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Tinriel - Das Lesen von Seelen

von Wurzel
GeschichteFantasy / P12 / Gen
Erestor Legolas Thranduil
11.04.2019
15.04.2020
29
59.804
45
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.03.2020 2.550
 
Hallo meine lieben Leser,
ich muss mich sehr bei euch entschuldigen. Vor einem halben Jahr bin ich einfach so, ohne Erklärung oder Vorankündigung von der fanfiktion-Bildfläche verschwunden. Zu verzeihen ist das nicht wirklich. Ich habe euch hängen gelassen. Vielleicht hilft euch meine Erklärung. Ich bin nach wie vor unzufrieden mit der ganzen Geschichte rund um Tinriel. Die Grundidee gefällt mir. Tinriel als Charakter ist mir auch sehr ans Herz gewachsen, doch das, was ich daraus gemacht habe, genügt nicht meinem eigenen Anspruch. Dementsprechend bin ich im Oktober in ein sehr sehr tiefes Motivationsloch gefallen und habe die ganzen Monate kaum noch an die Geschichte gedacht und wenn, dann mit einem unguten Gefühl.
Dank Corona habe ich nun aber sehr viel mehr Zeit als sonst und habe Tinriel wieder aus den Tiefen meines Computers gekramt. Es bleibt dabei. Ich bin echt unzufrieden mit der Geschichte, aber sie ist fertig geschrieben, fertig korrigiert (Danke Eva :-*) und ich lade sie euch hoch.
Ich hoffe jemand von euch liest noch mit!
Viel Spaß
Eure Wurzel

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KAPITEL 25
Tinriel trainierte nun jeden Tag als Teil von Glorfindels Garde. Bisher wurde sie zwar nicht zum Wachdienst eingeteilt, aber trotzdem fühlte sie sich als leiste sie einen Beitrag zum Wohlergehen Bruchtals. Ihrem Vater, Legolas und Thranduil hatte sie Briefe geschrieben, in denen sie versucht hatte, alles soweit irgend möglich zu erklären. Ob es ihr gelungen war wusste sie nicht.

Die meisten Gardisten kannten sie noch von ihrem ersten Aufenthalt in Bruchtal, doch hatten Gerüchte die Runde gemacht, sodass sie ihr trotz allem distanziert gegenüberstanden. Tinriel akzeptierte dies klaglos. Sie hatte nicht erwartet, mit offenen Armen empfangen zu werden. Glorfindels Freundschaft und Erestors weiterhin untypisch fürsorgliches Verhalten reichten ihr meistens aus, um am Abend zufrieden einzuschlafen. Doch fast jeden Morgen wachte sie vor Erestors Schlafzimmertür auf. Es war zum Verzweifeln. Tinriel gewöhnte es sich an, in ihrer Kleidung zu Bett zu gehen, um am nächsten Morgen nicht im Nachthemd durch Bruchtal laufen zu müssen. Erestor entfuhr in all den Wochen nicht ein einziger Kommentar dazu. Dieses völlig unerwartete Verhalten seitens des dunklen Beraters irritierte Tinriel sehr.

An einem Spätnachmittag fasste sie sich ein Herz: „Es scheint Euch nicht zu stören, dass ich jeden Morgen vor Eurer Tür aufwache, wie ein gut dressiertes Hündchen“. Sie klang bitterer als sie es beabsichtigt hatte und sie bereute ihre Wortwahl umgehend. „Hündchen?“, fragte Erestor amüsiert war. „Wohl eher ein ausgewachsener Warg“, zwinkerte er ihr zu. Tinriel starrte ihn an und war sprachlos. „Ich wusste nicht, dass Ihr mich derart abstoßend findet“, sagte sie schließlich mit zitternder Stimme und erhob sich aus dem gemütlichen Sessel, der gegenüber von Erestors Schreibtisch stand. „Tinriel“, hörte sie seine Stimme, doch Tränen hatten sich in ihren Augen gesammelt und sie verließ den Raum, bevor der große Elb seinen Schreibtisch umrundet hatte. Sie hörte einen lauten Rumms und war sich sicher, ihn wütend gemacht zu haben. Zu gut erinnerte sie sich an seinen Hass und seine Wut auf Seelenleser. Wie hatte sie das nur vergessen können? Sie hatte sich von seiner Freundlichkeit blenden lassen. Er war ein Meister der Manipulation und nur, weil sie nicht wusste welches Ziel er verfolgte hieß das nicht, dass er keines hatte.

In dieser Nacht schloss sie ihre Tür von innen ab und schob den Schlüssel unter der Tür nach draußen. Morgen würde sich schon jemand erbarmen und die Tür wieder aufschließen. Doch es kam anders als erwartet. Als Tinriel die Augen aufschlug, sah sie als erstes den großen Schreibtisch Erestors und seufzte verzweifelt. Erst als zweites fiel ihr auf, dass an die Stelle des kalten Marmorbodens eine der gemütlichen elbischen Bettrollen getreten war, die sonst auf Reisen Verwendung fanden. War das Erestors Art, Entschuldigung zu sagen? Sie hatte nicht vor ihm über den Weg zu laufen. Schnell hatte sie die Sachen zusammengepackt und die Bettrolle so hingelegt, als hätte sie nie darin gelegen. Leise schlich sie aus dem Raum und fand sich einem breit grinsenden Glorfindel gegenüber, der zu dieser frühen Stunde wohl schon seinen besten Freund hatte belästigen wollen.

„Aus wessen Bett schleicht Ihr denn da?“, wollte er augenzwinkernd wissen. Tinriel schnaubte nur genervt. „Ich wünschte, ich würde in meinem eigenen Bett aufwachen“, zischte sie ungehalten. Glorfindel klopfte ihr begütigend auf die Schulter. „Es stört ihn nicht“, sagte er. „Im Gegenteil, ich denke er würde Euch vermissen, wenn Ihr auf einmal nicht mehr vor seiner Tür liegen würdet“. Mit diesen Worten trat er in das Zimmer. Als er der Bettrolle gewahr wurde, war Tinriel bereits verschwunden. Glorfindel schüttelte den Kopf über die beiden Elben, die umeinander herumschlichen wie eine Katze um den heißen Brei. Es wunderte ihn, dass Erestor sich nicht ein Herz nahm und Tinriel wenigstens einen Teil seiner Gefühle offenbarte. Und es wunderte ihn, dass Tinriel nicht erkannte, dass außer ihr niemand sich jede Nacht in seine Gemächer hätte schleichen dürfen. Geschweige denn ein gemütliches Lager gerichtet bekäme.

Sich auf Erestors Gesicht freuend, wenn er das unberührte Lager bemerkt, setzte sich Glorfindel in Tinriels Lieblingssessel, schlug die Beine übereinander und griff nach einem Buch. Er musste nicht lange warten. Sein bester Freund trat in seiner üblichen dunklen Kleidung aus seinem Schlafzimmer. Die Tür öffnete er vorsichtig und leise und zu Glorfindels Entzücken huschte ein beunruhigter und enttäuschter Zug über Erestors Gesicht, als er das leere Lager erblickte. Erst danach nahm er den Balrogtöter wahr. „Womit verdiene ich den Besuch zu solch früher Stunde?“, fragte er und nur jemand, der ihn sehr gut kannte, konnte erahnen, dass der Berater keinen „guten Morgen“ erlebte. „Meine Späher berichten, dass Ridvan und Thranduil auf dem Weg hierher sind. Heute Nachmittag werden sie eintreffen. Ich wollte dir die Ehre überlassen, dies Tinriel mitzuteilen“. Erestor nickte abwesend und murmelte: „Wenn sie noch mit mir spricht“. Glorfindel verdrehte leicht genervt die Augen. So voller Selbstzweifel kannte er seinen Freund gar nicht. „Wo ist deine himmelschreiende Arroganz hingekommen?“, wollte er zynisch wissen. „Du kannst von ihr nicht erwarten, dass sie dich gut genug kennt um dein Verhalten richtig einordnen zu können“. Mit diesen deutlichen Worten stand er auf und ließ einen schweigsamen Erestor zurück.

Erst am Nachmittag ging Glorfindel auf, dass Erestor nicht mit Tinriel gesprochen hatte. Die Elbin war mitten beim Training mit den Langbögen, als sie plötzlich die Augen schloss und den Kopf schräg legte. Elronds Hauptmann wusste, dass dies ein sicheres Anzeichen dafür war, dass sie etwas mit Hilfe ihrer Kraft wahrgenommen hatte. Wen oder was dies war, sollte er schnell erfahren.
„Adar!“, rief Tinriel aus und ließ den Bogen achtlos zu Boden fallen. Der Köcher mit den Pfeilen folgte und die Elbin flog so schnell ihre Beine sie trugen auf den schattigen Gang zwischen den Höfen zu. Sie kam nicht weit. Aus dem Schatten stürmte ihr Ridvan entgegen und zog sie in eine enge Umarmung, noch ehe sie ein Wort sagen konnte. Tinriels Schultern bebten und sie barg ihr Gesicht an Ridvans Schulter. Glorfindel konnte nicht verstehen, was der große Elb seiner Ziehtochter ins Ohr murmelte, doch so wie alle Anwesenden konnte er die Liebe spüren, die er für sie empfand. Und die so starke Tinriel erlaubte es sich, ihre Schwäche zu zeigen. Als Thranduil neben sie trat und sie sanft aus den Armen Ridvans zog, verbarg sie ihre Tränen nicht. Frei strömten sie über ihre Wangen, während ihre Schultern vor unterdrückten Schluchzern bebten. Der König zog sie seinerseits in die Arme und ließ sie weinen. Dann nahmen die Waldlandelben sie zwischen sich und traten auf Glorfindel zu.

„Willkommen in Imladris“, begrüßte er sie herzlich. „Gehe ich Recht in der Annahme, dass Ihr es wie Euer Sohn haltet und Lindir um die korrekte Zeremonie gebracht habt?“, wollte er augenzwinkernd wissen. Thranduil ließ sein dunkles Lachen erklingen und nickte zustimmend. Tinriel rang noch um ihre Fassung, doch auch sie musste schmunzeln. Lindirs langwierige Begrüßung war Gegenstand vieler Scherze. Zufrieden kuschelte sie sich in die Arme ihres Vaters und des Königs. Beide hatten beschützend einen Arm um ihre Schulter gelegt, sodass sie sich geborgen fühlte zwischen den beiden großen Elben. Aus dem Augenwinkel nahm sie Erestors dunkle Gestalt wahr, die sich auf einer der oberen Terrassen in ihre Richtung bewegte. Noch immer hatte er seinen Geist derart abgeschirmt, dass er auf geistiger Ebene quasi unsichtbar für sie war.

***

Am Abend wurde zu Ehren des königlichen Gastes ein großes Festmahl gegeben. Ausnehmend alle Elben Bruchtals waren zu dem Bankett erschienen und die große Halle sprudelte vor Lebendigkeit und Lebensfreude. Der König saß auf dem Ehrenplatz zu Elronds rechter Hand, dicht gefolgt von Ridvan, Glorfindel und Erestor. Die hohen Herren waren weitestgehend unter sich. Keine der üblichen Verehrerinnen wagte sich heute in die Nähe des Balrogtöters. Umso auffälliger war Tinriels Anwesenheit in dieser Herrenrunde. Still saß sie neben ihrem Vater und lauschte den Unterhaltungen. Sie mied Erestors Blick und konzentrierte ihre ganze Aufmerksamkeit auf Ridvan und den König. „Legolas hat die Regierungsgeschäfte in die Hand genommen“, berichtete gerade Thranduil. „Die Verantwortung wird ihm gut tun“, merkte er ungewohnt redselig an. Elrond seufzte theatralisch auf. „Meinen Söhnen würde sie auch gut tun“, sagte er, weit entfernt von seiner üblichen Distanziertheit. Glorfindel und Erestor kannten diese Unterhaltung der beiden mächtigen Elbenherren seit Jahrhunderten und schenkten ihr wenig Beachtung. Entgegen aller Vermutung konnten sich Elrond und Thranduil gut leiden. Persönlich stand nichts zwischen ihnen. Nur ihr Führungs- und Verhandlungsstil war derart gegensätzlich, dass sie dort auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. Beide waren jedoch weise genug, das eine vom anderen zu trennen und ihre Feindseligkeiten auf politischer Ebene zu belassen.

Ridvan unterhielt sich angeregt mit den beiden Beratern, in denen er gute Freunde gefunden hatte. So fiel Tinriels Schweigsamkeit nicht weiter ins Gewicht. Bewusst ließen sie schwere Themen außenvor und beschränkten sich auf eine zwanglose Unterhaltung. Als nach dem Essen die Musiker begannen zu spielen, unterbrachen Thranduil und Elrond das Lamenti alleinerziehender Väter. „Darf ich bitten“, forderte der König seine kleine Nachtblume zum Tanz.

An seiner Hand trat Tinriel auf die Tanzfläche und war sich der Blicke der übrigen mehr als bewusst. Auf geistiger Ebene nahm sie von Bewunderung bis Eifersucht alle Schattierungen wahr, doch sie ignorierte dies so gut sie konnte. Von den Zehen bis zur Haarspitze drückte sie die vornehme Eleganz einer Dame aus. Erestor stockte der Atem, als er sie so sah. Neben dem König wirkte sie zierlicher als sie war und noch immer sah sie dünner aus, als es gesund war, doch ihre Ausstrahlung war Thranduils gewachsen. Dort tanzte keine junge Elbin, sondern eine gestandene Frau, die in den Augen der Welt durchaus königlich zu nennen war. Ihre ganze Haltung zeugte von Kraft, Stolz und dem Wissen um ihre Macht. „Ich weiß, über wen die nächsten Lieder gedichtet werden“, murmelte Glorfindel in sein Ohr und Erestor nickte düster. In ihm tobte ein Sturm aus Bewunderung und Eifersucht, dass es ihm schwerer fiel als sonst, seine mentalen Barrieren aufrecht zu erhalten. Sie war niemand, der sich verstecken musste. Sie sollte stolz auf das sein, was sie war und was sie erreicht hatte. Sie sollte mit Selbstverständlichkeit den Kopf erheben und ohne Angst und Scham den Blick ihres Gegenübers suchen. Sie war zu stark, zu schön und zu mächtig um sich zu verstecken. Sie war Frau und Krieger und niemand vereinte diese Gegensätze in solcher Perfektion wie sie. Jede ihrer Bewegungen drückte Eleganz und Kraft aus. Sie war kein hübsches Beiwerk, dass nur zur Zierde getragen wurde. Sie war jedem der hohen Lords ebenbürtig und zum ersten Mal war Erestor stolz darauf, dass die Valar sie zu seiner Gefährtin bestimmt hatten.

Als das Lied endete, wurde Thranduil von einem überaus ernsthaften Elladan abgelöst. Im Hintergrund grinste dessen Zwillingsbruder unangemessen amüsiert. Tinriel brauchte nicht ihre Gabe zu bemühen, um zu erkennen, dass sie gerade der Gegenstand einer Wette geworden war. Bevor sie die Bitte um den Tanz mit einem eleganten Knicks bejahte, fragte sie den Zögling Elronds: „Was ist der Einsatz dieser Wette?“ Elladan bemühte sich, seine Überraschung zu verbergen, doch konnte er sich einen Seitenblick auf Elrohir nicht verkneifen. „Der Verlierer muss morgen in Damenkleidung zum Training der Gardisten kommen“, gab er schließlich murmelnd zu. Tinriel ließ ein helles Lachen hören. Spätestens jetzt war sie sich aller Blicke sicher, doch es störte sie nicht. „Wenn ich mit Euch tanze, werdet Ihr morgen ebenfalls ein Kleid tragen“, sagte sie schließlich mit einem schelmischen Grinsen. Elladan musste nicht lange überlegen. So oder so würde er verlieren, dann würde er wenigstens noch seinen Bruder mit in den Abgrund reißen. Er wiederholte seine bittende Geste und hielt ihr mit vollendeter Etikette die Hand zum Tanz entgegen. Tinriel bedankte sich ebenso höflich mit einer angedeuteten Verbeugung und ergriff die Hand.

Erestors Miene wurde immer düsterer, als er das tanzende Paar beobachtete. Tinriel schien Elladans Gegenwart als sehr angenehm zu empfinden. Sie hatte laut gelacht und amüsierte sich in seinen Armen prächtig. So gelöst hatte er sie das letzte Mal im Düsterwald gesehen. Glorfindel trat ihm unter dem Tisch gegen das Bein. „Wenn es dich stört, dann tue etwas dagegen“, raunte er ihm ins Ohr. Erestor verfluchte die Spielchen, die die Valar mit ihm trieben, doch das erste Mal seit Jahrhunderten befolgte er den Rat seines besten Freundes ohne Einwände zu erheben. Noch bevor Elladan Tinriel zurück zu ihrem Platz bringen konnte, stand Erestor neben ihr.

„Darf auch ich um einen Tanz mit Euch bitten?“, fragte er mit ungeahnter Höflichkeit. Tinriel musterte ihn schweigend. Ihm ließ sie nicht die Ehre einer Verneigung zukommen. Sie ergriff einfach seine dargebotene Hand. Schweigend ließ sie sich von ihm über die Tanzfläche führen. Erestor merkte, dass sie ihm weiterhin die kalte Schulter zeigen würde und tat etwas, dass er seit Ewigkeiten nicht mehr getan hatte. „Meine Worte waren schlecht gewählt“, sagte er der Elbin in seinem Armen. „Mehr werde ich als Entschuldigung wohl nicht erwarten können“, antwortete diese bissig und spürte, wie sich Erestors Muskeln unter ihren Händen verhärteten. „Was ich ausdrücken wollte ist, dass Ihr definitiv kein dressierbares Schoßhündchen seid“, fuhr dieser äußerlich unberührt fort, doch die Anspannung seiner Arme ließen etwas anderes erahnen. Tinriel nickte gnädig. Innerlich spürte sie eine kribbelnde Wärme und Freude über diese Worte, doch sie hatte nicht vor dies zu zeigen. Aber sie verzichtete darauf dem Elb, dem sie auf unerklärliche Weise tief verbunden war, weiterhin zu grollen.

Nach diesem Tanz setzte sie sich wieder zu ihrem Vater und dem König. Elladan und Elrohir hatten sich der Runde angeschlossen und Elrohir musterte sie finster. „Ihr habt die schöne Wette zerstört“, sagte er zu später Stunde und unter dem Einfluss des schweren roten Weines, den Thranduil so schätze. Tinriel versuchte gar nicht erst, ihr Amüsement zu verbergen. „Ich bin nicht gerne der Gegenstand einer Wette“, konterte sie trocken. „Das wisst ihr nun und werdet es in Zukunft hoffentlich beachten“. Elrond starrte seine Zöglinge und die junge Leserin wortlos an. Sollte es Tinriel wirklich gelingen, was er und eine Vielzahl an Bruchtalern seit Jahrhunderten versuchten? Würde sie es schaffen, bei den Späßen der Zwillinge außen vor zu bleiben. Irgendwie ahnte der Hausherr, dass hierbei noch nicht das letzte Wort gesprochen war. „Diese Schlacht habt Ihr gewonnen“, konterte sein Ältester auch direkt „aber der Krieg hat erst begonnen“, vollendete sein Zwilling den Satz. Tinriel nickte huldvoll und beugte sich zu den beiden herüber. „Herausforderung angenommen!“. Thranduil brach in sein dröhnendes Lachen aus. Die Zeit in Bruchtal versprach amüsant zu werden und die Zwillinge hatten offenbar keine Ahnung auf was sie sich da eingelassen hatten.
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