Japan und die Erkältung

von Yumestar
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12
Deutschland Italien Japan
25.04.2019
12.05.2019
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Japan und die Erkältung


Teil 1 – Überkommende Müdigkeit


Puh.“ Japan atmete erschöpft aus und schaute mit müdem Blick nach oben zum dämmernden Himmel, „Ich hätte nicht gedacht, dass die Konferenz bis zum späten Abend gehen würde.
Sein Blick fiel auf die lange Straße, die vor ihm lag. Noch ein ganzes Stück Weg standen zwischen ihm und dem deutschen Hafen, von welchem wohl die letzte Fähre nach Asien abfahren würde.
Wenn ich mich beeile…“, dachte er, „Dann schaffe ich es noch heute zurück!“
Nicht, dass er es eilig hatte aus Deutschland herauszukommen, aber war müde und wollte sich am liebsten unter dem gemütlichen Heiztisch verkriechen.
Gerade, als er zum ersten Schritt ansetzen wollte, hörte er laute, laufende Schritte hinter sich.

„Japan?“
Als er sich umdrehte, stand Deutschland da. Er blieb einige Meter vor Japan stehen und seine Miene war so ernst wie immer.

„Hm?“ Japan hob nur den Kopf, um zu zeigen, dass er aufmerksam zuhören würde. Auch wenn ihm dies durch ein unangenehmes Pochen seiner Schläfen erschwert wurde.

„Es ist schon spät“, sagte Deutschland im ruhigen Tonfall, „Willst du vielleicht lieber hier übernachten?“
Kurz schaute Japan auf den Weg, der ihm noch bevorstand. Dann schaute er zu Deutschland zurück und nickte nur.
Daraufhin folgte er seinem Gastgeber mit leicht schleppenden Schritten ins Haus und ein langes Gähnen huschte ihn über die Lippen.
Mitten im Haus blieb Deutschland stehen und drehte sich zu seinem Gast um. Japans Kopf war leicht gesenkt, sein schüchterner, müder Blick eher zu Boden gerichtet und sein Körper leicht träge nach vorne gebeugt. Schon vom ersten Moment an merkte Deutschland, dass mit dem asiatischen Land etwas nicht stimmen konnte.
„Ist alles okay, Japan?“, hinterfragte er mit skeptisch hochgezogener Augenbraue und musterte ihn noch einmal genau.

„S-Sicher.“ Japan schaffte es gerade so, müde seinen Kopf zu heben.
Und gerade, als er dies geschafft hatte, hielt er sich diesen mit dem Kopf, da er sich doch schwer wie Blei anfühlte und das leichte Pochen zu einem stärkeren Hämmern geworden war. Er wünschte sich nicht mehr, als seinen Kopf auf ein weiches Kissen zu legen und zu schlafen. Bei seiner Müdigkeit war das auch kein Wunder.

„Du warst heute bei der Konferenz auch viel zu ruhig“, merkte Deutschland an, der das ‚Sicher‘ von Japan nicht abkaufte. Stattdessen fragte er sich nun, ob in Japan wieder eine Wirtschaftskrise war oder ob mal wieder ein Tsunami in Tokyo eingeschlagen war. So fertig wie Japan aussah musste irgendetwas Heftiges passiert sein.

„Das ist nur höfliche Zurückhaltung und Zeichen meines Respekts“, lenkte Japan ab und kniete sich auf den Boden, obwohl zwei Meter weiter ein Stuhl stand. Er hatte einfach das Gefühl, dass seine schwachen, alten Beine ihn nicht mehr tragen konnten.

„Ich weiß, aber ich meine, du warst viel ZU ruhig!“ Deutschland lief skeptisch musternd um das kniende Japan und betrachtete ihn von allen Seiten. Dabei hatte er nachdenklich einen Finger ans Kinn gelegt, „Hmm.“
Er war sich nun sicher, dass irgendetwas mit Japan nicht stimmte.

„Ich bin bloß müde.“ Ein weiteres Gähnen entkam seinem Mund, vor den er sich höflicherweise eine Hand hielt.
Dann beugte er sich vor, legte den Kopf auf den Boden und kippte zur Seite hin um. Er war zu müde, um sich um einen geeigneten Schlafplatz zu scheren. Hauptsache liegen und die Augen schließen. Egal, wo.

„Japan, du kannst doch nicht auf dem Boden schlafen!“, rief Deutschland entsetzt, „Werde nicht zu Italien!“
Bis heute konnte er sich nicht erklären, wie Leute überhaupt auf dem Boden zur Ruhe kommen konnten, geschweige denn schlafen! Er brauchte für so etwas ein gutes, angenehmes Bett oder zumindest eine Matratze… Obwohl, wenn er betrunken war, konnte er auch auf dem härtesten Boden schlafen.
Doch Japan war gerade sicherlich nicht betrunken, deswegen hatte er keine Ausrede, auf dem Boden schlafen zu dürfen.

„Es tut mir leid“, murmelte Japan müde und rollte sich leicht ein, „So… müde.“
Dann schlief er auch schon langsam ein.
Deutschland kratzte sich nur verwirrt am Kopf und betrachtete konfus blinzelnd das schlafende Japan auf seinem Boden. Erst nach einigen Nachdenkminuten entschied er sich, Japan einfach in den Arm zu nehmen und auf das naheliegende, bequeme Sofa zu tragen.
Er seufzte, als dies getan war. „Wie schafft man es bloß auf dem Boden einzuschlafen?“  
Und obwohl er wusste, dass er keine Antwort von einem Schlafenden zu erwarten hatte, blickte er auf das friedlich schlafende Japan herab. Dieses hatte sich mittlerweile zu einer kleinen Kugel eingerollt und den Kopf in die Arme versteckt, als wollte er so sein schlafendes Gesicht verbergen.

„Schon ganz niedlich“, dachte Deutschland mit einem Schmunzeln, „Wie ein kleines Hündchen.“
Daraufhin legte er noch eine warme Decke über seinen Gast und ließ ihn dann schlafen, während er sich weiter seinen Plänen zur Kriegsführung widmete.
Bevor er sich jedoch über eine krakelige Zeichnung von Italien in seinen handgefertigten Karten aufregen konnte, klingelte sein Telefon. Kurz schaute er zu Japan, der noch immer seelenruhig schlief und so beschloss er, den Anruf entgegenzunehmen.

„Deutschland! Deutschland! Mir ist der Weizen für Pasta-Nudeln ausgegangen! Oh, bitte bring mir welchen vorbei!“, tönte es durch den Hörer und kein Zweifel: Es war Italien.

Deutschland gab nur ein langes Seufzen von sich. „Okay. Ich bin gleich da, aber versuch bis dahin keinen Krieg anzuzetteln!“
Da auf Italiens Seite keine Reaktion mehr erfolgte, da er jetzt wahrscheinlich vor Freude Tränen zurückhielt, legte Deutschland auf. Er legte seine Pläne ordentlich auf Seite, stellte den Stuhl an den Tisch ran und zog sich seine Jacke über. Ein letztes Mal schaute er noch zu dem friedlich schlafenden Japan, bevor er das Haus verließ und Italien zur Hilfe eilte.

To be continued

Herzlichen Dank, dass ihr meine erste Fanfiktion zu Hetalia gelesen habe… Ich weiß immer noch nicht, wie ich in diesem Fandom gelandet bin XD
Ich bin gerade erst dabei den dritten Teil des Mangas zu lesen und ich blicke noch nicht komplett durch, wer mit wem befreundet oder befeindet ist.
Jedoch war mir sofort klar, dass ich Japan krank machen würde! Ich meine, er ist so knuffig und niedlich…

Wie schon oben gewarnt können Logik-Fehler auftreten, da ich noch nicht zu 100% bei Hetalia durchblicke.
Vor allem bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich mit Italien klar kommen werde XD

Aber letztendlich seid ihr ja auch da und könnt mir Verbesserungen, Kritik oder Vorschläge schreiben. Reviews sind gerne gesehen und können zur Qualität dieser Fanfiktion beitragen
Also geht nicht allzu sparsam damit um und schüttet ruhig eure Meinung zu dieser Fanfiktion aus ;D

So viel zur Einleitung, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen dieser Fanfiktion/Sickfic,
Yumestar

P.S.: Ich bin die Sickfic Prinzessin und habe nun offiziell ein Land krank gemacht! XD
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