New life here I come!

GeschichteFreundschaft / P18
Claudio Castagnoli / Cesaro Fergal Devitt / Finn Bálor Nicholas Theodore Nemeth / Dolph Ziggler OC (Own Character) Saraya-Jade Bevis / Paige Stephen Farrelly / Sheamus
16.04.2019
13.08.2019
16
18247
2
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Ich löse mich von ihm und gehe wieder rein, in der Balkontür drehe ich mich kurz zu ihm.
Ruby: „Komm bitte rein und setz dich, ich werde dir alles erzählen.“ Finn schaut mich einen Moment an.

Finn: „Bist du dir sicher?“ Ich nicke kurz, bevor ich leise antworte.

Ruby: „Ja das bin ich, auch wenn es mir nicht leichtfällt.“ Er erwidert mein Nicken und kommt rein. Er setzt sich aufs Fußende meines Bettes und schaut mich ruhig an.

Finn: „Ich bin ganz Ohr, sobald du so weit bist.“ Ich schließe kurz meine Augen und hole tief Luft, anschließend beginne ich in meinem Hotelzimmer auf und ab zu gehen.

Ruby: „2002, ich war frisch 17, hatte ich alles was mich bis dahin interessiert hatte im Wrestling gelernt und war Independent in England gut unterwegs gewesen.“ Finn schaut mich groß an. „Was?“

Finn: „Entschuldige, ich bin gerade etwas überrascht, dass du auch schon so früh im Wrestling unterwegs gewesen bist. Ich dachte nur Raya sei so.“ Ich muss tatsächlich bei der Äußerung schmunzeln.

Ruby: „Es liegt auch bei mir in der Familie, so dass ich schon früh anfing es in den Ferien bei meiner Familie in England zu lernen. Mit 16 war ich mit der Schule fertig und meine Eltern wussten sie konnten mich zu keinem anderen Job bewegen. So bin ich dann 1 Jahr mit meinem Onkel als Vormund durch England getourt und mit 17 hatte ich ein Angebot von der WxW erhalten. Meine Eltern hatten dem zugestimmt und so landete ich wieder in meinem Heimatland Deutschland. Direkt an meinem ersten Abend dort traf ich auf Cesaro und wir waren sofort die besten Freunde. Frag mich nicht warum, die Chemie hatte einfach gestimmt was sich nie geändert hat. 2004 kam ein neuer Wrestler zur WxW, welcher Cesaro an die Seite gestellt wurde. Die beiden hatten sich auch sofort gut verstanden, wodurch er immer mit uns zusammen zu den Shows getourt ist. Bei dem Wrestler hat es sich um Damian gehandelt.“ Kaum habe ich den Namen ausgesprochen, fühlt es sich in meinem Mund an, als wenn ich Säure getrunken hätte. Ich sage ja, er bzw. die Gedanken an ihn machen mich nur noch krank. Ich nehme wahr wie Finn mich mustert, doch drehe ich mich sofort weg und stelle mich ans Zimmer Fenster. „Wir beiden hatten uns auch schnell angefreundet und aus unserer Freundschaft wurde Liebe…das war gut 1 Jahr später…“ Schöne Erinnerungen an unsere Zeit schießen durch meinen Kopf, was mich innerlich so schmerzt, dass ich keine Worte dafür finden kann. Was mache ich hier eigentlich? Warum erzähle ich das jetzt alles? Ich weiß…Ich muss es rauslassen, das hilft und er will mir ja auch helfen… Ich sehe es ja schon ein.
Ein kurzer Blick über meine Schulter zeigt mir, das Finn mit ineinander verschränkten Händen weiter auf dem Bett sitzt und dabei auf das Bild vor ihm an der Wand schaut.
„Vor 2 ½ Jahren, hatte Damian einen schlimmen Autounfall nach einer Show… Ihm wurde die Vorfahrt von einem Angetrunkenen jungen Mann geklaut…Ich hatte wirklich glück, das ich an dem Tag nicht dabei war…“ Bei den Gedanken an diesem besagten Tag, schießen mir sofort Tränen in die Augen. "Ich weiß noch was für eine Angst ich in dem Moment verspürt hatte, als mein Handy ging und ich den Anruf der Polizei entgegennahm. Ich war zu dem Zeitpunkt bei meinen Eltern, da mein Dad Geburtstag hatte. Er hatte so schlimme Verletzungen am Kopf und an der Wirbelsäule, das… das er erst einmal über Monate in ein künstliches Koma gelegt wurde. Wobei er diverse Operationen über sich ergehen lassen musste.“ Ich wische mir meine stummen Tränen aus dem Gesicht und fahre mit brüchiger Stimme fort. „In der Zeit hatte ich meine Shows auf ein Minimum runtergeschraubt, um immer an seiner Seite sein zu können. Ich wollte es ganz sein lassen, doch ohne Geld ist bekanntlich nicht viel los und ich wollte nicht, dass meine Familie für alle Unkosten aufkommt. Auch wenn sie mich bei allem was war, ohne Wenn und Aber unterstützt haben.“ Ich beginne wieder damit durchs Zimmer zu laufen, wobei Finn sein aufmerksamer Blick mich jetzt verfolgt.
„Nachdem er aus dem Koma erwachte, fing seine Rehabilitation an welche wirklich hart war. Die Ärzte hatten ihm von Anfang an gesagt, dass er nie wieder in den Ring steigen dürfe. Es war eine wirklich sehr schlimme Zeit ihn so Kämpfen zu sehen…und zu wissen, dass es nichts wird.“ Ich gehe an Finn vorbei und er greift kurz nach meiner Hand.

Finn: „Du musst nicht weiterreden, wenn du nicht möchtest.“ Ich schaue ihn an und lasse seine Worte auf mich wirken. Ich mache meine Hand von seiner los und schüttle kaum merklich meinen Kopf.

Ruby: „Alles gut Finn…Wirklich, jetzt gibt es kein Zurück mehr.“ Ich hole noch einmal tief Luft um mich vor meinem inneren Schmerz irgendwie zu wappnen. „Während der Zeit, hatte sich schon langsam ein Medikamenten Abusus eingeschlichen, welchen wir beide nicht wahrhaben wollten. Doch war dieser irgendwo, bei den schmerzen welche er hatte vorprogrammiert…“ Die Bilder die vor meinem inneren Auge auftauchen, versuche ich gerade mit aller Kraft zu ignorieren. „Nach einem langen Kampf, kam bei ihm die Einsicht das es doch nichts mehr werden wird… Diese Einsicht hat ihn getroffen wie eine Clotheline from Heel…Sie wurde gefolgt von Alkoholismus, Depressionen, Misstrauen, Wut, weiteren Drogenmissbrauch und Gewalt, neben einer ausgeprägten Paranoia…“ Ja ich weiß, es ist gut darüber zu reden, aber es fühlt sich irgendwo auf eine quere Art und Weise auch falsch an. Ich will gerade wieder in die andere Richtung gehen, da renne ich fast Finn um. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass er aufgestanden ist. Er steht einfach nur vor mir und Mustert mich aufmerksam. Ich versuche gar nicht erst an ihn vorbei zu gehen, ich schlinge meine Arme um meine Mitte und schaue auf meine Füße.
„Er war so Paranoid, das er irgendwann meinte ich würde ihm nur Böses wollen, bei all der Unterstützung die ich ihm gab. Es war so grusselig, ich würde sogar sagen er hatte irgendwo Schizophrene Züge. Denn vor meiner Familie, unseren Freunden und Kollegen, war er immer der bekannte freundliche und liebenswerte Damian. Doch hinter der geschlossenen Tür, wurde er immer aggressiver…“ Meine Stimme bricht und ich hole tief Luft, dabei mache ich einen Schritt nach hinten, da ich etwas mehr Abstand zwischen Finn und mir haben möchte. „Irgendwann hat er mir unterstellt…mir unterstellt ich würde ihn mit meinen Arbeitskollegen betrügen und dann fing er an…“ Ich kann nicht weiterreden, mir hat sich komplett die Luft abgeschnürrt. Ich bekomme absolut keinen Ton mehr raus, da greift Finn mir unters Kinn und zwingt mich ihn anzuschauen. Bei seinem Blick muss ich anfangen zu weinen, mich hat noch nie ein Mensch mit so viel Mitgefühl im Blick angeschaut.

Finn: „Versuchst du mir gerade zu erzählen, dass er Handgreiflich geworden ist?“ Ich schaue ihn gefühlt Stunden an, bevor ich meine Stimme wiederfinde und nicke.

Ruby: „Ja…… Ja das versuche ich. Er ist öfters Handgreiflich geworden. Mehrfach sogar so schlimm, dass ich ins Krankenhaus musste… Dort habe ich die Verletzungen immer mit einem schiefgelaufenen Training oder einem harten Match begründet. Ich habe davon auch ein paar Narben zurück behalten…Diese verdecke ich immer, egal wie knapp mein Outfit ist…Diese stellen kenne nur ich bisher…Raya hätte sie schon sehen können, doch hatte sie diese nicht wahrgenommen…Wo ich ganz dankbar für bin… Aber ich glaube auch, dass es Zeit wird sie zu Zeigen…Jemandem den ich vertraue“ Antworte ich sehr leise, es fühlt sich gerade wie eine kleine Befreiung an, ich kann es nicht glauben. Ich schaue ihn vorsichtig an. „Dir vertraue ich Finn…Anders wie meinen beiden liebsten Personen…Keine Ahnung warum und was es ist. Aber ich möchte dir die Narben zeigen, zumal du die Einzige Person bist, bei der ich so ins Detail gegangen bin…“ Ich nehme mein T-Shirt hoch bis zur Hüfte und ziehe meinen Slip etwas so runter, das Finn den Blick auf eine Narbe unter dem Stoff erhält. Anschließend zeige ich ihm eine Narbe am Unterbauch, unter meiner linken Brust und zu guter Letzt eine Narbe die mein rechtes Schulterblatt ziert. Finn seinen schockierten und wütenden Blick überspiele ich, in dem ich einfach weiter von mir und Damian erzähle. „Irgendwann, durfte ich auch nicht mehr mit Freunden raus und nur noch in seiner Begleitung zu Shows und Co…“ ich wische mir ein paar Tränen weg und schaue Finn an. „Das kranke an alle dem ist, dass ich mir die Schuld für sein Verhalten gegeben habe, mich dafür geschämt habe und deswegen nie etwas gesagt habe… Vor allem meinen Eltern…Und was noch schlimmer ist, ein Teil in mir hat immer noch Gefühle für ihn obwohl ich weiß, dass es falsch ist…Er ist der erste Mann in meinem Leben gewesen, für den ich Liebe empfunden habe und ich eine sexuelle Beziehung geführt habe…“ Mittlerweile heule ich wie ein Schlosshund, Finn zieht mich zu sich und nimmt mich fest in seine Arme.

Finn: „Lass alles raus Ruby…Danke das du es mir erzählt hast.“ Er küsst meinen Scheitel und drückt mich noch fester an sich. „Ich… Wir werden dich vor ihm schützen und wir werden alles dafür tun, das er dich in Ruhe lässt und zur Hölle fährt.“ Ich drücke schniefend mein Gesicht an seine Brust und kralle mich mit meinen Händen in sein Shirt. Ich würde ihm gerade gerne Danken, doch bekomme ich mich gerade nicht mehr ein.
Review schreiben