Can't Stop Love

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Legolas Thranduil
26.04.2019
28.09.2020
44
68.177
15
Alle Kapitel
134 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
08.06.2019 1.649
 
-Kapitel 2-

„Komm mit“, sagte Elrond und wollte Legolas an der Schulter anfassen, doch der Jugendliche wich sofort zurück. Ängstlich schaute er ihn an.
„W-Wohin w-wollt i-ihr m-mich h-hin b-bringen?“, fragte Legolas.
„Zu einem Krankenwagen. Schau, er steht direkt dort an dem Absperrband“, antwortete Elrond. „Dort kann ein Arzt deine Wunden behandeln.“
„E-Es g-geht sch-schon. E-Es t-tut n-nicht w-weh“, traurig schaute Legolas zu Boden.
„Na schön, wenn du keinen Arzt sehen willst, dann erzähl mir wer dich so zugerichtet hat“, antwortete Thranduil leicht genervt.
Der Jugendliche sah den Mann vor sich an. Er schluckte. Nervös knetete er seine zitternden Hände. Der Agent seufzte.
„Du willst uns also auch nicht erzählen wer dich so zugerichtet hat.“
Legolas nickte.
„Dann haben wir hier nichts mehr verloren“, antwortete Thranduil und ging an dem Jugendlichen vorbei. „Komm, Elrond, gehen wir. Wir müssen immerhin einen Fall aufklären. Zunächst sollten wir rauskriegen, woher die Frau kommt und wo sie gearbeitet hat.“
„S-Sie s-sollten b-bei e-einem R-Restaurant n-nach f-fragen“, sagte Legolas.
Thranduil blieb stehen und drehte sich zu ihm um. Sofort wich der blondhaarige einen Schritt zurück.
„Warum sollen wir bei einem Restaurant anfangen? Was macht dich da so sicher?“
„N-Nun j-ja… S-Soweit i-ich d-das s-sehen k-konnte t-trug s-sie e-ein s-sehr t-teures K-Kleid u-und t-teure Sch-Schuhe. D-Deswegen t-tippe i-ich d-darauf, d-dass s-sie e-ein d-date h-hatte.“ Thranduil sah Elrond skeptisch an. „S-Sie h-hatte k-keine T-Tasche b-bei s-sich, d-denke i-ich mal, n-nur i-ihr P-Portmonee.“
„Du bist schlau, wie war dein Name?“, fragte Elrond.
„M-Mein N-Name i-ist L-Legolas“, antwortete er mit einem zaghaftem Lächeln. „I-Ich b-beobachte n-nur i-immer, d-dass h-heißt n-noch l-lange n-nicht, d-dass i-ich sch-schlau b-bin.“
„Weißt du denn auch zufällig in welches Restaurant die Frau gegangen ist?“, fragte Thranduil und stemmte seine Hände in die Hüften.
Legolas schüttelte den Kopf.
„Dann lass uns die Polizei Arbeit machen, Junge.“
„I-In O-Ordnung.“
Legolas schlurfte los und ging an Thranduil vorbei. Der Agent sah dem Jungen nach.
„Du hättest auch etwas netter zu ihm sein können“, antwortete Elrond. „Der Junge muss etwas schlimmes in seiner Kindheit durchgemacht haben. Das stottern kann nur von einem Trauma stammen, das er nie wirklich überwunden hat.“
„Ts, dass interessiert mich nicht im geringsten“, entgegnete ihm Thranduil. „Komm gehen wir und hören uns mal in den Restaurants um. Ruf Glorfindel an, er soll uns dort treffen.“
„Geht klar.“
Elrond holte sein Handy aus der Hosentasche, während er in das Auto stieg und Thranduil den Motor zum laufen brachte.

Eine gute Stunde später kamen Thranduil, Elrond und Glorfindel im vorletzten Restaurant an.
„Wenn in diesen beiden Restaurants niemand die Frau gesehen hat, dann werde ich mir diesen Jungen vorknöpfen!“, fluchte Thranduil verärgert und parkte das Auto.
„Beruhige dich, Thranduil, der Junge hat es sicherlich gut gemeint“, antworte Glorfindel und stieg aus.
Doch sein Boss ignorierte ihn und ging in das Restaurant. Die Empfangsdame lächelte die drei fröhlich an.
„Guten Tag, meine Herren. Haben Sie-“
„Wir sind nicht gekommen um hier zu essen. Wir sind von „White Fang““, unterbrach sie Thranduil. „Haben Sie diese junge Frau gestern Abend hier gesehen?“
Er hielt ihr das Foto der Toten vor das Gesicht. Die Empfangsdame betrachtete das Foto einen Augenblick lang, dann nickte sie.
„Ja, die Frau war gestern hier mit einem sehr charmanten Mann“, erzählte ihm sie. „Warum?“
„Die Frau ist tot“, sagte Thranduil, woraufhin die Frau ihn erstarrt ansah. „Mit welchem Mann? Kennen Sie seinen Namen?“
„Ähm… Ja, warten Sie einen Augenblick“, antwortete die Frau und schlug in dem Gästebuch nach, welches vor ihr lag. „Hier. Sein Name ist Jonathan Milroe.“
„Danke. Haben Sie vielleicht irgendetwas bemerkt? Haben die beiden sich vielleicht gestritten?“
„Ja, die beiden haben sich gestritten, aber ich weiß nicht warum. Ich weiß nur noch, wie die Frau weinend rausgelaufen ist. Der Mann blieb am Tisch sitzen und hat mit jemanden telefoniert.“  
„Ich danke Ihnen“, antwortete Thranduil, drehte sich um und verließ das Restaurant mit seinen beiden Kollegen, um zum Auto zurückzukehren. „Dann müssen wir nur noch ihren charmanten Mann finden. Glorfindel fahr zurück zum Quartier und geh zu Gandalf, vielleicht hat er etwas über die Frau rausgefunden.“
„Geht klar.“
Thranduil und Elrond stiegen in das Auto, während Glorfindel in seines stieg und davon fuhr.
„Was machen wir jetzt?“, fragte seine Kollege und sah ihn fragend an.
„Wir-“, Thranduil sprach nicht weiter, denn genau in dem Moment sahen die beiden, wie der Junge von vorhin über den gegenüberliegenden Bürgersteig lief und von drei älteren Jungs verfolgt wurde. Ohne zu zögern startete Thranduil den Motor und fuhr den vier hinterher.
Mit quietschenden Reifen kam er vor einem leer stehendem Haus an und stieg aus.
„Thranduil, was ist denn?“, fragte Elrond verwirrt, der Legolas und die drei Jungs nicht gesehen hatte.
„Shht“, machte dieser und ging in das Haus, sein Kollege folgte ihm.
Zunächst war es still, bis sie lautes Gelächter und jemanden wimmern hörten. Thranduil und Elrond zogen ihre Waffen. Langsam gingen sie weiter und versteckten sich hinter alten Kisten. Vorsichtig spähten sie an diesen vorbei. Dort konnten die beiden Legolas und die drei älteren Jungs sehen. Einer hielt Legolas fest und die anderen beiden schlugen auf ihn ein. Sie spuckten sogar auf ihn und lachten.
„Das ist der Junge von vorhin?“, flüsterte Elrond. „Was macht er hier?“
„Ich habe keine Ahnung, aber das werden wir jetzt gleich herausfinden“, antwortete Thranduil kühl und kam aus seinem Versteck hervor. „Na schau mal einer an. Drei Feiglinge die einen wehrlosen Jungen schlagen damit sie sich stärker fühlen.“
Die drei Jugendlichen drehten sich zu den beiden Agenten überrascht um.
„Lass sofort den Jungen los“, zischte Thranduil. „Glaub mir ich werde nicht noch ein zweites mal darum bitten.“ Er spannte den Hahn seiner Waffe.
Sofort ließ der Jugendliche den Jungen los. Dieser fiel zu Boden.
„Legolas komm her“, befahl Elrond.
Der Jugendliche sah den Agenten ängstlich an.
„Tu was er dir sagt!“, donnerte Thranduil. Legolas fuhr erschrocken zusammen, stand auf und lief zu Elrond. „Bring ihn hier raus. Ich werde noch ein Wörtchen mit den dreien hier reden.“
„Ist gut.“
Thranduil warf ihm seine Marke entgegen, welche Elrond geschickt auffing und mit Legolas das leerstehende Haus verließ. Der Agent ließ seine Finger knacken.
„Nun wird euch die härte des Gesetzes treffen!“
„D-Das können Sie nicht! Sie sind Polizist!“, rief einer der älteren Jungs.
Thranduil lachte für einen kurzen Moment freudlos auf.
„Seht ihr etwa eine Marke an mir?“
Mit diesen Worten ging Thranduil auf die drei zu.


Unterdessen warteten Legolas und Elrond auf Thranduil draußen.
„Geht es dir gut?“, fragte Elrond besorgt.
„J-Ja, e-es g-geht sch-schon.“
„Möchtest du etwas zu trinken?“
Legolas sah ihn einen Augenblick lang an, dann nickte er. Der Agent holte eine Wasserflasche aus dem Auto und überreichte diese Legolas. Dieser öffnete die Flasche sofort und trank so viel er konnte.
„Also, was machst du hier?“, fragte der Agent, nachdem Legolas die Flasche wieder verschlossen hatte. „Bist du uns etwa gefolgt?“
„W-Werden S-Sie b-böse w-wenn i-ich I-Ihnen d-die W-Wahrheit s-sage?“
„Nein, Legolas, ich werde nicht böse“, antwortete Elrond mit gerunzelter Stirn.
„E-Eine n-nette F-Frau h-hat m-mich m-mitgenommen. I-Ich w-wollte e-euch h-helfen.“
„Legolas, dass ist Polizei Arbeit. So etwas überlässt man Leuten wie uns“, erklärte ihm Elrond.
„Oh… t-tut m-mir l-leid“, entschuldigte sich Legolas. „B-Bekomme i-ich j-jetzt ä-ärger?“
„Nein, du bekommst keinen Ärger. Nur bitte tu so etwas nicht noch einmal, in Ordnung?“
„I-Ist g-gut. E-Elrond, d-darf i-ich S-Sie e-etwas f-fragen?“
„Natürlich, Legolas, schieß los.“
„D-Darf i-ich m-mitkommen u-und e-euch b-bei eu-eurem F-Fall h-helfen?“, fragte Legolas und knetete nervös die Wasserflasche in seinen Händen. „M-Mein T-Traum i-ist e-es ei-eines T-Tages au-auch P-Polizist z-zu w-werden.“
Genau in dem Moment kam Thranduil seufzend aus dem Haus und Elrond gab ihm seine Marke wieder.
„Dir werden diese drei Typen jetzt keinen Ärger mehr bereiten.“
„Boss, könnte ich dich kurz unter vier Augen sprechen?“
„Klar.“
„Legolas, wir werden eben hier rüber gehen, nicht weggehen, okay?“
Der Jugendliche nickte. Elrond und Thranduil gingen ein paar Meter weiter weg und als sich Elrond sicher war, dass Legolas sie nicht hören würde, fing er an zu sprechen.
„Legolas hat mich gerade gefragt, ob er uns beim Fall helfen könnte.“
„Was? Er ist doch erst ein Kind! Außerdem ist er kein Polizist! Er ist ein Obdachloser!“
„Das weiß ich selber, aber sein Traum ist es einmal Polizist zu werden.“
„Dann wünsche ich ihm viel Glück dabei, denn in seinem jetzigen Zustand wird er noch nicht einmal die Hauptschule schaffen.“
„Thranduil, bitte gib ihm eine Chance. Er hat uns bereits mit der Leiche geholfen. Vielleicht kann er uns erneut helfen“, sagte Elrond.
„Elrond, unser Job ist kein Karneval! Er kann noch nicht einmal mit einer Waffe umgehen geschweige denn einen Satz vollenden ohne zu stottern“, antwortete sein Boss. „Ich habe keine Lust für seinen Tod verantwortlich zu sein, wenn er draufgehen wird!“
„Wir müssen ihn auch gar nicht mit in einen Außeneinsatz nehmen“, entgegnete ihm Elrond. „Er kann solange in unserem Quartier bleiben bis wir neue Informationen haben. Dort können auch unsere anderen Teammitglieder ein Auge auf ihn haben.“
Thranduil seufzte und schaute zu Legolas. Dieser hatte sich hingehockt und wippte vor und zurück, wobei er ein Lied summte.
„Na schön, abgemacht! Aber ich werde nicht verantwortlich für seinen Tod sein!“
Review schreiben