Particular Taste

GeschichteDrama, Romanze / P16
Shawn Peter Raul Mendes
26.04.2019
14.11.2019
12
11700
2
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Hey Leute :)
Ich bin aus meinen Ferien zurück und versuche von nun an, wieder regelmässiger zu schreiben.
Viel Spass mit dem neuen Kapitel!
__________________________________________________________________________________

Als ich erwachte, schmerzte mein Kopf ziemlich. Ich musste ihn wohl letzte Nacht irgendwie an der Wand oder dem Bettpfosten gestossen haben, ohne es zu bemerken. Und ich hatte auch einen ganz seltsamen Traum; Shawn Mendes hat mich dazu eingeladen, ihn auf seiner Welttour zu begleiten. Wie lächerlich das ganze doch war. Mit einem Grinsen im Gesicht richtete ich mich auf und hielt meinen Kopf als Unterstützung gegen den Schmerz. Doch ich erwachte nicht in meinem Zimmer. Dies konnte ich trotz der Dunkelheit um mich herum erkennen. Plötzlich holperte das Zimmer in dem ich mich befand und ich bemerkte, dass ich fuhr.
Sofort tastete ich nach meinem Handy, welches normalerweise immer neben mir lag wenn ich schlief. Doch da war nicht mein Handy, sondern das Bein von jemandem.
„Wir sind wohl beim Durchgehen des Ablaufs eingeschlafen“, ertönte eine verschlafene, tiefe männliche Stimme nahe bei mir. Es war also doch kein Traum gewesen. Als sich meine Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich einen Sitzenden Shawn auf der Couch neben mir. Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Diese standen nun etwas chaotisch in alle Richtungen ab, was ihn unglaublich sexy aussehen liess. Okay Claire, reiss dich wieder zusammen!
„Es ist ja schon dunkel. Wie weit sind wir gefahren?“, fragte ich ihn, um schnell von meinen vorherigen Gedanken abzulenken.
„Wir befinden uns mittlerweile kurz vor London“, antwortete er mir. Gemäss dem Tourplan wird das für mich erste Konzert im Verlauf der nächsten Woche in London sein. Wir hatten also noch eine Woche Zeit um uns aneinander zu gewöhnen und uns ein wenig kennenzulernen.
Ein Blick auf mein Handy, welches ich doch noch gefunden hatte, verriet mir, dass es bereits kurz vor Mitternacht war. Und plötzlich war ich wieder todmüde, was Shawn nicht entging.
„Du kannst mein Bett haben, ich schlafe auf der Couch weiter“, sagte er mit liebevoller Stimme. Ich schüttelte den Kopf.
„Nein Shawn das kann ich nicht annehmen. Die Couch ist auch ganz in Ordnung. Geh du in dein Bett“, antwortete ich ihm.
„Du kannst und du wirst. Was wäre ich für ein Mann wenn ich so eine Frau wie dich auf der Couch schlafen lassen würde und ich selbst liege in meinem traumhaften Himmelbett? Los steh auf ich bring dich hin“, sagte er mit strengem Blick, doch seine Stimme hatte immer noch den selben liebevollen Ton wie vorhin. Wir standen von der Couch auf und liefen auf eine Tür rechts neben dem „Wohnzimmer“ zu. Er öffnete die Tür einen Spalt breit, verschwand dadurch und liess mich ziemlich verwirrt draussen stehen. Von innen hörte ich ein Rumpeln und dann ein lautes Krachen und einen fluchenden Shawn. Nach wenigen Minuten kam er wieder aus dem Zimmer und hielt sich den Ellenbogen mit leicht schmerzverzehrtem Gesicht. Gentleman-like öffnete er dann die Tür für mich und wies mit einer Handbewegung hinein.
„Ma’am Ihr Zimmer ist nun bezugsbereit“, kam es höflich von ihm. Ich konnte nicht anders und begann zu lachen. Shawn stimmte kurz darauf ebenfalls ein. Er lehnte sich mit dem Arm gegen den Türrahmen und ich mit der Schulter auf der anderen Seite.
„Danke Shawn, für all das hier“, sagte ich leise zu ihm als wir uns wieder etwas beruhigt hatten. Er sah mir tief in die Augen und ich erwiderte seinen Blick. Wir standen uns eine gefühlte Ewigkeit so gegenüber und ich fühlte ein angenehmes Kribbeln im Bauch. Ich fühlte mich sehr wohl in seiner Nähe und es machte den Anschein, dass es ihm nicht anders erging. Nun müsste ich mich nur noch wenige Zentimeter nach vorne beugen und… Ich schüttelte den Kopf und als ich das ganze genauer realisierte, wandte ich meinen Blick schnell von seinem ab. Das darf einfach nicht passieren. Ich darf auf keinen Fall Gefühle für Shawn Mendes entwickeln!
„Gute Nacht und bis morgen dann“, sagte ich kühl und stand in das Zimmer. Dann schloss die Tür und lehnte mich von innen mit dem Rücken dagegen und rutschte langsam nach unten. Wieso fühlte sich das ganze so gut und trotzdem so falsch an? So am Boden sitzend musste ich an Shawns Blick von vorhin denken. Er sah aus wie ein kleiner Welpe, den man getreten und dann im Regen zurückgelassen hatte. Plötzlich klopfte es leise gegen die Tür.
„Claire… Alles in Ordnung?“, ertönte Shawns Stimme traurig von draussen. Ich wollte aufstehen und mich von ihm in den Arm nehmen lassen, doch wenn ich das tun würde wäre es um meine Gefühle geschehen.
„Ja, mein Kopf schmerzt bloss wieder etwas stärker. Es ist besser wenn ich mich hinlege. Wir sehen uns morgen und danke für das Bett.“ Ich wollte noch so lange bei der Tür sitzen bleiben, bis ich seine Schritte weg von der Tür hörte. Doch ich hörte nichts ausser das Rauschen des Windes an den Seiten des Busses. Als ich nach einer guten Viertelstunde immer noch nichts hörte, öffnete ich dann doch vorsichtig die Tür. Gegenüber von der Tür sass Shawn am Boden, seine Augen waren geschlossen und sein Atem ging tief und regelmässig. Er war wohl zu erschöpft gewesen um sich bis zur Couch zu begeben. Da ich ihn nicht aufwecken wollte, lief ich in Richtung des „Wohnzimmers“, um eine Decke für ihn zu holen. Vorsichtig legte ich die Decke über ihn und sorgte dafür, dass sein ganzer Körper darunter eingehüllt war. Ich sah, wie sich ein Lächeln auf sein Gesicht schlich.
Schnell ging ich wieder in das Schlafzimmer. Erst jetzt bemerkte ich, dass sich mein Schlafanzug im Koffer im anderen Bus befand. Also suchte ich mir ein Shirt aus Shawns Schrank, zog es mir an und legte mich dann ins Bett. Der Bus war mittlerweile stehen geblieben, die Fahrer brauchten ebenfalls ihren Schlaf und um durchzufahren hätte es noch zu lange gedauert. Wir hatten Glasgow um vierzehn Uhr verlassen, mussten jedoch einige Zwischenstopps aus verschiedenen Gründen machen. Morgen um sieben Uhr würden sich die Busse wieder in Bewegung setzten, sodass wir pünktlich beim Check-In im Hotel wären. Ich schloss meine Augen und glitt kurz danach in einen tiefen Schlaf mit seltsamen Träumen…
Review schreiben