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Meet the new Candy

von Manganime
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Lysander Rayan Zaidi
12.04.2019
20.01.2021
5
6.787
2
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
12.04.2019 962
 
Anmerkung:
Okay, hier ist die Idee, die mich seit kurzem verfolgt & nicht mehr loslässt.. ich weiß nicht, wie weit ich hiermit kommen werde, aber ich möchte etwas ausprobieren.. und zwar stelle ich euch vor:
Lysander in der Rolle unserer Sue! nur besser xP
Ich weiß ja nicht, wer noch alles Lysander an der Uni vermisst, aber ich tue es definitiv, und ich habe beschlossen ihn aus der Ferne zurück in die Stadt zu holen und ihn studieren zu lassen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass es ein paar nette Pairingmöglichkeiten gäbe, die ich evtl. gerne ausprobieren würde :D Achja, ihr dürft gerne raten, welches Studium ich für ihn festgelegt habe^^
Lysanders neuer Look


MEET THE NEW CANDY
-
THE NEW STUDENT LYSANDER


Die Hallen der Anteros Akademie hätten wohl mehr Vorfreude auf das beginnende Studienjahr ausgelöst, wären sie nicht so weitläufig gewesen. Für gewisse Individuen bedeutete das nämlich eine Herausforderung an ihren Orientierungssinn, und zu Lysanders Missfallen traf das auch auf ihn zu. Es schien wohl eine seiner Eigenschaften zu sein, die sich nicht ändern ließen, aber zu seinem Glück hatte er Leigh wieder in seiner Nähe, der ihn wieder aufsammeln konnte, sollte er mal wieder verloren gehen. Gut, an der Universität wäre er weniger hilfreich, aber es zählte das Gefühl der Sicherheit, dass er nicht gänzlich vergessen und auf sich allein gestellt wurde. Das Städtchen Sweet Amoris mochte sich zwar nicht großartig verändert haben in den knapp vier Jahren, die er zurückgezogen auf dem Land verbracht hatte, doch das hieß nicht, dass er noch alle Wege im Kopf hatte. Den zur Uni zum Beispiel. Es war gut, dass es ein solch großer und auffälliger Komplex war, das konnte man glücklicherweise nur unschwer übersehen. Die Bushaltestelle direkt davor half auch.
Momentan jedoch plagte den Silberhaarigen ein kniffligeres Hindernis. Welche der vielen Türen in der großen Eingangshalle führte zum Einführungsseminar und wo bekam er seine Schlüssel für sein Wohnheimzimmer?
Und warum war Rosa nicht hier, wenn man sie einmal brauchte? Hatte sie nicht gesagt, sie würde vorbeischauen? Oder hatte sie nur gesagt, sie würde ihn abholen? Warum konnte sie ihm keine Nachricht schreiben, dann hätte er wenigstens nochmal sein Handy checken können, um sicher zu gehen. Vorsichtshalber checkte er sein Handy doch noch mal. Nein, keine schriftliche Nachricht.

Mit einem innerlichen Seufzen setzte sich der junge Student in Bewegung und nahm die erstbeste Tür in Angriff. „Haupthörsaal“ hörte sich doch vielversprechend an, also betätigte er die Klinke. Kaum hatte sie sich einen Spalt breit geöffnet, bestätigte ihm die Geräuschkulisse einer schnatternden Studentenschar, dass er wohl richtig sein musste. Blöd nur, dass der Saal bereits fast gerammelt voll war und nicht mehr viele Sitzgelegenheiten übrig blieben wie es schien. Sein Blick fiel auf die vorderen Reihen, die in der Beliebtheitsskala offensichtlich noch genauso hoch im Kurs standen wie zu Schulzeiten. Die wenigsten wollten sich dort niederlassen. Nunja, Lysander war das relativ egal – auch da er sich nicht nach irgendjemandem richten musste, da er hier praktisch wieder allein von vorne anfing und somit keine Rücksicht nehmen musste.
Kaum hatte er sich an seinen Platz begeben, machte eine tiefe männliche Stimme auf sich aufmerksam.
„Guten Tag, dürfte ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten!“
Das Auftreten des Mannes, der soeben den Saal betreten hatte, strahlte eine Selbstsicherheit aus, die dafür sorgte, dass es mit einem Mal still wurde. Lysander war sich vom ersten Augenblick an ziemlich sicher, dass er einer der Professoren an der Universität war, auch wenn er ziemlich jung wirkte. Und exotisch. Lysander war zwar auch nicht gerade unauffällig mit seiner Erscheinung, doch der dunkle Teint ließ die hellen Augen des Neuankömmlings förmlich strahlen.
„Vielen Dank.“ Der noch immer leicht strenge Blick aus hellgrünen Augen schweifte durch die Menge, als wäre er auf der Suche nach etwas oder jemanden. Es erinnerte den Silberhaarigen für einen Moment an die Augenblicke, auf denen er auf der Bühne gestanden und nach jemandem Ausschau gehalten hatte. Bevor jedoch die Wehmut sich in ihm ausbreiten konnte, erklang die Stimme des Professors erneut, und Lysander stellte fest, dass er dessen Stimme als angenehm empfand. Definitiv ein Typ mit Bühnenpräsenz, spannte er seine Gedanken weiter und hätte beinahe die nächsten Worte verpasst.
„Ich begrüße hiermit alle Erstsemesterstudenten recht herzlich an der Anteros Akademie und wünsche Ihnen viel Erfolg in Ihrem Studium, welches auch immer das sein möge. Mein Name ist Professor Rayan Zaidi und ich hoffe, einigen von Ihnen in meinen Vorlesungen zu Moderner Kunstgeschichte zu begegnen.“
Schade, damit würde Lysander wohl nicht die Chance bekommen, ihm weiter zuhören zu dürfen. Mit dem Kinn auf die Hand gestützt behielt er zwar Professor Zaidi im Auge, allerdings nicht alles, was dieser im weiteren Verlauf der Einführungsveranstaltung erzählte. Seine Stimme klang wirklich angenehm und er schien das Talent zu besitzen genau zu wissen, wie er sie einzusetzen hatte. Selbst Lysanders oftmals abdriftende Gedanken fingen das wichtigste auf, wenn er etwas betonte. So bekam er zumindest mit, wo die Zimmer- und Schlüsselverteilung für das Studentenwohnheim stattfinden würde. Ein Problem weniger, dann musste er nur noch hoffen, dass er auch dorthin fand. Leigh hatte ihm zwar angeboten, dass er auch weiterhin bei ihm wohnen konnte, aber Lysander wollte ihm nicht das Gefühl geben, wieder auf ihn aufpassen zu müssen. Er hatte sich vorgenommen, diesen neuen Lebensabschnitt mit eigener Kraft in Angriff zu nehmen.
„Gibt es noch irgendwelche Fragen, die Sie mir stellen wollen?“, drang die Stimme von Professor Zaidi wieder an sein Ohr, und erst jetzt bemerkte Lysander, dass sein Blick sich auf die Tischplatte gesenkt hatte und gar nicht mehr den Bewegungen des Mannes gefolgt war. Unerwartet trafen seine Augen auf die stechend grünen Iriden des Sprechers, die ihn direkt anzusehen schienen. Und für einen winzigen Augenblick stockte ihm der Atem. Der Typ war wirklich intensiv. Fast schade, dass er nicht seinen Kurs besuchen würde.
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