Den Titel zum Schluss

GeschichteMystery, Romanze / P12
11.04.2019
29.03.2020
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Hallo Leute.
Es tut mir leid, solange nichts mehr geschrieben zu haben. Ich war leider an einem Tiefpunkt angelangt und wusste keinen Ausweg für die Geschichte mehr. Die ganze Zeit hatte ich so viele Ideen, dass ich das wesentliche dabei aus den Augenverlor und die Geschichte irgendwie nicht mehr voran kam.
Da nun aber, bei der aktuellen Lage, viel Zeit zum Nachdenken übrig bleibt, habe ich beschlossen die Geschichte wieder aufzunehmen. Ich möchte sie auf keinen Fall abbrechen und will sie wirklich fertigstellen, auch wenn es wahrscheinlich etwas länger dauern wird.
Ich müsste Sie sowieso noch ein paar Mal überarbeiten, bis sie überhaupt eine richtige Form und Struktur annimmt, aber alles mit der Zeit:)
Es ist ja auch erst meine erstes "Werk", denn soweit wie jetzt, bin ich noch nie gekommen. Also Augen zu und durch. Bevor ich beginne, möchte ich mich noch ganz herzlich bei Opfer bedanken. Du hast mir immer so lieb und treu zurück geschrieben und das hat mir wirklich sehr weiter geholfen. Ohne dich hätte ich bestimmt schon eher aufgehört. Also Danke, danke danke! <33.
Ich wünsche euch allen viel Gesundheit und Kraft. Dazu noch viel Geduld und Ablenkung zu Hause.
Habt bitte auch Geduld mit mir. Den roten Faden habe ich wieder aufgenommen und die nächsten Kapitel sind schon geschrieben.
Bald wird sich hoffentlich alles klären.
Ganz viel Spaß und Freude beim Lesen wünsche ich euch.
Alles Gute.
Eure Stoneclarinet


Kapitel 14
Der Mann und das Haus (Emil)

Vom Marktplatz bis zu dem Haus sind es 20 Minuten zu Fuß. 5, mit dem Auto und 13 mit dem Fahrrad. Als wir an diesem Tag durch die sonst so vollen Straßen zu dem verlassenen Haus fuhren hing eine gewisse Spannung über der Stadt. Es war ruhig, nicht, weil der Verkehr fehlte, sondern weil man die Vögel nicht mehr hörte. Selbst die sonst so störrischen Tauben waren verschwunden. An jedem normalen Tag, wäre mir das aufgefallen und es hätte mir Sorgen gemacht, doch jetzt waren wir auf dem Weg zu dem Haus, um endlich Antworten zu erhalten.
Diesmal schlüpften wir durch eine andere Stelle im Zaun, und rutschen durch die rostige Klappe im Boden in die große Halle.
Dort stand er. Der alte Mann mit seiner skurilen Kleidung. Allein durch die Art und Weise, wie er da- stand, hatte er eine Ausstrahlung, die ihn fast schon irreal erscheinen ließ. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich ihn für ein Hologramm gehalten, doch desto näher wir ihm kamen, desto realer wirkte er auf mich.
Er begrüßte uns mit einem breiten, zittrigen Lächeln und seine Nasenflügel bebten bei jedem Atemzug den er machte.
„Ich freue mich, dass ihr meine Einladung angenommen habt.“ Sagte er und führte uns den Gang entlang, der mir neu erschien, doch Theo hatte ihn glaube ich erwähnt. Er lief ein paar Meter vor uns und summte vergnügt vor sich hin, während er in einen neuen Gang ein Bog. Am Ende des Flures führte ein Leiter bis zu einer Klappe. Anna beeilte sich zu ihm aufzuholen und stellte vorsichtig eine Frage, worauf er Vergnügt den Kopf schüttelte. Ich lief derweil neben Theo her, der Anna und den Mann beobachtete und angestrengt versuchte die Beiden zu belauschen. „Pass auf Theo.“ Sagte ich und stupste ihn kurz an der Schulter. „Ich habe mal nachgedacht.“ Jetzt richtete er den Blick auf mich. Und hob fragend eine Augenbraue. „Was ist, wenn der Typ auf dem Bild nicht nur zufällig so aussieht wie du.“ Sagte ich und wartete gespannt auf seine Reaktion. Er schnaubte kurz und bedachte mich mit einem ungläubigen Blick. „Willst du sagen, dass das wirklich ich bin und ich einfach in der Zeit reisen kann?“ „Nein.“ Sagte ich bestimmt. „Auch wenn das wirklich cool wäre, aber das denke ich nicht. Ich denke, dass du verwandt mit der Familie des Hauseigentümers bist.“ Theo blickte nachdenklich aus einem staubigen Fenster in den Innenhof. „Das wäre vielleicht sogar eine Möglichkeit.“ Gab er dann zu. „Ich meine, ich kenne meinen Alten eigentlich gar nicht. Ich weiß nicht mal, ob ich noch andere Geschwister als Luna hab.“ Ich nickte zustimmend und eine Weile herrschte eine nachdenkliche Stille zwischen uns.  Dann sagte mit gesenkter Stimme: „Sag mal, findest du es nicht auch ein bisschen seltsam, dass der Typ von allem weiß, was wir hier gemacht haben. Stell dir mal vor, der hat uns auf irgendwelchen Überwachungskameras gesehen und keine Hilfe geholt. Wir hätten sterben können und er hat nichts gemacht.“ Bei dem Gedanken lief mir ein Schauer über den Rücken und ich musste unwillkürlich an Paul denken. Wie es ihm wohl gerade ging? „Ich weiß nicht.“ Sagte er, „es stimmt schon, irgendwas ist komisch an dem Typen.“
Ich betrachtete den alten Mann von hinten. Als hätte er meinen Blick gespürt, drehte er sich um und sah mich direkt an. Kurz musterte er Theo und mich und lächelte dann wieder sein breites Lächeln. „Gleich sind wir da, habt nur Geduld.“ Sagte er und drehte sich wieder zu Anna, die weiter Fragen stellte. „Mein liebes Kind,“ sagte er nach einer weiteren Minute. „Ich schätze deine Neugier aber du musst dich genauso gedulden wie deine Freunde.“
Wir bogen in einen weiteren Gang und standen plötzlich vor einer Leiter, die zu einer schmalen Lücke in der Decke führte. Der Mann stoppte und drehte sich bedeutungsvoll zu uns. Doch bevor er etwas sagen konnte, klingelte plötzlich mein Telefon. Schnell fischte ich es aus meiner Tasche und sah auf das Display. Mein Vater rief mich nicht oft, es musste also wichtig sein. Ich schaute entschuldigend zu Anna und Theo und drückte ihn weg. Ich konnte ihn nachher zurückrufen. „Gut können wir dann?“ fragte der alte Mann. Sein Lächeln wirkte plötzlich angestrengt und seine Augen hatten an Glanz verloren. Ich hatte das ungute Gefühl, dass hier etwas ganz und gar falsch lief. Doch bevor ich etwas sagen konnte, waren Anna und der Mann schon die Leiter hochgeklettert und Theo wollte ihnen schon folgen, doch ich hielt ihn zurück. „Was?!“fragte er ungeduldig. „Ich fühl mich nicht wohl bei der Sache.“ Sagte ich und schaute ihn bittend an. „Ja, ich weiß.“ Sagte Theo und wand sich der Leiter zu. „Ich fühle mich hier auch nicht unbedingt wohl, aber das ist die einzige Möglichkeit, wie wir Antworten bekommen. Also gehe ich jetzt da hoch, du kannst mitkommen, oder du bleibst hier.“ Mit diesen Worten stieg er hoch. Mein Handy vibrierte wieder und ich las die Nachricht von meinem Vater. GEH RANN VERDAMMT! Schrieb er in Großbuchstaben. Dann klingelte das Handy erneut und diesmal nahm ich an. Ich klemmte das Handy zwischen meine Schulter und mein Ohr, während ich die Leiter hochkletterte. „Wo zur Hölle bist du?“ hörte ich meinen aufgebrachten Vater. „Hey Paps,“ sagte ich mit gedämpfter Stimme. „Ich kann gerade echt nicht. Kann ich dich auch zurückrufen?“  „Nein, um Himmelswillen komm sofort nach Hause!“ rief mein Vater aufgebracht. „Ich musste soeben einen Notstand ausrufen. Im Krankenhaus wurden zwei Menschen mit unbekannten Anfällen eingeliefert. Einer ist sofort gestorben. Die Ärzte reden von einem Gas. Alle Bewohner sollen sofort in ihr Haus und Türen und Fenster schließen.“ Verdammt, ich ließ fast mein Handy fallen. „Ist bekannt, von wo das Gas kommt?“ fragte ich und beeilte mich zu Anna und Theo zu gelangen. Wir mussten sofort hier heraus. „Nein noch nicht, aber es waren zwei Polizisten. Der eine hatte eine Vorerkrankung und der andere liegt gerade auf der Intensivstation. Hörst du? Du sollst einfach sofort herkommen, bis die Lage geklärt ist.“ „Ok.“ Sagte ich und winkte Anna und Theo. „Ich bin schon auf dem Weg.“ Dann legte ich auf und rief nach ihnen, doch sie hörten nicht. Ich stand in einem kleinen Raum scheinbar irgendwo unter dem Dach. Der Mann war mit den Beiden schon zwei Räume weiter und ich hörte gedämpft seine Stimme. Schnell lief ich los und sah, wie er eine Metalltür öffnete, zu einem weiteren Raum. Nein nicht einfach ein Raum. Es war ein Safe. Ein riesiger eiserner Safe, den Anna und Theo gerade betraten. „Stopp!“ rief ich und beeilte mich zu ihnen zu kommen. Der Mann schaute ruhig zu mir und lächelte Müde. „Keine Sorge, mein Junge. Es wird alles wieder gut.“ Sagte er und plötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Ich spürte, wie ich viel und von Theo aufgefangen wurde. Das letzte, was ich hörte war die schwere Tür aus Metall, die einrastete. Wir waren gefangen. Schon wieder.
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