Der Weg eines Helden

von Anna-
GeschichteAllgemein / P12
Link
16.04.2019
17.04.2019
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Link rannte die Treppen des Hauses runter. Er lebte hier mit seiner Mutter, seinem Vater und seiner kleinen Schwester Mia. Sie war sechs Jahre alt und hatte, genau wie er, Blonde Haare.
Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, sprang der Junge in das untere Stockwerk. Dort stürmte er in die Küche wo seine Familie schon wartete.
"Guten Morgen!" begrüßte ihn seine Mutter, während sie den Tisch deckte.
Sein Vater lächelte ihm zu.
"Morgen Link. Und alles gute zum Geburtstag.“
„Link! Da bist du ja endlich!“ Mia rannte auf das Geburtstagskind zu, „Schau mal, Ich habe dir einen Kuchen gebacken!“
Link grinste.
„Ich hoffe mal du hast dir von Mutter helfen lassen? Ich würde meine Zähne gerne noch behalten.“
Der letzte Versuch seiner Schwester endete mit einem Kuchen, mit dem man Häuser bauen könnte.
„Ey! Du bist gemein. Natürlich habe ich ihn selber gemacht.“ Nörgelte die Schwester von Link während sie mit einem Fuß aufstampfte. Über ihren Kopf hinweg konnte er erkennen wie seine Mutter den Kopf schüttelte. Scheinbar hatten sie den Kuchen doch zu zweit gemacht.
„Last uns erstmal Frühstücken.“ Mischte sich diese nun auch ein.
Die Familie setzte sich an den Tisch.
Es gab zwar nur Brot, Käse und den Kuchen, da die Familie in ärmlichen Verhältnissen lebte, aber sie saßen beisammen, und das bedeutete Link mehr als alles andere. Sein Vater wahr Ritter, darum war er oftmals nicht zuhause.
„14 ist mein Junge also schon?“ Kopfschüttelnd betrachtete der Mann seinen Sohn. Wie schnell die Zeit vergeht.
„Was wollen wir heute machen?“ fragte die Mutter von Link, während sie sich Käse auf ihr Brot legte.
Mia, die mit beiden Händen ihr Glas umschlossen hielt, antwortete „Link darf entscheiden! Es ist sein Geburtstag!“
Amüsiert über den Eifer seiner Jüngsten lächelte der Vater und nickte.
Link schaute aus dem Fenster der kleinen Küche. Die Sonne schien und ein leichter Wind wehte über die Wiese vor dem Haus. Es war sein Geburtstag, endlich war er kein Kind mehr! In Hyrule wurden man unter 14 als Kind und ab 21 als erwachsen angesehen.
„Ich würde gerne…“
Der Junge überlegte. Eigentlich hatte er nur einen Wunsch, aber den traute er sich nicht auszusprechen. Es war sein tiefer Wunsch.
In Gedanken hatte er es schon so oft gesagt: Ich will das du mir beibringst ein Schwert zu führen!  Als er jünger war hatte er es schon einmal gefragt, doch seine Eltern hatten ihm nur gesagt ‚Wenn du kein Kind mehr bist‘. Er würde sie Fragen. Aber jetzt noch nicht, darum erwiderte er auf die Frage:
„Ich würde gerne schwimmen gehen.“
Begeistert klatschte das junge Mädchen in die Hände. Auch die Mutter lächelte.
„Na dann. Wie ich sehe habt ihr schon Aufgegessen. Geht eure Schwimmsachen holen, ich wasch ab.
Die Geschwister liefen in das obere Stockwerk um ihre Schwimmsachen zu holen.
Bald darauf waren alle Fertig und sie machten sich auf den Weg.




Die Familie lag am Strand. Warm schien die Sonne auf sie hinab.
Selbst Links kleine Schwester hatte sich mittlerweile ausgetobt, nachdem sie den ganzen Tag mit Link über den Strand gerannt war.
Die Wellen schlugen regelmäßig gegen den Sand.
Langsam wurde es dunkler.
Der Vater richtete sich auf. „Wir sollten langsam zurück, es wird Dunkel.“
Seine Frau nickte. „Kommt Kinder, helft mir zusammenzupacken.“

Sie machten sich auf den Weg. Bald sahen sie das Dorf Hateno in dem sie wohnten.
Mia lag müde in den Armen ihrer Mutter, und auch Link war von dem spielen mit seiner Schwester Erschöpft. Wie ein so kleines Mädchen so viel Energie haben konnte!
Als sie in die Sicherheit des Hauses traten, hörte Link wie sein Vater erleichtert ausatmete.
Überrascht blickte er zu ihm, allerdings konnte er nichts erkennen.
„Ich bringe Mia nach oben.“ flüsterte Links Mutter, da die Kleine mittlerweile eingeschlafen war. Danach warf sie ihrem Mann einen bedeutungsschweren Blick zu.
Dieser nickte und bedeutete ihr mit einer Handbewegung zu gehen.
Als sie das getan hatte, wandte er sich Link zu.

„Link. Du bist nun kein Kind mehr und es ist eine Tradition unserer Familie, jeden Jungen der älter als 14 Jahre ist im Schwertkampf zu unterrichten oder unterrichten zu lassen.“
Überrascht blickte Link ihn an. Das hatte er nicht erwartet. Vielleicht irgendein Geschenk, obwohl das wohl viel mehr als ein Geschenk war. Es war die Erfüllung eines Traums.
„Ich möchte nicht das du lernst ein Schwert zu führen. Deine Mutter ist jedoch der Meinung, dass es wichtig ist und hat mich überzeugt.“
Sprachlos schaute Link seinen Vater an. Sollte er wirklich seinen Traum erfüllt bekommen? Dann breitete sich ein breites Lächeln auf dem Gesicht des Jungen aus. Alle Müdigkeit war vergessen.
„Wann fangen wir an?“
Über all den Eifer Lachte sein Vater. Er hatte ein tiefes, angenehmes Lachen. „Ich hatte an Morgen gedacht. Beim ersten Sonnenstrahl weck ich dich. Aber jetzt geh schlafen. Es ist eine Kunst das Schwert zu führen, und das lernt man nicht ohne Anstrengung.“
Link nickte und ging in sein Zimmer. Gedankenverloren machte er sich fertig und zog sich um, danach legte er sich in sein Bett. Doch was er auch versuchte, vor lauter Aufregung konnte er nicht schlafen.

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Diese Geschichte habe ich schon etwas länger rumliegen und bevor sie verstaubt habe ich mich entschieden sie hochzuladen.
Danke fürs lesen und einen schönen Tag noch!
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