The city never sleeps

GeschichteRomanze / P18 Slash
Derek Hale Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi
20.04.2019
16.11.2019
21
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Halli Hallo und guten Morgen!
Ich wünsche euch ohne große Vorrede viel Spaß zu dem Kapitel und freue mich wie immer über alle Reviews die ich bekomme. Die bedeuten Autoren und Übersetzern einfach sehr viel. ;-)
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Annie verdrehte seufzend die Augen.

„Ehrlich Derek, zieh die Fangzähne ein.“

Derek knurrte weiter, spürte wie seine Fangzähne sich bis auf das Maximum ausfuhren. Seine Nägel wurden schärfer und er konnte spüren wie sie die Bettlaken auseinanderrissen. Derek bemerkte am Rande, dass Stiles zitterte, doch er entschied zu ignorieren dass er ihm Angst machte und tat das, was er dachte, dass es sie beschützen würde.

„Als ob ich das tun könnte,“ knurrte Derek.

Mit zusammengekniffenen Lippen öffnete Annie die verschränkten Arme und bewegte sich schnell durch den Raum. Derek war überrascht zu sehen wie sich ihr Gesicht transformierte. Mit glühenden Augen in perfektem Grün, langen Fangzähnen und Nägeln die extrem scharf waren.

„Zieh. Die. Fangzähne. Ein.“

Überrascht von dem plötzlichen Feuer in ihrer Stimme blinzelte Derek und der Wolf verschwand aus seinen Gedanken. Zuerst hatte er etwas Angst, da eine Fremde ihn nur mit ein paar Worten dazu zwingen konnte sich zu beruhigen. Aber dann wurde es zu einer richtigen Angst, als er Annie wegschob und einen Arm nach hinten um Stiles legte. Stiles drückte sich fester an Dereks Rücken, sein Atem wärmte Dereks Nacken.

„Nun da das geklärt ist, kann ich euch ein Ding versprechen, Derek. Ich werde euch nicht verletzen. Ich bin gerade ein offenes Buch, fragt mich alles was ihr wollt, damit ihr euch besser fühlt. Alles was ich will ist mit euch zu sprechen, okay?“ sagte sie vorsichtig, als würde sie mit fünfjährigen sprechen.

Derek tat wie der fünfjährige der er mental war und schnaubte.

„Ich darf zuerst eine Frage stellen.“

„Fein.“

„Und du musst auf dein Leben schwören, dass du Stiles nicht angreifst.“

Annie blinzelte und war offensichtlich etwas überrascht. Sie erwartete das er sagte keinen von ihnen anzugreifen, aber nur Stiles...? Ein schiefes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht. Sie mochte diesen Wolf.

„Okay.“

Derek setzte sich nun neben Stiles, nahm dessen Hand, als ob er versuchen würde ihn durch die Bewegung zu beruhigen. Stiles´ Blick war auf Derek konzentriert und für einen Moment sorgte sich der Werwolf, dass junge Mann mehr Angst vor ihm, als vor dieser Frau hatte.

„Wie bist du reingekommen?“

Annie hielt einen Finger hoch und fuhr eine Kralle aus. Derek riss die Augen auf. Er hatte so etwas noch nie geschafft.

„Wie hast du... das gemacht?“

„Übung, lieber Freund.“ Annie schmunzelte und lehnte sich wieder gegen die Wand, wie am Anfang, als sie den Raum betreten hatte.

„Ist Annie dein wirklicher Name?“

„Ich habe keinen Grund dir meinen Namen vorzuhalten, Derek. Ich bin hier um eine Allianz zu schließen, nicht um einen Feind zu schaffen.“

„Aber ist es dein echter Name?“

Sie verdrehte die Augen und schnaubte. „Ja.“

Derek leckte sich über die lippen und sah Annie durch zusammengekniffenen Augen an. Er nahm an, dass sie irgendwann seine Fragen nicht mehr beantworten würde, wenn sie es leid war, daher war es wohl am Besten gleich zum Punkt zu kommen. „Du hast gerade gesagt, du willst eine Allianz schließen. Was bedeutet das.“

„Es bedeutet.“ Annie seufzte, auch wenn sie mit dem Thema zufriedener zu sein schien. „Das wir ein gemeinsames Ziel haben. Peters Tod.“

„Ich will Peter nicht tot sehen.“

„Aber unterbewusst weißt du, dass das der einzige Weg ist, dass du friedlich weiterleben kannst. Mit dem Wissen, dass er nicht mehr existiert.“

Derek grunzte, sagte aber nichts.

Annie fuhr fort.

„Keiner von uns ist stark genug, aber zusammen könnten wir Peter besiegen. Er ist ein klassischer Mann. Er nimmt das Ritual des Kampfes sehr ernst. Wenn wir ihn beide zum Tode herausfordern um seine Rolle als Alpha, wird er zustimmen.“

„Aber nur eine Person kann Alpha sein.“

„Nicht, wenn sie Gefährten sind.“

Stiles sprang hoch und riss die Augen auf. Er sah von Derek zu Annie, die in Lachen ausbrach.

„Ich bin nicht hier um vorzuschlagen das du und ich Gefährten werden. Also beruhig dein kleines Spielzeug.“ Annie verdrehte die Augen.

„Spielzeug?“ Stiles versuchte nicht zu beleidigt zu klingen, aber ihm war klar, dass er dabei versagte.

Annie sah zu ihm und zuckte mit den Schultern. „Es scheint die beste Beschreibung für dich zu sein. Entschuldige, wenn ich irgendwie schief gewickelt bin. Derek scheint nicht die Person zu sein, die einen menschlichen Studenten bei sich hält. Ich nahm an, dass ihr nur ein Wochenende zusammen verbringt, dass Derek dich bezahlt, oder so.“

Derek runzelte die Stirn und sein Griff um Stiles´ Hand wurde fester.

„Andererseits, die Art wie du ihn beschützt... egal, das tut nichts zur Sache. Wenn wir Peter irgendwie überzeugen können, dass du und ich Gefährten sind, können wir beide den Kampf führen um das Recht als Alpha. Ehrlch, nachdem er tot ist, will ich nichts mehr mit dir, oder deinem Rudel zu tun, also kannst du Alpha sein. Ich werde wieder weg sein. Der Rache ist genüge getan.“

Derek glaubte Annie und atmete tief durch.

„Also lass mich das zusammenfassen. Du willst Peter tot sehen. Aus unerfindlichem Grund. Daher hast du mich aufgesucht um eine Art Allianz zu schmieden. Eine Allianz, in der wir Gefährten spielen sollten. Dann töten wir Peter gemeinsam. Und ich werde Alpha für die Überreste seines Rudels sein, das er zurücklässt?“ Derek starrte Annie an, als ob sie ein Alien wäre. „Bist du verrückt? Das ist der schwächste Plan, den ich je gehört habe!“

Annie schürzte die Lippen und wirkte eher wütend. Ihr Blick wanderte wieder zu Derek, starrte ihn direkt an. „Warum genau denkst du, dass er schwach ist?“

„Zuerst mal: das Gefährten-Zeug wird nicht funktionieren.“

„Und warum nicht? Trink etwas von meinem Blut und ich trinke etwas von deinem. Unsere Gerüche werden sich kurz vermischt, gerade genug, dass wir uns aneinander und ineinander riechen können. Er wird denken, dass wir Gefährten sind.“

„Ja, aber er weiß über Stiles bescheid.“

Annie warf die Hände in die Luft. „Dann sag ihm du hast den Jungen fallengelassen! Sag, dass er genervt hat! Es ist nicht selten, dass Leute miteinander Schluss machen, weißt du!“

„Abgesehen von der Tatsache, dass ich mich mit ihm verbunden habe.“

Annie blinzelte komplett verwirrt. „Was?“

„Verbunden. Ich wusste es auch bis vor kurzem nicht. Werwölfe verlieben sich nur ein Mal. Egal ob die Person die Gefühle erwidert, oder nicht.“

„Sei doch nicht lächerlich.“ Sie lachte humorlos auf. „Das ist der dümmste Bullshit den ich je gehört hab“ Es sind doch nur merkwürdige eingebildete Dinge, die im Internet verbreitet werden!“

„Es ist wahr. Was Derek gesagt hat,“ warf Stiles ein und seine Wangen wurden etwas rot. Annie sah ihn an und hob eine Augenbraue.

„Und ihr seid euch da sicher?“

„Positiv,“ sagten Stiles und Derek zur gleichen Zeit, starrten Annie direkt an, die bei der simultanen Bestätigung zusammenzuckte. Sie seufzte und schürzte die Lippen.

„Dann kann nur einer von uns ihn bekämpfen.“

„Du meintest er wäre zu stark um ihn im Einzelkampf herauszufordern,“ sagte Derek langsam und hob eine Augenbraue.

„Und das ist wahr.“

„Also, was willst du dann damit sagen?“

„Ich werde ihn zuerst bekämpfen. Ermüden. Ich kann ihn verletzen, oder zumindest genug, dass es dir die Sache erleichtert.“

Derek blinzelte und fragte sich ob er sie richtig gehört hatte.

Das konnte nicht sein.

Es gab keinen Weg, dass das wahr sein könnte.

„Schlägst du vor, dass ich ihn sofort nach dir herausfordere?“

„Ja.“

„Und du verstehst, dass das Kämpfe auf Leben und Tod sind, oder?!“

„Das ist mir bewusst.“

„Warum wärest du gewillt dein Leben zu opfern? Nur damit Peter stirbt und ich Alpha werden kann? Ich kenne dich nicht mal, Annie. Ich kenne weder deine Motive, noch dein Alter, oder deinen ganzen Namen. Nichts. Woher soll ich wissen, dass du nicht mit Peter zusammenarbeitest und ihn einfach selbst tötest um Alpha zu werden?“

„Bitte, wenn ich ihn selbst töten würde und Alpha werden wollte, würde ich das hier jetzt tun?“ zischte Annie.

Derek versuchte seine Atmung zu beruhigen, der drastisch zugenommen hatte, ohne das es ihm klar gewesen war. Es war so sinnlos. Alles davon. Er kannte Annie nicht. Er vertraute ihr nicht. Offensichtlich war sie fähiger als er. Er hatte es nie geschafft nur einen Nagel zu verlängern, doch sie hat es ohne Probleme geschafft. Selbst um damit in ein Hotelzimmer einzubrechen. Er wusste nicht zu was sie fähig ist, oder was ihre Motive gegen Peter waren.

„Dann sag mir einfach warum du Peter tot sehen willst.“

Annie zuckte zusammen und sah auf ihre Hände. Ihr Blick wirkte kurz wie eine Mischung aus Traurigkeit, als sie auf ihrer Unterlippe knabberte.

„Ich...  Ich will nicht...“

„Dann ist das kein Deal. Ich kann dir nicht vertrauen.“

„Derek, bitte-“

„Nein, bedeutet nein,“ sagte Derek fest, sein Blick ernst, als er auf Annie hinabstarrte.

Stiles leckte sich über die Lippen und legte eine Hand auf Dereks Schulter. Der Werwolf sah abrupt zu ihm, seine Augen weit aufgerissen. Sofort wurde sein Blick sanfter und er legte den Kopf leicht schief.

„Derek... Ich denke du solltest ihr vertrauen,“ sagte Stiles leise, auch wenn er wusste, dass Annie sie trotzdem hören konnte. Es war eines der ersten Dinge gegen das sich Stiles wirklich stellte und es brachte Derek dazu sich etwas unwohl zu fühlen.

„Und warum? Wir kennen sie nicht, Stiles.“

„Aber was könnte sie denn wirklich bekommen, wenn sie mit Peter arbeitet? Was, wie wir schon wissen, nicht wahr ist. Ich meine, außer sie ist es und steht nicht neben dem Rudel, was Scott nicht wissen konnte. Aber das ist jetzt egal. Was ich meine ist, ich bin mir ziemlich sicher, dass sie sauber ist. Komplett unschuldig. Also hat sie aufgrund ihrer Vergangenheit Probleme mit Peter gehabt. Alles was wichtig ist, dass Peter gerade eine Bedrohung für dich ist und sie ihn tot sehen will. Ich verstehe nicht, was so schlimm daran sein sollte über einen neuen Plan nachzudenken. Offensichtlich kannst du nicht damit leben was sie vorgeschlagen hat, weil zu viel falsch laufen könnte. Aber ihr könnt euch doch etwas Neues  ausdenken, Derek. Du bist klug genug um einen Weg zu finden Peter ein für alle Mal loszuwerden. Oder ihn zumindest aus deinem Weg zu räumen und Annie dann den Rest machen lassen.

Derek wirkte überrascht und sah Stiles ein paar Sekunden lang bloß an. Gegenüber von ihm starrte Annie ebenfalls mit weit aufgerissenen Augen.

Annie war jedoch die Erste, die die Stille durchbrach.

Annie schmunzelte langsam aber sicher, bis sie von einem Ohr zum Anderen grinste. „Du hast das richtige Kind gewählt um dich an ihn zu prägen- auch wenn es unabsichtlich ist. Er weiß eindeutig wovon er redet. Ich mag das.“

Derek sah Annie kurz an, bevor er wieder zu Stiles blickte.

„Bist du sicher?“

Stiles seufzte und lächelte zuversichtlich. „Derek, sie ist gut. Ich kann das sehen, okay? Meine Mum hat mir immer gesagt, dass ich einen guten Sinn für Menschen habe und ich nehme mir das zu Herzen. Immerhin habe ich bei dir doch auch richtig gelegen, oder? Auch wenn er nach außen hin wie ein creepy Psycho-Killer wirkt, bist du das nicht. Vielleicht ist Annie etwas geheimnisvoll, aber sie hat dafür sicher ihre Gründe.

Derek rieb sich die Augen und nickte langsam.

„Okay. Das Wichtigste zuerst: Wir brauchen einen Plan.“
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