French Coffee

von Rosalie18
OneshotFreundschaft / P12
28.04.2019
28.04.2019
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So hier kommt ein weiterer Teil meiner Getränke-Reihe.


Viel Spaß beim Lesen.




Disclaimer: Die folgende Story ist rein fiktiv. Ich kenne keine der beteiligten Charaktere persönlich, noch ihre Hintergründe oder privaten Details. Es ist alles meiner Phantasie entsprungen.



French Coffee

James seufzte, sein Blick war das den Eifelturm – das Wahrzeichen der Stadt an der Seine – gerichtet. Der Regen hatte sich verzogen und die Sonne lugte zwischen den noch dichten Wolken hervor.

Nach dem erfolgreichen Rennen vor zwei Wochen war das heutige Rennen eher frustrierend verlaufen. Wieso konnte es nicht einmal mehrere Rennen am Stück gut für sie laufen? Den anderen Teams gelang es doch auch! Mit einem Mal verspürte er Neid auf Allan in sich aufsteigen. Daniel und Lucas hatten als Dritter und Vierter das Rennen beendet und so wertvolle Punkte für Audi eingefahren, wogegen ihr Team wieder einmal leer ausgegangen war.

Sein Freund saß ahnungslos neben ihm und nippte an seinem French Coffee und dessen Blick war ebenfalls auf den Eifelturm gerichtet. Doch so schnell wie das Gefühl gekommen war, so schnell hatte es einem anderen – Scham – Platz gemacht. Augenblicklich schämte James sich, dass er auf seinen Freund neidisch war, wenngleich es eine menschliche Reaktion war. Aber er wollte trotz der Rivalität nicht neidisch auf Allan sein.

Plötzlich spürte er eine Hand auf seinem Arm, die sanften Druck ausübte. Der Jaguar Teamchef wand seinen Blick vom Eifelturm ab und stattdessen dem Schotten zu. Er schien seine Gedanken zu erraten.

„Dass Alex ausgeschieden ist, war ja nicht seine Schuld, sondern die von Montara, der ihn zu hart in die TecPro-Barriere gedrängt hatte. Alex hätte sicherlich noch weiterfahren können, wenn die Nase von Montaras Auto nicht unter Alex‘ gerutscht wäre.“ Erneut seufzte James auf.

„Das mag ja alles wahr sein, dennoch stehen wir wieder einmal ohne Punkte da und nur ein Auto ist ins Ziel gekommen. Das ist viel zu wenig. Wenigstens konnte Mitch nach seinem Unfall weiterfahren, auch wenn sein Aufenthalt in der Box ihn weit zurück gespült hatte. So hatte er keine Chance mehr gehabt bei den ganzen Full-Curse-Yellow-Phasen noch in die Punkte zu fahren.“

Es entstand eine kurze Pause, die die beiden Teamchefs nutzten, um einen Schluck von ihrem French Coffee zu trinken. James war froh, dass Allan ein alkoholisches Getränk und nichts Gesundes gewählt hatte.  

„Das Rennen war mal wieder ziemlich verrückt, wie die Letzten gewesen. Zum Glück gab es dieses Mal keinen Rennabbruch. Obwohl ich den Regen jetzt auch nicht wirklich gebraucht hätte“, kam es von Allan.

„Ich auch nicht. Euch hatte der Regen aber auch nicht geschadet“, entgegnete der Jaguar Teamchef.

Allan nickte. „Nein, hatte es uns nicht. Wir hatten ja vom Start weg eine nicht so schlechte Ausgangslage, die durch diverse Ausfälle noch einmal verbessert wurde und uns so den dritten Platz von Daniel und Lucas beschert. Das Glück war uns hold. Wieder einmal.“

James entwich ein Schnauben. „Vielleicht springt das Glück ja mal zu uns über“, sagte er mit einem breiten Grinsen.

„Träum weiter“, lachte Allan. Sein Lachen war ansteckend, denn James stimmte umgehend mit ein. Es tat gut nach dem Rennen hier mit seinem Freund zu sitzen und zu reden. Das war eine Konstante am Rennwochenende, die er schätzte und nicht mehr missen wollte. Es war keine Spur mehr von Neid übrig, darüber war er sehr froh.



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