Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Meet the new Candy

von Manganime
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Lysander Rayan Zaidi
12.04.2019
20.01.2021
5
6.787
2
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.01.2021 2.650
 
Anmerkung:
I´m back, baby! Uuund diesmal habe ich vor das alles weiter durch zu plotten :D Wirklich, es juckt mich in den Fingern Lys auf alle neuen und alten Campuscharas anzusetzen.. Seid allerdings gewarnt, Lys mag in diesem Kap etwas anders rüberkommen, aber es sind immerhin 4 Jahre ins Land gezogen.
Außerdem habe ich mir erlaubt, seine Schulzeiterlebnisse etwas auszubauen, denn niemand kann mir weismachen, dass er nichts erlebt hat als Sänger und Castiels Freund


▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬


„Was gibt’s, Rosa?“ Mit gelangweilter Miene starrte Lysander der kahlen Decke seines Wohnheimzimmers entgegen, während er auf dem Bett liegend das Smartphone gegen sein Ohr presste. „Lys, du hast doch sicher noch nichts vor heute Abend, oder?“, schallte ihm die gut gelaunte Stimme der Weißhaarigen in den Gehörgang. „Wir könnten deine Rückkehr im Snake Room feiern, ich hab sogar eine Überraschung für dich!“ Normalerweise hätte der Silberhaarige wenig Einwände gehabt Rosas Einladung abzuschmettern, doch bei dem Wort „Überraschung“ wurde er auf einmal zögerlich. So gern er die Freundin – Verzeihung, Verlobte – seines Bruder hatte, so waren ihre Überraschungen doch mit Vorsicht zu genießen, da sie manches Mal nicht so toll waren wie man erwartete.

Allerdings schien er mit seiner Antwort zu lange zu brauchen, denn Rosa quatschte bereits munter weiter: „Komm schon, Lys, das wird ganz gemütlich, ich werde dich auch pünktlich gehen lassen, damit du morgen für deinen ersten Tag ausgeschlafen bist.“ Der neckende Tonfall am Ende sollte wohl ein Seitenhieb auf seine vergangene Schulzeit sein. Pünktlich ins Bett hatte er es selten geschafft, entweder dank seiner Muse, die immer dann angefangen hatte ihm Ideen einzuflößen, wenn er eigentlich schlafen wollte oder weil er mit seinem besten Freund abgehangen hatte, wo es dann doch meist später als geplant wurde. „Nagut, aber nur wenn du mich abholst“, antwortete er schließlich ergeben. Was sollte schließlich großartig passieren? „Perfekt, ich hol dich um halb neun ab, dann können wir dich schon mal nicht mehr verlieren“, entgegnete sie zufrieden und verabschiedete sich, da sie noch einiges zu erledigen hatte vor dem Treffen, wie sie ihn wissen ließ.

Damit hatte er also noch ein paar Stunden vom Tag totzuschlagen, ehe er aufbrechen musste. Was sollte er mit seiner Zeit derweil anfangen? Den auffälligen Kräutergeruch in seinem Zimmer hatte er bereits zu Anfang ausgemacht, denn offenbar hatte jemand an der Deckenlampe das getrocknete Grünzeug angebracht. Ob es sein Vorgänger gewesen war oder ob es einfach nur als Raumduft diente, keine Ahnung. Er hatte es vorsichtshalber fürs erste so belassen und sich auf das Bett geworfen, welches in der Ecke neben dem Fenster stand. Der Schreibtisch war direkt daneben vor das Fenster platziert worden, weswegen die Entscheidung für ihn schnell gefallen war. Mit einem Ruck setzte sich der frisch gebackene Student auf und betrachtete gedankenverloren den grauen Schreibtisch, dessen Oberfläche zwar bereits von einigen Kratzern gezeichnet worden war, aber sonst recht solide aussah. Einladend. Lysander spürte das wohlbekannte Zucken in seinen Fingern, das Signal in seinem Kopf.

Keine Minute später war der Inhalt seines Koffers und seiner Umhängetasche auf dem Boden verteilt und nur ein Notizheft und ein Stift bekamen die Ehre, nicht dort zu landen. Oh, er musste diese Begegnung einfach festhalten. So verflog die Zeit fast wie im Flug, denn es war wie ein Damm, der in der Abgeschiedenheit des Zimmers, der geräuschvollen Stadtluft, die durch das offene Fenster strömte, seinen Gedankenstrom aufbrach nach all der langen Zeit.

Das Land mochte ruhig und beschaulich gewesen sein, doch die körperliche Arbeit ließ nicht mehr viel Zeit zum Träumen übrig. Das Haus war groß und geräumig gewesen, allerdings war er der einzige, der die Räume mit Leben gefüllt hatte. Die Abwesenheit seiner Eltern eine ständige Erinnerung, und seine Präsenz nicht genug, um die Leere darin zu füllen. Die Tiere mochten auch die bessere Gesellschaft gewesen sein, jedoch konnte man sich nur schwerlich mit ihnen über seine Leidenschaften austauschen. Dazu brauchte es eben doch menschliche Gesellschaft, und die war auf dem Lande größtenteils konservativ eingestellt und nicht sonderlich an der Kunst interessiert. Beinahe vier Jahre hatte seine Seele seiner künstlerischen Ader den Hahn zugedreht und nun, da er endlich die Stadtluft wieder in der Nase, die körperliche Arbeit abgestreift hatte, war es Zeit sie wieder aufzudrehen.

Zu seinem Schock riss ihn das Läuten seines Smartphones aus seiner Trance. Verwundert hob er es vom Bett auf, wo er es liegen gelassen hatte. Wieder Rosa. Was sie wohl wollte? „Lys, was treibst du so lange, ich warte schon seit zehn Minuten unten am Eingang!“, meldete sich ihre Stimme auch sogleich zu Wort, und da fiel ihm wieder ein, dass er ja noch raus musste. „Tschuldigung, bin gleich unten“, murmelte er noch immer halb abgelenkt und legte einfach auf. Ein Glück, dass Rosalia das von früher noch gewohnt war. Witzig, kaum war er endlich mal wieder in seine Welt abgetaucht, fingen seine geistesabwesenden Marotten wieder an. Ein kurzer Blick in den langen Spiegel neben der Tür ließ ihn innehalten. Sollte er seinen viktorianischen Mantel drüber ziehen oder doch etwas einfacheres? Er drehte sich nochmal um und klaubte im schummrigen Schein der Schreibtischlampe eine Jacke vom Boden auf. War wahrscheinlich besser, wenn er die einfache nahm, wer weiß wie sehr es zugehen und wie viel Glück er haben würde, dass sein teurer Mantel unbeschadet wieder rauskam.

In eleganten dunkelbraunen Lederstiefeln, einer dunkelgrünen enganliegenden Jeans, einem weißen Hemd und farblich zu den Schuhen passender Lederjacke machte er sich auf dem Weg nach unten. Rosa wartete bereits ungeduldig auf ihn und zerrte ihn, sobald sie ihn erkannte, schnurstracks über das Campusgelände und dann gleich weiter die Straßen der Stadt hindurch zu ihrem Treffpunkt, dem Snake Room. Lysander stand davor und erinnerte sich plötzlich wieder daran, dass das die Bar war, in der er schon zu Schulzeiten ein und aus gegangen war. Warum ihm der Name entfallen war, konnte er in diesem Moment leider nicht klären, denn unerwartet wurde er von den überraschten Stimmen ehemaliger Bekannter unterbrochen.

Sein überraschter Blick traf auf die ebenso überraschten Gesichter von: Pia, die sichtlich Freude an seinem Auftauchen zeigte, Candy, die etwas verunsichert über sein Erscheinen lächelte, Melody, die sich ein neutral freundliches Lächeln aufsetzte und Alexy, dem beinahe die Augen raus fielen. „Oh mein Gott, bist du es wirklich? Seit wann bist du wieder zurück? Rosa, warum hast du uns das verschwiegen“, prasselte ein ganzer Schwall an Fragen durcheinander, wobei es allerdings eher so schien, als würden alle Rosalya bombadieren und nicht ihn um Antworten bitten. Einzig Pia schien in dem Wiedersehensgewirr auf ihn zuzugehen. „Tja, scheint als wäre die Überraschung mit dir gelungen, alle sind vollkommen aus dem Häuschen“, kommentierte sie mit einem warmen Lächeln, worauf der Silberhaarige nur knapp nickte. „Auch wenn wir uns nicht lange gekannt haben: es freut mich, dich wiederzusehen, Lysander“, sponn sie das Gespräch weiter und hielt ihm ihre Hand hin. Ein wenig leichter ums Herz, nahm er ihre Hand an. „Freut mich ebenso.“

„Okay, Leute, da wir uns nun alle begrüßt haben, sage ich: ab nach drinnen!“, übertönte Rosas laute Stimme die anderen. Mit einem feierlichen „Woop“ folgte die kleine Gruppe ihrer Anführerin in die Bar und bestellte sich auch gleich die erste Runde Alkohol. Ein Glück für Lysander war die Tatsache, dass er nicht der einzige Überraschungsgast war, denn wie sich herausstellte, war auch Candy erst vor kurzem wieder in die Stadt gezogen, nachdem sie vier Jahre lang woanders studiert hatte und nun ihren Abschluss machen wollte. Insgeheim fragte sich Lysander wie in aller Welt Candy ausgerechnet auf ein Kunststudium gekommen war, da er sie nie für sonderlich kunstinteressiert gehalten hatte. Aber da er eh nur lose mit ihr befreundet gewesen war, konnte es durchaus sein, dass er sie nicht allzu gut gekannt hatte.

Alexy war sichtlich guter Laune, da er nun endlich seine beiden Lieblingsmädels wieder um sich hatte – was damals auf der Schule kein Geheimnis gewesen war – und textete somit vornehmlich sie und Rosa voll. Melody hatte ihm immerhin eine Weile mit den üblichen Fragen unterhalten, die man eben so hatte, bis Pia sich bei ihnen mit einklinkte. Lysander verstummte schließlich unauffällig nachdem die zweite Runde Alkohol ausgegeben worden war und die beiden Frauen sich überraschend gut miteinander unterhalten konnten. So konnte er endlich in Ruhe seine Umgebung und die Musik begutachten. Da es noch recht früh am Abend und zudem unter der Woche war, war es noch relativ ruhig. Zumindest kam man noch an die Bar ohne sich durch Körpermassen quetschen und lange für seine Getränke anstehen zu müssen.

Lysanders Blick schweifte weiter durch den großen Raum, der mit Sitzbänken an den Seiten und Stehtischen nahe der Tanzfläche bestückt war zu der kleinen Bühne an der hintersten Wand. Dort spielte doch tatsächlich eine kleine Band. Dass es das immer noch hier gab. Manche Dinge änderten sich wohl doch nicht, auch wenn das nicht für den Namen der Bar galt, fiel dem Silberhaarigen daraufhin ein. Sich auf die Musik konzentrierend hob er das Glas wieder an seine Lippen, nur um festzustellen, dass es bereits leer war. Aber das machte nichts, denn gerade war er guter Stimmung und so beschloss sein Verstand, dass ein weiteres Getränk nicht schaden würde. Da ihm niemand aus der Gruppe folgte, war er wohl unbemerkt davongekommen.

Am Tresen der Bar angekommen gab er noch immer abgelenkt von der Musik seine Bestellung auf. „Immerhin der Gitarrist scheint gut zu sein“, murmelte er abwesend vor sich hin, ein seltsames Gefühl des De ja-vus von ihm besitzergreifend als er seinen Blick ein weiteres Mal auf den orangeroten Lockenkopf des Gitarristen richtete. „Dem kann ich nur zustimmen“, antwortete ihm wie aus dem nichts eine männliche Stimme neben ihm. Mit einem wenig intelligenten „Huh?“, wandte sich Lysander dem unbekannten Sprecher zu, der auf einem Hocker sitzend sich ihm halb zugedreht hatte, das Caipirinhaglas unbeachtet zwischen schlanken Händen ruhend. „Sorry, konnte mich nicht zurückhalten“, entgegnete der Fremde etwas verlegen klingend, als ob er ahnte, dass er sich in ein eigentliches Selbstgespräch eingemischt hatte.

„Kein Problem, wer Dinge laut ausspricht, muss auch mit einer Antwort rechnen“, zuckte der Silberhaarige daraufhin gleichgültig mit den Schultern. Normalerweise behielt er seine Gedanken ja für sich, aber der Alkohol löste auch bei ihm schneller die Zunge. „Meinung zu dem Sänger?“, warf Lysander seinem neuen Gesprächspartner dann spontan eine Frage hin, sein Blick jedoch weiter auf die Band gerichtet. Wenn er schon mal jemanden traf, mit dem er sich eventuell endlich wieder über Musik unterhalten konnte, dann würde er die Chance auf jeden Fall nutzen. Auch wenn sich in ihm ein wehmütiger Schmerz auszubreiten drohte, den dieser Ort, diese Szene in ihm auslöste, der vergangene Zeiten wieder herauf zu beschwören drohte. Zum Glück wurde ihm nun ein weiteres alkoholisches Getränk gereicht und nachdem er die Antwort zu der Meinung für gut befand, richtete er seine Aufmerksamkeit nun doch auf seine neue Bekanntschaft.

So erfuhr er im sich immer weiter ausdehnenden Abend, dass dieser Morgan hieß, Musikwissenschaften auf der Anteros Akademie studierte und es eher bevorzugte Songtexte zu schreiben als selbst auf der Bühne zu stehen. Diese Auskunft erfreute Lysander ungemein, und so waren Rosa und die anderen ehemaligen Schulkameraden seinem Gedächtnis entschwunden, bis ein umherschweifender Blick an dem rosanen von Alexy hängen blieb, der wie aus dem nichts in ihrer Nähe aufgetaucht schien. „Da bist du abgeblieben, wir haben schon befürchtet, du wärst abgehauen“, grinste der Blauhaarige ihn an, wobei sein Blick sich rasch fragend auf den dunkelhaarigen Studenten legte. „Hi, ich bin Alexy, ehemaliger Schulkamerad“, stellte er sich auch sogleich vor. Lysander musste nicht viel über Alexy wissen, um an der Breite seines Lächelns zu erkennen, dass Morgan ihm gefiel. Und sicher wäre es seinem schwulen Freund ein leichtes gewesen, den dunkelhaarigen Schönling mit seinem Charme einzufangen, wäre dieser nicht noch in das Thema Musikinstrumente vertieft, wovon besagter Charmeur unglücklicherweise keine Ahnung hatte.

Hätte Lysander dem Blauhaarigen ein wenig mehr Zeit gelassen das Geprächsruder herum zu reißen, er wäre sicherlich erfolgreich gewesen. Doch Lysander wollte ungern davon ablassen, er wollte nicht wieder in ein Gespräch verwickelt werden, in dem er dann wieder beiseite geschoben wurde. Außerdem war er nicht so dicke mit Alexy befreundet gewesen als dass er ihm Morgan einfach so überlassen hätte. Schlussendlich verzog sich Alexy dann doch mit seinem Getränk in der Hand und einem versteckt beleidigten Blick an Lysander gewandt wieder Richtung Mädchenclique. Beinahe überhörte er Morgans fragendes „schwul?“, während er noch seinem ehemaligen Klassenkameraden hinterher sah. „Sicher“, erwiderte Lysander zur Bestätigung und widmete sich lieber wieder seinem Drink. Der wievielte auch immer das war.

„Du auch?“, kam auch schon die nächste Frage, diesmal an ihn persönlich gerichtet. Da klappte die Zugbrücke in seinem Inneren instinktiv wieder nach oben. Ein defensives Schulterzucken war seine Antwort.


Es sollte Mitternacht werden, das Licht gedimmter, die Live-Musik durch Disco ersetzt, als Lysander sich schließlich auf die Tanzfläche zerren ließ von den Mädels, die offenbar beschlossen hatten, ihn von Morgan loszureißen und zu sich zurück zu holen. Und als Gentleman, der er selbst im angetrunkenen Zustand noch immer war, tanzte er zwischen ihnen und passte auf, dass keine von ihnen unnötig belästigt wurde. Er war immerhin über 1,80m groß und gut gebaut, da reichte oft seine schützende Präsenz aus. Einmal meinte er aus dem Augenwinkel Alexy mit Morgan tanzen zu sehen, aber nun, da er genug der Unterhaltung hatte, konnten die beiden miteinander flirten, so viel sie wollten. Er wandte sich wieder Rosa zu, die ihm gerade irgendwas mitzuteilen versuchte, allerdings bei der Lautstärke nur schwer auszumachen war. Schließlich brüllte sie ihm ins Ohr, dass es bereits recht spät wäre und sie nach Hause müsste.

Er hätte gut daran getan, Rosas Beispiel zu folgen, so wie es Melody und Pia nach kurzer Absprache taten, doch Candy war auf einmal nicht mehr bei ihnen gewesen und Alexy tanzte noch irgendwo anders. Lysander versprach, nach ihr Ausschau zu halten und wenn die anderen sie auf dem Weg zum Ausgang finden sollten, würden sie ihm eine Nachricht schicken. So blieb er also allein auf der Tanzfläche zurück, keine Candy in Sichtweite als er sich durch das Gedränge kämpfte. Gerade als er sich von der tanzenden Menge lösen wollte, stoppte ihn eine Hand am Handgelenk. Ein Blick über die Schulter ließ ihn dank einem Scheinwerferlicht recht leicht erkennen, dass es Morgan war, der ihn festhielt. Und ehe sich der Silberhaarige versah bewegte sich sein Körper auf ihn zu und das Tanzen begann von neuem.

Völlig vergessen war seine Suche nach seiner ehemaligen Klassenkameradin, als sich die beiden immer näher kamen, sich gelegentlich wie zufällig berührten und irgendwann gar nicht mehr voneinander losließen. Fast schien es wie früher zu Schulzeiten, als er sich mit seinem besten Freund rausgeschlichen hatte, um die Nacht zu feiern, um sich unter fremden Menschen zu verlieren, um sich Alkohol zu beschaffen - meist gesponsert durch ihre älteren Bandkollegen, wenn sie mit von der Partie waren. Es war kein unbekanntes Gefühl, die Nähe, die Hitze, der Schweiß, das unsichtbare Band, das Näherkommen der... Just  in diesem Moment berührten sich ihre Lippen und weggeblasen waren jegliche Gedanken an Erinnerungen, wilde Vergangenheiten, die Realität. Zurück blieb nur der Hunger nach mehr, der widerstandlos erwidert wurde, in dem Hände sich in feuchten Strähen verfingen, Finger über den Rücken strichen.

Ein saures Gefühl im Innern ließ den Moment jedoch abrupt platzen wie eine abgestochene Seifenblase. Übelkeit. Maßlose Übelkeit übermannte Lysander und gerade noch rechtzeitig löste er sich abrupt von dem Dunkelhaarigen und suchte das Weite. Eigentlich zwar die Toilette, die in der Nähe hätte sein müssen, doch es war der Ausgang der Bar, durch dessen Tür er sich verzweifelt gestemmt hatte, um dann von der kalten Nachtluft und dem grellen Straßenlaternenlicht erschlagen zu werden. Besagter Laternenpfahl wurde auch Schauplatz des unrühmlichen Endes der ein wenig aus dem Ruder gelaufenen Nacht.

"Lysander?"
Seinen Blick langsam vom Gehweg abwendend, sah er sich unerwartet der Person gegenüber, wegen der er länger geblieben war. "Candy?"

+++
..The author regrets nothing.. expect more BL in the future, because my brain decided Lys is gonna be the candy everyone wants
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast