsten von allen waren und nur noch die Kollegen von der Nachtschicht waren anwesend, sodass sie größtenteils ungestört und so gut wie unter sich waren.

„Castle, es gibt da etwas, worüber ich mit Ihnen reden möchte“, machte die brünette Polizistin von ihnen beiden schließlich den aller ersten Schritt, nachdem sie eine Stimme in ihrem Kopf sie dazu ermuntert hatte, die sich sehr nach der von Lanie anhörte und die sagte: „Na los, Kate, jetzt oder nie“.

„Das trifft sich gut. Ich muss Ihnen nämlich auch etwas sagen“, ließ er sie daraufhin offen und ehrlich wissen, dass sie nicht die einzige Person Raum war, die etwas los werden musste, etwas enorm Wichtiges, er konnte ja schlecht wissen, dass das, was sie ihm sagen wollte genau so wichtig war, wie das, was er ihr zu sagen hatte.

„Wenn das so ist, dann fangen ruhig Sie an“, wollte sie nicht unfreundlich wirken und forderte ihn deswegen dazu auf, als Erstes zu sagen, was er ihr mitteilen wollte, nicht ahnend, dass ihre Mitteilungen sich in Sachen Bedeutung in Nichts nachstanden und diesbezüglich absolut ebenbürtig waren.

„Oh, nein, nein, Ladies first“, war er genau so darauf bedacht nicht unhöflich zu sein, schließlich galt es für ihn ihr gegenüber einen gewissen Ruf aufrecht zu erhalten, nämlich den Ruf als vollendeten Gentleman, der seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zugunsten der ihren zurück stellte.

„Danke“, bedankte sie sich mit einem kleinen Lächeln bei ihm für seine Zuvorkommenheit, welches aber trotz seiner geringen Intensität dennoch nicht weniger effektvoll war und genau dieselbe Wirkung auf ihn hatte, wie das strahlende Lächeln, das sie ihm Stunden zuvor bei der Kaffeeübergabe geschenkt hatte.

„Nun, es ist so: Ich habe bemerkt, wie eifersüchtig Sie immer reagiert haben, wenn der Tanzlehrer des Opfers mit mir geflirtet hat…“
   
„Geflirtet? Ha! Das ich nicht lache! Wenn er nur ein wenig mit Ihnen geflirtet hätte, dann hätte ich das ja noch verkraften können. Aber dieser Schürzenjäger hat ja, kaum hat er Sie gesehen, gleich drauf los gebaggert, auf Teufel komm raus! Der Typ hat Sie so dermaßen an gegraben, als würde er nach Erdöl oder Gold suchen!“, unterbrach er sie prompt, nicht dazu in der Lage sich zurück zu halten.

„Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht unterbrechen“, bereute er, kaum hatte er zu Ende gesprochen oder viel mehr zu Ende drauf los gewettert, sogleich auch schon sein flegelhaftes verbales Eingrätschen und bat sie sofort aufrichtig um Entschuldigung, nicht wissend, dass sie seine erneute eifersüchtige Reaktion wieder mal extrem süß fand.

„Schon gut, Castle. Ich verstehe, was Sie meinen, mir ist der Kerl mit seinen ständigen Bemerkungen auch auf die Nerven gegangen“, gab sie ihm zu verstehen, dass nicht nur er von der eher wenig schmeichelhaften, als vielmehr nervigen und penetranten Baggerei des Tanzlehrers genervt war, das es ihr im Bezug darauf ebenso ging wie ihm.

„Gut zu wissen. Aber bitte, fahren Sie ruhig fort, Detektiv“, war er aufgrund ihrer Aussage mächtig erleichtert, was auch anhand seiner Miene und seiner Stimme deutlich zu sehen bzw. zu hören war, aber er wollte sie nicht länger als nötig aufhalten und forderte sie deshalb in der darauffolgenden Sekunde dazu auf, fort zu fahren.

„Wie schon gesagt: Ich habe Ihre eifersüchtige Reaktion auf die Annäherungsversuche des Tanzlehrers bemerkt und würde jetzt gerne von Ihnen erfahren, aus welchem Grund Sie so reagiert haben“, fuhr sie, wie von gewünscht, mit der Äußerung ihres Anliegens fort und sah ihn, sobald sie dies getan hatte, abwartend oder besser gesagt, erwartend an.

„Weil ich Sie liebe“, antwortete er ihr ehrlich und direkt, er hatte sich zwar in den vergangenen Stunden die Worte zusammen gelegt, mit denen er ihr seine Liebe gestehen wollte, aber warum sollte er unnötig lange um den heißen Brei herum reden, wenn er ihr doch genau so gut gerade heraus das sagen konnte, was sie von ihm hören wollte.

Und was sie von ihm hören wollte war die Wahrheit und die Wahrheit war nun mal, dass er sie liebte, so war es nun einmal, daran konnte er nichts ändern und würde es, selbst wenn er es könnte, trotzdem nicht tun, nie und nimmer, sie war seine absolute Traumfrau, die Liebe seines Lebens, so war es vom Universum vorher bestimmt.

„Ja, ich weiß, dass ich nicht gerade das bin, was man einen Traumtyp nennen würde. Ich bin kein braun gebrannter, muskulöser Beachboy, mit einem sexy Akzent und einem Hüftschwung, wie ein junger Gott. Ich bin ein fast vierzigjähriger, allein erziehender Vater, der mit seiner divenhaften Mutter zusammen lebt.

Und mir ist ebenfalls bewusst, dass Du genau so gut auch jeden anderen Mann auf der Welt haben könntest, jeden, den Du willst. Jemanden, der jünger, hübscher, klüger und interessanter ist als ich. Ein Anwalt, ein Arzt oder sonst irgendjemand, der einfach in jeder Hinsicht tausendmal besser und beeindruckender ist, als ich.

Aber das ändert nichts daran, dass ich Dich liebe, Kate. Ich liebe Dich über alles, von ganzem Herzen und ich würde alles, wirklich einfach alles tun, um Dich glücklich zu machen. Ich würde sogar aufhören, Dich bei der Arbeit zu begleiten, wenn Dich das glücklich machen würde. Ich tue alles, absolut alles, solange Du nur glücklich bist, Kate.“

Mit diesen Worten beendete er seine Ansprache und hatte damit alles getan, was er in dieser Situation tun konnte, er hatte seinen Teil hiermit erledigt, der Rest lag ganz allein bei ihr, es lag nun an ihr, ob sie ihren Lebensweg von nun an gemeinsam als Paar beschreiten oder ob sie ab sofort für immer getrennte Wege gehen würden.

Doch mit dem, was als nächstes passierte, hätte er im Leben nicht gerechnet, nicht in einer Million Jahren, denn noch bevor er überhaupt wusste, wie ihm geschah, da hatte sie sich innerhalb eines Wimpernschlag zu ihm herüber gebeugt und ihre Lippen auf seine gelegt, sanft und zärtlich, wie eine leichte Sommerbrise auf der Haut.

„Du hast recht. Du bist nicht der Typ Mann, von dem jede Frau träumt. Aber Du bist definitiv der Mann meiner Träume und das reicht vollkommen aus. Und Du musst auch kein gottesähnlicher Muskelprotz, mit südländischem Akzent und jungenhaftem Hüftschwung sein, denn für mich bist Du perfekt, genau so wie Du bist“, sagte sie zu ihm, sobald sie den Kuss wenige Sekunden später wieder beendet hatte.

„Und Du brauchst Dir auch keine Gedanken oder Sorgen darüber zu machen, dass ich Dich für zu alt, ungebildet, unansehnlich oder uninteressant halten könnte, denn Du bist meiner Ansicht nach nichts davon, nicht im geringsten. In meinen Augen bist Du einer der, mit Abstand, besten und beeindruckendsten Männer, die ich kenne.

Geschweige denn müsstest Du damit aufhören, mich bei der Arbeit zu begleiten, um mich glücklich zu machen. Denn Dich als treuen Partner an meiner Seite zu wissen, macht mich unsagbar glücklich und Dich zusätzlich auch noch als guten Freund bezeichnen zu dürfen, ist nur die sprichwörtliche Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

Was ich damit sagen will ist, dass ich Dich auch liebe. Und ich bin unheimlich froh…“, weiter kam sie nicht, weil er sich, noch bevor sie sich überhaupt versah, dieses Mal derjenige war, der sich zu ihr herüber beugte und seine Lippen miteinander verband, dieser Kuss war zwar ein wenig energischer, aber dennoch genau so liebevoll wie der vorherige.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, Küsse dagegen sind unbezahlbar“, raunte er ihr zu, nachdem sie auch den zweiten Kuss beendet haben, diesmal jedoch erst, als ihre Lungen anfingen zu brennen und lauthals nach dem lebensnotwendigem Sauerstoff verlangten und die beiden, sehr zu deren Bedauern, dazu zwangen sich wieder voneinander zu trennen.

„Halten Sie den Mund, Mr. Castle und küssen Sie mich“, flüsterte sie ihm daraufhin zu, forderte ihn in ihrem typisch strengem Detektiv-Ton dazu auf, anstatt weiter große und unnötig lange Reden zu schwingen, stattdessen etwas viel besseres, schöneres und angenehmeres zu tun und lieber Taten sprechen zu lassen.

„Ihr Wunsch ist mir Befehl, Ms. Beckett“, grinste er ihr schelmisch an und kam ihrer Aufforderung auch schon sogleich nach und vereinte ihre Lippenpaare in einem weiteren gefühlvollen Kuss miteinander, der wahrlich mehr ausdrückte, als es hunderte oder gar tausende von Worte je hätten tun können.

***************************************************************************

E Voila und fertig ist Part zwei meines neuesten Projektes.

Ich hoffe, wie ihr es schon gar nicht mehr anders von mir kennt, selbstverständlich auch heute, dass es euch auch dieses Mal wieder gefallen hat und freue mich natürlich auch schon sehr auf eure Rückmeldungen.

Mein Bestreben in nächster Zeit besteht darin, von nun an jede Woche zwei Kapitel zu veröffentlichen und ich entschuldige mich, höflich wie ich bin, jetzt schon einmal vorab bei euch, falls mir das nicht immer gelingen sollte.

So oder so, ich wünsche euch allen heute schon mal ein schönes, entspanntes und erholsames Wochenende, sowie, bis es nächste Woche dann mit Teil drei weitergeht, alles Gute und ein paar angenehme Mai-Tage.

Ciao, macht’s gut Leute, euer Ahadi.



























Review schreiben