Gefühlschaos und unliebsame Erinnerung

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
13.04.2019
15.12.2019
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Tori saß im Park auf einer Bank und ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen. In den letzten  1 1/2 Jahr war so viel passiert, dass es für zehn gereicht hatte. Gute aber auch schlechte Sachen, doch bereuen tat sie nicht eine davon. Vor gut zwei Jahren war sie nach Köln gekommen und hatte hier neue Freunde und ein Zuhause gefunden.  Dann verliebte sie sich und alles schien perfekt. Doch das war nur eine Täuschung gewesen, denn sie hatte sich ausgerechnet in den Mörder ihrer Familie, denn nichts anderes war Manuel für sie, verliebt.  Aber auch das hatte sie dank ihrer Freunde hinter sich lassen können. Auch das ihr Mentor und Freund sie hintergangen hatte und dadurch ihr bester Freund fast ins Gefängnis gelandet wäre, war nur noch eine unangenehme Erinnerung. Das ganze war in nur 1 1/2 Jahren passiert? Sie konnte es kaum glauben und doch musste sie bei dem Gedanken daran lächeln. Auf einmal legte sich ein Schatten auf ihr Gesicht. Langsam öffnete Tori ihre Augen und grinste ihr gegenüber an. „Hey was machst du denn hier?“ Stephan ließ sich neben ihr auf der Parkbank nieder. „Na was wohl? Ich hab dich gesucht“, erklärte er, ebenfalls mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Tori sah ihn verwundert an: „Wieso denn das? Ist was passiert?“ „Nein alles gut, aber ich habe eine Überraschung für dich“, beruhigte er sie. Nun sah Tori ihn überrascht und zugleich argwöhnisch an. Stephan begann zu lachen und meinte: „Nun guck mich nicht so an und komm einfach mit.“ Damit erhob er sich und hielt ihr die Hand hin. Kurz zögerte sie noch, doch dann ließ sie sich von ihm hoch ziehen. Nebeneinander herlaufend verließen sie den Park in Richtung Dienststelle. Tori wunderte sich zwar, aber vermutlich hatte Stephan nur sein Auto auf dem dortigen Parkplatz stehen. Doch diese Vermutung erwies sich als falsch, denn statt in Richtung Parkplatz zu laufen hielt er direkt auf das Gebäude zu. „Stephan, was wird das?“, wollte sie daher wissen. Stephan hielt kurz an und drehte sich zur ihr um: „Vertrau mir und lass dich überraschen.“ „Ich vertrau dir, das weißt du. Aber ich bin kein Fan von Überraschungen.“ „Stimmt und trotzdem werde ich dir nichts vorher verraten.“ Da sie so nichts aus ihm rausbekam, versuchte sie es mit dem  Schmollmund und einem Hundeblick. Doch auch damit kam sie nicht weit, denn Stephan hatte sich bereits wieder um gedreht und war weitergegangen. Da auch der Schmollmund mit dem Hundeblick nichts gebracht hatte, ergab sie sich ihrem Schicksal und folgte Stephan ins Innere des Gebäudes. Dort war es für die normalen Verhältnisse erstaunlich ruhig und genau das beunruhigte Tori ein wenig. Was hatten diese Quatschköpfe jetzt wieder vor. Stephan führte Tori direkt vor die Tür des Aufenthaltsraum. Normalerweise war diese immer offen, doch diesmal nicht. Statt die Tür selber zu öffnen, gab Stephan Tori ein Zeichen diese zu öffnen. Verwundert sah sie zu ihm, doch er lächelte sie nur an. Na gut, dann los, dachte sich Tori. Zögerlich trat sie vor und öffnete die Tür. Sie hatte den Raum noch nicht einmal betreten, da tauchten von überall die Kollegen auf und schrien „ÜBERRASCHUNG!“ Überrumpelt und überrascht sah sie sich zuerst im Aufenthaltsraum um und drehte sich dann zu Stephan. Dieser schob sie nun gänzlich in den Raum. Nachdem sie sich wieder etwas gefasst hatte, fragte sie das erst beste was ihr in den Kopf kam: „Hab ich irgendetwas verpasst?“ Sie sah von einem zum anderem und wusste wirklich nicht was ihr los war. Die anderen hingegen fanden die Reaktion ihrer Kollegin komisch und die meisten konnten sich das Lachen nicht  mehr verkneifen. „Sind wir zu spät?“, erklang nun eine bekannte, männliche Stimme hinter Victoria. Erneut überrascht drehte diese sich um und entdeckte die Kollegen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Nun war sie komplett verwirrt und das sah man ihr auch an. „Sie hat keine Ahnung oder?“, wollte nun Benjamin belustigt wissen und betrat mit den Restlichen den Raum. „Sieht ganz so aus“, meinte nun Julia und blieb neben Tori stehen. „Na dann klärt mich doch auf.“ Tori drehte sich nun wieder um, sodass sie auch ihre Kollegen ansehen konnte. „Ganz einfach“, begann Heidi, welche sich etwas von Gruppe gelöst hatte, „wir wollten uns bei dir bedanken. Du hast dich für uns eingesetzt und dich um uns gesorgt, während wir dir nur Misstrauen entgegen gebracht haben. Und außerdem bist du jetzt schon über ein Jahr bei uns, also wenn das kein Grund zu feiern ist.“ Nun war Tori endgültig buff. Mit so etwas hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Vor allem war es damals für sie selbstverständlich gewesen und das stellte sie nun auch klar. „Danke, aber das war doch selbstverständlich und dafür müsst ihr euch nun wirklich nicht bedanken. Ihr seit meine Freunde und dank euch fühle ich mich hier wie Zuhause. Also wenn sich einer bedanken sollte, dann wäre ich das und nicht ihr.“ „Das kann man so oder so sehen“, mischte sich nun Paul ein und grinste schelmisch. Nun musste auch Tori erneut grinsen. „Da wir das nun geklärt haben, kann die Party ja losgehen“, meinte nun Stephan und reichte ihr ein Glas mit Sekt. Nachdem alle miteinander angestoßen hatten, ging die Party erst so richtig los und zusammen verbrachten sie einen schönen und lustigen Nachmittag.
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