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Der Festball

von LoveSpock
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Alexander von Falkenstein Bibi Blocksberg Graf Falko von Falkenstein Susanne Martin Tina Martin
13.04.2019
13.04.2019
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13.04.2019 1.233
 
Ich will hier keine großen Worte tätigen... Aber etwas kleines vorweg; Diese Geschichte existiert bereits auf Wattpad. Aber da ich von jenem Anbieter nicht viel halte, veröffentliche ich sie nochmal hier. Also ja, selbe Person. Viel Spaß beim lesen. :) ~Jay
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Es war ein schöner Tag auf dem Martinshof. Die Ferienkinder tobten, die Pferde grasten friedlich auf der Weide und Bibi und Tina saßen auf einer Bank vor dem Haus und warteten auf Alex. Ihr Gesprächsthema Nummer eins war der große Ball, der diese Nacht auf Schloss Falkenstein stattfinden sollte. Aus dem ganzen Land reisten prominente Gäste an. Das besondere war, dass es ein Paarball war. Jeder Gast war mit einer Begleitung anwesend. Bibi bildete da eine Ausnahme, da sie als Tinas beste Freundin auch ohne Partner eingeladen war. Tina war natürlich von Alex gefragt worden.
"Oh Bibi", schwärmte Tina. "Ich freue mich riesig! Und Alex möchte mich als seine Begleitung haben!"
Sie klatschte in die Hände.
"Das ist eines der größten Feste des Jahres", stimmte Bibi begeistert mit ein. "Stell dir doch nur vor, wir, unvergesslich als Prinzessinen, diese Nacht..."
Tina fing an zu lachen und pikste ihrer Freundin in die Seite.
"Prinzessinen!", prustete sie.
"Warum eigentlich nicht", überlegte Bibi. "Ich könnte uns Kleider hexen!"
Tina schüttelte den Kopf.
"Ne, lass mal. Mutti sieht das nicht gern, wenn du hext. Außerdem haben wir uns doch extra neue Kleider gekauft!"
"Genau, von Trödelhannes", bestätigte Bibi.
Das Gespräch der beiden wurde durch einen Reiter unterbrochen.
"Hi Bibi, Hi Tina!", rief ein junger Reiter, der von seinem schwarzen Pferd rutschte und Tina einen Kuss auf die Wange drückte.
"He, Alex, lass das!", lachte Tina und errötete.
"Na, freut ihr euch auf heute Nacht?", entgegnete Alex.
"Total!", schwärmte Tina.
"Auf jeden Fall!", bestätigte Bibi.
"Na, der einzige, der noch keine Begleitung hat, ist Vater."
Verlegen strich sich Alex über den Arm.
"Nicht?" Bibi riss ihre Augen auf,
Alex schüttelte den Kopf.
"Er wollte deine Mutter fragen, Tina. Schon seit Tagen."
Tina grinste. "Aber er hatte keine Zeit?"
"Doch", seufzte Alex. "Er hat sich nicht getraut.“
Bibi und Tina prusteten gleichzeitig los.
"Was?", kicherte Tina.
"Eure Hoheit hat eine schüchterne Ader?", grinste Bibi.
"pst", ermahnte Alex die beiden. "Nicht so laut. Seht doch, da kommt er. Heute wollte er sie fragen."
Tina nickte verständnisvoll.
"Ist gut. Komm Bibi, wir gehen uns schonmal fertig machen."
Bibi nickte. "Bis dann, Alex!"
Die beiden Mädchen verschwanden im Haus. Alex lief seinem Vater entgegen, der auf Cleopatra angeritten kam.
"Hallo, Vater!"
"Hallo, Sohn", entgegnete der Graf. "Weißt du, wo Susanne ist?"
"Ich bin hier", meldete sich eine Stimme, die zu Susanne gehörte. Sie trat aus dem Haus hinaus und lief geradewegs auf den Grafen zu.
"Falko, welch eine Überraschung! Wie laufen die Festtagsvorbereitungen?"
"Ausgezeichnet, danke der Nachfrage", entgegnete Falko.
"Das freut mich! Was verschafft mir die Ehre?"
Susanne sah mit einem warmen Blick zu dem Reiter auf, der langsam von seinem Pferd stieg.
"Nun..." Falko räusperte sich verlegen. "Vielleicht laufen nicht alle Vorbereitungen so gut... Mir fehlt noch eine Partnerin..."
Susanne lachte warm.
"Und da wolltest du mich fragen."
"Richtig", antwortete der Graf. "Also würdest du...?"
"Natürlich." Die blondhaarige Frau lächelte. "Einem alten Freund hilft man immer in seiner Not. Ich muss nur nach einer passenden Garderobe schauen. Aber vorher warten die Kühe. Also entschuldige mich bitte."
Sie klopfte ihm kurz auf die Schulter und verschwand dann im Kuhstall. Als sie weg war, schaute Alex seinen Vater mit einer Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit an.
"Entschuldige meine Worte, aber dein gräflicher Stolz verführt keine Frau."
"Ach, Humbug", winkte Falko ab. "Was verstehst du schon davon?"
"Eine Menge!", entgegnete Alex zielsicher.
"Vater, seit Tagen tigerst du durch das Schloss und hast nichts als Frau Martin im Kopf. Ich glaube nicht, dass du den Ball bloß mit ihr verbringen möchtest, weil du keine andere Begleitung für sie gefunden hast."
"Ja und?", stellte Falko die Gegenfrage.
Alex seufzte. So sturr konnte wirklich keiner sein!
"Du hast mir so viel schon beigebracht, also lass mich dir etwas zurückgeben und in dieser Sache helfen. Oder bist du zu stolz dafür?", versuchte er, seinen Vater herauszufordern.
"Alexander, was erlaubst du dir?", schnaubte Falko. "Natürlich bin ich nicht zu sturr! Also, was schlägst du vor?"
Alex musste grinsen. Er wusste genau, wie er seinen Vater von etwas überzeugen konnte. Denn als sturer Graf wollte er sich sicher keinen Namen machen.
"Also als allererstes würde ich zu ihr hingehen und ihr sagen, warum du sie wirklich gefragt hast, ob sie dich auf dem Ball begleiten möchte."
Der Graf nickte mit dem Kopf.
"Eine vorzügliche Idee", lobte er ihn. "Und wie genau soll ich das deiner Meinung nach anstellen?"
"Na, sag es ihr einfach!", entgegnete Alex.
Wieder nickte sein Vater, stockte kurz, aber lief dann Susanne in den Kuhstall nach.
Alex erkannte, dass Bibi recht gehabt hatte. Sein Vater hatte wohl wirklich eine schüchterne Ader.
Im Kuhstall angekommen versuchte Falko, Susanne zu erspähen. Er konnte sie jedoch nirgends ausmachen.
"Susanne...?", rief er deshalb ein wenig verunsichert.
"Du bist ja noch hier!"
Der Kopf der Gesuchten tauchte neben einer Kuh auf.
"Ja, ich wollte mit dir reden", erklärte Falko sich ehrlich.
Susanne erhob sich aus der Hocke und kam dem Grafen entgegen.
"Ist etwas passiert?", fragte sie leicht besorgt.
"Nein, das nicht." Falko zog seinen Rechten Mundwinkel nach oben.
"Sondern?"
Sie merkte die Anspannung des Grafens und wunderte sich.
"Du weißt, du kannst über alles mit mir reden."
"Natürlich", gab Falko an und holte tief Luft.
"Es ist wegen dem Ball. Ich habe dich nicht gefragt, bloß, weil ich irgendeine Begleitung brauche. Eine besondere Nacht braucht eine besondere Frau!"
Susanne spürte, wie ihr warm ums Herz wurde.
"Oh Falko! Das ist... Ich weiß gar nicht was ich sagen soll..."
Sie blickte ihm tief in die Augen, ihr Blick war voller Liebe.
"Ich danke dir", wisperte sie schließlich gerührt.
Falko erinnerte sich an die Worte seines Sohnes.
"Da gibt es nichts zu danken. Das war bloß... Die Wahrheit."
"Ich freue mich auf heute Nacht", flüsterte Susanne.
"Ich mich um so mehr."
Falko ließ sich nieder und gab der Frau einen Kuss auf die Hand. Sie spürte, dass es wohlig kribbelte.
Als er sich wieder erhoben hatte, verkündete er: "Ich bitte Dagobert, dich und die Kinder mit der Kutsche abzuholen. Dann müsst ihr nicht im dunklen mit den Pferden reiten."
"Vielen Dank", säuselte Susanne noch immer leicht verträumt.
Mit diesen Worten verabschiedete sich der Graf und kehrte zu seinem
Sohn zurück, der gar nicht erst nachzufragen brauchte, weil seinem Vater das Grinsen ins Gesicht geschrieben stand. Die beiden machten sich auf den Weg zurück ins Schloss.
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