Can´t stay away

von Liany
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Hyungwon Wonho
12.04.2019
19.07.2019
12
19316
4
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Kapitel 11
Intertwined Fingers


Die nächsten Wochen trafen wir uns beinah jeden Tag, übernachteten bei dem jeweils andere und verbrachten so viel Zeit wie möglich miteinander.
Anfangs war Yumi immer mal wieder dabei und bestärkte Wonho in seiner Entscheidung, seine Sexualität nicht mehr zu verleugnen. So gut wie es mir eben möglich war, half ich ihm und zeigte ihm, dass er keine Angst haben musste. Er machte nur kleine Fortschritte und doch freute mich über jede kleine Veränderung.

Seit unserer Aussprache hatten wir nicht mehr über uns gesprochen. Ich wollte ihn immer wieder darauf ansprechen, aber jedes Mal verließ mich mein Mut, wenn Wonho Panik bekam oder verzweifelte. Yumi hatte mich vorgewarnt, dass es teilweise wirklich schlimm sein konnte und doch schockte es mich ziemlich.
Nur im Schutze seiner oder meiner Wohnung, kamen wir uns näher, wobei es bei kleinen schüchternen Berührungen und süßen Küssen blieb.
Ich wollte mehr. Viel mehr.
Ich verzehrte mich förmlich nach ihn und doch wollte ich ihn nicht drängen. Besonders da wir nicht mal in einer wirklichen Beziehung waren. Zumindest hatten wir nicht darüber gesprochen und keiner von uns hatte den anderen gefragt.
Diese Tatsache zerrte an meinen Nerven und ich merkte von Tag zu Tag, wie ich ungeduldiger wurde. Trotzdem hielt ich den Mund und erfreute mich an den kleinen süßen Momenten, die ich mit Wonho teilen konnte.

So einen Moment wie heute. Dicht schlenderten wir nebeneinander durch den Park und jedesmal wenn seine Hand meine berührte, durchzog mich ein angenehmer Schauer. Gerne hätte ich seine Hand gehalten und jedem gezeigt, dass er zu mir gehörte. Aber ich wagte nicht diesen Schritt zu gehen, denn Wonhos Anspannung spürte ich deutlich. Immer wieder sah er sich unauffällig um oder seufzte leise. Plötzlich wurde mir auch klar, warum wir uns vorher immer wieder nur bei ihm oder mir getroffen hatten und niemals draußen. Bis auf den Tag im Kino, wo es aber so dunkel war, dass die anderen unmöglich etwas hätten mitbekommen können.
Es versetzte mir einen Stich, dass ich ihm nicht helfen konnte und ich senkte niedergeschlagen meinen Blick auf meine Schuhe.
Der Tag war eigentlich viel zu schön, um Trübsal zu blasen. Aber wenn es Wonho nicht gut ging, litt ich meist ebenso.

"Hyungwon?"
Als ich seine Stimme vernahm, blieb ich sofort stehen und hob träge den Blick. Noch immer empfand ich sein Aussehen, als wunderschön und mein Herz machte sofort einen kleinen Satz.
Unsicher blickten mir seine dunklen Augen entgegen, während seine Finger mit dem Saum seines Pullovers spielten.
"Ist alles in Ordnung?", fragte ich vorsichtig nach und unterdrückte den Drang, nach seiner Hand zu greifen.
"Ja... also ich meine...", stammelte er uns unterbrach sich mit einem genervten Zischen. Verwirrt runzelte ich die Stirn und wusste nicht wirklich, was er mir sagen wollte. Um uns herum herrschte ein reges Treiben, aus kleinen Kindern mit ihren Eltern oder älteren Ehepaaren, die die frische Luft genießen wollten. Trotzdem blendete ich alles aus und konzentrierte mich einzig und allein auf Wonho, der begonnen hatte auf seiner Unterlippe herumzukauen.
Einem plötzlichen Impuls folgend, hob ich meine Hand und legte einen Finger auf seine Lippe.
"Mach deine Lippen nicht kaputt", murmelte ich und schüttelte unmerklich den Kopf. Abrupt erstarrte Wonho und ich zog mich hastig zurück. "Entschuldige, ich wollte dir nicht...", stammelte ich und riss die Augen auf.

Sein süßlicher Geruch stieg mir in die Nase, als ich seine Lippen auf meinen spürte und konnte nicht verhindern, dass mir ein gedämpftes Wimmern entwich.
Wonho küsste mich gerade in aller Öffentlichkeit und diese Tatsache jagte einen heißen Schauer über meinen Rücken.
Fast schon verzweifelt krallte ich mich mit einer Hand an seinem Oberteil fest, während ich die andere in seinen Nacken schob. Sanft dirigierte ich ihn näher zu mir und neigte den Kopf, um unseren Kuss zu vertiefen.
Zaghaft spürte ich seine Hände an meiner Hüfte, wie er sich an mir festhielt. Mir entglitt jegliches Zeitgefühl und ich spürte die Hitze auf meinen Wangen, als wir uns langsam von einander lösten.

Ich öffnete den Mund um etwas zu sagen, wurde aber durch Wonhos Finger auf meinen Lippen davon abgehalten.
"Ich würde dir gerne etwas sagen", begann er und lächelte mich liebevoll an. Nickend nahm ich seine Hand in meine, küsste seine Fingerspitzen und hatte das Gefühl durchzudrehen, als er unsere Finger miteinander verschränkte.
"Die letzten Wochen waren für dich und mich wirklich nicht einfach. Ich weiß, dass ich dir mit meiner Panik ziemlich viel abverlangt habe. Dabei gibt es nicht mal einen wirklichen Grund Angst zu haben. Immerhin soll man einfach zu sich selbst stehen und sein Leben glücklich verbringen", sagte er und ein trauriger Ausdruck huschte über sein Gesicht.
"Yumi hat mir erzählt, wie sehr du dich für mich zurückgehalten und deine Bedürfnisse verdrängt hast. Dadurch ist mir nur noch mehr klar geworden, wie sehr ich dich brauche. Ich möchte nicht mehr ohne dich sein und deswegen habe ich mich  heute überwunden. Ich wollte dich küssen, wo es jeder sehen kann, um dir zu zeigen, wie ernst es mir mit dir ist."
Gerührt lächelte ich ihn und strich beruhigend mit meinem Daumen über seinen Handrücken.
"Du hättest das nicht machen müssen. Du sollst dich wohlfühlen und dich zu nichts zwingen", meinte ich leise.

"Ich bin ehrlich. Total entspannt bin ich nicht, aber es geht mir gut. Es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich wirklich damit angefreundet habe. Aber für dich würde ich alles machen." Mit einem Mal glitzerten Tränen in seinen Augen und seine Unterlippe bebte gefährlich. "Ich liebe dich. Möchtest du mit mir zusammen sein?"
Meine Nackenhaare stellten sich auf, als ich den Sinn hinter seinen Worten verstand. Nach Luft schnappend zog ich an seiner Hand, was ihn gegen meine Brust stolpern ließ, ehe ich ihn innig und leidenschaftlich küsste. Mit einem erstickten Laut erwiderte Wonho den Kuss, bevor wir uns aneinander klammerten und solange küssten, bis meine Lippen angenehm warm kribbelten.
"Ich wäre unglaublich gern mit dir zusammen. Ich liebe dich so sehr", hauchte ich atemlos und zog Wonho in eine Umarmung. Sein Körper bebte, als er seine Tränen nicht mehr zurückhalten konnte und ich tat alles um ihn zu beruhigen.

Mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen, machten wir uns auf den Weg zu mir nach Hause. Mein Herz wollte sich überhaupt nicht mehr beruhigen und jedes Mal wenn ich zu ihm hinüber sah, funkelten mir seine strahlenden Augen entgegen.
Zaghaft traute ich mich nach seiner Hand zu greifen und wäre am liebsten in die Luft gesprungen, als er unsere Finger miteinander verschränkte. Ich war gerade der glücklichste Mensch auf dieser Welt.

Es schien, als wäre der Knoten zwischen uns geplatzt. Die Tür war nicht mal wirklich ins Schloss gefallen, da drückte er mich bereits hart gegen das unnachgiebige Holz.
Seine Lippen suchten gierig nach meinen und verwickelten mich in einen unendlich intensiven Kuss. Wollend rollte er seine Hüfte gegen meine und mir entwich ein tiefes Stöhnen. Es war eine Ewigkeit her, dass wir uns so nah gekommen waren und mein Körper zeigte mir deutlich, wie sehr ich ihn gerade wollte.
Ungeduldig zerrte ich ihm seinen Pullover über den Kopf und genoss das Gefühl seiner Muskeln unter meinen Händen. Knurrend knabberte er sanft an meiner Unterlippe, bevor wir zusammen durch den Flur in mein Schlafzimmer stolperten. Hektisch entledigten wir uns unserer Klamotten, ließen sie ungeachtet zu Boden fallen und fanden uns sofort in einem heißen Kuss wieder.
Sanft schubste er mir danach rücklings auf das Bett und ich zuckte durch die Kälte der Matratze kurz zusammen.
Sein unglaublich warmer Körper über mir und seine Lippen an meinem Hals, ließen mich den Schock aber direkt wieder vergessen. Wonhos harte Erregung drückte sich an meinen Oberschenkel und ich kratzte härter als beabsichtigt über seinen Rücken. Keuchend saugte er sich daraufhin an meinem Schlüsselbein fest und ruckte mit seiner Hüfte gegen meine.

"Schublade", keuchte ich und wimmerte, als Wonho sich im selben Moment von mir entfernte. Mein gesamter Körper brannte und verzehrte sich nach ihm. Mit den nötigen Utensilien war er sofort wieder da und verschloss meine meinen Mund mit seinen Lippen.
Sanft schob er meine Beine weiter auseinander und ließ sich bequem dazwischen nieder. Meine Hände wanderten ruhelos über seinen Körper, während ich mich ungeduldig unter ihm rekelte.
"Bitte", wimmerte ich und stöhnte ungehalten, als Wonhos Hand sich über meinen Bauch weiter nach unten schob. Feste schlossen sich seine Finger um meine Erregung und er begann seine Hand in einem quälend langsamen Tempo zu bewegen.
Federleicht küsste er sich über meine Brust weiter nach unten, bis er seine Finger mit seinem Mund ersetzte. Heiß schoben sich seine Lippen über meine Spitzen, während er mit seiner Zunge meine Länge entlang leckte. Unkontrolliert zuckte meine Hüfte und nur Wonhos Finger die sich in meine empfindliche Haut drückten, hielten mich unten.

Ein Schweißfilm hatte sich über meinen Körper gelegt und ich blieb schwer atmend liegen, als Wonho sich komplett von mir löste.
"Umdrehen", raunte er mit seiner tiefen Stimme schwerfällig drehte ich mich auf den Bauch. Mit einem Ruck an meiner Hüfte, zog er meinen Hintern nach oben und fuhr mit seiner Hand über meinen Rücken.
Nur am Rande bekam ich mit wie er die Gleitgel Tube öffnete, bevor er im nächsten Moment mit dem ersten Finger in mich eindrang. Zulang lag mein letzter Sex zurück, um keine Schmerzen zu haben, weshalb ich anfänglich verkrampfte. Sanft küsste er meinen Rücken, streichelte mit seiner freien Hand meine Oberschenkel und flüsterte mir beruhigend Worte zu.
Obwohl wir beide ungeduldig waren, ließ er sich viel Zeit und bereitete mich in aller Ruhe vor.
"Ich brauche dich", wimmerte ich und quiekte erschrocken, als Wonho seine Finger entfernte und mich wieder auf den Rücken drehte.

Seine Augen, die dunkel vor Erregung funkelten, fanden meine, ehe er mich innig küsste.
"Ich liebe dich", wisperte er an meinen Lippen und griff nach dem Kondom, welches neben uns lag. Auf die Lippe beißen, bewegte er seine Hand an seiner Erregung auf und ab, ehe er sich zwischen meinen Beinen platzierte.
Einladend öffnete ich meine Beine ein wenig mehr und stöhnte angetan, als sich seine Finger in meinen Oberschenkel drückten. Mit einer Hand an seiner Erregung, drang er langsam in mich ein und ließ mir immer wieder Zeit, mich an ihn zu gewöhnen.
Leise stöhnend, schob er sich vollständig in mich und begann in einem langsamen Tempo in mich zu stoßen.
Unsere vereinzelten Küsse wurde immer wieder durch unser Stöhnen unterbrochen, bis ich mich an ihn klammerte und meinen Oberkörper an seinen presste. Haut auf Haut, bewegte er sich in mir und variierte immer wieder sein Tempo.

Mein Höhepunkt kündigte sich bereits an und ich wimmerte enttäuscht, als er plötzlich langsamer wurde. Minimal bewegte er seine Hüfte, ließ sich komplett auf mich sinken und sah mir tief in die Augen. Überstimuliliert und erschöpft, drückte ich ihm meinen Hintern entgegen und keuchte, als er plötzlich an meinem Hals saugte.
"Ich möchte es genießen", raunte er und strich mit seiner Nasenspitze zart über meinen Hals hoch zu meinem Kiefer. Tief aber quälend langsam stieß er immer wieder in mich und küsste mich währenddessen. Plötzlich fühlte sich alles viel intensiver an und ich wimmerte nach jedem kleinen zärtlichen Kuss.
"Ich liebe dich", hauchte ich atemlos und schlang meine Arme um seinen Oberkörper, um ihm noch näher zu sein, wenn das überhaupt möglich war. Die nächsten Minuten verschwammen in einem Meer aus unserem lustvollen Stöhnen, seinen harten Stößen und unseren Küssen. Bis er seine Finger um meine Erregung legte, als er sich mit einer Hand neben mir abstützte und sie im Takt seiner Stöße bewegte.

Den Rücken durchdrückend kam ich zwischen uns und blieb erschöpft liegen, während Wonho sich mit einigen letzten Stößen zum Höhepunkt brachte. Schwer atmend ließ er sich auf mich fallen und brummte genießend, als ich meine Finger durch seine schweißnassen Haare gleiten ließ.
"Ich liebe dich auch", raunte er mir ins Ohr und drückte einen kleinen Kuss auf meinen Hals.
Langsam zog er sich aus mir zurück und wickelte das Kondom in ein Taschentuch ein, ehe er mich liebevoll säuberte. Schlagartig wurde ich rot, obwohl wir gerade miteinander geschlafen hatten, was Wonho mit einem leisen Kichern beantwortete.
"Du bist süß", flüsterte er und krabbelte wieder zu mir aufs Bett, um sich an meine Seite zu schmiegen. Seinen Arm über meinen Bauch legend und sein Bein über meine Hüfte, brummte er zufrieden und drückte seine Gesicht in meine Halsbeuge.

All die Wochen der Angst und Zurückhaltung, waren völlig egal und ich wollte mich einfach nur auf unsere Zukunft konzentrieren. Denn ich war mir sicher, dass Wonho seine Angst überwinden konnte.
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