Geständnisse

KurzgeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 Slash
26.04.2019
16.05.2019
6
8312
2
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
und weiter geht´s ... und ihr wisst ja ...
ich verspreche nichts mehr *lach* ich halte es ja dann eh nicht -.^

*****

Geständnisse Part 2


Ein Klopfen, ein leises Herein und Derek atmet noch einmal tief durch ...

Langsam macht er die Tür auf und sieht Katie in einem Einzelzimmer liegen. Mit etwas beruhigten Nerven schließt er hinter sich die Tür und setzt sich an der linken Seite vom Bett zu den jungen Frau.
"Wie geht es dir?"
"Schon etwas besser, der Arzt hat mir was gegeben, dass ich zur Ruhe komme. Das Gespräch über den weiteren ... Verlauf der Schwangerschaft ist für heute nachmittag angesetzt." Mit jedem Wort wird sie leiser und Derek sieht etwas wie Panik in ihrem Blick.
"Das ist gut, denn vorher würde ich noch etwas von dir wissen wollen. Beziehungsweise hat mich Detective MacDonall drum gebeten." Derek rückt den Stuhl zu recht und schaut ihr in die Augen. Er wollte eigentlich nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber der Detective hat ihn darauf angesetzt. "Um die letzten Schritte gegen Clare einzuleiten, musst du ihn anzeigen." Sofort versteift sich Katie und ihrem Blick mischt sich mehr als nur Panik bei. Derek erkennt nackte Angst! Sie will sich zurückziehen, doch der Agent greift nach ihren Händen und zwingt sie so zum Blickkontakt. "Bitte. Wenn wir den Kerl aus dem Verkehr ziehen und dafür sorgen wollen, dass er sowas nie wieder jemanden antun kann, dann muss das sein. Die Opfer müssen es selber melden und danach kann es alles über einen Anwalt laufen. Wenn du nicht willst, musst du ihn nicht wieder sehen. Und es muss ein Schwangerschaftstest gemacht werden, damit es verwehrtbare DNA gibt, womit wir vielleicht den Täter finden können."
"Ich werde ihn nicht anzeigen." Sie entzieht sich dem Kontakt, zieht die Decke bis zum Kinn hoch und schüttelt nur den Kopf. "Ich will es einfach nur loswerden und nie wieder dran denken müssen, egal, was passiert. Ich würde keine gute Mutter sein, ich kann ja mich allein schon gerade so über Wasser halten. Ich kann mir den Anwalt gar nicht leisten."
"Dabei würden wir die helfen, Katie", Derek versucht wieder den Kontakt zu ihr aufzubauen, doch sie schüttelt nur den Kopf und redet leise vor sich hin. "Du musst da nicht allein durch. Du hast Hilfe von vielen Stellen, zusammen schaffen wir das schon."
"Nein, Nein ..." Derek kommt nicht wieder an sie ran und sieht keinen anderen Ausweg, als nach der Schwester zu klingeln.

Die kommt reingerauscht, sieht Katie auf dem Bett, blickt Derek wütend an und verschwindet kurz.
Mit einem Arzt im Schlepptau kommt sie Sekunden später wieder rein und das panische "Nein" von seiner Patientin veranlasst den Mediziner, Katie mit einer höheren Dosis vollständig ruhig zu stellen. Dann verlässt er mit Derek das Zimmer, die Schwester bleibt noch bei Katie und überprüft die Werte.
"Keine Angst, es schadet nicht dem Kind. Aber Ms Dunkks muss unbedingt zur Ruhe kommen. Solch ein Fall erleben wir hier leider nicht so selten, wie ich es mir wünschte, aber es bekommt ihr auch nicht gut, wenn sie sich immer so aufregt. Bevor sie sich entgültig entschieden hat, wie sie mit der Schwangerschaft weiter umgehen will, muss ich hier immer an zwei Leben denken. Also regen Sie sie bitte nicht mehr so auf und achten etwas drauf, was sie will und welche Grenzen Sie nicht übertreten sollten."
"Sie will das Kind nicht."
"Das muss sie leider noch einmal vor einem Kollegen und mir zum Ausdruck bringen. Ein Psychologe muss dem beiwohnen, nachdem er mit ihr gesprochen hat und bezeugen kann, dass sie sich über die Tragweite der Entscheidung sicher ist. Ich persönlich kann es nachvollziehen, aber es muss ihre freie Entscheidung sein. Und ich muss zu anderen Patienten, wenn Sie mich als Entschuldigen würden!"
"Natürlich, Doktor, danke." Derek nickt ihm zu und sieht ihn davoneilen. Unschlüssig, was er nun machen soll, wandert Derek ein wenig durch den Krankenhausgang, bis er bei einem dieser Kaffeeautomaten zum stehen kommt. Diese Automaten, aus dem der Kaffee schmeckt wie ausgekochte Socken. Und doch bestellt sich Derek eine Tasse.
Nach Hause zurück will er nicht! Den Blick, den ihn Spencer zugeworfen hat, hat sich so sehr in seine Gedanken eingebrannt. Verletzt, verraten ... Spencer konnte ihm einfach nicht vertrauen, egal, wie sehr Derek sich ins Zeug gelegt hat, um ihn eben zu zeigen, dass da nichts war und auch nichts sein wird.

Derek vernimmt das leise "Pling" und schnappt sich den Kaffeebecher. Mit einem Fluchen lässt er den Becher aber fallen, kaum hat er ihn aus der Halterung des Automaten genommen. "Verdammter Mist, das war ja heiß ..."
"Womit ja dann bewiesen wäre, dass es doch Kaffeeautomaten gibt, die nicht nur lauwarmes, braunes Wasser ausgeben", lacht verhalten eine Stimme hinter ihm und augenblicklich hört Derek auf, die verbrannte Hand zu schütteln und der Agent versteift sich. Damit hat er ja nun wirklich nicht gerechnet. "Aber verbrennen ist sicher auch nicht so in seinem Sinne. Wobei ja die Ironie, dass er sich in einem Krankenhaus befindet, schon ein wenig für Lacher sorgen dürfte." Derek dreht sich um und sieht Spencer im Flur stehen. Schüchtern, auf Abstand ... als erwarte er, sofort wieder angeschrien zu werden. Perplex heftet Derek seine braunen Augen auf sein Gegenüber, vergessen ist die Kaffeepfütze zu seinen Füßen.
"Was...? Wie...?"
"Ich habe mich wie ein Arsch benommen, tut mir leid. Als ich verstanden hatte, was ich gesagt hatte, hat es mir leid getan und ich wollte dich suchen gehen. In einer Stadt wie dieser aber ein sinnloses unterfangen, weswegen ich Penny gebeten habe, dein Telefon zu orten. Natürlich wollte sie wissen, wieso und weshalb und alles, und glaube mir, die Standpauke habe ich mehr als verdient. Ich sollte die nächsten Tage vermeiden, ihr über den Weg zu laufen." Nervös vergräbt er die Hände in den Taschen und Derek zögert nicht so sehr wie das Genie. Mit ein paar wenigen Schritten ist er bei Spencer und schließt ihn schraubstockartig in die Arme.
"Also manchmal glaube ich wirklich, dass du nicht so genial bist, wie wir alle denken. Du kannst dich ab und an mal wirklich wie ein Idiot benehmen."
"Luft ..."
"Würde ich dir gerade nur allzu gern verweigern, du … Idiot." Doch Derek lässt etwas locker und gierig saugt Spencer die Luft ein. "Ich mag früher vielleicht nicht gerade schüchtern und enthaltsam gewesen sein, aber wenn ich dir sage, da war nichts und wird auch niemals sein, dann erwarte ich in Zukunft, dass du mir glaubst." Nun lässt er ganz von Spencer ab und schaut ihn vorwurfsvoll an. Betreten schaut das Genie zu Boden und mit einem sanften Lächeln legt Derek ihm die Hand unter das Kinn und zwingt ihn mit leichtem Druck, den Blick zu heben. "Ich habe dir geschworen, immer an deiner Seite zu sein, in guten wie in schweren Tagen. Stoße mich also bei den schweren Tagen nicht von dir, okay?" Spencer will den Blick wieder senken, doch Derek lässt das nicht zu. "Okay?" Schließlich nickt Spencer und Derek küsst ihn.

"Ähm, werden wir uns heute noch um die Sauerei hier kümmern?" Eine ziemlich vorwurfsvolle Stimme reißt die Beiden aus dem Kuss und mit leuchtend rotem Kopf schreckt Spencer zurück. Eine Krankenschwester steht hinter ihnen und deutet mit ausgestreckten Finger auf die Kaffeepfütze. "Eimer und Lappen gibt es am Schwesterntresen, ich mache den ganzen Tag schon genug Flüssigkeiten weg, da kümmere ich mich nicht noch um verschütteten Kaffee."
"Natürlich, Ma´am." Derek nickt ihr zu. "War mein Fehler, ich mache es sofort weg."
"Dann zackig, hier laufen auch Patienten rum. Die sollen sich nicht noch das Genick brechen, wenn sie ausrutschen. Da kann dann auch unsere Ärzteteam nicht mehr helfen." Mit einem wütenden Funkeln in den Augen macht sie sich wieder vom Acker und überlässt es den beiden Männern, wieder für Ordnung im Krankenhausgang zu sorgen ...

"Wie geht es mit Katie und dem Baby weiter?" Spencer fragt es beiläufig, wäscht den Lappen in dem Eimer aus und kümmert sich weiter um den See aus Kaffee. Der natürlich in seinem kleinen Becher trotzdem eine Sauerei gemacht hat, wie eine ganze Kanne.
"Sie will es nicht, also wird sie es abtreiben. Den Polizisten, der ihr vor ein paar Wochen nicht helfen wollte, will sie nicht anzeigen und daher habe ich Angst, dass sie in ein tiefes Loch stürzen wird." Derek schrubbt die Wand ab, die Spritzer haben es fast bis zum Handlauf geschafft. "Natürlich ist es ihre Entscheidung, aber ich habe das Gefühl, dass da noch was ist. Etwas, was sie nicht sagen will."
"Dann sollten wir nochmal mit ihr reden", Spencer schmeißt den Lappen in den Eimer. "Ich vertraue dir, auch wenn es zuletzt nicht den Anschein hatte. Und wenn du denkst, da ist noch etwas, was sie nicht sagt, dann sollten wir dem auf den Grund gehen. Aber nicht heute, ich will nicht allein zuhause sein. Kommst du mit?"
"Natürlich, Kleiner. Ich habe dir gesagt, dass ich mich nicht so leicht vertreiben lasse, wenn du mich bleiben lässt." Auch Derek schmeißt seinen Lappen in den Eimer und schnell ist der wieder beim Schwesterntresen. Sie schütten das dreckige Wasser weg und verstauen alles wieder, um nur ein paar Minuten später das Krankenhaus Arm in Arm zusammen zu verlassen ...

*****
so ... Schluss??
Review schreiben
'