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Gedankenbuch

GeschichteAllgemein / P12
26.04.2019
02.07.2020
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26.04.2019 423
 
Freitag, 26.04.19, 22:20

Es ist schon eine sehr lange Weile her, dass ich mich hier herumgetrieben habe. Ich habe diesen Account mit 15 Jahren gestartet, mittlerweile sind ziemlich genau vier Jahre vergangen. Meine anfänglich sehr grosse Leidenschaft für Fanfictions hat mit der Zeit abgenommen, zusätzlich konnte ich neben der Schule auch nicht mehr wirklich viel Zeit in Schreiben von Fanfictions oder eigener Prosa investieren. Gleichzeitig habe ich vermehrt Zeit für Tagebuchschreiben aufgebracht, da ich damit Erinnerungen konservieren möchte.  

Es fühlt sich sehr komisch an, diesen Eintrag hier zu schreiben. Ich bin mich nicht mehr wirklich gewohnt, mich in meiner Muttersprache auszudrücken, da ich in den letzten vier Jahren vermehrt Englisch benutzt habe und auch alle meine täglichen Tagebucheinträge in dieser Sprache geschrieben wurden. Insofern fühle ich mich ungelenk und unsicher, es scheint mir, als würden mir die Worte nicht mehr zufliegen, wie ich es mir gewohnt bin.
Ich bin nun nach einer sehr langen Zeit wieder auf dieser Seite gelandet, weil ich sehen wollte, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Früher wäre ich wahrscheinlich direkt in spezifischen Fandoms gelandet (bevorzugt Harry Potter oder Die Tribute von Panem), aber heute hat es mich mehr zur Prosa und den Projekten gezogen. Und dabei bin ich über interessante Kategorien gestossen: Tagebücher und Briefe an sich selbst.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich momentan noch unsicher bin, was dieses Projekt betrifft. Ich weiss noch nicht, in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird. Schreiben ist befreiend für mich. Ich mag es, wie ich mit Sprache in der Lage bin, Gedanken in Worte zu kleiden und somit erst richtig in ihrem Kern zu erfassen. Ich mag es, meine Gedanken zu sortieren. Diese Art von intuitivem Schreiben ist nicht nur sehr privat, sondern auch nicht immer verständlich für einen Leser ist. Gedanken sind immer von subjektiver Stimmung geprägt und ich wünschte mir, dass es eine Möglichkeit gäbe, sie genau so zu beschreiben, wie sie in meinem Kopf vorherrschen. Gleichzeitig ist mir durchaus bewusst, dass dies nicht möglich ist, da durch das Medium der Sprache der Inhalt bereits geformt und beeinflusst wird.

Insofern weiss ich gerade wirklich nicht, was das Ende von diesem Projekt sein wird. Möglicherweise breche ich das Experiment nach einigen Kapiteln auch wieder ab. Vielleicht wird dies hier eine belanglose Sammlung von Gedanken, welche sich als nicht nahvollziehbar für einen Leser entpuppen. Gleichzeitig ist das Ganze aber auch eine Zeitmaschine. Die Konservierung eines Moments, und zwar von genau diesem. Und vielleicht ist genau das Grund genug, um dieses Kapitel hochzuladen.
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