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von -Leo-365
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Minho Newt Thomas
11.04.2019
17.04.2019
4
3.732
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.04.2019 1.437
 
Hey,
am Anfang wollte ich noch sagen, dass keinerlei Rechte etc. bei mir liegen und ich kein Geld damit verdiene.


Außerdem:
!Ihr dürft aussuchen, ob es Thominho (Thomas x Minho) oder Newtmas (Newt x Thomas) gibt. Schreibt es mir also in die Kommentare, denn ich bin mir nicht ganz sicher!
(Wenn nichts kommt überlege ich mir selbst was)

Meinung etc. sind natürlich immer gewünscht, aber in den folgenden Kapiteln werde ich in der Regel keine Anmerkungen haben.

Teresa wird bei mir außerdem keine große Rolle spielen, da ich mich noch nie mit ihr anfreunden konnte.

Viel Spaß!




„Wer sind sie?!“, schrie Thomas, konnte kaum an sich halten. Sein Herz pochte wie verrückt und am liebsten würde er schreien und weinen zugleich. Wie konnte das alles nur passieren? „Thomas, ich hieße Vincent.“ „Und woher kennen sie meinen Namen?“ „Weil ich deine Freunde gefragt habe, wie du heißt“, erklärte der Mann vor ihm. „Wo sind sie?“, fragte Thomas und sein Blick huschte hin und her. Vincent kam sich vor, als würde er vor einem verängstigten, hilflosen und scheuen Reh sitzen und versuchte sich so ruhig und entspannt wie möglich zu verhalten. „Deine Freunde sind draußen am Lagerfeuer“, erbarmte er sich. „Wissen sie auch… alles?“, fragte Thomas mit zittriger Stimme und drehte den Kopf leicht weg. „Ja. Ihnen geht es jedoch gut und sie haben das meiste verarbeitet“, versuchte Vince Thomas zu beruhigen, doch der fragte jetzt verwirrt und verärgert: „Wie sollten sie das alles so schnell verarbeiten?“ „Thomas du lagst drei Monate im Koma...“

Thomas blickte hoch an die Decke. Er fühlte sich leer, einsam. Seine alten Erinnerungen hatte er bis jetzt ausgedrängt. Das was ihn beschäftigte war das, was Vince ihm alles erklärt hatte. Alles über Wicked und die Sonneneruption und das Virus. Kurz nach Chucks Tod wollten die Leute von Wicked ihn und seine Freunde holen, doch hatte der Rechte Arm dies verhindert. Sie hatten alle gerettet. Alle. Sogar die aus den anderen Labyrinthen. Alle, nur nicht Chuck. Anscheinend war er so lange im Koma, da in dem Plättchen, in welchem seine Erinnerungen gesammelt waren, ein kleiner Auslöser war. Es hätte ihn fast getötet, doch jetzt gerade wäre er lieber gestorben… erschrocken fiel Thomas aus dem Bett. Sein Knöchel pochte, doch ignorierte er es. Thomas konnte doch nicht so denken. Er hatte immer noch Newt. Minho. Pfanne. Teresa. Er musste sie alle beschützen. Aber konnte er das überhaupt? Schweren Herzens dachte er an Chuck. Er war wie sein kleiner Bruder. Und doch… und doch war er gestorben. Gestorben. Für ihn Thomas. Seine Hände rutschten zur Hose und er zog die kleine Holzfigur heraus. Chuck würde sie nie seiner Familie geben könnte. Er würde nie erfahren, wie man ein entspanntes Leben in Sicherheit führte. Er würde nie wieder den Sonnenuntergang betrachten können, könnte keinen Streich mehr spielen. Er könnte nicht einmal mehr andere anlächeln, welche am Boden waren. Dieser kleine Junge, welcher jeden zum schmunzeln brachte. Dieser viel zu junge Junge war tot. Um ihn, Thomas, zu retten. Er drückte seinen Kopf in das Kissen, ignorierte den Schmerz vom Fall und versuchte nicht mehr zu denken. Versuchte, die Tränen zurück zu halten, doch klappte es nicht. Thomas weinte sich in den Schlaf und versuchte die Hand, welche auf sein Herz drückte und versuchte, es zu zerquetschen, los zu werden…

Als Thomas aufwachte blinzelte er die Trägheit weg und schleppte sich hoch. Vincent hatte gesagt, er dürfe heute zum Frühstück mit den anderen, doch sollte er sich nicht überanstrengen. Langsam streckte sich Thomas also aus und wollte aus dem Bett steigen, doch sein Knöchel schmerzte höllisch. Vorsichtig zog er die Pyjamahose hoch und blickte auf den geschwollenen Knöchel. Mit einem prüfenden Blick versuchte er noch einmal auf zu stehen. Nach einigen Versuchen klappte es besser und er zog sich um. Sofort fiel ihm auf, dass er dünn geworden war. Er fühlte sich kleiner, schutzlos…
Mit unsicheren Schritten ging er zur Tür. Wie würden die Anderen reagieren? Vincent wollte es ihnen nicht erzählen, so konnte Thomas ihnen persönlich die frohe Botschaft über sein Erwachen mitteilen.

Draußen hörte er sofort die lauteren Stimmen der Anderen. Das Krankenzimmer war anscheinend sehr dicht an dem Lagerfeuer, wo auch gegessen wurde.
Leise schlich sich Thomas an Newt und Minho an. „Du willst wirklich nicht mit zu Thomas?“, fragte Minho gerade und sah Newt fragend an. Also hatten sie ihn doch besucht! Zumindest Minho. „Wieso sollte ich zu ihm? Minho. Uns wurde vor zwei Monaten gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er aufwacht, bei drei Prozent liegt. Er ist schon tot. Klammer nicht an einer Hoffnung. Thomas ist tot und es ist egal. Wir werden weiterleben können. Wir brauchen ihn nicht. Wir müssen nicht wegen ihm traurig sein.“ Die leichte verabscheuung konnte man deutlich heraushören. Schluckend drehte sich Thomas um, hörte ein lautes piepen in seinem Ohr und Blut rauschte in seinen Ohren. Das, was Newt sagte, tat echt weh. Es war ihm egal. Es war ihm nicht wichtig, wie es Thomas ging. Er lehnte sich gegen einen Baum. Er hatte nicht einmal bemerkt, dass er an den Waldrand gerannt war. Von hier aus sah man nur den Rauch vom Lagerfeuer, doch kein Haus weit und breit. Thomas schloss seine Augen. Müdigkeit erfüllte ihn und er schlief in kurzer Zeit ein.

Als er träge die Augen öffnete war es schon längst dunkel geworden und Thomas nahm sich zum ersten Mal einen Moment für seine Vergangenheit. Sein Leben vor dem Labyrinth. Er spürte die Schmerzen, welche ihm von Wicked zugefügt wurden. Er sah, wie die Anderen unter den Strapazen im Labyrinth litten. Sah Newt kurz vor dem Springen, Minho, wie er verzweifelt den Kopf schüttelte, nachdem er herausfand das es keine Möglichkeit für das Entkommen gibt, Chuck, wie er am Anfang ausgegrenzt wurde. Gally, wie er am Anfang noch alles versuchte, in dem er die verrücktesten Dinge bis in die Nacht austüftelte. Kurz vor den ersten Tränen dachte Thomas an sich. Er war nie derjenige, der aufgab. Er war ein Krieger. Ruckartig bewegte er sich Richtung Baustelle am Rand des Dorfes, weiterhin seinen Knöchel ignorierend. Einige Baugeräusche lockten ihn in eine Richtung, ehe er vor Gally, Minho, Newt und ein paar anderen Unbekannten stand. „Dann lasst uns loslegen“, meinte er optimistisch, „Wo fangen wir an.“ Erstarrt blickten die Anderen ihm entgegen, ehe Minho ihn stürmisch umarmte, ihn wegschob, um ihn zu betrachten und Thomas wieder in die Arme zog. Gally rollte mit den Augen zog den Asiaten weg und klatschte brüderlich mit Thomas ein. „Wir müssen ein paar Steine hierherschleppen. Bevor du fragst, sie liegen dort.“ Gally deutete auf einen 200 Meter entfernten Stapel mit großen Bausteinen und Thomas wollte sich gerade auf den Weg machten als Minho sich ihm in den Weg stellte. „Wir fangen erst morgen früh an, auch, wenn ich deinen Optimismus sehr schätze“, grinste er, „Wahrscheinlich schläfst du wieder auf der Krankenstation?“ Thomas nickte. „Ich bring dich hin“, lächelte Minho leicht gekünstelt, nachdem Newt und Thomas sich eine Zeit lang schweigend anblickten. Gally merkte anscheinend auch, dass irgendetwas nicht ganz rund lief und zog Newt am Arm zu den etwas entfernteren Hütten. Langsam gingen sie in eine Richtung, wobei Thomas nicht genau wusste, wo sie überhaupt lang mussten. Nach einer kurzen Stille durchbrach der Asiate sie schließlich. „Alles okay mit dir und Newt?“ Angesprochener schnaubte. „Er war es doch, der sagte, dass ihr nicht wegen mir traurig sein müsst.“ Minhos Augen weiteten sich leicht. „Du hast uns heute Morgen gehört.“  Wieder nickte Thomas einfach nur. „Newt hat versucht dass alles einfach nur ein bisschen anders zu verarbeiten. Er meinte das nicht böse und wir alle wissen, dass er dich wirklich vermisst.“ „Es tat trotzdem weh…“ Das Flüstern Thomas ging fast in dem Meeresrauchen unter, doch anscheinend hatte der Andere ihn trotzdem gehört, denn Minho hielt ihn sanft am Arm fest. „Thomas. Ich kenn dich vielleicht noch nicht ganz so lange, aber ich weiß, dass du ein Strunk bist und nicht darüber reden willst, was dich bedrückt. Es wird helfen und ich möchte, dass du weißt, dass ich immer ein offenes Ohr für dich habe.“ Einen Moment lang blickten sie sich einfach nur in die Augen, wobei Thomas leicht seinen Kopf hochhielt. Anscheinend war er wirklich kleiner geworden. Wobei ihm ein bisschen warm ums Herz wurde. Der Asiate war nicht der Typ für Nettigkeiten und trotzdem hatte er sich so viel Mühe um diese Worte gemacht. Obwohl sie also noch Meter von der Krankenstation entfernt waren blieb Thomas stehen und umarmte den Anderen. Sein Gesicht vergrub er in Minhos Schulter und ein paar Minuten verharrten sie in der Position, ehe Thomas ein leises „Gute Nacht“ flüsterte und die letzte Strecke allein zurücklegte.
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