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LOVE

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Tom Hiddleston
27.04.2019
23.03.2022
18
119.946
8
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
07.05.2019 8.487
 
Hi zusammen,

es geht wieder weiter. Viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße

eure
Christmasbell


PS. danke für 7 Favoriteneinträge

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Kapitel 2
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Kaum hatte das Flugzeug den Flughafen von Singapore verlassen, hatte sie jetzt etwas über siebeneinhalb Stunden zu überstehen, bis Louisa endlich australischen Boden unter den Füßen haben würde. Das Schlafen fiel ihr in den anderen Stunden davor durchaus schwer und sie rechnete nicht damit, dass sie es jetzt schaffen würde. Sollte sie wirklich nicht schlafen können, wäre sie dann über vierundzwanzig wach. Schon wieder Schlaf, der ihr fehlte. Der einzige erholsame Schlaf den sie in den vergangenen Tagen hatte, war der bei Emma gewesen. Noch am Montag hatte sie mit Lara soweit alles geklärt gehabt, dass sie in den kommenden Wochen von Australien aus arbeiten würde, wenn sie unbedingt gebraucht werden würde. Die Leggings störte sie inzwischen schon etwas aber sie war trotzdem bequemer als ihre anderen Hosen, die sie besaß. In London war es so kalt gewesen, dass sie erst überlegt hatte was sie überhaupt anziehen sollte. Unter ihrem Pullover hatte sie noch in luftiges Top an, welches sie sicherlich brauchte bei ihrer Ankunft in Brisbane.
Sie konnte sich noch genau daran erinnern, als Mary ihr freudig ins Handy rief, wie sehr sie sich freute, dass Louisa nach Australien kam und sogar in der Nähe wäre. Ihre Nichte war ein Goldschatz im wahrsten Sinne des Wortes. Sie liebte ihre Nichte über alles, sie brachte sie immer wieder zum Lachen mit ihrer unbeschwerten Art. Mark war sichtlich darüber überrascht, dass sie sich doch eine Auszeit gönnte nach fünf Jahren. Trotzdem war sie sich immer noch nicht sicher, ob sie das Richtige tat. Emma hatte am Handy immer wieder bestätigt, dass es das Richtige war als sie sich von ihrem Vater zum Flughafen bringen ließ. Ihr Vater war von der Idee nicht wirklich begeistert, nun würde seine Tochter auch noch in Australien sein. Ihm wäre es lieber gewesen, sie würde in der Nähe bleiben. Schottland hatte er ihr vorgeschlagen. Er hatte sogar gesagt, dass John der selben Meinung war wie er. Louisa war sich sicher, dass John ihrem Vater nur seine Meinung aufgedrückt hatte. Normalerweise war er nie so gewesen, dann hätte er ihren Bruder niemals auswandern lassen. Auf den Flügen hatte sie genügen Zeit gehabt um nachzudenken, aber sie bemühte sich wirklich abzuschalten. Sie sah sich einen Film auf dem Flug an und lass ihr Buch, welches sich in ihrer Handtasche befand.

Doch jetzt als sie endlich ihren Koffer hinter sich her zog und auf die Uhr sah, stellte sie fest, dass es schon kurz nach fünf am Montag war. Mit einigen schnellen Schritten lief sie aus dem Flughafen heraus, denn sie wollte gerne raus an die frische Luft. Das Landen bekam ihr immer noch nicht gut, ihr wurde dann immer so schlecht. Käsebleich sah sie dann immer aus. Hatte sogar einen Spuckbeutel dabei, denn sie wusste nie, ob sie sich doch übergeben musste. Andere hatten Probleme mit dem Start und wiederum andere mit den Turbulenzen. Sie halt mit der Landung. Die Luft tat ihr so gut und ihr Kreislauf erholte sich recht schnell wieder. Louisa sah sich um, hier kamen immer wieder Auto angefahren und holten einige Ankömmlinge ab. Mit ihren Fingern fing sie an an ihrem Pullover zu ziehen, es war eindeutig zu Warm. Die Temperatur auf ihrem Handy zeigte fünfundzwanzig Grad an. Nachdem sie ihren Kopf auf dem Pullover zog spürte sie die warme Luft auf ihrer Haut.

„Warten sie auf eine Mitfahrgelegenheit?“, wurde es auf einmal neben ihr gesagt.

„Chris, hi.“, begrüßte sie ihn lächelnd.

„Louisa, wie schaffst du es noch geschaffter aus zu sehen als letzte Woche?“, fragte er sie nachdem er sie zur Begrüßung umarmt hatte.

„Ich habe nicht ein Auge zu gemacht auf dem Flug hierher. Ich darf so aussehen.“, versicherte sie es ihm.

„Na dann steig mal ein, auf dich warten alle.“, bat er sie und hielt ihr die Tür auf.

„Danke.“, kam es recht leise über ihre Lippen. Noch beim Einsteigen hatte sie sich den Pullover über die Schultern gelegt.

Ihre Augen sahen hinaus aus dem Fenster und betrachtete alles um sie herum Wie die Landschaft vorbei zog. Brisbane hatte einige Wolkenkratzer gehabt, doch je weiter sie sich von dem Ort entfernten um so schöner wurde die Landschaft. Chris ließ sie im ersten Moment auch in Ruhe, damit sie sich erst einmal an alles gewöhnen konnte.
Sie schien um einiges erleichterter als sie so neben ihm saß und nun die Augen schloss. Die Müdigkeit konnte selbst ein Blinder sehen auch wenn es wirklich übertrieben war. Doch sie sah wirklich Müde aus. Bis sie bei Ihnen zu Hause ankamen, würde so wieso noch einige Zeit ins Land ziehen. Immer wieder sah er zu ihr rüber, der Pullover lag immer noch über ihren Schultern und die Beine hatte sie selbst jetzt noch über einander geschlagen. Elsa hatte ihn extra gebeten Louisa vom Flughafen abzuholen, denn sie wollte die Kinder nicht extra mitnehmen. Was er auch verstand. Er war gespannt ob er die Louisa, die er vor über einem Jahr kennengelernt hatte wieder zu Gesicht bekommen würde. Diese Louisa war fröhlich und für jeden kleinen Spaß zu haben. Doch zur Zeit war diese Frau nicht zu sehen. So sehr sie es auch versuchte, die meiste Zeit gelang es ihr nicht, ihnen vorzuspielen das es ihr gut ging. Langsam gab sie auch nach und ließ zu, von anderen auch so gesehen zu werden. Als er ihr in London gesagt hatte, dass es in Ordnung ist Schwäche zu zeigen, konnte er sehen, dass es ihr unangenehm und sogar peinlich war, so gesehen zu werden.
Mit seinem Freund hatte er noch darüber gesprochen, denn es überraschte ihn sehr, dass Tom zu wissen schien, wer Louisa ist. Trotzdem war ihre Distanz stark zu spüren als sie sich die Hand gaben. Noch nie hatte er gehört, wie jemand Tom wirklich mit Thomas ansprach. Emma sah immer wieder besorgt zu Louisa und Elsa schien auch nicht gerade weniger besorgt zu sein.
Tom schwieg sich im Großen und Ganzen über die Details aus, nur dass er sie von früher kannte, mehr bekam er nicht aus ihm heraus. Louisa sagte darüber noch weniger als er. Nur Emma schien genau zu wissen, was los war und hatte deswegen mit dem Kopf geschüttelt. Ihr Verhalten war wirklich seltsam gewesen, nur  ‘Hallo‘ und in der restliche Zeit hatten sie nicht ein Wort mit einander gesprochen.

Langsam brachte Chris den Wagen zum Stehen.

„Bin ich etwa eingeschlafen?“, fragte Louisa eher rein rhetorisch als dass sie eine Antwort hören wollte.

„Na komm schon steig aus, wir sind da.“, lächelte er ihr zu.

Ihre Arme streckte sie über ihren Kopf aus, nachdem sie aus dem Auto ausgestiegen war. Die Aussicht war einfach der Hammer. Sie konnte von hier aus direkt das Meer sehen. Ganz bekam sie die Müdigkeit nicht aus den Knochen aber sie musste sie bestimmt auch nicht hundertprozentig los werden. Zum ersten Mal kramte sie in ihrer Handtasche, seit dem sie angekommen war, hatte sie ihr Handy nicht einmal in der Hand gehabt.

„Na warst du wichtig?“, fragte Chris scherzhaft als er neben ihr auftauchte.

„Hm, nicht wirklich. Mein Bruder fragt nur ob ich schon im Lande bin.“, erklärte sie es ihm und sah seinen überraschten Blick.

„Habt ihr euch wieder vertragen?“, wollte er gerne wissen.

„Ja, haben wir. Irgendwann werde ich wohl bei ihm auftauchen müssen, natürlich nur wenn es sich ergibt. Komisch wird es trotzdem werden.“, informierte sie ihren Freund, der ihren Koffer trug. Chris war schneller gewesen als Louisa als sie nach dem Koffer greifen wollte.

„Das wird sich schon ergeben. Du hast ja noch über eine Woche Zeit bis ihr selber Geburtstag feiert Ansonsten redet ihr auf eurem Geburtstag.“, versicherte er es ihr als sie das Haus betraten.

„Hallo Louisa, da bist du ja endlich. Wie war dein Flug?“, wurde sie gefragt während sie in die Arm ihrer Freundin gezogen wurde. Ihre Haut war schön gebräunt von der Sonne.

„Elsa. der Flug war in Ordnung.“, tat sie es ab hörte aber sogleich wie Chris sagte: „ Sie hat nicht eine Minute geschlafen gehabt, erst eben im Auto ist sie eingeschlafen.“

„Verräter.“, antwortete sie ihm und knuffte ihn leicht am Arm, denn er weichte ihr rechtzeitig aus.

„Komm setz dich, wir essen erst einmal und dann kannst du dich frisch machen und ins Bett. Die Kids freuen sich schon auf dich, sind jedoch schon eingeschlafen.“, informierte Elsa ihre Freundin.


Louisa war ihren Freunden wirklich sehr dankbar dafür, dass sie sie aufgenommen hatten, damit sie wirklich mal was anderes sieht als immer nur London. Sie liebe London und sie fühlte sich dort auch wohl aber jetzt spürte sie sehr wohl wie wichtig es war, dass sie sich diese Auszeit nahm. Das Bett fühlte sich fantastisch an unter ihrem Körper nachdem ganzen Sitzen im Flugzeug eine Wohltat. Mit noch leicht feuchten Haaren schlief sie ein. In dieser Nacht schaffte sie es endlich wieder durch zu schlafen, was in den Nächten davor wirklich eine Qual war. Ihrem Bruder hatte sie vorhin nur mitgeteilt, dass sie angekommen war und es die Tage vielleicht schaffen würde sich mit ihnen zu treffen.
Die ersten Sonnenstrahlen am Morgen erweckten die zierliche Blonde aus dem Schlaf, vorsichtig setzte sie ein Fuß nachdem anderen wieder auf den Boden und erhob sich aus dem Bett. Leise begab sie sich an ihrem Koffer und wühlte in ihm herum was sie anziehen sollte.
Überrascht sah sie auf als es klopfte an der Tür und kurz darauf Elsa rein sah.

„Hab ich doch richtig gehört, dass du wach bist. Wie sieht es aus willst du mit Yoga machen?“, wollte die Spanierin von ihr wissen.

„Ja gerne. Ich zieh mich nur eben um.“, erwiderte sie ihr.

Schnell griff sie in ihren Koffer nach ihrer Leggins und einem recht lockern Top. Ihre Haare sahen nur kurz die Bürste und ihre Zähne die Zahnbürste. So schnell wie sie sich frisch gemacht hatte und genauso schnell war sie nach draußen gegangen. Elsa lächelte sie an als sie zu ihr kam. Noch war die Sonne nicht so stark aber sie wärmte schon etwas.

„Aber bitte nicht lachen, ich hab erst ein paar Mal Yoga gemacht.“, flehte sie um Gnade.

„Wir schauen mal, so schlimm wird es sicherlich nicht.“, lächelte Elsa sie an.

Während Louisa versuchte die verschieden Yogaübungen durchzuführen, bemerkte sie nicht wie Chris in der Nähe stand und sie beide fotografierte. Im nächsten Moment fiel sie fast um, schnell griffen Hände nach ihr. Elsa stützte sie bevor sie beide anfingen herzhaft zu lachen.

„Ich hab dir gesagt, ich bin noch nicht so gut beim Durchführen der Übungen.“, lachte sie immer noch und bemerkte dann doch Christ mit dem Handy in der Hand.

„Sie lacht wieder!“, kommentierte er ihren Blick.

„Bring mich ja nicht auf seltsame Gedanken.“, forderte sie von ihm.

„Herrlich.“, lachte Elsa als sie sah wie Louisa versuchte das Handy von ihrem Mann in die Finger zu bekommen.

Beide nahmen es mit Freude zur Kenntnis, dass ihre Freundin zum ersten Mal wieder richtig lachte. Chris griff um ihre Mitte um sie davon abzuhalten, weiter an das Handy kommen zu wollen.

„Hey, du bist aber leicht geworden. Na da müssen wir dir aber ordentlich was zu Essen geben. Ein Glück feiern wir in der Zeit zwei Geburtstage.“, kommentierte er das, was er bemerkte.

„Na herzlichen Dank, ist mir nicht aufgefallen.“, merkte sie an und sah wie Elsa nach dem Handy ihres Mannes griff.

„Die sind schön.“, kommentierte sie die Bilder auf dem Handy und zeigte sie ihr.

„Okay, die sind gut.“, antwortete sie ihnen und versuchte sich immer noch aus den Armen von Chris zu befreien.

„Lou, du bist wieder da!“, rief auf einmal eine Mädchenstimme.

Endlich lies Chris sie los, damit sie in die Knie gehen konnte um die kleine India hoch auf ihre Arme zu nehmen.

„Hey meine Kleine.“, freute sich die zierliche Blonde als sie von dem Mädchen gedrückt wurde. Diese kleine Mädchen erwärmte ihr Herz und tat ihrer Seele gut.

„Na komm ich mach Frühstück, hilfst du mir Louisa?“, fragte Elsa ihre Freundin, die immer noch ihre Tochter auf dem Arm hatte.

„Na komm mein kleiner Engel, du darfst mit mir deine Brüder wecken.“, versicherte Chris es ihr als  er sie von dem Arm nahm.

Darüber schien sie sich zu freuen.
Während Louisa hinter den Beiden hersah, bemerkte sie nicht wie Elsa inzwischen reingegangen war. Es war befreiend endlich mal wieder richtig zu lachen. Für einen Moment hatte sie sich wieder wie früher gefühlt. Der Blick aufs Meer rief eine Sehnsucht in ihrer hervor, der sie schon solange versuchte zu entfliehen.Doch entfliehen konnte man nicht, nicht vor der Liebe. Lange war sie nicht mehr am Meer gewesen, selbst in England war sie schon seit Jahren nicht mehr am Meer gewesen.
Langsam drehte sich um, ging einen Schritt nach dem Anderen immer weiter ins Haus. Mit ein paar gezielten Griffen holte Louisa alles heraus, worum Elsa sie bat.


Nachdem Frühstück sah Elsa zu Chris und denn Kindern bevor sie Louisa ansah.

„Was hältst du davon, wenn wir nachher an den Strand gehen.“, wollte Elsa wissen.

„Das wäre schön.“, lächelte sie nun.

„Ach sag mal bist du endlich mal dazu gekommen, dir die Marvel Filme anzusehen?“, fragte nun Chris sie und erntete einen seltsamen Blick von ihr.

„Nein, bis jetzt hatte ich keine Zeit dazu, willst du denn unbedingt, dass ich mir dir die Filme ansehe oder nur die in denen du mitspielst?“, erkundigte sich die Blonde bei ihm.

„Ach komm die von Elsa hast du dir auch angesehen.“, ärgerte er sie etwas.

„Ich weiß, vielleicht irgendwann. Okay ich komme nicht daran vorbei oder? Wann muss ich sie mir denn mit dir ansehen?“, fragte sie ihn nun.

„Wir machen uns einen gemütlichen Abend mit Chips vor dem Fernseher und dann erzählst du mir was du davon hältst. Ich kann immer noch nicht verstehen, wie du es geschafft hast in London um diese Filme einen Bogen zu machen?“, antwortete er ihr.

„Ach, dass lag wohl eher daran, dass ich ganz andere Sachen zu der Zeit im Kopf hatte. Da du aber darauf bestehst, sehe ich mir einen davon mit dir an.“, versicherte sie es ihm.
Eigentlich hatte sie sich diese Filme absichtlich nicht angesehen aber den Grund dafür wollte sie ihm nicht auf die Nase binden.

„Ich nehme dich beim Wort.“, scherzte er leicht. Livereaktionen von Freunden fand er immer interessant.

Louisa musste sich geschlagen geben, gegen Chris kam sie nicht an. Selbst wenn sie wollte wäre sie auf verlorenen Posten gewesen. Aufgeben stand normalerweise nicht auf ihrem Plan aber ab und zu musste auch sie kapitulieren, um der Freundschaft nicht zu viel zu zumuten.


Das Meer sah schön blau aus als sie es betrachtet hatte am Nachmittag, denn sie hielt sich nur am Strand auf und spielte mit den Kindern im Sand. Jetzt stand also der Film auf dem Plan nach ein paar Diskussionen welchen der Filme sie anmachen sollten. Lief nun der letzte Thor, der erst vor ein  paar Tagen auf DVD auf dem Markt erschienen war. Den Film hielt sie recht gut durch obwohl sie sich immer wieder Sorgen um ihr Herz machte, dass sich schmerzhaft zusammenzog immer und immer wieder. Doch Schauspielerisch war sehr gut, soweit sie es beurteilen konnte.

„Und?“, kam es nur kurz von Chris und Elsa lachte sofort neben ihr: „ Lass ihr doch erst einmal Zeit, um alles auf sich wirken zu lassen. Vielleicht fand sie ihn nicht gut.“

Da entglitten dem Schauspieler alle Gesichtszüge als seine Frau, diese Worte aussprach.

„Ich kann schon verstehen warum alle so einen Hype um die Marvel-Filme machen. Du musst dir keine Sorgen machen, er gefiel mir.“, beim Reden, wedelte sie mit ihren Händen vor ihrem Körper herum.

„Herrje Elsa mach das nie wieder! Hast du gehört, ihr gefällt er.“, forderte Chris sie auf.

Gerade als sie was sagen wollte, sah Louisa ihre Freundin an und schüttelte den Kopf. Chris war es nicht aufgefallen also wollte sie es dabei belassen.

„Ich schau kurz nach den Kindern, ob alles in Ordnung ist und dann verschwinden wir auch langsam mal ins Bett.“, schlug es der große Mann vor.

„Das wäre sicherlich keine schlechte Idee.“, bestätigte es Elsa neben Louisa.

Die Zeit verging Sekunde um Sekunde, Minute um Minute und Stunde um Stunde. Schon hatten sie den Donnerstagmorgen erreicht. Ihre Füße hatten sich inzwischen an den Boden gewöhnt und die Steine und alle anderen Untergründe, die sie mit der nackten Haut berührte. Barfuß war sie in den letzten Tagen immer unterwegs, denn es ging schnell. Sie konnte überall hin, sie hatte sich schon gefragt wann sie ihre normalen Schuhe gebrauchen würde.

Am Morgen hörte sie die kleine India zu ihrem Vater sagte: „Toll das Onkel Tom auch kommt.“

Dadurch das Louisa inzwischen ihren Koffer etwas ausgeräumt hatte, musste sie nicht mehr suchen was sie brauchte. Da sie Morgens immer mit Elsa zusammen Yoga machte, war sie immer noch in Sportkleidung und musste sich nur noch ihre Laufschuhe anziehen.

„Ich geh noch eine Runde laufen, bin bald zurück.“, rief sie noch als sie sich ihre Kopfhörer in die Ohren schob.

„Pass auf dich auf.“, rief Elsa noch als sie sah wie die Blonde aus dem Haus lief, dass Lächeln ihrer Freundin sah gezwungen aus.

Doch hielt sie ihre Freundin nicht auf. Was genau sie gerade beschäftigte wusste sie natürlich nicht, denn Louisa hatte ich dies bezüglich in den letzten Tagen auch nicht geäußert.

Laufen, laufen nur nicht stehen bleiben, dann müsste sie wieder nachdenken und dass wollte sie nicht. Ihr Handy klingelte.

„Ja?“, fragte sie bei der Annahme des Gesprächs.

„Ich bin es Emma, wollte nur mal fragen wie es dir geht!“, versicherte ihre Freundin es ihr auf der anderen Seite des Handys.

„Was machst du? Warum bist du noch wach?“, wollte Louisa eher von ihr wissen als ihr einfiel wie spät es in London war.

„Ich kann nicht schlafen, außerdem frage ich mich ob du weißt….“,fing Emma an zu reden und hielt mitten drin inne.

„Ja ich weiß es, habe es eben gehört.“, ihr Tonfall ließ Emma darauf schließen, dass sie darüber nicht reden wollte im Moment.

„Okay, hast du dich die letzten Tage bei Lara gemeldet, oder hältst du dich wirklich daran, dass du Urlaub machst?“, erkundigte Emma sich bei ihrer Freundin.

„Ich wollte mich eigentlich bei ihr melden, denn eigentlich wollte ich wissen wie es aussieht, ob es gut bei der Renovierung voran geht. Ich hab schon mitbekommen wie gut sich der neue Lippenstift macht. Darüber muss ich mir keine Gedanken machen. Bin jedoch froh, dass ich im Moment etwas Sonne tanken kann.“, sagte sie nun und hoffte ihre Freundin würde nicht weiter nachfragen.

„Dann hoffe ich du hast trotzdem eine schöne Zeit. Vielleicht schaffe ich es nachher in dein neues Büro, dann mach ich dir ein paar Fotos. Ich weiß doch, dass du gerne mal nachsehen würdest. Bis später dann. Hab dich lieb.“, damit verabschiedete sich Emma wieder bei ihr.

Da drang auch schon wieder die Musik in ihre Ohren. Kurz sah sie auf ihr Display. Eine ganze Stunde war sie nun schon Weg und so langsam hatte sie keine Kraft mehr in den Beinen. Langsam lief sie zurück, auf den Weg dort hin zog sie das Haarband wieder aus den Haaren. Wie viele Tage würde sie es aushalten ohne doch zusammenzubrechen. Da zwischen den Kindern stand er, lachte mit ihnen. Ihr Blick an ihm vorbei blieb an dem Blau des Meere hängen. Für einen Augenblick vergaß sie alles um sich herum.
Jemand tippte ihr auf die Schulter und zog an einem ihrer Kopfhörer.

„Alles in Ordnung Louisa?“, erklang es fragend neben ihr.

„Elsa, hast du mich erschreckt.“, äußerte sie es überrascht, zog dann den anderen Kopfhörer auch aus dem Ohr.

„Ist denn alles in Ordnung?“, wiederholte Elsa ihre Frage.

„Ja, ich denke ich mach mich schnell frisch.“, antwortete sie ihr.

„Lass dir ruhig Zeit, die sind alle noch sehr beschäftigt. Dann gibt es gleich Frühstück.“, erklärte sie es ihr und sah ihr hinterher wie Louisa rein ging.

Mit der einen Hand fuhr sie sich in den Nacken und massierte ihn leicht, ihr Handy rutschte aus ihrer Hand auf das Gästebett als sie sich frisch machen wollte.
Das warme Wasser prasselte auf ihren Körper ein und erfrischte sie als in der Dusche stand. Ihren Kopf lehnte sie an den Fliesen in der Dusche an. Ihr Kopf stand schon wieder nicht still, musste wohl alle Gedanken, noch einmal durchdenken. Nachdem sie geduscht hatte sah sie in den Spiegel, irgendwie hatte sie das Gefühl sie würde noch müder aussehen als sie am Montag hier ankam. So konnte sie nicht unter die Augen der anderen treten. Frisch abgetrocknet und schon in Unterwäsche griff sie nach dem Föhn. Nur kurz wehte die warme Luft durch die Haare, damit sie nicht komplett nass waren. Nun griff sie doch etwas nach ihrer getönten Tagescreme um diese Makel zu kaschieren. Wasserfeste Mascara war im Moment aus ihrer Routine nicht weg zu denken. Ihre Haut fing nicht wirklich an braun zu werden immer noch so blass wie Porzellan. Ihre Beine steckten in einer dunkelblauen Bermudajeans als sie nach ihrem schwarzen Top griff und überzog. Zum Schluss griff sie ihren hauchdünnen Kimono mit Kirschblütenmuster.

„Lou kommst du essen?“, riefen nun die beiden Zwillinge als sie an ihrem Zimmer vorbei liefen.

„Ich komme.“, rief sie ihnen entgegen als sie ihre Füße in ihre Flipflops schob.

Sie musste nun wirklich zu den anderen gehen, denn Hunger hatte sie nach dem ganzen Sport auch. Von der Terrasse aus hörte sie immer mehr die Stimmen von denen die dort saßen.

„Onkel Tom wie lange bleibst du?“, fragte India den anderen großen Mann am Tisch.

„Eine Woche.“, lächelte er sie an.

„Cool.“, freute sich das Mädchen darüber sehr.

„Ich hole noch Wasser.“, damit stand Chris auf und wollte reingehen, blieb jedoch stehen als er sah wie Louisa mit dem Wasserkrug rauskam.

„Kannst du Gedankenlesen?“, fragte Chris sie als sie näher kam.

„Bestimmt nicht.“, versicherte sie es ihm während sie den Wasserkrug auf den Tisch stellte.

„Hallo Louisa.“, wurde sie nun von Tom begrüßt als sie sich kurz ansahen.

„Hallo.“, antwortete sie nur als sie sich zu den Zwillingen setzte.

Dort war noch Platz und sie saß nicht so nach bei Tom.
Wie sollte sie es in den kommenden Tagen nur aushalten? Eine ganze Woche.
Genüsslich biss sie in ihr Brot, nachdem sie endlich geschafft hatte sich zu entscheiden.

„Louisa hattest du mit deinen Bruder schon, wegen nächster Woche gesprochen?“, fragte Elsa sie gerade und riss sie aus ihren Gedanken.

„Mit ihm nicht, habe nur Mark ans Handy bekommen, er meinte nur, dass Lewis keine andere Wahl hat als mitzukommen.“, erklärte sie es ihr.

„Gut, dann plan ich die drei ein. Möchtest du noch irgendwas essen bevor Chris gleich den ganzen Tisch abräumt?“, fragte Elsa sie, denn Chris war wirklich dabei einiges vom Tisch.
Lächelnd blickte sie zu Chris, der inne hielt und darauf zu warten schien, dass sie ihm sagte was er hier lassen sollte.

„Jetzt hau schon raus, wenn du schon so grinst.“, forderte er sie auf.

„Lass zumindest den Apfel hier, Christina….“, grinste sie schelmisch. Elsa lachte laut los als ihrem Mann die Gesichtszüge entglitten.

„Na warte.“, rief er nur und kam um den Tisch geeilt.

Jedoch war Louisa schneller als er und lief vor ihm davon. Das Lachen war von den Beiden noch gut zu hören. Irgendwann erwischte Chris sie  und hielt sie fest.

„Na seit wann hast du den denn im Kopf?“, fragte er sie als sie gemeinsam zurück gingen und immer noch leise lachten.

„Seit Dienstag. Wusste nur noch nicht, wie ich ihn anwenden sollte.“, wies sie ihn daraufhin.

„Dienstag? Lass mich raten, wegen Thor.“, wollte er noch von ihr wissen,

„Es war einfach zu köstlich, Thor ist ja schlimmer als ein Mädchen mit ihren Haaren.“, antwortete sie ihm.

„Das stimmt allerdings. Na Hauptsache du lachst wieder.“, versicherte er es ihr.

„Ich danke dir, dass ich auf deine Kosten lachen darf.“, lachte sie leise.

„Damit wäre es ja wieder ausgeglichen mit Dienstagmorgen.“, informierte er sie.

„Du hättest nicht lachen sollen, ich habe dich gewarnt.“, lächelte sie nun als sie am Tisch wieder ankamen.

„Na geht es wieder?“, fragte Elsa noch leicht lachend.

„Ich musste doch den richtigen Zeitpunkt abwarten.“, scherzte Louisa immer noch.

„Ist dir wirklich gelungen.“, kommentierte es noch einmal seine Frau.

„Naja, es sind mir schon mal bessere eingefallen.“, tat sie es ab. Chris wollte gerade wieder anfangen den Tisch abdecken als Louisa ihm zuvor kam.

„Lass mich das machen.“, kam es zaghaft über ihre Lippen.
Vorsichtig jonglierte sie die Teller wieder in die Küche. Erst überlegte sie ob sie ein Tablett nehmen sollte, fand es jedoch nicht. Schritt für Schritt ging sie wieder raus und sah wie Chris mit Tom über etwas sprach. Elsa band gerade ihrer Tochter einen Zopf bevor sie los lief zu ihren Brüdern zum Spielen. Ihr Freundin reichte ihr den Becher entgegen und ihren auch.

„Seit ihr fertig oder möchtet ihr noch was?“, richtete Louisa die Frage an die beiden Herren am Tisch.

„Nein, danke Louisa.“, sagte nun Chris, der sie ansah.

Nachdem sie seinen Becher entgegennahm sah sie auf, denn da sah Tom sie an als er ihr seinen Becher auch entgegen reichte.

„Danke.“, bedankte sie sich bei ihm als sie nach dem Becher griff.

Ganz leicht berührten sich ihre Finger. Schon wieder das Kribbeln, das Selbe wie in den zwei Wochen davor.
Alle Becher in ihren beiden Händen brachte sie in die Küche. Wie routiniert öffnete sie die Spülmaschine und räumte diese ein. Kurz hielt sie inne als sie den Becher in der Hand hielt, aus dem Tom getrunken hatte.

„Alles in Ordnung?“, fragte nun Elsa hinter ihr als sie in die Küche kam, dabei wäre ihr der Becher beinahe aus der Hand gefallen.

„Ja.“, flüsterte sie fast, denn sie wusste nicht so recht ob ihre Stimme sie sonst verraten würde.

„Magst du mir bei den Cupcakes helfen?“, erkundigte sich die Spanierin bei ihr.

„Gerne. Ich kann sie auch alleine machen, dann hast du mehr Zeit für andere Sachen.“ bestätigte Louisa es ihr.

„Wirklich? Du willst doch nur deine Ruhe haben oder?“, forschte sie nach.

„Ich muss noch über einiges nachdenken. Langsam müsste mir eine Lösung einfallen.“, merkte sie an.

„Was ist denn los?“, erkundigte sich die Schauspielerin nun bei ihrer Freundin, denn diese Frage lag ihr schon so lange auf Herzen.

„Ich muss mir irgendwie einfallen lassen, wie ich eine neue Einnahmequelle bis zum Juli finde. Schließlich habe ich auch eine Verantwortung gegenüber meinen Mitarbeitern und die sollen auch weiterhin versorgt sein. Mir will nur nicht einfallen wie ich es anstellen soll.“, klagte sie etwas und merkte wie sich die Traurigkeit wieder in ihr breit machte.

„Deswegen sahst du so geknickt aus als du nach dem Gespräch mit Mr Smith wieder kamst. Warum hast du nicht schon eher was gesagt? Da überlege ich mal eine Runde mit. Es wird sich bestimmt eine Lösung finden lassen. Dann lass ich dich etwas alleine, wie du es willst. Aber wenn etwas ist zöger nicht zu fragen.“, äußerte Elsa es besorgt, obwohl sie eigentlich mit der Umarmung aufheitern wollte.

„Danke.“ nuschelte die zierliche Blonde, war trotzdem sehr dankbar dafür, dass sie alleine sein konnte.

Mit Musik im Hintergrund fing sie an alle Backzutaten herauszusuchen. Einige mussten zusammenkommen, wenn sie morgen den Geburtstag der Zwillinge feiern wollten. Einige Kinder kamen mit ihren Eltern, denn sie wollten am Strand feiern. Ein Glück bestanden keine Sonderwünsche bei den Cupcakes, ganz normale Zutaten konnte sie verwenden. Die Zeit ging verging dabei wie im Flug, nur ihre Gedanken kamen zu keinem richtigen Ergebnis. Elsas Blick vorhin hatte sie zwar bemerkt, als sie den Becher von Tom in den Händen hielt. Erleichtert war sie darüber, dass sie nicht weiter nachfragte.

„Ah, verdammt.“, fluchte sie mit mal und schob sich so gleich den rechten Zeigefinger in den Mund.

Nachdem sie den Finger aus dem Mund zog, blutete es sofort wieder. Irgendwo mussten doch Pflaster sein. Schnell eilte die zierliche Blonde auf die Terrasse. Dort hinten standen alle bis auf Tom und Sasha.

„Elsa! Habt ihr irgendwo ein Pflaster für mich?“, rief sie ihr zu während sie immer wieder den Finger in den Mund schob.

„Bei den Gewürzen liegen meistens welche! Brauchst du Hilfe?“, erklärte sie es ihr und wollte ihr schon entgegen gehen als Louisa ihr schilderte, dass sie es schon hinbekam.
Es war klar gewesen, dass sie sich noch weh tat, denn sie war zu abgelenkt.


Kleine Schritte kamen angerannt, da vor ihr stand Sasha, gefolgt von Tom. Leicht zuckte sie zusammen, damit hatte sie nicht gerechnet, denn der kleine Junge griff um ihr Bein.

„Soll ich pusten?“, fragte er Louisa, die immer noch den Finger im Mund hatte.

„Das wäre sehr lieb von dir.“, lächelte sie den Jungen an als sie in die Hocke ging.

Der Junge pustete auf den Zeigefinger und sagte dann: „Blutet immer noch. Onkel Tom sieh mal.“

„Darf ich?“, bat Tom Louisa vorsichtig, währenddessen streckte er seine Hand ihr entgegen. Zaghaft streckte sie ihm ihre Hand entgegen als sie wieder stand. Sie schaffte es kaum ihn dabei anzusehen, sah aber an seiner Bewegung, dass er nach irgendwas griff. Küchenpapier, dieses drückte er auf ihren Finger.

„Ich geh schon spielen.“, rief Sasha nun aufgeweckt neben ihnen, griff nach dem Spielzeug, welches Tom auf den Boden gelegt hatte zuvor und verschwand sofort.

„Das ist eine blöde Stelle, wie hast du das angestellt?“, fragte er sie und sah zum ersten Mal wie ihre blauen Augen ihn ansahen.

„Abgerutscht beim Vanilleschoten auskratzen.“, erklärte sie es kurz und spürte wie ihr ganz warm wurde.

„Etwas ungeschickt.“, lächelte er leicht und griff nach dem Pflaster, das auf der Küchenzeile lag.

„Leider sehr oft in letzter Zeit. Danke, Thomas.“, bedankte sie sich bei ihm, als er fertig war, ihr das Pflaster um die Stelle zu kleben.

Sein Lächeln raubte ihr den Verstand. Warum lächelte er jetzt? Kurz sah sie ihm noch hinterher, wie er ging.


Mit ihren Händen stützte sie sich auf der Küchenzeile ab, sie brauchte einen Moment um ihr Herz zu beruhigen und zu realisieren, was passiert war. Seufzend setzte sie sich wieder in Bewegung und rührte das Vanillemark in den Teig. Behutsam füllte sie die Cupcakeformen und schob sie dann in den Ofen. Schnell sauber gemacht und die Küche strahlte wieder. Durch das Zeitlassen, waren die Cupcakes schon fertig. Flink holte sie alle aus dem Backofen, bevor sie ins Gästezimmer ging und ihr Handy holte. Ihre Fingerspitzen entsperrten das Handy, kaum betrat sie die Terrasse, winkte Elsa ihr zu, damit sie doch zu kommen ihnen kam.

„Was gibt es neues, dass du so gespannt auf das Handy starrst?“, fragte ihre Freundin sie.

„Starren? Nicht wirklich. Ich glaub Emma hat zu viel Zeit, seit einer Stunde kommt ein Bild nach dem Anderen. Irgendwelche Videos auch.“, erklärte sie es ihr und hatte das Gefühl, dass Tom sie ansah.

„Es sieht wohl eher so aus als würde sie mit Lara Quatsch im neuen Büro machen. Das gefällt mir. Noch etwas kahl aber eine Verbesserung zum alten Büro.“, teilte Elsa es ihr mit.

„Hey Lou, alles läuft nach Plan im neuem Büro, es bedarf nur noch deine geübte Hand beim Leben einhauchen. Wegen der anderen Sache, lass bloß den Kopf nicht hängen, wir finden eine Lösung Sweety. Mit vereinten Kräften schaffen wir das schon. Wir lieben dich.“, schalte es ihr auf einmal fröhlich entgegen.

Lara und Emma waren echt eine Bereicherung und schafften es auch jetzt sie zum Schmunzeln zu bringen.
Gerade als sie ihr antworten wollte klingelte ihr Handy in der Hand. Elsa sah zu ihr rüber als Louisa das Gespräch annahm.
„Du bist ja immer noch im Büro Emma, lässt Lara dich nicht gehen?“, fragte sie ihre Freundin und Toms Schwester gerade.

„Alles Gut mach dir keine Sorgen Jack ist auch hier. Er hilft Laras Mann gerade, eure Büroküche ist gerade gekommen.“, informierte Emma sie und dann hörte sie aus dem Hintergrund: „Emma jetzt lass Louisa Urlaub machen. Oh hallo Louisa, einen schönen Urlaub noch. Ich versuche meine Frau davon abzuhalten ständig anzurufen.“

„Schon gut Jack. Ich hatte doch gesagt ihr sollt nicht helfen. Wie soll ich das denn wieder gut machen?“, entgegnete sie ihm als sie anfing langsam ein Schritt vor den anderen zumachen und den Rasen unter ihren Füßen zu spüren, nachdem sie aus ihren Flipflops geschlüpft war.

„Na da wird sich Emma schon was einfallen lassen.“, versicherte Jack es ihr.

„Das befürchte ich auch, trotzdem ich…..“, weiterkam sie nicht dann ihr Blick blieb an Tom hängen und lauschte noch den letzten Worten von Jack. Sie verdrehte die Augen und verzog den Mund, viel zu gerne wäre sie jetzt in London im Büro und würde den Aufbau beaufsichtigen.

„Was stört dich?“, fragte Elsa nach.

„Die Büroküche ist gekommen heute.“, nuschelte sie leicht.

„Oh, du wärst jetzt lieber da um selber die Abnahme zu machen. Lara weißt doch worauf du Wert legst. Vertrau einfach darauf das alles gut läuft. Also her mit dem Handy.“, forderte Elsa sie auf, denn sie sahen ihren Mann schon schelmisch grinsen.

Louisa wusste nicht wie ihr geschah, denn schon spürte sie wie Chris sie hochhob und kurz darauf in den Pool fallen ließ.
Damit hatte sie nicht gerechnet, weswegen sie wieder durch die Wasseroberfläche brach und nach Luft rang. Das Lachende Gesicht von Chris zu sehen, weil er erfolgreich war mit seiner Aktion blieb ihr nicht verborgen.


Die Tage vergingen, trotzdem hatte sie bis jetzt immer noch nicht wirklich mit dem Mann gesprochen, der am Donnerstag aufgetaucht war. Am Abend vor ihrem Geburtstag hatte sie ihr Handy nach den letzten zwei Tagen wieder angeschaltet. Schlafen konnte sie nicht wirklich, was wohl daran lag, dass sie bemerkt hatte wie Tom sie beim Essen am Abend angesehen hatte. Seine blau-grünen Augen hatten sie angesehen und ihr Herz hatte vergessen zu schlagen. Schon die ganze Zeit passierte es immer wieder. Ihr Herz hatte Schwerstarbeit zu leisten. Doch gerade konnte sie einfach nicht schlafen und wälzte sich im Bett hin und her. In wenigen Minuten würde sie zweiunddreißig sein. Was hatte sie bis jetzt schon vor zuweisen? Ihr Leben hatte sich ganz anders entwickelt als sie sich es vorgestellt hatte. Sie sah sich um. Aus dem Fenster konnte sie die dunkle Nacht sehen und die Sterne. Aufrecht setzte sie sich ins Bett nachdem sie die Nachttischlampe zum Leuchten gebracht hatte. Es hatte keinen Zweck länger zu versuchen zu schlafen. Irgendwie fühlte sie sich alleine. Vielleicht kam es ihr auch nur so vor, weil sie an ihre Mutter denken musste. Als sie noch Klein war hatte sie sich nachts zu ihr ins Bett gelegt und hatte ihr schon dann gratuliert. Ihren Bruder bekam sie Nachts nie wach, selbst dann nicht.
Auch wenn ihre Mutter nicht mehr da war, war sie froh darüber ihren Bruder zusehen. Leicht setzte sie ihr Füße auf den Boden auf und griff sich ihre Strickjacke. Barfuß schlich sie sich mit ihrem Buch aus dem Zimmer. Auf der Terrasse brannte auch Nachts noch ein Licht, unter dieses wollte sie sich setzen und ihr Buch lesen. Von hier aus sah sie erst in die dunkle Nacht und wandte sich dann ihrem Buch in der Hand zu.

Sehr spät am Morgen erwacht Louisa in ihrem Bett. Wie war sie nur hier hergekommen? Sie konnte sich nicht erinnern selber ins Bett gegangen zu sein. Beim Aufstehen sah sie durch den Raum, ihr Buch lag auf dem Nachttisch. Es klopfte an der Tür, doch richtig antworten konnte sie noch nicht. An einen leicht aufgeregten Herzschlag konnte sie sich erinnern, war sich trotzdem nicht sicher ob es ihr eigener war.
„Louisa? Bist du wach?“, erklang es leise fragend an der inzwischen geöffneten Tür. Die Schauspielerin sah ins Zimmer.
„Hm, gerade eben erst wach geworden.“, murmelte sie verschlafend.
„Bereit für ein paar Glückwünsche?“, erkundigte sich Elsa bei ihr, rechnete ja doch nicht damit selber von ihren Kindern fast überrannt werden. Koordinieren konnte Louisa sich selber auch noch nicht als sie in die Hocke ging und als die drei Kinder sehr lebhaft rief: „Happy Birthday Lou.“

Im nächsten Moment fiel die zierlich Blonde um und stieß sich am Nachttisch, genau an der Ecke.

„Ah, danke schön ihr Süßen.“, überspielte sie sofort den Schmerz an ihrem Kopf.

Drei kunterbunte Bilder wurden ihr gereicht.

„Die sind wunderschön.“, lächelte sie die Kinder an.

So schnell sie da waren, verschwanden sie wieder und riefen durchs ganze Haus irgendwas, was sie nicht recht verstehen konnte.

„Na komm, was sagt der Kopf.“, Elsa half ihr auf als sie sprach. Louisa fasste sich an den Kopf und verzog das Gesicht.

„Das sollten wir gleich kühlen, sonst bekommst du eine riesen Beule. Ein Geburtstagsgeschenk, auf das man verzichten hätte können. So von mir erst einmal alles Gute zum Geburtstag, auf das es ein schönes, gesundes, fröhliches und erfolgreiches Jahr wird. Natürlich sollen sich deine Wünsche erfüllen.“, beglückwünschte die Schauspielerin sie, während sie in eine Umarmung gezogen wurde.

„Danke.“, erwiderte Louisa es ihr.

„Na komm, erst kühlen und dann kannst du dich fertig machen.“, forderte Elsa sie auf.

Gemeinsam liefen sie in die Küche. Die zierliche Blonde setzte sich und legte ihren Kopf auf der Küchenzeile ab. Kurz zuckte sie zusammen als sie den Beutel Erbsen auf ihren Kopf gelegt bekam.

„Na hoffentlich hilft es. Es tut mir so leid, dass sie dich so überrumpelt haben.“, entschuldigte sich ihre Freundin bei ihr.

„Wer hat das Geburtstagskind außer Gefecht gesetzt?“, fragte Chris, was sie durch seine tiefe Stimme zuordnen konnte.

Leicht drehte Louisa ihren Kopf zur Seite, konnte trotzdem nicht viel erkennen, außer die Mitte von den Körpern, der beiden Männer, die in die Küche gekommen waren.

„Alles halb so schlimm.“, nuschelte das Geburtstagskind, gegen die Küchenzeile.

„Die Kinder waren zu stürmisch und haben Louisa zu Boden gerissen.“, erklärte es nun Elsa Chris Frau.

„Die Beule nehme ich gerne in Kauf bei den tollen Bildern.“, lachte sie leise bevor sie scharf die Luft einzog durch ihre Zähne.

„Sind die Erbsen noch kalt genug?“, wollte die Schauspielerin unter ihnen wissen.

„Danke Elsa, ich denke es wird reichen.“, damit richtete sich Louisa wieder auf und reichte ihr die Tüte mit den Erbsen entgegen.

Mit ihren rechten Hand fuhr sie sich an den Kopf, die Stelle schmerzte immer noch. Zudem kam das sich alles anfing zu drehen in ihrem Kopf, der Aufprall auf den Nachttisch war wohl doch etwas stärker gewesen. So ganz sicher war sie sich nicht, ob sie heile wieder im Gästezimmer ankam. Leicht stützte sie sich an der Küchenzeile ab als sie aufstand.

„Na komm her Grünspund. Alles Gute zum Geburtstag.“, dabei drückte Chris die zierliche Blonde.

„Dankeschön.“, bedankte sie sich bei ihm.

„Louisa alles Gute zum Geburtstag.“, die warme Stimme von Tom jagte ihr einen Schauer über den Rücken, als er sie ganz leicht drückte. Vorsichtig legte sie ihre Hände auf seinen unteren Rücken.

„Danke Tom.“, bedankte sie sich, dabei stieg sein Duft ihr in die Nase.

Louisa ließ ihn wieder los, viel länger hätte ihr Herz es nicht verkraftet. Diese Nähe war schon einiges mehr als sie eigentlich gewollte hatte. Dann fiel ihr ein, dass sie immer noch im Schlafanzug war mit ihrer Strickjacke obendrüber. Schnell zog sie die Strickjacke näher um ihren Körper. Ihre Wangen röteten sich leicht, es war ihr peinlich.

„Ich denke, ich zieh mich dann mal besser um.“, merkte sie an.

Kaum war die Tür hinter ihr wieder in Schloss gefallen, rutschte sie auf den Boden davor. Warum hatte sie sich hinreißen lassen, doch Tom zu ihm zusagen?
Es war wirklich zum Verrückt werden. Erst am Donnerstag würde Tom wieder abfliegen und sie selber erst am Montag. Trotzdem hatte sie immer noch fast achtundvierzig Stunden in denen sie ihn immer wieder sah. Warum hatte er sie umarmt? Bis jetzt hatte er ihr maximal die Hand gegeben beziehungsweise hatte sie nicht mehr zu gelassen. Doch mit dem von eben hatte sie einfach nicht gerechnet.
Nach ein paar gezielten Atemzüge stand sie auf und begab sich ins Badezimmer. Als erstes schob sie sich die Zahnbürste in den Mund während sie sich nebenbei auszog. Immer wieder schob sie die Zahnbürste über die Zähne und suchte dabei die passende Kleidung hervor. Erst ihre weiße Unterwäsche, denn sie wollte ihr weißes Wickelkleid mit dem Blumenmuster anziehen. Nachdem Zähneputzen zog sie sich erst ihre frische Unterwäsche an, bevor sie anfing sich etwas herzurichten.  Nur getönte Tagescreme und Mascara reichten eigentlich schon aus um ihre geröteten Stellen abzudecken und ihre Augen zum Strahlen zu bringen. Ihre leicht gewellten Haare bürste sie erst bevor sie links und recht von ihrem Seitenscheitel anfing die Haare zu flechten. Mit durchsichtigen Haargummibändern fixierte sie die Enden. Zog daraufhin jede Partie etwas auseinander und steckte sie anschließen an ihrem Hinterkopf fest. Sie trug öfters Half-up Frisuren. Dieses mal verzog sie nur ihr Gesicht, das sie mit der Haarnadel gegen ihre Beule traf.
In ihren Ohrlöchern steckten kleine zarte goldene Blütenstecker, die jetzt erst sichtbar wurden, da ihre Haare sie nicht mehr verdeckten.
Danach zog sie ihr Wickelkleid an, noch während sie das Band an ihrer Taille zu einer Schleife band, sah sie schon auf ihr Handy. Aus der Arbeit hatten ihr schon einige geschrieben und auch ihr Vater. Doch auf das Foto konnte sie echt verzichten. John hatte sich mit auf das Bild geschoben gehabt. Etwas anderes auf dem Bild erregte eher ihre Aufmerksamkeit. Kaum hatte sie ihrem Vater geschrieben, wo sie das Foto aufgenommen hatten, kam auch gleich eine Antwort. In der Carnaby St hatte er ihr geschrieben.

<Kannst du mir noch ein paar Bilder von dem leeren Geschäft hinter dir schicken?>, hatte sie ihn dann doch noch gebeten.

Recht schnell kamen weitere Bilder bei ihr an. Flink schob sie diese Bilder in einen Ordner und schickte sie dann recht schnell weiter an einige Personen, deren Meinung ihr immer sehr wichtig gewesen war. In ihren Körper kribbelte es vor Aufregung, dass könnte die Lösung sein. Zum ersten Mal fühlte sie sich etwas Leichter. In diesem Hause wusste nur Elsa von dem Problem und sie musste sich mitteilen. Eilig verließ sie das Zimmer und pfiff vor sich hin.

„Kaffee?“, erkundigte sich Chris bei ihr als sie in die Küche kam.

„Gerne.“, lächelte sie zufrieden und bemerkte Tom im ersten Moment nicht.

„Was grinst du so zufrieden und dass vor dem ersten Kaffee?“, wollte er gerne wissen, denn vorhin sah sie noch nicht so aus.

„Kann ich noch nicht verraten, erst wenn es in trockenen Tüchern ist.“, erläuterte sie kurz als sie den Kaffee entgegennahm.

„Du würdest aber gerne. Wer weiß davon denn etwas?“, forschte Chris nach.

„Lara, Mark, Emma und Elsa.“, gab sie bekannt.

„Was ist mit mir?“, frage Elsa überrascht als sie zurückkam.
„Er will eingeweiht werden.“, grinste Louisa leicht.

„Das wird sicherlich noch ein paar Stunden dauern, bis sie es dir sagen kann. Lara muss erst durchrechnen ob es geht und telefonieren, bevor Louisa dir genaueres sagen kann.“, versicherte seine Frau es ihm.

„Später dann.“, während Chris sprach, sah er Louisa an, die immer noch an ihrem Kaffee trank.
Seine Blick veränderte sich auf einmal als er sah wie Louisa wie von sich aus die Milch an Tom reichte, der sich gerade seinen Becher mit Earl Grey aufgegossen hatte.

„Danke.“, antwortete er nur als er die Milch entgegen nahm.

Aus dem Augenwinkel sah sie Tom an, denn sie wusste nicht wo diese Information abgespeichert war in ihrem Kopf. Denn sie hatte in den Tagen davor nicht bemerkt wie er seinen Tee trank. Es geschah wie selbstverständlich als würde sie sich erinnern. Den Gedanken schob sie so schnell es ging bei Seite. Das Klingeln vom Tor riss alle aus dem Moment.

„Das wird dein Bruder sein.“, richtete es Elsa an ihre Freundin, die auf einmal etwas steif wirkte.


Mit ihren Fingern spielte sie hin und her, während sie ihrer Freundin folgte. Louisa war sich immer noch nicht sicher ob ihr Wiedersehen mit ihrem Bruder gut verlief. Louisa ging ihnen mit Elsa entgegen. Chris und Tom hatten währenddessen die Kinder im Auge, die auf den Rasen rannten.
Die Türen des Autos öffneten sich, auf der Beifahrerseite stieg ihr Bruder aus. Wie lange hatte sie seine Gesicht nicht gesehen. Seine hellblonden Haare hatte er nach hinten gestylt und war glattrasiert. Auf seinen schmalen Lippen lag ein Lächeln. Ihr Herz schlug aufgeregt in ihrer Brust und brachte ihre Gefühle aus dem Gleichgewicht. Die Tränen standen schon in ihren Augen.

„Na komm her!“, rief Lewis ihr zu, nachdem er selber einige Schritte auf sie zu getan hatte.

Immer schneller wurden ihre Schritte bis ihr Körper gegen den ihrer Zwillingsbruder prallte. Seine Arme schlossen sich sofort um sie und drehte sie während er sie hochhob. Lachend sowie gleichzeitiges Weinen brachte Lewis zum Stoppen.

„Ich kenne wirklich niemanden, der lachen und gleichzeitig weinen kann, außer dir. Alles Gute zum Geburtstag meine Schwesterchen.“, lächelte er noch immer. Zum Schluss drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Ich wünsche dir auch alles Gute zum Geburtstag.“, beglückwünschte sie ihn auch zu seinem Geburtstag. Kurz stellte sie sich auf die Zehnspitzen und drückte ihrem Bruder einen Kuss auf die Wange.

„Tante Louisa!“, kreischte Mary, was Louisa dazu veranlasste ihren Bruder los zu lassen und ihre Nichte hoch auf Arme hob.
„Da ist ja meine Kleine. Hi Mark.“, antwortete sie ihr und begrüßte ihren Schwager, der sie liebevoll drückte.

Nachdem Louisa alle mit Elsa bekannt gemacht hatte, spürte sie die kleinen Kinderarme, die sich um ihren Hals schlangen um sie fest zu drücken.

„Na haben dich deine Eltern ins Gewächshaus gestellt, wie konntest du nur so schnell so groß werden?“, fragte sie ihre Nichte.

„Haben sie nicht.“, lachte Mary, während Louisa sie immer noch trug.

Am liebsten würde sie ihre Nichte nicht wieder hergeben, so sehr hatte sie diese vermisst. Konnte nur über Skype sie sehen, wie sie größer wurde. Die Sonne schien kräftig vom Himmel als sie über den Rasen liefen. Erst als sie ihre Nichte auf den Rasen niederließ, verschwand sie sofort zu den anderen Kindern. Einen Moment stand sie einfach nur da und betrachtete die Kinder, wie sie spielten so unbeschwert.

„Na darf ich mich zu dir gesellen?“, hörte sie ihren Schwager fragen.

„Klar.“, antwortete sie ihm und legte einen Arm um seine Mitte. Ihren Kopf legte sie an seine Oberarm.

„Wie sieht es aus, hast du schon was gehört? Das wäre eine Lösung. Dir würde sicherlich ein großer Stein vom Herzen fallen.“, erkundigte er sich bei seiner Schwägerin.

„Das ist meine Hoffnung, dann hätte ich ein Problem weniger.“, flüsterte sie ihm zu.

„Ich bin froh, dass es so gut lief mit dir und Lewis. Euer Streit war ja schließlich nicht der leichteste gewesen. Wie hast du geschlafen letzte Nacht?“, wollte Mark gerne von ihr wissen.

„Du musst dir deswegen keine Sorgen machen, irgendwann bin ich schon eingeschlafen. Wie geht es dir euch denn?“, versuchte sie das Thema von sich abzulenken.

Inzwischen war der Tisch auf der Terrasse zu Ende gedeckt worden. Louisa spürte die Hand ihres Schwagers an ihrer Taille, mit der er sie näher an sich zog.

„Darf ich den meine Schwester auch in die Arme nehmen?“, fragte mit mal ihr Bruder.

„Eifersüchtig?“, fragte Mark seinen Mann als er ihn ansah.

„Ich nicht.“, antwortete Lewis seinem Mann und warf ihn aber einen vielsagenden Blick zu.

„Okay, dann redet ihr beide mal bevor ihr nachher keine Gelegenheit dazu habt.“, wies der Mann mit den dunkelbraunen Haaren ihn an. Jetzt ließ Mark Louisa los bevor er ging.

„Uns geht es gut um deine Frage noch zu beantworten, die du Mark gestellt hast. Wie sieht es denn bei dir aus. Geht es dir inzwischen besser?“, wollte ihr Zwillingsbruder gerne wissen, denn er hatte sich wirklich Sorgen um seine Schwester gemacht.

Es war lange her gewesen, dass sie überhaupt am Telefon geweint hatte. Immer wieder versuchte sie die Starke zu sein und vergaß dabei immer wieder sich selber. Keiner konnte weit genug zu ihrem Herzen hervordringen und die Wunden, die dort waren, heilen. Mark schwieg sich dazu aus und meinte, er hätte es ihr versprochen nichts zu sagen. Doch er wusste, dass er das selbe sah und genau wusste wodurch diese Wundern verursacht wurden und wer eventuell im Stande wäre, diese wieder zu heilen. Ihr Lächeln war zwar echt, doch es war nicht mehr so unbeschwert wie früher. Früher bevor ihre Mutter gestorben war. Bevor alles andere zu Bruch ging. Erst Jahre später hatte er erfahren, dass Louisa zur damaligen Zeit einen Freund hatte. Außer ihrer Mutter wusste keiner von dem Freund.

„Es geht mir schon besser,wirklich!“, versicherte sie es ihm.

„Wann glaubst du dir das selber?“, fragte Lewis Louisa.

„Du musst nicht immer alles Infrage stellen. Es ist wirklich viel besser schon.“, versicherte sie es ihm erneut.

„Du musst es ja wissen.“, gab er von sich, spürte jedoch wie Louisa ihm ihre rechte Hand auf seinen  Oberarm legte.

„Lewis, du hast mir gefehlt. Wann seit ihr wieder in London?“, erkundigte sich Louisa bei ihrem Zwillingsbruder.

„Wir wollten zu Dads Geburtstag kommen. Außerdem musst du mir doch noch dein neues Büro zeigen. Es tut mir wirklich leid, dass ich dich nicht mehr mit deiner Entscheidung für die Firma unterstützt habe. Mark sagte mir schon eher, dass du es sehr gut machst und zur Zeit etwas in Schwierigkeiten steckst.“, erklärte es ihr der Mann mit den hellblonden Haaren.

„Mark hat es dir also doch erzählt. Schwierigkeiten, sind ...“, viel weiter kam sie nicht beim Reden, denn ihre Finger drückten sich leicht in den Oberarm ihres Bruders als sie die Stimme von Tom hörte: „ Louisa, hast du einen Moment. Ich hab Emma am Handy für dich, hast du dein Handy im Gästezimmer vergessen?“

Seine Augen raubte ihr den Verstand als sie ihn ansah und sein Handy ihr entgegen reichte.

„Danke. Hi Em, tut mir leid mein Handy liegt drinnen.“, entschuldigte sie sich bei ihrer Freundin und Toms Schwester. Laut schalte ihr das Happy Birthday Lied entgegen, was nicht nur sie zum Grinsen brachte, denn Tom Lächeln über seine Schwester, weil man sie sogar so durchs Handy hörte.

„Oh Gott Emma, du übertreibst vollkommen.“, lachte Louisa ins Handy.

„Also, ihr versteht euch. Was sagt dein Herz?“, erkundigte sich Emma neugierig.

„Irgendwie ja.“, erwiderte sie es ihr, um nicht mehr zu sagen.

„Was anderes die Fotos sind der Hammer. Lara hat alles durchgerechnet. Ihr könntet den Laden sogar kaufen, damit ihr nicht monatlich eine Miete dafür zahlen müsstet. Wenn dann die Verträge auslaufen mit deinen sonstigen Verkäufern, steigt sogar der Gewinn. Es ist alles geklärt, du müsstest jedoch am Montag wieder da sein, wegen der Vertragsunterzeichnung. Du hast eine Lösung gefunden.“, stellte Emma es freudig fest.

„Montag. Das bekomme ich sicherlich noch hin mit dem Umbuchen. Ich kann es kaum glauben, danke Emma, dass sind die besten Nachrichten seit langen.“, lächelte sie am Handy und sah wie Tom sie immer noch ansah.

„Na, da hoffe ich mal du kannst dich jetzt auf andere Dinge konzentrieren. Hab dich lieb.“, brabbelte Emma nun zum Schluss noch.

„Ich dich auch.“,erwiderte sie nun und hörte wie Emma auflegte.

„Gute Nachrichten?“, erkundigte sich Tom bei ihr, denn er hatte mitbekommen was sie sagte, zudem sah sie entspannter aus.

„Ja, danke Tom.“, antwortete sie ihm knapp als sie ihm sein Handy wiedergab und ihn anlächelte.

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