Can´t stay away

von Liany
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Hyungwon Wonho
12.04.2019
19.07.2019
12
19316
5
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Kapitel 1
Surprisingly Nice


Wochenlang hatte ich mich auf meinen Urlaub gefreut und jetzt war er schon wieder fast vorbei.
Zwei Tage blieben mir noch, die ich in vollen Zügen genießen wollte und  aus diesem Grund, war ich heute morgen früh aufgestanden. In luftigen Klamotten, da die Temperaturen schon am Morgen unglaublich hoch waren, schlenderte ich über verschiedene Märkte und suchte nach kleinen Geschenken für meine Familie. Für meinen besten Freund hatte ich bereits ein Shirt gekauft, welches zwar nicht wirklich original, aber wenigstens nützlich war.

Als die Sonne am höchsten Stand, zog ich mich in ein kleines Restaurant zurück und bestellte eine Auswahl an verschiedenen Gerichten. Der große Deckenventilator sorgte für einen kühlen Luftzug, auf meiner verschwitzten Haut und ließ mich leise seufzen. Draußen flimmerte die Luft und durch das große Fenster, beobachtete ich die Leute, wie sie schnell in den Schatten huschten.
Ich ließ mir Zeit, genoss das köstliche Essen und machte danach einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt. Obwohl ich schon viele Fotos geschossen hatte, suchte ich trotzdem noch nach guten Motiven und füllte meinen Handy Speicher mit Erinnerungen.

Am späten Nachmittag, legte ich mich am Strand auf eine der unzähligen Liegen und entspannte ein wenig. Das Kindergeschrei und die genervten Eltern, blendete ich komplett aus und konzentrierte mich nur auf das Rausches des Meeres.
Mit geschlossenen Augen, schlüpfte ich aus meinen Badeschlappen und grub meine Zehen in den Sand. Auch wenn ich das Bedürfnis hatte, mich im Wasser ein wenig abzukühlen, blieb ich lieber sitzen.
Denn auf einen weiteren Sonnenbrand konnte ich getrost verzichten. Sogar jetzt war meine Haut noch empfindlich.
Erst als der Strand sich langsam leerte, machte ich mich auf den Weg zurück in mein Hotelzimmer und duschte ausgiebig. Es tat gut den Schweiß abzuwaschen und nachdem ich in neue, ebenfalls weite Klamotten geschlüpft war, entschied ich mich dazu nochmal zum Strand zu gehen.
Mit meinen Schuhen in der Hand, lief ich barfuß durch den weißen Sand und schob jegliche Probleme von mir. Mit der Nase im leichten Wind, sah ich über das türkisfarbene Meer, zum Horizont und ließ die Atmosphäre auf mich wirken.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich für immer hier bleiben können, doch das war nur reines Wunschdenken. In zwei Tagen würde ich wieder in Seoul sein und der Alltag hätte mich wieder.
Um keine schlechte Laune zu bekommen, zwang mich dazu, nicht mehr daran zu denken.

Glücklicherweise war niemand am Strand unterwegs, sondern besuchte lieber die beliebten Cocktailbars oder kleinen Discos in der Nähe. Auch wenn ich mit meinen 25 Jahren noch nicht besonders alt war, hatte ich darauf keine große Lust.
Lieber wollte ich den Sonnenuntergang genießen und ein wenig die Seele baumeln lassen.
Nach einigen Metern, setzte ich mich mit angezogenen Beinen in den Sand und schlang meine Arme darum. Immer wieder umspülten seichte Wellen meine nackten Füße und ich ließ mich vom Rauschen beruhigen.

"Darf ich mich setzen?"
Träge drehte ich meinen Kopf in die Richtung, aus der ich die Stimme vernahm und blickte überrascht an den entblößten braungebrannten Beinen hoch. Die dunkelblaue Badehose spannte leicht an seinen Oberschenkeln und seine definierten Bauchmuskeln, ließen mich schwer schlucken. Leicht über die Lippen leckend, kam ich bei seinem Gesicht an und für Sekunden stockte mir der Atem. Sein Lächeln war das Schönste, was ich jemals in meinem Leben gesehen hatte und mein Herz machte einen kleinen Sprung.
Abrupt schoss mir die Hitze in meine Wangen, als mir bewusst wurde, dass ich ihn gerade mehr als auffällig gemustert hatte. Hastig wendete ich den Blick ab und nickte einfach nur.

Mit einem zufriedenem Seufzen ließ er sich daraufhin direkt neben mir nieder und streckte seine Beine aus. Niemand sagte ein Wort, bis ich im Augenwinkel spüren konnte, dass er sich etwas zu mir drehte.
"Ich heiße Wonho", stellte er sich unvermittelt vor und lehnte sich ein Stück vor, um mir ins Gesicht sehen zu können. Überrumpelt erwiderte ich seinen Blick und räusperte mich, bevor ich mich ebenfalls vorstellte. "Hyungwon."
"Kommst du öfters her?", fragte er mich interessiert und lächelte, als ich zustimmend nickte. "Es entspannt und lenkt mich davon ab, dass ich in ein paar Tagen wieder in meinem Alltag gefangen bin", erklärte ich ihm und erschauderte leicht, als eine weitere Welle meine Füße umspülte.
"Erinnere mich nicht daran, in einer Woche ist es bei mir auch wieder soweit", grummelte er und lachte leise.
"Warum bist du hier?", fragte ich ihn vorsichtig, denn er sah nicht wie jemand aus, der häufig am Strand unterwegs war.
"Normalerweise würde ich jetzt in den Clubs unterwegs sein, aber vorhin hatte ich die Idee, einen kleinen Spaziergang zu machen", antworte er und malte mit den Fingern, verschiedene Muster in den Sand.

Desto länger wir uns unterhielten, umso mehr entspannte ich mich und stellte, dass er wirklich nett war. Er war ein Jahr älter als ich, kam ebenfalls aus Seoul und begann demnächst sein Studium. Weswegen er den Urlaub nutzte, um noch ein wenig Kraft zu tanken. Im Laufe unserer Unterhaltung, fühlte es sich auch nicht mehr so seltsam an, mit ihm zusammen den Sonnenuntergang zu beobachten.
"Hättest du Lust mit mir feiern zu gehen?", fragte er mich irgendwann und ich zog skeptisch eine Augenbraue hoch.
"Das ist nicht so mein Ding", antwortete ich und zuckte zurück, als er sich etwas zu mir lehnte.
"Bitte", bettelte er mich an und schob seine Unterlippe vor. Ich bezweifelte gerade stark, dass dieser Mann wirklich ein Jahr älter war als ich. "Bitte."
Seufzend gab ich schließlich nach und nickte unmerklich. "Na gut. Aber wir werden es langsam angehen."
Freudestrahlend sprang er auf, klopfte sich den Sand von seiner Badehose und hielt mir seine Hand hin. Schnell schlüpfte ich in meine Schuhe und ließ mich von ihm auf die Füße ziehen.
Anstatt mich aber sofort wieder loszulassen, verschränkte er unsere Finger miteinander und zog mich hinter sich her.
"Wir werden einfach nur ein wenig Spaß haben", sagte er und warf mir über seine Schulter einen intensiven Blick zu.
"Sollten wir uns nicht noch umziehen?", fragte ich zögernd und erschrak, als er plötzlich stehen blieb. Ungeniert ließ er seinen Blick über meinen Körper wandern und schüttelte dann den Kopf. "Du siehst gut."
"Danke, du auch", nuschelte ich leise und fühlte wie die Hitze in meine Wangen schoss. Er schien keinerlei Scheu zu haben, dass zu sagen was ihm durch den Kopf ging und darum beneidete ich ihn ein wenig.


Mit klopfendem Herzen folgte ich ihm und war überrascht, als er mich nicht zu einem der unzähligen Clubs führte, sondern zu einer kleinen Strandbar. Auch hier lief laute Musik und es war ziemlich viel los, aber es war nicht so stickig wie in einem geschlossenem Keller.
Wonho schien öfters hier zu sein, denn er begrüßte den Barkeeper und bestellte direkt zwei Cocktails für uns. Wir ließen uns an einem kleinen Tisch in der Nähe der Bar nieder und nippte an meinem Getränk, welches überraschend gut schmeckte.
Wir unterhielten uns nicht viel, lauschten der Musik und beobachteten die anderen Gäste beim Tanzen. So schlimm wie ich es mir vorgestellt hatte, war es eigentlich doch nicht und fühlte wie der Alkohol mich von innen wärmte.
Wonho trank um einiges mehr als ich und schien von der Musik ziemlich angetan zu sein. Sein Fuß wippte im Takt mit und er rutschte irgendwann unruhig auf seinem Hocker hin und her.
"Du kannst ruhig tanzen gehen", bot ich ihm an, woraufhin er mich nachdenklich musterte. "Kommst du mit?", fragte er hoffnungsvoll und ließ enttäuscht die Schultern hängen, als ich den Kopf schüttelte.
"Nein, ich mag tanzen nicht besonderes. Aber ich möchte dich nicht aufhalten."
Für einen Moment schien er mit sich zu hadern, bevor er unmerklich nickte und sein Glas mit einem großen Schluck leerte.
"Nur kurz, also nicht weglaufen", lachte er und klopfte mir kräftig auf die Schulter. Lachend bedeutete ich ihm zu gehen und sah ihm hinterher, als er sich zur Tanzfläche begab.
Er tanzte wirklich gut und ich war kaum in der Lage, meine Augen von ihm abzuwenden. Natürlich blieb er nicht lange allein und einige Mädchen versuchten ihr Glück. Eng schmiegten sie sich an ihn und es war mehr als offensichtlich, worauf sie hinauswollten. Doch Wonho schien kein wirkliches Interesse an ihnen zu haben, denn er ging nicht wirklich auf ihre Avancen ein, auch wenn er sie nicht von sich wegschob.

Nach meinem zweiten Cocktail, war mir schon ein wenig schwindelig und ich nahm mir vor, nichts mehr zu trinken. Ich vertrug überhaupt nichts und wollte morgen keine Kopfschmerzen haben.
Wonho war schon vor einiger Zeit von der Tanzfläche verschwunden und ich hatte ihn dann in der Menge aus den Augen verloren. Ganz kurz, war ich der Meinung ihn an der Bar gesehen zu haben und wenig später kam er tatsächlich mit einem Tablett zu mir an den Tisch.
Ein paar der kleinen Gläschen waren bereits leer und er musste sie wohl schon auf dem Weg zu mir getrunken haben.
"Wollten wir es nicht ruhig angehen lassen", fragte ich ihn und rümpfte die Nase, als er mir eines der kleinen Gläser zuschob.
"Komm nur einen", witzelte er und exte sein Glas direkt.

Es wunderte mich nicht, dass Wonho angetrunken war, als wir es endlich geschafft hatten, die Bar zu verlassen. Er konnte immer noch geradeaus laufen, was davon zeugte, dass er öfters trank. Mir selbst schwirrte der Kopf und ich bereute es, dass ich mich doch von ihm hatte überreden lassen, noch mehr zu trinken.
"Ich bin froh dich getroffen zu haben", lachte Wonho und klammerte sich an meinen Oberarm, als er plötzlich stolperte. "Wir kennen uns zwar noch nicht wirklich, aber ich mag dich."
"Ich mag dich auch", lachte ich und hielt ihn davon, wirklich hinzufallen. Kichernd aber unbeschadet, schafften wir es tatsächlich zu seinem Zimmer und gefährlich schwanked zog er seine Zimmerschlüssel aus seiner Hosentasche.

"Ich geh dann mal, der Abend war wirklich schön", verabschiedete ich mich, als er die Tür schließlich geöffnet hatte und drehte ihm den Rücken zu. Plötzlich hielt er mich am Handgelenk fest und mit einem kräftigen Ruck stolperte ich gegen seine Brust. Bevor ich reagieren konnte, hatte er seine Hand auf meine Wange gelegt und küsste mich.
Völlig überrumpelt starrte ich in sein Gesicht und realisierte nur langsam was hier gerade passierte.
Ich schob es auf den Alkohol, dass ich den Kuss erwiderte und meine Hände auf seine Brust legte. Heiß fühlte ich seine Haut unter meinen Fingerspitzen und keuchte leise, als er mich unsanft an die Wand drückte.
Unglaublich sanft bewegte er seine Lippen und ließ meine Beine zittern, als er sich nur minimal von mir löste. Heiß prallte sein Atem auf meine Haut, ehe er mich ein weiteres Mal küsste. Bestimmend schob er seine Finger in meine Haare am Hinterkopf und ließ seine andere Hand unter mein Shirt wandern.
Unnachgiebig presste sich sein Körper an meinen, bis ich erschrocken die Augen aufriss, als ich seine Erregung an meinem Bein spüren konnte. Nach Luft schnappend stieß ich ihn von mir und starrte Wonho schwer atmend an.
"Ich... wir sollten, dass nicht tun", stammelte ich und versuchte das kribbeln meiner Lippen zu ignorieren. Eigentlich wollte ich nicht aufhören, denn nur allzu deutlich fühlte ich das verräterische Pochen in meiner Mitte.
"Ich schätze.. du hast Recht", murmelte Wonho und fuhr sich mit seinen Fingern durch die Haare.
Mit einem letzten undefinierbaren Blick in meine Richtung, stolperte er in sein Hotelzimmer und schmiss die Tür hinter sich zu.

Mit brennenden Wangen und meinen Hände über meine Mitte gelegt, rannte ich zu meinem Zimmer und atmete erleichtert auf, als ich endlich alleine war.
Hastig entledigte ich mich meiner Klamotten und stellte mich unter die Dusche. Eiskaltes Wasser prasselte auf meinen Körper, stach bei jeder Berührung und ich war froh, als meine Erregung langsam abklang.

Zitternd schlüpfte ich wenig später in eine frische Boxer und krabbelte unter meine Decke. Nur langsam wurde mir warm und vor Wut auf mich selbst, hätte ich am liebsten geschrien.
Meinen gesamten Urlaub hatte ich von einem Flirt Abstand gehalten und mir geschworen mit niemandem etwas anzufangen. Doch Wonho hatte es wirklich geschafft meinen Vorsatz niederzureißen und das mit nur ein paar wenigen Küssen. Einen Tag kannte ich ihn erst und ich war mir sicher, dass weit aus mehr passiert wäre, wenn ich gewollt hätte. Das Wonho dabei auch noch wirklich heiß war, machte die Sache nicht besser und raubte mir für Stunden den Schlaf.

~♥~

Hallo ihr Lieben,

hiermit begrüße ich euch zu meiner neuen Story. Ich wollte schon länger eine neue Monsta X Story schreiben und endlich habe ich es geschafft.
Sie ist vollständig aus Hyungwons Sicht geschrieben.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Upload: Freitags

Über Reviews würde ich mich natürlich freuen.

Viele liebe Grüße
Liany ♥
Review schreiben