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Wake Up

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
12.04.2019
08.04.2021
50
86.309
40
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
08.04.2021 660
 
Tag 1424: Epilog

Dany:



Er sperrte die Haustüre auf und schlüpfte aus der dicken Jacke. Draußen schneite es und die ganze Stadt war weiß. Dany rieb sich die Schultern und ging in den Vorraum, wo noch der ein oder andere Karton stand.

Sie waren vor kurzem zusammengezogen. Oder besser gesagt, er war zu Riley gezogen. Seit fast zwei Jahren hatte keiner von ihnen einen Rückfall gehabt und sie beide hatten es endlich geschafft das zu tun, was sie sich vorgenommen hatten.

Riley arbeitete seit etwa einem Jahr als Tätowierer in einem ziemlich beliebten Studio und er selbst half im Restaurant seiner Mum aus. Mal als Kellner, mal in der Küche. Es gefiel ihm. sehr sogar. Vor allem, wenn er selbst das Menü zusammenstellen durfte, oder für die Dekoration verantwortlich war. Das Restaurant war fast schon ein Familienbetrieb. David hatte seiner Mum vor kurzem einen Heiratsantrag gemacht. Dany hätte wetten können, sie wäre beinahe ohnmächtig geworden vor Freude.

Und sein Dad? Tja, der kam in seiner Mittagspause immer zu ihnen ins Restaurant mir seinem Partner. Das Gespräch, hatte nie stattgefunden, es war auch nicht nötig gewesen, weil jeder verstanden hatte.

Dany ging in das Wohnzimmer und wurde sofort von Anubis begrüßt, welcher sich an ihn schmiegte und miaute.

,,Du bist wohl hungrig.", der Kater war ihm vor einem Jahr zugelaufen, oder besser gesagt hatte Dany ihn gefunden und natürlich mitgenommen und Riley dazu überredet ihn zu behalten. Zu Beginn war dieser wenig begeistert gewesen, aber als Anubis dann begonnen hatte ihm ständig überall hin zu folgen hatte Riley den Kater so sehr ins Herz geschlossen, dass jetzt sogar zwei Kratzbäume in der Wohnung standen.



Dany stellte sich schnell unter die Dusche und schlüpfte dann in bequeme Kleidung. Es war noch immer etwas seltsam, alles selbst tun zu müssen. Vom Geschirr abspülen bis hin zum Kochen. Nicht, dass es ihn störte, es gehörte eben zum erwachsen werden und selbstständig sein dazu, es war nur so unrealistisch, jetzt tatsächlich mit der Person die er liebte, zusammenzuleben. Ohne Krankheit, ohne Probleme. Ohne Sorgen.

Er grinste in sich hinein und ging in die Küche. Riley würde in etwa einer Stunde hier sein. Vielleicht konnte er bis dahin ja etwas kochen...

Er liebte es zu sehen, wie sehr Riley sich jedes Mal wieder freute, wenn er etwas gekocht hatte. Es waren eben die Kleinigkeiten die Großes bewirkten. Manchmal brachte Riley ihm ein Buch mit, von dem er wusste, dass es Dany gefallen würde. Jedes Mal wieder freute er sich über die kleinen Aufmerksamkeiten, die ihm das Gefühl gaben, gehört und geliebt zu werden. Wenn er über ein Buch redete, hörte Riley ihm genauso zu, wie wenn dieser über seinen Arbeitsplatz schwärmte, oder Motive zeichnete und Rat brauchte.



Nach dem Abendessen saßen sie meistens noch auf der Couch und sahen sich einen Film an. Oder Dany las und Riley zeichnete. Oder sie redeten einfach bloß miteinander. Es wurde einfach nie langweilig.

Manchmal schlief er auch ein und Riley trug ihn dann ins Bett. Manchmal tat er auch einfach nur so, als würde er schlafen um getragen zu werden. Er war sich sicher, dass Riley das auch wusste.



Und wenn sie dann nebeneinander im Bett lagen und einfach die Nähe zueinander genossen, konnte Dany nicht anders, als an die zeit zu denken, in der ihm das alles wie ein ferner Traum vorgekommen war.

Er kam nach Hause und Riley wartete bereits auf ihn, manchmal war es auch umgekehrt. Sie aßen gemeinsam, verbrachten den Abend miteinander und schliefen schließlich zusammen ein. jeden Tag aufs neue. Es war genau so, wie Dany es sich gewünscht hatte.

Ein Leben, ohne Probleme und ohne Krankheit.

,,Woran denkst du?", Riley drückte ihn an sich und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn. Lächelnd schmiegte sich Dany eng an den anderen Körper und schloss zufrieden seine Augen.

,,Ich habe nur kurz daran gedacht, wie sehr ich dich eigentlich liebe."

,,Dann hatten wir beide wohl gerade den selben Gedanken."
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