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The Girl next door

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / FemSlash
Aubrey Posen Beca Mitchell Chloe Beale Stacie Conrad
20.04.2019
09.01.2022
70
162.066
10
Alle Kapitel
60 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.04.2019 2.046
 
Stacie ließ davor den Motor noch ein, zweimal aufheulen, sie wusste wie man die Aufmerksamkeit bekam. Schnell hatten sich auch einige Jungs um uns versammelt und bestaunten ihre Maschine. Aber natürlich nicht nur die. Sie nahm ihren Helm ab und wedelte ihre Haare durch die Gegend und ich rollte mit den Augen. „Stace, du willst doch überhaupt nichts von den ganzen Jungs. Mach sie doch nicht so verrückt.“ „Hey, ich liebe diese Aufmerksamkeit.“ Grinste sie zurück und schlang ihren Arm um mich. Gemeinsam gingen wir in unsere High School, wo wir auf unsere anderen beiden besten Freundinnen trafen. Jessica und Ashley, die beiden waren wir Zwillinge. Man sah sie fast nur gemeinsam und auch im Unterricht saßen sie immer nebeneinander und die eine antwortete für die andere. Ich hab ewig gebraucht rauszufinden, wer wer war aber mittlerweile hatte ich es ganz gut raus. „Hey ihr zwei“ umarmten wir sie und bequatschten, was so abging. „ich hab gehört, wir bekommen jemand neues.“ Ich sah Jessica überrascht an. „Weißt du wen?“ „Ne, keine Ahnung.“ „Na hoffentlich ein heißes Mädchen“ grinste Stacie und ich rollte mit den Augen. Die anderen beiden wussten nicht, dass Stacie und ich es des öfteren noch miteinander trieben und wir wollten das auch nicht an die große Glocke hängen. Das war unser kleines Geheimnis und das machte es nur noch geiler für mich.. Dass wir mal ein Paar waren war aber hinlänglich bekannt.

Es klingelte zur Stunde und wir gingen hinein. Stacie und ich saßen in der vorletzten Reihe. Sie nahm es nicht ganz so ernst mit dem Unterricht aber ganz nach hinten wollte ich auch nicht. Ich war da schon ernsthafter und so hatten wir uns auf diesen Kompromiss geeinigt. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis unser Lehrer in Begleitung einer jungen Dame hineinkam. Sofort hatte diese mein Interesse geweckt. Sie sah wirklich toll aus. Rothaarig, wie unsere neue Nachbarin. In einem roten Top mit einem braunen Cardigan mit einer Jeans und fast bis zu ihren Knien reichenden Stiefel hatte sie die Hände vor sich verschränkt. Etwas schüchtern stand sie neben unserem Lehrer und lächelte vorsichtig in den Raum hinein. Alle anderen laberten noch kreuz und quer durch den Raum und es flogen Papierflieger und Bälle. Nur Stacie und ich blickten nach vorne. „Wow, die ist hübsch“ flüsterte Stacie mir zu. „Ja, da hast du Recht.“ Brachte ich raus ohne meinen Blick von ihr zu nehmen. Sie war nicht nur hübsch, sie war wunderschön. Irgendwann trafen sich unsere Blicke und sie sah mich stirnrunzelnd an bevor sie schmunzelte und den Blick abwendete. „Guten morgen zusammen.“ Ließ unser Lehrer seine Tasche auf den Tisch knallen. Da das aber nichts brachte, nahm er ein Stück kreide und quitschte damit an der Tafel entlang. Ich hasste dieses Geräusch und in mir zog sich alles zusammen. Die Klasse verstimmte. „Schön, dass ich jetzt eure Aufmerksamkeit habe. Wir haben ab heute eine neue Schülerin, die auch hier ihren Abschluss machen wird. Das ist Chloe. Willst du dich kurz vorstellen?“ blickte er sie an. „Ja, klar. Also wie gesagt, mein Name ist Chloe.“ Ihre Stimme war wundervoll. So klar und melodisch. Gott Beca, was redest du denn da? Ich hörte ihr gar nicht richtig zu, sondern sah nur wie sich ihr Mund öffnete und wieder schloss. „ich freue mich euch alle kennenzulernen“ schloss sie wohl gerade ihre Rede. “Und ich erst.” entfuhr es mir leise und Stacie sah mich grinsend an. „Neben Emily ist noch ein Platz frei Chloe.“ Sie nickte und setzte sich in die erste Reihe, ich konnte ihr wundervolles Haar von hier aus bewundern. Leicht gewellt fiel es perfekt über ihre linke Schulter.
Stacie bemerkte wohl, dass ich nicht so ganz bei der Sache war und versuchte mich mal wieder zu ärgern, indem sie mir einen Stift in die Nase stecken wollte. „Einen Centimeter weiter und du bist tot.“ „Du bist ja doch noch anwesend“ grinste sie. „Stacie, ruhe bitte.“ Wurde sie ermahnt und sie drehte sich wieder nach vorne. Wir verfolgten jetzt den Unterricht und im Gegensatz zu Stacie, Die immer wieder versuchte mich abzulenken, arbeitete ich vernünftig mit.

Dann kam die große Pause. Ich erblickte unsere neue, wie sie etwas allein auf einem Stein saß, in ihr Handy schaute und nebenbei etwas aß. Wie kann jemand so wunderschön aussehen, während man eine Banane isst? „Hey, wollen wir uns mal vorstellen?“ Jessica nickte und wir gingen zu ihr. „Hallo Chloe, ich bin Beca, das ist Jessica.“ Sie blickte auf und lächelte. „hallo. Ich weiß, ihr seid auch in meiner Klasse oder?“ Wir nickten. „Seit wann lebst du hier?“ fragte ich sie und Jessica sah mich merkwürdig an. „Das hat sie doch alles schon erzählt?“ „Wann?“ „Vorhin, als sie sich vorgestellt hat.“ „Sorry, ich habe nicht wirklich zu gehört.“ „Sehr unhöflich Becs. Hallöchen schöne Frau, ich bin Stacie.“ Nahm sie ihre Hand und küsste ihren Handrücken. Sie nun wieder. „Ist schon okay.“ Lächelte sie mich an. Gott, dieses Lächeln. Beca, reiß dich zusammen sonst bekommst du wieder nichts mit. „kannst du das für mich nochmal wiederholen?“ „Klar. Ich bin vorgestern hier hergekommen. Ich wohne mit meiner Mutter zusammen, mein Vater lebt leider nicht mehr. Er ist gestorben als ich noch klein war.“ „Das tut mir leid Chlo.“ Chlo? Hab ich jetzt schon einen Spitznamen für sie? Sie grinste. „Darf ich dich dann Becs nennen?“ „Klar. Erzähl weiter.“ Sie nickte. „Naja wir haben vorher in Chicago gewohnt aber aus beruflichen Gründen sind wir hierher gezogen.“  Wer zieht denn aus beruflichen Gründen aus Chicago in diese Kaff? „Vermisst du deine Freunde?“ „Natürlich. Aber ich hoffe, hier auch schnell welche zu finden.“ „Na da bietet sich unsere Becs doch bestimmt gerne an.“ Kam es grinsend von stacie und ich verpasste ihr einen Stoß. Chloe fing an zu grinsen aber in ihrem Blick sah ich auch Interesse. „Wo wohnt ihr?“ „Ich weiß gerade gar nicht, wie die Straße heißt. Soll aber nicht weit von hier sein.“ „Moment, du warst noch nicht in deinem neuen Zuhause?“ „Nein, noch nicht so wirklich. Also ich hab es schon gesehen aber Ich hatte noch in unserem alten zuhause gewohnt während meine Mum uns hier was gesucht hatte und die letzte Nacht war ich bei einer Freundin, da meine Mum gestern Abend erst den Schlüssel abgeholt hat. Sie holt mich nachher ab und dann fahren wir dorthin.“ “Ach das heißt du kennst hier doch schon wen?” “Naja, hier nicht. Sie wohnt schon etwas entfernt aber sie war so lieb, mich hierher zu bringen.” Es klingelte wieder zur nächsten Stunde. „Geht es weiter?“ sah sie mich fragend an.. ich nickte nur und sie stand auf. Gemeinsam gingen wir wieder hinein. „Sag mal Chloe, hast du eigentlich einen Freund?“ kam es  von Stacie und ich seufzte. „was denn Becs, man wird ja fragen dürfen.“ „Ist schon gut Becs. Nein, hab momentan keine Freundin.“ Moment. Freundin? Sie sah wohl meinen verdutzten Gesichtsausdruck. „Ja Beca, ich bin lesbisch.“ „Ich hab gar nichts gesagt.“ Innerlich frohlockte ich gerade. Könnte sie mal wieder jemand sein, auf den ich mich näher einlasse? Abwarten. Wir gingen wieder ins Klassenzimmer und sie setzte sich wieder auf ihren Platz neben Emily. Hätte ich ihr sagen müssen, dass ich auch lesbisch bin? Nein, das hätte sie bestimmt als zu aufdringlich empfunden. Das wird sie schon noch mitbekommen. Aber ich muss ein Auge auf Stacie haben. Das gefiel mir gar nicht, wie sie sie versuchte zu bezirzen und jetzt wo klar war, dass sie mit Frauen in die Kiste sprang… nicht falsch verstehen, Ich gönne Stacie jede heiße Eroberung und jeden One-Night-Stand und sie mir genauso. Oft saßen wir noch am nächsten Tag oder teilweise sogar noch die selbe Nacht zusammen und erzählten von unseren Erlebnissen. Nicht selten erregte uns das so sehr, dass wir es dann auch noch miteinander taten, oder einfach weil der Abend ein totaler Reinfall gewesen war und wir einfach noch schnell geilen Sex brauchten, aber dieses mal ist es anders. Dieses Mal habe ich das Gefühl, dass sie mir mehr bedeuten wird. Also Finger weg, konzentriere du dich mal auf deine Tindergeschichten. Der Unterricht endete und Stacie fuhr mich noch nach Hause. „Danke dir. Viel Spaß auf deinem Date.“ Grinste ich sie an und küsste ihre Wange. „Abwarten. Wenn das nichts wird, gibt es ja noch unseren Ginger.“ Genau damit hatte ich gerechnet. “Halt dich bitte fern von ihr.“ „Oh, hast du etwa Interesse an der?“ „Mal sehen. Aber ja, ich finde sie sehr nett.“ „Soso, nett.“ „Man Stace, ich hab sie doch gerade erst kennengelernt.“ „Ja,  das ist dein Problem. Du brauchst zu lange um jemanden flachzulegen.“ „Ich will sie ja auch nicht flachlegen, Ich glaube wenn, dann will ich etwas ernsthaftes.“ „Seit wann so romantisch? Das warst du bei mir nie.“ „Du stehst ja auch auf andere Dinge.“ “Hast wohl Recht. Aber denk mal daran zurück, als wir zusammengekommen sind. Wie lange du um mich herum geschwirrt bist, total schüchtern. Bloß nichts falsch machen.” “Ich war doch nicht schüchtern.” “Doch und wie. Hätte mich dein Körper nicht so heiß gemacht, Du würdest heute noch um mich herum tänzeln und ich nicht wissen dass du auf mich stehst..” ganz Unrecht hatte sie nicht. “Okay, hast ja Recht. Ich will einfach nichts überstürzen.” “Du bekommst sie schon in die Kiste. Aber vielleicht bin ich ja schneller.” grinste sie mich an. “Bitte Stace…” Sie gab mir einen kleinen Kuss, zwinkerte mir noch kurz zu und machte ihr Visier wieder runter und düste davon. Ich sah ihr noch eine Weile hinterher, bevor ich mich umdrehte und ins Haus ging.

Mein Dad saß am Küchentisch und arbeite irgendwas am Laptop. Da er dort im Anzug saß, musste er wohl gleich wieder zur Arbeit. „Oh, hallo mein Schatz. Wie war die Schule?“ „War okay. Wir haben wen neues in der Klasse. Chloe.“ „Und? Ist die was für dich?“ „Dad, bitte.“ „Was denn? Du hast schon lange keine Freundin mehr gehabt und deine Nächte mit Stacie sind auf Dauer ja auch nichts Wahres.“ „Du weißt davon?“ „Ich bin nicht blöde Beca, auch ich war mal jung.“ „Gott Dad, bitte.“  „Ich mein ja nur. Schön, dass ihr euren Spaß habt und Stacie ist ja auch wirklich nett aber ich wünsche mir mehr für meine Tochter. Schau dir deinen Bruder an, der hat ne vernünftige Beziehung.“ „Ja, der großartige Jesse macht wieder alles besser als ich.“ „So war das doch gar nicht…“ „Ist okay Dad. Abwarten. Sie ist wirklich nett und ja, sie steht auf Frauen.“ „Na dann warte ich mal ab.“ „Anderes Thema. Hast du schon unsere neue Nachbarin gesehen?“ „Ja, heute Mittag. Wir haben uns kurz unterhalten. Sie ist mit ihrer Tochter hier hergezogen. Kommt aus Chicago. Stephanie. Stephanie Beale.“ „Moment, ihr seid schon beim Du?“ „Nachbarschaft eben. Ich finde sie wirklich sympathisch und sie sieht echt toll aus.“ „Och Dad…“ „Hey, ich hab auch das Recht, mal wieder jemanden kennenzulernen.“ „Jaja. Ich bin oben.“ Er nickte und ich lief die Treppe hoch. Ich blickte aus dem Fenster auf die Haustür von gegenüber, die gerade zugegangen war. Sagte er die kommen aus Chicago? Chloe kam doch auch daher. Konnte das sein, dass…? Nein. Das wären zu viele Zufälle. Wie hieß Chloe eigentlich mit Nachnamen? Hatte sie das überhaupt gesagt? Ich muss besser aufpassen auch wenn sie mich so hypnotisiert. Ich zog den Vorhang wieder vor und ließ mich aufs Bett fallen. Schnell machte ich meine Hausaufgaben und spielte dann noch etwas auf meinem Laptop. Irgendwann blinkte mein Handy. Stacie. „Hey, Becs. Treffen war ein voller Erfolg. Fahren jetzt zu ihr. Wünsch mir glück.“ Ich grinste. „Schön für dich, viel Vergnügen und toi toi toi. Bis morgen.“ „Träum schön vom Ginger.“ „Sehr witzig. Holst du mich morgen ab?“ „Sorry, wenn das so endet wie ich es plane, dann bin ich nicht in deiner Ecke. Ansonsten weiß ich ja, dass du mich gerne noch empfängst.“ „Na schön, kannst dich ja noch mal melden.“ „Mach ich.“ Ich legte es beiseite und schaute noch etwas fernsehen. Na danke auch Stace, jetzt musste ich wirklich an Chloe denken. Wohnt sie vielleicht wirklich nebenan? Ich ging zum Fenster und sah hinüber. Im Mondlicht konnte ich Umrisse auf dem Bett erkennen und dort lief auch ein Fernseher, aber ansonsten war alles dunkel. Guckt die den Bachelor? Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und legte mich wieder hin.
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