Particular Taste

GeschichteDrama, Romanze / P16
Shawn Peter Raul Mendes
26.04.2019
14.11.2019
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Hallo meine Lieben
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei euch entschuldigen, dass schon wieder so lange nichts mehr von mir gekommen ist.
Ich war die letzte Woche im Trainingslager und kam leider gar nicht zum Schreiben. Aber ich werde es versuchen, ihr habt mein Wort!
Hoffentlich gefällt euch mein neues Kapitel und ich hoffe wirklich, dass es euch nicht zu sehr verwirrt.
Viel Spass beim Lesen :)
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Ich lag noch lange wach im Bett und konnte nicht einschlafen. Shawn und ich sassen den ganzen Tag zusammen in unserer Suite und haben an der Tour gearbeitet. Da ich selbst noch nicht viele eigene Songs hatte, schrieben wir gemeinsam ein paar. Dies schweisste uns nur noch mehr zusammen und ich spürte ständig dieses Kribbeln im Bauch.
Meine Gedanken schweiften immer wieder zu diesem Nachmittag als ich plötzlich von sanften Gitarrentönen aus dem Nebenzimmer zurück in die Gegenwart geholt wurde. Ich schlug die Bettdecke beiseite, streifte mir einen kurzen samtigen und beigefarbenen Bademantel über und schob die Zimmertür auf.
Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich Shawn auf seinem Bett sitzen und Gitarre spielen. Ich lehnte mich gegen den Türrahmen und beobachtete ihn. Ausser einer langen grauen Trainerhose trug er nichts.

Als er mich bemerkte, hörte er auf zu spielen und legte die Gitarre beiseite.
„Wie lange stehst du schon hier?“, fragte er lächelnd und mit ruhiger Stimme.
„Ich bin gerade erst aufgestanden. Shawn das war wunderschön. Ist das einer deiner Songs?“, wollte ich von ihm wissen. Ich kannte höchstens vier Songs von ihm und das auch nur, weil diese immer wieder einmal im Radio liefen. Shawn begann zu lächeln.
„Langsam nehme ich dir übel, dass du mich und meine Songs nicht wirklich kennst. Aber nein, es ist keiner meiner Songs. Ich konnte nicht schlafen und hab mir eine Melodie für einen deiner Songs überlegt“, antwortete er mir, noch immer lächelnd. Ich war sprachlos. Shawn Mendes arbeitete gerade an der Melodie zu einem Song, den er mit mir zusammen geschrieben hatte. Er griff nach der Gitarre und spielte die Melodie erneut von Anfang an. Um das Ganze noch mehr zu geniessen, schloss ich meine Augen.
Wie in Trance lief ich langsam auf ihn zu. Meine Beine trieben mich automatisch an und nicht einmal wenn ich gewollt hätte, hätte ich mich stoppen können. Sein Blick traf auf meinen und als ich fast bei ihm war, stand er sich auf und überbrückte die letzten Meter mit drei grossen Schritten. Er legte seine Hände auf meine Hüfte und zog mich an sich. Wir sahen uns tief in die Augen und er legte seine Stirn an meine. Mein Herz klopfte wie verrückt und ich konnte kaum atmen. Passierte das gerade wirklich?
Doch als unsere Lippen nur noch wenige Zentimeter trennten, wurde ich wieder vernünftig und wich zurück. Shawn sah mich verwirrt an.
„Es tut mir leid, ich… ich kann das nicht. Die Melodie von vorhin passt wirklich perfekt zum Text. Gute Nacht Shawn“, murmelte ich. Zum Glück war es im Zimmer zu dunkel, so dass man nicht sehen konnte, wie rot mein Gesicht geworden war. Ich wollte mich abwenden und zurück in mein Zimmer, doch Shawn griff nach meiner Hand.
„Claire bitte geh nicht“, flüsterte er mit zittriger Stimme. Erneut zog er mich an den Hüften zu sich. Ich legte meine Arme um seinen Hals. Als seine Lippen auf meine trafen, blieb mein Herz für einen kurzen Moment stehen und alles in mir zog sich zusammen. Es fühlte sich unbeschreiblich gut an...

Durch ein Räuspern wurde ich zurück in die Realität geholt. Noch immer stand ich mit geschlossenen Augen gegen den Türrahmen gelehnt. Der Kuss von eben war nur eine Einbildung gewesen, was seltsamerweise Enttäuschung in mir auslöste. Shawn hatte mittlerweile aufgehört zu spielen und sah skeptisch in meine Richtung.
„Claire? Hörst du mich?“, fragte er etwas unsicher. Ich wusste nicht, wie lange ich schon hier stand. Meine kleine Träumerei hatte mich völlig aus dem Konzept gebracht.
„Ähm ja, bitte entschuldige. Ich war nur völlig hingerissen von dieser Melodie“, antwortete ich ihm. Ich versuchte, das Zittern in meiner Stimme zu unterdrücken, was mir nur schwer gelang. Shawn lächelte mir von seinem Bett aus zu.
„Vielen Dank. Dann gefällt sie dir?“, wollte er wissen. Ich nickte ihm zu und wollte mich eigentlich neben ihn setzen, doch mein Tagtraum schoss wieder hervor.
„Geht es dir gut? Du siehst aus als hättest du gerade ein Gespenst gesehen“, kam es von Shawn. In seiner Stimme schwang ein Hauch Besorgnis mit. Er stand auf und kam langsam auf mich zu.
„Nein alles gut. Ich bin nur etwas müde und wollte kurz nachsehen, woher die Melodie kam. Schlaf gut Shawn“, sagte ich schnell und verschwand in meinem Zimmer ohne seine Antwort abzuwarten. Ich hatte Angst davor, was passiert wäre, wenn er mich vor meinem schnellen Aufbruch erreicht hätte. Meinen beigefarbenen Bademantel hatte ich wieder an den Kleiderbügel gehängt und gerade als ich mich ins Bett legen wollte, klopfte es an der Tür, welche kurz danach einen Spalt geöffnet wurde. Shawns Kopf erschien und kurz darauf röteten sich seine Wangen. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich nur in Unterwäsche vor ihm stand. Konnte diese Nacht überhaupt noch peinlicher werden? Schnell griff ich wieder zu meinem Bademantel und sah fragend zu Shawn.
„Es tut mir leid, dass ich einfach so hereingeplatzt bin. Ich wollte dir nur kurz sagen; egal was los ist Claire, du kannst mit mir über alles sprechen. Wir kennen uns noch nicht sehr lange und auch nicht besonders gut, aber ich hab dich wirklich gern und möchte, dass du dich wohlfühlst.“
„Danke Shawn, das ist wirklich sehr nett von dir“, antwortete ich ihm verlegen.
„Ich lass dich dann schlafen. Wenn etwas ist oder du reden möchtest, du weisst wo du mich findest“, sagte er und griff langsam nach meiner Hand. Ich zuckte leicht zusammen, als mir meine kleine Träumerei wieder in den Sinn kam. Shawn strich einmal mit seinem Daumen über meinen Handrücken, dann liess er meine Hand wieder los und verliess das Zimmer. Bevor er die Tür schloss, lächelte er mir noch einmal kurz zu.
Ich warf mich mit einem Stöhnen aufs Bett und lag noch lange wach. Ständig musste ich an meinen Traum mit dem Kuss von vorhin denken. Es hatte sich alles so real angefühlt, aber das war etwas, das wirklich niemals geschehen durfte. Ich durfte keine Gefühle für ihn entwickeln und ganz bestimmt darf es nie zu einem Kuss zwischen uns kommen. Und dafür würde ich sorgen, egal was es kosten würde.
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Kurze Erklärung damit ihr es vielleicht besser versteht; Der Abschnitt mit dem Kuss hat sich Claire nur eingebildet, da sie so hingerissen von Shawns Musik war. Es kam (noch) zu keinem Kuss zwischen den beiden.
Ich hoffe, es ist nun etwas klarer und falls es zu verwirrend ist, schreibt mir bitte. Dann werde ich das Kapitel anpassen :)
Besten Dank für eure Hilfe :)
xoxo Nj
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