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Im Schatten des Phönix

von Caras
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Aang Katara OC (Own Character) Sokka Zuko
22.04.2019
15.11.2020
70
85.100
10
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
22.04.2019 1.746
 
Heyho meine Lieben und herzlich willkommen
zu meiner ersten Avatar-Fanfiktion. Ich weiß, dass ich ursprünglich geplant habe die Fortsetzung von A Story without a Hero raus zubringen, aber dort habe ich gerade eine akute Schreibblockade. Selbst bei dieser Geschichte hatte ich ganz lange eine, als sie plötzlich einfach verschwunden war.
Aber letztendlich ist es an dieser Stelle auch völlig egal. Ich wünsche euch viel Spaß bei meiner Geschichte und bis dene ;)
LG
Caras
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Jede Begegnung
zweier Seelen geschieht
aus einen bestimmten Grund.
Den herauszufinden ist
der Sinn!
~Unknown


So schnell ich nur irgendwie konnte rannte ich vor den Männern, die uns verfolgten, davon. Auf einmal spürte ich etwas Heißes neben mir und ich ließ mich zu Boden fallen. Ein Feuerball traf direkt neben mir auf den Sandweg auf. Ich rappelte mich wieder auf und drehte mich zu den Feuerbändigern um. Meine Freunde waren weiter gerannt, ohne zu bemerken, dass ich fehlte.
Es waren drei Feuerbändiger in Uniform, die mich hämisch angrinsten.
„Wenn du dich jetzt ergibst, geschieht dir nichts“, meinte der eine Feuerbändiger, der wohl der Chef von dieser Truppe darstellte.
Statt mich zu ergeben, was vielleicht klüger gewesen wäre, zog ich meinen Katana, das an einer Schwertscheide an meiner Hüfte baumelte.

„Tja Kleine du hast es ja so gewollt“, sagte der Anführer und begab sich in Kampfstellung.
Danach geschah alles ganz schnell. Der Anführer bändigte das Feuer. Ich trat ein Schritt nach links und rannte auf ihn zu. Das Schwert ließ ich wieder zurück an seinen Platz gleiten, kurz darauf war ich schon bei meinem Gegner angekommen. Meine Hände schnellten nach vorne und berührten ihn an verschiedene stellen, bevor er kraftlos in sich zusammensackte.
Kurz darauf wollten mich die anderen Feuerbändiger angreifen, aber plötzlich tauchten zwei Felsen wie aus dem nichts aus dem Boden auf und schlugen die anderen Wachen der Feuernation Ko.

„Wieso bist du uns nicht gefolgt“, keifte Aya mich an und stapfte auf mich zu. Gefolgt wurde sie von Maik, der versuchte sie zu beruhigen.
„Es ist doch alles gut gegangen", meinte er schulterzuckend. Er hob triumphierend den Beutel mit dem Obst hoch, den wir ergattert hatten. Wir befanden uns etwa 100m von einem Dorf der Erdnation entfernt, welches von der Feuernation kontrolliert wurde. Plötzlich machte ich neben mir eine Bewegung aus. Ich drehte mich um und sah, dass der Anführer Bändigerbewegungen machte. Sein Versuch Feuer zu bändigen versank ins Leere und er sah fassungslos auf die Stelle, wo eigentlich hätte Feuer sein müssen.
„Was hast du mit mir gemacht!“, schrie der Anführer und sackte abermals zu Boden und durchdrang mich mit einem finsteren Blick. „Wer bist du?“
Betreten schaute ich weg, bevor ich murmelte: „Jemand den du eigentlich kennen solltest.“

Ich wandte mich von dem verblüfften Mann ab. Aya und Maik hatte nichts von dem mitbekommen. Gemeinsam setzten wir uns in Bewegung. Etwa einen Kilometer von hier war eine Höhle, wo wir uns eingenistet hatten. Die Höhle hatten Aya und Maik gemeinsam erschaffen. Sie hatten mithilfe ihres Erdbändigens Betten und andere Möbel erschaffen, sodass wir seit gut einen Monat an dieser Stelle lebten, aber wir mussten bald wieder aufbrechen, um uns nach einer neuen Schlafmöglichkeit umzusehen.
Vor drei Jahren hatte ich die beiden kennengelernt. Ihre Eltern waren miteinander befreundet gewesen. Die Feuernation hatte ihr Dorf angegriffen, gemeinsam flohen sie, aber im Flammenmeer hatten sie ihre Familie verloren, sodass sie seit gut 5 Jahren sich von Gestohlenem ernährten.

Damals als ich sie traf, war ich eine spindeldürre elfjährige, die von einem Waisenheim weggelaufen war. Maik fand mich ausgehungert in einer Gasse und brachte mich zu ihrem damaligen Quartier. Aya war nicht begeistert gewesen, als er mich anschleppte, besonders als ich erzählte, dass ich keine Bändigerin war. Ich war nur noch jemand, der etwas zu Essen haben wollte und lediglich ein Klotz am Bein zu sein schien. Allerdings kam dann meine Fähigkeit das Chi von anderen zu blocken ins Spiel, sodass Aya nicht mehr allzu abgeneigt von mir war.

Nach einer viertel Stunde Fußmarsch hatte wir die Höhle erreicht. In der Höhle waren 3 separate Räume, damit wir uns auch mal zurückziehen konnten.
„Jemand ist hier“, raunte Maik uns zu. Mit einem Handzeichen gab Maik Aya und mir zu verstehen, dass uns aufteilen sollten. Vermutlich wurde er durch ein Geräusch alarmiert. Wenn man schon so lange auf der Straße lebte wie wir, war man in solchen Dingen empfindlich. Wenn man sich nicht auf alle seine Sinne verlassen konnte, hatte man auf der Straße schlechte Karten. Ganz nach dem Motto: „Fressen oder gefressen werden.“
Die Höhle war zwar nicht groß, dennoch gab es genug Orte, wo man sich verstecken konnte. Vorsichtig schlich ich durch die Höhle, immer darauf bedacht, dass eine Hand am Schwert lag. Zuerst ging ich in meinem Raum, doch plötzlich konnte ich mich nicht mehr bewegen und ich stieß einen Schrei aus. Meine Füße waren in mehreren Zentimeter dicken Eisschicht eingefroren. Vor mir war ein Junge mit leuchtenden blauen Augen und braunen  etwas längeren Haaren. Er trug ein blaues Shirt und dazu eine mitternachts blaue Hose. Man konnte ihm ansehen, dass er aus der Wassernation stammte.

Jun`s Sicht

Ursprünglich war ich in diese Höhle gekommen, um mich vor den Wachen der Feuernation zu verstecken, aber als plötzlich dieses Mädchen in der Höhle auftaucht, hatte ich aus Reflex meinen Wasserbeutel geöffnet und ihre Füße eingefroren. Auf den zweiten Blick sah sie alles andere als gefährlich aus. Nun schaute ich das Mädchen an. Ihre aschgrauen Augen musterten mich abschätzig, aber Hass war nicht in ihnen zu finden. Sie besaß schwarze, schulterlange Haare. Das Alter des Mädchens schätzte ich auf etwa 14, denn viel jünger als ich konnte sie nicht sein. Außerdem trug sie ein weißes Hemd, dazu eine grüne locker anliegende Hose, weshalb ich dachte, dass sie aus der Erdnation stammen musste. Mich verwunderte nur, dass sie mich nicht angriff.

Xia`s Sicht

„Du bist keine Bändigerin“, stellte der Junge fest und ich biss mir auf die Unterlippe.
„Aber ich“, mit einer kurzen Bewegung hatte Aya den Eindringling von Hals abwärts in Stein eingeschlossen. Ich kam frei.
„Wer bist du und wie kommst du hier her“, bellte Aya den Jungen an. Ihre grünen Augen glänzten unheilvoll und ich wusste jetzt schon, dass es schlecht um den Wasserbändiger stand. Maik bändigte einen Hocker, wo er sich drauf setzte, währenddessen ich mich einfach auf den Boden hockte.

Angstvoll schaute der Jungen uns an, als hätte sein letztes Stündlein geschlagen.
„Aya, du solltest ihn befreien. Er wird nicht weglaufen. Er wird besser reden können, wenn er sich wohler fühlt“, meinte Maik und seine Freundin gehorchte mit einem verächtlichen Schnauben und setzte sich ebenfalls auf ein Hocker, den sie gebändigt hatte. Den Jungen ließ sie aber stehen.
Nach einiger Zeit fing er an zu sprechen: „Mein Name ist Jun. Ich komme vom nördlichen Wasserstamm. Man hat mich losgeschickt, um…“ nervös strich Jun sich durch sein Haar. „Ich meine es gibt Gerüchte, dass…“
„Dass was“, keifte Aya und ihr Freund bedachte sie mit einem bösen Blick.

„Dass der Avatar wieder aufgetaucht ist. Ich wurde damit beauftragt, herauszufinden, ob es der Wahrheit entspricht.“

Unbewusst war ich aufgesprungen und schaute den Wasserbändiger fassungslos an. Meine beiden Freunde schauten ebenso verdattert wie ich, aber in Ayas Blick war nach kurzer Zeit wieder Wut zu finden.
„Damit hat er sich ja auch schon genug Zeit gelassen“, meinte sie und stand auf. „Ich geh schlafen.“
Nach diesen Worten verschwand sie und Maik folgte ihr mit einem entschuldigenden Blick zu den Neuankömmling. Mein Körper zitterte, ob vor Kälte oder aus Freude, konnte ich nicht sagen. Ich dachte an meine Mutter, die ich vielleicht bald wiedersehen konnte und musste lächeln. Ich kannte die Welt nur im Krieg. Nur aus Geschichten wusste ich, wie es war nie in Angst leben zu müssen.

Ich ließ mich auf meinem Bett nieder und deutete auf einen der Hocker. Jun schien zu verstehen und setzte sich.
„Es tut mir Leid, dass Aya dich so angegangen hat“, sagte ich.
Er zuckte nur mit den Schultern. Danach blieb es einige Minuten lang still, bevor er die Stille wieder durchbrach.
„Wer seit ihr eigentlich?“
„Mein Name ist Xia und die anderen sind Maik und Aya. Wir sind sozusagen etwas, was man als Landstreicher oder Nomaden bezeichnen kann“, erklärte ich mit einem Schmunzeln. Bedrückt schaute ich auf den Boden. Ich sollte nicht hier sein, aber trotzdem war ich es. Man hatte mir als ein kleines Mädchen vorausgesagt, dass ich ein großes Potenzial in meinem natürlichen Element besaß, was sich nicht bewahrheitet hatte.

„Wieso bist du auf der Straße gelandet“, fragte Jun weiter.
„Nachdem meine Mutter starb war mein Vatter mit mir völlig überfordert.“ Eine dreiste Lüge. „Deshalb steckte er mich ins Waisenhaus. Einige Jahre hielt ich es dort nicht mehr aus. Dann lief ich davon. Eine Woche lang schlug ich mich alleine durch, bevor mich Maik fand. Er brachte mich zu Aya und…“
Ich erinnerte mich noch so gut daran, als wäre es gestern gewesen. Aya hatte ein Feuer entzündet, was eigentlich nichts spektakuläres sein sollte. Das Feuer war so anders gewesen, als das was ich von der Feuernation nur zu gut kannte. Es war schön. Die Flammen hatten die Kälte vertrieben.
„Xia? Alles gut bei dir?“, durchbrach Jun meine Gedanken.
„Entschuldigung. Ich war nur in Gedanken“, antwortete ich.
„Wovon lebt ihr?“, fragte Jun weiter.

Beschämt sah ich zur Seite. Konnte er nicht mal aufhören zu fragen? Tränen bildeten sich auf meine Wange.
„Wir bestehlen die Menschen“, sagte ich mit Abscheu in der Stimme. „Ich versuche zwar hier und da mein Brot mit ehrlicher Arbeit zu verdienen, aber es reicht nicht für uns drei aus. Maik und Aya sind zwar keine bösen Menschen, aber sie wählen immer den leichten Weg.“
Der Wasserbändiger sah mich mitleidig an.
„Ich denke, dass du das richtige tun wirst, wenn die Zeit kommt. Bestimmt wirst du eines Tages wieder dein Vater treffen und ihm zeigen können, was du alles erreicht hast“, sagte er.
Ich sagte nichts mehr, sondern gab ihm nur eine Decke, bevor ich mich hinlegte. Jun legte sich auf den Boden. Trotz dessen, das ich durch die fehlende Decke nicht mehr allzu weich lag, schlief ich sofort ein.  

Am nächsten Tag brachen wir früh auf, weil Aya und Maik sich plötzlich in den Kopf gesetzt hatte nach Ba Sing Se zu reisen, allerdings hielt sich die Begeisterung in Zaum, als Jun ankündigte uns zu begleiten. Ich hatte nichts dagegen, zumal ein guter Wasserbändiger einige Vorteile bot. Er schien eine freundliche und ehrliche Person zu sein, vor der man keine Geheimnisse haben musste.
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