So wie es das Schicksal wollte

von shuffel22
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 Slash
Adrian Ivashkov Christian Ozera Dimitri Belikov OC (Own Character) Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
20.04.2019
05.11.2019
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20.04.2019 696
 
Und sie starb. Sie hatte alle gerettet – doch nun musste sie den Preis dafür bezahlen. „Wir lassen dich nicht alleine“, flüsterte er sanft, so wie er schon immer war, als er sie im Arm hielt. In seinem Gesicht konnte man, wenn man ihn nicht so gut kannte wie sie es tat, kaum eine Regung aus machen, doch seine Augen sprachen bände. Sie drückten so viel Trauer, Mitgefühl und Angst aus, als wäre ihm das Herz gebrochen. „Sei nicht traurig, nicht wegen mir. Es war mir schon vorherbestimmt und das wussten wir.“ Ihre Stimme war leise, zu leise für das menschliche Ohr, doch der Dhampir und ihre anderen Freunde konnten sie gut verstehen.
Mit jedem Wort, das sie sprach, brach ihre Stimme mehr, bis sie am Ende nicht mehr als ein Flüstern war. Sie sah ihm ein letztes Mal in die Augen, legte ihm mit ihrer letzten Kraft eine Hand auf die Wand, ganz so, als wolle sie ihm die eine Träne wegwischen, die sich ganz unbemerkt aus dem Auge geflossen war und dann wurde ihr Blick starr. Jede Emotion auf ihrem Gesicht verschwand, nur das leichte Lächeln blieb. Sie war gerade gestorben – in seinen Arm. Das Mädchen, das er aus der Heimat kannte, das wilde, nette Mädchen, das so schnell erwachsen geworden war und fast schon zur Familie gehörte. Nein, sie gehörte zu seiner Familie. Sie war eine der wenigen Frauen, die seine Seele kannten, die ihn vollkommen verstand, ohne dass er auch nur ein Wort sagen musste.
Er schloss sanft ihre Lieder und hielt sie noch eine Weile im Arm. Er konnte sie noch nicht loslassen und keiner der Anwesenden zwang ihn dazu. Sie verstanden ihn und wollten ihm die Zeit geben, sich von ihr zu verabschieden. Nach einer Weile merkte er, wie sich eine Hand auf seine Schulter legte. Er drehte den Kopf und sah die Frau, die er so sehr liebte, seine Gefährtin, mit der er schon so vieles durchstanden hatte. In ihrem Blick sah er, dass es Zeit war, zu gehen. Auf ihren Lippen lag ein trauriges Lächeln, als sie zu der Frau in seinen Armen sah. Sie hatte sie gemocht – jeder mochte sie. Egal ob Mensch, Moroi oder Dhampir.
Er nickte und stand auf. Er trug sie auf dem Arm, und sie wirkte ganz so, als würde sie nur schlafen.
Beide Dhampire kehrten zu den anderen zurück. Alle hatten ein trauriges Lächeln auf dem Gesicht. Als er zu den übrigen drei sah, erkannte er, dass sie Tränen in den Augen hatten. Die drei Moroi hatten die Szene aus etwas Entfernung beobachtet, doch auch ihnen war das Mädchen auf seinen Armen nicht unbekannt. „Wir können gehen“, sagte er leise und machten sich auf den Weg zurück zum Hof. Er sah wie seine Gefährtin zu der weiblichen Moroi ging und ihre Hand nahm. „Es war nicht deine Schuld, Liss. Das weißt du, keiner von uns trägt die Schuld.“ Lissa nickte, sie wusste es und sie alle wussten auch, wer die Schuld trug. „Katja würde nicht wollen, dass du dich schuldig fühlst, Lissa.“ Die Stimme, die nun sprach, war so sehr mit Trauer gefüllt, dass es sich anfühlte, als würden alle fühlen können, wie sein Herz gleich zerriss. „Sie wollte – sie hat uns beschützt.“ Und er hat sie geliebt. Er musste es nicht aussprechen, denn es war jedem Anwesenden klar.

Was war bloß geschehen, dass es so weit gekommen war?
War das das Ende?

Schweiß gebadet wachte Katja auf. "Was war das denn gerade", murmelte sie verschlafen. Es hatte sich so real angefühlt, so echt, als wäre es ihr schon mal passiert. Aber in diesem 'Traum' war sie älter, mindestens drei Jahre und sie kannte auch niemanden in diesem Traum. Nein, dass stimmte nicht ganz. Eine Person kannte sie. auch er war älter geworden, aber sie erkannte ihn. Sie würde ihn immer wieder erkennen. Die Person, die sie im Arm hielt, als sie gestorben war. Es war Dimitri. Aber Dimitri war schon seit langer Zeit in den USA, warum tauchte er in diesem Traum aus.
Sie schüttelte den Kopf. Es war nur ein dummer Traum, sagte sie sich in Gedanken.

Es war ein Traum, den sie niemals vergessen würde.
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