Odyssee mit der ganzen Familie

von Rei Danna
GeschichteAbenteuer, Humor / P16 Slash
Edna Eizen Zaveid
18.04.2019
18.04.2019
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Hallo ihr lieben,
Ich habe mich spontan dazu entschlossen, das Fandom zu wechseln und schreibe nun einige Fanfics zu Zestiria/Berseria. Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen.
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Eizens POV

Es war ein nebeliger Morgen im Zeksonhafen, ich torkelte aus der Kneipe in Richtung Docks. Zu meiner Verwunderung war die gesamte Crew schon wach und auf dem Deck versammelt. Sie standen um ein großes Paket drumrum und als ich das Schiff betrat hielt mir Turtlez einen Lieferschein unter die Nase. Ich kritzelte meinen Namen auf das Blatt und dann machte sich die Schildkröte, in einem nochnie zuvor an den Tag gelegten Tempo aus dem Staub. Das Paket bewegte sich zu meiner Verwunderung. Als ich näher trat und es öffnen wollte, flog mir eine der Holzplanken der Kiste zusammen mit dem Verpackungspapier entgegen. Als der Nebel sich legte traute ich meinen Augen nicht und ehe ich etwas sagen konnte bekam ich einen Faustschlag in die Magengegend. Ich konnte es gut nachvollziehen und hatte es auch mehr als verdient von ihr geschlagen zu werden. Das letzte mal hatte ich sie gesehen als sie noch ein kleines Mädchen war. Ich war ein miserabler Bruder, hatte ich sie damals alleine auf diesem Berg zurück gelassen. Ich war sehr egoistisch und hatte nicht eine Sekunde an ihre Gefühle gedacht. Aus unseren Briefen wusste ich ja bereits, das mein Sensenfluch der ihr nur Ärger brachte und für sie eine Gefahr war, sie nicht im leisesten interessierte. Sie war kein abergläubischer Seraph, im Gegensatz zu mir. Generell waren wir wie Tag und Nacht, das dachte ich zumindest. Und doch waren wir scheinbar aus dem selben Holz geschnitzt, denn ihr Schlag war nicht ohne, der hätte auch von mir sein können. Durch den Krach geweckt torkelte nun auch Zaveid aus der Kneipe, wir wollten ihn schließlich noch eine Weile mitnehmen, doch unter diesen Umständen wusste ich schon, es wird die Hölle. Genau wie ich es erwartet hatte, als er meine Schwester erblickte machte er sich prompt an sie heran. Dieser Typ besaß eine Dreistigkeit, die seines Gleichen suchte und kein weibliches Wesen war vor ihm sicher. Die Wut kochte in mir hoch und grade als ich mir Zaveid vorknöpfen wollte, wurde er durch einen Felsbrocken ins Wasser katapultiert. Im nächsten moment hatte ich die Spitze eines Regenschirms in den Rippen und wenn Blicke töten könnten, wäre ich jetzte mausetot. Dann ließ sie mich endlich zu Wort kommen.

Eizen: "Was machst du hier Edna? Du weißt doch wie gefährlich es in meiner Nähe ist, ich könnte mir nie verzeihen, wenn dir meinetwegen etwas zustoßen würde."

Edna: "Du bist so ein Idiot. Ich bin nichtmehr das kleine Mädchen von damals Eizen, weißt du wie lange es her ist, das du weggegangen bist?"

Eizen: "Keine Ahnung, wir schreiben uns doch Briefe und ich hab dir Souveniers geschickt."

Edna: "Ja in 400 Jahren staut sich so einiges an, von dem Berg auf dem wir mal gelebt haben ist nichtsmehr zu sehen, du könntest ihn mit einem Müllhaufen verwechseln."

Ich kratzte mir verlegen am Hinterkopf und wagte es nicht ihr in die Augen zu blicken, man verliert ja auf See schonmal das Gefühl für die Zeit, aber das sie nun wirklich schon 400 Jahre alleine auf dem Berg gelebt hatte, habe ich überhaupt nicht mitbekommen. Zaveid war in der Zwischenzeit wieder an Bord geklettert und triefte das Deck voll, ich würde ihn später alles ordentlich schrubben lassen. Am liebsten hätte ich meine Schwester ja am Hafen zurück gelassen, aber ich wagte es nicht, wer weiß ob sie in ihrem Zorn dann nicht alles dem Erdboden gleichgemacht hätte. Jeder Seemann wusste, es brachte unglück eine Frau an Bord zu haben und meine Schwester war mittlerweile zu einer ausgewachsenen Lady herangereift, multiplizierte man das mit dem Unglück des Sensenfluchs, müsste es an mehr als Tausend Wunder grenzen, das uns nichts passieren würde. Wir machten also die Leinen los, lichteten den Anker und setzten Kurs richtung Ysult, dort hatte eine neue Strandbar eröffnet und Zaveid wollte Frauen in Bikinis begaffen. Ich gab allen ihre Anweisungen und kümmerte mich dann um Edna, zeigte ihr das Schiff und ihren Schlafplatz in meiner Kajüte, damit keiner von diesen Taugenichtsen auf dumme Gedanken kam, wenn sie sich das überhaupt trauen würden nach ihrem Auftritt. Es folgte eine Reihe von Bestrafungen die sie mich durchmachen lies, böse Blicke und Schweigen waren da noch die harmloseren Dinge, mich mit ihrem Schirm zu pieksen und mir in die Hacken treten oder andere kleine Handgreiflichkeiten, bis hin zu psychischen Qualen, indem sie mit Zaveid flirtete und mich dabei zusehen ließ und sie tat auchnoch so als würde es ihr Spaß machen. Der Windseraph freute sich natürlich darüber und hatte ja keine Ahnung für was er da benutzt wurde. Schließlich endete es darin, das sie mich aus meiner eigenen Kajüte rauswarf mit der Begründung sich umziehen zu wollen, sie brauchte ewig und ließ mich die Tür bewachen, nur um zwei Stunden später dann in der selben Kleidung wieder raus zukommen, die sie vorher auch anhatte. Das sollte aber nochnicht alles sein, sie wollte sich auf dem Schiff nützlich machen, also gab ich ihr Aufgaben, die ich dann allesamt selbst erledigen durfte, weil Fräulein ein auf zu schwach machte und ein großer starker Mann wie ich ihr helfen sollte. Nicht lange und sie würde die Kontrolle über das ganze Schiff und die Crew haben. Am Abend als alle zu Bett gingen, musste ich mich zusammenreißen, sie nur in Unterwäsche neben mir liegen zu haben, wenn ich rot werden würde, wäre es das gefundene Fressen für sie. Als sie schlief, ging ich in die Schnapskammer und nahm mir den stärksten Whisky den wir hatten. Zum glück war Zaveid noch auf, ich hatte Redebedarf.

Zaveid: "Na schläft das werte Fräulein Schwester?"

Eizen: "Endlich. Ich bin ja einerseits selber Schuld, aber sie könnte ja wenigstenz ein hauch von Vergebung zeigen. Immerhin bin ich ihr Bruder den sie ja auch lieben sollte, aber davon merke ich nur sehr wenig."

Zaveid: "Vielleicht macht sie es grade weil sie dich liebt."

Eizen: "Das versteh ich jetzt nicht."

Zaveid: "Man sagt doch was sich neckt das liebt sich."

Eizen: "Aber wenn ich sie zurück ärgern würde, würde sie sich drüber aufregen."

Zaveid: "Willkommen in der Welt der Frauen. Du musst als Mann akzeptieren, egal was du tust du bist Schuld und hast nie Recht."

Eizen: "Anstrengend, warum schafft man sich sowas dann freiwillig an?"

Zaveid: "Weil es die Natur so wollte, das Leben plant manchmal seltsame Dinge mit uns."

Eizen: "Aye, deshalb lass uns bei den einfachen Freuden bleiben und einen trinken."
Wir stießen an und leerten die Flasche. Danach ging ich in meine Kajüte wo Edna Gott sei Dank noch tief und fest schlief. Ich legte mich auf die Koje neben ihr und betrachtete sie noch ein wenig vor dem Einschlafen. Sie war um einiges gewachsen, aber immernoch ziemlich klein. Ich musste mich erstmal damit anfreunden, das sie nichtmehr das kleine Mädchen von damals war, der ich die Halskette schenkte. Irgendwann schlief ich dann ein, der Tag hatte mich wirklich fertig gemacht, aber ich war andererseits auch lange nichtmehr so glücklich eingeschlafen. Umso unsanfter wurde ich am nächsten Morgen geweckt. Edna hatte sich auf mich gelegt, auch wenn sie eher zart aussah, war sie nicht grade ein Fliegengewicht. Ich bekam nur schwer Luft und wachte deswegen panisch auf, was dazu führte, das meine Schwester runterfiel und auf den Boden knallte, wovon sie natürlich aufwachte. Sie guckte mich böse an und trat dann von unten gegen das Holzbrett, das an zwei Ketten an der Wand aufgehängt war und als Bett fungierte. Ich knutschte die Decke und fiel dann ebenfalls zu Boden, das erzeugte soviel Lärm, dass davon die ganze Crew geweckt wurde.

Edna: "Merk dir das, keiner stößt mich von der Bettkante."

Eizen: "Du bist doch selber Schuld wenn du dich auf mich legst."

Sie holte kurz aus, aber ließ es dann doch gut sein, endlich ein Anflug von Vernunft und Einsicht, aber bis wir das Stadium von tut mir leid geliebter Bruder erreichen würden, war es sicher noch ein steiniger Weg, was aber typisch für Erdseraphen war. An Deck erwatete uns dann eine Überraschung, man konnte die Hand vor Augen nichtmehr sehen, eine dicke Nebelsuppe lag über dem Wasser, wie weit wir schon drin waren, konnte man nicht genau sagen. So konnten wir auchnicht bestimmen ob wir noch auf Kurs waren und weil ich kein Risiko eingehen wollte, ließ ich den Anker runter. Nun hieß es ausharren, bis der Nebel sich verzogen hatte. Die Crew blieb größtenteils unter Deck, weil das ständige Ineinanderlaufen nach einer Weile echt ätzend wurde. Nur Zaveid, Edna und meine Wenigkeit blieben oben, wir nutzten die Zeit und angelten, wobei das werte Fräulein eher ihren Kopf in meinen Schoß legte, so konnte ich mich nichtmal mit Zaveid unterhalten. Ich wurde meiner Freiheit beraubt, in allen erdenklichen Arten. Das schienen auch die Fische zu merken, bei mir biss kein einziger an, während Zaveid fröhlich einen nach dem anderen rauszog. Normalerweise angelte ich wegen des Sensenfluchs ja wenigstenz irgendwelchen Schrott, äh ich meine natürlich wertvolle Antiquitäten, aber nun nichtmal mehr das. Wohin würde mich die Pechstähne wohl noch führen, die ich hatte, seit eine gewisse Person an Bord war?
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