Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / EXO / Mr. Park~

Mr. Park~

KurzgeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Byun Baekhyun Park Chanyeol
20.04.2019
09.11.2019
8
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Kurzgeschichte. ‘Mr. Park~’

Kapitel 8. ‘Das letzte Gespräch’




25. Oktober 2019 - Freitag

Tagelang hatte Baekhyun sein Handy ausgeschaltet. Er hatte es nicht einmal angefasst oder auch nur beachtet. Gleichzeitig hatte er aber immer das gigantische Verlangen, danach zu greifen, einfach um eine Reaktion zu sehen, zu lesen. Eine Reaktion auf seine Worte, eine Reaktion, vor der Baekhyun unheimliche Angst hatte. Es war unerträglich. Vielleicht konnte man sogar sagen, dass es schmerzte. Diesmal waren sie einen Schritt zu weit gegangen. Nein, Baekhyun war ein Schritt zu weit gegangen. Es war nicht die richtige Situation, nicht der richtige Zeitpunkt und besonders war das ganz bestimmt nicht die richtige Art, um Chanyeol endlich seine Gefühle zu gestehen. Nicht jetzt und nicht so. Er wollte es Chanyeol sagen. Aber das, war nicht das, was Baekhyun gewollt hatte.

Tagelang hatte Baekhyun keinen Kontakt zu seinen Freunden und absolut keinen Kontakt zu Chanyeol. Das Handy, gab ihm die Möglichkeit seine Beziehungen zu gestalten, aufzubauen und zu halten. Doch ohne Handy, war eben das nicht mehr Möglich. Und wenn auch die Angst ihn dazu verleitete, hatte er noch nicht die Kraft mit seinen Freunden darüber zu sprechen. Nicht mal mit seinem besten Freund. Baekhyun wollte nicht an sein Handy. Baekhyun wollte mit überhaupt keinen interagieren.

Tagelang versuchte Baekhyun zu verdrängen, dass er dem älteren Mann seine Liebe gestanden hatte. Seine Gedanken versuchte er vollkommen nur auf die Schule zu konzentrieren. Alles andere wurde plötzlich nebensächlich. Alles andere war egal. In ihm war dieses enorme Gefühl der Unsicherheit. Vielleicht würde Chanyeol gut darauf reagieren, vielleicht aber auch nicht. Doch für Baekhyun war es einfach der falsche Zeitpunkt und all das versuchte er zu vergessen. Er versuchte es einfach zu verdrängen aus seinen Gedanken und aus seinem ganzen Körper. Eine Beziehung, würde er zu dieser Zeit vernachlässigen. Zumindest würde eine Beziehung ihre komische Situation nur noch mehr erschweren. Und Chanyeol als Freund zu verlieren, würde er nicht ertragen können. Es war sichtlich nicht richtig. Es war einfach zu früh.

Nachdem er sich endlich dazu überwinden konnte, sein Handy zur Hand zu nehmen und nach zögerlichen zehn Minuten auch einzuschalten, geriet er ins stocken. Es war fast eine Woche vergangen, seit er sein Geständnis gemacht hatte. Vielleicht hatte er das Gefühl, dass er zu den meisten Freunden eine Beziehung aufgebaut hatte, die transparent war. Das machte sie durchschaubar. Folglich hatte er mit den dutzenden Nachrichten seiner Freunde, hauptsächlich von seinem besten Freund gerechnet. Im Laufe der ganzen Zeit hatte er das Gefühle bekommen, dass diese Transperenz auch bei ihm und Chanyeol aufzufinden war. Aus diesem Grund hatte er eine Ahnung, wie Chanyeol reagieren könnte, was vermutlich auch seine Angst begründete. Zur gleichen Zeit hatte er aber bereits schon bemerkt, dass sein Gefühl ihn täuschte. Es konnte gar nicht so durchschaubar sein, wie er glaubte. Jetzt verstand Baekhyun, dass sie einander nicht kannten. Immer noch nicht. Sie waren einander immer noch fremd.

Baekhyun hatte es endlich geschafft, sich der Realität zu stellen und wollte auf die Reaktion von Chanyeol eingehen. Auch wenn er vielleicht noch nicht bereit dazu war. Ihm war bewusst, dass er nicht noch länger warten konnte. Schlussendlich würde er alles nur noch schlimmer machen.

Er hatte Anrufe bekommen, doch keiner war von Chanyeol. Der Ältere hatte nicht versucht ihn zu erreichen.
Er hatte Nachrichten bekommen, doch in keiner hatte Chanyeol auf sein Geständnis reagiert. In keiner der Nachrichten, wollte Chanyeol ihre Freundschaft beenden. Nicht einmal die Bitte um ein Gespräch. Im Großteil kamen die Nachrichten nur von seinen Freunden.

Einzig und allein eine Nachricht, war wirklich von Chanyeol selbst und genau eben diese ließ ihn letztlich stutzen. Nein, es war nicht so, dass Chanyeol ihm gestand, dass selbe zu empfinden. In der Nachricht stand nicht ein Wort. Kein einziges. Er verharrte in seinen Bewegungen und sein Blick fokussierte den Bildschirm.

Das konnte nicht wahr sein? Das ergab doch keinen Sinn?

Chanyeols einzige Nachricht, erst wenige Tage alt, enthielt ein Video. Es wurde nicht direkt an dem Tag des Geständnis verschickt.
Ein ungewolltes Kribbeln ging durch seinen Bauch und breitete sich weiter in seine Glieder aus. War das nun ein gutes Zeichen oder ein schlechtes? Baekhyun hatte das Gefühl, dass es eine Mischung aus genau beidem war. Aber wer verschickte, nachdem er ein Geständnis bekommen hatte, ohne Kommentar ein Video, in welchem man sich selbst befriedigte? Natürlich hatte Baekhyun auch ein solches Video verschickt. Sogar als erster. In Folge dessen, war es vielleicht nicht sonderlich verwunderlich, dass eine solche Nachricht erhalten hatte. Nichtsdestotrotz war es komisch, dass es wirklich dazu gekommen war. Nachdem er gestanden hatte, Chanyeol zu lieben, war es die letzte Reaktion, die Baekhyun erwartet hatte. Es war nicht normal, dass Chanyeol sowas verschickte. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Zudem war es nicht einmal am gleichen Tag gewesen.

Baekhyun verstand die Welt nicht mehr. Baekhyun verstand gar nichts mehr. Mit stark klopfenden Herzen, sperrte er sein Handy und legte es schwer atmend neben sich. Diese ganze Situation wurde ihm zu viel. Erst gestand er seine Gefühle, schaltete über Tage hinweg sein Handy aus und als Reaktion bekam er nur das?
Das war ganz bestimmt keine Antwort auf sein Geständnis. Daraus resultierend bedeutete es, dass er von seinem Schwarm keine Art der Reaktion erhalten hatte.

Ein Video. Keine Antwort. Keine Nachrichten und keine Anrufe.
Zum einen war es befremdlich, dass er sowas erhielt, ebenso wie Chanyeols Verhalten.
Sie telefonierten mehrmals die Woche und schrieben jeden Tag. Das Chanyeol nicht ein einziges mal in der vergangen Zeit versucht hatte ihn in irgendeiner Form zu erreichen erschien ihm wie eine klare Antwort auf seine gesagten Worte. Chanyeol wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben und Baekhyun würde ihn als Freund verlieren. Im Widerspruch dazu stand nur, dass er wenige Tage nach eben diesen Worten, von Chanyeol das Video erhalten hatte.

Sein Handy klingelte auf und riss Baekhyun aus seiner anhaltenden Starre. Mit schnellen Handgriffen und einem schmerzhaften Hieb, knallte die Kante seines Gerätes dabei gegen sein Kinn, doch schließlich schaffte er es, sein Ohr zu erreichen.

,,Hallo?’’
,,Du Wichser! Weißt du eigentlich was für Sorgen Kyungsoo sich die ganze Woche gemacht hat und wie schwierig es für mich war, ihn daran zu hindern, direkt zu dir zu fahren? Und dann meldest du dich einfach nur mit einem einfachen ,Hallo’?’’

Ohne darüber nachzudenken was er tat, worin er zur Zeit scheinbar wirklich gut war, drückte er Jongin weg und hatte eine andere Nummer gewählt.

,,Park?’’

Baekhyun’s Mund öffnete sich und sein Körper verkrampfte sich. Sein Atem wurde stockend und die Worte blieben ihm im Hals stecken.

,,Baekhyun? Hallo?’’

Tränen bildeten sich in seinen Augen. Der falsche Zeitpunkt.

,,Okay? Schläfst du wieder einmal?’’

Jongin war ein Arsch!
Nur wegen ihm war er heute in dieser Situation. Nur wegen ihm, hatte er sich in einen fremden Mann verliebt. Auch wenn er ihm aus dem gleichen Grund dankbar war.

,,Du schläfst gar nicht oder? Du kannst mich ganz genau hören. Bist du sauer auf mich? Oder ist irgendwas passiert? Weinst du Baekie?’’

Wie dumm war er eigentlich?
Wie dumm war Chanyeol eigentlich?
Wie dumm waren sie beide eigentlich?

,,Du Arsch.’’
,,Arsch. Idiot. Alles was du willst, wie immer. Für dich bin ich gerne alles was du willst. Aber wirklich Baekie, was ist los? Habe ich irgendwas gemacht?’’
,,Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich…-’’

,,Baekhyun… du kannst mit mir reden. Ich bin immer da, um dir zuzuhören.’’
,,Und was ist, wenn ich das nicht mehr will? Das ganze hier? So wie es jetzt ist? Ich kann nicht mehr mit dir reden. Das geht so nicht…’’
,,Baekhyun…’’

Heiß, als würden sie ihn verbrennen wollen, ihn verurteilen, merkte er die Tränen über seine Wangen laufen. Es wurde ihm zu viel. Das Ganze mit Chanyeol wurde ihm zu viel.
,,In Ordnung. Du brauchst nicht zu reden. Aber wenn du nicht mehr mit mir reden kannst, können wir nicht telefonieren. Wir können schreiben. Oder du hörst nur mir zu. Wir können uns auch anschweigen.’’
,,Und was ist, wenn ich das auch nicht mehr will? Wenn ich will, dass es unsere letztes Gespräch ist?’’
,,Das würde ich dir nicht glauben.’’
,,Warum bist du so?’’
,,Wie denn? Ich habe keine Ahnung, was hier los ist. Wie soll ich mich denn da verhalten?’’

Keine Ahnung was hier los war? Entweder hatte Chanyeol seine Worte, in der letzten Woche nicht verstanden oder er ignorierte es einfach. Und Baekhyun tippte auf das zweite. Warum auch immer der Ältere das machte.

,,Ich hasse dich.’’
,,In Ordnung.’’ Im Anschluss folgte das Besetztzeichen.

Baekhyun’s Brust verkrampfte sich, seine Herzfrequenz stieg an, die Luft in seinen Lungen schien in diesen eingesperrt zu sein und schließlich fiel seine ganze Welt in sich zusammen.






13. Dezember 2019 - Freitag der 13.

,,BAEKHYUN!!!’’

Genervt verzog der Angesprochene das Gesicht und verdrehte die Augen. Er hatte gar keine Zeit, um sich auf die andere Seite zu drehen oder seinen Unmut wirklich raus zu lassen, als die Tür bereits laut aufflog und gegen die Wand knallte. Kyungsoo hatte innerhalb von wenigen Sekunden seinen Monolog angefangen, dem Baekhyun gar nicht weiter folgte. Konnte er denn nicht einmal Ruhe haben? Konnte er denn nicht einfach für sich alleine sein?

,,Wir sind seit einem Tag hier und ich habe deinen Mitbewohner mehr gesehen als dich. Und mal im ernst, ich wollte nicht alles wissen, was er mir erzählt hat.’’

Uninteressiert suchte Baekhyun nach seinem Handy und mit einem müden Blick, warf er es schließlich wieder zur Seite. In den letzten Tagen durfte er sich bereits anhören, wie entkräftet er aussah. Zwischenzeitlich hatte er sogar hören müssen, dass sein Gesicht eingefallen wäre.
Aktuell fühlte er sich aber auch kraftlos. Lustlos. Gefühllos.

,,Baekhyun..’’

,,Ich hab keine Lust.’’
,,Auf uns?’’
,,Auf gar nichts. Ich mache doch eh alles immer nur falsch.’’
,,Das stimmt doch gar nicht.’’ Kyungsoos Blick wurde weicher und mit langsamen, fast schon vorsichtigen Schritten kam er Baekhyun’s Bett näher. Mit einer minimalen Geste, fragte er um Erlaubnis, ehe er sich auf das Bett setzte. Seine Hand strich über Baekhyun’s zugedecktes Bein. ,,Du solltest dich nicht so fertig machen und stattdessen endlich deinen Mund aufmachen.’’

,,Ich war ein Arschloch. Ein richtiges Arschloch.’’
,,Was genau hast du eigentlich gemacht? Du hast es mir nie richtig erzählt. Und so wie ich es verstanden habe, hast du den anderen drei noch gar nichts über die ganze Sache erzählt. Wieso verschweigst du es ihnen so lange? Sie haben keine Ahnung, was in der letzten Zeit eigentlich mit dir los ist. Dabei hat die Geschichte bereits im April angefangen. Jetzt haben wir Dezember.’’
,,Und vor sechs Wochen hat die Geschichte geendet.’’
,,Hat sie bestimmt nicht.’’
,,Es ist vorbei. Das Ganze. Ich habe mich beschissen verhalten.’’

Kyungsoo seufzte auf und schüttelte mit dem Kopf. ,,Erzähl es mir.’’
,,Ich habe ihm meine Liebe gestanden. Und er hat es gar nicht mitbekommen oder einfach ignoriert. Ich weiß nicht, ob ich deswegen sauer war, oder traurig oder schlicht überfordert. Aber ich war fies zu ihm und ungerecht. Was ich gesagt habe, war nicht fair. Und dann hat er einfach aufgelegt.’’
,,Und dann? Sechs Wochen lang hat er dich deswegen weggedrückt?’’

Beschämt senkte Baekhyun seinen Blick und spielte mit seiner Decke. Kleinlaut gab er Kyungsoo eine Antwort. ,,Er hat auf jeden Fall sechs Wochen nicht versucht mich zu erreichen.’’
Sichtbar fassungslos schloss Kyungsoo seine Augen und versuchte ruhig zu bleiben. ,,Was hast du zu ihm gesagt?’’
,,Das ich vielleicht nicht mehr mit ihm reden will und das ich ihn hasse?’’
,,Ist das eine Frage oder eine Antwort? Verdammt Baekhyun. Es ist ja wohl kein Wunder, dass er dich nicht mehr versucht anzurufen. Er denkt, du willst nicht mehr mit ihm befreundet sein, oder was auch immer. Und jetzt mal im Ernst, er ist nicht der einzige, der sich melden könnte. Wieso hast du ihn nicht angerufen? Meiner Meinung nach, ist es deine Aufgabe und nicht seine. Du rufst da jetzt auf der Stelle an und klärst das mit ihm!’’

,,Und dann?’’
,,Sag ihm endlich richtig, was er dir bedeutet!’’

Kyungsoo stand auf und massierte sich die Schläfen. ,,Sechs Wochen… Du bist ein Idiot Baekhyun.’’

Geschlagen suchte Baekhyun erneut nach seinem Handy und wartete, bis sein bester Freund aus dem Raum gegangen war. Sein Körper war gefüllt mich Unsicherheit, während er die Nummer seines Schwarms heraus suchte und wähle.

Und schließlich verstand er wie dumm er war. Wie scheiße er war. Und das es seine eigene Schuld war, dass er vor sechs Wochen und innerhalb der sechs Wochen, den wohl dümmsten Fehler seines Lebens begangen hatte.

,,Kein Anschluss unter dieser Nummer.’’


...








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#Update: 09. November 2019 - Samstag - 12: 16 Uhr
#Musikempfehlung: BewhY - Gottasadae

#Kommentar:
Hey ^-^

Irgendwie kam da so ein Motivationsschub an und ja. Hier ist das nächste Kapitel ^-^

Im Gegensatz zu den letzten Malen bin ich richtig zufrieden mit dem Kapitel.
Ich hoffe euch hat es auch gefallen (wobei ich mir irgendwie schon denken kann, dass nicht jeder damit zufrieden sein wird :D - keine Sorge. Ich musste beim Schreiben selbst anfangen zu weinen… Naja)

Okay. Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Bin etwas nervös, wie ihr reagiert :D
Bis dann
Liebe Grüße Jana <3
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