Truth in your Eyes

von KCSparks
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
OC (Own Character)
27.04.2019
13.02.2020
16
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Hallöchen :D
Diese Story ist als kleines Gemeinschaftsprojekt von mir und MithyaWindkind  entstanden. Es war ein spontane kleine Idee und wir hoffen es gefällt euch.
Lest gerne mal rein und sagt uns ob es euch gefällt.

Lg Mi und K.C
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Seine Welt war laut geworden. Oder nein, sie war schon immer laut, aber heute... heute musste er auf so viel achten. Gedanken prasselten schon immer auf ihn ein, er hatte bald Schilde und Filter entwickelt, das unwichtige hatte er schon früh aufgehört zu hören: es war ihn systematisch ausgetrieben worden, aber das war nicht schlimm. Es war wichtig, wichtig um in klaren Linien Arbeiten zu können. Das hatte er damals bald begriffen.
Menschen waren für ihn immer wie ein Offenes Buch gewesen. Die meisten von ihnen besaßen nicht die nötigen Schilde um ihn davon abzuhalten sie zu lesen. Auch wenn ihm das nicht viel half, die wirklich interessanten Dinge wussten eh meist nur die diejenigen die hermetisch abgeriegelt waren.
Hätte er dort einbrechen können? Natürlich. Dafür war er ausgebildet, wenn man nicht anders an die Dinge herankam, rief man ihn.
Die Gestaltwandler? Bei Ihnen würde es sich schon mehr lohnen, doch dies zog immer Mühsal nach. Ihre Antwort darauf war meist zerfleischen und töten.
Warum seine Welt also laut geworden war? Seine eigene Rasse war das Problem. Gedanken waren Gedanken, es gab keine Hintertürchen, keinen Subtext.
Immer mehr fielen sie von Silentium ab. Und immer mehr eigneten sich... Subtext an.
Gedanken waren früher klar gewesen. Statistiken. Strategien. Ein Gedanke war auch nicht mehr gewesen, als das. Aber jetzt war er überall. Dieser Subtext.
Es war tragisch und ineffektiv. Manchmal dachte er bei sich das Gefühle alle ein wenig dümmer werden ließen.
Ja bei einigen von ihnen waren die Kräfte gewachsen seit sie auch eine emotionale Komponente besaßen. Aber er fand es dennoch sinnfrei sich diesen Leuten anzuschließen, sein Verstand arbeitete auch ohne Gefühle perfekt.
Und so saß er hier und tat das was er schon immer getan hatte. Er lauschte… und es war ermüdend.
Er war kein Kardinalmedialer aber sein Telepathischer Skalenwert war hoch, schon immer hatte er ein Talent zum Einschleichen gehabt. Sein Gehirn hatte bereits als Kind eine Eigenart entwickelt. Sein Ausbilder hatte es den „zwei Fronten Krieg“ genannt. Er konnte sich aufspalten, im Geistigen Zweikampf konnte er angreifen den Gegner beschäftigen, wären der andere Teil, leise war. Kaum wahrnehmbar und sich in jedes System einschlich. Ohne bemerkt zu werden. Wie ein Virus. Segen und Fluch zugleich. Wenn er wollte konnte er alles lahmlegen, und das würden sie erst bemerken, wenn nichts mehr ging. Wie im Medialnet, während sein öffentlicher Geist Gespräche und Geschäfte führte, war der andere fort und sammelte Informationen.
Aber natürlich war spionieren nach dem Fall von Silentium nicht mehr nötig, nicht wahr?
Wenn er Lächeln würde, würde er es bei so viel Einfältigkeit tun. Wenn es nicht mehr nötig gewesen wäre zu spionieren, wäre er schließlich nicht hier…hier an diesem Öffentlichen Ort und filterte die Informationen aus dem Bullshit.
Es hatte Angriffe gegeben. Anschläge. Radikale, die gegen die Verbindungen der Völker waren, und sie mir allen Mitteln zu verhindern versuchten. Auch wenn er nicht viel von den Menschen hielt, sie nicht verstand, so verstand er jedoch den Begriff der Loyalität. Seinem Volk gegenüber, und seinen Brüdern und Schwestern. Und sein Volk brauchte die Menschen, es war nicht zu leugnen. Sie würden aussterben. Und das würde er niemals zulassen.
Er sah sich hier um. Das Kaffee war ein guter Ort. Hier tummelten sich Menschen, und seinesgleichen. Sie tranken Kaffee und kamen tatsächlich ins Gespräch. Das hatten sie gewollt. Sahara Kryakus hatte Drohungen erhalten, sie solle aufhören, sie solle ihr Vorhaben stoppen. Aber das würde sie nicht.
Man hatte ihr selbst nichts angedroht, aber ihren Gästen und das würde sie nicht auf sich sitzen lassen und er auch nicht. Diese Orte wurden gebraucht, und er würde sie nicht mit Angst in Verbindung bringen lassen.
Sie vermuteten das sie in Moskau zuschlagen würde, denn hier lebte Sahara, hier würde es sie treffen. Menschliche Emotionalität. Einfach zu durchschauen.
Er beobachtete eine Gruppe Frauen am anderen Ende des Kaffee, sie schwatzten und lachten, ihre Gedanken ein einziger wirrer Haufen. Wie Bienen surrten sie. Er schnappte einiges auf aber es ging hauptsächlich um Jungs. Eine Mediale war unter ihnen. Bei ihr war es Neugierde, sie teste ihr Leben ohne Silentium. Sie war noch überfordert und etwas schüchtern. Damit sie ihn nicht spürte Schlich er sich ein. Er verweilte nur einen Augenblick, sie hatte nichts mit dem zutun was er hier wollte. Er selbst war der Medialen auch nicht aufgefallen, nur eine weitere Person in einem Kaffee.
Sein Blick glitt weiter. Ein Junger Mann redete mit einem Mädchen, flirtete er? Er erschloss es sich aus der Tatsache das er noch nie so ein dummes Gespräch mit so viel Subtext gehört hatte. Also weiter.
Person für Person tastete er ab. Scannte jeden in Sekundenschnelle. Da ging es ums andere Geschlecht, die Uni, die Party der Bären die nächste Woche in einem Club stattfand, da summte jemand Lemontree. Moment. Was? Eine Verschleierungstaktik? Versuchte jemand auffällig an etwas Unauffälliges zu denken? Er filterte den innerlichen Gesang heraus.
>Sing! da, da da da dee da, da
I'm sitting here, i miss the power
i'd like to go out taking a shower,<
Sinnloser Text. Das Lied war uralt, er kannte es auch nur weil, naja, man hatte ihn gesagt er sollte es mal mit Musik versuchen. Er hatte den Sinn nicht wirklich verstanden, aber einiges hatte er sich gemerkt.
Er musterte die Person. Versuchte herauszufinden ob sie etwas wusste.
Es war eine junge Frau, ihre Haare hatte sie unter einer abgewetzten Mütze versteckt, aber er sah wie sich einige rote Haare darunter hervor lugten.
>I wonder how, i wonder why
yesterday you told me 'bout the blue blue sky
and all that i can see is just a yellow lemon tree
i'm turning my head up and down<
Sie trug einen weiten Pulli in den sich Flecken gegraben hatten, die das Waschen auch nicht mehr heraus kriegen würden. Und eine ebenso fleckige Jeans. Schnell erfasste er das an den Flecken nichts Verdächtiges war, es war nur Farbe. Sie hatte die Schuhe ausgezogen - was ihn kurz verwirrte, sie waren in der Öffentlichkeit, es war ineffektiv die Schuhe hier auszuziehen - hatte die Beine auf den Stuhl gezogen und einen großen Zeichenblock auf ihren Schoß gelegt.
Ein Bombenleger ohne Schuhe? So etwas machten selbst Menschen nicht.
Nur um sicher zu gehen machte er einen Abstecher in ihrem Kopf. Er war sich schon fast sicher dass sie nichts damit zu tun hatte, aber er musste sich immer alles bestätigen.
Ihn empfing ein heller Geist, wenn er es beschreiben müsste würde er sagen das er warm war. Sie schien aufgeweckter zu sein als der Rest ihrer Gattung. Klüger vielleicht, und dadurch war ihr Geist heller? Wie bei Kardinal Medialen, die mächtiger waren. Aber eigentlich war es ihm auch egal warum es so war. Dennoch… es waren nicht die Gedanken eines Attentäters.
Also wanderte er zum nächsten. Und zum nächsten, immer weiter, und dann… dann hatte er ihn. Er saß nicht im Innenraum. Er saß draußen, es war eine ganze Gruppe von Menschen, und Medialen. Aber die anderen wussten eindeutig nichts von ihm. Er musste nicht einmal tief in seinen Kopf graben. Er hatte nur Rudimentäre Schilde um seinen Geist, es dauerte nicht lange sich dort einzuschleichen. Wie unklug einen so offenen Menschen einzusetzen. Dumm. So eine Dummheit war nicht nachvollziehbar... und sie reizte ihn. Er würde nicht sagen das es ihn ärgerte, nein er ärgerte sich nicht. Aber er würde ihnen eine Lektion erteilen, Dummheit gehörte einfach bestraft.
Er hörte weiterhin zu wie dieser dumme Mensch innerlich vor sich hin Lamentierte, wie er die Vermischung der Arten auf jeden Fall verhindern würde, das er sich niemals unterjochen lassen würde, diese Medialen, mit denen er sich umgab waren ja auch nur Mittel zum Zweck.
Bla bla bla. Dann entschuldigte sich der Mensch und ging In die Richtung der Sanitäten Einrichtungen. Mit seiner großen Umhängetasche, wie unauffällig. In Seelenruhe trank er sein Wasser aus, stand auf, und rückte sein Hemd zurecht dann suchte auch er die Waschräume auf. Er war leer, aber er konnte hören wie in einer Kabine jemand erstarrte. Ruhigen Schrittes ging er zum Waschbecken, wusch sich die Hände sorgte dafür das seine, leider etwas widerspenstigen Haare wieder richtig lagen. In der Toilette begann wieder leise jemand zu werkeln. Er war Telepath. Ein Starker Telepath aber das war nicht alles, er hatte auch ein paar rudimentäre Fähigkeiten.
Mit seinen minimalen telekinetischen Kräften stieß er die Tür zum Klo auf. Er fuhr sich kurz übers Kinn. Hm es bildeten sich schon wieder Stoppeln. Mist.
Dann seufzte er und drehte sich um.
„Wenn ihr schon einen öffentlichen Ort in die Luft sprengen wollt, solltet ihr jemanden nehmen, dessen Gedanken ihn nicht verraten“ sagte er. Tonlos. Wie immer.
„Wa...?“ er trat an die Kabinentür. Und sah auf das stammelnde etwas. Plastiksprengstoff. Genauso stümperhaft. Er zog eine Augenbraue hoch. Wow. Er hatte noch nie so einen Amateurbomber gesehen.
Der Junge war doch gerade erst an die Uni gekommen. Das Anti-Pickel-Waschgel konnte selbst der Mediale riechen.
„Du... du kannst meine Gedanken nicht lesen! Ich... ich habe Schilde!“
„Ach wirklich. Na dann wird das nächste ja kein Problem darstellen“ tonlos, kühl und berechnend, sie waren hier nicht im Film. Er musste keine Langen reden schwingen
Er sendete Aden ein Bild von dem Jungen mit der Bombe. Und einen Augenblick später war dieser weg. Seine Brüder würden auf ihn aufpassen, und er konnte sich später um ihn kümmern.
In aller Ruhe ging er wieder hinaus, trank sein Wasser aus und ging zum Bezahlen zum Tresen. Die Dame am Tresen war ein junges Menschliches Ding, ein Namensschild verkündete aller Welt ihren Namen „Ich bin Nina, fragen sie mich nach unserem Heutigen Angebot“ stand dort.
„Ich würde gern Zahlen.“
„Okay, du hattest das Wasser und den „Mineral Boost“ Nährstoffriegel. Noch etwas zum Mitnehmen?“
„Nein“
„Alles klar!“
Er zahlte seine Rechnung, und drehte sich dann zum Gehen.
Knall.
Hinter ihm hatte jemand gestanden, Mist, schnell Ding er sich und packte gestrahlt in die er hineingerannt war, er erwischte Gerade so einen Pullover, und verhinderte somit das heillose übereinander Purzeln.
Aber es gab doch einen großen Knall. Mit einem lauten poltern fiel etwas zu Boden.
Es wurde toten still. Wunderbar das wars mit der Unauffälligkeit. Auf dem Boden lagen ein Haufen Stifte und ein aufgeschlagener Zeichenblock.
Er war gegen das Lemon Tree Mädchen gelaufen. Ihre blauen Augen blitzten zu ihm hoch. Eine zierliche Frau, er würde ihr mehr Nährstoffe empfehlen, der Pulli verbarg es etwas, aber ihr BMI lag im niedrigen Bereich.
„Vorsicht“ sagte er unnötiger Weise
„Oh Verzeihung. Ich war in Gedanken“ sie stellte sich wieder gerade hin und sah auf ihre Zeichenutensilien am Boden, dann seufzte sie und begann sie aufzuheben. Der Block war aufgeklappt und erst jetzt bemerkte er die Zeichnung. Und erstarrte. Er kannte die Szene, die sie gezeichnet hatte, sie war unglaublich detailgetreu. In seinem Kopf polterten die Gedanken.
>sie weiß was du getan hast, sie hat alles gesehen. <
Er musste sie ausschalten. Ganz klar. Es hätte keine Zeugen geben dürfen. Aber er starrte nur auf diese Augen, die Augen der Leiche, die sie gezeichnet hatte.
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