Arbeitstitel :"Found"

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
Arno Brandner
18.04.2019
18.04.2019
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Hallo an alle, die sich hier hinein verirrt haben!

Ich bin bereit Clarissa aus Uruguay und Arno aus  Düsseldorf einzufliegen, auf eine Insel zu sperren, und zu schauen was dabei herauskommt. Wahrscheinlich einiges, jedoch weiß ich das noch nicht, da ich diese Geschichte so aufschreibe wie sie eben kommt. In diesem Sinne:" Let the games begin. And may the odds be in your favour."
Die Charaktere wurden von RTL erfunden, ins Leben gerufen und geformt. Ich besitze keine Rechte an den Figuren.
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Ich trete aus meinem Appartement auf die Straße in Palma. Das bunte Treiben der Menschen fasziniert mich, seit meinen Jahren in der Einsamkeit bin ich nicht gerne alleine. Bereits von meinem Balkon habe ich die Menschen gesehen, die trotz der frühen Tageszeit draußen sind und alltägliche Dinge erledigen. Sie gehen einkaufen, lachen und trinken Kaffee.
Als in mich in die bunten Massen mische, überfällt mich ein komisches Gefühl. Ich kann es nicht einordnen, es lässt sich nicht kontrollieren. Doch so schnell wie es kam, geht es auch wieder. Meine Aufmerksamkeit wird auf den Marktplatz gelenkt, der sich vor mir öffnet. Es reihen sich Stände an Stände. Jeder bietet seine mallorkinische Spezialität an, es riecht nach gebratenem Fisch. Diesen Geruch mochte ich noch nie besonders gerne, weshalb ich weiterlaufe und in eine Seitengasse einbiege. Dort fange ich an die Schilder zu lesen. Sie sind mühevoll verziert und zeigen die Wege zur Kirche, zum Strand und zu einem Küstenweg über die Klippen.
Ich entscheide mich für den Strand. Nachdem ich das letzte Viertel der Stadt, welches von wohlhabenden Familien bewohnt wird, durchquert habe, führt der Weg über einige Steinstufen hinunter zu einem breiten Sandstrand. Ich laufe bis an das Wasser und atme tief durch. Die Weite des Meeres hat mich immer fasziniert. Zu dieser frühen Tageszeit sind noch nicht viele Menschen am Strand. Ganz oben an der Böschung hat sich eine Familie von den Einheimischen niedergelassen und beobachten belustigt eine Gruppe von Touristen, die sich in das noch frische Meerwasser stürzen. Für die Mallorkiner ist das Meer noch nicht warm genug, die Touristen, die offensichtlich aus dem Norden stammen, stört das nicht.
Ich setze mich auf einen Stein, der verlassen mitten im Strand am Wasser steht, und beobachte das Wasser. In Uruguay konnte ich das Wasser nur hören, jedoch nicht sehen, da das Gitterfenster zu weit oben in der Wand war. Ich denke nicht gerne über diese Zeit nach, daher lenke ich meine Gedanken weg von diesem Kapitel meiner Vergangenheit. Meine Augen fixieren eine Silhouette, die gerade am Wasser angekommen ist. Die Person steht am Wasser und schaut wie ich gerade gedankenverloren darauf. Die Umrisse der Person kommen mir bekannt vor, ich kann jedoch nicht sagen woher.
Bevor mein Blick womoglich noch bemerkt wird, erhebe ich mich von meinem Stein und leite meine Schritte wieder in Richtung der Stadt. Mittlerweile hat auch das Restaurant unter meiner Wohnung geöffnet. Es öffnet immer etwas später, da der Besitzer zuerst seine Speisen auf dem Markt verkauft. Ich lasse mich auf dem gewohnten Platz nieder und bestelle ein Frühstück.
Die Menschenmassen von vorher sind verschwunden, sie sind dabei, das auf dem Markt gekaufte Essen in ein köstliches Mittagessen zu verwandeln. Das spanische Essen habe ich früher schon zu besonderen Anlässen bestellt. Und besondere Anlässe gab es sehr oft. Zumindest aus meiner Sicht. Für diejenigen, die sich meinen Zielen in den Weg stellten, hatte ich nur Verachtung übrig. Diese Verachtung machte sich später bezahlt, wie ich schmerzhaft erfahren habe.
Ja, sogar eine Person wie ich hat ein Herz. Jede Person hat das Recht auf eine zweite Chance finde ich. Jedoch sehen das die Menschen, die zu meiner Familie gehören anders. In den 10 Jahren, in denen ich in Uruguay in diesem grausames Gefängnis verbringen musste, hat sich nie jemand dieser sogenannten Familie sehen lassen.  Aber ich bin selbst Schuld, das weiß ich. Meine Taten haben alle Personen, die mir wichtig waren vertrieben. Und das will ich ändern. Ich möchte meine Familie sehen, meine Kinder sind mir das wichtigste. Das ist mir im Gefängnis klar geworden.

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Soo, meine Fantasie hat aufgehört zu diktieren.
Ich hoffe nach den Abschlussprüfungen habe ich noch genügend Motivation, diese Geschichte fortzuführen.

LG JasminSchweizer