Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / EXO / Mr. Park~

Mr. Park~

KurzgeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Byun Baekhyun Park Chanyeol
20.04.2019
09.11.2019
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Kurzgeschichte. ‘Mr. Park~’

Kapitel 1. ‘Wahrheit oder Pflicht. Pflicht. Pflicht.’



12. April 2019 - Freitag

,,Ich will einfach nur schlafen’’, jammerte Baekhyun, während er einen Schluck seines Getränkes zu sich nahm. Sofort verzog er angewidert das Gesicht, nahm direkt daraufhin einen weiteren Schluck.
,,Hör auf zu jammern und sag endlich, ob Wahrheit oder Pflicht’’, gab Jongin, ohne jegliches Mitgefühl von sich. ,,Du hattest ja auch keine scheiß anstrengende Woche, du Idiot’’, zischte Baekhyun nur und besah die Flasche vor sich. Mit ihrem Kopf zeigte sie auf Baekhyun. Schließlich seufzte er auf. ,,Na gut, wenn wir schon trinken und dieses dämliche Spiel spielen müssen, dann auch richtig. Gib mir eine Pflicht!’’ Völlig überzeugt von sich gab Baekhyun seinem Kumpel schließlich eine Antwort. Er unterschätzte ihn in dem Moment und hätte es nicht machen sollen. Kurz überlegte Jongin noch einmal, ehe sein Gesicht sich erhellte und ein dreckiges Grinsen zeigte. Somit zu spät, bemerkte Baekhyun seinen Fehler. ,,Du hättest Wahrheit wählen sollen’’, lächelte Kyungsoo. Geschlagen nickte Baekhyun.

,,Ich will, dass du irgendeine fremde Nummer aus dem Telefonbuch raussuchst und dort anrufst’’, Jongins Grinsen wurde breiter, Baekhyuns rechte Augenbraue dagegen zog sich nach oben. ,,Ein Telefonstreich. Da hatte ich bei dem Grinsen gerade schlimmeres erwartet.’’
,,Dann lass mich auch ausreden und sprich mir nicht einfach dazwischen.’’ Während Jongin die Worte aussprach, legte er den Kopf auf die Seite. ,,Du hättest wirklich Wahrheit nehmen sollen’’, wiederholte Junmyeon die Worte von Kyungsoo zuvor.

,,Ich will, dass du eine fremde Nummer anrufst und die Person an der anderen Leitung zum Telefonsex überzeugst’’, lachte Jongin.

,,Du hättest Wahrheit wählen sollen’’, gaben Kyungsoo und Junmyeon gleichzeitig von sich. Sogar Sehun hatte die Worte mitgesprochen, welcher für normal in einem solchen Falle hinter Jongin gestanden hätte.

,,Das ist nicht dein Ernst’’, flüsterte Baekhyun geschockt. Sein Mund stand offen und sein ganzes Gesicht schrie sein vollkommenes Entsetzen aus. Selbst seine Körperhaltung schrie allein das. Baekhyun war geschockt und entsetzt. Letztlich wusste er, dass er keine Wahl hatte und diese Pflicht erledigen musste. Geschockt und übermäßig entsetzt. Jongin war kein Kumpel. Jongin war ein Arsch.

,,Mein vollkommener Ernst.’’ Nicht nur mit seinen Worten verschlimmerte er die Situation. Baekhyun erkannte, dass es ernst gemeint war und er wirklich keine Wahl hatte. Jongin würde nicht zulassen, würde Baekhyun sich verweigern wollen. Und in den Jahren hatte Jongin einige Tricks mehr erlernt, wie er Baekhyun zu solchen Pflichten bekommen konnte. Vollkommen gegen Baekhyuns Willen. ,,Ich hasse dich.’’ ARSCH!

,,Ach komm schon. Du bist doch Baekhyun. Du kannst das’’, lachte er auf und stand bereits auf, um das Telefonbuch zu holen. ,,Jongin, das kannst du nicht ernst meinen.’’
,,Kyungsoo, sei glücklich. Mein Plan war zuvor, dass du diese Aufgabe bekommst. Nur weil Baekhyun so rumgejammert hat, ist er nun derjenige, welcher sie bekommen hat.’’

,,Ich hasse dich’’, wiederholte Baekhyun erneut und schüttelte den Kopf. Jongin hatte bereits das Telefonbuch aufgeschlagen auf dem Tisch liegen und sein Finger zeigte auf eine unbekannte Nummer. ,,Du darfst auch in einen anderen Raum, wenn es dir lieber ist’’, lächelte der Jüngere ihm leicht zu. Man könnte meinen, dass er Mitgefühl zeigte. Doch allein durch seine Taten war klar, dass er keins besaß. Demnach hatte er bereits Baekhyuns Telefon geschnappt, die Nummer eingegeben und es schließlich dem, immer noch völlig geschockten, Jungen in die Hand gedrückt. ,,Wenn du nicht willst, dass wir alles mitbekommen, dann darfst du wirklich in einen anderen Raum gehen. Dein Schlafzimmer würde sich bestimmt gut eignen’’, Jongin wackelte mit den Augenbrauen, ,,Du musst dir dann nur überlegen, wie du es uns beweisen willst.’’

Mit grimmigen Gesichtsausdruck stand Baekhyun auf und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Er betrat sein Zimmer, die Tür flog mit einem lauten Knall ins Schloss. Jongin hatte sie nicht mehr alle. Er hasste ihn in diesem Augenblick so unglaublich sehr.

Mit einem letzten tiefen Atemzug, drückte Baekhyun auf den grünen Hörer und wartete. Er war nervös und kam sich vollkommen bescheuert vor. Er hatte nicht einmal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn er den Fremden nicht dazu bekommen würde.

,,Park?’’

,,Byun.’’

Seine Augen hatten sich geweitet, seine Atmung sich verschnellert.
Oh ja. Das war eindeutig das peinlichste und schlimmste was er je gemacht hatte und machen würde. Er konnte das doch nicht wirklich durchziehen, oder etwa doch? Jongin hatte Recht. Er war Byun Baekhyun und er würde es können. Aber es war so falsch. Grundlegend einfach nur falsch.
,,Ähm… Ja Hallo’’, sprach er dann. Seine Stimme zitterte und er hatte keine Ahnung, was er hier eigentlich tat. Wieso hatte er nicht einfach gesagt, dass er es nicht tun würde? Jongin hätte ihn schlecht dazu zwingen können. Nicht dazu- vermutlich schon, aber er bereute es, nicht wenigsten versucht zu haben, sich gegen diese Pflicht zu wehren. Baekhyun war so verdammt dumm und er hätte seine Freunde von anfang an, nicht in seine Wohnung lassen sollen.

,,Hallo?’’ kam es fragend zurück. Baekhyun merkte, dass der Mann -Mann- auf der anderen Seite verwirrt war.

,,Es tut mir leid für die späte Störung’’, lachte Baekhyun leise. Er war nervös und dumm. ,,Ich habe nur so unheimlich dumme Freunde’’, Ja. Ja, seine Freunde waren sogar noch dümmer als er selbst. Aber dazu zu erwähnen war vermutlich ein dummer Start in diese Pflichtaufgabe. Gott, Baekhyun war wirklich dumm.

,,Okay?’’

Eine Stille entstand und Baekhyun hatte keine Ahnung, was er sagen sollte. Der Mann war ein Fremder. Und den sollte Baekhyun zu Telefonsex animieren? Wie sollte das bitte funktionieren? Welcher normale Mensch würde sich darauf einlassen? Baekhyun natürlich davon ausgeschlossen, immerhin hatte er sich bereits eingestanden, dass er dumm war.

,,Wie alt bist du? Denn ich gehe davon aus, dass ich es hier mit irgendeiner Art von Aufgabe zu tun habe und so wirklich sicher, ob ich nicht doch lieber gleich wieder auflegen soll, bin ich mir nicht. Wahrscheinlich hätte ich es schon längst wieder tun sollen’’, die letzten Worte flüsterte der Mann, weswegen Baekhyun glaubte, dass er sie eher zu sich selbst, als zu Baekhyun gesprochen hatte.

,,23. Und ja. Der mir die Aufgabe gestellt hat, ist aber noch mal ein paar Jahre jünger als ich’’, gab Baekhyun geschlagen zurück. Wahrscheinlich war jetzt schon klar, dass es zu nichts führen würde. Nicht das er es wollte. Aber Baekhyun kannte seine Freunde. Und plötzlich wurde ihm bewusst, dass Jongin ihn wahrscheinlich doch hätte zwingen können. Vielleicht war Baekhyun nicht ganz so dumm.

Ein seufzen erklang. ,,Worum geht es denn überhaupt?’’

,,Ähm…’’ Baekhyun stockte. Er würde es ganz bestimmt nicht aussprechen. Ungehalten fing er an zu lachen und schüttelte mit dem Kopf.

,,Okay? Also ich bin 27 Jahre alt. Meine Freunde machen dasselbe auch immer noch mit mir, falls dir das die Nervosität, oder was auch immer nimmt. Mit Telefonstreichen kenne ich mich gut aus. -Was wahrscheinlich der Grund ich, wieso ich noch nicht aufgelegt habe. Ist wahrscheinlich die Rache, die ich zu ertragen habe.’’

,,Tut es ehrlich gesagt nicht. Aber trotzdem nett von dir’’, lachte Baekhyun nur.

,,Hey. Erzähl mir, was deine Aufgabe ist. Vielleicht kann ich dir helfen, wenn du es mir sagst und vielleicht hast du damit Glück, dass du mich erreicht hast und nicht irgendwen anderes.’’ Ein dunkles Lachen ertönte und Baekhyun merkte wie ihm ein Schauer über den Rücken lief. Das war eine sehr komische Situation gerade.

,,Ähm, okay? Also…’’, Baekhyun zögerte. Aber konnte man es ihm übelnehmen?
,,Ich sollte jemand fremden anrufen’’, erneut setzte eine Pause ein. Baekhyun musste sich zwingen, es auszusprechen. Der fremde Mann schien es zu bemerkten.

Wenn er selbst Telefonstreiche kannte und sie selbst schon tun musste, dann sollte es doch kein Problem sein? Er würde Baekhyun schon nicht den Kopf abreißen. Okay, er würde es auch nicht können. Immerhin wusste er nicht, wo Baekhyun wohnte, was wohl wirklich sein Glück war.

,,Nagut. Ich sollte jemand fremden anrufen und die Person zu Telefonsex bekommen’’, sprach er schließlich die Worte, viel zu leise aus. Doch das Lachen bestätigte ihm, dass man ihn verstanden hatte.

,,Wow. Und ich dachte, meine Freunde wären schlimm. Deine sind nochmal einige Stufen schlimmer’’, der Mann lachte immer noch und irgendwo beruhigte Baekhyun das. ,,Da du so frei sagst, was die Aufgabe ist, gehe ich davon aus, dass sie nicht anwesend sind, ihnen aber einen Beweis geben sollst?’’

Baekhyun nickte überfordert. Zuvor hatte er schon keine Ahnung, was er eigentlich denken sollte, doch diese Situation fand er noch komischer. Jetzt wusste er wirklich gar nicht mehr, wie er seine Gedanken zu ordnen hatte.
Nach wenigen Sekunden bemerkte er, dass er nicht gesehen werden konnte und gab ein raues ‘Ja’ von sich. Das war so unsagbar peinlich und dumm, was er hier tat.

,,Okay. Dann würde ich vorschlagen, dass du gleich das Telefon auf Lautsprecher stellst und egal was kommen mag, wirst du es dabei belassen, zu deinen Freunden zurückkehren. Danach gehst du zurück dahin, wo du dich jetzt befindest’’, Baekhyun verzog das Gesicht und war schon fast dabei, den Anweisungen zu folgen, als die angenehme Stimme -wie Baekhyun feststellte- erneut erklang. ,,Oh. Und dein Name wäre nicht schlecht.’’

Verwirrt nannte Baekhyun seinen Namen und stellte das Telefon auf Lautsprecher. Er bestätigte seine Handlung noch mal und machte sich auf den Weg zurück ins Wohnzimmer.

Am liebsten wäre er sofort wieder umgedreht, als der Mann an der Leitung anfing zu stöhnen, noch bevor er seine Freunde erreicht hatte. Gott, das war wirklich peinlich.
Er hörte das Stöhnen, hörte seinen Namen und die Worte, was der Mann ‘’angeblich’’ gerade bei sich selbst machte.
Baekhyun hatte verstanden, doch es war unsagbar peinlich.

Als er schließlich die die geschockten Gesichter seiner Freunde sah, drehte er schnell wieder um, rannte zurück in sein Zimmer und verschloss die Tür wieder. Ohne zu zögern stellte er den Lautsprecher wieder aus. ,,Okay. Ich bin zurück in meinem Zimmer.’’ Die Geräusche nahmen ein Ende und ein Lachen ertönte.

,,Haben sie es geglaubt?’’

,,Ich denke schon…’’

,,Dann war es doch erfolgreich’’, lachte der Mann erneut.

Baekhyun war weiterhin verwirrt. Wieso nahm der Mann das so gut auf? Hätte er nicht schon allein verärgert über den Anruf sein müssen?

Und es blieb peinlich. Unsagbar peinlich.

,,In Ordnung. Es hat mir sehr gefallen Baekhyun und du hast mir einen wunderbaren Orgasmus beschert’’, Wieder ein Lachen. Baekhyun merkte, wie seine Wangen eine rötliche Farbe annahmen. Es war ihm zwar zuvor noch nie passiert, aber diese Situation brachte ihn einfach dazu.
,,Meld dich mal wieder’’, hörte er die Worte, ehe das Gespräch beendet wurde.

Seufzend ließ Baekhyun sich zurück in sein Bett fallen. Das. War. Peinlich!
Aber irgendwo war er auch froh, dass er nicht wirklich jemanden dazu bringen musste, mit ihm Telefonsex zu haben. Er war glücklich darüber, dass der Mann -Park- es mit Humor genommen hatte und ihm dabei geholfen hatte, es wenigsten vorzugeben. Einen Beweis konnte Baekhyun auch da legen. Denn irgendwo hatte der Koreaner schon die Ahnung, dass Jongin ihn wahrscheinlich dazu gezwungen hätte, ihm weitaus andere Beweise zu zeigen. Und das wollte Baekhyun wirklich nicht. Die könnte er so nicht einmal erbringen.


,,Unglaublich…’’ hauchte Jongin und nahm das Telefon entgegen. ,,Ich hätte nicht gedacht, dass du es schaffen würdest. Aber wow, dieser Mann war ja mehr als nur etwas von dir angetan. Du musst mir unbedingt sagen, wie du das geschafft hast. Diese Technik würde ich gern beim nächsten Mädchen testen, die ich kennenlerne.’’

,,Tja Jongin. Du bist nicht ich. Von daher wirst du diese Technik nicht bei deinem nächsten Mädchen anwenden können. Da musst du dir schon eine eigene überlegen’’, lachte Baekhyun, dessen Nervosität endlich wieder nachließ.







13. April 2019 - Samstag

‘Meld dich mal wieder.’

Komisch. Es war komisch und weiterhin peinlich, aber das Tuten war weiterhin zu hören. Baekhyun würde keinen Rückzieher machen, dass hatte er sich selbst geschworen.

,,Park?’’

,,Byun.’’

,,Oh? Hallo Baekhyun. Was verschafft mir die Ehre? Kann ich dir wieder helfen, oder willst du mir wieder helfen?’’

Baekhyun merkte den Humor, doch ihm selbst war es immer noch zu peinlich.

,,Ich… ich will mich einfach nur für den gestrigen Anruf entschuldigen. Ich kenne dich zwar nicht und ich hätte es auch einfach dabei belassen können. Doch ich fand es nicht richtig. Es tut mir einfach so unglaublich leid.’’
Baekhyun seufzte nach den Worten auf. Es tat ihm wirklich unglaublich leid. Und noch mehr tat es ihm leid, dass er am Morgen selbst angetan war, von den Geräuschen, die er von dem Mann gehört hatte. Sie waren nicht echt gewesen, dessen war Baekhyun sich bewusst. Ebenso wie er wusste, wie gruselig es eigentlich war, weil er den Mann so wirklich gar nicht kannte. Aber es war der Fall gewesen. -Aber nicht, dass er das ‘’Mr. Park’’ gegenüber erwähnen würde. Es machte die ganze Situation nur noch peinlicher für Baekhyun, weshalb er sich nur knapp eine Stunde später dazu entschied, erneut anzurufen und sich für das ganze noch mal zu entschuldigen.

,,Aber Baekhyun’’, der Mann -Mr. Park-, lachte erneut auf und Baekhyun bemerkte, dass dieser ziemlich häufig lachte, ,,Deswegen musst du dich wirklich nicht entschuldigen. Es war lustig. Und nur um das klar zu stellen, wenn ich wirklich eine Entschuldigung erwarten würde, was ich aber nicht tu, dann würde ich sie nicht von dir erwarten. In dem Fall würde ich sie von deinen Freunden erwarten.’’

,,Ja... Ja, da könntest du auch lange drauf warten. Sie würden niemals auf den Gedanken kommen, sich für sowas zu entschuldigen. Bei sowas haben sie weder Mitgefühl, noch schämen sie sich oder empfinden Schuld.’’

,,Dann ist es ja gut, dass ich auch keine erwarte. Aber wirklich, du hättest dich echt nicht noch einmal melden müssen, nur um dich zu entschuldigen.’’

,,Störe ich?’’

,,Oh? Was? Nein! Nein! So hatte ich es auch nicht gemeint.’’ Erneut war ein Lachen zu hören und Baekhyun musste automatisch grinsen. Es war ein angenehmes Geräusch. Ungewollt entkam ihm ein sanftes Seufzen.
,,Ich meinte es ernst, als ich sagte, dass du dich wieder melden solltest. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass du nach nicht einmal zwölf Stunden anrufst, aber du kamst mir sympathisch herüber, auch wenn du wenig gesprochen hast.’’

,,Ich habe keine Ahnung, wie ich das finden soll.’’
,,Ich habe auch keine Ahnung, wie ich dein Seufzen zuvor deuten soll.’’

Baekhyun musste grinsen. Er hatte geahnt, dass der ‘’Mr. Park’’ es gehört hatte. Und wahrscheinlich sogar richtig deuten würde. Immerhin war wohl kaum zu überhören, dass es nicht durch sein genervt sein entstanden war. ,,Ist das denn wichtig?’’
,,Ich bin mir nicht sicher.’’
,,Darf ich nach deinem Namen fragen? In meinem Kopf habe ich nur ‘’Mr. Park’’.’’ Baekhyun lachte auf, eine leichte Nervosität stieg in ihm auf. Wieso jedoch, dass wusste Baekhyun aber selbst nicht. ,,Chanyeol’’, erneut lachte der Mann, ,,Mr. Park? Klingt fast schon sexuell.’’

Erneut seufzte Baekhyun auf. Diese Situation war schon wieder komisch und dennoch fühlte er sich dabei wohl. Aus irgendeinen, für ihn unerklärlichen, Grund fühlte er sich bei diesem Gespräch wohl. Und Chanyeol selbst gab ihm das Gefühl, sich auch wohl zu fühlen. Zumindest glaubte Baekhyun das. Immerhin lachte der Fremde ständig wieder und seine Stimmlage übermittelte auch nicht das Gefühl genervt zu sein.

,,Könntest du bitte aufhören zu Seufzen?’’
,,Wieso das?’’ fragte Baekhyun verwirrt. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen. Er konnte einfach als Fremder bei Chanyeol anrufen. Chanyeol, der weiterhin ein fremder war, gab vor Baekhyuns Freunden vor, Telefonsex zu haben. Baekhyun hatte sogar noch mal angerufen und störte erneut. Und all das war kein Problem für den Mann. Aber wenn Baekhyun seufzte, dann wurde es plötzlich zu einem Problem?
Er war eindeutig verwirrt. Er seufzte ungewollt noch einmal auf.
,,Bitte?’’
,,Ähm…’’

,,Weißt du was. Es tut mir leid, okay? Ich sollte jetzt auflegen und…’’
,,Ist okay.’’
,,Was?’’
,,Ist okay. Ich verstehe dich.’’ Baekhyun hasste diese Worte nur Sekunden nachdem er sie ausgesprochen hatte. Es war wirklich peinlich, es gesagt zu haben und zuzugeben. Vor Chanyeol zuzugeben. Er seufzte erneut, hörte sofort ein Seufzen von Chanyeol. Ungewollt entstand ein Kribbeln in Baekhyuns Bauch und er wünschte, dass es vergehen würde. Weil es komisch war. Weil es nicht normal sein sollte.
,,Erneut. Was?’’
,,Ähm… Das gestern…’’, gab Baekhyun kleinlaut von sich. Am liebsten hätte er einfach aufgelegt und seine Nummer geändert.
,,Okay.’’

Unbewusst seufzte Baekhyun erneut. Es war eine Angewohnheit von ihm und er konnte es wirklich nicht steuern.
,,Aber bitte. Du musst wirklich aufhören zu seufzen. Du kannst dir nicht vorstellen, was du auslöst.’’

Mit neu gewonnenem Mut, lachte Baekhyun dreckig auf und setzte sich gemütlicher in seinem Bett hin. Chanyeol hatte angefangen ein Spiel zu spielen. Und Baekhyun war bereit darauf einzugehen. Er vergaß, wie komisch es eigentlich war und das er es gruselig finden sollte. Sie waren einander fremd. Doch schon am Morgen hatte er es nicht gruselig gefunden, als er sich mit dem vorgetäuschten Stöhnen von Chanyeol in seinen Erinnerungen, einen runtergeholt hatte.

,,Ach wirklich? Wusstest du, was du ausgelöst hast, als du gestern deine Seufzer von dir gegeben hast? Und bei dir waren es weit aus mehr, als nur einfache Seufzer’’, gab er ohne Scham zurück.
,,Wenn das so ist’’, Baekhyun konnte den spielerischen Unterton in Chanyeols Stimme heraushören, ,,Erzähl mir doch davon.’’







19. April 2019 - Freitag

Entspannt lehnte Baekhyun sich zurück, legte das Telefon neben sich auf die Couch und öffnete den Karton seiner Pizza. Der Film im Fernseher war wenig interessant und zog nicht wirklich die Aufmerksamkeit auf sich. Doch etwas besseres lief zur Zeit nicht. Zudem hatte Baekhyun sowieso nicht wirklich die Lust darauf sich an einem Freitagabend nur einen Film anzusehen. Vielmehr hatte er ganz andere Erwartungen an den heutigen Abend. Doch je mehr Zeit verging und desto kleiner wurde die Hoffnung, welche sich den ganzen Tag über in seinen Körper angesammelt hatte. Der Film wurde dabei nicht interessanter, die Pizza mehr zu einer Art der Aufmunterung, als eines normalen Abendessens.

Das Klingeln seiner Haustür ließ ihn zusammenzucken und mehr lustlos stand er auf. ,,Wer auf immer da ist, verschwinde wieder’’, seufzte er laut genug und in der Hoffnung, dass nur ein einziges mal sein Wunsch respektiert wurde.

Wann genau seine gute Laune der letzten Tage und auch des heutigen Tages sich in eine depressive Stimmung verwandelt hatte, konnte Baekhyun gar nicht sagen. Er war verwirrt aufgrund dessen. Und doch kannte er die genaue Antwort auf die Frage. Natürlich wusste Baekhyun, wieso sich seine Stimmung verändert hatte. Folglich hatte er sich jedoch dazu entschieden, es zu ignorieren. Oder eher, wollte er es nicht wahrhaben.

,,Nein, wir werden nicht verschwinden. Und wenn du die Tür nicht sofort öffnest, dann wird Kyungsoo sie eintreten’’, kam es von Jongin zurück. Baekhyun verdrehte die Augen und öffnete schließlich die Tür. Immerhin kannte er seine Freunde und somit wusste Baekhyun mehr als nur zu gut, dass die Worte auch in die Tat umgesetzt werden würden. Ohne weiter auf die beiden Besucher zu warten, oder auch nur ansatzweise zu beachten, drehte er sich wieder um und verschwand wieder zurück in seinen Wohnzimmer. Das letzte Stück Pizza schnappte er sich, bevor einer seiner Freunde es sich klauen konnte.

,,Junmyeon und Sehun kommen gleich auch noch’’, gab Kyungsoo schlicht von sich und besah sich Baekhyun. ,,Geht es dir gut?’’ fragte er schließlich mit einem skeptischen Ausdruck.
,,Ja. Ich würde nur gerne mal einen ruhigen Freitag haben, aber stattdessen stehen meine Freunde jedes Mal vor meiner Haustür, wenn ich gerne allein wäre.’’
Erneut klingelte es an seiner Haustür, doch Baekhyun machte sich gar nicht erst die Mühe, aufzustehen. Jongin dagegen sprang voller Energie auf.
,,Ehrlich Baekhyun. Sag was los mit dir ist. Du bist gerne genervt wenn wir bei dir auftauchen. Aber du bist heute nicht genervt, sondern einfach nur traurig und ich bin mir sicher, dass es nicht an uns zu liegen hat.’’

Baekhyun seufzte. Er wusste es doch selbst nicht. Denn es stimmte. Dieses Mal war Baekhyun nicht genervt wegen seiner Freunde. Grundlegend war er einfach nur traurig und das schon zuvor. Er konnte sogar sagen, dass er im eigentlichen glücklich war, dass seine Freunde hier waren. Irgendwo war er wirklich glücklich zu diesem Zeitpunkt. Er verstand nicht, wieso er so traurig war. Oder er wollte es sich nicht eingestehen. Denn würde er es sich eingestehen, wüsste er nicht damit umzugehen. Zusätzlich würde er es kindisch finden. Kindisch, weil Baekhyun traurig war. Nur weil er sich Hoffnungen gemacht hatte, obwohl es dazu nicht einmal einen Anlass gegeben hatte. Nur wegen diesem Wunsch in sich, hatte er sich Hoffnungen gemacht.

Eigentlich sollte er sich immer noch in eine Ecke verkriechen wollen, wie die letzten Tage. Doch er hatte sich mit dem Fakt abgefunden gehabt. Dem Fakt, nur einen Tag nach seiner Pflich von Jongin, wirklich mit einem fremden Mann Telefnsex gehabt zu haben. Ohne etwas zu sagen, hatte Baekhyun schlussendlich aufgelegt gehabt und sich in Grund und Boden geschämt. Eine SMS mit den Worten ‘’nächsten Freitag, reden!’’ war noch eingegangen, danach hatte er kein Wort mehr mit Chanyeol gewechselt. Weil er sich schämte.

,,Baekhyun?’’
Erschrocken zuckte der Angesprochene zusammen und wurde aus seinen Gedanken gerissen. ,,Ist alles okay?’’ Junmyeon hockte direkt vor ihm und konnte so direkt in sein Gesicht sehen. Baekhyun konnte die Sorge erkennen, aber er war nicht bereit etwas zu sagen. Dann müsste er sich selbst damit auseinander setzen. Und er müsse gestehen, dass er die Pflicht eine Woche zuvor nicht wirklich erledigt hatte. Jongin würde ihn dafür den Kopf abreißen.
,,Ja’’, gab er daher nur knapp zurück und sah in die Runde. ,,Wollt ihr wieder trinken?’’ Angewidert verzog Baekhyun sein Gesicht. Wieso konnten sich seine Freunde nicht wo anders zum Saufen treffen? Dann hätte er endlich mal die Möglichkeit, sich dem Treffen zu entziehen.

Während Jongin und Sehun alles aufbauten, Junmyeon und Kyungsoo in einem Gespräch über ihren Wochenverlauf vertieft waren, fing plötzlich Baekhyuns Handy an zu klingeln. Mit geweiteten Augen, wollte er gerade danach greifen, als Jongin es bereits in der Hand hatte. ,,Was für ein Gesichtsausdruck Baekhyun’’, äußerte der Jüngere sich frech und nahm das Gespräch an. Manchmal hasste Baekhyun ihn ein klein wenig. Aber auch nur manchmal.

,,Baekhyun? Ach, der ist gerade etwas abkömmlich unter der Dusche… oder war es doch die Badewanne? Auf jeden Fall hat er gerade unheimlichen Spaß-’’

,,KIM JONGIN! DU GIBST MIR JETZT SOFORT DIESES HANDY!’’ rief Baekhyun laut aus, als er die Worte seines Kumpels wahrnahm und entriss sich bereits selbst sein Telefon. ,,Hallo, Baekhyun hier?’’

,,Spaß unter der Duschen also? Bist du gerade nackt zu deinem Kumpel gelaufen, um das Telefon zu bekommen? Oh, oder soll ich dir helfen?’’

,,Gott… Muss das sein?’’ Baekhyun musste ein wenig lachen. Chanyeol hatte einen ungewöhnlich Humor. Und irgendwie immer. ,,Und nein, ich bin nicht nackt!’’

,,Uhhh~’’

,,Lass mich raten, es sind die gleichen Freunde, wie letzte Woche? Soll ich dann lieber morgen anrufen?’’

,,Du… du willst wirklich anrufen? Wieso?’’ Baekhyun fühlte sich sichtlich unwohl unter den Blicken seiner Freunde. Doch Sehun hatte zuvor schon den Weg aus dem Raum abgeschnitten und während dem Telefonat wollte er sich nicht mit ihnen anlegen. Wobei er auch dieses Telefonat nicht vor ihnen halten wollte. Vielleicht sogar gar nicht. So ganz wusste er nicht mit dem ganzen umzugehen.

Aber wie verhielt man sich auch, wenn man mit einem vollkommen fremden Mann telefonierte, mit welchem man aber bereits Telefonsex hatte. Und das nicht mal, weil es sein Pflicht gewesen wäre...
,,Ich… Können wir das morgen klären, oder hast du dann keine Zeit.’’
,,Doch, doch. Ruf einfach an, ich bin da.’’

Verwirrt legte Baekhyun wieder auf. ,,Wer war das und worum ging es?’’

,,Wisst ihr was, ihr dürft hier gerne trinken und auch schlafen, aber ich brauch jetzt wirklich meine Ruhe’’, verabschiedete Baekhyun sich und verschwand in sein Zimmer. Er hörte Junmyeon noch vor seiner Tür, der versuchte mit ihm zu sprechen, versuchte, seine Hilfe anzubieten. Doch er ignorierte ihn nur. Das ganze wurde ihm an diesem Tag einfach zu viel. Irgendwann hatte sein Kopf seine Laune verändert, seine Gedankengänge und Chanyeol… Baekhyun hatte gerade nicht den Nerv für seine Freunde, die ihn mit Fragen bombardieren würden, auf die er keine Antworten geben wollte.







20. April 2019 - Samstag

,,Sind sie denn immer noch da?’’
,,Ich gehe davon aus. Ich habe seit gestern Abend das Zimmer nicht mehr verlassen und oft bleiben sie bis zum Nachmittag noch in meiner Wohnung. Nur bin ich für normal, auch dabei, weswegen ich mir nun nicht ganz sicher bin.’’

,,Wow, deine Freunde sind wirklich noch mal etwas verrückter als meine’’, wie bereits gewohnt, erklang wieder ein Lachen, ,,Aber… Ich wollte eigentlich… über letzte Woche sprechen. Irgendwie ist das etwas anders verlaufen, als ich gedacht hätte.’’

Baekhyun seufzte auf, während er sich aufrecht in seinem Bett setzte. Irgendwie wurde es immer normaler die Stimme von Chanyeol zu hören. Er gewöhnte sich daran und fing an es zu mögen, es zu genießen. ,,Hör mal… ich weiß nicht wie das passieren konnte und mir ist das unglaublich unangenehm. Irgendwie hatte ich nur den Tag zuvor gehofft, dass du noch mal anrufen würdest. Aber damit wir vielleicht reden können, über irgendwas. Einfach einander kennenlernen. Du kamst mir wirklich sehr sympathisch rüber, auch wenn es komisch klingen mag. Immerhin habe ich dich zuvor noch nicht gesehen, sonder nur dieses eine Telefonat geführt.-’’

,,Schon okay Chanyeol’’, gab Baekhyun leise von sich. Chanyeols Stimme hatte einen immer panischeren Ton angenommen und irgendwie wollte er das unterbrechen. ,,Mag sein das es komisch ist. Aber es gefällt mir und ich würde dich gerne näher kennenlernen.’’

,,Wirklich?’’

,,Ja, Chanyeol. Wirklich!’’

Wieder ertönte ein Lachen, ein sehr ehrliches Lachen und Baekhyun merke, wie auch er selbst immer mehr grinsen musste. Vielleicht war das erst ihr viertes Telefonat und vielleicht war es ihr erstes Telefonat an welchem sie wirklich miteinander sprachen- Aber Baekhyun mochte es und Baekhyun merke, wie glücklich ihn allein die Stimme machte. Es war, als wären sie sich nicht fremd. Es war, als wären sie alte Bekannte.

Und Baekhyun wollte Chanyeol kennenlernen. Ihn kennenlernen und gucken, ob ihn sein Herz nur ein Streich spielte, oder ob er sich wirklich bereits jetzt, in einen Menschen verlieben konnte, den er noch nie zuvor gesehen und mit welchem er nur wenige Worte gewechselt hatte.





#Wörter: 4294
#Update: 20. April 2019 - Samstag - 12:42 Uhr
#Musikempfehlung: NCT 127 - Wakey-Wakey

Heyho ~

Ich habe diese Oneshot heute mal wiedergefunden und dachte, ich überarbeite sie schnell und füge noch das fehlende Ende hinzu und lade sie mal hoch :D

Ich hoffe, sie hat euch gefallen :D~

Momentan bin ich am überlegen, ob ich noch einen zweiten Teil hochladen soll davon, wie es mit den Beiden weitergeht. Eigentlich wollte ich das nämlich mit drin haben, aber ich wollte die Oneshot nun auch nicht wieder so unglaublich lang halten, deswegen hab ich es rausgelassen und nun so das Ende gesetzt.
= könnt ihr mir ja gerne mal schreiben und bis ich mich entschieden habe, kann ich sie ja auch auf pausiert stellen :D

Dann noch einen angenehmen Tag und frohe Ostern~
Liebe Grüße Jana <3
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