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Für immer Caskett

von Ahadi
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
28.04.2019
01.07.2019
18
67.450
4
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60 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
01.07.2019 2.327
 
Grüß Gott alle miteinander.

Ich sende meinen großen, persönlichen Dank an meine drei Leser Hummel, JohannaJames und Caskett2009, für die wieder mal super-tollen Rückmeldungen zum vorherigen Part, aber anstatt sowohl mich, als auch euch mit unnötigem Gerede auf zu halten, starte ich stattdessen direkt mit dem finalen Teil meiner Oneshot-Serie.
   
Beim Lesen desselbigen wünsche ich euch ganz besonders viel Freude!

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„Und? Wie schmeckt es Dir?“, erkundigte Castle sich bei seiner Begleiterin, mit der er gerade an einem der geschmackvoll gedeckten Tische in einem italienischen Restaurant saß und jeweils eine großzügige Portion leckerer Pasta, zusammen mit einem erfrischenden Getränk genoss, ihr war zwar deutlich an zu sehen, dass ihr das Essen schmeckte, aber er würde, seiner Ansicht nach, seinem Ruf als Gentleman einfach nicht gerecht werden, wenn er sie nicht wenigstens einmal fragen würde.

„Gut, sehr gut sogar“, antwortete Beckett und nahm sogleich eine weitere Gabel voll von ihren wirklich wohlschmeckenden Spaghetti Bolognese in den Mund, sie hatte in ihrem Leben schon viele Nudeln, in allen möglichen Variationen gegessen, aber noch nie, wirklich noch nie welche, die so wahnsinnig lecker waren wie diese und in diesem Moment war sie ein weiteres Mal froh darüber, dass sie seine Einladung hier her zum Essen zu kommen, angenommen hatte.

Allerdings war es nicht allein das schmackhafte Essen oder die angenehme Atmosphäre des zwar schick, aber dennoch schlicht eingerichteten Restaurants, was diesen Abend für sie so wundervoll machte, sondern in erster Linie die charmante Gesellschaft, in der sie sich befand, sie war in der Vergangenheit schon oft in männlicher Begleitung zum Essen gewesen, doch sie hatte die Gegenwart eines Mannes bisher noch nie zuvor so sehr genossen, wie die ihres langjährigen Beraters.

„Und selbst? Wie schmeckt es Dir?“, fragte sie Besagten daraufhin im Gegenzug, wie ihm seine Spaghetti Frutti-Di-Mare bekamen und gab ihm damit etwas von der ungezwungenen, offenen und ehrlichen Freundlichkeit, die er ihr entgegen kommen ließ, zurück, etwas, was ihrer Meinung nach, für zwei Menschen wie sie, die sich seit Jahren kannten, einander blind vertrauten, gemeinsam ein super Team bildeten und außerdem noch eng miteinander befreundet waren, selbstverständlich war.

„Hervorragend“, entgegnete er und schob sich, genau so wie zuvor sie, in der darauffolgenden Sekunde eine weitere mundgerechte Portion seiner Nudeln, in die so eben genannte Öffnung im unteren Teil seines Gesichtes und er war, als er das tat, erneut überglücklich darüber, dass die Kugel, die ihn gestern bei der Festnahme eines Mörders streifte, ihn an seinem linken und nicht an seinem rechten Arm erwischt hatte, ansonsten würde er jetzt wahrscheinlich nur unter großen Schmerzen essen können.

Doch selbst wenn sich der Streifschuss an seinem rechten Arm befinden und er wohl nur unter größten Qualen essen können würde, so wäre ihm dies dennoch allemal wert, denn wie hieß es bekanntlich so schön: „Pech im Polizeispielen, Glück in der wahren Liebe“, na ja oder zumindest so ähnlich, aber ganz egal, wie auch immer es im Volksmund hieß, es traf in seinem Fall jedenfalls hundertprozentig zu, denn er mag zwar angeschossen worden sein, aber sein persönliches Glück minderte dies nicht im geringsten.

Er und Kate gingen nämlich seit ein paar Wochen miteinander aus, sie waren zwar noch nicht ganz offiziell zusammen und nur ihre Familien und engsten Freunde wussten davon, aber sie hatten sich trotzdem darauf geeinigt, dass die Bezeichnung ihrer Beziehung nicht mehr länger nur „Partner“ und „gute Freunde“, sondern jetzt auch „Paar“ bzw. „Liebespaar“ lautete, ein Status, auf den die beiden jahrelang sehnsüchtig gewartet und gehofft und mühevoll hin gearbeitet hatten.

Und sie hatten sich ebenfalls darauf geeinigt, es langsam angehen zu lassen, eine Vereinbarung, an die sie sich fest hielten, alles, was sich in den letzten Wochen, seit sie zusammen gekommen waren, zwischen ihnen abgespielt hatte, insofern ihnen kein Mordfall dazwischen kam, waren Dates wie dieses hier, gemeinsame Kino- oder Fernsehabende und ausgedehnte Spaziergänge an ihren freien Wochenenden, sie hatten bislang noch nicht miteinander geschlafen und es ausschließlich beim Kuscheln und Küssen belassen.

„Aber das leckere Essen ist nichts im Vergleich zu meiner bezaubernden Begleitung“, meinte er im nächsten Augenblick zu ihr und ergriff, mit einem warmen, freundlich-charmanten Lächeln in seinen robust gutaussehenden Gesichtszügen, mit seiner rechten Hand ihre linke, umschloss diese ganz behutsam und streichelte sanft mit seinem Daumen über die zarte Haut ihrer Hand, es war eines von vielen Komplimenten, welche er ihr in den vergangenen Wochen gemacht hatte und ebenso wahr wie die bisherigen.

„Danke Rick. Ich kann mich aber auch nicht über die Gesellschaft, in der ich mich befinde, beklagen“, gab sie das ihr von ihm geschenkte Lächeln unverzüglich zurück und erwiderte auch die Geste, mit der er sie bedachte, indem sie mit ihren Fingern über seine weiche Haut strich, es war zwar nicht das erste Mal, dass sie seine Hand hielt, aber sie hatte erst zu Beginn ihrer Liebesbeziehung so wirklich wahr genommen, wie samtig seine Haut war und sie fragte sich seitdem, ob sein restlicher Körper genau so beschaffen war.

„Wie geht es eigentlich deiner Schusswunde?“, erkundigte sie sich bei ihm, aufrichtig um sein Wohlergehen besorgt, über den derzeitigen Zustand der gerade besagten Verletzung, nachdem sie sich eine gefühlte halbe Ewigkeit lang angelächelt und einander so tief in die Augen geblickt hatten, dass sie schier glaubten, dem anderen direkt ins Herz und auch in die Seele sehen zu können, etwas, was schon des öfteren passierte, seit sie ein Paar geworden waren und garantiert auch nicht zum letzten Mal vorkam.

„Ganz gut. Es puckert zwar ein bisschen, aber dank der Schmerzmittel hält es sich in Grenzen“, antwortete er ihr größtenteils wahrheitsgemäß, zwar war das, was er an seinem verletzten, linken Arm spürte, mehr als nur ein bloßes Puckern, aber er wollte ihr gegenüber einfach nicht als kränklich und schwach erscheinen, so süß er es auch fand, dass sie sich Sorgen um ihn machte und so gerne er insgeheim auch wollen würde, dass sie ihm anbot, die Krankenschwester für ihn zu spielen und sich um ihn zu kümmern.

„Bist Du sicher?“, war ihr sowohl deutlich an ihrem bildhübschen Antlitz anzusehen, als auch an ihrer Stimme zu hören, dass sie ihm seine Aussage, dass es ihm bezüglich seiner Wunde, bis auf minimale Beschwerden, gut ginge, nicht so ganz abkaufte und eigentlich hatte sie auch fest damit gerechnet, dass er auf ihre Frage hin den sterbenden Schwan spielen würde, in der Hoffnung, dass sie ihm daraufhin anbieten würde, ihn später, nach dem Essen mit zu sich nach Hause zu nehmen und ihn dort zu pflegen.

Und wenn sie ganz ehrlich zu sich war, dann hätte sie auch überhaupt gar nichts dagegen, für ihn in die Krankenschwester-Rolle zu schlüpfen, normalerweise würde sie nicht einmal ansatzweise auf diesen Gedanken kommen und bislang hatte auch noch kein Mann solche je Gedanken solcher Art in ihr hervorrufen können, aber Castle war ja nun einmal nicht so wie andere Männer und auch ihre Beziehung ähnelte nicht im geringsten irgendeiner anderen, die sie bisher hatte, eine Tatsache, die ihre Bereitschaft erklärte.

„Ja, ich bin mir sicher, ganz sicher“, bejahte er schnell, ein wenig zu schnell, um auf sie wirklich überzeugend wirken zu können, was ihm auch vollkommen klar war, aber er wollte, auch wenn er wusste, dass ihre Besorgnis um ihn aufrichtig war, trotzdem einfach nicht, dass sie sich übermäßig Sorgen um ihn machte und sich ihm gegenüber in irgendeiner Art und Weise verpflichtet fühlte, besorgt sein und sich kümmern wollen war ja völlig okay, aber alles auf der Welt sollte seine Grenzen haben.

„Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass ich diese Woche etwas ab bekomme“, sagte er als nächstes zu ihr und tatsächlich hatte er früher in dieser Woche bereits etwas einstecken müssen, nämlich einen Angriff durch eine Tatverdächtige, die sich während einer Befragung, aus irgendeinem Grund, durch die Fragen des Krimiautoren angegriffen fühlte und ihrem „Angreifer“ deswegen plötzlich, wie aus heiterem Himmel und ohne jedwede Vorwarnung, eine volle Ladung Pfefferspray verpasst hatte.

Beckett hatte daraufhin natürlich nicht lange gezögert und stattdessen sofort auf diesen unverfrorenen und völlig unberechtigten Angriff auf ihren Partner reagiert, indem sie sich, während der arme Rick sich vor Schmerzen krümmte, die Verrückte einfach kurzerhand schnappte, dieser die Handschellen anlegte, sie wegen des Tatvorwurfs der Körperverletzung festnahm und ihr gemäß des Protokolls ihre Rechte vorlas, bevor sie die Verdächtige schließlich abführte und in ihren Dienstwagen verfrachtete.

Sobald dies geschehen war, kümmerte sie sich gleich um ihren angeschlagenen Freund und spülte diesem mithilfe der Flasche Wasser, die sie glücklicherweise dabei hatte, erst einmal notdürftig die Augen aus, auf ihre Frage hin, ob er einen Krankenwagen brauchte, antwortete er, dass er keinen brauchte und meinte weiter zu ihr, dass es nicht das erste Mal wäre, dass er auf diese Weise attackiert wurde, eine Aussage, die sie ihm aufgrund seines früheren, recht aktiven Partylebens auch sofort, ohne Zweifel glaubte.

Und obwohl es einige Zeit dauerte, bis seine Augen aufhörten wie verrückt zu tränen und noch etwas länger, bis sie nicht mehr feuerrot waren, so weigerte er sich trotzdem vehement eine Strafanzeige gegen seine Angreiferin zu stellen, die ihre Tat kein bisschen bereute und nach wie vor als gerechtfertigt empfand, die Polizistin fand die Einstellung ihres Beraters zwar als viel zu gutmütig, aber so war er nun einmal, großherzig und insgeheim war sie auch heilfroh darüber, da ihr dadurch eine Menge Papierkram erspart blieb.
   
„Trotzdem danke, ich weiß deine Fürsorge wirklich zu schätzen, Kate“, schenkte er ihr erneut ein Lächeln, mit dessen Hilfe er hoffte, sie nun endlich zweifelsfrei davon überzeugen zu können, dass es ihm, bis auf leichte Schmerzen an seinem linken Oberarm, wo sich die Schusswunde befand, ansonsten gut ging, es war zwar das erste Mal, dass er angeschossen wurde, seit sie miteinander arbeiteten, überhaupt in seinem ganzen Leben, aber es war auch ganz gewiss nicht das letzte Mal, dass das passierte.

Seine Mutter und seine Tochter hatten natürlich einen riesigen Schrecken bekommen, als Kate sie gestern auf dem Weg ins Krankenhaus angerufen und darüber informiert hatte, dass er mit einem Streifschuss eingeliefert wurde und sie hatten nach ihrem Eintreffen in der Klinik, als sie unter sechs Augen miteinander gesprochen hatten, auch sämtliche Geschütze aufgefahren, um ihn dazu zu bringen, seine Zusammenarbeit mit dem NYPD zu beenden, mussten sich aber letztendlich leider geschlagen geben.

Er wusste zwar, dass seine beiden rothaarigen Damen es nur gut mit ihm meinten, als sie ihn baten seine „Recherchen“ zu beenden und sie ihn einfach nur nicht durch eine Kugel oder ähnliches verlieren wollten, aber sein Wille oder viel mehr sein Dickkopf, waren nun einmal stärker gewesen als die Argumente seiner Familie, er konnte und wollte Becketts Seite nicht verlassen, denn ohne sie wäre er nicht derjenige, der er heute war, sie war diejenige, die seinem Leben, als es am Tiefpunkt war, einen völlig neuen Sinn gab.

Sie war sein unermüdlicher Quell der Inspiration und noch so viel mehr als das, sie war die Freude seines Herzens, die Liebe seines Lebens, die Frau, auf die er so lange gewartet hatte, es war ihr Gesicht, das er jeden Morgen beim Aufwachen sehen und ihre Stimme, die er jeden Abend vor seinem Schlaf hören wollte und das für den Rest seines Daseins auf Gottes Erde, vor ihr war er ein Niemand, ohne sie wäre er ein Nichts und er würde lieber sterben, als jemals wieder ohne sie leben zu müssen.

„Immer“, lächelte sie zurück, zwar kaufte sie ihm seine hartnäckigen Beteuerungen, dass es ihm gut ginge, noch immer nicht so ganz ab, aber sie beschloss dennoch nicht weiter nach zu bohren, er würde ihr ganz bestimmt schon etwas sagen, wenn die Schmerzen zu stark werden würden und solange würde sie einfach weiterhin das schöne Ambiente, das leckere Essen, aber vor allem die erstklassige Gesellschaft, die er ihr bot, genießen, genau so wie er die ihre ebenfalls zweifellos in vollen Zügen genoss.

Und während sie in Ruhe zu Ende speisten, ohrfeigte sie sich ein weiteres Mal innerlich selbst dafür, dass sie sich so unfassbar lange gegen das Offensichtliche gewehrt und ihm erst nach fast drei Jahren eine Chance gegeben hatte, aber wie er selbst sagte, lag dies nunmehr in der Vergangenheit und zählte nicht mehr, wichtig war jetzt nur noch das, was noch vor ihnen lag, die Zukunft, ihre gemeinsame Zukunft, die sie, genau so wie die letzten Wochen auch, mit ihm, nur mit ihm, einzig und allein mit ihm verbringen wollte.

Er war der einzig Richtige für sie, ihre große Liebe, ihr One-and-Done und sie konnte sich nichts schöneres vorstellen, wünschte sich nichts mehr, als den Rest ihres Lebens in der Wärme seines Lächelns zu zubringen und in der Kraft seiner Umarmung, sie liebte ihn, genau so wie er sie auch liebte und sie würden immer Partner, sowie Freunde sein, im Kampf gegen alles Böse dieser Welt und darüber hinaus, solange sie zwei lebten würden sie sich nicht mehr so schnell, geschweige denn leicht los werden.

Sie beide hatten zwar von Anfang an gewusst, dass sie zusammen verdammt gut sein würden und das in jeder nur erdenklichen Hinsicht, aber das sie so dermaßen gut sein würden, das war ihnen jedoch nicht klar gewesen, nicht im geringsten und man konnte durchaus mit Lug und Recht behaupten, dass sie diesbezüglich keine Ahnung hatten, nicht einmal ansatzweise, aber jetzt hatten sie sie ja zum Glück und würden sie auch immer haben.

Always.

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Ihr braucht es nicht zu sagen, ich weiß, dass auch dieses Kapitel wieder mal extrem kurz ist, aber ich persönlich finde, dass ein wenig weitaus besser ist, als gar nichts und ich hoffe wirklich sehr, dass zumindest ein Teil von euch das ganz genau so sieht, doch noch mehr hoffe ich, dass euch das abschließende Kapitel trotz allem gefallen hat.

Und da ich beim besten Willen kein großer Fan von langen Abschieden bin, sage ich einfach nur Tschüss, Ade und Goodbye und wünsche euch, meine werten Leser, alles Gute für die Zukunft, bis irgendwann einmal, ganz frei nach dem Motto: „Man sieht oder wie in diesem Fall, man liest sich immer mindestens zwei Mal im Leben!“.

Mit den liebsten und allerbesten Grüßen, euer Ahadi.
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