My irish Forever | N.H. (4)

von p-sabrina
GeschichteDrama, Romanze / P16
Niall Horan OC (Own Character)
26.04.2019
10.11.2019
26
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4
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Heiß, heißer ... Matts nackter Oberkörper.

Ich konnte kaum meinen Blick abwenden. Aber es war auch nicht so, als hätte er mir eine Wahl gegeben. Denn während ich mich auf die Liege pflanzte, weil ich nicht in den Pool wollte, da mir noch alles wehtat, stellte Matt sich vor mich. Sein breiter Schatten lag auf mir.

Sophie hatte sich ebenfalls auf eine Liege neben mich gelegt und genoss sichtlich die Aussicht, die ihr geboten wurde. Harry hingegen hatte sich in den Pool geworfen. Er sprang direkt vor uns in das Wasser und spritze uns dabei voll.

"Na los, Mara. Komm ins Wasser." Matt fasste nach meinen Beinen, die ich noch rechtzeitig wegziehen konnte. Er legte den Kopf schief und schmollte. "Komm schon ..."

"Nein", beharte ich.

Hinter Matt sah ich, wie Harry sich am Beckenrand aus dem Wasser hob. Er schüttelte den Kopf. Nasse Haare klebten an seiner Stirn. Dann zwinkerte Harry Sophie zu, die neben mir zu Wackelpudding wurde. Er sah zwar auch gut aus, aber mit Matts durchtrainierten Körper konnte er nicht mithalten.

Sorry Styles.

Sophie schwang ihre Beine von der Liege und stand auf.

"Was tust du?"

Eigentlich war mir klar, was sie da tat. Sie wollte sich auf Harry stürzten und mich mit Matt alleine lassen. Ich hätte sie mit meinen Worten gerne still gebeten mich nicht alleine mit Matt zu lassen.

"Ich ähm ... hab es mir anders überlegt. Ich ziehe mich um." Flink flitzte sie zu Harry, den sie an den Händen packte und mit ins Haus zog.

"Dann waren es nur noch zwei", meinte Matt spitzbübisch grinsend. Er reichte mir eine Hand. "Kommst du nun ins Wasser oder muss ich dich zwingen?"

Seufzend schlug ich die Modezeitschrift zu, von der ich keine einzige Seite gelesen hatte. "Warum willst du unbedingt, dass ich in den Pool gehe?"

Als Antwort leckte er sich mit der Zunge über die Lippe.

Ich schlug mit der zusammengerollten Zeitung nach ihm. Der Kerl wollte mich einfach nur beinahe nackt sehen, um Material für seine feuchten Träume zu sammeln.

"Hast du nicht erst vor einer halben Stunde zu mir gesagt, dass du dich nicht anderes verhalten wirst als zuvor?" Ich zog eine Augenbraue hoch.

"Tue ich auch nicht." Sein Mundwinkel zuckte. "Nur spreche ich jetzt einfach aus, was ich mir zuvor gedacht habe. Damit kommst du doch klar oder etwas nicht? Oder bringt es dich um den Verstand? Das würde mir sogar gefallen."

Ich stand von der Liege auf und verschränkte die Arme vor der Brust. "Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, wenn du es lassen würdest."

Andernfalls würde ich sonst wirklich noch schwach werden. Ich konnte nicht bestreiten, dass er ein sehr guter Liebhaber war.

Wie von selbst wanderten meine Augen auf seinen Oberkörper hinab. Als ich mich selbst dabei erwischte, kniff ich mir strafend in den Arm.

Matts selbstzufriedenes Lachen ließ mich rot werden. "Du darfst ruhig schauen, Mara. Das stört mich nicht."

Eine andere Antwort hätte mich auch schwer gewundert.

Ich heftete meine Augen auf die von Matt. Innerlich zwang ich mich dazu den Blick nicht wieder zu senken und mich der Versuchung hinzugeben doch noch einen Blick auf seine Muskeln zu wagen.

Seine Augen strahlten, glänzten in der Juni Sonne wie Diamanten. Ich biss mir auf die Lippe und machte einen Schritt auf ihn zu. Dann einen weiteren und noch einen.

Matts Brust hoch und senkte sich schneller. Dann fühlte ich seinen Herzschlag unter meiner Hand, als ich ihm die Hand auf die Brust drückte.

Sanft und ohne den Blick aus seinem Gesicht zu nehmen, schob ich ihn Schritt für Schritt nach hinten. Bis er den Halt verlor, mit den Armen ruderte und mit dem Rücken vorwärts in den Pool fiel. Mit einem lauten Platschen versank er im Wasser.

Er tauchte nach oben, holte tief Luft und schob sich die Haare aus dem Gesicht. Der finstere Blick, den ich vermutete, blieb aus. Stattdessen hörte ich sein tiefes Lachen.

"Diese Aktion, hätte ich nicht von dir erwartet, Kleines." Tadelnd hob er einen Finger. "Warte nur ab. Das bekommst du zurück."

Ich zwinkerte ihm zu. "Klar, versuche es nur."

Matt schlug mit der Handfläche über das Wasser. Knapp konnte ich der Attacke noch ausweichen, ehe ich zurück ins Gästezimmer lief. Von Sophie und Harry sah ich im Flur nichts mehr, dafür hörte ich sie und verdammt ... war das peinlich.

Später am Abend saßen wir zusammen in der Küche und machten uns über die Pizza her, die Harry bestellt hatte.

Ich zupfte eine Scheibe Salami ab und schob sie in meinen Mund.

"Was haltet ihr davon, wenn wir heute in einen Club gehen? Ein bisschen tanzen und was trinken." Sophie grinste breit die Runde.

Harry klaute von Sophies Pizza eine Pfefferoni. "Hast du mal Amaras Gesicht gesehen? Ich glaube kaum, dass sie so in die Öffentlichkeit mit uns möchte."

Ich biss von meiner Pizza ab und nickte zustimmend. Wenn man mit Sophie und Harry unterwegs war, gab es keinen Zweifel daran von Paparazzi fotografiert zu werden. Und mich so ablichten zu lassen, stand nicht auf meiner Wunschliste.

Sophie nahm diese Antwort aber nicht hin. "Ach, ich klatsche ihr einfach Make-Up rauf und gut ist."

"Das ist wirklich nett gemeint von dir Sophie, aber ... ich möchte so wirklich nicht raus. Ich möchte mir überhaupt nicht ausmalen was die Leute denken werden."

"Wenn interessiert schon was die denken?", brummte sie.

"Mich", sagte ich. "Und außerdem bin ich ziemlich müde. Die letzte Nacht war sehr kurz. Vielleicht gehen Harry und Matt mit dir in einen Club."

Ich biss von meiner Pizza ab. Der Käse zog sich in die Länge.

Die letzte Nacht war wirklich kurz. Mein demoliertes Gesicht und meine Gedankengänge machten es mir unmöglich die Augen zu schließen. Und Lust darauf in einen Club zu gehen hatte ich im Moment eh nicht. Meine Laune befand sich nämlich im Keller.

Ich wandte mich zu Matt um. Er sah von mir zu Sophie und schüttelte den Kopf. "Ich bin auch erledigt. Aber wir werden die Woche sicher irgendwann die Zeit dazu finden."

Sophie schnaubte beleidigt und zeigte mit ihrem Zeigefinger zwischen uns her. "Ihr seid solche Langweiler! Alle beide!"

"Beruhig dich Honigbiene", schmunzelte Harry. Der eine Hand nach ihr ausstreckte, ihre Hand nahm und ihr einen Kuss auf den Handrücken drückte.

Mit Herzaugen lächelte sich das Paar an. Ich hingegen kam mir wie das fünfte Rad am Wagen vor.

Als ich mir meinen vollen Magen rieb, machte Matt sich auch noch über meine übrige Hälfte der Pizza her. Ich sah einfach nicht, wohin er sie aß. Er war so schlank und durchtrainiert, dass man ihm den großen Hunger einfach nicht ansah.

Anschließend stieg ich unter die Dusche, während sie die anderen einen Film im Wohnzimmer ansahen. Im Flur hörte ich den Ton des Filmes. Deadpool. Da ich wirklich kurz davor war einzuschlafen, hatte ich mir eine kurze Shorts und ein passendes T-Shirt angezogen, mit dem ich mich in Bett fallen ließ.

Ich schob die dünne Decke zur Seite und legte mich hin. Dann nahm ich mein Telefon, das am Nachtkästchen neben mir lag. Meine Mutter freute sich bestimmt, wenn ich ihr eine Nachricht schrieb, dass der Flug gut verlaufen war und wir heil angekommen waren. Eigentlich hätte ich es direkt nach dem Flug schon machen sollen, aber ich hatte nicht mehr daran gedacht.

In der Benachrichtigungszeile sah ich, dass mir die private Nummer eine Nachricht geschickt hatte.

"Hey, ich bin es Henry. Ich hoffe, es ist alles okay bei dir, da du nicht an dein Telefon rangehst. Ruf mich doch mal zurück. Würde mich freuen."

Ich senkte die Arme und legte mein Telefon auch meinen Bauch ab. Danach rieb ich mir die müden Augen.

Henry hatte mich also angerufen, als ich nach der Prügelei nach Hause gefahren war. Ehrlicherweise musste ich zugeben nach unserem Date nicht mehr an ihn gedacht zu haben. Wir hatten einen tollen Abend zusammen, aber da war nicht mehr. Da war kein Funke, der mich in seinen Bann gezogen hatte. Außerdem brauchte ich im Moment nicht noch einen Mann der um meine Gunst kämpfte. Zwei waren schon genug Stress. Einer davon war mein Ex und der andere mein bester Freund.

An welchen Punkt in meinen Leben verwandelte ich mich eigentlich in die Hauptprotagonistin eines solchen Liebesdramas? Ich war nur noch wenige Tage davon entfernt sechsundzwanzig zu werden, fühlte mich aber dennoch nicht erwachsen. Eigentlich glich dieses Chaos den eines Teenagers. Wann würde ich wohl endlich erwachsen fühlen? Sobald ich eine eigene Wohnung hatte? Einen Job? Einen festen Freund? Wenn mich die vielen Rechnungen erdrückten? Wenn meine Mutter fragt, wann ich sie endlich zur Großmutter machen wollte?

Ich schrieb an Henry zurück, dass ich zurzeit in London war und nicht sonderlich viel Zeit hatte. Ich bedankte mich noch für den netten Abend von vor zwei Wochen und hoffte, dass ich damit meine Ruhe hatte. Henry sollte sich keine falschen Hoffnungen machen.

Auch Claire hatte mir eine Nachricht geschrieben. Sie bedankte sich dafür, dass ich ihr den zweiten Teil von Camp Rock in der Früh in den Briefkasten geworfen hatte. Ich wollte mich nicht einfach so aus dem Staub machen und wusste zudem, wie sehr sie sich darauf gefreut hatte, den Film mit mir zu schauen. Andernfalls wollte sie auch ihrer überführsorglichen Mutter entkommen. In gewisser weiße sah ich eine kleine Amara in Claire. Sie und ich hatten einige Gemeinsamkeiten.

Ich legte mein Telefon zurück und kuschelte mich in die dünne Decke. Das Haus hatte eine Klimaanlage, so lag die Temperatur stets bei kühlen zweiundzwanzig Grad. Der Nachteil an ihr war, dass ich mich regelrecht erkälten würde, wenn ich mich nicht zudecken würde. Dafür war ich leider mehr als nur anfällig. Außerdem war es dann jedes Mal wieder wie ein Schlag ins Gesicht, wenn man die Räumlichkeiten verließ.

Für den nächsten Tag hatte ich mir vorgenommen Connor anzurufen. Mit etwas Glück würde er Zeit für mich haben und einen Kaffee mit mir trinken.

Bläuliches Licht leuchtete vom Pool hinein ins Gästezimmer. Ich erkannte die dunkeln Umrisse der Möbel im Zimmer. Meine Lippe brannte inzwischen nicht mehr zu sehr und um keinen Druck auf mein Gesicht auszuüben, legte ich mich gerade hin. Eigentlich schlief ich immer auf der Seite, aber es fühlte sich so im Moment angenehmer an.

Und dann schlief ich langsam ein und träumte.

Ich kniff die Augen zusammen. Etwas kitzelte mich. Wie eine Feder fühlte ich etwas an meinem Gesicht. Blinzelnd öffnete ich die Augen und sah nichts als Dunkelheit.

Ich blinzelte erneut und erkannte die Umrisse einer Person.

Zart strich er mit den Fingern über mein Gesicht.

"Matt?" Meine Stimme war tief und belegt.

"Ich wollte dich nicht wecken, Mara." Er nahm seine Finger aus meinem Gesicht und sah mich von oben an, mit dem Kopf an seiner Hand abgestützt.

Ich drehte mich etwas und zog die Decke höher, die mir nach unten gerutscht war. Auch im dunkeln nahm ich war, dass er kein Shirt trug.

Matt ließ seinen Kopf in das Kissen sinken und sah mich an. Ich drehte mich in seine Richtung, die Decke hoch bis zu meinem Kinn gezogen.

"Ist dir so kalt? Ich finde es gerade angenehm vor allem, weil es bei uns immer so extrem heiß ist."

"Ja, ich will mich nicht erkälten."

Matt streckte eine Hand aus und tippte mit einem Finger an meine Nase. "Ich werde morgen Harry fragen, ob man die Temperatur etwas höherstellen kann."

Ich lächelte. "Da wäre nett."

Matt richtete sich auf und schlüpfte unter die Sommerdecke. Dann rutschte er näher an mich heran. Etwas unbeholfen, wollte ich nach hinten rutschen, aber Matt hielt mich fest. Zog mich an sich heran und schenkte mir seine Wärme.

Sein Kopf lag in meiner Halsbeuge. Der warme Atem ließ mich erschaudern. Das war eindeutig zu nahe und fühlte sich viel zu gut an. Eine seiner Hände rutschte unter meiner Decke und legte sich um meinen Bauch. Ein Kuss auf mein Schlüsselbein folgte.

Bei einem war ich mir sicher, morgen Nacht, würde ich eine Wand aus Kissen zwischen uns aufbauen. Denn diese Berührungen lösten eine Sehnsucht in mir aus, die ich nicht willkommen heißen konnte.

Am nächsten Morgen wachten wir in beinahe derselben Position auf, in der wir eingeschlafen waren. Nur waren heute unsere Beine ineinander verschlungen, Matts Kopf lag oberhalb meiner Brust und seine linke Hand befand sich auf meinen Oberschenkel.

Das Klingeln meines Telefons weckte uns. Ich brauchte einige Sekunde bis ich wieder bei klarem Verstand war und mitbekam, wie verdächtig nahe wir uns waren. Blind tastete ich nach meinem Smartphone, während Matt endlich die Anstalten hatte und den Kopf von meiner Brust hoch.

"Ich hoffe du hast weich geschlafen ...", grummelte ich müde.

Matt kommentierte meine Aussage in dem er sich auf die Unterlippe biss.

Ich war einen Blick auf das Display und hielt inne. "Was zum Teufel ...",

"Was ist?" Matt schnappte nach meinem Telefon. "Was will er?" Eine lange Falte bildete sich auf seiner Stirn.

"Keine Ahnung, was Niall will. Drück ihn weg."

Matt hatte sich inzwischen aufgesetzte. "Nein, ich werde rangehen und ihm die Meinung geigen!"

Ruckartig setzte ich mich auf. "Tu das ja nicht!"

"Aber-", begann er, aber da erschloss das Klingeln. Ich riss ihm mein Telefon aus der Hand. Es störte mich, dass Matt einfach abheben wollte.

"Tu das nie wieder, Matt." Ich warf ihm einen scharfen Blick zu.

Er presste die Lippen zusammen. "Aber warum nicht, Amara? Er hatte Glück, dass ich nicht zu ihm gefahren bin, um ihn zu seiner Visage klein zu prügeln! Verdient hätte er es."

"Aber er hat mich nicht geschlagen, es war Holly! Und er kann so oft anrufen wie er will, ich werde nicht abheben und du auch nicht. Er soll sich ruhig die Zähne ausbeißen."

Schnaubend sank Matt zurück in Kissen, dabei rutschte er auf seine Seite des Bettes zurück.

Ein piepsen kündigte eine neue Nachricht an. Jemand hatte mir auf die Mailbox gesprochen. Und dieser jemand war Niall.

****************
Hallo. Wollte nur kurz mal bekannt geben, dass es noch fünf Kapitel bis zum Ende sind.
Danach folgt ab dem 28.2.20 eine neue Niall FF von mir. Sie wird Campus Queen heißen.
Ich hoffe, wir lesen und bald wieder.
Schönes Wochenende und liebe Grüße.
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