Vom Winde verweht

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
OC (Own Charakter)
17.04.2019
15.06.2019
15
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Hallo allerseits!
Erstmal vielen Dank für die 9 Favoriten Einträge !!
Jetzt da das Geheimnis um ihre Vergangenheit raus ist, fängt ein neuer Lebensabschnitt in Akiras Leben an. Doch dazu hier mehr:
Viel Spaß ^^
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Am nächsten morgen kam ich nicht aus dem Bett. Mir tat alles weh und je länger ich auf die Decke starrte, umso mehr glaubte ich, dass ich lieber nicht in die Schule gehen sollte. Ich fühlte mich benommen und immernoch verwirrt von dem gestrigen Tag. Ich hatte viel zu überdenken, aber andernfalls wusste ich auch dass ich nichts erreichen würde wenn ich versuchen sollte nachzudenken. Die Situation war viel zu kompliziert um eine einfache Lösung zu finden. Zudem wollte  nach meiner miserabeln Leistung von Vorgestern, meinen Mitschülern nicht noch mehr hinterher hängen. Das war die einzige Motivation die ich hatte um aus dem Bett zu kommen. Obwohl es mir wie eine Ewigkeit vorkam bis ich aus dem Haus kam, war ich sogar zu früh draußen. Ich betrat das leere Gebäude und machte mich direkt auf dem Weg zum Klassenzimmer. Wie erwartet war ich die erste und setzte mich direkt auf meinen Platz in der letzten Reihe. Viele Mitschüler begrüßten mich stürmisch, was ich nur halbherzig erwiderte. Meine Gedanken schweiften die ganze Zeit ab und so bekam ich kaum was von meiner Umwelt mit.

Als Aizawa den Raum betrat war ich glücklich darüber, dass ich doch erschienen bin. Wenn sogar mein Sensei trotz seinen Verletzungen kommt, wäre es erbärmlich, wenn ich wegen meinen Wehwehchen nicht auftauche.
„Das Sportfest der Yûei steht vor der Tür.“, gab Aizawa bekannt. Ich runzelte die Stirn. Wollen die etwa riskieren dass Schurken angreifen?
Der Rest der Klasse schien keine Zweifel zu haben.
„Nice.“, sagte Sera grinsend vor mir. Kirishima schreite rum und der Rest der Klasse brach in jubeln aus, bis Jiro meine Zweifel aussprach:
„Ist es wirklich okay ein Sportfest abzuhalten, nachdem Schurken angegriffen haben?“ Die Klasse verstummte.”Im Gegenteil. Durch die Veranstaltung stellen wir das unerschütterliche Krisenmanagement der Yûei unter Beweis. Die Security wird fünfmal stärker sein. Das Sportfest ist unsere größte Chance. Wegen ein paar Schurken blasen wir doch nicht alles ab. Unser Sportfest ist eines der größten Events in ganz Japan.“ Ab da hörte ich auf Aizawa Sensei und meinen Kameraden zuzuhören.

Ich war mir unsicher, ob ich mich das jetzt beruhigte, dass die Yûei trotzdem das Fest veranstaltete. Es war zweifellos eine Chance sich bei Agenturen zu vermarkten, aber in meinem jetzigen Zustand gab es nichts zum vermarkten. Ich war immernoch hilfloser als der größte Teil der Klasse und war zudem nicht mal sicher wer ich bin. Ich wusste nichts, mit den neuen Informationen von gestern anzufangen. Bin ich Akira oder Mei? Ist das nicht dasselbe? Sollte ich nochmal zu Tskauchi? Ich bekam vom Grübeln starke Kopfschmerzen und hielt mir den Kopf. Gott! Was soll ich bloß tun?

Der Tag verging folternd langsam und ich meine Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Zur Mittagspause verließ ich eilig das Klassenzimmer, um den Großteil meiner Klasse aus dem Weg zu gehen. Ich mochtej sie alle wirklich sehr, jedoch waren sie viel zu laut um sie zu vertragen. Ich machte mich auf dem Weg zu Recovery-Girl und als Bakugo mir entgegenkam drehte ich meinen Kopf weg. Ich hatte keine Energie um mich heute mit ihm zu streiten und hoffte einfach dass er keinen Grund fand um mich heute zu töten. „Hey Loser! Warum kommst du in die Schule wenn es dir immernoch so schlecht geht?“
Er blieb vor mir stehen. Ich hatte zwar vor nicht auf ihn einzugehen aber mich wunderte es dass ihm aufgefallen war, dass es mir schlecht geht. „Woher weißt du dass es mir schlecht geht?“, fragte ich ihn verwundert. „Ich bin nicht blind, du Verlierer. Jeder hat mitbekommen wie du die ganze Zeit, gestöhnt und deinen Kopf gehalten hast. Tu uns einen Gefallen und bleib direkt zuhause. Oder halt im Unterricht einfach deine Klappe und nerv uns nicht.“ Obwohl sich Bakugo wie immer verhielt hatte ich das Gefühl, dass ein Hauch Mitgefühl dabei war. Unsinn. Du nervst ihn nur zu sehr. „Ist gut. Ich bin das nächste mal leiser.“, erwiderte ich nur. Als ich an ihn vorbei ging drehte er sich zu mir um. „Wohin gehst du?“,fragte er. Mich verwunderte sein Interesse. „Zu Recovery-Girl. Ich lasse meine Kopfschmerzen behandeln.“ Er atmete laut aus. „Geh doch einfach nach Hause, du Nervensäge.“ Ich sah ihn fragend an. Wieso wollte er unbedingt, dass ich nach Hause gehe?
Er drehte sich daraufhin nur um. „Tze. Mach was du willst.“ Er ging weiter und ich dachte über seine Worte nach. Vielleicht sollte ich doch nach Hause gehen. Die Kopfschmerzen kamen aus Gründen die keine Medizin heilen könnte. Ich sah Bakugos Hinterkopf nach bis ich eine Entscheidung traf. „Bakugo! Sag bitte Bescheid dass ich nach Hause gegangen bin.“ Der angesprochene reagierte nicht und doch war ich mir sicher dass er mich gehört hatte. Ich ließ mich von Recovery-Girl krankschreiben und machte mich auf dem Weg nach Hause. Ich nahm mir den Mut zusammen den ersten Schritt zu wagen und kramte mein Handy aus meiner Tasche und suchte eine bestimmte Nummer raus.
„Hallo?“
„Tskauchi-san! Ich hoffe ich störe nicht.“
„Ahhh Tanaka-san du bist es. Ich habe gerade eine Pause. Worum gehts?“
„Könnten wir uns alleine unterhalten bitte?“
Einige Sekunden herrschte Stille. Und als wüsste er worum es geht wurde seine Stimme auch direkt viel sanfter. „Ich unterstütze dich Tanaka-san. Steckst du in Schwierigkeiten?“ Ich atmete hörbar aus. „Kann man so sagen.“
„Komm zum Revier. Ich kann mir leider noch nicht frei nehmen.“ Ich musste Lächeln. Ich war nicht allein. „Ich komme.“

Im Revier angekommen empfing er mich auch sofort. Er führte mich in sein Büro und ich setzte mich auf den einladenden Sessel. Statt sich hinzusetzten, stellte er sich direkt zwischen mir und seinem Schreibtisch hin. Er stützte sich auf dem Tisch an und deutete mit einem nicken an, dass er mir zuhörte. „Gleich nachdem Sie mich abgelassen haben bin ich zur einer berüchtigten Informationsquelle aus der Gegend gegangen. Sein Name ist Spider-Spy. Er erzählte mir... so viel.“ Ich wusste garnicht wo ich anfangen sollte. „Ich habe meinen Chef erzählt, dass ich einen wichtigen Informanten gefunden habe und er hat uns deswegen einige Stunden Zeit gegeben. Erzähl also ruhig im Detail.“, wies er mich an. Und so erzählte ich ihm wer ich wirklich war. Wer meine Eltern wirklich waren. Und was mein Bruder für eine Rolle die letzten Jahre hatte. Tskauchi hörte mir aufmerksam zu und machte
sich, mit meiner Erlaubnis, Notizen. Am Ende meiner Erzählung nahm er sich noch einiges an Zeit seine Notizen zu vervollständigen. „Also Tanaka-san. Ich bin wirklich froh, dass du damit zu mir gekommen bist. Deine Sicherheit hat die oberste Priorität, deswegen werden wir uns zuerst um deine Unterkunft kümmern müssen.“, begann er und gab mir seinen Notizblock. Auf der Stand mehrere Punkte.
1. Sichere Unterkunft
2. Befragung von Endeavor als Beweis
3. Fahnung nach Tanakas Mutter („Greystorm“)
4. Schule in Kenntnis setzten


Nachdem ich mir seine Liste durchgelesen habe sah ich auf. Er sah mich prüfend an. „Ich bin damit einverstanden. Aber muss die Schule informiert werden?“ Tskauchi sah mich ernst an. „Deine Lehrer sollten von den Umständen wissen. Wenn du es nicht willst,werden deine Kameraden auch nichts erfahren.“ Ich nickte zustimmend. Aber ich fühlte mich dennoch schlecht, da ich durch meinen Umzug ihm keine Informationen liefern konnte und das sprach ich dann auch aus. Tskauchi erwiderte nur dass meine Sicherheit vorrangig war und ich später noch helfen konnte. Nachdem unser Gespräch beendet war, wies er mich an meine Sachen zu packen und wieder zum Revier zu kommen. Dies tat ich dann auch.

Als ich bei mir zuhause angekommen war, fiel mir das packen schwerer als gedacht. Ich lebte zwar erst 2 Jahre dort, hatte aber mich sehr dran gewöhnt und irgendwie hängte ich an dem Haus. Es war schwer meine Zeichnungen von der Wand abzuhängen. Meine Klamotten und meine Schuluniform aus dem Schrank zu nehmen. Ich entschied mich die Briefe und das Fotoalbum als Hinweise für Tskauchi mitzunehmen. Ich sah schweren Herzens und mit gepackten Koffer noch ein letztes Mal durch das Haus. Die Fenster, die ich zur Sicherheit verbarrikadiert hatte waren ein Spaltbreit geöffnet und das Holz war zerbrochen. Mein Herz machte einen Aussetzer. Jemand war hier. Mit einem Mal fiel es mir leicht das Haus zu verlassen und ich beeilte mich. Ich begegnete einigen Menschen die mich komisch beäugten. Bald bist du hier raus. „Na Frischling? Hast es ja nicht lange hier ausgehalten.“ Eine Gruppe von ziemlich gefährlich wirkender Erwachsenen kamen auf mich zu. Ich hielt den Koffer etwas fester in meiner Hand. „Wohin des Weges?“, fügte eine Frau hinzu, die mich mit ihrem Arm am weitergehen hinderte. „Schade um dich. Ich dachte wirklich aus dir könnte was werden.“, sagte ein schmächtiger Mann. Ich wusste nicht was ich mit den Aussagen anfangen sollte, geschweige denn wie ich die Erwachsenen loswerden konnte.
„Du könntest eine von uns sein.“
„Die Menschen dort scheinen sie nicht als Bedrohung, sondern als Nachfolgerin zu sehen.“

Mir fiel ein was Suzuki und Tskauchi gesagt hatten und da war die Lösung.
„Ich habe nicht vor endgültig auszuziehen. Die Polizei will mich wegen einer Untersuchung bei sich behalten. Nachdem die Untersuchung vorbei ist, komme ich wieder zurück.“ Ich hoffte darauf, dass ich einmal im Leben nicht schlecht gelogen habe. Mein Gebet wurde erhört und die Erwachsenen kauften es wirklich ab. Sie ließen mich passieren und warnten mich der Polizei nichts zu verraten. Ich beteuerte, dass ich eh nichts wüsste und sobald ich außer ihrer Sichtweite war, rannte ich los. Als ich in der Nähe Spider sah verlangsamte ich meinen Schritt. „Du fliehst also?“, fragte er gehässig. Es hatte keinen Sinn ihm was vorzumachen und deshalb sprach ich ganz offen. „Ich habe nicht vor wie sie zu werden und hier bin ich in ihrem Territorium.“
Spider lachte trocken. „Ihrem Territorium? Du Grünschnabel denkst doch nicht, nur weil sie eine Kriminelle ist, wie wir anderen hier auch, würden alle auf ihrer Seite stehen. Du bist hier genauso sicher, wie bei den Polizisten.“ Mein Mund klappte auf. „Woher-?“ , war das einzige was ich hervorbringen konnte. Ich fange langsam an mich für euch ‚Guten‘ zu interessieren.“, sagte er gelangweilt. „Auf welcher Seite stehst du, Spider?“, fragte ich ihn interessiert. „Auf den, der fragt.“, antwortete er knapp. Ich war verwirrt.  Was meint er damit?
„Du findest es schon raus.“, antwortete er auf meine Gedanken. Ich bekam in dem Moment einen Anruf und sah auf den Display.
Tskauchi.
Ich wusste ich musste los. Ich sah wieder zu Spider, der seinen langen Nagel an meine Stirn tippte. „Ich habe das Gefühl, dass wir uns lange nicht mehr sehen werden, Frischling. Pass auf dich auf.“ Ich wusste nicht warum, aber seine Worte stimmten mich traurig. Ich mochte weder die Gegend, noch das Haus, aber ich hatte das Gefühl, dass ich ein prägendes Teil meines Lebens hinter mir ließ und obwohl ich jederzeit zurückkehren konnte, beschlich mich ebenfalls das Gefühl, dass ich lange Zeit nicht mehr zurückkommen würde. Und sogar Spider, den ich gestern erst kennengelernt hatte, würde ich auf eine skurrile Weise vermissen. Ich tippte ihm ebenfalls gegen seine Stirn und sagte leise: „Pass auch auf dich auf.“ Spider entblößte seine gelben Zähne und lachte hysterisch. „Das hatte noch nie jemand gesagt. Du bist wirklich sonderbar, Frischling. Ich werde dich im Auge behalten.“ Ich zog meinen Finger hastig zurück. „Wenn du damit deine Viecher meinst: Lass es lieber. Ich garantiere für zertrampelte Spinnen.“ Er grinste nur und ich zog an ihm vorbei durch die Straßen. Ich sah noch einmal zurück und wusste dass ich ein Lebensabschnitt voller Einsamkeit nun hinter mir lassen würde.
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