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Delirium

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Phoenix / Doktor Jean Elaine Grey Quicksilver / Pietro Maximoff
09.04.2019
14.07.2020
16
37.904
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Dieses Kapitel
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24.06.2019 2.907
 
"Je größer die Projekte, desto größer die Katastrophen."

- Wolfgang J. Reus



Scott hatte doch tatsächlich den Mumm gehabt Jean nach einem Date zu fragen. Wurde aber auch langsam Zeit. Seitdem waren nicht einmal zwei Tage vergangen und Jean quatschte mich ununterbrochen voll, wie sehr sie sich doch auf diesen Samstag freute und wie süß Scott doch zu ihr war. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir meine Einmischung zweimal überlegt, das war ja schlimmer als davor. Na, wenigstens war sie glücklich. Als ich Ororo davon erzählte was ich getan hatte und was daraus geworden war, hatte sie nur pikiert geseufzt und mir einen Das-Wurde-Zwar-Langsam-Höchste-Eisenbahn-Aber-Das-Wird-Ganz-Schön-Nerven-Blick zugeworfen und ich erzählte daraufhin ein wenig eingeschnappt von meiner Idee. Sie war aber nicht so begeistert wie erhofft. Mein Vorschlag war, dass wir den beiden auf ihr Date heimlich folgen würden, um dafür Sorge zu tragen, dass daraus auch etwas wurde. Im Nachhinein klang das zwar genauso bescheuert wie es sich vermutlich angehört hatte, dennoch war sie nach langem Zureden einverstanden. Unter der Bedingung, dass wir das nur dieses eine Mal tun würden. Einverstanden und zufrieden widmete ich mich danach wieder Literatur mit Professor Windrop.



Als dieser idyllische Samstag auf den Abend zuging, trafen sich ein überglücklicher Scott und eine verunsicherte Jean im Eingangsbereich der Schule. Jean hatte schon so ungefähr verraten wo sie hinwollten, aber ich denke Scott hatte ihr auch noch nicht alles gesagt. Kurt der die beiden wohl in die Stadt bringen würde, schlurfte gerade wenig motiviert die Treppe hinunter. Der Ärmste hatte sich doch tatsächlich die Grippe eingefangen. Ororo und ich lauerten hinter einer Säule und beobachteten gespannt die Geschehnisse.

Wir hatten natürlich mit Kurt ausgemacht, dass er uns gleich hinterherschicken würde, begeistert war er zwar nicht, aber ich war eben sehr überzeugend. Laut ihm sollte man sich nicht in das Leben anderer einmischen, aber wenn ich das nicht getan hätte, würden die beiden immer noch umeinander herumtänzeln.

Nachdem Kurt die beiden teleportiert hatte, kamen wir schon auf ihn zu und er wirkte etwas überrumpelt.

„Kurt, bist du soweit?“, fragte Ororo und griff schon nach seinem Arm.

Der Gute sah heute ziemlich blass aus, so blass man eben mit blauer Haut sein konnte. Jedenfalls wollte er gerade zu einer Antwort ansetzen, als er mit einem ohrenbetäubenden Geräusch nieste. Ororo, die den Schwall an Bakterien abbekommen hatte, verzog angewidert das Gesicht und ich fing an zu lachen.

„Ich interpretiere das als ein ‚Nein‘“, jauchzte ich und beide konnten nicht anders als mich einfach nur komisch anzusehen.

„Ihr seid heute aber wieder drauf. Na gut, sind dann alle bereit, ich denke Kurt gehört wieder ins Bett“, sagte ich daraufhin und mir wurde mit einem Nicken zugestimmt.

Wir klammerten uns an seine Arme und er brachte uns in die Stadt.

„Danke Kurt, kannst du uns in einer Stunde wieder hier abholen?“, auf meine Frage hin nieste er erneut und das hatte wohl seine Fähigkeit ausgelöst, denn er verschwand so schnell wie wir hergekommen waren.

Ein bisschen verloren standen wir hier vor dem RadioShack-Laden und sahen uns um, hinter uns entdeckte ich Jean und Scott, die sogar Händchen hielten. Wie süß.

„Tja, da waren's nur noch zwei“, witzelte Ororo und zuckte mit den Schultern.

„Ja, komm sonst verlieren wir sie noch.“

Mit Abstand folgten wir den beiden und ich kam mir schon fast vor wie einer vom MI6 oder der CIA. Ich musste Moira mal fragen was sie da so genau machte.

Wir verfolgten sie bis zum Eingang eines kleinen Cafés und ehrlich gesagt hätte ich eher erwartet, dass sie in die Disco gehen würden oder sowas. Mir erschien Scott nie als der Typ um ruhig und gelassen irgendwo zu sitzen und einfach nur zu plaudern. Wahrscheinlich tat er das, weil es mehr so Jeans Art war. Wir zwei saßen hinter einem gut platzierten Strauch und lugten unauffällig durch die Äste.

„Ernsthaft, das ist alles? Ich hätte mehr erwartet“, murmelte Ororo neben mir und ich grinste.

„Was hätten sie denn sonst tun sollen?“

„Keine Ahnung, irgendetwas, aber nicht das“, erwiderte sie und wir beobachteten, wie sie ihre Bestellung aufgaben.

Scott hatte ein breites Lächeln im Gesicht und mir wurde langsam aber sicher klar, dass die beiden wirklich für einander geschaffen worden waren. Sie waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht und doch so gleich. Es war unbeschreiblich was in mir vorging während ich die zwei still und heimlich beobachtete, aber es wuchs in mir der Wunsch dasselbe zu haben wie die beiden. Es war womöglich noch nicht Liebe, aber sie waren auf dem besten Weg dahin. Sie lachten, sie sahen sich tief in die Augen, sie unterhielten sich und für einen Moment war die Welt vergessen. Für sie gab es im Moment keinerlei Bedrohungen durch die Menschen, durch andere Mutanten, durch die Industrie, welche unsere Umwelt langsam, aber sicher zerstörte. Nein, jetzt gab es nur die zwei und ich wollte das auch. Ich wolle auch einmal diese Liebe erfahren, die niemand von uns je wirklich erhalten hatte.

„Daisy?“, Ororo rüttelte mich an der Schulter und ich blinzelte kurz, um aus meinem Tagtraum wiederzukehren.

„Hm?“

„Gehen wir, es scheint als würden sie uns nicht brauchen“, sie zog mich von unserem Spionageplatz weg und wir spazierten zurück in Richtung RadioShack.

„Wie lange noch, bis Kurt kommt?“, fragte ich und versuchte meine unerklärlich miese Stimmung zu verbergen.

„20 Minuten, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen“, erkundigte sich Ororo und sah mich interessiert von der Seite an.

Erst wollte ich gar nichts dazu sagen, dann hatte ich es mir aber doch anders überlegt und ehe ich erwidern konnte, dass mir nichts über die Leber gelaufen ist, war mein Mund schon schneller.

„Ich will auch das was die beiden haben.“

„Was haben die beiden denn?“, ich wusste, dass sie wusste was ich meinte.

„So genau weiß ich das nicht, aber es ist etwas Besonderes“, erwiderte ich und sah stur auf den Boden.

„Du meinst du wünscht dir auch so eine Zuneigung?“

„Ja, genau das. Ich hatte das nie, im Heim waren sie zwar nicht gemein, aber auch nicht wirklich für einen da, es war eben nicht leicht. Du weißt doch was ich meine, bei dir war das doch nicht anders, oder?“, ich sehe auf und ihr Blick ist in die Ferne gerichtet.

Sie redete genau wie ich nicht gerne über ihre Vergangenheit. Vergangen war vergangen, der einzige, der von meiner wusste, war der Professor. Nicht einmal Jean wusste viel. Nur das Nötigste. Von ihr hörte ich aber ebenso wenig und somit hatte jeder sein Päckchen zu tragen, das nimmt einem keiner ab.

„Du weißt ich habe Klaustrophobie?“, sagte Ororo unvermittelt nach ein paar Momenten der Stille.

Natürlich wusste ich das, sie musste einmal aus der Besenkammer einen Wischmopp holen und irgendwie hatte sie es geschafft sich einzusperren. Ihre plötzliche Panikattacke hat verursacht, dass es in Strömen anfing zu regnen und zu stürmen. Eine Stunde später fand Kurt sie und es hat seine Zeit gebraucht damit sie das verarbeiten konnte.

„Ja, natürlich, warum?“

„Meine Eltern sind bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, ich war noch sehr klein und hatte Glück überlebt zu haben. Ich habe Angst vor engen Räumen, weil ich stundenlang zwischen den Körpern meiner Eltern eingeklemmt war, bis sie das Flugzeug geborgen hatten“, sie sah mit einem unergründlichen Blick in die Ferne.

Kennt ihr das, wenn ihr ein traumatisches Erlebnis von jemandem aus eurem nahen Umfeld erfahrt und diese Person dann mit ganz anderen Augen seht. So ging es mir gerade, der Spruch „Unsere Erlebnisse machen uns schlussendlich zu dem was wir sind“ bekam damit eine ganz neue Bedeutung.

Zuerst traute ich mich nicht irgendetwas zu sagen, was hätte ich auch großartig Intelligentes zu der Erklärung für ihre Angststörung sagen sollen. Ich wollte aber auch nicht nichts sagen, also stellte ich eine Abwandlung der Standartfrage.

„Hast du das schon irgendwie verarbeitet?“

„Ich habe es genau so sehr verarbeitet wie du das mit deinen Eltern“, erwiderte sie nur und wir kamen vor dem ursprünglichen Treffpunkt zum Stehen.

„Ich habe das mit meinen Eltern gar nicht verarbeitet“, platzt es aus mir heraus.

„Du hast es erfasst Daisy, oder zumindest zum Teil.“

„Rede bitte weniger in Rätseln und mehr im Klartext.“

Sie schmunzelte und sah mich zum ersten Mal in den letzten Minuten wieder richtig an.

„Mir hat niemand geholfen. Ich war gerade einmal fünf und nach dem Tod der beiden hatte ich auch keine mir bekannten Verwandten. Durch einige Umwege bin ich dann an eine Taschendiebbande geraten, die mir ein neues zu Hause bot. Das hielt bis Apocalypse kam und mit seinen unterschwelligen Worten den Hass in mir auf alle Menschen schürte, die mir nicht geholfen hatten und denen ich egal war. Es ist schwer allein mit Problemen umzugehen, deshalb wählen viele den leichten Weg und verdrängen es. Als kleines Kind schaffst du es nicht solche traumatischen Erlebnisse zu verdrängen, wir verstehen das in jungen Jahren nicht. Wir verstehen kaum was der Tod bedeutet, selbst jetzt könnte ich dir nicht sagen was der Tod für mich bedeutet.“

Ororo atmete einmal ganz tief ein und ich spürte wie hart es für sie war, darüber zu reden. Sie schluckte schwer und ihre Augen wurden glasig.

„Ich weiß, dass ich das nie vergessen kann, doch ich denke auf meine Art und Weise habe ich damit abgeschlossen. Der Schmerz wird weniger und es rückt langsam, aber sicher in die Ferne. Das habe ich noch nie einer Menschenseele erzählt und du weißt gar nicht, wie gut es getan hat, meine Gedanken mit dir zu teilen. Es ist als wäre ein riesiger Stein von meinen Schultern gefallen, der mich über Jahre hinweg nach unten gedrückt hat.“

Ihre Stimme zitterte bei jedem Wort mehr und als sich die erste Träne einen Weg über ihre Wange bahnte, überwand ich meine Abneigung vor Körperkontakt und umarmte sie. Das wir hier mitten auf dem Bürgersteig standen und sich einige Leute mit argwöhnischen Blick an uns vorbeidrängten interessierte uns nicht. Sie brauchte Unterstützung und ich war bereit sie ihr zu geben. Zumal sie mir das alles nur erzählt hatte, weil sie nicht wollte, dass ich auch solange darunter zu leiden hatte.

Wir wurden aber rege unterbrochen, als mir jemand auf die Schulter tippte.

„Ähm, ich will ja nicht stören, aber ihr habt gesagt, ich soll euch wieder abholen.“

Kurt. Den hatte ich ja völlig vergessen.

„Oh, hey. Ja wir sind dann soweit“, erwiderte ich lässig.

„Hab ich irgendwas verpasst?“, oh und wie du das hast.

„Nicht mehr als sonst auch“, meinte Ororo, die sich mit dem Hemdärmel noch hastig über die Augen fuhr.

„Also alles“, stellte er trocken fest.

„Wenn du nicht krank wärst, hätten wir dich eh mitgenommen und könnten wir das bitte zu Hause ausdiskutieren?“, allmählich wurden mir das nämlich zu viele emotionale Ereignisse auf dem Bürgersteig.

„Wenn ich nicht krank wäre“, äffte er mich nach, „Aber na gut.“

Ruppig packte er uns beide am Arm und er teleportierte uns zurück, trautes Heim Glück allein, zumindest meistens.

„Ein wenig sanfter, wenn ich bitten darf“, scherzte Ororo und man konnte ihre Traurigkeit nur mehr an den leicht geröteten Augen erkennen.

Nach einem kurzem Moment der Orientierung stellte ich fest, dass wir uns in dem Zimmer der Jungs befanden und Kurt hatte sich schon brav wieder ins Bett gelegt.

„Na los, ich will hören wie es zwischen den beiden gelaufen ist, wenn ich schon nicht dabei war“, forderte Kurt und schnappte sich seine dampfende Tasse Tee vom Nachttisch. Wir setzten uns auf die herumstehenden Stühle und ich füllte mir noch ein Glas mit Wasser bevor ich begann.

Während ich also unsere eher weniger spannende Verfolgungsjagd schilderte, warf ich immer mal wieder einen Seitenblick auf Ororo, die ziemlich in Gedanken versunken war. Sie kaute so intensiv auf ihrer Unterlippe herum, dass ich Angst bekam, sie könnte sie blutig beißen. Ich wollte nicht, dass der Tag so verläuft, es sollte doch lustig werden und jetzt das. Hätte ich doch bloß nicht gefragt.

„Es war eben so normal, wie es bei uns sein kann, wann sollst du die beiden eigentlich abholen?“, fragte ich, als die Erzählstunde mit Daisy geendet hatte.

„Um halb zehn, wie spät ist es jetzt?“, was wohl gewesen wäre, wenn ich nicht gefragt hätte, wir wussten doch alle wie vergesslich Kurt bei Zeiten sein konnte.

„Punkt neun Uhr, du hast also noch Zeit“, beruhigte Ororo ihn und winkte lässig ab.

„Hey Kurt“, platzte es nach einer kurzen Zeit der Stille aus mir heraus.

„Hey Daisy“, machte er mich nach, was mich zum Lachen brachte.

„Kannst du Jean und Scott im Garten abliefern, wenn du sie zurückbringst?“, bat ich und sah ihn mit meinem Welpenblick an.

„Ja, aber wieso?“

Ororo verdrehte die Augen, sie wusste was jetzt kommen würde.

„Sie hat zu viel „Frühstück bei Tiffany“ gesehen“, seufzte sie.

„Seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, träume ich von diesem magischen Kuss im Regen. Ich bin ja nicht der größte Fan von Kitsch, aber ich würde es lieben, wenn es bei den beiden heute schon so weit sein würde“, verträumt malte ich mir diese Szene bildlich aus und kicherte schon wie eine Irre.

„Du bist nicht der größte Fan von Kitsch, aber du liest fast ausschließlich Liebesromane, sag mal merkst du noch was?“, motzte Kurt und sah mich ernst an, bevor er anfing zu lachen, was schließlich in einen heftigen Hustenanfall mündete.

„Kurt! So kennen wir dich gar nicht“, neckte Ororo ihn.

„Ich weiß jetzt gerade nicht, was ich dazu sagen soll“, gespielt entrüstet verschränkte ich die Arme und sah zur Seite.



„Also, steht der Plan?“, fragte ich dann in die Runde bevor Kurt sich auf den Weg machte.

„Ja, ja, ich bringe die zwei in den Garten ein gutes Stück vom Anwesen entfernt“, entnervt stieg Kurt aus dem Bett.

„Und wenn ich sie dann sehen kann, lasse ich es regen und wir hoffen, dass alles so läuft wie es soll und sich niemand sonst eine Erkältung einfängt“, setzte Ororo fort und wir stellten uns ans Fenster während Kurt schon die Fliege machte.

„Da! Das sind sie, los, los, los“, hetzte ich und rüttelte Ororo unsanft an der Schulter.

„Ist ja gut beruhig dich, ich mach ja schon“, ihre Augen wurden weiß und der Himmel zog schneller zu als gedacht.

Kurt stand jetzt auch wieder bei uns und wir beobachteten, wie der Regen sich verstärke. Ich konnte nur erkennen, wie sich eine rote Haarmähne dem Gebäude näherte, sodass ich schon fast die Hoffnung verloren hatte, dass mein Plan aufgegangen war. Doch dann stoppten die beiden abrupt und ich kann sagen, dass mir heute wohl niemand mehr das Grinsen aus dem Gesicht wischen konnte. Es war purer Zucker.

„Ich hab einen Codenamen für dich“, meinte ich beiläufig zu Ororo.

„Welchen denn?“

„Storm.“

„Gefällt mir.“

„Hey, was macht ihr denn da?“

Erschrocken drehten wir uns um und der seltene Anblick eines vollkommen verwirrten Peters bot sich uns.

„Mein Plan hat funktioniert“, grinste ich.

„Du hast das echt durchgezogen?“, er schien völlig entgeistert.

„Um die Situation aufzuklären meine lieben Freunde“, sagte ich dann an meine beiden anderen Komplizen gewandt, „Ich plane diese Szene für die beiden schon etwas länger.“

„Etwas länger? Ich muss mir das Gequatsche seit Tagen anhören, was glaubt ihr, warum ich euch bis jetzt aus dem Weg gegangen bin“, ich bin ihm wohl wirklich ziemlich auf den Keks gegangen.

„Och man, es tut mir leid, aber es ist doch alles gut gegangen, ich verliere ab sofort kein Wort mehr darüber“, versicherte ich ihm.

Er kniff die Augen prüfend zusammen, gab sich aber schließlich mit dem Versprechen zufrieden.

„So ich bin hundemüde und morgen müssen wir beide uns das wahrscheinlich stundenlang anhören, dafür muss ich ausgeschlafen sein, sonst pack ich das nicht“, seufzte ich und zog Ororo mit in unser Zimmer.

„Gute Nacht Jungs“, rief ich noch über meine Schulter.

„Nacht“, echote es zurück.



„Ororo?“, fragte ich, als sie gerade aus dem Bad kam.

„Hm“, machte sie nur und warf sich auf das Bett.

„Ich …Du weißt nicht wie viel es mir bedeutet hat, dass du heute so ehrlich zu mir warst und ich denke es hat mir irgendwie geholfen“, fing ich an.

Ihr Blick wurde schon wieder ein bisschen trüb und ich bereute es beinahe sofort, erneut damit angefangen zu haben.

„Das freut mich, ich denke es hat mir auch geholfen“, erwiderte sie schließlich.

Gedankenverloren starrte sie auf die andere Seite des Raums bis plötzlich die Tür aufflog.

„Ihr glaubt nicht- “, weiter kam Jean nicht, den ich fiel ihr ins Wort.

„Oh nein, heute nicht mehr, morgen haben wir noch genug Zeit“, bestimmte ich.

„Von mir aus, dann eben morgen“, sie strahlte, schnappte sich ihren Pyjama und verschwand sofort im Bad, um sich umzuziehen.

„Alles klar, na das ging einfacher als gedacht“, kommentierte ich und musste schmunzeln.

Das war ein verdammt schwieriger Tag und bevor ich einschlief schwor ich mir selbst, so bald wie möglich mit den anderen zu reden.




Hallo Freunde der Sonne,

das Kapitel war nicht ganz einfach zu schreiben und ich hoffe ich habe es soweit gut rübergebracht. Es ist dafür länger als alle zuvor, ist das besser oder ist das zu viel auf einmal? Es ließe sich sicher das nächste Mal splitten. Ob das nächste Kapitel pünktlich kommt, kann ich leider Gottes nicht versprechen. So *ersten Punkt abhak* des Weiteren einen großen Dank an: Serienjunkie Leni (anonymer Benutzer), Lady Blizzy und Star, für die lieben Reviews, fühlt euch geknuddelt. So das wars jetzt aber von mir.

Vielen Dank fürs Lesen,

Eure Ladybug
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