Blinder Glaube

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GedichtPoesie / P12
25.04.2019
25.04.2019
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Wie blind stehe ich vor mir.
Ganz nackt, entkörperlicht.
Wie Gott mich unvollständig schuf.

Meine Augen sind weit offen,
nehmen viel ungefiltert auf,
sehen die Teilchen mutig tanzen.

Und ich habe keine Ahnung,
ob irgendetwas auf der Welt
in Wirklichkeit noch Sinn ergibt.

Obwohl ich ihn tagtäglich,
sobald Du meinen Kopf durchstreifst,  
in Allem zu erkennen glaube.

Weil ... dieses Wissen an mir nagt,
dass ich das Jetzt von Morgen
im Heute schon zu spürn vermag.

… mich danach sehne, trotz Vergänglichkeit.

Denn ... ein kleines Jetzt in Fülle
ist mir die Ewigkeit im Herzen,
die niemand mir verwehren kann.

… wie ich mich sehne, trotz Vergänglichkeit.