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Für immer Caskett

von Ahadi
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Kate Beckett Richard Castle
28.04.2019
01.07.2019
18
67.450
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Dieses Kapitel
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17.06.2019 6.031
 
Good morning and have a nice day I wish you all - werdet ihr heute einmal von mir auf good old Englisch begrüßt - I hope you had a pleasant and relaxing weekend, started well into the new week and are already looking forward to what I probably have in store for you today.

Und natürlich gehört auch am heutigen Tag meine ganze Dankbarkeit all den unermüdlichen Lesern unter euch, die mir zum letzten Part ein Feedback gaben und noch beabsichtigen es zu tun, nur tut mir bitte einen Gefallen und schmilzt bei den Temperaturen nicht vorher dahin.

Ja und nun wünsche ich euch wie immer gute Unterhaltung!

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„Das war…“, keuchte Beckett auf dem Rücken liegend, hörbar nach Luft schnappend, ihre schweißbedeckte Brust hob und senkte sich in kurzen Abständen und obwohl sie, im wahrsten Sinne des Wortes, fix und foxi war, so hatte sie dennoch ein sattes und zufriedenes Lächeln in ihrem Gesicht und sie konnte es schier kaum erwarten, bis sie das, was sie gerade eben getan hatte, hoffentlich bald, schon sehr, sehr bald wieder tun konnte.

„Phänomenal“, sagte Castle, der ebenfalls schweißüberströmt neben seiner Partnerin auf dem Rücken lag, genau so erschöpft war wie diese und ebenso wie sie verzweifelt nach Luft rang, er hatte in seinem bisherigen Leben schon so einiges erlebt, aber so etwas, wie das, was er da gerade eben hatte erleben dürfen, war ihm bislang noch nie zuvor widerfahren und auch wenn er morgen wahrscheinlich sämtliche Knochen spüren würde, selbst die, von denen er gar nicht wusste, dass sie existierten, so hatte es sich trotzdem voll und ganz gelohnt.

Er war sich ganz zu Anfang, als sie ihm diese Aktivität vorgeschlagen hatte, zwar schon ein wenig unsicher gewesen, ob das wirklich eine gute Idee wäre, er hatte natürlich nichts dagegen etwas gemeinsam mit ihr zu machen, es ging viel mehr um die Art der Unternehmung an sich, die ihm Unbehagen bereitet hatte, aber mittlerweile, nachdem sie es schon ein paar Mal getan hatten, konnte er sich nichts schöneres mehr vorstellen.

„Das war es“, konnte sie einfach nicht anders, als ihm zu zustimmen, während ihr ganzer Körper vor lauter Erschöpfung summte, gleichzeitig aber auch von zahlreichen Glücksgefühlen geradezu überschwemmt wurde, die durch sie hindurch strömten und ein angenehmes Kribbeln verursachten, sie hatte das zwar nicht zum ersten Mal in ihrem Leben gemacht, aber so befriedigend wie mit ihm, war es noch niemals zuvor gewesen.

Der Autor war, so unreif er auch sein konnte, trotzdem ein wirklich sehr guter und auch gelehriger Schüler, er war sehr aufmerksam, passte gut auf, lernte schnell und setzte das Gelernte auch hervorragend in die Tat um, was er ihr heute auch wieder mal mehrfach bewiesen hatte und wenn er so weiter machte und weiterhin so super mitarbeitete wie bisher, dann würde er schon in kürzester Zeit problemlos mit ihr mithalten können.

„Ich kann Ihnen gar nicht genug dafür danken, Beckett, dass Sie mir angeboten haben, mich zu unterrichten“, war er mittlerweile wieder zu Atem gekommen und auch seine Herz-, sowie Pulsfrequenz war endlich wieder auf normalen Niveau und er war in der Tat heilfroh darüber, dass er, trotz anfänglicher Bedenken, ihr großzügiges Angebot letztendlich doch angenommen hatte, allerdings nicht nur, weil er sich so fit fühlte wie schon seit langem nicht mehr.

Sondern in erster Linie deswegen, weil ihre gemeinsame Aktivität es ihm automatisch erlaubte, mehr Zeit als zuvor mit ihr zusammen verbringen zu können, Zeit mit ihr ganz alleine, ohne irgendeine dritte Person, die dazwischen funken und sie stören würde, was komischerweise immer in den unpassendsten Moment passierte, immer ausgerechnet dann, wenn sie gerade über irgendetwas wichtiges miteinander reden wollten oder dabei waren sich näher zu kommen.

„Keine Ursache, Castle. Und wenn ich vorher gewusst hätte, dass Sie so talentiert sind, dann hätte ich Ihnen dieses Angebot schon viel früher unterbreitet“, winkte er ab und ließ ihn wahrheitsgemäß wissen, dass sie es schon ein wenig bedauerte, ihm nicht schon vor langer Zeit das Angebot gemacht zu haben, gemeinsam zu sparren, aber sie konnte ja schlecht wissen, dass er so verdammt gut darin war, umso besser war es für sie, dass sie es jetzt wusste und es auch voll auskosten durfte.

Nachdem er vor ein paar Wochen den Auftragsmörder Hal Lockwood mit bloßen Händen K.O. geschlagen hatte, um ihr Leben zu retten, hatte sie, in Rücksprache mit Captain Montgomery, Castle angeboten ihn im Nahkampf zu trainieren, damit er sich in Zukunft im Ernstfall verteidigen konnte, ohne gleich wie wild auf jemanden ein zu prügeln, auch wenn der Scharfschütze, wenn sie ganz ehrlich zu sich war, die Tracht Prügel verdient hatte.

Und obwohl sie natürlich wusste, dass das Trainieren des Writers, der ja nicht so wie sie in den Genuss einer umfangreichen Polizeiausbildung gekommen war, ein hartes Stück Arbeit sein würde, so war es letztendlich doch nicht ganz so schwer, ihm die Kunst des Nahkampfes bei zu bringen, wie sie zu Anfang gedacht hatte, da er, wie schon gesagt, ein wirklich sehr lerneifriger Schüler war, der schnell lernte und das Erlernte auch gut ausführte.

Zwar schaffte er es noch nicht sehr oft sie zu besiegen, meistens hatte sie noch die Nase vorn, aber schließlich ging es ja auch nicht darum heraus zu finden, wer von ihnen beiden der Bessere war, sondern es ging einzig und allein darum, dass er lernte wie man sich richtig verteidigte, auch wenn er anfangs noch gewisse Skrupel hatte gegen sie zu kämpfen, mit der Begründung, dass er ein Gentleman sei, der keine Frauen schlug.

Sie fand seine Einstellung zwar schon extrem süß, musste ihm aber dennoch klar machen, dass er im Ernstfall keinerlei Rücksicht darauf nehmen konnte, ob es sich bei seinem Gegner nun um einen Mann oder eine Frau handelte und das er, wenn es um sein oder vielleicht sogar ihr Leben ging, dann kämpfen müsste, um zu überleben, ganz egal, ob nun gegen Männlein oder Weiblein, das geringste Zögern könnte ihm ruck zuck den Tod bringen.

Er hatte dies natürlich verstanden und seine Bedenken so gut wie möglich beiseite geschoben, so schwer es ihm auch fiel, trotzdem hatte er sich zu Anfang noch sehr davor gescheut, wenn es darum ging einen Schlag oder Tritt gegen sie aus zu teilen, aber mit der Zeit verschwand seine Zurückhaltung und wurde durch eine professionellen Sichtweise ersetzt, mittlerweile sah er Kate, wenn sie miteinander trainierten, nicht mehr als Frau an sich, sondern nur noch als seine Gegnerin.

Eine Gegnerin, die locker dazu in der Lage war ihm den Hintern zu versohlen, inzwischen zwar nicht mehr so oft wie zu Beginn seines Unterrichts, aber trotzdem und obwohl das Training in erster Linie dazu diente, ihm bei zu bringen, wie er sich selbst und sein Leben schützen konnte, so hieß das noch lange nicht, dass ihre gemeinsamen Sparring-Stunden, die meistens morgens vor Arbeitsbeginn stattfanden, ihm keinen Spaß machten und er sie nicht auch sehr genoss.

Denn genau das tat er, er genoss die Fights mit ihr, in vollen Zügen, genau so wie sie, man könnte zwar annehmen, dass es ihr deutlich mehr Spaß machen würde, mit einem ebenbürtigen Gegner zu trainieren, doch dem war nicht so, es machte ihr nämlich wirklich sehr großen Spaß mit ihm zu sparren, ihm alles bei zu bringen, was sie während ihrer Ausbildung auf der Akademie gelernt hatte und es erfüllte sie jedes Mal aufs Neue mit Stolz, wenn er es schaffte sie zu besiegen.

Ihre Sparring-Sessions mit Tom Demming waren ja schon wirklich gut gewesen, aber das Training mit ihrem Berater übertraf das mit dem Detektiv vom Raubdezernat bei weitem, um Längen, es war so ganz anders mit ihm als mit ihrem Ex-Freund, viel vertrauter und auch befriedigender, die Übungskämpfe mit Rick waren wie guter Sex, wirklich sehr, sehr guter Sex, sie arbeiteten beim Training genau so super miteinander wie sonst auch.

Und sie wusste, ohne ihn extra fragen zu müssen, dass er ihre gemeinsame Zeit auf der Matte genau so sehr genoss wie sie, sie brauchte deshalb nicht nachfragen, weil er exakt denselben zufriedenen und glücklichen Ausdruck im Gesicht und auch in den Augen hatte wie sie und obwohl sie liebend gerne eine weitere Runde mit ihm sparren würde, so mussten sie jetzt leider duschen und sich um ziehen, um nicht zur spät zur Arbeit zu kommen.

Zwar befanden sie sich im Trainingsraum des Reviers, sodass sie es nicht mehr allzu weit zur Arbeit hatten, aber trotzdem hatten sie nur noch gut eine halbe Stunde Zeit, bis sie unten im Großraumbüro sein mussten, wo auf ihrem Schreibtisch jede Menge Papierkram darauf wartete von ihr bearbeitet zu werden, außerdem mussten sie bereit sein, falls in den nächsten knapp dreißig Minuten ein neuer Mordfall herein kommen sollte.

„Ich denke, wir sollten jetzt besser duschen und uns für die Arbeit fertig machen“, nahm er ihr in der nächsten Sekunde, sprichwörtlich, die Worte aus dem Mund, da sie ihn auch gerade dazu auffordern wollte sich zu den Dusch- und Umkleideräumen zu begeben, obwohl sie insgeheim nichts dagegen hätte, noch ein wenig länger neben ihm auf der blauen Trainingsmatte zu liegen und weiter die Aussicht, die sich ihr bot, zu genießen.

Er trug ein hellgraues, ärmelloses Hemd, welches, genau so wie ihr hellblaues, ebenfalls ärmelloses Oberteil, vom Schweiß durchtränkt war, dazu trug er eine schwarze, lange Trainingshose, die seine muskulösen Beine hervorragend zur Geltung brachten, sie dagegen trug eine dunkelgraue, ebenfalls lange Hose und war, ebenso wie er, barfuß und sie musste ganz offen zugeben, dass sie den Anblick eines Männerkörpers noch nie so sehr genossen hatte, wie sie es jetzt gerade tat.

Seine leicht gebräunte Haut war, genau so wie ihre natürlich auch, nass glänzend und setzte die Muskeln an seinen Oberarmen und dem oberen Teil seiner Brust, der leider der einzige Teil war, den sie sehen konnte, wunderbar in Szene und auch den männlich-würzigen Geruch seines Schweißes, in Verbindung mit dem Duft seines Aftershaves, fand sie, so merkwürdig sich das vielleicht auch anhören mag, wirklich sehr sexy und anziehend.

Was sie weder wissen, noch ahnen konnte war, dass er den Anblick ihres verschwitzten Körpers ebenso sehr genoss und er konnte nicht verhindern, dass seine Fantasie gewisse Bilder zu kreieren begann, Bilder von speziellen Situationen, in denen sie ebenfalls völlig schweißbedeckt war und in denen sie sich, wie es nicht anders zu erwarten war, beide zusammen in einem Bett befanden und anders als wie jetzt, splitternackt waren.

Aber er beschloss seine nicht jugendfreien Gedanken erst mal beiseite zu schieben, für die ja auch später noch mehr als genug Zeit war, jetzt mussten sie erst einmal duschen und sich für die Arbeit fertig machen, die Jungs redeten, seit sie begonnen hatten miteinander zu trainieren, schon genug über sie, da mussten sie den zwei Plappermäulern nicht auch noch zusätzliches Gerüchte-Futter geben, indem sie zu spät zur Arbeit kamen.

Von daher erhob er sich im nächsten Augenblick, wenn auch ein wenig mühsam, hatte das Training ihn, genau so wie bisher immer, auch heute wieder ziemlich ausgelaugt, aber er würde nie auf den Gedanken kommen sich zu beklagen, schließlich gab es weitaus schlimmeres, als sich von einer Frau wie Kate Beckett aufs Kreuz legen zu lassen und das mehrmals die Woche, noch dazu, wenn man so wie er, bis über beide Ohren in sie verliebt war.

Auch wenn er sich von ihr bislang nur auf der Trainingsmatte flach legen ließ und nicht anderweitig, wobei er natürlich nichts dagegen hätte, auch wo anders mit ihr um die Oberhand zu ringen, aber was noch nicht war, konnte ja bekanntlich immer noch werden und schwitzten sie heute noch ausschließlich beim Sparring, so konnten sie irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, mit etwas Glück auch noch bei ganz anderen Aktivitäten transpirieren.

Es mag sich vielleicht ein wenig oder gar ziemlich abgekupfert anhören, wie aus irgendeinem Kitschroman gezogen, aber er hatte noch nie zuvor jemanden so tief, heiß und innig geliebt wie Kate, sie war die Frau seines Herzens, die Liebe seines Lebens, die einzig Wahre und Richtige für ihn, davon war er fest überzeugt, er liebte sie mehr als seine Mutter und seine Tochter, was er vor allem bei Letzterer immer für undenkbar gehalten hatte.

Und er setzte all seine Hoffnung darin, dass seine Gefühle für sie nicht einseitiger Natur waren, dass sie dasselbe empfand wie er und das sie ihn zumindest halb so sehr liebte, wie er sie liebte und er betete auch dafür, dass, wenn dem tatsächlich so sein sollte, sie ihm dann eines Tages auch endlich die Chance geben würde, ihr zu zeigen wie schön die Liebe sein konnte, erst recht die wahre Liebe und wenn die richtigen zwei Menschen sie miteinander teilten.

Doch selbst wenn dieser lang ersehnte Glücksfall nicht eintreten und sie ihm nicht die Chance geben sollte, so würde er dennoch, genau so wie bislang auch, immer alles in seiner Macht stehende tun, nur um sie glücklich zu machen, ihr weiter jeden Morgen einen Becher Kaffee bringen, um ihr ein Lächeln zu entlocken, seine Witze zum Besten geben, um sie die Augen verdrehen zu lassen und einfach nur weiterhin sicherstellen, dass es ihr rundum gut ging.

Der Krimiautor schüttelte kaum merklich den Kopf und rüttelte sich somit selbst wach, als er merkte, dass er erneut in seine Fantasiewelt ab zu rutschen drohte und hoffte inständig, dass sie seine leicht Abschweifung nicht bemerken würde, in der darauffolgenden Sekunde streckte er seiner Muse, die noch immer auf der Matte saß, seine rechte Hand entgegen, machte ihr das stumme Angebot ihr beim Aufstehen zu helfen, was er des öfteren tat.

Er war bereit bis ans Ende seines Lebens auf sie zu warten, ohne auch nur ansatzweise auf den Gedanken zu kommen, etwas mit einer anderen Frau an zu fangen, es würde sowieso nie irgendeine auch nur im geringsten mit ihr mithalten können, Kate Beckett war mit Abstand die außergewöhnlichste, bemerkenswerteste, verrückteste und frustrierendste Person, die er je in seinem ganzen Leben getroffen hatte und er liebte sie einfach über alles.

Und obwohl sie dies mehr als bloß einmal dazu genutzt hatte, um ihn zu sich herunter zu ziehen und auf der Matte fest zu nageln, bot er ihr dennoch, zuvorkommend wie er nun einmal war, fast jedes Mal seine Hilfe an, er war nun mal ein Gentleman, ein Kavalier der alten Schule, wenn man es so ausdrücken wollte und als solchen gehörte es sich für ihn halt einer Dame in jeder erdenklichen Situation zu helfen, eben auch beim Aufstehen.

Sie überlegte kurz, ob sie seine Hilfsbereitschaft auch dieses Mal wieder dazu ausnutzen sollte, um ihn zu sich herunter zu ziehen, allerdings nicht um ihn auf der Matte fest zu nageln, wie sie es schon häufig getan hatte, sondern um stattdessen das zu tun, was sie insgeheim schon die ganze Zeit über tun wollte, seit sie angefangen hatte ihn zu trainieren, nämlich sich ihn zu schnappen und ihrem Begehren nach ihm, das sie schon so lange in sich verspürte, endlich nach zu geben.

Viel zu lange unterdrückte sie mittlerweile schon ihre wahren Gefühle für ihn und so langsam aber sicher war sie müde von diesem elenden Spiel, in das sie ihn seit nunmehr über zwei Jahren verstrickte, so lange verbarg sie jetzt schon die Wahrheit vor ihm und die Wahrheit war, dass sie ihn liebte, von ganzem Herzen, aber sie hatte bisher einfach nicht getraut ihm dies zu gestehen, weil sie viel zu viel Angst davor hatte verletzt zu werden.

Schließlich hatte sie keine hundertprozentige Gewissheit darüber, ob er dasselbe für sie empfand wie sie für ihn, aber wenn ihr detektivischer Verstand, sowie ihr menschliches Gespür sie nicht komplett täuschte und sie auch die Zeichen, die Signale, die er ihr seit je her sendete, nicht völlig falsch verstand, dann war die Sache mehr als klar, dann stand für sie zweifelsfrei fest, dass es ihm gefühlsmäßig genau so erging wie ihr.

Aber solange sie diesbezüglich noch gewisse Zweifel hegte und seien diesen noch so gering, würde sie nichts tun, was ihre Partnerschaft, aber vor allem ihre Freundschaft gefährden könnte, natürlich wusste sie, dass sie es nicht ewig vor ihm geheim halten können würde, irgendwann würde sie ihm die Wahrheit sagen und ihm gestehen müssen, dass sie ihn liebte und wenn dieser Zeitpunkt eintraf, konnte sie nichts anderes tun, als auf das Beste zu hoffen.

Darauf hoffen, dass sie wirklich nicht in totalen Irrwegen dachte, dass er das gleiche empfand wie sie und sie mindestens genau so sehr liebte wie sie ihn, denn wenn dem nicht so sein sollte, dann wüsste sie beim besten Willen nicht, ob sie dann noch weiter mit ihm zusammen arbeiten, geschweige denn weiterhin mit ihm befreundet bleiben können würde, aber sie steckte all ihre Hoffnung, all ihr Vertrauen darin, dass ihr Gefühl sie nicht täuschte.

Es war jedoch nicht nur nicht der richtige Zeitpunkt, sondern auch nicht wirklich der passende Ort, um über ihn her zu fallen, wie eine Raubkatze über ihre hilflose Beute, denn sie wollte keinesfalls riskieren, mit ihm womöglich von irgendeinem Kollegen in flagranti erwischt zu werden, zumal sie sich schon sehr auf den Kaffee und die belegten Brötchen freute, die er ihr nach ihrem morgendlichen Training immer vom Bäcker um die Ecke holte.

Also entschied sie sich letztendlich dagegen, die Gelegenheit für ihre Zwecke aus zu nutzen und beschloss ihren Wunsch nach der Befriedigung ihres Verlangens nach ihm, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, sie ergriff schließlich mit ihrer rechten Hand seine gleichseitige und ließ sich von ihm hoch helfen, wobei sie es nicht unterlassen konnte, ihm ein zuckersüßes Lächeln schenkte, von dem sie wusste, dass er es nicht einfach nur mochte, sondern liebte.

Er schaute zunächst ein wenig unsicher, gar schüchtern drein, erwiderte dann aber das Lächeln und strich ihr mit seinem Daumen ganz sanft, fast schon liebevoll über den Handrücken, was ihr Herz sogleich dazu veranlasste schneller zu schlagen, ihren gesamten Körper von innen heraus erwärmte und zusätzlich kleine Stromstöße durch diesen schickte, so erging es ihr jedes Mal, wenn er sie berührte und manchmal sogar schon dann, wenn er sie nur ansah.

„Es war mir wie immer eine Ehre, mit Ihnen trainieren zu dürfen, Detektiv“, sagte er charmant lächelnd und mit vor Zufriedenheit blitzenden Augen zu ihr, beugte sich dann ganz leicht hinunter und deutete galant einen Kuss auf ihren Handrücken an, bevor er sich wieder aufrichtete und sich, nach einem letzten Lächeln an sie, schließlich in die Männerumkleide begab, zurück blieb eine Frau mit nach wie vor wild klopfenden Herzen.

Oh, wie gerne würde sie ihm jetzt einfach folgen und das mit ihm tun, was sie sie schon so unglaublich lange mit ihm tun wollte, ganz egal, ob nun im Umkleideraum, gegen die Schließfächer gedrückt oder in der Dusche, gegen die Fliesen gepresst, doch die Gefahr erwischt zu werden war, so prickelnd und erotisch der Gedanke auch war, einfach viel zu groß, sie hatte eine Führungsposition inne und konnte sich keine Blamage leisten.

Sie kam nicht umhin zu seufzen, teils aus Enttäuschung und teils aus Frustration, weil sie partout einfach nicht ihren menschlichen Bedürfnissen nachgeben konnte, so sehr sie das auch wollte, doch hier herum zu stehen und ihm hinterher zu sabbern, würde ihr da auch nicht helfen, also warf sie noch mal einen kurzen Blick zur Tür der Männerumkleide, hinter der Castle verschwunden war, bevor sie anschließend in die Damenumkleide ging.
   
Beckett hatte sich bereits bis auf ihren Sport-BH und ihren altgedienten Schlüpfer, sie trug ihre guten Slips nicht zum Sport, ausgezogen, als sie in ihre Sporttasche griff und ihr Duschgel heraus holen wollte, es jedoch nicht fand, sie suchte und suchte, doch es blieb unauffindbar, da fiel ihr ein, dass sie es beim letzten Mal aufgebraucht hatte und sich neues kaufen wollte, was sie aber ganz offensichtlich vergessen hatte zu tun.

Die Brünette fluchte und ohrfeigte sich innerlich selbst für ihre dumme Vergesslichkeit, während sie fieberhaft überlegte, was sie nun tun sollte, ja gut, sie könnte genau so gut auch so duschen, einfach nur mit purem Wasser, aber sie war es nun einmal gewohnt, entweder mit Duschgel oder Seife zu duschen, also musste sie sich wohl oder übel etwas überlegen und das möglichst schnell, da sie in Kürze unten im Büro an ihrem Schreibtisch sein musste.

Vielleicht hatte Rick ja welches dabei und könnte ihr damit aushelfen, zwar dürfte seines eher maskuline Duftstoffe beinhalten und nicht fruchtige so wie ihres, aber es wäre ja nur eine einmalige Ausnahme und nur für heute, beim nächsten Mal würde sie dann wieder ihr eigenes Duschgel benutzen, zumindest insofern sie daran dachte, sich ein neues zu kaufen und ihre Vergesslichkeit nicht erneut siegen und sie völlig ohne da stehen lassen würde.

Also zögerte sie nicht lange und wickelte sich rasch ihr großes, weißes Handtuch um, bevor sie sich auf den Weg in die Männerumkleide machte, zwar wäre sie nicht die erste Frau, die Castle nur in Unterwäsche sehen würde, aber erstens wollte sie ihm nicht allzu viel von sich zeigen, jedenfalls jetzt noch nicht und zweitens wollte sie so bedeckt wie möglich sein, falls plötzlich jemand herein platzen sollte, während sie dort war, was sie zwar natürlich nicht hoffte, aber sie wollte auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen.

Der Schriftsteller hatte gerade fertig geduscht und sich sein dunkelblaues Handtuch um die Hüfte gebunden, als er hörte, wie eine vertraute Frauenstimme seinen Namen rief, die er problemlos unter unzähligen anderen heraus hören und die er zweifellos seiner Partnerin zuordnen konnte, er horchte, hörte jedoch nichts und dachte schon, er hätte es sich bloß eingebildet, als er sie in der nächsten Sekunde erneut nach ihm rufen hörte.

Er trat aus dem Duschraum heraus und sah sie in der Tür zum Umkleideraum stehen, in ein schneeweißes Handtuch gehüllt, welches das allernötigste von ihr bedeckte, allerdings schien sie darunter nicht vollkommen nackt zu sein, da er die breiten Träger ihres roten BHs, bei dem es sich ganz offensichtlich um ein sportliches Modell handelte, aus diesem auftauchen und über ihre schmalen Schultern laufen sehen konnte.

„Alles in Ordnung, Kate? Gibt es irgendein Problem? Ist etwas passiert? Kann ich Dir irgendwie helfen?“, überschüttete er sie geradezu mit Fragen, seine Besorgnis war sowohl deutlich in seinem Gesicht zu sehen, als auch in seiner Stimme zu hören, zwar war er natürlich mächtig überrascht sie hier zu sehen, noch dazu in diesem gewagten Outfit, aber seine Sorge um sie überwog dennoch, was auch einer der Gründe war, weshalb er zum Du übergegangen war.

„Ja, Du kannst mir in der Tat helfen“, antwortete sie ihm nickend und brachte damit, ohne es gewollt zu haben oder zu wissen, seine Fantasie wieder mal auf Hochtouren, erneut begannen sich Bilder vor seinen Augen zu formen, Bilder, die genau so schmutzig waren wie die, die er vorhin gehabt hatte, als sie neben ihm auf der Trainingsmatte lag, voller Schweiß, der ihre Kleidung durchtränkte und diese sich an die zahlreichen Kurven ihres Körpers schmiegen ließ.

Sie ging langsam und sinnlich auf ihn zu, ihre Augen waren fest auf seine gerichtet und ihr Blick war der einer Löwin, die kurz davor war sich auf ihre wehrlose Beute zu stürzen, als sie schließlich so dicht vor ihm stand, dass nur noch wenige Zentimeter ihre Körper voneinander trennten, wanderten ihre Hände zu dem Knoten ihres Handtuchs, ihre Augen verließen keine einzige Sekunde lang seine, nicht einmal dann, als der weiße Stoff zu Boden fiel.

Er blickte nach unten und musste schwer schlucken, zwar waren der Sport-BH und der Schlüpfer, den sie trug, jetzt nicht gerade besonders sexy, aber Beckett war halt nun mal eine Frau, die alles tragen konnte, was sie nur wollte und in allem, aber auch wirklich einfach in allen immer absolut hinreißend und unglaublich heiß aussah, aber am Allerbesten, da war er sich ganz sicher, würde sie in einem Evakostüm aussehen.

Und wenn er ihre Absichten, die Motive, die sie hier her zu ihm kommen ließen, nicht völlig falsch einschätzte, dann würde er sich auch gleich selbst davon überzeugen können, ob dem tatsächlich so war und er sollte wahrlich nicht enttäuscht werden, als sie im nächsten Augenblick nach hinten griff, um den Verschluss ihres BHs zu öffnen, offenbar machte sie sich keinerlei Sorgen, dass jeden Moment jemand herein platzen könnte.

Etwas, was ihr ganz und gar nicht ähnlich sah, schließlich war sie ein leitender Detektiv und neben dem Captain die angesehenste Person im ganzen Revier, sie war immer sehr um ihren guten Ruf bemüht, was unter anderem daran lag, dass sie eine Frau in einem von Männern dominierten Beruf war und sich, genau so wie die meisten berufstätigen Frauen auch, den Respekt und das Ansehen ihrer männlichen Kollegen mit harter Arbeit verdienen musste.

Umso merkwürdiger war es für ihn von daher natürlich, dass sie sich jetzt einfach so vor ihm auszog und das anscheinend ohne sich Gedanken darum zu machen, dass jederzeit jemand herein kommen und sie hier so sehen könnte, halbnackt in der Männerumkleide und in dem mehr als offensichtlichen Versuch, ihn mit ihren weiblichen Reizen zu verführen, ein Verhalten, das er, wie bereits erwähnt, bislang überhaupt gar nicht von ihr kannte.

Zwar gab es kaum jemanden, der so früh morgens schon ins reviereigene Fitnessstudio ging, eigentlich so gut wie gar keinen, was auch einer der Gründe war, wieso sie sich diese Tageszeit zum Trainieren ausgesucht hatten, weil sie so gut wie immer alleine und somit völlig ungestört waren, der andere war, dass sie sich nach ihren Sparring-Einheiten dann immer frisch und munter an die Arbeit machen konnten.

Er wäre ja nie auf den Gedanken gekommen, dass sie die Zeit genau so auch dazu nutzen könnten, um sich auch persönlich näher zu kommen, na gut, auf den Gedanken war er schon das eine oder andere Mal gekommen, welcher normal denkende Mann würde das bei einer Wahnsinnsfrau wie Kate denn auch nicht, jedoch er hätte niemals damit gerechnet, dass sie ihre Zweisamkeit tatsächlich irgendwann dazu nutzen würde, um ihn zu verführen.

„Du kannst mir dabei helfen, mein Verlangen nach Dir zu stillen“, sagte sie in einem rauchigen Ton zu ihm, der den edelsten Teil seiner Anatomie nun endgültig zum Leben erweckte, während sie sich von ihrer einzig vorhandenen Oberbekleidung befreite und diese, sobald das geschafft war, genau so wie zuvor das Handtuch, einfach zu Boden fallen ließ, sodass er jetzt einen ungehinderten Blick auf ihre, in seinen Augen, sehr ansehnliche Oberweite hatte.

Nur mit aller größter Mühe schaffte er es, seine Augen von ihren Brüsten los zu reißen, die ihm, genau so wie auch der Rest ihres Körpers, ein unvergessliches Erlebnis versprachen, stattdessen richtete er seinen Blick wieder auf ihre Augen und er sah gleich, dass sie sich in diesen etwas verändert hatte, er konnte jetzt nicht nur ihr bloßes Verlangen nach ihm erkennen, sondern auch noch etwas anderes, ein Bedürfnis.

Das Bedürfnis nach Nähe, Wärme, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Liebe, was bei einer allein stehenden Frau auch nichts ungewöhnliches, sondern etwas rein menschliches, völlig normales und absolut nachvollziehbares war, selbst bei einer so selbstständigen Frau wie Beckett, er hätte nur nie gedacht, dass sie ausgerechnet ihn als denjenigen auswählen, geradezu auserkoren würde, der dieses Bedürfnis befriedigen sollte.

Schließlich war sie ja nicht irgendeine 0815 Frau, jedenfalls nicht für ihn, oh nein, in seinen Augen war sie die Verkörperung des Traumes eines jeden Mannes, sie brauchte nur einmal mit den Fingern zu schnippen und schon lagen ihr sämtliche Männer zu Füßen, sie konnte jeden haben, den sie nur wollte, umso erstaunlicher und zugleich schmeichelhafter war es von daher natürlich für ihn, dass er ganz offensichtlich ihr Auserwählter war.

Ohne das er es bewusst wahr genommen hatte, hatte sie sich inzwischen auch ihres Schlüpfers entledigt, sodass sie nun vollkommen nackt vor ihm stand, ein Anblick, der seine eh schon deutlich ausgeprägte Erektion noch mehr wachsen und infolge dessen sein Handtuch sichtlich ausbeulen ließ und bevor er sich überhaupt versah, da hatte sie auch schon ihre Hände an seine Brust gelegt und drängte ihn zurück in die Dusche.

Unterwegs ging sein Handtuch verloren, ohne das es einen von ihnen kümmerte, was zur Folge hatte, dass, als sie ihn gegen die kalten, feuchten Fliesen der Dusche drückte und sich ganz dicht an ihn lehnte, sein stolz aufgerichtetes Glied sich gegen ihren Bauch presste, was ihnen ein synchrones, erregtes Stöhnen entlockte, ihre Augen waren dunkel vor Lust und dem Begehren nacheinander, was sie jetzt nicht mehr länger verstecken konnten, geschweige denn wollten.

Er hatte sich ihr erstes Mal zwar ganz anders vorgestellt, in einem weichen, kuscheligen Bett, schön langsam und sanft, sich alle Zeit der Welt nehmend, um sich in aller Ruhe gegenseitig zu erkunden und nicht in einem Duschraum inmitten eines Polizeireviers, indem sie Gefahr liefen jederzeit erwischt zu werden, aber er konnte es jetzt, in diesem Moment einfach nicht über sich bringen, sie zurück zu weisen und damit zu riskieren, sie zutiefst zu verletzen.

Kaum hatte er diesen Gedanken verworfen, da stellte sie sich auch schon auf die Zehenspitzen, war sie doch ohne ihre heiß geliebten High-Heels mit Zehn-Zentimter-Absatz deutlich kleiner als er und rieb ihre Nase ganz sachte an seiner, während ihre Lippen nur wenige Millimeter vor seinen schwebten, sie warf ihm noch kurz einen letzten, verheißungsvollen Blick zu, bevor sie schließlich die übrige Distanz zwischen ihren Mündern schloss…

Zum mittlerweile zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit schüttelte er leicht den Kopf, um die unangebrachten Gedanken in die hinterste Ecke seines Kopfes zu verbannen und schlug sich innerlich selbst dafür, so schwach zu sein und sich einfach so von seiner hyperaktiven Fantasie übermannen zu lassen und das mitten am helligen Tag, noch dazu, wenn die Hauptprotagonistin seiner Träume gerade in Fleisch und Blut vor ihm stand.

„So? Wie oder womit kann ich Dir denn helfen?“, fragte er sie, in der Hoffnung, dass sie nichts von seiner geistigen Abwesenheit gemerkt hatte, in die er aufgrund seines Tagtraumes, in den er für Sekunden oder vielleicht sogar auch Minuten, er wusste es nicht, verfallen war und das er, falls dem doch so sein sollte, er dann das Thema wechseln und sie mit seiner Frage davon abhalten können würde, selber welche zu stellen.

„Würde es Dir etwas ausmachen, mir dein Duschgel zu leihen? Meins ist leider alle und ich habe dummerweise vergessen, mir neues zu kaufen“, offenbarte sie ihm daraufhin ihr Anliegen, weswegen sie überhaupt hier her zu ihm gekommen war, in einen Bereich, den sie bisher noch niemals zuvor betreten hatte und eigentlich auch nie vorhatte zu betreten, aber dies war nun einmal eine Notsituation, zwar eine kleine, aber dennoch.

„Ähm…klar, sicher“, nickte er eifrig und holte schnell die gewünschte Flasche, die er auf der extra dafür vorgesehenen Ablage, direkt neben den an der Wand fest installierten Duschköpfen abgestellt hatte und obwohl sich das selbst für ihn ziemlich merkwürdig anhörte, so hatte der Gedanke daran, dass sie den ganzen Tag über den markanten Duft seines Duschgels an sich tragen würde, schon durchaus etwas, etwas sehr erotisches und anziehendes.

Ryan und Esposito dürften höchstwahrscheinlich auch im Laufe des Tages merken, dass sie einen anderen Duft an sich hatte und neugierig wie sie waren, sie mit Fragen löchern, wie es denn dazu kam, dass sie nach einem Männer-Duschgel roch und so wie er die beiden kannte, würden sie wahrscheinlich auch irgendwelche Theorien aufstellen, wie man es sonst normalerweise nur von ihm kannte, von wegen Beckett hätte einen neuen, heimlichen Freund oder so.

Und wenn er an Stelle der Jungs wäre und nicht wüsste, dass ihr neuer Duft quasi ihm zu verdanken war, dann würde er auch genau dasselbe denken, dass Beckett einen neuen Freund hätte, bei dem sie übernachtete und dessen Duschgel sie am Morgen benutzte, aber glücklicherweise würde er nicht an der Stelle der Jungs sein und ganz im Gegensatz zu diesen, sehr wohl wissen, welchen Hintergrund ihr heutiger Duft hatte.

„Hier, bitte sehr. Ich hoffe, Du magst Minze mit Eukalyptus. Mir gefällt’s jedenfalls, ich fühle mich danach immer so erfrischt und lebendig“, reichte er ihr mit diesen Worten und einem Lächeln, die gewünschte Flasche Pflegemittel, er wusste zwar, dass seine Bemerkung völlig überflüssig war, aber er musste einfach etwas sagen, um seinen Mund zu beschäftigen und zwar nicht auf die Art und Weise, die er insgeheim viel lieber gewählt hätte.

„Danke. Ich mag’s jetzt schon“, nahm sie das Duschgel mit einem strahlenden Lächeln entgegen, wobei sie es einfach nicht lassen konnte, ihren Blick dabei kurz über seine nackte Brust schweifen zu lassen und kam nicht umhin an dem, was sie sah, Gefallen zu finden, sehr großen sogar, er hatte zwar kein Sixpack, aber zu verachten oder abstoßend war sein bloßer Oberkörper dennoch nicht, ganz und gar nicht, er war echt gut anzusehen, geradezu lecker, so richtig zum Anbeißen.

„Weißt Du, Kate. Wir trainieren jetzt schon seit Wochen miteinander, aber ich habe mich bisher noch nie so wirklich bei Dir dafür bedankt, dass Du deine kostbare Zeit für mich opferst. Also hole ich das hier und jetzt nach: Vielen Dank, Kate“, holte er schließlich das nach, was er, wie er selbst sagte, in all den Wochen ihres gemeinsam Training, aus einem ihm gänzlich unbekannten Grund, dummerweise versäumt hatte zu tun.

„Keine Ursache, Rick. Dafür sind Partner und nicht zuletzt auch Freunde ja schließlich da. Außerdem machst Du deine Sache wirklich sehr gut und es macht mir echt riesen Spaß mit Dir zu trainieren“, entgegnete sie wahrheitsgemäß, sie würde ihn zwar nicht unbedingt als ein Naturtalent bezeichnen wollen, aber völlig unbegabt war er auch wieder nicht und sie hätte sich wahrlich keinen besseren Schüler als ihn wünschen können.

„Danke Kate, mir macht es auch sehr viel Spaß“, war sein Lächeln, aufgrund ihres Satzes, mit jeder Sekunde immer größer und breiter geworden, sodass es mittlerweile fast einem albernen, beinahe schon dümmlichen Grinsen ähnelte, ihr scheint dies jedoch keineswegs etwas aus zu machen, im Gegenteil, es schien eher ansteckend zu sein, denn auch ihr Lächeln nahm immer mehr an Intensität und damit auch in Sachen Wirkung auf ihn zu.

„Nun denn, ich geh dann jetzt mal duschen. Vielen Dank nochmal, dass Du mir dein Gel ausleihst. Wir sehen uns dann später unten im Büro“, brach sie, gerade als es am schönsten war, die harmonische Stille und zerstörte dadurch auch die knisternde Spannung, die greifbar zwischen ihnen in der Luft lag, drehte sich dann mit einem letzten, kurzen Lächeln in seine Richtung um und marschierte geradewegs aus der Männerumkleide heraus.

Er sah ihr nach, mit tiefer Sehnsucht in den Augen und dem innigen Wunsch im Herzen, ihr zu folgen und mit ihr dann genau dasselbe zu tun, was ihre Traumversion in seiner Fantasie mit ihm angestellt hatte, sie bis auf die Haut aus zu ziehen, sie irgendwo gegen zu pressen und seinem Verlangen nach ihr, seinen Gefühlen für sie einfach endlich freien Lauf zu lassen, allen Risiken und auch Konsequenzen für ihre Beziehung zum Trotz.

Doch so sehr er das auch wollte, konnte er das einfach unmöglich tun, jedenfalls zur Zeit noch nicht, denn so sehr er sie auch liebte und so gerne er ihr dies auch auf jede nur erdenkliche Weise demonstrieren würde, so konnte, durfte und würde er nichts tun oder sagen, was ihre Beziehung gefährden, wenn nicht sogar zerstören und wodurch er sie für immer verlieren könnte, dafür war ihm das, was sie momentan miteinander teilten, viel zu wichtig.

Aber schon sehr bald würde der Tag kommen, an dem er ihr seine Liebe gestehen würde und wenn zu dem Zeitpunkt alles so verlief, wie er sich das erhoffte, dann würde sie seine Liebe auch erwidern und sie würden zusammen sein, als Partner und Freunde in allen Lebenslagen, im ewigen Kampf gegen das Verbrechen und außerhalb, für den Rest ihres irdischen Daseins und dank ihrer unsterblichen Gefühle füreinander, sogar noch darüber hinaus.

Und bis dahin würde er einfach das genießen, was ihm das Zusammensein mit ihr bot, eine produktive und fruchtbare Partnerschaft, aber vor allem die mit Abstand beste Freundschaft, die er jemals in seinem Leben hatte erleben dürfen, bis die Stunde null gekommen war und sein lang gehegter Traum, sein sehnsüchtigster Wunsch sich hoffentlich erfüllte, würde er beide Seiten ihrer derzeitigen Beziehung in vollen Zügen auskosten.

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Puh, das wäre geschafft…ich glaube, das ist das längste Kapitel, das ich in der gesamten Oneshot-Reihe bislang geschrieben habe, ein Grund mehr für mich sowohl mir, als natürlich auch euch, auch jetzt wieder unnötig lange Reden zu ersparen, stattdessen wünsche ich euch allen einfach nur, genau so wie an jedem anderen Tag bisher auch, alles Gute und ein paar schöne Juni-Tage.

Au revoir, euer Ahadi.





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