Für immer Caskett

von Ahadi
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Kate Beckett Richard Castle
28.04.2019
01.07.2019
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Hallo und Herzlich Willkommen zu meiner allerneuesten Oneshot-Reihe, meine liebe, geschätzte und verehrte Leserschaft.

Ich hoffe wirklich sehr, dass ihr die Zeit meiner kleinen Schaffenspause gut überstanden und natürlich auch ein angenehmes Osterfest im Kreise eurer Familien verbracht habt.

Und ohne Gefahr laufen zu wollen euch unnötig zu langweilen, fällt auch schon der wohl lautloseste Startschuss der Welt und ihr könnte mit dem Lesen anfangen.

Dabei wünsche ich euch allen, so wie immer, recht viel Vergnügen!

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Detektiv Kate Becketts Team hatte zuletzt einen Mordfall bearbeitet, bei dem ein Tätowierer zunächst auf brutalste Weise gefoltert und anschließend mit einem einzelnen, gezielten Schuss in den Kopf getötet oder viel mehr hingerichtet worden war.

Die Ermittlungen sollten sich als äußerst schwierig erweisen, da sich für die Polizisten auf den ersten Blick kein erkennbares Tatmotiv ergab, kein Mensch im Umfeld des Opfers schien irgendeinen Grund gehabt zu haben den Tätowierer zu töten.

Bis Castle schließlich auf die Idee kam, die Kundschaft des Toten noch einmal näher zu durchleuchten, in der Hoffnung so endlich den Täter zu finden, eine Idee, die sich nicht nur als goldrichtig heraus stellen, sondern letztendlich auch den großen, finalen Durchbruch in dem komplexen Mordfall bringen sollte.

Denn als sie die Geschäftspartnerin und Freundin des Opfers fragten, ob einer ihrer Kunden einen Grund hätte ihren Lebensgefährten um zu bringen, sollte deren Aussage sie tatsächlich auf die Spur des skrupellosen Mörders führen.

Und zwar hatte ein gewisser Michal Shawn das Opfer in den letzten zwei Wochen mehrmals in dessen Tättoo-Studio aufgesucht und explizit mit dem Tode bedroht, ihr Freund hatte den Drohungen jedoch keinerlei Beachtung geschenkt, ganz offensichtlich mit fatalen Folgen.

Das Ermittlerteam fackelte nicht lange, sondern brachte ihren neuen Hauptverdächtigen sofort aufs Revier, wo Beckett und Castle den renitenten und ziemlich aggressiven Mann solange in die Mangel nahmen, bis dieser schließlich einknickte und die Tat gestand.

Ja und nach erhaltenem Geständnis, sowie fertig bearbeiteten Papierkram fuhr die gesamte Crew anschließend zu ihrer Stammbar „The Old Haunt“, um den erfolgreich abgeschlossenen Fall, wie schon viele Male zuvor, bei einem schönen Glas Bier zu feiern.

Nachdem sie gemeinsam auf den Abschluss des Falles angestoßen hatten, begaben sich Ryan und Esposito direkt zu einem der Billardtische, während Kate und Rick ruhig in ihrer Kabine sitzen blieben und sich angeregt miteinander unterhielten.

„Ich weiß, dass ich das nicht sehr oft sage, aber Glückwunsch, Castle. Ohne Ihren glorreichen Einfall, die Kunden des Opfers noch einmal näher unter die Lupe zu nehmen, hätten wir den Fall bestimmt nicht so schnell abschließen können“, lobte die Brünette ihren Partner und besten Freund, etwas, was sie, wie bereits selbst erwähnt, nicht wirklich häufig tat, was aus diesem Grund aber umso mehr Gewicht für ihn hatte.

„Vielen Dank, Beckett. Aber ich finde, Sie geben sich selbst in diesem Fall viel zu wenig Anerkennung. Ich bin mir sicher, dass Sie auch ohne mich, früher oder später, ganz allein auf die Lösung gekommen wären“, war er einerseits von dem ehrlichen Lob seiner Muse geschmeichelt, wollte andererseits jedoch die ganzen Lorbeeren nicht für sich allein einheimsen, sondern sie mit ihr teilen, so wie es sich für gute Partner nun mal gehörte.

„Trotzdem. Ich hatte mich so sehr auf das soziale Umfeld des Opfers eingeschossen, dass ich die Kundschaft einfach aus dem Blickfeld verloren hatte“, freute sie sich zum einen über die Aussage ihres Beraters, gestand sich zum anderen aber auch ein, dass sie einen typischen Anfängerfehler begangen und sich während der Ermittlungen ausschließlich auf die Familie und Freunde des Opfers konzentriert hatte und nicht auf die Kunden, wobei diese ebenso verdächtig waren.

„Machen Sie sich keinen Kopf, Detektiv. Sie mögen zwar Polizistin sein, Sie sind in erster Linie jedoch auch nur ein Mensch. Und Menschen sind nun mal nicht perfekt und machen Fehler. Einigen wir uns einfach darauf, dass wir beide gleich gut sind und zusammen ein super Team bilden“, machte er ihr zunächst klar, dass Fehler rein menschlich waren, bevor er ihr anschließend einen Pakt vorschlug, den sie, ohne zu zögern, mit einem zustimmenden Nicken akzeptierte.

„Also dann: Auf uns, Detektiv Beckett“, toastete der Krimiautor seiner Partnerin, guten Freundin und heimlichen Herzensdame zu, mit seinem besten und charmantesten Lächeln in seinen robust gutaussehenden Gesichtszügen.

„Auf uns, Mr. Castle“, lächelte sie zurück, wobei er der Ansicht war, dass ihr Lächeln das seine um Längen übertraf und jeden, aber auch wirklich jeden Eisberg sofort locker zum Schmelzen hätte bringen können und sie stießen miteinander an.

„Ey, yo, Castle. Wollen Sie mitspielen?“, hallte in der darauffolgenden Sekunde Javiers Stimme von den Billardtischen zu ihnen herüber und unterbrach damit abrupt den innigen Blickkontakt, den das dynamische Duo bis dahin miteinander geteilt hatte.

„Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich…?“, fragte er an seine Inspiration gewandt, weil er seinem wohl verdienten Ruf als Gentleman ja wohl kaum gerecht werden würde, wenn er einfach auf stehen und gehen würde, ohne sie vorher zu fragen, ob das für sie auch in Ordnung wäre, wenn er sie alleine ließ.

„Nein, keine Sorge, gehen Sie nur. Ich komm schon klar“, gab sie ihm, obwohl sie seine Gesellschaft wirklich sehr genoss und auch liebend gerne weiter genießen würde, dennoch unverzüglich die Erlaubnis sich den Jungs an zu schließen.

Zumal sich für sie so die günstige Gelegenheit ergab, während er zu den Billardtischen hinüber ging, einen Blick auf seinen knackigen Hintern zu erhaschen, der in der schwarzen Jeans, die er heute trug, besonders gut zur Geltung kam und wirklich extrem lecker aussah.

„Na, genießt Du die hervorragende Aussicht?!“, hörte die weibliche Polizistin urplötzlich eine weibliche Stimme neben sich, die sie sofort zweifelsfrei ihrer besten Freundin, der Gerichtsmedizinerin Dr. Lanie Parrish zuordnen konnte.

„Hey Lanie, was tust Du denn hier?“, war Kate von dem plötzlichen Auftauchen ihrer Freundin natürlich mächtig überrascht und fühlte sich gleichzeitig von dieser auf frischer Tat ertappt oder in flagranti erwischt, wie man so schön sagte.

Und das aus einem sehr guten Grund, schließlich hatte sie so eben gerade auf den Hintern des Mannes gestarrt, den sie zu Beginn ihrer Zusammenarbeit auf den Tod nicht leiden konnte und auch mehr als bloß einmal, am liebsten eigenhändig erschossen hätte.

„Javi rief mich an und sagte mir, dass ihr den Fall erfolgreich abgeschlossen habt. Und er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mich bei eurer kleinen Feier an zu schließen“, klärte die Ärztin ihre Busenfreundin, der die Scham in Form einer deutlichen Röte ins Gesicht geschrieben stand, über den Grund ihres Hierseins auf.

Die beiden Frauen unterhielten sich angeregt miteinander, genau so wie es Castle und Beckett zuvor auch getan hatten, während die drei Herren sich weiterhin ihrem Billardspiel widmeten, sie kamen unter anderem auch auf das Thema Männer und Tattoos zu sprechen.

„Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, Honey. Es ist keinesfalls so, dass mich der Gedanke von verzierter Männerhaut nicht anspricht, im Gegenteil. Ich finde einfach nur, dass ein wahrer Mann sein Tattoo nicht auf seinem Körper trägt, sondern auf dem Herzen“, tat die Pathologin ihrem Gegenüber ganz offen und ehrlich ihre persönliche Meinung kund.

„Okay. Und warum erzählst Du mir das bitteschön, wenn ich fragen darf?“, war der Detektiv durch die Aussage ihrer Freundin natürlich mächtig verwirrt und zeitgleich neugierig darauf zu erfahren, welchen genauen Hintergrund dieselbige hatte.

„Das kann ich Dir sagen, Süße. Ich bin mir nämlich hundertprozentig sicher, dass unser lieber Writerboy ebenfalls eine Tätowierung auf seinem Herzen trägt und zwar ein Name: Kate Beckett, in Großbuchstaben“, klärte die dunkelhäutige Schwarzhaarige ihre ahnungslose Gesprächspartnerin, auf deren Frage hin, freundlicherweise auf.

„Oh nein, Lanie, jetzt fang bitte nicht schon wieder damit an. Wie oft soll ich Dir denn noch sagen, dass zwischen mir und Castle nicht das geringste läuft. Jedenfalls nicht das, was Du denkst. Zum aller letzten Mal: Castle und ich sind nur Partner und Freunde, nichts weiter“, predigte Kate ihr daraufhin, zum gefühlten millionsten Mal, dass ihre Beziehung zu Rick nicht über das rein freundschaftliche Level hinaus ging.

„Schon klar, Süße, rede Dir das mal ruhig weiter selbst ein. Wer weiß, vielleicht glaubst Du mit etwas Glück eines Tages ja wirklich daran“, schenkte Lanie den Worten ihrer langjährigen Freundin, die sie bereits unzählige Male zuvor von dieser zu hören bekommen hatte, genau so wie immer, auch dieses Mal herzlich wenig Glauben.

„Ist ja schon gut, okay, okay, ich sag ja schon nichts mehr“, hob die Gerichtsmedizinerin, auf einen finsteren Blick von Beckett hin, der ungefähr so viel sagte wie: „Wenn Du nicht sofort aufhörst zu reden, werde ich Dich höchstpersönlich zum Schweigen bringen, notfalls mit Gewalt“ kapitulierend die Hände.

„Aber sag mir hinterher ja nicht, dass ich nie versucht hätte, Dir die Augen zu öffnen“, gab die Ärztin zwar auf, ließ es sich aber trotzdem nicht nehmen, in dieser Sache das letzte Wort zu haben und ihrer Busenfreundin unmissverständlich klar zu machen, dass sie sich lediglich um sie und ihr Glück sorgte und nur das Beste für sie wollte.

Die Braunhaarige wollte erst noch etwas darauf erwidern, entschied sich dann aber doch dagegen und beschloss einfach nichts mehr zu sagen, weil jedwede weitere Diskussion mit Lanie, in ihren Augen, eh keinen Zweck hätte, sie handelte frei nach dem Motto: „Der oder wie in diesem Fall, die Klügere gibt nach“.

Und selbst wenn sie sich doch dazu entschlossen hätte, auf Lanies Kommentar hin zu kontern, so wäre sie überhaupt gar nicht dazu gekommen, weil die drei Herren, die ihre Billardpartie so eben gerade beendet hatten, im nächsten Augenblick wieder zu ihn stießen.

„Na Ladys, alles klar bei euch?“, erkundigte Castle sich in seiner typisch charmanten Art nach dem derzeitigen Wohlbefinden, als er sich neben seiner Muse auf der mit dunkelbraunem Leder bezogenen Sitzbank niederließ, während Espo, Ryan und Lanie sich die gegenüber liegende miteinander teilten.

„Ja, bei uns ist alles gut. Und bei euch?“, ließ Beckett ihn daraufhin wissen, dass es ihr und Lanie bestens erging, bevor sie ihn, freundlich wie sie nun mal war, anschließend im Gegenzug dafür fragte, wie es denn ihm und den Jungs im Moment ging.

„Och, mir geht es gut, sehr gut sogar. Was die Jungs betrifft, bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, weil ich sie nämlich gerade eben beim Billard fertig gemacht habe“, entgegnete der Schriftsteller und grinste dabei von einem Ohr zum anderen, wie so ein kleiner Junge, der gerade eine ganze Wagenladung an Geschenken unter dem Tannenbaum entdeckt hatte.

„Ach, jetzt plustern Sie sich hier mal nicht so auf, Castle. Sie hatten lediglich Glück, das ist alles“, dachte der ehemalige Special-Forces-Soldat überhaupt gar nicht daran sich seine bittere Niederlage ein zu gestehen und schrieb von daher den Gewinn seines Freundes nicht dessen Können zu, sondern tat dieses als pures Glück ab.

„Ganz genau. Warten Sie’s nur ab, Writerboy, beim nächsten Mal hilft Ihnen kein Glück der Welt mehr, dann machen wir Sie fertig“, schloss Honeymilk sich seinem Kollegen und besten Kumpel an und gab dem angesprochenen Mann klipp und klar zu verstehen, dass er bei ihrer nächsten Billardpartie der große Verlierer sein würde.

„Wir werden sehen, meine Herren, wir werden sehen“, sagte der inoffizielle Polizeiberater, während er sich im Stillen seinen Teil dazu dachte und sich fest vornahm, die zwei Jungs bei ihrem nächsten Pokerabend am Wochenende ebenfalls vor allen alt aussehen zu lassen.

Und während Rick sich weiter freudig in dem Licht seines Erfolges sonnte und das unbeschreibliche Hochgefühl des Sieges in vollen Zügen genoss, kam die brünette Frau neben ihm, die ihn seit seiner Rückkehr an den Tisch kaum eine Sekunde lang aus den Augen gelassen hatte, zu einer für sie mehr oder weniger überraschenden Erkenntnis.

Nämlich, dass die Pathologin mit ihrer Bemerkung, das Castle ihren Namen ganz groß als Tattoo auf seinem Herz trug, zwar höchstwahrscheinlich vollkommen recht hatte, ihr jedoch etwas entgangen war und zwar, das sie ebenfalls den Namen eines ihr nahe stehenden Menschen auf ihrem Herzen tätowiert hatte.

Den Namen eines Menschen, den sie in den letzten paar Jahren als ihren Berater, Partner und neben Lanie natürlich, mit Abstand besten Freund bezeichnen durfte, damit meinte sie, wie es wohl nicht anders zu erwarten war, niemand anderen als den erfolgreichen und weltberühmten Bestsellerautor Richard Castle, alias Richard Alexander Rodgers.

Jawohl, der Name des Mannes neben ihr war auf ihrem Herzen eingraviert, er war es seit jenem Tag, als er in ihr Leben trat und würde es auch für immer sein, selbst wenn er irgendwann einmal nicht mehr an ihrer Seite sein sollte und sie betete gen Himmel, dass dies niemals geschehen würde.

Sie brauchte ihn in ihrem Leben, genau so wie Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken, Sonne zum Wärmen und sie hoffte inständig, dass es ihm diesbezüglich genau so erging wie ihr, wobei sie, wenn sie die Blicke bedachte, die er ihr manchmal zuwarf und auf die Stimme, das Gefühl in ihrem Inneren vertraute, daran nicht den geringsten Zweifel hatte.

Und irgendwann, früher oder später, würde der Tag kommen, an dem sie auf ihn zu gehen und ihn fragen würde, ob Lanie mit ihrer Behauptung tatsächlich recht hatte und er ihren Namen auf seinem Herzen tätowiert hatte, genau so wie sie den seinen.

Wie gesagt, eines Tages, aber nicht heute Abend, denn momentan würde sie sich einzig und allein damit begnügen zusammen mit ihren Kollegen, Freunden und dem Mann, den sie sehr liebte, den erfolgreichen Abschluss eines Mordfalles zu feiern.

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Sorry vielmals schon einmal vorab, falls euch das Kapitel ein wenig oder vielleicht sogar ziemlich kurz vorkommen sollte. Aber ich muss nach meiner kurzen Auszeit, ehrlich gesagt, erst wieder warm werden und richtig ins Schreiben zurück finden. Deshalb bitte ich euch, seid nachsichtig mit mir und freut euch auf die folgenden Oneshots.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich setze all meine Hoffnung darin, dass es euch gefallen hat und bin schon jetzt gespannt wie so ein Flitzebogen, zu erfahren, wie eure Reviews zur Premiere meiner brandneuen Oneshot-Reihe ausfallen, wobei mir, wie ich bereits des öfteren erwähnte, vollkommen egal ist, ob diese nun positiv oder negativ sind.

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen noch einen angenehmen Sonntagabend, sowie einen guten Start in die morgen anbrechende Woche und nicht zuletzt natürlich auch einen gelungenen Tanz in den Mai, in dessen ersten Tagen ich versuchen werde, euch ein weiteres Kapitel zu präsentieren.

Tschüss allerseits, bis zum nächsten Mal, euer Ahadi.
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