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Delirium

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Phoenix / Doktor Jean Elaine Grey Quicksilver / Pietro Maximoff
09.04.2019
14.07.2020
16
37.904
5
Alle Kapitel
26 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.04.2019 1.222
 
"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen"

- Albert Einstein




Nach guten drei Stunden, das Lernen hatte ich mittlerweile aufgegeben, lag ich auf dem Bett und starrte die Decke an, während Michael Jackson mir Gesellschaft leistete. Dann passierte alles ganz schnell und kurz nach einem lauten Knall befand ich mich draußen, aber nicht irgendwo, nein! Ich lag in den Armen eines silberhaarigen Typen, der wie gebannt auf irgendwas starrte.

>>Wow, und ich dachte heute wäre ein gewöhnlicher Samstag. <<

Erst als ich mich räusperte schien er zu bemerken, dass ich auch noch da war und ließ mich runter.

„Danke.“

„Kein Ding.“

Ich nickte, drehte mich um und als ich die Schule sah, warte nein, da war keine Schule mehr, da waren nur mehr Trümmer, Schutt und Asche.

„Heiliger Hund in einer Bratpfanne, was?“, rief ich völlig geschockt von diesem verstörenden Anblick, konnte ich mich kurz nicht mehr bewegen, aber nur kurz, denn ich bekam ein Gespräch zwischen Hank und Kapitän Grauhaar mit.

„Sag mal wo, wo kommst du denn…?“, fragte Hank sichtlich überfordert.

„Ich wollte zum Professor, ich dachte er lebt hier“, antwortete Angesprochener, ohne dabei den Blick von den Trümmern eines ehemaligen Hauses abzuwenden.

„Er wurde entführt.“

Super, das sind ja großartige Nachrichten, wie könnte es denn noch schräger werden? Ganz einfach, wenn Mystique zwei Meter entfernt von einem steht.

Natürlich musste Hank auch da ein Gespräch anfangen, man ist der heute redselig: „Alle bewundern dich.“

Stimmt allerdings. Auch ich muss zugeben, dass ich ein kleines Fangirl bin, aber nur ein ganz kleines.

„Sie brauchen dich, genau jetzt“, redete er weiter.

„Das ist es nicht was sie brauchen“, antwortete eine sichtlich verstimmte Mystique und verwandelte sich zurück.

Man da ist ja jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden.

Nächster dramatischer Auftritt: Meine Freunde und Scott, ja ich mag ihn nicht okay.

Letzterer sprang aus dem Auto und rief: „Was ist passiert, wo ist Alex, wo ist mein Bruder?“

„Bin ziemlich sicher, dass ich alle raus hab“, kam es von Mr. Ich-kleide-mich-ganz-in-Silber, obwohl man sagen muss, dass es zu ihm passte.

„Alex war am nächsten dran an der Explosion“, kam es dann von Hank.

>>Oje, ich hab da ein ganz, ganz mieses Gefühl. <<

Ein kalter Schauer fuhr mir über den Rücken und ich zitterte kurz und unmerklich.

Scott rannte sofort los in die Mitte der Ruine und Jean ihm hinterher. Oh man, das tut selbst mir leid. Richtig bescheuerter Tag heute. Ich muss es ja wissen, ich habe auch keine Familie mehr. Bis vor drei Jahren hab ich in einem Heim gewohnt, von dort hat mich der Professor dann weggeholt und von da an war ich hier. Ein anderes zu Hause hab ich also nicht und das existiert jetzt auch nicht mehr.

Hinter uns kamen jetzt auch noch Hubschraubergeräusche.

>>Leute, so langsam wird’s langweilig. <<

„Bitte verhalten Sie sich ruhig. Medizinische Versorgung ist unterwegs“, sprach eine monotone Computerstimme aus dem Off.

Soldaten, oder was auch immer das auch war, stiegen aus und kamen auf uns zu.

Eine Frau ging vor und rief: „Hey, Moira MacTaggert, CIA, Gott sei Dank, dass Sie hier sind.“

>>Moira, cooler Name. <<

Plötzlich rief unsere blaue Heldin: „Vorsicht!“

Wir drehten uns alle zu ihr um und einer dieser Typen aus dem Hubschrauber brüllte: „Feuer!“

Ein Energiestrahl traf mich und ich verlor das Bewusstsein.



Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf einem harten, gitterartigen Boden und die ersten paar Sekunden überfiel mich ein Schmerz in meinem Kopf, der sich aber schnell wieder verflüchtigte.

„Ahh! Was ist denn los mit dir, werden wir jetzt etwa alle so blau?“, fragte der Silberschopf panisch und sprang auf.

„Nein, ich hab nur meine Medikamente zu Hause vergessen“, seufzte Hank, der zu seinem blauen Selbst geworden war. Warum sind eigentlich immer alle blau, wie wäre es zum Beispiel mit grün oder orange?

„Was ist passiert, wo sind wir?“, fragte die gute Moira sichtlich verwirrt.

Ich konnte nicht mehr, der Tag war absolut zum in die Tonne treten und jetzt hatten sich auch meine Nerven verabschiedet, also begann ich wie eine verrückte zu lachen. Dafür erntete ich irritierte Blicke meiner Mitgefangenen und als ich mich wieder einigermaßen beruhigt hatte erklärte ich: „Tut mir leid, aber dieser Tag ist absolut für die Tonne und das meine lieben Freunde war mein personalisierter Nervenzusammenbruch.“

Keine Antwort.

„Wow, schwieriges Publikum heute, ach ja, Grauhaar, wie heißt du eigentlich?“, ein Themawechsel kann nie schaden, außerdem wollte ich das sowieso fragen.

„Peter, warum?“

„Weil ich das nicht wusste?“

„Klingt logisch und du?“

„Was ist mit mir?“

„Na, wie heißt du?“

„Ach so, Daisy.“

„Darf ich dich Dazz nennen?“

„Nur wenn du es sowieso tust.“

„Das heißt also ja.“

„Von mir aus.“

Unser wirklich interessantes Gespräch wurde jäh unterbrochen von Mister Dramatischer Auftritt.

„Hallo Mystique.“

„Major Stryker “, erwiderte diese.

„Colonel Stryker, ich an Ihrer Stelle würde nicht so dicht an die Wände herantreten“, dramatische Pause, „es könnte Ihnen Unbehagen bereiten.“

„Ich bin Moira MacTaggert, ich bin Senior Officer bei der CIA.“

„Ich weiß wer Sie sind Agent MacTaggert.“

„Sie dürfen mich hier nicht festhalten, in dieser...“, weiter kam sie nicht, denn sie wurde rüde von diesem Stryker unterbrochen.

„Genaugenommen doch, durch ein übernatürliches Ereignis wurden sämtliche Atomwaffen, von hier bis Moskau vernichtet und dieses Ereignis ging exakt von der Stelle aus, bei der wir euch gefunden haben. Vom Haus des mächtigsten Mutanten der Welt, ihr werdet mir jetzt also sagen, wo Charles Xavier ist.“

„Um den Professor brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, es gibt noch jemand anderen, jemand der noch mächtiger ist“, erwiderte Moira.

„Wenn Sie uns hier raus lassen können wir Ihnen helfen“, setzte Mystique nach.

„Erwartest du wirklich, dass ich das glaube? Egal welches Gesicht du aufsetzt, ich weiß wer du bist.“

Mir wurde das alles zu blöd.

„Hey, Sie da oben!“, rief ich.

„Was denn?“

„Wären Sie so freundlich mir zu erklären, was ich hier soll, ich meine ich kann halbwegs verstehen, warum die anderen hier sind. Also nein kann ich eigentlich nicht, aber was habe ich damit zu tun?“

„Ganz einfach, Daisy Termint, du weißt nicht wer deine Eltern waren, oder? Nein du bist in einem Heim aufgewachsen, weil sie kurz nach deiner Geburt gestorben sind. Aber ich kann dir die Antwort geben, die du schon so lange suchst. Deine Eltern waren Liora und James Young, beides Klasse 5 Mutanten und sie wurden getötet, um dieser Welt hier Frieden zu bringen.“

Dann trat er von dem Mikro weg und ich konnte nur apathisch dorthin starren, wo er gestanden hatte. So lange suche ich schon eine Antwort und jetzt wo ich sie habe, will ich sie nicht mehr. Ich will wieder vergessen. Einfach so weiterleben wie bisher, schließlich hatte das doch gut funktioniert. Dieser Tag war der Supergau an Furchtbarkeit.





Hallo Freunde der Sonne,

ich hab gestern mein erstes Review und meinen ersten Favoriteneintrag bekommen und ich wäre als ich das gesehen habe fast aus meinem Schreibtischstuhl gefallen. Danke dafür auf jeden Fall und jetzt zu dem Kapitel. Ich habe mich bemüht es so filmauthentisch (gibt es das Wort?) wie möglich darzustellen. Ich hoffe es gefällt euch und ihr bleibt weiterhin dabei.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit,

eure Ladybug6026
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