Know What To Do

von Ririchiyo
KurzgeschichteAllgemein / P6
12.04.2019
12.04.2019
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AN: Es handelt sich hierbei um einen Beitrag zur inzwischen schon zweiten Runde der Challenge: „1 Beginn, 1 Ende, 1 Wort“, bei der ein vorgegebenes Wort im ersten und letzten Satz eines mindestens 200 Worte langen Textes vorkommen muss, ohne dass die Sätze identisch sind. Diesmal mit Wort 4 „weiß“.


Know What To Do


„Ich weiß, was ich tue, okay?!“, fuhr sie ihren kleinen Begleiter an.
„Aber was, wenn-“
„Ich weiß!“ Gott, warum ließen solche Leute einen nie in Ruhe? Warum konnte man nicht einen einzigen Schritt machen, ohne dass man sich rechtfertigen musste? Warum konnte man nie einfach entspannt seinen Plänen nachgehen? Warum musste es da immer irgendwen geben, der das alles in Frage stellte und kommentierte? Der immer nur die Probleme aufzählte, und alle Punkte, an denen etwas schiefgehen konnte? Warum-
Ein Seufzen unterbrach ihre Gedanken. „Na gut“, bemerkte ihr Begleiter dann. Na endlich! Gut, er sah zwar noch immer skeptisch aus, während er sich an ihrem momentanen Aufenthaltsort umsah, seinen Blick über die Tische und zwischen den weißen Wänden hin und her wandern ließ, aber solange er nicht mehr versuchte, ihr das alles auszureden? Sollte er doch machen, was er wollte!

„Wagen Sie es ja nicht!“, forderte sie, als er den Mund bereits wieder öffnete. Wenn er sie noch ein einziges mal fragte, ob sie sich wirklich sicher war, dann gnade ihm sonst wer, aber sicher nicht sie! Ja, er war ein guter Berater und ein guter Stratege, er machte diesen Job nicht umsonst, aber sie wusste auch ganz genau was sie tat, und es gab Gründe, warum sie hier in diesem Büro saß, und nicht er, also sollte er ihr gefälligst einfach vertrauen, und sie das machen lassen, wofür sie hier war. Denn darin war sie wirklich gut.
Er schüttelte den Kopf, und erhob sich endlich – endlich! – von dem Besucherstuhl in dem kleinen Büro, um sich von ihr zu verabschieden. „Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg“, gab er von sich, nickte ihr zu, und wandte sich dann Richtung Tür. „Bitte seien Sie vorsichtig, wenn Sie ihn wieder aus dem Ruhestand zurück beordern.“
Sie warf ihm einen warnenden Blick zu, den er allerdings ignorierte. Stattdessen sah er sie nur auffordernd an. Und das offenbar so lange, bis sie ihm eine Antwort gab, weshalb sie sich schließlich mir einem Seufzen geschlagen gab. „Keine Sorge“, bemerkte sie, und stand dann ebenfalls auf, um ihn nun selbstständig zur Tür zu schieben, weil er ja sonst offenbar einfach nicht verschwinden würde! „Ich bin schließlich nicht die einzige hier, die weiß, was sie tut.“
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