Particular Taste

GeschichteDrama, Romanze / P16
Shawn Peter Raul Mendes
26.04.2019
14.11.2019
12
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Ich wurde am nächsten Morgen von einem grellen Licht geweckt, als jemand die Vorhänge beim Fenster des Busses zurückzog.
„Aufwachen Schlafmütze, wir sind da“, hörte ich eine freundliche Stimme, die ich als Shawns identifizierte. „Wir sind soeben beim Hotel angekommen und können einchecken. Die Koffer wurden bereits ins Hotel gebracht.“
Ich sah auf mein Handy. Es war jetzt halb zehn Uhr. Ich zog mir die Decke über den Kopf, um das blendende Licht fernzuhalten, doch sie wurde plötzlich weggezogen. Shawn schmiss sie jedoch schnell wieder über mich.
„Entschuldige ich dachte… du hättest etwas mehr an“, sagte er verlegen und wurde rot. Bei diesem Anblick konnte ich nicht anders und begann, laut loszulachen.
„Aber ich muss sagen, mein Shirt steht dir wirklich gut“, fügte er augenzwinkernd hinzu, was nun mich rot werden liess. Shawn schmiss mir ein paar Sachen zum Anziehen zu und verliess dann das Zimmer, sodass ich mich umziehen konnte. Ich schlüpfte in die viel zu grossen Trainerhosen und zog ein neues Shirt von ihm an, dann verliess ich das Zimmer. Als er mich sah, zog er die Augenbrauen hoch.
„So kommst du mir aber nicht auf die Bühne, klar?“, sagte er ernst und begann kurz darauf zu Grinsen.
Gemeinsam mit drei Bodyguards, welche vor dem Bus warteten, liefen wir zum Eingang des Hotels. Der Name des Hotels lautete 'California' und mir kam sofort der Song der Eagels in den Sinn. Dort standen einige Paparazzos und Reporter, die sofort auf uns zueilten als sie Shawn sahen. Und ich sah natürlich aus wie ein Idiot. Toll.
Shawn legte den Arm um mich und drückte mich leicht nach unten, damit wir ein wenig geschützt waren. Es war ziemlich unangenehm so zwischen einer drückenden Menge mit Blitzlichtern und lauten Stimmen, die völlig durcheinander Fragen stellten. Als wir endlich den rettenden Eingang des Hotels erreicht hatten, war ich ziemlich erleichtert und sprang schnell in die gewonnene 'Freiheit'.
„Ist das immer so unangenehm?“, fragte ich Shawn und rückte meine Frisur, wenn man dem so sagen konnte, einigermassen zurecht.
„Du musst dich daran gewöhnen, nicht mehr lange und sie wollen lieber dich als mich auf ihren Schirmen“, sagte dieser lachend und wir machten und zu den anderen Leuten der Crew an die Rezeption.
„Mr. Mendes, schön beehren Sie uns wieder mit einem Ihrer Besuche“, kam es gekünstelt von der Rezeptionistin. Sie war etwas älter als ich, blond, gross und schlank und ziemlich schön. Sie versuchte die ganze Zeit während dem Einchecken mit Shawn zu flirten. Dies passte mir ganz und gar nicht und ich ertappte mich dabei, wie ich tatsächlich eifersüchtig wurde. Da Shawn jedoch kaum auf ihre Flirtversuche einging, stieg Genugtuung in mir hoch. Ich erschrak, denn ich erkannte mich gar nicht wieder. So war ich doch überhaupt nicht.
„…müssen sich die Suite leider teilen“, wurde ich von ihrer Stimme aus den Gedanken gerissen. Alle sahen mich an und ich wusste nicht, worum es ging da ich den ersten Teil der Unterhaltung verpasst hatte.
„Ist das okay für dich Claire?“; fragte mich Shawn zögernd. Als ich keine Antwort gab meldete sich die grosse blonde wieder zu Wort.
„Ob es okay für Sie ist, mit Shawn Mendes hier eine Suite zu teilen“, meinte sie mit einem zickigen Unterton.
„Oh… Wieso das denn?“, war alles was ich herausbekam. Natürlich passte es mir nicht wirklich, mit ihm ein Zimmer zu teilen.
„Fälschlicherweise wurde Ihr Zimmer an jemand anders weitergegeben und da die restlichen Crew Mitglieder kein Platz mehr im Zimmer haben, müssten wir Sie in der Suite unterbringen. Haben Sie vorhin etwa nicht zugehört?“, fragte sie mich mit gerümpfter Nase.
„Natürlich ist das kein Problem für mich. Dann können wir gerade noch an den Songs feilen“, hörte ich mich sagen. Moment, was tat ich hier gerade? Eigentlich wollte ich fragen, ob es keine andere Option gab und ansonsten in einem der Tourbusse schlafen und jetzt?
„Gut, dann hier je ein Zimmerschlüssel“, sie reichte uns beiden je eine Karte, meine jedoch liess sie fallen bevor ich sie greifen konnte. Ich bückte mich, um die Karte aufzuheben und ein arrogantes „Ups“ war alles, was ich von ihr hörte.
Shawn war das ganze natürlich nicht entgangen, also nahm er demonstrativ meine Hand, bedankte sich überfreundlich bei ihr und lief dann mit mir in Richtung Lift.
„Bitte bringen Sie unsere Koffer auf unser Zimmer“; rief er der Rezeptionistin noch kurz zu, welche uns mit offenem Mund ansah. Als sich die Lifttüren schlossen, liess er meine Hand wieder los. Diese kribbelte jedoch noch an der Stelle, an welcher wir uns berührt hatten bis sich die Türen wieder öffneten.
„Ich konnte sie noch nie wirklich leiden. Ist mit zu gefakt das ganze“, sagte er an mich gerichtet und stellte sich vor mir vor die Tür.
„Willkommen in deinem neuen Heim. Naja zumindest für die nächste Woche.“
Der Lift hatte uns direkt in die Suite transportiert und ich sah mich staunend um. Sie war unterteilt in ein riesiges Wohnzimmer, zwei Schlafzimmern mit riesigen Betten, eine Küche und zwei Bädern, eines mit Badewanne und eines mit Dusche.
„Wow das ist wirklich unglaublich“, sagte ich staunend an Shawn gewandt. Er lächelte mir zu, wurde jedoch kurz darauf ziemlich verlegen und kratze sich am Hinterkopf.
„Was ist denn?“, fragte ich ihn.
„Nun ja… Es klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich verrückt. Es geht mir so als würde ich dich schon mein ganzes Leben kennen und ich fühl mich unglaublich wohl bei dir, auch wenn ich dich kaum kenne. Danke, dass du trotz den Vorurteilen und deiner negativen Meinung über mich mitgekommen bist“, sagte er und kam ein paar Schritte auf mich zu. Er breitete seine Arme aus, sah mich kurz an und da ich scheinbar keine Einwände hatte, drückte er mich an sich. Ich erwiderte diese nach einem kurzen Zögern. Diese Tour konnte doch noch besser als erwartet werden.
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